Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 198 (7.8.1919)
- Date
- 1919-08-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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' Nr. 198 Wien, Donnerstag Inland. General Slatin bei unseren Kriegsgefangenen * in Frankreich. Aus Saint-Gerrnaiu wird unterm 5. d. M. gemeldet: General Slatin besuchte heute mit besonderer Erlaubnis des französischen Kriegsministeriums ein größeres Arbeiterlager in der Nahe von Amiens. Er sprach mit vielen der Kriegsgefangenen, deren Zahl über 1100 beträgt, davon die Hälfte Deut schüft erreich er und DeuLschböhmen, die Hälfte Ungarn, größtenteils Leute, die im Jahre 1914 bereits in serbische Kriegsgefangenschaft geraten waren. Die Gefangenen, die zumeist mit Erdarbeiten beschäftigt sind, sehen sehr gut aus und sind guter Stimmung, die sich naturgemäß erhöhte, als General Slatin ihnen ihre Heimkehr innerhalb weniger Wochen m Aussicht stellt. Ueber ihre Behandlung — General Slatin konnte ohne Zeugen mit ihnen sprechen — äußerten die Gefangenen keine Klagen. Sie verdienen nebst der Verpflegung Franks 1.40 pro Tag, haben, ihre Kantine in eigener Regie und sind entsprechend bekleidet. Die einzige Klage besteht darin, daß sie keine Post erhalten. General Slatin rät den Angehörigen, die Post an den deutschösterreichischen Gefangenendienst in Bern zu senden, und er wird sich dann bemühen, eine sichere und schnelle Zustellung für die kurze Zeit bis zur Rückkehr der Gefangenen zu ermöglichen. Gehaftsregutternng der Lehrerschaft auf dem flache« Lande. Das zur Beratung über die Fragen der Regülicrung des Dieusteinkommens der Lehrerschaft auf dem flachen Lande vom Landesrate eingesetzte Komitee, bestehend aus dem Landes-Finanzccierenten Rudolf Müller als Vorsitzenden, dem Landes-Schnlrrfenten Karl Müller und dem Landesrate Dr. An'.on N e v u st i l, hat in wiederholten Sitzungen einveruehmlich mit den Organisationsvertretern der Lehrerschaft einen Gesetzentwurf ausgearbeitet und damit die Grundlage für d.ie Lehrergehallsregulierung geschaffen. Dieser Gesetzentwurf wird nunmehr den: Landesrate unterbreitet, der ihn dem Landtags zu Beginn der nächsten Session vorlegen wird. Die bewaffnete Macht Dentschösterreichs. Wie wir erfahren, geht.die Absicht bei der Festsetzung der gesamten bewaffneten Macht Deutschösterreichs mit 30.000 Mann dahin, daß dieses Kontingent durch Militarisierung der Sicherbchswache, Gendarmerie und Finanzwache ' geschaffen und im Bedarfsfälle durch Anwerbung bis zum Höchststände vermehrt wexde. Die Einrichtung dieser drei Standesgruppen ist schon heute derartig, daß sie den Bestimmungen des FriedensvertragcS leicht angepaßt werden kann. Für eine Parteitruppe ist in dieiem allerdings kein Ramn gelassen. Beginn des Ausbaues von Wafferkrastwerben . durch die Staatsregierung. Ueber Antrag des Präsidenten des Wasserkraft- und ElektrizitätswirtschaftsamteS, Unterstaatsfekretärs Dr. Elle ubogen, hat die Staatsregierung in der Sitzung des Kabinettsrates vom 5. August d. I. beschlossen» das Wasserkraftwerk am SpullerseebeiDanäfeninVorarlberg ausmbauen, da dieses Werk in Gemeinschaft mit dem zu erweiternden R u e tz w e r k e der Mittenwaldbahn in Tirol den Energiebedarf für den ellllrischen Betrieb der Arlbergbahn sichern sott. Mit diesem