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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-08 · Heft 199 (8.8.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 199 (8.8.1919)
Date
1919-08-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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/ Nr. 199- Wien, Freitag Wiener MsrgenzeitunK' ./8Saügü|lfl9lF dreihundert Orten Manifestationen Aegen die Gewalt-' Herrschaft gewesen, -die von den Japanern osestattet worden seien. Als aber, die Manifestanten der erhaltenen Erlaubnis gemäß sich auf den öffentlichen Plätzen vor den Tempeln versammelten, wurde mit Maschinen- 'g e w ehren in sie hineingeschossen. Viele Hunderte wurden dabei getötet. Aber das Land werde weiter kämpfen. Immer wieder erständen neue Führerdie sich für das Volk opfeysi. ' - Kleine Nachrichten. London, 0. August. (Reuter.) In Angelegenheit des Verkaufes deutscher Schiffe aus Neufcchrwaffer nach Holland erklärte Harmsworib, die alliierte Mariue-Waffenftlllstaudskommission habe erlaubt, zwei von, den veralteten deutschen Kriegsschiffen,die in Ncnfahrwüffer liegen, nämlich die „Wörth" und den „Hilde-; braud" an holländische Firmen ans Abbruch zu verkamem. Ein Gesuch wegen werterer derartiger Verkäufe cm holländische Firmen werde von der Negierung erwogen. .! . Mähr.-Ost^u, 7. August. (Poln-. Tel.-Agent.) Blättertneldungen' zufolge wird in politischen-Kreisen mit der Not? jvendigkelt gerechnet, .im Laufe der Ferien das Parlament lu einer dreiwöchigen Session behufs Ratifizierung des Fri e d e n s v e rt rages mit Oesterteich einzuüernfen. Washington, 7. August. Morr.-Bur.) Präsident Wilson hat die Besprechung mit den Senatoren über den Völker-' »und bis zur Lösuüg des Problems der t e u r e u Gebens half u u g unterbrochen. Präsident Wilson und - das Kabinett beschäftigen sich mit ^Maßnahmen, die in dieser Frage zu treffen sind. - '' Basel, 7. August. (Schweiz. Dep-Agent.) Die Lage ist itöBil btc Nacht war ruhig. Immer mehr Arbeitswillige' linden sich ein, die unter militärischem.Schutz andie Arbeits-- (tetfen gebracht werden. Güstern tagte eine Delegiertenversammlung des Basler Arbeiterbunöes. Die Stimmung ist Mtschiedcn für die Fortsetzung des Streiks.- >' '' Moskau, 7. August. (Funksprnch des Korr.-Bur.) Kriegsbericht der ^ilssischen Sowietrcpnblik,vom 5. August: Unser tövvm'arsch in den Gebieten. von Ural und Orenbnrg »auert an. Unsere Truppen stehen 30 Werst vor T r o i z k. Die Stadt T u r i n s k, 80 Werst nordöstlich' von Jrbit, wurde erobert. , . Berlin, 7. August. (Korr.-Bur.) Die „Bossische Zeitung" ' meldet aus M ai n z: In Paris fürdet heute eine , interiCtilertc Konferenz statt, die sich mit der Wiede r a n srahme d e . Verkehrsbeziehungen zwischen der Entente und M i tte l-'Cur o p < .auf Grund der west-' dsilichen Basmvcrbindnngen vom Jahre 1914 befassen wird. ", Kopenhagen, 7. August. (Korr.Dur.) Der Stockholmen '/Sozialdemocraten" erfährt ans .zuverlässiger Quelle, daß' es bolschewikischen Truppen gelungen istdie Verbindung zwischen M u r m a n u n d Archangelsk zu d.u rch- »r ech e n. - ' - . p,' Lugano, 7. August. (Tel. der „Wr. Morgenzlg.") Der italienische Flieger Lop a n i -ist . gestern nachmittag nach einem ununterbrochenen -Fluge von 11 Stunden 10 Minuten aus M a b r,i d in R o m angekommen. LeM MachrichLey. den MsKarchiftenpUtsch i« Angarn. Wien, 7. August. Wie wir erfahren, hat die iLrrlienische Regierung gegen den Mönarchistenputjch in Bndn^est in Paris entschiedenen Protest eingelegt. Prinz Borghese, der gestern ans Budapest hier emgeLroffen ist> äußerte feine Bsrstimmung über dis Entwicklung der Dinge in Angarn. ' 0 p Tagesbericht. Zur Frage der Einreise nach Palästina. Vorläufig nur Heimkehv derPalästrnenser.