Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 201 (10.8.1919)
- Date
- 1919-08-10
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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X, WL 201 V—-- /Wien, Sonntag , Wiener Morgenzeitung PolitischeRundschau. Minister Schrobar entpuppt sich als Antisemit. * Wir haben bereits mehrmals die Ansmerlstmckrit Hel-' Oeffeuttichkeit auf du V o r g äuge in d e r S l v w a 11 i gelenkt, wo feit Übernahme der Herrschaft durch die Tschechen die Persckutioncn und Berat,oneu der Juden kein Ende nehmen. Es kam nicht nur zu direkten Pogromen, die Berwaltüngsorgane erlaubten sich auch allerlei Nebergriffe getzen Freiheit und Eigentum jüdischer Bürger. Die zahllosen gänzlich unbegründeten Internierungen erinnern an die besten Zeiten des Militarismus und darüber hinaus hat die tschechische Verwaltung sofort mit einer offenkundig judenseindlichen agressiven Wirtschaftspolitik eingesetzt- Diese Politik hatte oft genug geradezu lächerliche Folgen, da dem jüdischen Kaufmann,, der sein Gewerbe seit Jahrzehnten -im. Ort«' betreibt, die Konzessionen unvermittelt entzogen und gänzllch anbefähigten slowakischen Elementen übertragen werden. Die Haltung des Ministerimns für die Slowakei, das eine von der Prager Regierung merkwürdige unabhängige Stellung hat, ließ in der Judenfrage, insbesondere bei Behandlung der zahllosen Beschwerden, die durch den vom Jüdischen Natioualrat in Prag autorlsierten jüdischen Balksverband in Prcßburg vo'rgrlegt wurden, außerordentlich viel zu wünschen übrig, -Nirhlsüestoweniger konnte die Judenschast auf Gruud der beruhigenden Zusicherungen des Präsidenten Masaryk und der Prager Negierung hoffen, daß der antisemitische Kurs bald eine Aenderuug erfahren wird. Infolge dieser Zusicherungen haben es auch die Organe l der tschechischen Judenschaft bisher nicht für opportun gefunden, die breite Oeffentlichkeit über die Vorgänge in der Slowakei genügend zu informieren. Es ist kein Zmcifth - daß die Veröffentlichung der Tatsachen ebenso geeignet gewesen-wäre, das Ansehen der tschecho-slowakischen Republik bei der Kulturwclt zu irschüttem, wie dies bei Polen der Fall war. Nunmehr ist aber rtwaS außerordentliches geschehen: Der Minister Schrobar selbst hat sich als F ü h r e t b, t r ».ntisemitischen Politik ganz offiziell erklärt. Er hat am L August in Turocz-Swatek-Martin in einer Versammlung der slowakischen Gespane, Negierungsceferenten und Abgeordneten eine große Rede gehalten, in welcher er nach den Berichten der tschechischen Presse folgendes sägte: „Unsere Leute greisen uns in ihren Zeitungen heftig deswegen an, weil in der Slowakei einSchreckensreft t m t it t g c fl e n d ieIudcn geführt, well anü- ' semitisch regiert werde und weil die Juden hier kein Recht haben. In der Slowakei werden die Juden nirgends verfolgt und wenn es doch der Fall ist, so kounnt das daher, daß sie -Kettenh Ln dler und Verrä t e r sind, aber das widerfährt auch Christen in gleichem Maße.- Dre Juden waren bic ‘Ausbeuter und A u s-s ä u g e r des ) l o w,a k i s ch e n B o l k e s und beim letzten magyarischen Einsall sahen wir, daß sich die Judenschast nicht . an die Gelöbnisse hielt, die sie der Negierung gegeben hatte und sich u n l o y a l benäh m. Das/ .bestätigen unsere Beamten und Soldaten. Staatsscindc werden ans der - ganzen Welt bestraft. . ' . Während des magyarischen Einsalles mußten Int e r- .