Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 198 (7.8.1919)
- Date
- 1919-08-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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k Nr. 198 Wien, Donkerstag Gingefen-eL. >8^K und MATYLDA 'SCHIFF beehren sich hiermit, allen Bekannten, Freunden und Verwandten ihre am 12. August d.M. in Sanok stattfindende Vermählung anzuzeigen. i>?'. dem ' * Drosselung des. EisenbaHnverheHrs mit Lalzkammeraut. Im Verkehr yüt dem Salzkammergut ist eine weitere Drosselung eingetreten, mdem der Verkehr von Aussee stach Wim über Attuaug nunmehr nur zweimal'in der kV o ch e, und zwar'M o n t' a g ünd"F r e i t a g, möglich ist. * Ausstellung W. Wachtel. Im Ausstellungsräume ftr Verlagsanstalt R. L ö w i t - V e.r l a g, Wien, I./ Fleisch-; (tiöi'lt 1 (Residenzpalast), ist derzeit eine Kollektion von Gemälden bes Malers Wilhelm Wachtel zur freien Besichtigung gestellt. ' ' .v. ' * MassenpromoLionen an der Wisneu Arnversität. In den letzten zehn Tagen wurden über z w eich u n d e r t Kandidaten zu Doktoren an der Wiener Universität promoviert-. Die nt e i si e n Dotküren wies die j u r i st i s ch e Fakultät auf. unter den neuen Doktoren befanden sich auch einige F r a u t u. * AnLerstütznngen für AerzLe. Jüdische Aerzte, Sic chrch.den Krieg oder infolge anderer Ereignisse in Not geraten ^nd, werden^ aufgefordert, in ihrem eigenen - Interesse ehebaldigst' . kt' d e t l.e rz t' e g r up v e d e s P a l ä ft i n a a m t r §>,!!., Z i r k u s a a s s e 33, täglich von 1/«3;bi§ Uhr nachmittags, mit Ausnahme. voll Samstag und Sonntag, vorzulvrechett. Die Hjlss- und Unierstütznngsaktion wird von der klerztegruppe . für alle jüdischen Aerzte, ohne Unterschied ihrer 'Parteizugehörigkeit durchgesuhrt. Letzte Nachrichtm. . MMpfe zmischLN ÄUmäKeri aufder . - LsepelittfeL ' . Bud apest, 6. August. (Tel. der-„Wiener Motgenztg.") Rumünen haben heute nrit einer großen ÄnzahL von Truppen die MiimtrrmsiverLe Manfred W e i tz auf der C s e p e linsel zu besetzen versucht. Die Bewohner der Stadt vernahrüen aus der Richtung der Insel lebhaftes G e w e h r f e u e r, ja man witt auch Kanon eA f ch^ü s f e gehört haben. Gewitzhejt über die Vorgänge war nicht zu erlangen^ da die Rumänen die Stadt her-, m i s ch abgeschlossen haben, Vermutet aber, daß die Arbeiter der Munitionsfabrik der Besetzung durch die Rumänen Widerstand entgegengesetzt haben, wobei es z^u Kämpf e n gekommen sein dürfte. Angärn unter Kontrolle der Entente. Paris, 6. August. (Korr.-Bur.) Dem „Journal" zufolge Hot der Oberste Rat die Instruktionen fxsigesctzt, welche die .Militärkommission für-die Durchführung der W a s fe.it st i-l lst.a n lffsb e d i n.g n'n g e n . hinsichtlich' der E n t w a f f* ti u n'a H « n a rn se r h a l t e.n to 1 r b. ■. J Dein Blatte „ExcMor" zufolge, wKden diese Instruktionen .der erwähnten Kommission eine viel größere Rolle zuweisen^ als eine bloße Kontrolle der Durchführung der Maffenstillstsndsbedingungen. " . - ''' .