Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 203 (12.8.1919)
- Date
- 1919-08-12
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 203 Wien, Dienstag Bühne tmi> Kunst. Rnggiero Leoneavallo. Per tragische Fall eines Komponisten/ der nur einmal den Erfolg zu erringen vermochte, dem er sein ganzes Leben lang «achstrebte, und so verurteilt war, dem Niedergang des eigenen Könnens zuzusehep, wird mit der Nachricht vom Joh? Leonoavaflos spstdex in Erinnerung gebracht, Sein «Mjgrro" hat eine GpMhxM erlangt, die M Welt W in die «uLleggnstLn Flecke« erfüllte. Es gibt wpKl feig TDahep, bß§ M Opex pflegt und gn diesem wirksmnen Ein» An LorMexgegWM wäre, tkern.en AarifonMen, Wh sei er der blutigst^ Gjlettant, der picht den Prolog -Ms ,-Bajazzo^ zum Hauptpunkt seines Repertoires gemacht hätte. Was Leoneavallo seither geschrieben hat, ist über den Eintragsruhm atidjt hinaus gekommen. Seine „Boheme" litt unter der berühmteren Nachfolge Pupeinis. Kaiser Wilhelm, der gerne auch Pep Kmfftgeschmack diktieren wollte, ließ von ihm ein „vaterländisches" Werk vertonen, den „Roland von Berlin". Droh der glänzenden Aufmachung erlitt die Aufführung ein Fiasko, das an Lächerlichkeit streifte. Auch die> Versuche L^öncgvallos, das Glück, das ihn als Opernkomponist verlassen hatte, an seine Operetten zu fesseln, sind sämtlich gescheitert. Seine letzten Werkel sind in Wien noch ,nicht bekannt, aber dem Vernehmen nach befindet sich keines darunter, das berufen wüive, auch nur annähernd den Erfolg des ,-8äjazzo" zu erreichen, der mit glücklichem Theaterinftinkt erfüllten, treffsicheren Melodik dieser Musik etwas Aehnliches zur Seite zu stellen. Leoneavallo wird zweifellos , dem Gedächtnis her Kunstwelt nicht sobald entschwinden; als typischer Vertreter der jungitalienischen veristischen Richtung, die mehr Schule machte, als es dem Wert der von ihr Geleisteten entsprach, die aber dem Theater zu Dank schrieb und deshalb am Theater dauernd fortleben wird. M. Aus den Theatern. Herr Direktor Bernau hat das soeben von Stephan Zweig übersetzte dreiaktige Drama „Die Zeit wird kommen" von Romain Rolland aus dem Manuskript zur Uraufführung am Deutschen Volkstheater in der nächsten Spielzeit angenommen. Fräulein Poldi Müller vom Deutschen Bolkstheater wird in Berlin in der Komischen Oper iy der Operette „Liebeszauber" von Oskar Straus ab |. September ein Gastspiel absolvieren. Sie wird dort die Rolle, die sie seinerzeit in Wien bei der Uraufführung des Werkes mit großem Erfolge kreierte, spielen. In der Neuen Wiener Bühne beginnen die Abendvorstellungen von „DieSchisfbrüchigeu" um 7/Uhr, von „D a s B e t t" um 1IS Uhr. Mittwoch* dm 13. d. M-, abends um f/r? Uhr, eröffnet das W-i euer K o rn 8 d i.e n h a n s mit der Zellerschen Operette „Der Vogel handle r", die abwechselnd mit „Esv i ip nt y" bis auf weiteres auf demSpielplan verbleibt. Die erste-Schauspielvorstellung „D a 8 v t e r t e Gebot" findet Samstag den 16. August, nachmittags um V»8 Uhr, statt. Paritätischer Stellennachweis der rutschen Bühnen nennt sich die neue gemeinsam^ «Linrichtung des Deutschen Bühnenvere'mes und der Deutschen Lühnengenossenschaft, die auf sozialer Grundlage errichtet, die für die Theater erforderlichen Personalabschlüsse zu vermitteln bestimmt ist und die Geschäfte der bisher bestehenden Theateraflenturen übernehmen soll. Dieser Stellennachweis torbeitet für die Bühnenleiter und Mitglieder gebührenfrei, die recht erheblichen Verwaltungskosten werden gemeinsam von beiden Körperschaften getragen. ._ Ein Kurzer Gang durch die