—Warnung vor eigenmächtigen Reisen und fragwürdigen Agenten. Das Palästina amt in Wien teilt mit: Die unleidliche Not, in der ein großer Teil der Juden, darunter besonders die Kriegsflüchtlinge, leben, die Pogromverfolgiingen, die sie im Osten zu erleiden Haben, und die AuÄipersnng, welche in, Deutschösterreich, der Tfchecho-Slowaht und in anderem Ländern über ihren Häuptern schwebt', sowie nicht zuletzt die uralte Zions sch ns ucht, läßt den Drang vieler tausender Inden, möglichst sofort' nach Palästina zu gelangen, in alter Stärke fortbestehen. Darum ist es am Platz«, aus einer Zuschrift des Londoner zionistischen Zentralbnreans eine bezügliche maßgebende-. Mitteilung^ zur allgemeinen Kenntnis zu bringen: s' Das Bervol. für.BÄrenwnfinist derzeit noch in Kraft und wird wohl auch'nicht aufgegeben werdest- bis 'die .Zivilverwaltung in' Palästina eingerichtet ist. Derzeit'steht Las Recht, die Einreisebewilligung zu erteilen,' ausschließlich den englischen Militärbehörden, ju, welche große -Schwierigkeiten - machen. > Sie verlangen in jedem einzelnen Falle nicht .aur ..den Nachweis, , daß der. . betreffende Ein-- ceisellewerber Palästinenser ist und während des Krieges Palästina' zu verlassen gezwungen war, sondern es muß auch, ein besonders ^wichtiger Grund für die Rück-? kehr angegeben werden. Wennunser Bureau sich allzuhäufig, mit nicht ganz aussichtsreichen Gesuchen an die Behörde. Wendel, läuft es Gefahr, den Erfolg durchaus nottvendiger und aussichtsreicher Gesuche zu beeinträchtige«. Darnach lommt fiir die nächste Zeit nur die Repatriierung von Palästinensern!.y . MWM Behörden in London.$u, lvelche darüber mit dem dortigen zionistischen Zentralbureau das -Einvernehmen pflegen. Es erscheint deshalb gärrzlich Zwecklos, wenn die hiesige britische Mission oder die englischen Brr--r tretnnaen in anderen Hauptstädten überlaufen wenden, lun die Bewilligung der Einreise zu erlangen.. Selbstredend führt es - bei dieser Sachlage auchnicht zu dem erstrebten Ziele, sich den Eintritt in Palä-- sti-nazu sichern, wenn die betreffenden Ausw.andcrirngslnstigen sich selbst oder durch Vernttttlung fragwürdiger Agenten für teures Geld Pässe und Dnrchreisebetvillignngen durch Italien oder andere Zwischenliegende Länder beschaffen, vielmehr, droht diesen Eigenwilligen die Gefahr, daß sie, nachdem sie sich bis an die Grettza- Palästinas dnrchgeschlagen*haben, dort angehalten nud zwangsweise wichee zmefiMrföÄdert j werden. . j . -So sind in letzter'Zeit Fälle bekannt geworden, baß Agenten Wien diesen Auswanderern bei den italienischen Wa sfen stillstand sko mmis s io it Dnrchreisebewilligüngen „über Tarent nach Konstantinopel" verschafft und ihren Opfern Habet eingeredet hab-tz», es würde-ihnen leicht fallen., von 'Triest direkt nach' Palästina Auffahren. Tatsächlich aüdr wurden sie in Misst nicht auf das Schiff gelassen, '.sondern mußten, gemäß her Durchreisebewilligung ihren. Mg nach Tarent nehmen, wo sie die erhoffte Verbindung -nach Aegypten oder Palästina gleichfalls nicht erlangten rmd,i?ZurNückkehr nach' Wien gezwungen waren. . / " Durch diese ihre Unbotmäßigkeit «werden .nun. dm' Ausivanderer nicht nur selbst finanziell-schwer geschäditzt und zu Schnorrern herabgewürdigt, sondern der ganzen Bewegung, der PalÜstinawanderung. droht schon l»tt ihrenr Anbeginn durch daskorrupte Treiben der schon von früher her berüchLigMu-Mlsw-anderungshyänen eine völlige Verwirrung. ' . Zur Vermeidung dieser^Aiißständs ist es unbedingt nötig, daß alle die, die'nach Palästina.auswandern wollen, zunächst-also . die .Palästinenser, welche nach ihrem .Vaterlande repatriiert zu werden wünschen, sich an das züMndigL W^ästiNaaurL, -! und zwar in Wien mr jenes' i-m',;' 2. ^.Bezirk, Z i r k u s-: gasse 33, um Aufklärungen, eventuE'um Besorgung der Einreisebewilligung wenden. Ditztechnische Durchführung der Reise selbst wird seitensM's'Palästinaamtes der unter seiner Kontrolle stehenden Iüdisch-paläst. Reise- und.Transportgesellschaft, Wien, 2. Bezirk, Praterstraße 9, übertragen, deren Organen sich die Auswanderer mit allen einschlägigen Wünschen' anver- Lrauett können. 1 * ■ ' Da es in letzter Zeit wiederholt vorgebommen. ist, daß Schwindler sich bei 'Herauslockung von Probisionen, bei Sammlungen für angebliche Auswanderertransporte rl. dergü als Bevollmächtigte des' .Wiener Palästinaamtes aus gegeben Habens sei es allen Auswanderungslusttgen eingeschärft, daß sie sich' in solchen Fällen die schriftliche Vollmacht des betreffenden Protektors vorweisen lassen. Jeder Schwindler-ist stets sofort anzuhalten und dem- Palästinaamt zwecks. Einschreitens bei den Behörden die Anzeige zu' " statten. :■ ‘Reparaturen ' s c h-n e 11, t>illig* und gut. Reis, 8., BSfefepsipasse (5«1 er-,- Das Attentat gegen Len Präsidenten Ssrtz^nd StaätsLanzLer Renner — der Plan eines Jrrsinnigep. Die geheimnisvolle Berhästung des angeblichen' Attentäters auf den Präsidenten der Nationalversammlung und den Staatskanzler hat ihre Aufklärung gesunden. Der Verhaftete, Simon Lad statt er, gab 'bei seiner Einvemahme an-^daß' er das Wttentat fingiert habe. Aus' den' Erhebungen .hat sich ergeben, daß der Vater, des' Ladstatter layge Zeit 'in Steinh'of in Pflege war und daß' er selbst erblich schwer belastet ist. Während des Krieges war er eingerückt, stand im Selbe und kehrte als Krüppel heim. Er beschäftigte.sich' eingehend mit der sozialen Frage und beteiligte sich, auch bei verschiedenelti Aktionen. Als er einmal ^als Mitglied einer Deputation bei einer Behörde erschien, beging er einen Selbstnrordversuch, indem' er sich eine Kngel in den Kopf schoß. — Die Untersuchung hat das Ergebnis gezeitigt, daß es sich' um den fingierten Plan eines geistig nicht normalen Menschen handelte. Der Harrvgranatenfrrnd im Gebäude der ungarische» Gesandtschaft. Bor einigen Tagen wurden, wie gemeldet, im Gebäude der ungarischen Gesandtschaft in der Bänkgasse eine Anzahl Handgranaten gefunden, deren Herkunft in Dünkel gehüllt war. Nun hat dieser Fund seine Lösung gefunden, da. der Mann, der die Handgrarcaten in das Gebäude gebracht hatte, heute verhaftet wurde. Es' ist ein Matrose, namens Wittmann, der bei feiner polizeilichen Einvernahme angab, daß er die Handgranaten in das Gesandtschaftsgebäude gebracht hatte. ..Nach' seiner Aussage sollten dieselben bei 'Attentaten gegen . Zeitungsredaktionen und gegen Personen verwendet werden, welche der ungarischen Räteregierung -feindlich gesinnt waren. 