>Der ObersteMat Hat-Maßnahmen getroffen, tun K o n s l i k t e - j w>il scheu der ungarisch en Bevölkerung . ü n-'d den Truppen der R u m ä n e n n n d d e r S^r b e n z.u' b e r h i n d t r tt. Bela Kun und Lenin. Berlin, 4. August. Der Sonderberichtepstätter der „Vossischeu Zeitung"' iit Stockholm, telegraphiert seinem Blatte: - Ich - erfahre von unterrichteter russischer. Seite' 'folgendes: Nitte Iniü hatte. Bela il'iut durch Funlspcuch die Moskauer Regierung auf die Ungünstige Lage aufmerksam gemacht und insbesondere betont, daß.innerhalb der ungarischen konnnnnisrifchen Partei selbst -sich eine Sezession bemerkbar mache, die entweder auf eine Verständigung mit den Sozialdemokraten' ober,- wenn dies "Unmöglich sein, sollte, ans den freiwilligen Rücktritt der ^udäpester Negierung. dränge. Allem Anscheine nach dürftern dahingehende Mrständigungsversuche auch tatsächlich stattgefunden haben, die aber Wahrscheinlich' gescheitert sind, denn am £0. Juli funkte Bela Km: abermals nach Moskau, er könne sich nunmehr nur noch retten, wenn aus Moskau'militärische Kräfte, etwa, durch Entsendung cines großen Teiles , der roten ukrainischen Armee und der roten russischem 8. Ärrnee zur Unterstützung entsendet würden. Bela Kun fragte gleichfalls an, ob die Moskauer Negierung die' Entsendung von .Szanuwly nach Moskau zur Vereinbarung einer gemeinsamen Moskän-Budapester Aktion genehm wäre.' Mein, russischer Gewährsmann behauptet,' daß von Moskau eine Absage an Bela Kun erfolgt^. Die russische Negierung sei niaM.niehr gewillt, sich in ine Auge segenheilen anderer Staatem'einzümischen. Man scheint in Budapest mit Recht diese Absage' und noch ,mehr deren Motivierung dahin gedeutet zu haben, das; nran in Moskau an eine bolschewikische Weltrevolutionnicht mähr glaube. Dies dürfte auch die . Haupt sächlichste , Ursache des Umschwunges, in Budapest, gewesen sein. Vereinsnachrichten. Jüdische s o z i,a l'i st i s ch e P a r t e i^D e u t s cho st e v re i ch s. Sehr wichtige Mitgliederversammlung Samstag,. 9. Augkst, Punkt 7 Uhr, im Cas6 Industriellen, I., Salzgracs 21. — T e ch t j a h, B r o d y. Sämtliche in Wien weilenden BB. und AH., werden ersucht, zu'der am Mittwoch «Len 6. d.M. um V,8 Uhr^abends 'im Caf^ Arkaden stattfindenden Besprechung zuversichtlich zu* erscheinen. — Zionistische S e k t i o u Brigittena u, XX.r Karl Mcißl-Straße 5/1. Heute um 7 Uhr abends findet der Veremsabcnd der! Jugendliche n statt., Referent: M. Kleiner, Thema: Juden in Polen. — Z i o n i«st ische Sektion 8 a n d st r a ß e. Heute Donnerstag'e.n t f allt die dieswöchentliche Zusammenkunft im Caf6 Prückcl. k Briefkasten der Redaktion. Wiener-Neustadt. 'Mit Ungarn besteht derzeit noch kein - regulärer Postverkehr. Wenden Sie sich um Jnfonnationen an die Rumänische Vertretung, Wien, I., Spiegelgaffe, oder an die Ungarische Gesandtschaft, Men, I., Bankgaffe. — „Geistiger jüo. Arbeiter". Besten Dank für JhreZrfienduva Wir richtet! /Wiener MorgenzeiLung Die ErnährMg. FLeischÄUSgahe in Wien. Zn der Woche vom 7. bis eivschließlich*13. August. Vom deiltschöstsrreichischen Staats amt für Volks-, crnährnng wird mitgeteilt: In dieser Woche wird der Turnus für die Ausgabe von inländischem Nindfl-msch fortgesetzt. Zmn Kauft, gelangen jene Haushaltlrngen und Konsumentenorganisationen, sowie Kriegs- - und Gemeinschaftsküchen, die bei Fleischhauerrt .rayvniert sind, deren Fantilienname (Firma) mit dent Buchstabett N, O, P oder Qn lleglnnt. Das inländische Rindfleisch wird zu den geltenden'Höchstpreisett für Einheits-, beziehungsweise Extremfleisch abgegebett. Die Quote fiir die privaten Haushaltungen i(t mit 10 Dekagramm pro Kopf festgesetzt. Beim Bezüge des' Fleisches werden