Geschichte der jüdischen rÄtergtnr. Dieser Abriß der jüdischen Literaturgeschichte des bekannten Historikers Dr. M. B r a u n, der vor einem Monat den fiebrigsten Geburtstag feierte, ist in der bekannten Ausgabe der Jüdischen Handbücher des Verlages R. L ö w i t erschienen. Er informiert in Kürze über bie' wichtigsten Erscheinungen der jüdischen Literatur vom Auszug aus Aegypten bis auf die neueste Zeit. — Preis K 2.1«. Zu beziehen durch R. Löwit, Buchhandlung, Wien, I., Rotenturmstraße 22. Wiener Morgen i citn-r 3 Die Kindesleiche im Hanptksnsl. Vor dem Schwurgerichte unter Vorsitz des Landesgerichtsrates Dr. B i z i st e hatte fick heute die 20jährige Dienstmagd Helene Charkow wegen Verbrechens des Kindesmordes zu verantworten. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr,' Meißner, als Verteidiger fungierte Dr, Löser. Der Kanalrüumer Sebastian Scheu kowitsch erstattete am 24. Februar beim PolizeikonMffqriate Josefstadt die Anzeige, daß er während hch Ruudgangch im Hayvtranal vlll., Schlöffet-? Sie, die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden habe. Um m Tage berichtete dj? Hebamme Elise V e ck der Pplizej. sie sei am Februar gegen 10 Uhr abends iq has Hags Vlll., Schlöffelgäffe 11. zu der Dienstmagd ' Hßleps Charkow gerufen worden, hie offensichtlich kurz vorher eines Kindes entbunden wurde. Vor dem Untersuchungsrichter erklärte Helene Charkow, daß sie das ncuaeborene Kmd tu die Klossettöffnung gestopft habe. Die Geschwomen fanden die Angeklagte schuldig, worauf der Gerichtshof sie zu vier Monaten strengen Arrests verurteilte. IM-StllMMI BERNHARD Wien, II., Taborstrasse 8b, LtlL-L vurrhfübrung aller danlrmSrrigen «na dorregercliSNlicden transaMioncn. velaelnlasrn in laufender Rccbnunc? m kulsittetten 8eS!ngungen. Informationen Kostenlos. &032 Der Volkswirt. Finanzminister Dr. Bitinski. Aus Krakau wird gemeldet: Wie der Warschauer Korrespondent des „Kurjer Codzienny" berichtet, hat Doktor Bilins kr die Uebernahme des polnischen Finanzporte» feuilleS u. a. an folgend« Bedingungen geknüpft: Das Budget jedes einzelnen Ministeriums wird nach detaillierten Verhandlungen und erfolgtem Einverständnis mit dem Finanzministerium festgelegt. Jegliche Ueberschreitung des Budgets bedarf der vorherigen Genehmigung des Finanzministers. Im Budget jedes Ministeriums müssen auch die Ausgaben für das Personal enthalten sein; es muß -dem Finanzminister der genaue Etat aller Beamten und Hilfskräfte mit genauer Angabe des Ranges und der Bezüge vorgelegt werden. Die Einstellung dieses Etats in bas Budget darf nur im Einverständnisse mit dem Finanzministcr erfolgen. Kein Ministerium darf über die Gelder verfügen, die in seine Kassen einlaufen. Die einfließenden Barmittel müssen binnen vierundzwanzig Stunden der Zentralkasse des Finanzministeriums überwiesen werden, das jedem einzelnen Ministerium in bestimmten Terminen die ihm auf Grund des Budgets zukommenden Dotationen übermittelt. Der Staatskredit ruht ausschließlich in den Händen des Finanzministers. Kein Ministerium hat demnach das Recht, durch seine Organe für sein Ressort Darlehen anfzunehmen oder Geldverpflichtungen einzugehen. Die Schaffung und Organisierung von Dienststellen in einzelnen Abteilungen der Ministerium darf, insoferne damit im Budget nicht vorgesehen« Ausgaben verbunden wären, nur im Einverständnisse mit dem Finanzminister erfolgen. Jeder Gesetzentwurf -^volkswirtschaftlichen Charakters sowie jeder Gesetzentwurf, auf Grund dessen dem Staats Ausgaben erwachsen oder Einkünfte zufließen, kann dem Ministerrat erst