Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 200 (9.8.1919)
- Date
- 1919-08-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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' Nr./26D_ . Wien, Tamstag; * Ehrung jüdischer GelehrLerD Aus W i l n a wird amreldet: Der Magistrat der Stadt Wilna dal in, seiner letzten Sitzung beschlossen, drei Wilnaer Gassen narb den jüdischen Gelehrten Rabbi E l i j a h u G a o n, S ch t r a s ch u n und P i n zu benennen. * Lehrkurse für jüdische Maurer und Gisenbetouar beiter. Die Gewerbesektion des Jüdischen Nationalrates für Deutschösterrcich veranstaltet Leh.rkurse für j ü d i s ch e Maurer u n d E i s e n b e t o u arb c i t e r, mn ihnen Gelegenheit zu geben, die theoretischen Grundlagen auch itt ihrer praktischen Tätigkeit kennen zn lernen. , Für diese-Kurse haben st ch der Gewerbrscktion hervorragende Männer der Praxis zur Verfügung gestellt. Es werden alle jüdischen'Maurer und Eisenbetonarbeiter, ~ welche es mit der Arbeit ctiift nehmen und ihren Beruf gründlich kennen lernen wollen, aufgcsordert, sich an diesen Kursen zu beteiligen. Schriftlich e A n m e l d n ng e n wollen unter genauer Amgabe des Namens. drr Adresse des Aufnahmswerbers sowie der Firma des Unternehmers an die G e w e r b e s e k t i o n d e s I ü d i s ch e n Nationalrates, II., P r a 1 e r st r a ß e 43, 2. S t i e g e, I. S 1 o ck, Tür 11, gerichtet werden.! Ein großes Chanrischaaffar-Feft veranstaltet. die jüdische Volksbibliothek „Zion", II., Glockengaife 30, Sonntag' den 10. d. M. um 3 Uhr nachmittags im Gürten und in den ' Sälen des 'Casä „Pratersee",. Hauptallee 5 (nächst dem I. Kaffeehaus), mit einem überaus.reichhaltigen Programm. > Siehe die Annonce in unserem Blatte.) ' , i * Heimkehr Kriegsgefangener aus Italien. Gestern früh trat der dritte Heimkehrertraiispftrt aus Italien in Hntteldorf ein. Zum Empfange hatten sich im Bahnlwf, der mit deutschösterreichischen Fahnen geschmückt lvar, Staatssekretär Dr. Deutsch, LanheshMvtmann S e v e r und die Abgeordnete Emmh FreundlMh eingefunden.Die Heimkehrerer hielten ein Frühstück und sammelten sich dann bei der Labei'iaüon. Hier hielten der Staatssekretär Dr. Deutsch, dann ein Vertreter des Vereines Kriegsgefangenenhilfe Italien und Emmh Freundlich kurze Begrüßungsansprachen an die Heimkehrer, die mit freudigen und dankbaren Zurufen ausgenommen wurden. Die Heimkehrer entfernten sich dann in Sonderzügen der Straßenbahnen. . * Gesteigerte KohlenUefrvmtg aus der Tscheche- Slowakei. Das „Prager Tagblatt" meldet unter dem 8. d.M., , daß vom 15. d. M. an nach WienerhöhtteKohlenlieftzrunge n gehen werden. Wenn kein Waggonmangel Eintrittsollen diese erhöhten Lieferungen gleichmäßig fortlaufen. Die Waggons hat bekanntlich ,Wien vertraglich beiznstellen. f AprrrUliesmtg der Brrirmer- Gemeiudewahlen? Ans Brünn wird telegraphiert: Nack einer Meldung der „M o r ä v s k a O r l i c c" soll die Gememdewabl in Brünn demnächst annnlliers werden. Als Grund für diese Maßnahme wird angeführt, daß über 6000 Wahlreklamationen unerledigt geblieben seien. Die Neuwahlen.sollen im September oder Oktober ° stattfinden. . ■ y - | * Wiederaufnahme des normalen Ersenbahnverkehrs mit