die mit Nr. 14 Lezeichneien Abschnitte des grauen Einkaufsscheines für Rindfleisch -abgetrennt. Die' Zuweisungen an die Spitäler und Versvrgungsanstalten erfolgen allgemein ohne Unterschied, mit , welchem Anfangsbuchstaben' der Fantilietmänte (die' Firma) ihres Kleischlieftranten , beginnt. Eine Zuweisung von Rindfleisch' an Gastgewerbebetriebe kann wegen der Unzulänglichkeit der zur Verfügung stehenden Menge iticht stattfindcn. In der aitgegebetten' Woche wird aus den, restlichen Vorräten auch amerikanisches fettes gesalzenes Schweinefleisch zur Ausgabe gelangen. Der Verkauf erfolgt für Verbraucher, die einer als Mehl-,und.-Fettabgabestelle fungierenden 5bonsttmentenorganisation angehöven, durch diese, für die übrigen Haushaltungen durch die Selcher und Selchwaxenverschleißer-nachMaßgabe der bestehenden Rayonierung. ©&■ Quote für. die privaten H'anshalttrngen beträgt ein Achtel, Kilo pro Kopf. Beim Bezug des Fleisches wird der mit Nr. 61. bezeichnetc Abschnitt des amtlichen Einkaufsscheines abgetrenirt. Der Abgabepreis ist - unverändert. ' Den Spitälern tlnd Versorgungsanstalten, wird, da/ Nicht genügend arnerikanisches Schweinefleisch vorhanden ist, ' an Stelle dieses amerikanisches Pökelrindfleisch und den Kriegs- und Gen sein s ch a stsl ii ch e n sowie den Gastgewerbebetrieberl ans demselben Grunde nordisches gesalzenes Pvkelrindfleisch im Wege der Rindfleischabgabe-. stelle zugewieftn.werden. Die Atlsgabe von frischem Schweine- und Kalbfleisch, 'deren Umfang von, der Größe der Eingänge während der Woche abhängt,- geschieht nach den Bestimmungen der Magistratskundmachnng vom ,31.Mai 1919 gegen Abtrennung des Abschnittes 36 des amt- , lichen Einkaufsscheines. D'ft Abgabe stellen werden bei den'Polizeilvachstuben ersichtlich gemacht. ' « Die Bezüge an Rindern und Fleisch Ausländischer ^'Herkunft gestatten auch in dieser Woche, Auslandsfleisch zu den 'Gestehungskosten abzugeben. Ewird daher die turnusweift Ausgabe des aüsländischen Rind- - fleisches fortgesetzt. Bezugsberechtigt sind jene Haushaltungen und Konsumentenvrganisationen sowie Kriegs¬ und Gemeinschaftsküchen, die bei Fleischhauern rayvniert sind, deren Familienname (Firma) mit dem Buchstaben F oder G (einschließlich Großschlächtsrei) beginnt. Die Quote beträgt 10 Dekagramm pro Kopf. Der Detailpreis ist' auch in dieser Woche mit K- 36.— für- Borderes, K. 38.— für Hinteres und K. 46.— für Braienfleisch pro 1 'Kilogramm ftstgesetzt. Beim Bezugs des Auslandsfleisches wird der mit einer Rosette bezerchnete' oberste Abschnitt auf der linken Seite des. grauen EinkaufscheineS für Rindfleisch ab getreu nt. ' Der Marktbericht. DerM 4 s cf) in a r! t war gestern mit Grünwaren ausreichend beschickt. Unter den Ankünften befanden sich ,auch Zwirbeln ans Nicderöfirrreich, der Tschecho-Slowaket und gns Italien, mit dSncv der Markt förmlich überschwemmt ist. Die O b st m ä r k t e wiesen gestern ein srenndlichercs Bild ans als in den Borlagett. Angeboten waren niederösterreichische Johannisbeeren, Heidelbeeren, Südtiroler Aepfel und Birnen. Die beiden letztgenannten Sorten kosten, kl S.30 pro Kilogramm. Bon Südfrüchten sind größere- .Ankünfte von Feigen zu verzeichnen. Besonders groß sind die Anstellungen um Dörrpftaumen. die von der Gemeinde ausgegcben werden. Sie kosten K 7.20 bis K 7.60 Pro Kilogramm. Die V i k t u a l i e n h a l l e im IU. Bezirk hatte keine neuen Zufuhren zu verzeichnen, doch reichten die vorhandenen Vorräte bcr Vortage für den Bedarf aus.. Das Angebot' in der G r o ß m a r k t h a l l e war außerordentlich gering. Zmn Verkaufe kamen 100 Kilogramm gepökeltes Riudslelsch und 70 Kilograinm Würste. Der F i s chmarkt in der- Großmarkthalle war bester beschickt. Die frischen Schellfische gingrtl, zu K 7.80 bis IC 10.