nach.erfolgtem Einverständnis des Finanzministers vorgelegt werden. Briese aus Amerika. Bei der Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizien (Abteilung Amerika) sind nachstehende Briefe aus Amerika eingelauien: Frau Blime Katz (Tochter von Feibisch Antlrr,, Buczacz) mit drei Kindern vor dem Kriege in Trhbuchowce, P. Buczacz wohnhaft, gestüchtet nach Holicz, gesucht von Moses Katz, per Adresse S. Scheuhorn, 178 Revington Street, New-Nork. Hersch Pleffer, Zlotkowce, P. Husakow bei Przemysl. Abraham Gast und Szhmvn Kliwer, beide aus Mosziska bei Przemysl, Galizien, gesucht von Rose Pleffer c. 0. Goldstein, 280 Street, New-Nork. Juda Hersch Schächter, Torki bei Zalrsczyki, Galizien, im Krieg gestüchtet narb Lrffa an der Elbe, 121 Podbradgasse, Böhmen, gesucht von Bernard Schächter, 1598 2nd. Ave. New-Nork. Jetti Mackles, Buczacz, Bohangaffe 60, gesucht von Jsak Machles, per Adresse Scheuhorn & Scheuhorn, 178 Revington Street, New-Nork. Luchs Dwora und Kinder: Josl Jsak, Sml Moses, Malka, Dina, Witie, aus Peczenizhn bei Kolomea, Galizien, dann auSgezoget» nach Peka bei Nowa Peka 18, gesucht von Dawid Leib Luchs, 156 Essex Street, New-Nork. Frieda Schächter, Ostabkowce, P. Gwozdziec. bei Kolomea. Benjamin Schtcklcr. Gwozdziec, bei Kolomea. Bert Schickler, Gwozdziec bei Kolomea. Berl Dresche^ Ostabkowce, P. Gwozdziec. Benjamin Drescher. ' . 530 . . . .. wnjamin Gwozdziec, gesucht von Meilrch Schächter, Ne Ostabkowce, East, l39th Street Bröux New-Nork. Schmer! Riesel aus Gruszka, P. Tlnmacz bei Stcmislau, letzte Adrcffe: Sch. Riesel in Drun bet Böhmisch-Leipa, Böhmen. Aron Schmerler, bei Josef Hosenbader, vor dem Kriege in Pasieczna bei Nadworna, Galizien, alsdann in St. Marienkirchen, Oberösterreich. Jakob Streit in. Dorotow, P. Wojnilow. Markus Sperber in Gruszka, P. Tlumacz, gesucht von Benjamin Riesel, 112 w., 139 Streets e. 0. Nathan Abzug Ncw-Don. Aron Altrin in Urinkowce, P. Torski, Galizien, bei ZaleSzczyri. Salomon L Elias Schächter. Zaleszczyki, gesucht von Morus Altein, 162 Essex Street, New-Nork City. Jichiel Zajae, Chrzanow, Galizien. Salomon Wagreich, Zbaraz, Galizien, Salomon Brawer oder Brawner, Tarfftzw oder Tarnopol, gesucht von Seriille, 574 Second Ave., New-Nork. Moldower Rllchim in Mouasterzcc, P. Zuralvno, Galizien, gesucht von Mollie Moldower c. 0. Vogl, 179 Mair Street, Ragway, New- Jersetz. Wirtschastttche Nachrichten aus Polen. Polnische Gin- und Ausfuhrbestimmungen. Dem „Polnischen Lloyd" entnehmen wir: Nach einem amtlichen Bericht hat die polnische Regierung beschränkende Bestlmmnugen für Ein- und Ausfuhr erlassen. So ist die E i nf u h r folgender Waren nach Polen verboten : Natürliche und künstliche Blumen, Spitzen und Stickereien, Schuhwichse, galvanisch versilberte und Srlberwaren, kosmetische Artikel (mit Ausnahme von Seifen), Spielwaren (ausgenommen Ersatzteiles Postkarten und Etiketten, Saccharin, Früchte (ausgenommen Zitronen), Mineralfarben md gewöhnliche Glasstaschen. Für die Ausfuhr sind vorläufig nur folgende Waren zugelaffen: Holz. Kohlen, Lampen- und Schmieröl, Flachs, Zelluloid und Fabrikate daraus, Borsten, Rohzmk (m pigs), Zmksulvhat. Samen, Kartoffeln, Eier, handgefertigte Spitzen Md Stickereien. Polnische Bank in Tesche«. Der Dolksrat hat die Gründung einer Aktiengesellschaft „Polnische Bank" in Teschen mit einem Anlagekapital von zehn Millionen Mark und dem Recht der BergrößerMg dieses Kapitals je nach Bedürfnis genehmigt. Der Prozentsatz der Operationen dieser Bank wird niedriger sein als der der Warschauer Banken. DaS Gefamtkapitgl