«ttraitßtn vorgenommen werden, wobei cs z u v e rs. ch iedeneu Uebergriffen ka m, die aberdurch - die damalige Berwirrung ihre Erklärung finden. Die Mehrzahl . der Internierten wurde auch bereits freigekasieu. ' ■: ' . : ■ .»In der letzten Zeit wird gegen die Tschechen, eine festige Agitation betrieben, wodurch einzelne unliebsame Vorfälle mit Unrecht generalisiert werden. Es rst wahr,"daß in der -letzten Zeit die B e a m t e n k r ä f t e. d,e aus Böhmen hierher kommen, minderwertig sind und sich' v e r sch i c- .8 e n e U e b e r g r i f f e zu schulden kommen lassen.-Derböhmische, m der Slowakei angestellte Beamte muß sich dessen bewußt sein, daß die hiesigen Verhältnisse ganz anders geartet sind, als im übrigen Teil der Republik. Biele Tschechen kommen hierher, -'wie m ein okkupiertes Gebiet, wo sie glauben, B'kute machen zu können. Mit dieser Anschauung muß aufgeräumt werden." „Es erwartet uns eine wichtige Arbeit, und zwar di'e D y l k s z ä h l u n g in der Slowakei, dre in der nächsten Zeit durchgeführt wird. Wrr konnten sie nicht früher dnrchsühren, da Die Arbeiten des Obersten Astes. Havas über die dipLomatische Lage. P s riß, 9. August. (Korr.-Bur.) Dis Agenes Havas veröffentlicht folgenden Bericht über die d i p l o m a 4i sche Lüge: Der Oberste Rat befaßte sich wieder mit den finanziellen und Wisdergutmachungsklauseln des bulgarischen Vertrages. Er beschloß weiters, den alliierten und assoziierten Machten eine Kontrolle über die Veräußerung der türkischen Bomänengüter einzuräumen, regelte die Verteilung der alliierten Kontingente irr Oberschlesien und beriet daun über die proportionale Zuteilung der aufzuräumenden Schlachtfelder, unter die alliierten Truppen. Die Diktatur des Erzherzogs Zssef. Einstimmiger Beschluß der GuteuLe. : Berlin, 9. August. (Korr.-Bur.) Das „Acht- Ahr-AbendblaLL" berichtet aus Basel: Eine Depesche der Agenee Oavas meldet, daß der. Beschluß der Alliierten auf Einsetzung einer Diktatur des Erzherzogs Josef in Ungarn e i n ft im mig gefaßt .worden sei. Das ungarische Volk solle entscheiden, ob die Diktatur zur Monarchie oder zur Republik führen werde. die Magyaren bei ihrem Einfalle das gesamte statistische Ma" - terial vernichtet haben. Binnen Tagen soll auch eine Kon* - skription der Trafiken und Lizenzen durchgesührt werden. Unse^ Vorgehen wird in dieser Fraae von unserer gesamten Oefseill" üchkert und von ganz Europa kritrsiert. Eine spezielle slowakische Frage ist die j ü d i s ch - w i r t s ch a f tli ch e F r a g e In dieser Hinsicht müssen wir wie emMann; einig feilt. In dieser Beziehung spielten bisher P r i v il e g i e n die Hauptrolle. Wir haben in der Rcpublck alle Privilegien abgeschafft, also muffen wir auch hier diese Privi-. - legten abschassen, besonders da sie für Dienste gegen die Slowaken verliehen wurden, für von der magyarischen Regierung geförderte Denunziantendienste. Die Artsrechterhaltung von Privilegien ist überhaupt undemokratrsch und es war unrecht, wenn diejenigen weiterhin belohnt würden, die uns hier schaden. Darum müssen wir. diese Privilegien be- - seitigen. Unsere wirtschaftliche Prosperität erfordert unsere E m a n z i p i e r n n g vom fremden m a g pari s ch e n K a p i t a l, das heute in der Slowakei die Herrschaft führt." Diese Riede ist eine autisemitische Hetzrede nach allen Regeln der Kunst der Demagogie. Es wird darin mit aller Klarheit gesagt, daß ' die Juden die Ausbeuter