— pro Kilogramm reißend ab und waren gegen 8 Ubr morgens bereits ausverkaust. Auch auf dem Naschmarkte herrschte nach diesen Fischen lebhafte Nachftage. Eier ffhltcn, sollen aber heute oder morgen zur Verteilung gelaugcu. Wie verlautet, wird der Stückpreis erhöht werden, was damit begründet wird, daß,die Durchleuchttma vule Arbeitskräfte m Atispruch trimmt Und ein großer Teil ber Ware unbrauchbar ist. W. I. W. : Heute Donnerstag, 9—V-12 Uhr, Verkauf von s ü d s l a w i s ch c nr Rindfleisch an die für Nindfieisch bei uns rayonierleu Mitglieder. Abgabe von -Frühkartoffeln.. . Donnerstag und Freitag werden im W. Bezirk Frühkartoffeln, und zwar V, Kilo-, gramm pro Kopf gegen Ablrcummg. des Abschnittes ß der Kartoffelkarte abgegeben. Rudolf Feldschuh, u.» Praterstvatze 34. Zuckerabgabe für Juni, Schweizer Schokolade, italienische Mandv' Irttti uftv. Geöfflset von 8 Uhr früh bis 8 lUu abends. August jM M t'8 ' Hiöfiincr Größte Auswahl! Billigste Preise! 6«0 Leopold Steiiihart, Wien, |„ Biüerstraße 9. BützNe Md Kunst.' i Aus den Theatern. $»t Deutschen Bolkstheater wurden ' als erste -Vorstellungen zu volkstümlichen Preisen für Sonntag / den llachmittags Vo3 Uhr,. Schönhrrrs Tragödie eines . l a u b e und Hei m a t". und für Montag de» d. M., 7 , Uhr' abends, Goethes drantatischcS Gedicht b ' st e n i e, anf Tauris" angvsctzt. Der Kartenverkauf für die im Spirlplan augekündigtrn Vorstellungen hat bereits begonnen. , , , ■ Verein Freie I üdis ch e Volksbühne. Samstag den 9.- August, 3 Uhr nachmittags, findet im Bmgerllieater eine Vorstellung der „F r e r c n - I ü d i s ch e v V o l k s b ü hm e' statt. Gegeben wird zum zweiten Malt »U h n a H c i m", Drama in vier Akten ' von Jakob G o r d l n. Ein neues Berliner Theatsr. In Beilin wird gegenwärtig wieder, viel m Theatergründungeu gemacht. „Theater an d e r H a r d e nb ergst r a ß e" ist der Name der jüngsten Berliner Bühnengründung, die Direktor Hans Schedlich ms Leben rufen will. Das Gcbäudc des bisherigen Landwehr-Offizierskasinvs am Bahnhof Zoologischei Gartensoll zum Theater umgebaut und schon im Herbst eröffnet werden. Der Znschauerramn wird 1000 Personen fasten. Ein modernes literarisches Programm soll gepflegt werden. TiÄa Dnrreux schwer erkrankt. ' * . , - Aus M ü n ch e n wird gemeldet: Die bekannte Schauspielerm Tilla D u r i e n x ist in München schwer erkrankt und mußte-sich einer lebensgefährlichen Operationen unterziehen. Nach den -heute eingetroffenen ßkachrichten ist ,die Operation geglüch und Hoffnung auf die Wiedergenesung der Künstlerin gegeben. . Der Weg in das Land. PalästmensischeAufzeichulUlgsn von Engen H o e f l i ch. Der Autor bringt in diesen lebensvollen Schilderungelt seine Meinung zum Ausdruck, die n.auch in anderen Schriften verteidigt hat: das; für dir zukünftige'Gestaltung Palästinas die van-gsiatische Idee maßgebend ,sem solle und gegen den europäischen Merkantilismus schon jetzt am Barriere zu errichten sei. Preis brosch. IC 4.80. geb. IC 6.60 zu beziehen durch R. L ö w i t, Buchhandltmg, Wien, I., Rotenturmstraße 22. Sport. Die Fußballmeisterschaft der Volllsrvehr. Am Sonntag wird auf dem W. A. F.