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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-09 · Heft 200 (9.8.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 200 (9.8.1919)
Date
1919-08-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Wien» Samstag Inland. Die Rückkehr Dr. Renners. .'StaatSkanzler Dr. SReantr ist gestern vorntittags mit ter Mügliedern der Friedensdelegation mWien emgctroffen. k' Amr Empfang der Delegation hatten sich Präsident S e i tz die Mitglieder der 'Regierung e'mgefunden. i Heute vormittags L wird der Staatskanzler mit einzelnen MeffortrhefS konferieren." Mittags findet m Ehren Dr. Nenners beim Präsidenten S ei tz ein äSjeunex dino.toire statt, zu dem die Mitglieder de3 Kabinetts eingeladeu find. Morgen unternimmt der Staatskanzler mittelst Automobils einen Ausflug nach Glo ggnitz, um seine dort weilende Tochter zu besuchen, und »tritt dann abends dieRückreise nach Saint-Germain an. ' Eine Erklärung der Wiener rumänischen Gesandtschaft. , Die Presseab^eilung der , hiesigen rumänischen Mefandtfchaft teilt uns mit: , „Seit der Besetzung Budapests durch die rumLirifschen Trupperi sind in den hiesigen Tagesblättern verschiedene. durch eine hiesige uns wohlbekannte „amtliche ungarische" Nachrichtenquelle verbreiteten Zllarmirmeldungsn -über bas Verhalten der rumänischen Truppen sin Budapest veröffentlicht worden. —, Die Presse- Abteilung der hiesigen rumänischen Gesandtschaft hat ßede dieser Meldungen auf ihre Richtigkeit überprüft ffknd erklärt, daß sämtliche Nachrichten über die seitens Aer rumänischen Trnppen in Budapest verübten Plünde- LÜngen, Devastierungen, Zwangsrequirierungen usw. pinwahr und ans der Luft gegriffen sind. — Solche Gewaltakte sind anläßlich des Einzuges der fr-innänischen Truppen wvhl vorgefallen, doch, sind diese, zwie das rumänische Stadtkommandv in BrLaPest fest- ^tellen konnte, nicht von den rumänischen Truppen, ffvndern vom ungarischen Militär und auch von Zivilisten durchgeführt worden. Die rumänischen Gruppen jsittd erstens noch viel zu diszipliniert und befinden lsich noch stark genug in der Hand ihrer Führer, um Zsich zu solchen Taten herzugeben. : Aus diesem Anlässe sah sich das rumänische Annee- Hommando gezwungen, die ungarischen Truppen uttd auch chüe ungarische Polizei, die ebenfalls nicht ganz einsivandfrei war, zu entwaffnen und den Ordnungsdienst -i« Budapest zn übernehmen. s Telegramme. Wiener Msrgenzetztnüg _ Die zisKistischL PaläDuakoMmisfion zurückgekehrt. K o p e tt h a g s?r, 8. August. (Tel. der „Wiener Morgenztg/) Das Kopenhagener zrorristrsche Bnremr meldek r Die zionistische .Kommission, bestehend ans Brandeis, de Haa s, Friedenm ald, Szold rmd Rosoff» ist nach MehrmvchenLsichem AnfenthalL in Palästina in L o n d o n eingstroffen. Dubno von den Ukrainern gevomnren. Kamenetz-Podolsk» 7. August. (Radio.) Der Ukrainische Pressedienst meldet: Die vereinigten ukrainischen TrHpen haben iw Verlauf'der Offensive gegen die Bolschewiken gcstem die ehemalige Festung Dubno in Wolhynien und, Stctto-Konsicmtmow genommen. Die rnfsischen Bolschewiken sind im Rückzug gegen Saruy und Shitomir. Amerika für die industrielle Stärkung - Deutschlands. Amsterdam, 8. August. Die «Daily News" vom 6. d. M. meldet auS New-Dor?: Die industriell cLage in Amerika wird zur Ratifizierung des Friedendvertrages beitragen. Die Ungeduld wegen der Verzögerung der Ratifizierung macht sich bereits geltend. Die Erklärungen B a r u ch s, der Wilsons finanzieller Ratgeber war, beweisen deutlich, daß die amerikanischen Politiker die Schätzungen der europäischen Staatsmänner Wer