und Aussauger des slowakischen Bottes sind, daß sie sich illoyal bestommeu haben, daß sie Privilegien zürn Lohn ifiti* die Dienste gegen die Slowaken erhalten haben. Es klingt wie ein Hohn, wenn der Minister, der selbst solche Un-. gcheuetlichkeilen spricht und ihnen dadurch Autorität g'.bt, gleichzeitig den Antisemitisntus der Regierung in Abrede stellt. - Zr gibt selbst die Uebrrgriffe bei den Internierungen und die Unfähigkeit der Beamtenschaft zu, ohne sich darüber zu äußern, was die Regierung zur Wiedergutmachung der durch diese Momente verursachten Schäden zu tun gedenkt. Herr Schrobar spricht von den Dingen mit einer Verständnislosigkeit, die ihn zu seiner heiklen politischen Aufgabe völlig unfähig zeigt. Statt eine vernünftige, aufbauende Politik zu machen, um die von der magyarischen Herrschaft geschaffenen Zustände allmählich zmn Wähle der Gesamtheit in aner alle Elemente des Staates befriedigenden Weise abznbauen. spricht er von 10. August 1919 ^Seite 3 * \! emer „jüdffchen wirtschaftlichen Frage" und bekennt sich zü nuer . antisemitischen Gewaltpolitik des. Boykotts und der Expropriation, Diese Ministerrede wird in der Welt großes Aufsehen machen. Es wird den vernünftigeren und kulturell höher stehende» Elementen des tschechischen Volkes bald klar werden, daß 8aS> nicht die Methode ist, wie man Staaten regiert und daß v» solcher Minister seinem eigenen Volk aut allermeisten schadete Das'jüdische B o l k p r o t c ft t c r t mit alle.« Entschieden!) eit gegen die u n e r h ö r t •* 'P a u s ch a l v e r d ä ch t i g u n g. Herr Schrobar möge btt denken, daß man heute mit dein jüdischen Volk nicht mehr spielen kann. Ein Volk von vierzehn Millionen, das einen einigen politischen Willen hat, ist ein Faktor, der sich nicht bagatellisiere» läßt. Das jüdische Volk der ganzen Welt steht geschlossen hinter den Brüdern in der Slowakei und wird nicht dulden, daß ihnen rin Unrecht geschieht. Der Minister, der so von den Inden gtt prochcn hat, darf nicht länger die Regierung der -Provinz führen, in der die meisten Juden de3 Reiches wohnen. Das jüdische Volk erwartet, daß die Prager Regierung sich schleunigst zu dieser An; ge l e g e n h e i t 8 u ß e r t. Frankreich und der Zionismus. Die Warschauer Wischen Zeitungen berichten: Während der Verhandlungen in der französischen Kammer über das Bett hältnis Frankreichs zum Vatikan kritisierte der Deputierte R t* montier das Verhalten des Ministers des Aeußern, Pichon^ dem Zionismus gegenüber. . Zu Pichon gewendet, fragte Remoncicr: „Haften Sie, Herr Minister, die Politik des J g n v« rierens d e s Z i o n i s m u s, wie Sie sic befolgen, für gut? Geben Sie sich mit der V o r r e d e zum Buch«. Sokolows zufrieden, womit Sie Balfour oder eine« andern Förderer eines Judeustaatcs nachahmcn? Sitz wissen sicherlich, daß Völker, insbesondere nemrwachte Völker, sich mit sentimentalen Aeußerungen nicht begnügen) Wird der Unterschied zwischen ihrem schönen Vorwort zum Sokolow-Buche und der praktischen und tätigen Unterstützung des Ausbaues eines jüdischen Staates oder einer Heimstätte durch Amerika, wird uns dieser Unterschied nicht den Vorwurf der Zionisten einbringen, die sagen werden: „Frankreich hat geredet, aber nichts getan? Frankreich ist in der Kommission für die Errichtung, einer jüdischen Heimstätte in Palästina wohl vertreten, aber durch wen? Durch einen ehrlichen, aber kleinen Mann, einen naturalisierten