Beschlusie ist die Aktion der Regierung für die Verwertung der Wasserkräfte Oesterreichs in ein entscheidendes Stahftnu getreten. Pottttsche^tundschair. Ein polnisches Dementi. Das Prcßbureau der polnischen Gesandtschaft in Wien teilt mit: Zu der von dem Berliner „Vorwärts" verbreiteten und den Wiener Blättern wiedcraegebenen Nachricht, daß der Höchstkommandierende der polnischen Posener Armee, General MnSnicki, den Oberbefehl niederlegte Und daß m Posen und anderm Städten blutige Soldatenrevolten auSgebrochen seien, roitb auf Grund authentischer Informationen festgestellt, daß obige Meldung eine grobe Entstellung der Wahrheit und eine Verleumdung der polnischen Truppen ist. Es haben sich keine blutigen Revolten bei der polmschen Posener Armee ereignet. Die Demission deS Generals Musnicki, welche auf andere Gründe zurückzuführen ist, wurde von ihm bereits zurückgezogen. In PoseN herrscht sowohl in der Armee wie auch bei den Zivilbehörden und der Bevölkemng musterhafte Ordnung. Die Enthüllungen Erzberg ers. Im englischen Unterhaus erklärte H a r m S w o r t h zn den Enthüllungen Erzbergers über das angeblich im August löi.7 von der Entente an Deutschland gerichtete Friedensangebot, daß diese keineswegs eine richtige Wiedergabe der Tatsachen darstellen. Es wäre Aar/ daß England zu jener Zeit keine,Annäherung an Deutschland versucht habe. Man hat es hier mit einem formellen englischen Dementi zu tun, aber damit sind die Enthüllungen, welche in den letzten Tagen in Deutschland so viel Staub aufgewirbelr haben, keineswegs aus der Welt geschafft. Man kann zuwarten, ob der deutschen Dar-- ftelluna, wie sie von den Ministem in der Nationalversammlung von Weimar gegeben wurde und bereits in verschiedenen Berifffentlichunge» vorlieat, soweit sie England betrifft, eene Erwiderung von englischer Seite folgen wird. Immerhin genügt das bisher bekannte, zur genüge, um über den polltischen Horizont. und die leichtfertigen Praktiken der gewesenen Machthaber Deutschlands, die eme Welt in den Abgmnd gestürzt haben, er» vernichtendes Urteil zu fällen. Man braucht an HarmswortbS Erklärung, daß England im Jahre 1917 keineAnnäherung an Deutschland versuchthabe, keineswegs zu zweifeln.' Aber bannt ist nicht im mindesten gesagt, daß England sich unter allen Umständen de» Vermittlungsversuchen des Vatikans gegenüber ablehnend verhalten hätte, wenn die Deutschen wenigstens zu einer positiven Erklärung über Belgien zu haben gewesen wären. , Weener MorgenzeLLuug 7. August 1919 , SeiteS Der mbuitvMk WiedbMUfÄM in Deutschösterreich. Die BeLeiLigrmg des englischen Kapitals. Bern, 5. August. Der englische Abgeordnete Oberst W eb gw o o d, der bekanntlich vor einiger Zeit in Men geluefett ift; bespricht im „Manchester Gugrdian" die derschiebenen Methoden zur Unterstützung des Wiederaufbaues der Wirtschaft der Mittelmächte und sagt darin, die österreichischen Industriellen würden es vorzieheu, d a ß e n g l i s ch e K a p i t a l i st e n die K o n t r o 11 c ü B c u ö ster'reichische Unternehmen evwerben Und als' Kaufpreis für die Beteiligung Rohstoffe ober Kredite-liefern. Die wünschen, daß man aus England Abordnungen schicke, die 20 Prozent des Aktienkapitals mit dem Recht zur Kontrolle kaufen würden. Die Oesterreicher wollen vor allem frisches Kapital zur Finanzierung