das Zablnngsverrnvgen Deutschlands lächerlich, finden. Baruchs Genosse D a v i d erklärte, die erste von Deutschland zu machende Anzahlung. die auf fünf Milliarden Dollars festgesetzt worden sei, würde ans ein bis zwei.Milliarden hinauslaufen. Die offizielle Ansicht in Amerika gehe dahin, daß. wenn Deutschland Kapital besitze, es dieses dazu entwenden solle, seine Industrie wieder in Gang zu setzen, um so einen allgemeinen Znsammcnbmch Europas zu verhindern. Der Prozeß gegen den früheren deutschen Kaiser. n Rotterdam, 8. August. (Tel. der „Wr. Morgentg.") „Dailv Mail" meldet: Die Pariser Konferenz -beabsichtigt, die Einzelheiten für den K a i s e r v r o z c ß zn regeln. Der stübere Kaiser beschäftigt sich dem Blatte zufolge - bereits mit den Vorbereitungen für seine V e r 1 e i d i g u n g und fiat sich bereits diesbezüglich mit deutschen Rechtsanwälten in Verbindung gesetzt. Frankreich gibt den Trarrfitvevkehr frei. z Zürich» 8. August. «Tel. der „Wr.. Morgenztq.") Die «Reue Züricher Zeitung" erfährt aus bester Quelle, das Frankreich deu Transitverkehr ohne Rücksicht auf die H ö Oe des Prozentsatzes d e u t s ch e n M a t e r i a l s freigegeben hat. Wahrscheinlich fallen hierbei auch die Ursp r u n g s z eu gn r ss e weg. Die Arbeiten der Friedenskonferenz. Bis zum 23. August Entscheidung in der adriatischen» -ulgarischen, rumänischen und österreichischen Frage. i Saint-Germain, 8. August. (Kvrr.-Bm.) „Journal" meldet nach der„Gazetta del Popolo", die Friedenskonferenz hoffe, Lis zum 2ö. Äugnftdir adrialisch e, die bulgarische und die r n m 2 n i s ch e F r a g e gelöst zuhaben. Sie glaube, daß auch die Untersertignng LeS österreichischen B e r t r a g e s bis diesem -Datum vollzogen sein würde. Die kleinasiatisch t Frage würde daun ausgeschoben werden, da man aus die Entscheidung Amerikas wegen der. Nebernahme eines Mandats warten muffe und die Konferenz würde für mindestens :i4 Tage ans Urlaub gehen. Beschlüsse des Obersten Rates. Vertreter der Entente gehen nach Budapest. — Die Teschener Frage. . Paris, 8. August. (Ftmkfpruch.) Der Oberste Rat de* Alliierten hat sich Donnerstag mit der L a g e in Ungarn beschäftigt rmd beschlossen, Vertreter der Groß, machte nach Budapest zn entsenden. Ferner wurde beschlossen, daß die T e s ch e u e r Frage mmmchr von der 'Kouserrnz in Verhandlung genommen werde.Da sich die Tschechen und Polen nicht über die Zuteilung, dieses Gebietes, worüber verschiedene Auffaffmtgen bestehen,- einigen konnten. Endlich hat der Oberste Rat neuerlich über die. Grenzen Thraziens beraten, ohne einen endgültigen Euischknß zn fassen. -' Die Streiks in England. r Rotterdam, 8. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der Streu der B ä ck e r macht sich in E n g l a n d immer unangenehmer bemerkbar. InNothingham waren gestern tausende Familien ohne Brot.? Die „Times" meldet, daß gestern abends in Liverpool sämtliche Gemeindearbeiter in den Sympathiestreik fiir dm Ansstand der Straßenbahner eiugetreten sind. ' Der Streik der Eisenbahner in der Anion. u Rotterdam, 8. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Nach einer Reuter-Meldung aus Washington haben 14- Bereinigungen von Eisenbahnarbeitern, die zusawmm zweiMi,llionenArbeiter vertreten, gemeinschaftlich bei d.m Eisenbahndirettionm sofortige L v h n er h öh u n g verlangt. Aus N e w - N o w t wird gemeldet, daß der Streik der Straßenbahner, sowie des Hoch- und U«ter g rnn d b a h n v er s o n al s gestern den ganzen Verkehr in der Stadt zum Stillstände gebracht hat. Ankümst der ersten Banmwollsendnng in der Tschecho-Slowakei. n Letsche», 8. Angnst. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Auf dem Llmschlagplatzr Laube sind Mittwoch die ersten drei Kähne, enthaltmd 133 Waggons Baumwolle ein- >getrof.feu. ' MohamwedMrrsche Insurrektion in KLeinafien. Lyon, 8. August. (Funkspr. des Korr.-Bur.) „E ch o de a r.i s" veröffentlicht einen Bericht über die Zn stän d e in .Kleinasien, welche die miste Ausmerksmykeit der Entente . verdimten. lleberall in Klemasien bilden sich dank der lebhaften Agitation der Mobammedayer^ Jnsurrektionsk olnr t e es, die ihre' Tätigkeit »bis tu das Bilaset „ Trap ezuutt erstrecken.. Diese Kpmitees maßen sich die ö f f« u t l r ch e G e w a l t an und bereiten den K a m P f .gegen jede christliche R e'g i e r n n g v o r, die in <dnfen Gegenden eingesetzt werden könnte.,Damad Ferid Die Furcht vor einem nen-ön Kriege. Bolma-r, 8. August. (Fnnksprnch.) Ans Paris wird de- * __ .... ... richtet :,Jn Konferenzkreisen, befürchtet man, daß, wenn Rumänien^ konnte, weil die Alliierten gegenüber der Türkei keine einheitliche sich tatsächlich in dem Besitz der H e e r e s a u s r ü st u n g ,M a ck e nff e n s setzt, ein neuer und g r o ß e r ' K r i e gf r m « a b e n^O^st r n e n t ft eh nt1 lonntt, in welchen auch hie Türkei hineingezogen werden würde. Ein amerikmnscher . Delegierter , äußette-sich, daß^auch die Großmächte selbst in diesen^ neuen Krieg verwickelt werden könnte«. Die^ Friedenskonferenz kann einfach nicht mehr die vielen,'' die ganze Welt beriihtenden Fragen regeln; dazu würde Ge« " schloffenheit mit. stärket Macht gehören, worüoer jedoch die Friedenskonferenz nicht., verfügt. Der Völkerbund wird hierzu vielleicht imstrude sein,« aber man wird sich sehr beeilen müssen, wenn die.Welt noch "streitet werden soll. Das A-ri«abksMmett. \ ' BeLlrer, 8. August. Die „Deutsche Allgetneine Zeitung" vkÄdet aus Zürich: Dem „Popolo Romano" zufolge hat die AÜrierteukonstrenz die Lösung der italienn'chen Gebietssragen auf folgyrder Grtmdlage ins Auge gefaßt: Fiume w ird F r e r st a ar t miti M e r n a t i o n a l e m Hafen, Zar a u n d S p a l a t o werden F r e kst ä d t e mit Sicherung ihres ttalienifchen-Charakters, A i d i ü, K o n i a v«d A dm 1 i a tu Kleinasim''sdllen Italien znfallen, während Smyrna Griechenland zugeivrocheu wird. Dw ll n a b h ä n,g r g t e i t "A bb a n i e n s wird nach den Wünsthea der Italiener und der Mbaner ftlsifi anerkannt. Die Küste ,z w r l ch e n T r i e st und Fiume n e b st Abvazia ffvtl E i t a l i e n t s ch r m G e b i c t verlausen. das bis zur Eiieuialn'.lime San Piek:o—Trieb eeicben Efeabahn sffbft wirk) iriteinaiwnal.. ' P a s ch a sei bedroht, wahrscheinlich werde I z z e t P'a s ch a ihn ersetzen. „Echo de Paris" schließt, daß all dies mir entstehen Politik verfolgen. (Wie weit, diese Mekdmtgen den tatsächlichen Ernst der Lage schrldeni und wie weit sie ein Eingreifen Frankreichs rechtfertigen sollen, ist nicht mit Sicherheit festznsteÜen.) . Amerrkmüfche Milch für Wien. Amsterdam» 8. Augnst. (Korr.-Bur.) EnMchin Blättern zufolge erNärte Bouar L a w im Umerhause, es fei Tatsache, daß ' er besondere Informationen über die Leiden der Bevölkerung in Wien und anderen österreichischen St ü dff e n infolge des Milch mangels habe. Die rasche nnd andauernde Aktion der alliierten und assoziierten Mächte habe viel zur Linderung beigetragen. Ueber 6000 Tonnen Kondensmilch . seien nach Oesterreich gcschtckt wordm. Amerika * würde während 'des- Iftwfenbcu Wonais weitere 2 600 Tonnen b r i st e l l e n. Kleine Nachrichten': Weimar, 8. August. (Korr.