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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-06 · Heft 197 (6.8.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 197 (6.8.1919)
Date
1919-08-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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«. August 1919, 9lf. 197 f 1 Telegramme. Die Iudengesetze in Bialystok bleiben bestehen. Wie Polen die Durchführung des Friedensvertrages auffatzt. Wirrschau, 5. August. (Tel. , der „Wr. Morgeneitung".) In der samstägigen Sitzung des polnischen Landtages, in welcher die Ratifikation des Friedens- «ertrages, also auch die Annahme des Verlages über den Schutz der Minoritäten in Polen beschlossen wurde, gelangten nach der Abstimmung iber diesen wichtigsten Gegenstand noch mehrere kleinere Punkte zur Beratung, darunter ein Antrag »er juristischen Kommission über die Gesetze in der lunmehr den Polen Zugesprochenen Provinz Bialystok. Der zionistische Abgeordnete Färb st ein hielt 'ine Rede, in der er beantragte, der Landtag möge ».i e Aufhebung aller gesetzlichen Beschränkungen gegen dsi e Juden, welche wch aus der russischen Zeit in Kraft sind, beschließen, der Referent der Kommission wandte sich aus ormellen Gründen gegen diesen Antrag. Der Zionist Z a r t g l a s schlug hierauf vor, die ganze Vngelegen- >eit an die Kommission zurückzuverweisen. Die Mehrheit entschied jedoch gegen diese Anregung. Bei der Abstimmung wird hierauf der Antrag der ucistischen Kommission unverändert angenommen, vbaß* die Beschränkungen gegen -«die Zu den nicht abges ch a f f t werden. In dieser Weise hat der Landtag unmittelbar lach der Ratifikation de? Friedensvertrages gleich eine HZrobe abgelegt, in welcher Weise Polen die Ver- »flichtung des Minoritätenschutzes zu handhaben beabrchtigt. Trotz der Annahme und trotz der feierlichen Erklärungen aller Parteien hat PKen den Juden in ieir neu erworbenen' Gebieten d i e bürgerliche Gleichberechtigung v erweigert und licht einmal die russischen Ausnahmsgesetze zu becitigen sich ausgeschwungen. Dieser Vorgang ist nicht reeignet, das Verttauen der jüdischen Bevölkerung in ne künftige Entwicklung zu stärken. Ataman Gregoriew und General Poperek getötet. Kiew» 5. Augusts (Funkspr. des Korr.O^ur.) Die Rote •: Irutcc eroberte A l e c k i, wobei 31 Geschütze und 300 Maschinen- jewehre erbeutet wurden. Ataman Gregoriew -wurde von Itaman Mahrn dmch einen Revolverschuß getötet. Sebastopol, 5. August. (Fimkspr. de^Korr.-Bm.) In T i s i n e w wurde der bekannte General poperek von iottmten. erschlagen. Die Streiks in England. JS.ie, blutigen Unruhen in Liverpool. London, 5. August. (Reuter.) In L i v e r p o o l ist der Tita ruhig'verlausen. In Mersch find ein Schlachtschiss und zwei Beiflover an gekommen, um die Fimkenstation imd andere wichtige funkle zn schützen^ In der Stadt sind weitere 60.000 Mann IMtiir eingetropen. Die Behörden hoffen, die Ordnmg msrccht^ierhalten. AZan glaubt, daß bei den Unruhen in Liverpool ein Schade »vn 250.000 Pfund Sterling und in Birkenhead ein solcher von , '-00.Q0Q Pfund Sterling an gerichtet worden, ist. Im Laufe der Inruhen wurde cm Mann erschossen, 70 bis 80 Leute wurden, »erwimde^und etwa 400 verhaftet, mehr als 100 Läden wurden zertövt odel^eplündert. London, 5. Arauü. Aus eine Anfrage ' über den Polizeiireir sagte Staatssekretär des Innern Shortt^ die Lage habe sich licht wewnltich ycünderl. Ter Streik sei eine Meuterei >rgen die dem Publikum schuldige Pflicht. Die Regierung werde ich ruf kein Kompromiß mit den Ausständigen einlassen und >ie entlassenen Leute nicht wieder anstellen. Aus unserer österreichischen „Kaiserzeit" findet sich' tlv ein Beispiel für Hunderte in der „Wiener Zeitung" folgendes: „Der Kaiser hat mit allerhöchster Entschließung vom 11. d. uns besonderer allerhöchster G n ad e; gestattet, daß der Stzktwnschef im Lisenbachnminisieriunt Siegmund Sonnenschein Ritter ». Solvis sich tünstighin mit Weglassung seines bisherigen Geschlechtsnamens lediglich^ nach dem Prädikat Mtter v. Svlvis" neuneu und schreiben dürfe." ,Hn der Kaiserzeit." — Zu einem gewissen Mitglied »er kaiserlichen Fanrilie stand in gewisser Beziehung üne gewisse Dame, die später ein Herr Dr. Kohn heiratete. Der Kaiser hat ihm hierauf mit allerhöchster Entschließung aus besonderer allerhöchster Gnade ge- 'lattet, daß er sich Kohn von Harle nun nenne, llls die Freiheit der Repsthlik erschien und-die Adelsitet obgeschafft wurden, da nahm sich Herr Dr. V.Kvhn >ie Freiheit, das alte Kvhn abzulegen und bas neue Hartenau beizubehalten: er heißt kurz Dr. Hartenau. — Man erinnert sich demgegenüber an Theodor Herzls bekanntes Feuillebou „Im Salonwagen". Da endet ras Gespräch zwischen einer Gräfin ruck einemMitz- :eisenden, die Leide nrit Stolz auf ihren bezüglichen Lldelsiramen Hinweisen, in der Pointe, daß sich der Herr etwa mit der Wendung vorstellt: „Ich heiße Süfjtt." .; .. Ändere Beispiele von NamensmetanrorpHosen sind: Einst: David Bnrüch Lippvwitz aus Nagy-Becske^lerch. — Hertte: Gvnte Domenic» Barbölomeo. Lippgy, pi\ '.sicher Maler, römischer .Graf, Geheimlarnmerer Sr. Heiligkeit. Oder die „Richtigstellung" eines Namens . (aus „Streffleurs Militärblatt" Nr. 3, 1918, wörtlich): '/,Dem Land sturm ö w n o mieo sfizierstelloerlreter Schwarz Abraham.' wurde die Bewilligung --ereilt, seiaen ss^mnen iu Bihari abzuänd.ern. .Sein Zusaw'. wurde apf^Paul richtiggeWst"E *.«. *^ »WIR >'' J« ‘ Lenin bietet der Entente den Frieden an. Bezahlung -er russischen Schulden. 5. August. (Korr.- Bur.) Der Brrdapester Korrespondent der „United Preß" hat Lenin auf drahtlosem Wege interviewt. Lenin erklärte, er habe seine Friedensbedingungen der Entente wiederholt, zuletzt durch B n l l i t t, mitgeteiLL und es sei nicht seine Schuld, wenn sie nicht veröffentlicht wurden. Er wolle nur einen der Hauptpunkts wiederholen, daß nämlich Rußland bereit sei, seine Schulden an Frankreich und die anderen Staaten zu bezahlen, wenn die Großmächte mit Rußland einen wirklichen, schriftlich fixier ten Frieden zu schließen bereit find. _ Eine Intervention der Alliierten in Angarn. Paris, 5. August. (Korr.-Bur.) „Echo de Paris" zufolge scheint die Anwesenheit des Marschalls Fo ch bei der gestrigen Besprechung des Obersten Rates über die Lage in Ungarn darauf hinzndeuten, daß Foch die Bedingungen für eine militärische Intervention in Betracht ziehe. Londvn, 5. August. 'Die Heißer und Mechaniker der englischen Südwestbahn haben gestern unerwartet einen Sympathie", streik zugunsten der Forderungen der Polizisten beschlossen« Massen .von Ausstüglern, die den Bankfer'ertag ansnützen wollten, mußten Zurückbleiben. Man fürchtet, daß auch die Trambahnen in den Streik hineingezogen werden könnten. . ' Liverpool-, 'S. August. (Awr.-Vur.) In der Nacht von Sams Log auf Sonntag' haben Bänden Geschäfte in den Arbeiterqnartteren - z'e r st p r L und ausgep tund er t. Die Polizei und Truppen zerstreuten die Plünderer. .200 Verhaftungen tvurden vor genommen. Die Unruhen begannen Sonntag abends wieder. Die Polizei säuberte die Straßen mit-Knütteln. Es gab' viele Verwundete. . Die Engländer verlassen Nord-Rußland. London» 5. August. (Reuter.) General R a w $f»n f o n hat sich nach Nord-Nuyland eingeschifft, um die Räumung des Gebietes durch die Engländer zu überwachen. Ende -es Generalstreiks in Zürich. Bern» 5. August. Die Delegiertenversammlung der A r b v i 1 e r n n i o n in Zürich beschloß gestern abends mit 193 gegen 58 Stimmen den Abbruch des Generalstreiks in Zürich. Die Arbeit soll heute, Dienstag, wieder ausgenommen werden. In der Schweiz hat bis jetzt keine andere Arbeiterrmivn ihren Beitritt zum Streik erklärt. Die Verhandlungen über Teschen. Saint-Germain, 5. August. (Korr.