-Platz in Hiittelborf die Meist'erschaft der Bolksivcbb zn Ende geführt. Monientan führt das Baon. XXI mit 7 Punkten vor dem Baon. .XIII mit 5 Punkten,, das allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat. Der Sportklub Hakvah spielt am Sonntag ein neues Tramingspiel und zwar hat er eine-kombinierte Mannschaft der Vereine Romania und Armania zum Gegner. Die Tour de France, die. klassische -französische- Radfernfahrt wurde an; 27. Juli beendigt. Am 29. Juni hatten 69 Konfttrrcuten das Rennen begonnen, aber nur 11 konnten tS dmchstehen. Der Gesamtsieg fiel dem Belgier Lambot zu, der zur Zurücklegung der 5560 Kilometer langen Rundstrecke 231 Stimden 7 Minuten und 15 Sekunden benötigte; er erreichte einen Stundendurchschnitt von 24'9 Kilometer. JntcreffaUt ist, daß auch die drei letzten Rennen dieser Konkurrenz (1912, 1918, 1914) von Belgiern gewonnen wurden. Erna Murray, die bekannte Berliner Schwimmerin, die am vorigen Sonntag, das Schwimmen- „Quer durch Berlin" gewann, wird an dem internationalen Meeting, das am 7. und 8. September in Wien.stattfindet, teilnehmett. Der Budapester Meister M. T. K. bat aus seiner Wettspielfahrt durch Süddeutschland zwei wertvolle Kräfte' verloren. Sein Mittelstürmer, Schaffer, ist dein Mntberger Fußballklub beiqetretm, während der 'Trainer Kürschner tft Magdeburg ein Engagement angenomuren hat. Au der Radfernfahrt „Rund um Berlin", die am 31. d. M. stattstndet, wird Josef Kokoll, derzeit Wiens beste? Rennfahrer, teilnehmen. ' Gerichtssaal. Das ^entlehnte" Auto. Irr der Nacht vom 19. auf den 20. Febntar t. I. bemerkte der Wachtposten am Flngftlde Aspern, wie ein int», beleuchtetes Auto in rasender Fahrt das Flugfeld verlisst. und' in der Richtung gegen Wieit dahinfuhr. Eine sofort angestellte Untersuchung ergab, daß eine in der Nähe'sich! befirrdende Gärage erbrochen sei und ein Personenautomobil im Werte von 45.000 Kronen fehlte. In derselben Nacht stieß ■ ein Auto der ungarischen Mesandts'cha-ft mit einem von Aspern kommenden Attto zusammen, wobei das letztere total havariert liegen blieb. Zum Glück wurden keine Personen verletzt. Der Ehanfseur iy:8 ungarischen Autos krkanilte in-dem Lenker des'anderen Wagens den 28jährigen beschäftigungslosen Monteur Hubert Barzal. Bärzal würde einige Tage darauf auf Anzeige des Flughafenkommanbos. bei welchem Barzal einige. Zeit als Chauffeur bedienstet tvar, in Wien verhaftet. * Heute stand Hubert Barzal vor dem Schwurgerichte unter Bor sch des Oberlandesgerichtsrätes D'r. Haller wagest Verbccchc.is des Einllrnchsdieb.stahles und' der Ncbertretnng des Schr-eltsahrens angeklagt. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Hcllftied He r'd'e g e.n/ als, Verteidiger^, fungierte Dr. Jakob Horn. Der Angeklagte erklärte, er 'habe.'nicht die Absüh't gehabt, das Auto zn stehlen. Er irpllte nur zu einem Freunde fahren und sich dort Geld auSborgLn.'. " Die.Gesthwornen verneinten die Nchnldfrage auf Diebstahl, bejahten jedoch die Frage auf «führ, düng 'der Sicherheit des LebenS,' begangen durch Schnellfahnstn; -worauf der Gerichtshof den Angeklagten zu 14 Tagen /strengen Arrestes, verurteilt.