Budapest. Aus Budapest vnrd uns ge- . meldet: 'Der normale Eisenbahnverkehr mit WLapest biufte bereits am Sonntag wieder aufgenommen werden. Die ungarische Regierung hat bei dem rumänischen Kommando die Erlaubnis . erwirkt, den Verkehr auch auf der Altofener Elsenbahnbrücke aufzmrehmen, so daß der morgen abgehende Sondcrzng bereits im Ostbahnhof in Budapest wird einlaufett könnem l * Opfer der Donau. Am 7. d. M. wurde unterhalb der Reichsbrücke die Leiche eines ungefähr 50jährigen Mannes, die etwa drei Wochen im Wasser gelegen fern dürste,, aus dem Donaustrome gezogen. Die Leiche wurde in die Tötenkammc.r in der DrcZdnerftraße' gebracht. - , * Das Historische Museum der Stadt Wien eröffnet. Sonntag den 10. August wird das H istvrische M u 1 tu m der Stadt Wien im Rathnuse wieder Zsiir den allgemeilicn Besuch' eröffnet. Besuchsstunden an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 1 Uhr vormittags, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 2 Uhr. Zugang über die Feststiege II. * Lohnforderungen der Tagarbeitev im Lagerhaus. Im Stadtrate berichtete Stadtrat Kokrda über die von den Tagarbeitern des städtischen Lagerhauses gestellten LvhnfordMngcn.^Die Forderungen belaufen sich jährlich auf R 150,000. Den Anträgen des Referenten wurde z u g e st i m m t. * Bahndiebstahl. Der 16jährige Magazineur Rudolf Racher wurde gm 5. d. M. dabet betreten, als er auf dem Rangierdahnhof in der Brigittenau, auf dem schon Millionen- , diebstähle vorgekommcn sind,' mit einem zweiten Burschen, dem ' aber die Flucht, gelang, Seidcnwärm im Werte von K 17.000 stehlen wollte. Er würde 'verhaftet und heute dem Landesgerichte ein geliefert. 7 V U * f Lebensmüdem Aus Furcht vov dem''Jrrsin hat .sich heute nachmittags der 29jährige Friffnrgehilfe-Ednard P. in seiner Wohnung,. XV., Wurzbachgaffe 21, mit einem Rasiermcher' den Hals.-zu durchschn.eidenEvcrsnriit. Er brachte sich eine 10 Zentimeter lange Schmttwnnde guer über dem Kehlkopf bei lind, wurde stark ausgeblntet aufgcfttndcn. Die Rettungsgesellschafr leistet ihm Hilfe-und brachte ihnins Stefaniespital. / . * Eine Kindesleiche in der Donau. Am 7. d. M. , wurde an der Simmmnger Lände d i e Leiche eine s n cu- ' g(-e b o r e n e n M ä d ch e n s angeschwemmt. und geborgen. Die Leiche , dürste nur einige Tage, im Wasser gelegen sein und wtwde. zur' gerichtlichen Oeffnrmg in die Totenkammer des All- » gemeinen Krankenhauses gebracht. - Gestohlenes Automobil. Am 7. d. M. wurde das Automobil A I 356, Eigentum des Gcneraldir.cktc.rs Giintder . ails Jnzersdorf, das.der Chauffeur Isidor P o l l a k ilir kur'ze Zeit.aussichtslos vor dem Hause Nr. 1 der Strauch gasje hatte < stehen lassen, 'gestohlen. Es hat einen Wert von 60.000 Kronen. o * Flucht eines Küsseneinbrechers aus dem Zellen- ' wagen. Einer, der berüchtigsten Kaffeneinbrechcr^ der schon Menschenleben auf dem Gettnssen hat, ist am 6. d. M. während . der EZkdrtiernng 'aus dem Zellcnwagen entsprungen. Es wurde berichtet daß am 5, d. M., nachts. bei dem Notar Dr. T r s a k, , Xlk., Schönbrnnnersttaße ' Nr, 268, ein Einbruch ansgeführt worden ist. Die Täter waren noch nicht weit gekommen; sie hatten -erst die Schlüffelplalle. der eisernen