8.! Das Allgemeine KrauLenhaus vor der Einstellung des Betriebes. Keine Kohle, keine Wäsche. — Sistierung der Krnnkenaufnahme. Eine Katastrophe, deren Tragweite gar nicht abznschätzen ist, bedroht neuerlich unsere Stadt: Das allgemeine Krankenhaus steht.unmittelbar vor der Gefahr, feinen Betri.eb wesentlich einzuschr Ln ken. Die Ursache ist die furchtbare Kohlennot. Me mir. .an zuständiger Stelle erfahren, ..ist der Betrieb, Wäsche gcsäbrLet, welche^ von der Aktiengesellschaft für j Daiiipswäscheret und Appretur in .Ktnserinühleu, die übrigenS alle Spitälerversieht, besorgt wird. Diese Wäscherei hat 'nurj noch für zwei Tage 5kühlenvorrat, so daß sie gezwungens sein wird, den Betrieb einzustellen, toeuu nicht Kohlbiigufuhreni eintrefsen. Wenn.-nun innerhalb vier bis fünf Tagen! die gerernügte Wäsche nicht geliefert wirb,, -dann sieht sich di^ Leitung des Allgerneineur Krantcn^auses! gezwurcgen, n e u e A u f n a h in e u von Kranke n a u sn a hm s l o s a b z u le h ne n. ' Aber nicht nur der Kohlennrangel, sondern, auch der! Eis Mangel hat das . Allgemeine .Krankmhans in die-, traurigste Sitnatroil. gebracht, da die Anstalt.nur noch sehri geringe 'Eisvorräte besitzt, die bekanntlich für die Konstr-!. Vierung der Lebensmittel von größter Bebentimg sind. - - i Wenn-nicht recht bald. Kohle zur Verfügrmg gestellt! wird^ so laml die bevorstehende Wiilt-krszeit für die Anstalt!- geradezu zu einer Katastrophe-werden, weil die Kesfel ders Dampfhe'iznng, welche.im Spital cingesühr?ist, mit Holz nicht! geheizt toerden können, so daß unbedingt die Sch ließ ün,g-s . des/. Krairkeuhanses eintreten. Müßte. v ••-' In ähnlicher Lage befinden sich alle hbrigen Spitäler.'s. Da aber das/ Allgemeine Krankenhaus die größte Anstalt ist/ - so. ist auchnatürlickpchitzr - die größte Gefahr vorhanden. Diesem Notschrei aus., unserer größten' Lkrankeuanstalt! ist nur wenig hinzuzufügen. Unsere „kompetenten". Faktoren! laden eine große Schuld auf sich, wcnil es ihnen nicht ge-j ' lingen'sollte, das Allgemeine Krankenhaus von der drohendes Katastrophe, zu bewahren. ' - . - Neuerungen bei -er Tabakabgabe. Die Finanzbezirksdireltion in Wien verlautdart bezüglich :btt Verteilung der „Ladenk u'n d e n m e n g e" verschndenv Bestimmungen, welche v.o,m 1. September l. I. an»', gefangen für den B e r e i ch d e r S t a d t W i e n getroffen worden sind, als deren Ergebnis die Stammknuden außer der. Stännnkuudeuwochemnenge und'-' gleichzeitig mit. dieser eintz Wochenzubuße in Zigaretten erhalten, die sich daraus ergibt, bafr die Ladeukundenmenge für rncht rayouierte Kunden grundsätzlich' e i n g e st e l l t wnd. j , Die Raucherkartenabschnitte bleiben in Hmrunft bis einschließlich Montag nach der Woche, für welche sie lauten,, gültig. Die Verschleißer sind verpflichtet, die in einer Woche mcht bezogenen Tabakerzeugnisse bis zu diesem T a g e .zu r V er f ü g u u g der nicht befriedigten Stammkunden z u ch a l t e n. Falls sie auch an diesein Tage nicht bc-- hoben werden, haben sie als verfallen zu gelten und sind am nächsten Santstag an Ladenkunden auszugcben. Die Verschleißzeit für Sianntttundcn wird an den Nachmittagen aller Verschleißtage auf die Zeit von 3 U h r. nachmittags bis 7 Uhr abends ausgedehnt. Dbevualbbirree Professor Akaybnum gestorben.