der Rohstoffankiiufe und Sicherstellung gegen den Verlust ihrer Fabriken in den neuen Nationalstaaten. Manche Firmen hätten bereits Franzosen und Italiener in den Verwaltungsrat berufen, um sich in'Böhmen und Kroatien sicherzustellen, aber alle Oesterreicher würden englisches' Kapital vorziehen. Wedgwood verweist darauf, welche Gewinne angesichts des Qcgcrtltjartiöcn Standes der österreichischen Valuta und des in zehn Jahren zu erwartenden Standes winden. Aber mit größten wäre der Gewinn für den englische» Export.' Man müßte es ähnlich machen, wie in Argentinien. Das große, englische' Exportgeschäft mit Argentinien war die Folge englischer Kapitalinvestitionen in argentinischen Eisenbahnen. Sir Hamar Greentvo öd sollte als Vertreter des Departements für Ueberfeehandel nach Oesterreich gehen rmd sich informieren.' . Finde er die vorgeschlageuen Bedingungen gut, damr> sollte eme Gruppe englischer Finanzier eine Finanzierungsgesellschaft bilden, Aktien der österreichischen Gesellschaften», erwerben und rasch mit der Lieferung von Rohmaterials beginnen. Eine andere Methode sei die'von Hoover verlangte amerikanische. Der amerikanische Staat ermutigte die Banken gut. Krediterteilung, indem er sie gegen Verlust versichert? So werden die österreichischen Wechsel in Amerika diskontiert werden können. Damit würde Oesterreich von amerikanischen Waren abhängig. Eine dritte Methode besteht in direkten! Darlehen an die Regierungen. Diese Methode verwirk^ Wedgwood. . . : :;V*.- TslegraMMe. Keine Wesentlichen Milderungen nnseres Friedensnertrages? Berlin, 6. August. Blättermeldnngen zufolge gab Ministerpräsident E lern eure a u Parlamentariern gegenüber eine Erklärung ab, wonach der den österreichischen Delegierten vorgelegte Friedensvertrag nur ganz unwesentliche Aendernnge« erfahren würde. Die einzige Aendernng bestehe darin, daß die Wiederher» steLtuttgskoMNttssion nur einige besonders harte Bestimmungen mildern würde. Rückkehr der dentfchösterreichischeu Delegation. Saint-Germain, 6. August. Nach Ueberreichung der znsanimensaffendrn Note Dcmschosterreichs ist Siaatskanüer Dr. Nenner heute abends mit dem größten Teil der Delegation nach Wien abgereist. Zur Führung der Geschäfte der Delegation sind die Sektionschess Eichhoff und Schüller mit einem kleinen Srab von Mitarbeitern MÜckgeblieben. Furchtbare Pogrome in der Ukraine. Amsterdam, 6. August. - (Korr.-Bnr.) Laut «Te l eg raa f" meldet der Korrespondent der „Times" in Warschau furchtbare Einzelheiten über großeJudenpogrome inderUkraiue. Die gegen!)ie kommunistischen Kommissäre erbitterte Volksmenge nehme den Umstand, daß eine Anzahl der Kommissäre Inden smd, zum Anlaffe, um unter der jüdischen Bevölkerung zn morden und z np l ü n d e rn. Die Leute tragen Bmden mit der Auffchrist; „Tod den Juden! Rettet Rußland!" In Schitomiry sollen 1200, in K a s s a t i n 600, i n F elsz t in 900, in Berdi 1 schew 3000 Joden e r m o r d e t w v r d e n sein. (Es handelt sich hier offenbar um die Pogrome im Frühjahr, über die wir bereits furchtbare Einzelheiten veröffentlicht haben. — Die Red.) * Moskau, 6. August. (Fmckspr. des Korr.