Bulgaren. Es macht den Eindruck, daß Frankreich sich nur denn bernom menen P f l r ch t u n g e n zu ent; ziehen suche." ' P Aus diese Interpellation gab der Minister Pichon k ctitj A ntwort. __ ''J . Ei« Attentatt auf Kaiser Karl. .,G i o r n a l e d i U d i n e" erfährt aus Codroipß interessante Einzelheiten über ein Attentat, daß auf Exkaiser Karl im vorigen Jahre in Codroipo verübt wurde. Am 4 . Mai 1918 sollte am Tagliamcnto im Beisein Karls I. em großes Manöver stattfinden, welches mit Festlichkeiten, Ball, Konzert enden sollte. Der Kaiser passierte Codroipo um 10 Uhr in einem offenen Automobil, das.'mit Blumen bedeckt war. Der General» stab.R Las 'Oberkommando und die Zöglinge der Offiziersschule imPasscrrano waren im fdereits vorangefahren. In C a wj. n o di C o d r o i p o stiegen alle aus die hohe Gerafft des Herrn Francesco Sirolli und als das Manöver beginnen sollte, uun-ben cvis der Entfernung von etwa einem Kiloivetcrgegen 60 S ch ü s s e g c g e n sic a b g c f e u c r t, und zwar von slowenischen Soldaten des 2. Alpenregiments. Der Kaiser wurde nicht getroffen, dagegen soll ein General auf der Stelle getötet, rin anderer schwer verletzt nach Laibach gebracht worden sein, wo er wenige Tage spater ebenfalls starb. Die Uclülng und das Fest .wurden sofort abgesagt, der Kaisen reiste rgsch ab, die Soldaten, die erst in der Nacht in ihre Quartiere hätten zurückkchren sollen, waren bereits um Mittag dahcinn Niemand wagte von der Sache zu sprechen, da es um den Kopf ging. In Oesterreich weiß man wohl heute noch nichts davon. - Etwas Wer jüdische Namen und Namensänderungen. II. Vornamen.-*) \ Ein gesondertes Kapitel bilden die jüdischen, beziehungsweise von Juden getragenen Vornamen. Diese waren in früheren. Jahrhunderten in vielen Hin-- sichten ein Gegenstand der behördlichen Behandlung. Die russisch-zaristische Negierung verbot den Juden das Abqndern ihrer Vornamen. Das selige österreichische Handelsministerium hat vor einigen Monaten, an die Hgndels- und Gewerbeverciue die Rundfrage.-gerichtet, ob es wünschenswert wäre, die gesetzliche Verpslichtnng einzuführen, daß jeder Kaufmann und Gewerbetreibende ayf Schildern und Stampiglien seinen vvllen..mairikelmößigen Vornamen führe. Der „Hamicpe", .'per -diese Nachricht brachte, führte das Negewerden dieser -Frage, auf die Bemühungen der Christlich sozialen zurjick, den aust dem Osten stammenden Inden den Betrieb/vop Ge« schäften in Westösterreich zu erschweren. ,.j; . In einer Anfsatzreihe „Von der SchMde eurer Namen", die von Ab r a h aan S ch w o.d r o 1t im „Jerubbaal", Zeitschrift der jüdischen Jugend, erschienen ist, spendet sich dieser in sehr radikaler W^ise (allerdings Mit der Front nur zur bewußtzionistischen Jugend) gegen die Zurückdrängung der hebräischen VotuameN und fordert jene Jugend auf, diese Vornamen anzuuehmen. Es seien hier aus jener Aufsatzreihe - folgende SMen zusammenhanglos Wiedergegeben: T „Jeder Nation ist eine große Anzahl von. bestimmten Namen zu eigen, die deren Träger als' zu dieser Nation gehörig stempeln. Diese Namen sin!) be- *>..Lr-Le in.Nr.. 197 der.