- Dieser Tage, starb in Berlin im 75. Lebensiahr der bekannte Rabbiner Professor Dr. S. M a y b a u m. May bäum, der anr 29. Apn'il 1811 zu M i s k o l'c z rn.Ungarn geboren wurde, be- ' suchte in seiner Heimat verschiedene Lalmudschulen, setzte dann'an den Universitäten^ in Wien und Vreslan feine Studien fort. 1868 erwarb er an der Universität HMe die Doktorwürde mit einer Abhandlung ^vs ckinlsetv Targum“, die sich mit der Sprache der aramäischen Bibelübersetzungen beschäftigte; auf dem gleichen Arbeitsgebiet erwuchs auch feine Preisschritt „Die Anthropomorphismen und Anthropopathren im Targum Onkelos". Verschiedene seiner Schriften beschäftigten sich mtt der Entwicklung des Prophetentums. dtachdcm er am Breslauer Seminar die Rabbmatsprüsung abgelegt hatte, kehrte er in seine Hennat zurück, wirkte dort eine Z^itlang als Rabbiner, später in S a a z und kam von dort 1881 nach Berlin. Seine Berufung auf den Lehrstuhl für praktische Theologie an her Berliner Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums lenkte seine schriftstellerische Arbeit aus dieses bisher kaum angebante Feld. Eine „Homiletik", eine „Methodik des jüdischen Religionsunterrichts" sowie.Emzelschriften zur Geschichte ' der Predigt und der Pädagogik sind Früchte seines-Fleißes.-— Maybaum, der ganz und gar der alten Schule der nach protestantischem Vorbild orientierten „Kauzelredner" cmgehörte, hat auch wiederholt ins politische Leben eingegriffen. Unvergessen bleibt sein Auftreten als „Protestrabbiner" gegen die Emberusung des ersten Zionistenkongreffes im Jahre 1897. Seine ungarische Herkunft t hinderte ihm nicht, bei jeder Gelegenheit seine deutsche Nationalität zu betonen. - « Bevorstehende Eröffnung ÄeS Arrtsbusverkehres in Wien. In der' gestrigen Stadtratssitznng wurde die Eröffnung mehrerer Autobuslinien in Wer allernächsten' Zeit fce*; schloffen. Die Linien tverdnr vom Stephansplay ausgehend den Verkehr durch die Stadt nach mehreren Richtungen bewerkstelligen. Der Fahrpreis wird K 1 bis K 3 betragen. ' > , * SchmukkrLiebstahl. Dem Svirituosenhändler Friedrich A l p e r n, XVH.,Beheimgaffe30 wohnhaft, wurden am 6. d. MT von einem etwa 20jährigen Burschen, der mit dem Taufuapien- - ..Franz" heißen soll, Juwelen im Werte von X 35.000 gestohlen.' Aus. die Wiedererlangung des Schnnrckes ist eine Belohnung von K 2000 ausgesetzt. j * Das Ende der Sperrstunde. In Ausführung des Beichlusies der längst abgehaltenen Diatsenversammlunä des Kaffee,ledergewcrbes brgah sich, wie das Fachblatt „Der Kaffeesieder meldet, unter Führung des Herrn G r ä z 'e r das ans der Mitte der Versammlung delegierte Aktionskomitee, bestehend aus den Herren Frank, Kampf, Sacher u)ld S ch u st c'c in Begleitung des Vorstehers der . Kaffeestedergenossenschast,' B'r euer, und der Vertreter der Arbennehmerverb.ände ins Staatsamt für öffentliche Arbeiten, um Staatssekretär Z e r .d i k eine Denkschrift zu überreichen, welche die ruinöse Lagein die' das Kaffeestedergewerbe durch die endlosen Betriebseinschränkungen: geraten ist, klarlegt und in welcher sich die Kaffeesieder Wiens-bereit erklären, «von einer gewissen Abendstunde angefangen, die Kaffee-'^ Häuser durch Ersatzbeleuchtntta zu erhellen;- sodaß die durch die / Kohlennvt v e r n r ß a ch 5 e Sperrstunde fallen gelassen, beziehungsweise ausgiebig hi'nausgeschoben werden kann. Der Delegation wurde augefagr, daß bereits für dieseit Samstag über da§ vorgebrachte ProjLkt eine Enquete ins StamSamt*für öffentliche Arbeiten embmffen wird,' an welcher außer AN,raumger »ieuc ersayren, .r,r ver -yrrneo, drn beteiligten Behörden das in dirscr Frage eingesetzte-Akt!

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