der Bank ist ans örtlichen Mitteln gedeckt. Die Gründer der Bank, welche sich die Bereinigung der schlesischen Firmen mit Polen zum Ziele macht, find die Landwirtschaftliche Bank, die Kreditbank, die Spar- und Darlehensgesellschast, die Bereinigung landwirtschaftlicher Genossenschaften. Die Gin- und Ausfuhrbommtsfion In Krakau. Aus Krakau wird.den „Polnischen Stimmen" berichtet: Die Krakauer Handelskammer gibt bekannt, daß laut einer telegraphischen Mitteilung des polnischen Finanzministeriums in den Nächsten Tagen in Krakau eine Abteilung der staatlichen Kommission für Ein- und Ausfuhr errichtet werden wird. Gleichzeitig beauftragte das Finanzministerium dte Zollämter, alle in den Magazinen erliegenden Waren auf Grund der Bewilligungen des bisherigen, Krakauer Einfuhramtcs abzufertigen ' und in Hmlunst die von diesem Amte vor dem 28. Juli «teilten BewiÜigtwge» M berücksichtigen ... 12. August 1919 Seite 7 De? Hgndtzl in Hrrenchnhnuyd TgSak- Alrsien verboK-n. Laut Anordnung des Staatsamtes für Finanzen hat die Börsekaunner eine Kundmachung veröffentlicht, wonach der Börsenhandel in Orientbahn- Md Tabak-Aktien von gestern ab u n t e r s a g t wurde. Eine Grun-wechselfteuer in Deutschland. Weimar, 11. August. Die Nationalversammlung hat beute vormittags den Entwurf des , G r u n d w e ch s e lsteuergrsetzes beraten und nach eingehender Debatte a ng e y p m rn r n. Innsbxuch als Handelsstapelplatz. Innsbruck, 11, August. Da T r i e ft der Neugeftaltltng der staatlichen Berhällniffe wegen seine Bedeutung als Handelsumschlagpsatz verloren hat, ist I n n s b r u ck zum wichtigsten Kreuzungspunkte des Verkehres von Süd—Nord und West—Ost geworden. Um dieser für Tirol ,in günstigem Sinne erfolgten Aenderung in der Verkchrsentwicklung Rechnung zu/ tragen, treten die berufenen Stellen, des Landes dafür ei«, daß die natürlich gegebene Verkehrsentwicklung wegen mangelnder Vorkehrungen nicht gewaltsam von Innsbruck a b g e l e n k t und daß hinsichtlich der E in- und Ausfuhrbewilligungen jeder Zeitverlust vermieden werde. Durch die bereits vor Monatsfrist im Verhandlungswege mit der Staatsregierung in Wien erfolgte Einsetzung einer Kommission in Innsbruck zur-Erledigung von Gesuchen um Einlagerung, Aus- und Durchfuhr von Waren sowie durch Vorkehrungen, welche die sachgemäße Ernlagerung von, Waren verbürgen, und endlich durch Errichtung einer „„Oestentlicheir Warenverkehrshalle in Innsbruck", welche die Förderung des legitimen Innen- und Außenhandels bezweckt, sind vorläufig alle Vorbereitungen für den HandelsplatzJn nsbrucks abgeschlossen. Vom Geschäftsverkehr der „Oeffeutlichen Warenverkehrshalle in Innsbruck" sind der Handel mit Wertpapieren. Wechseln und dergleichen und vorläufig auch der Handel mit Getreide Md Mahlprodukten ausgeschlossen, der aber ehestens angestrebt wird. Der tschechische Finanzminister über das Moratorium. Prag, 10. August. (Tschecho-slow. Preßbur.) Ueber das herausgegebene Moratorium teilt Finanzminister Dr. H 0 racek einem Korrespondenten des *,Benkov" mit: Dieses Moratorium rührt nicht vom Finanzministerium, sondern vom Justizmmtsternun der und würde Über Wunsch einige r d e u t sch e r Geldinstitute, die infolge der heutigen Verhältnisse sich in Verlegenheit befinden könnten, herausgegeben. Das Moratorium mußte generell stillstert und denjenigen Instituten, die es brauchen, nberlaffen werden. Aus andere Institute hat diese Am ordnung keinen Bezug und von irgendwelcher allgemeiner B unruhigung ist keine Rede. Zurückziehung der Erlaubnis des börsenmäßigen Handels