Kcrffe entfernt, um? -sich' an' (die-Aussprengnng zu milchen, .als' sie verhaktet wurden. Die Schränker waren der 27iährige Rudolf E r t l e r und der 36jährige Josef Weiß e u b ö ck. zwei Schloffergehilfen, und em7 Mann, der sich Jnlms. Heinrich H o j t a s ch nannte und für einen Magazineur aiisgal'. Dieser Mann", sollte gestern vom Polizcikommissariate Meidling ins Polizeigefattgenenhaus' gebracht'werden. Während der Fahrt im - Zellenwagen hat er Plötzlich mit voller Kraft die h ö l z e r n e F enst^erverstbalung herausg-erissen Und ist kopfüber ,d u r-ch.- \x e Q e f fn'tt n.g. m u f dö e. S. t r.r ß i -g e - s P r-wu g e-n. Ehe der.Wgge.n hielt/ und man stch ap die Verfolgung machen konnte, war der Mttnn, der unversehrt ge» blieben ist, verschwunden. Spater wurde festgestellt, daß der'Marin feiner der. gefährlichsten Kaffeneinbrecher, bcr SMHrige HilfS° farbeiter Jvhnnn E i f-.t n ist. Er stand wegen T o t.j cH a g und wegen M o r d v e r f u ch e S in Untersuchung, ist aber .wiederholt entkommen. vm - i nWWijnw<nil>,»<!i'' t l ■’ FVierrer MorgerrzeArmA - Letzte NachrMLeK. Die Internationale fKr einen gerechten Frieden. Luzern, .7. S^rgust. (Jnternattomale Sozialistenkonferenz.) Heute abends begann die Debatte über die Stellung der Internationale zur allgemeinen politischen Lage. . R e n a u d e l (Frankreich) brachte namens der Kommission eine umfangreiche - Re so l ntiv.n zur Verle sung, die unter anderem besagt: Die Internationale betont, , daß die Gelegenheit nie günstiger war, die sozialistische Organisation -aufzubauen, die kapitalistische Ausbeutung abznschaffett und eine normale Produktion sowie eine gerechte Verteilung der Naturschätze'- und Arbeitsprodukte zn sichern. Bezüglich des Friedensvertrages. stellt die Internationale wiederholt fest, daß die vorliegenden Verträge nicht eine gedeihliche internationale Zusammenarbeit ermöglichen. Sie ernpfiehlt daher allen angeschlossenen Parteien, mit allerEnergie für eine Aenderung dieser Verträge in einem für die Versöhnung der Völker günstigerem Sinne einzutreten.' Die Haltung der neuen deutschen Regierung ist geeignet, die siegreichen Regierungen zu einer Politik der Mäßigung zu verpflichten. Bezüglich, des Völkerbundes fordert die Jn^rnätionale eine Reihe sofortiger Aenderungen. Sie verlangt die sofortige Einberufung des Völkerbundes, damit er unverzüglich in Aktion treten kaM. Bezüglich der territorialen Fragen erklärt' die Internationale, daß die Entschädigung Frankreichs mit Kohle aus dem - Saargebiet gerecht ist, daß aber nichts das Reg ime re chtfertigt, das d ie Einwohner des Saartales ihrer politischen Souveränität beraubt. . Alle Einschränkungen, welche mit-Bezug auf die Rech'te Deutsch-, österreichs die künftigen Beziehungen mit Deutschland bestimmen, sotten fallen gelassen werden. Die deutschen Gegenden Tirols, der Ukraine und der« Tschecho-Slowakei sollen ihre politische Zukunft selMr bestimmen. Die Internationale begrüßt die' Selbständiginachnng der neuen Nationen, die unter den: . Joche gewisser Staaten waren. Sie ersucht die alliierten i Regierungen -dringend, die Unabhängigkeit aller jener Völker sofort offiziell anMerkennen, die den Wunsch ausgedrückt haben, frei zu sein, und diese als Staaten in den Völkerbund aufzunehmen. Die Jnternatwnale .ersucht die alliierten Kegierungen, die Politik aüszugeben, die darin, besteht, daß kleine Nationen von der russischen und europäischen Gegenrevolution verwendet werden, um gegen die Revolution in gewissen Ländern zu kämpfen und sich auszuopfern. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Fragen betont die Jntemationale, daß bei der Revision des Vertrages mit Deutschland die ab geforderte Entschädigungssunrnre in kürzester Zeit fixiert werde, wobei sie nicht eine Höhe erreichen darf, die die Lebenshaltung der. deutschen Arbeiterklasse dauernd' unter die der anderen Nationen herabdrückt. Der Zugang zu den Rohnlaterialien und die Möglichkeit einer ökonomischen Enttvicklung sollen Deutschland und Deutschösterreich gesichert werden nnter der Garantie des Völkerbundes. . Keine Besetzung Budapests durch Ententetruppen. Snint-Germnin, 8. August. Der ^Temps" erllärt, aus bester Quelle erfahren zu haben, daß von einer Besetzung B u d a p e st s durch T r u p p'e n der Alliierten nicht die Rede sein könne. Es sei nur mit jeden: Ententegeneral eine Wachkompagnie in Budapest emgezogen. Die Entente wAl die Habsburger und HoheuzoAern einsetze«. Saint-Germain, 8'. August. (Korr.-Bur.) Phedou schreibt iu?„Populaire", es sei nie daran zu zweifeln gewesen, daß die E n t e n r e d c e H a b s b u r g e r und die HotzeWz o l l e"r n w. i e d e r Einsetzen werde. Diese beiden Häuser geben immerhin einige Garantien für jnre Regierungen, > die den revolittwnäreu Drang fürchten und an nichts, anderes denken, als an die Erhaltung des gegenwärtigen Regimes. Clemenceau. steht einem preußischen Prinzen viel näher als Lenin oder Liebknecht uud ,81 opd George würde viel lieber mit einem Erzherzog als mit c i n e m n n g a r i s eb e n K o m m u nN st e n i r a t e r n i s i e r e n.' Die Hellige Allmnz spielt wieder wie zn Metternichs Zeiten, aber mit verkehrten Rollen. Diesmal restauriert der Frmtzose den Oestcrrerchcu. Vereinsnrrchrrchten. tN ach r i ch t e u v %it Bere i n e nersch e i me n von nun a b st c t 's am -Sagt d c r B e r a n st a l t u n g. * * , Die Red.) Zionistische B e z i r k s s e k t i o n V r ig"i i t nt ft it / (W a n d e r g r tt p p c). Hertte um 6 Uhr. abends Versammlung - aller Wanderer und Wanderinnen im Vercinslokal, XX., KarüMciMraße 5/l. Gäste willkomnten. — K u l t n r v e r b a n d ..I a b n e".'— ,.R c d e- und L e s e h a l l e." IX., Türkenstraße 9. Heute, l!e5' Uhr uachmioags, spricht Dr. N. Gold st e i n im Rahtueu des Seminars für jüdisches Recht über ..Ehehindernis der Verwandtschaft". Zion i.st ische P e z i r,k s s e k. t i o n Brigitte ita u, XX., Karl-Meißlstraße- 5/1. Heute %7 Uhr abends spricht Herr Dr. A. F r i e d m,a n n über „Z w e i e n g l i s-ch e Bo r k iitit v f rt des Zi on i s m u §". — B e r e i n „Z i o n". W,i e u. (I u g e n d g r u v P e). Infolge der Veranstaltung des Chamischaaffar-Festes e n.t fällt der für Sonntag, den 10. d? M. nngekicndmte Ausflug. — 'Hebräische Arbeit s-xi? n-t r a l e. Heute ttm 6 Uhr abends findet eine hebräische .Konversation mit anschließendem Vortrag von Herrn- Michael K r e n b e i n über Dr. Chaim ^'^avssh" statt. 