-Bnr.) Ans T s ch e r n i g o w wird gemeldet, daß im Kreise O w r u c z k, Gon verne ment Wolins f, von den Banden P e t l j n t ft S im Verein mit polnifchenTrrrppen neue Judenpogrome verunstaltet worden sind, wobei viele Inden getötet wurden. Am meisten gelitten hat das Städtchen S1 o w e c z t o. Eine KohlenLmsrrhrkommisfion für Europa. Parip, 6. August. (Halms.) Der Oberste Rat dev Alliierten hörte BemzeloS über die griechischen Ansprüche auf Thrazien an. Hoover erstattete einen Bericht über die Kohlenbersorgmig. Es wurde beschloffen, eme Kohleneinfuhrkommisston für Eüropa zu schaffen. SaknL-Germain, 6.'August. Im Obersten Agt wurde gestern die für die ganze Welt wichtige Frage der Kohlenrnappheit besprochen. Der Sitzung wurde nach dem „Matin", auch Hoover beiaezogen, der auf Befragen erklärte, es könne keine Rede davon seit», daß man auf Kohlen Importe aus Amerika rechum könne. Infolge des Krieges und der - Mobilisierung fei auch in Amerika die Ausbeute dir Gruben stark gesunken. Angesichts dieser Taisachs, beschloß der Oberste Rat die Gründung eurer besonderen Körperschaft für die europarschen Staaten, die den Namen „Jntcrallirerttzr Rat für Produktion und Austeilung der Kohl,''" sichren wird. Der Rat wird nicht nur die verfügbare Koble aus die europäiftbcn Staaten anhnteilen baden, sondern er wno auch dort, wo die Produktion nicht intennv genug ist, für chre Brrmrhruna zu sorgen haben. In Frankreich- Belgien und auch in Deutschland gibt es Bergwerke, deren Erträgnis verdoppelt werben kann. Man will durch eine strenge Kontrolle des Abbams die Produktion sö viel als möglich heben. Der Rat hat unter anderem die Absicht, eme starke ArisioanderuntzSbewcgung polnischer und tschechischer Arbeiter herbei.nrführen, die mwlge der Desdrganisatiott ihrer nationalen Industrie gegenwärtig arbeitslos sind. Auch von freien Einkäufen weWÜscher und schlesischer Kohle ist die Rede. inZllep Preislagen^ Revamturerr <t»ler, GarailUe. KardbSrider für aÜe Lysteme, erMlaPger Material. Leop.Knn.cr, Men, U„Westbahustrche '23. T«Iq>I>on «M. Die Sozialisierungsbestrebnngen in Amerika. Watnt-Nerumiu, 6. August. „Matiu" meldet ans New- Aork, daß die Proklamation verschiedener Eisenbahnverbindungen, die krrz und bündig den Ausschluß des Privatkapitals aus der Verwaltung der Eisenbahnen verlangt, in Kurz "Amerika' nngeckbure 'Sensation hervorgerufen habe. Im Senat sei die erste Ueverraschung durch Entrüstung äbgelöst. worden und die Senatoren seien im allgemeinen entschlossen^ die Anregung des Präsidenten, eine Kommission zur Prüfung der Löhne und Tarife einzusetzen, energisch zu bekämpfen. Die republikanischen Senatoren fürchten, daß sich Präsident Wilson schließlich zugunsten des Verlangens der Eisenbahner nach Nationalisierung der BchhNen anssprschen werde. Senator Cummins, der als Fachmann m Eisenbahnfragen gilt, hat die Befürchtung ausgesprochen, daß bei Durchführung der Pläne der Eisenbahner sich in Washington eine aus Eisenbahnarbeitern bestehende Verwaltung festsetzen würde und daß dieser Schritt zum .Sozialismus sofort eine allgemeine Bewegung zugunsten der Sozialisierung aller Jn'dustrien auskösen wArdc. Eummins sieht voraus, daß der Kongreß einen harten Kampf gegen bas ProMt, der Eisenbahner arksjÄchten wikd. Die englische Regierung gegen den Lebens- * mittelwucher. n Kopenhagen» 6. August. (Tel. der „Sr. Morgenztg.") Die Überhandnehmende L e b e n s m i t t e l t e u e r u n g zwingt die englische Negierung zu