^M..Mch'L!NLtL." laden mit der ältesten geschichtlichen und seelischen Tradition dieses Volkes und verknüpft mit den frühesten Wurzeln der nationalen Sprache. Bei uns aber, bei denen viele andere nationale Merkmale fehlen oder unvollständig sind, haben selbstredend die Namen eine noch gewichtigere Funktion. In den eigentümlichen anormalen Verhältnissen, in denen wir unter den anderen Nationen leben — Mohnkörnchen oft in dem Raunr zwischen den Gwßkörnern der anderen — und besonders in Ansehung der Entselbstuug, „Verschtvindsucht", Angleichung und Nachäffung, der wir im letzten Jahrhundert oder, im Osten, in den letzten Jahrzehnten verfallen sind — das alles macht den Namen oft zur Schiboleth, zum Aushängeschild. Ich habe fürs erste den Vornamen im Äuge. Dieser ist im Gegensatz zum Familiennamen ein (von den Eltern) freiwillig gewählter, bleibender, das heißt, er ändert sich nicht durch Adoption oder, bei der Frau, durch Heirat und erscheint mir immer als ein tief Persönliches, Intimes, Unabtrennliches. Er ist demnach vielfach ein Programm, ein Wegweiser: das Kind, das Kurt oder Mathilde benannt wurde, erhielt damit den Bahnzettel: „Nach Deutschiunr!"; das Mieczhslaw oder Jadwiga geheißen wurde, ward ans Polentum, der kleine Arpad und-die kleine Bözsi ans Magyaren-- tunt gewiesen. So daß der Name ein Scheidend-Entscheidendeswurde. Ihr wisset, was ein Feldruf, was eine Parole ist: Ein Zeichen, ein Wort, bei dessen Nennung sich — kann man sagen — die bekannte Frage Josuas an den unerkannten Engel klärt: „Bist bii unser oder der Feinde einer?" Und ich ftage: Habt )hr eurem Namen nach euch nicht schon, wenn auch untvillentlich, für unsere Feinde entschieden? Ist euch; die ihr Ganzjuden, - stolze und freie Träger und Erneuerer jüdischer Eigenart und Eigenehre sein wollet; ist euch die. Scham über eure. Namen, noch nie..ium Be.- tvußtscin gekommen? Die heutige chaotische Buntfleckigkeit der israelitischen Namen ist das nach innen miÄ außen markanteste, aufdringlichste Kennzeichen israelitischer Unjüdischheit, israelitischen „Sich nicht zu »erkennen gebens", israelitischer Zerklüftung. Ihr aber-, die die jüdische Jugend, welche sich als Rebell gegen die Misere antijüdischer Jsraelitik bekennt, wollt ihr nicht jenem Felvniezeichen modervoller israelitischer Zerklüftung das leuchtende Bundeszeichen der Achduth, der jüdischen Einheit, die ihr doch zu verwirklichen strebe^ entgegen stellen? Die Einheitlichkeit der hebräische« Namen, die nicht nur sozusagen horizontal ans all« Länder und die gegenwärtigen Juden aller Zungen sich beziehen, sondern auch vertikal die Generationen vidltansendjähriger Vergangenheit mit denen der weiten Zukunft verbinden soll?" „Wir sollten uns die Mühe nehmen, ernstlich zu-bie-i trachten, ob, ivelche und in welchem Maße 9tamenslarven, oft geradezu gespenstisch-lachhafte, oft widrig fratzenhafte Maskierungen uns wirklich schützen, baS heißt, welche Menschen unserer 'Umgebung es sind, di«; uns darin nicht erkennen, undwelche dagegen, r» deren Achtung wir dadurch sinken müssen. Wir müßten zur Ueberzeugung kommen, daß wir durch die Namensvepmummung höchstens dem Steinwurf des Gassenbuhest Vorbeugen, dagegen des einsichtigen, feinnervige» Ariers Argwohn, Abneigung und Widerwillen erst recht Hervorrufen. Lluch ist die Frage berechtigt, was bei so vielen .besonders prononcierten jüdischen Familiennajnpn, zum Beispiel Löwy, Golbenbaum, Feitslles'^ Schlesinger n. dergl. noch eigentlich durch den jüdischen Vornamen zu „begelb flecken" ist und ob nicht bei manchen Typen, toie Eberhard mit Kraushaar und Krummnase oder einer Kombination wie Senta Desireo Göhn, die Elterrt, ihrer Absicht genau entgegengesetzt. sehr Häßliches, widerlich Disharmonl«