9. August 1919 ®eife/ 5 ' rj N«IU> Größte Auswahkl Billigste Leopold Steiiiha'rt.Wim, I,,Bibcrsttaße S. Die Errmhrmlg. Der Marktbericht. ' Die G r o ß m a r k t h a l l e hatte gestern , nur schwache» Verkehr aufzuweisen. Die geringen Vorräte an Fleisch gingen nuv. langsam ab, besonders vernachlässigt bleibt auch, .weiter/, das- Pökelfleisch wegen seiner miuderen Beschaffenheit. Regere Nachfrage herrschte dagegen frischen Seefischen, die gestern itt: größerer Menge den Fis ch m ä r k t e n zugeführt worden^ waren. Die G r ü n w a r e n m ä r k t e hatten, trotzdem am Vortage keine. Abendmärkte stattgefunden hatten, genügeüde Zn-- sichren erhalten. Namentlich waren Erzeugnisse niederösterreichischer Herkunft stärker vertreten. Dem lebliastcstcn Interesse begegneten -. auf dem Obstmarkte des Naschmarktcs die gestern zum-. erstenmal angebotenen Pflaumen, die zu X 6.70 pro Kilo-: gramm — gedrückte und beschädigte Ware auch billiger — unter! großem Andrang abgegeben wurden. Sonst sah. man nockj. geringere Mengen von Birnen, Johannisbeeren, HeidelbeerenGU»^ Walderdbeeren. Auf einzelnen Märkten waren E i e r zu haben. Die Eieraufbringrrng in Niederösterreich. Landeshauptmann S e v e. r wendet sich mit einem Aufruf an die Eierproduzenten, in dem es heißt: Die diesjährige Eieraufbringnng in Niederösterreich hat bisher ein weitaus geringer^ Ergebnis gezeitigt als im Vorjahre, ein Unistand, der wohl, in dem allgemeinen Mangel an Lebensmitteln und im Schleichhandel seine Begründung findet. Die niederösterreichische Landesregierung, d'ie bestrebt ist, der Not des stachen Landes durch Verteilung von - Ententelebensmittchl ^näch Tunlichkeit Einhalt zu gebieten, kann wohl, mit recht erwarten) daß die jetzt ncuausgestellten, geringer bemcffenen Kontingente für die Eierablieferuug nunmehr auch z n. r G ü n z e a n d i e L a n d e s s a m m e l st e l l e n, das ist die.'nieöerösterreichlschc Molkerei, a b.g e f ü h r t w erd e n. Nur diese ' und die von ihr legitinnertcn Sammelstrllen. find berechtigt, Eier aus dem Bezirke anszuftihren. Gedenkek der zahllosen unterernährten Kinder u'n d Kranken,, deren bitteres Los ihr'zu lindern berufen/ seid und weist die Schleichhändler und Hamsterer von euer Schwelle. Der Aufruf, der mit roten Lettern aus weißem Paniere gedruckt ist, wurde in allen Orten desstachen Landes Nieder ö st erreich s plakatiert. . ä . ■' Neuerliche Verteuerung des Brotes. Wir berichteten Mr einiger Zeit über nencrliche Forderungen der Bäckergehilfen um^rhohrmg der Löhne. Bekanntlich verlangten die Bäckergehilfen gleichzeitig die Einführung von Weiß-Kleingebäck, um einer großen Anzahl von Arbeitslosen Btickeraehilsen Arbeitsgelegerzheit zn geben. Die Bäckergenoffenschaft, der diese Forderungen unterbreitet wurden,, trat mit der Regierung in Verhandlung und erklärt, daß sie nicht in der Lage ist, dte Ausgaben, die sich aus den erhöhten Lohnen ergeben, zu bestreiten und forderte dre Bewilligung zur Erhöhung des Vwtpreises. Wie wir nun erfahren, hat das Ernährnnqsatnt die Landesregierung aufgeiordert, mit den Vertretern der Bäcker in Verhandlung über dm Umfang der Erhöhung des Preises zu