-Bur.) Der stübe e tliner Polffcipmsldent Eichhorn, gegen den bekanntlich em Ver-- has.'uugsbefehl vorliegt, hat gestern zum crstemnal an den Verhandlungen-der Nativnalversaminltmg tcil^euommen. Lissabon, 7. August. (Kovr.-Bur.) Antonio A l m eü d a wurde von der Kammer im dritten Mahlgang "mit 123 »on JGJ SümMn zum P r ä s i d e n t e n d e r. R e p u b l i k gewählt. Er wird sein Amt am 5». Oktober antreteu. Rew-Borst, 7. August. (Tel.-Komp.) Trr Streik auf der Schwebe- und Biadnllbttbri' bat v lehr frilTdfTedt. Rkiv'Vorl deni itniUn Vn- 9; August 1919 .. KX.-'m?-: * —-:--—'-7 . 1 i, Bukarest» 7. Aygiist. (Tel.-Komp.) '.Mach einer MeldtM der Agentur Daciä aus Odessa bat Troylp am. den K 0 v f des' G Mt e r a 18 D e n i f i n einen Prers von 10 M i l l i o n e n R u b e l ausgesetzt. ■ München» 8.Angnst.(Korr.-Bür.)B)iedie„Münchener N e u e st e n N a ch r i ch t e n" melden, . werden in den Fabriken Hunderte von - Flugblätkcrn, unterzeichnet vom S v a r t a k n s b n n'd, verbreitet, in denen sowohl die Mxbrheitssozialisten als auch die Mabbängigen' in bestlgster Mffe chst« gegriffen und die Arbeiten anfgefordert werden, bereit'zu seich ' weittz der Ritf an sie ergeht. - T ' " $ v - -London, 8. Angnst. t(Reuter.) Unterhaus . teilte B r i d g e m a n mir, die K o h l e «ff S r d e t u n a.in-oiA " am 27. Juli endigenden Woche'habe nur 2% Millionen Torinch ergeben. Dies bedeute gegenüber' den durchschnittlichen Wochen«. zrffem der Periode vor Hem 16. Juli eine Verminderung um nahzu 50 Prozent. . Moskau» 6. Angnst. (Funkspruch.) K rre g 8 b e r i chf d e r r uff U ch e u. S.o wietrepublik vom. 7. August! Unsere Rote Armee treibt bic ausgetvstrn Truppen Kolrschaks vor sich her. Trotz k und S ch a d r i n s k wurden erobert. Hutter T s ch e l j a b i n s k rücken wir nuter Kampf vor. An der Siidfront ist die Lage unverändert. S t'a r p - K 0 n st a n r i n 0 w und K 0 w n 0 haben wir dm T r u v che u , P e t l j u r a s ü b e r las s e n. Von den Polen croberteujmc S a w n i, iw Rayon von Minsk besMen wir das Städtchen K a t u e, Südlich von P a I o m besetzten wir T r e n z k. TageshbrichL- Ein Opfer des rrezre» IischuV. Evmordmrg eines ZAdischen Arbeiters durch Beduine», Das 'Kopenhagener zionistische Bureau berichtet: Auf denk Wege von T i b e r i a S nach I a b n t e l ist in der Näh« dieser Kolo.nie der jüdische Arbeiter Esraim Kamil ans Galizien von einer Gruppe Beduinen e r m 0 r d e t w 0 r d e n> Der Arbeiter befand sich in Begleitung einiger Juden, die sämtlich unbewaffnet wäre n, aus dem Wege zur Kolonie, ali hnen eine Gruppe von Bcdnmen entgegentrat, um tue Reiters und ihr sonstiges. Vermögen zu rauben: .Der Arbeiter KaMl - stellte sich ihnen entgegen, als plötzlich ein Beduine h i n t e r«- r ü ck s auf ihn schoß nnd ihn mcderstrcckle. Die anderen Inder liefen in die Kolonie. Die Behörden nahmen unverzüglichst« Verfolgung der Verbrecher auf. Das Schweizer IrrgerrdhUfsrvexk. Die Wiener GemeindeVerLreter in. Zürich. ' Aus Z ü r i ch wird telegraphiertDie Vertreter der deutsäp österreichischen Regierung und der Wiener Stadtbehördm, bit einen Zug mit Wiener Ferien-Kindem nach der Schweiz begleitet hatten, waren itu Scivvy-Hcuel beim Züricher Hilsskomitei für schweizerische und österreichische Ferien-Kinder zu Gaste: Redakteur B i e r b a n m hieltan die Gäste eine in herzliche« Worten gehaltene Begrüßungsansprache. Sektionschef E n d er es brachte in beifällig aufgenommener Rede den Dank her deutschösterrelchischen Negierung, für das Werk zum Ausdruck, mt< welchem die Schweiz den l e tz,t e n Sch atz des L a n d e 2 die Iug en d. zu retten hilft. BizebürgermeisterW^tnte,t