energischen Maßregeln. Auf Vorsciilag der Bürgermeister der Londoner Vorstädte sollen olle Kaufleute, die Wucherpreise für Lebensmittel fordern, mit G ef ä n g n i s bestraft,^ ihre Geschäfte gesperrt und Urnen die Befugnis zum Gewerbebetriebe für immer entzogen werden. Volksabstimmung wegen der Schaffung einer rheinische« Republik. z Köln, 6. August. (Tel, der „Wr. Morgenztg.") Der Kampf für die r h e i n i s ch e R e p « b l i t ist nufS neue mit aller Schärfe entflammt. Die Bewegung ,hat sich von dcu Städten auf das f lacheLand ausgebreitet und es wird sofortige Volksabstimmung gefördert. Der bisher ruhige Nieverrhein scheint geneigt, sich der Bewegung anzufchließen. Rupprecht von Bayern will vor einen Staatsgerichtshof. z Bamberg, 6. August. (Tel. "der „Wr. Morgenztg."^ Der frühere K r o n v r i n z v o n B a h e r n hat an den Landtag einen Brief gerichtet, in welchem er den Wünsch ausspricht, sich vor einem StaatsgerichtShos zu v e r a n t- Worten. Heute hat sich der A, e (t e st t n t o t deS bayerischen Landtages in vertraulicher Sitzung mit vem Briese beschäftigt. Er kam zu dem Beschlüffe erst die ernzelüen Fraktionen zu befragen und dann die Angelegenheit im Plenum oder im Ausschuffe zu behandeln. Nach der Ansicht von Parlamentariern ist der Landtag ,durch de» Brief in V e r l e g e uh e i t gesetzt worden, da er einerseits an die A u s f ü h r ü n g der FriedenSbediügüügeü gebunden ist, andererseits aber die W Ü r V e des Volkes eine klare Stellungnahme erfordert, zumal da sich der frühere Kronprinz im Gegensätze zu seinem Vater während des Krieges die Sympathien der weitesten Kreise des Volkes erworben hat. Die ErVffnrmg der Warettverkehrsholle in ZnnSbrnck. Erleichterung der Einreise. Innsbruck- 4. Altgust. Aus Anlaß der Errichtung ds^. W'arenverkbhrshalle werden hinsichtlichder Einreise den Besuchern dieser Halle nachfolgende Erleichterungen gewährt. Air die von der Warenverkehrshalle zUr Einreise vorgeschlageueu Personen wird eine für drei Tage gültige Einrcisebcivtlttgung nach Jnüsbrück zum Besuchs, dsv Wartznverkehrshalle telegraphisch oder schriftlich erteilt, wofür eine Gebühr von 10 Kronen zu entrichten ist. Die von. der Warenverkehröhalle als Be suche r aufgeuvmchenen Küufleattz, erhallen eine Einretseftrisükarte, die zu fiinsmallgSr Einreise bei je drei' tägigem Aufenthalt im Gebiet« dev Stadt Jünsbvück und der Gemeinden Hötting Und Mühlan berechtigt. Ein Aufenthalt außerhalb dieser Geultziudeu ist mit dieser Karte nicht gestattet. Die Elnreiseserienkar'te nnter!i<mt für Ausländer diuer Gebühr von ü0 Krsueu, .für Vertreter von im Inland protokollierten Firmen eiiwr solchen von 10 Kronen. Lynchjustiz an einem tschechischen Hauptnrautt» ' Prag» 6. August. (Tkll-Komp.) Nach einer Mtldrmg drs „Veeer" aus Josefstadt wurde der Hauptmalm Mündel, der zur Inspizierung des 10. Regiments .eingetroffen ' war,, rw Kasernenhose vor der verfauünelten Mannschaft von einem Korporal, der; düs Reih und Glied .getreten war, beschuldig^ 16 Personen an den Galgen gebracht zu häbett. Die M»muschufi siiüzte sich ans den Offizier; drrser wandte sich zur Fiucksr, umrdt aber auf der Elbebrücke von den Soldaten crngehvit.uud in dcu r^luß. geworfen. Der Hauptmann wurde von nucur andere»' Olsi.ü(r gerettet uud unter Morte nach Prag gebracht.