treten. Diese Verhandlungen haben erst begonnen. Es ist, wie man uns versichert, infolge der den Gehilfen zugesagten imb zum Teil schon in Kraft getretenen Khöhtet: Löhnte, schon feststehend, daß der Brotpreis in in absehbarer Zeit erhöht wird^Es ist auch sicher, daß ein Laib Brot mehr als K 2.30 kosten wird. Der neue. Preis wird erst in einigen Wochen in Kraft treten. Die Etttentelieferungen. Einer 'Mitteilung im nichtamtlichen Teil des Verordnungsblattes des VolkserNährungsamtcs cntnehmen rvir die Statistik über die Ententezuschübe bis zürn 15. Juli. Darnach wurde vom 3. JänneK- . bis zum 25. Juli 234.959 Tonnen zugeführt. An Speck unm Specksteisch wmden 19.141 Tonnen geliefert. Die Znschübe an den übrigen Lebensmitteln und Bedarfsartikeln haben seit den» Monat Mai bedeutend u a ch g e l a s s e n. Das hängt natürlich'vor allem mit der Erschvpffmg unseres - Kredits zusammen. So haben die Zuschübe an Oel, Reis. Orangen, vollkominen aufgehört, während dte Lieferungen an Kondensmilch- Bohnen, und Kolonialfrüchteu bedeutend znrückgegangen sind. Zubutzen fiir -ie Kinder in Wien. Vom Staatsamte für Volksernährung wird verlautbart In der Zeit vom 13. August bis 10. September werben itt Fortsetzung 8er vom StaatSämte für Volksnnährung am April cingelciteten Aktion folgende Zubußen abgegeben werden: a) an die Kinder, bis zmn vollendeten 2. Lebensjahr: 1 KilogramiN Kindernährmrhl; d) an die Kinder vom vollendeten 2. bis zum vollendeten 6. Lebensjahre: 1 Kilogramm Haferflocken. c) an die Kinder vom vollendeten 6. bis zmn vollendeten 14. Lebensjahr.: 1 Kilogramm Kindernährmehl und 7t Kilogramm Teigwaren. , . ' . Die .Ausgabe, dieser Zubußen wird für die bei Konsumenten^ organisationen mit Mehl raponirrten Bezugsberechtigten bei den Verschleißstellen dieser Organisationen, für die übrigen Bezugsberechtigten bei den, städtischen Nährmittelabgabestellen erfolgen. , Die. näheren Bestimmungen über die -Ausgaben der Znbttßen werden vom Magistrat Wien rechtzeitig knndgemackt wcrdM. MitteUnngen der „Rohöfi. Heute Samstag Zentralmagazin. VIIL, Piaristeuggsic 19 » Sardellen in Oel. Kümmel,' Franckkaffee, Milchschokoladr. Back^ vnlver, Sliwowitz. (Gefäße mitmhmen.) Bon 8 bis 12 Uhr. l. Bezirk. Nibelnngeuaaffe 7: Himbeersaft, Krachmandeln, Franckkaffce, Waschpulver. Bon 9 bis 12 Uhr. IV., Xlll, XV1U. und XIX.'Bezirk: Salzheringe, Sardinen und Sardellen nt Oel. Knrtoffelwalzgrieß, Milchschokolade. Bon 8 bis 12 Uhr. (IV. Bezirk keine Schokolade.) X., Xllt. und XVlf. Bezirk: Salzheringe. Sardellen in Oel, Milchschokolade. Kartoffesmalzgrieß. Bon 8 bis 12 Uhr. II., HI., IX. und XX!. Bezirk geschloffen. ..? Zubutzen füv Kinder. Die Vorarbeiten für die Abgaben der Kinderznbnßen für August haben begonnen. Es werden diesmal Haferflocken, Teigwaren und Fe'mmehl' an die Kinder abgegebm. Abgabe von Frühkartoffeln. Samsiag, Sonntag und Morctag werden im }., IV., VI., Vlfl. und XIX. Bezirk Frühkartoffeln, und zwar '/a'Kilogramm pro Köpf gegen Abtrettnnng des Abschnittes £ der Kartofielkartv abgegebetr, Nudolf Feldschuh, II., Pratevftvvße^ö4. Ijadti* abgabe für Juni, Schweizer Schokolade,. italiemsche Mavdolatti, Tischweine nsw. Geöffüet von 8 Uhr früh bis 8 Uhr ghtttds. -