dankte' dem Hilfskomitee im Namen der Stadt Wien. Di« Ausführungen,des VizebÜrgermeisters über das Elend des deutschösterreichischen' Voltes machten tiefen Eindruck und sein« Bitte um wertere Hilfefand offene Herzen. Al^ Dankeszeichcn der Stadt Wien überreichte der Bizebürgenneisie« dem Züricher Stadtpräsidenten N n g e l i' und, dem Nedattem Bierbaum prächtige Kunstgegenstände. Auch die übrigen Mitglieder des Hilfskomitees wurden mit Gaben bedacht. Stadtra! Pstüger begrüßte die Gäste' mr Namen der Stadt Zürich Mid ga8 der Frer.de Zürichs über die Gelegenheit Ansdruck, einen Teil seiner Dankesschuld an Wienabzutragen. Profeffor P r r g u e tz Dr. Gold und Dr. N i ch t e r gaben gleichfalls ihrem Dank« Ausdruck. Redakteur Bierbaum äußerte schließlich in bezug auf di« Organisation des künftigen Hilfswerkes einige Wünsche rmd An» regnngen, deren eingehende Besprechung einer späteren Zw sammeuknnfi Vorbehalten blieb. Fortsetzung der amerikanischen KinderhflfS» aktron. Die Amerikaner haben im Mai mit einem großartigen Hilfswerk begonnen. 'Sie haben allen notleidenden Staaten Europas JLahrungsmittel' gespendet, mn dern Kiirderelcnd zn steuern. Auch D'eutschösterreich wurde noch vor dem Friedens-' schluß in die Hilfsaktion cinbezogen, wodurch'-e§- möglich . wurde, 200.000 Kinder durch-100 Tage auSzuspeisen, so daß 20 Millionen Mittagurahle verabreicht werden konnten. Nun hat der frühere. Lebensimtteldiktator von Amerika 1 und Europa, Mr. Herbert H o 0 v e r seine Tätigkeit ganz auf das Kiitderhelfswerk,-das seine Liebtingstdee ist, konzett- - triert und: will auch die österreichischen Ausspeisungen, die ursprünglich' nur für/' drei Monate: bestimmt waren, fort- ' * führen. Dgzrt braucht er die, Unterstützung weiter Kreise:- Mr. H0-0ver wird in Antert!a für uns werbenunter der Bedingung, daß wir auch in Oesterreich. Geldi u n d N a h r u mg S in r t t e l a u f b r i rt g e u: -' Wenn wir attch fittanziell üufs ttieffte heruntergobracht sind, so ist es-doch jedem einzelnen , möglichein kleines Scherfleittl zugunsten per hungernden .Ander beizutragen, darnit sie über - die schlintmste Zeit ohne dauernden Whadsn hinweglomnien'. Wal ' wir hier in Oesterreich anfbringen, cheziehungsweise mit oster-- reichischöitt'Delde ankaufen wollest, sind Nahrungsmittel, die zur Ergänzung der von Amerika gespezrdeten notwendig fiitb. Wir erhalten aus Amerika Mehl, Kondensmilch, Äakao^ Speck.und Reis, aber keine VemÜse s'uitd sonstigen Zutaten^ ' Wir wollen nach der Ernte .hauptsächlich Kartoffeln hiev oder, in den Nachbarstaaten ertvarben. Beim Ankäufe in den Nachbarstaaten werden-uns die Aiircrikauer behilflich sein- Außer Kartoffeln, brauchen wir Eier, Kohl, Zwiebel nsw. Wir bitten - .Sie auch mit der kleinsten Gabe zu uns zu kvminen. Je. mehr. Spender sich melden, desto mehr wird dies betxeistm^ wieviel Verständnis daZ österreichische Volk für die Notwendigkeit der. Kinderernährltng Hai.'Geldspenden iverden entgegengetiommen bei der Adnrinistrotion^ dieses Blattes, bei allere Hauptsteller« und Fllialen der ArlAto-österreichischerr ^änk, des Wiener Bankveveines, der Kreditanstalt, ferner denw Postsparkassenamt ans das Konto:. „Dcutschösterreichisches JugendlMsw«? Nr. 18i3.W1, sowie, bei allen Küchen- und Ansspeisestellen der amerrkarffschien Knlderhilfsaktiorl. Bei diesen sirtd auch Posrerlagscheine erlMÄich. , Samrneistelle für Natrtrolspenben: 1. Bez., Hofburg/ ^osessoc D'r. Clemens .Pir g.net, Kommissär des deutschosterrcickn'siben ^u gendhilfswerk«? für die'amerikanische ^inder- I liilssa^.i'.n» *

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