für Aktien der orientalischen Eisenbahn und der türkischen Tabakregie. Die am 15. Juli gegebene Erlaubnis deU^chörsenmäßigen Handels von Effekten wurde heute für Aktien der Bctnebsgesellschast für orientalische Eisenbahnen und der türkischen Labakregicgesellschaft wieder zurückgezogm. Die FreigebMg des börsenmäßigen Handels m ausländischen Wertpapieren war hauptsächlich zu dcm Zwecke erfolgt, um die Glattstellung der offenen Schlußpositionen zu ermöglichen. Nunmehr mußte das gesetzlrchk Verbot für die Börse wieder in Kraft gesetzt werden, weil sich weit über diesen Umfang hinaus ein lebhafter Verkehr entwickelte, obgleich der Wert dieser Effekten ausschließlich von dem Entgelt abhängt, das mit den verbündeten Machten vereinbart werden wird, und weil zu befürchten stand, daß spekulative Ausschreitungen sowie deren Rückschlag die Verhandlungen zu unsere» Ungunsten beeinflussen könnte. Festsetzung von Preisen für Harz nnd Harz- Produkte. Die heutige „Wiener Zeittmg" veröffentlicht eine Vollzugs" anweisung des Staatsamtes für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten,, mit der die jetzt geltende Höchstpreisverordnung Tiit Harz und Harzprodukte vom 12. Februar 1919, St.-G.-Bl. Nr. 118, außer Kraft gesetzt wird. Die Festsetzung der Preise erfolgt m Hinkunft geinäß Verordnung vom 16. Juni 19 IG, R.-G.-Bl. Nr. 184, durch die Harzkommission, in der d,e Rohharzerzeuger, die Harzverarbeiter und die in Betracht kommenden Konsumentenkreise vertreten sind. Rene Erzeugnngsvorschriften für Leder. In der heute erscheinenden Nummer des Staatsgesetzblattcs gelangt eine Vollzugsanweisung des Staatsamtes für Handel und Gewerbe, Industrie und Banken betreffend Erzeugungsvorschrtsten für Leder zur Verlautbarung. Erneuerung des deutsch-serbischen Handelsvertrages. Bukarest, 10. August. (Tel.-Komp.) Die Agentur Dacm meldet aus Belgrad: Die zwischen der deutschen und der serbischen Regierung seit einigen Tagen gepflogenen Verhandlungen über den Abschluß eines Kompensationsvertrages und über dte Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind gestern zum Abschluß gebracht worden., Gleichzeitig wurde der zwischen Deutschland und Serbien bei Kriegsausbruch bestandene Handelsvertrag erneuert. Bedeutende Einschränkung der Salzproduktivn. Au- E b e n f e e wird gemeldet: Wegen Kohlenmaugclo sind von den dreizehn Pfannen der htesigen Saline stets nur höchstens fünf in Betrieb. Das neue, mit einer Million Kronen Kosten erbaute Sudwerk, das vor Monatsfrist vollendet wll,d > kvMte den Betrieb überhaupt noch nicht beginnen. Die PHSnixgesvKschaft ermatzigt die Dividende. AüS Berlin wird telegraphiert: Die Phönixgcsellschast erklärt, dliß die laufenden Ergebnisse eme Dividende mm 107» gestalten würden, doch sei die Gesellschaft genötigt, ans bekannte große Verpflichtungen in Schweden b e t r ä ch t l i ch e Rückstellungen vorzunehmen, obgleich diese erst in drei Jahrm fällig sind. Diese schwebende Schuld müsse zum Kurse vom 80. Juni bilanziert werden. Inzwischen sei eine' weitere Vnlutaverschlcchtrrung eingetreten, ,so daß die Gesellschaft für der, Bezug der schwedischen Eisenerze einen erheblichen Aiehranfwand hat, weil diese Erzmengen nicht mehr gestundet würden. Daher sei eine Dividendenermäßigung notwendig. Von einer geplanten Abtrennung der Kohlenzechen zum Zwecke der Sozialisierung sei der Verwaltting nichts bctänrit. Ban den Getreidemärkten. Vor wenigen Tagcn bat an den Terminmärkteu der Union die abwärtsstrebende Preis- ., b.eweamiL .emrMttk .und seither .erbeblicbL..Fortschrittr gemacht.