-Bur.) Der „Temps" meldet aus P r a g, es sei beschlossen worden, die Verhandlungen über die Teschener Frage in Paris durch Paderewskimd Benes fortsetzen zu lassen. Bnschtiehrader Eisenbahn. Prag, 5. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die Duichtiehrader Eisenbahngesellschaft hat im Monat Juli, auf ihren beiden Linim infolge der l00°/oigen Tariferhöhung im tschecho-slowakischen Staate eine Mehreinnahme von 3'9 Millionen Kronen. Hierdurch erhöht sich das Plus in diesem Jahr auf 7'9 Millionen. Dem stehen aber in dcmsrlbm Zeiträume erhöhte Betriebskosten von 13 Millionen ' gegenüber, die bis Dezember bestimmt noch steigen werden. - Rückkehr -er tschechischen Friedensdelegatron. Prag, 5. August. (Tel.-Komp.) Wie die Prager'tschechischen Blätter melden, verläßt die tschecho-slowakische Friedensdelegation am 15. August Paris. Große Erzlager in Deutschland. Berlin, S. August. (Korr.-Bur.) Die „Ä. Z. am Mittag" meldet aus Köln: Oberrheinischen Meldungen zufolge sind nach Verlust des lothringischen-Erzgebietes auf dem Hunsrück reiche Erzlager entdeckt worden. Laut amtlicher Analyse enthalten die Erze 55 bis 60 Prozent Metalle, bis zu 30 Prozent Mangan. Puu und Girardi - Hüte werden prompt und billigst nach •«^y-wjSiwAtss» neuester Fagon modernisiert 397 XVXXI.; W&hrlngargürtel 21 und VII„ Mariahllferstrasse 86 ■NBaoBHia Kleine Nachrichten. Berlin, 6. August.' (Korr.-Bm.) Das „Berliner Tageblatt meldet aus Zürich: In den V e r e i n i g t e n S t a a"t e n hat die T e u e'r u n g in s o b e d r o h l i ch e r W e i s e .angenommen, daß sich das Parlament gezwungen gesehen hat, die B-'nrechung des Friedensvertrages zu unterbrechen und sich der - Miimtfi dieses dringenden Gegenstandes zu widmen. Haag. 5. August. (Korr.-Bur.) Aus London wird gemeldet: Sämtliche Nachrichten»deutm darauf hin, daß sich der Polizei- - streik immer weiter ausbreitet. In den verschiedenen Stadtteilen werden täglich Prdtestversammlungen abgehalten. Amtlich wird die Zahl der gegenwärtig streikenden Polizisten mit 1000 angegeben, in sozialiUcheu Kreisen wird sie auf viele Tausende geschätzt. Haag» 5. August. Bei einer Versteigerung in London wurde kürzlich Walter Scotts Manuskript seines Buches „Qnrntin Durward" fiir 700 Pfund vertäust. Genf, 5. August. Der englische General At accitibttw, der unter dem Befehl des Generals Allenbh an der Einnahme - non Jemlalrm teilrmbm. bat, wie -Ettelfior" berühret, raten tragtschen Tod gefunden. Er betrat mit einer brennendenj Zigarette,, eine kleine Kammer,^ in der seine Anzüge hingen, diel nnt Benzm gereinigt wurden. Die Benzindämpfe erfüllten di« kleme Kammer derart, daß beim Eintritt des Generals durch di« brennende Zigarette eine Explosion entstand, die dem Heerführer solche Brandwunden verursachte, daß er nach, kaum einer Woche starb. _ Berlin, 5. August. Das „Berliner Tageblatt" meldet: Der Absturz des Großflugzeuges bei Ratibor hat^ eine Aufklarung dahin ^gefunden, daß das Flugzeug von tschechischen G r e n z t r.u p.p e n äbgeschosscn worden ist. Sämtlich« Zusätzen, ^die aus sechs Personen Besatzung- und zwek Fluggästest bestanden, wurden getötet. Die beiden Fluggäste waren dev Bevollmächtigte der ukrainisch!'u Finan.zkommlsfiön Hauptmann W r t o r s k i und Leutnant T s ch n t s ch m a n. i Bukarest, 4. August. (Tel.-Komp.) Die Agentur Dacia meldet aus K o n st a n l i n o p et; /'Nach . einer genauen Prüfung des Korans - hat der Gxoßmusti yon Kairo mit ent- ^ch^eii, daß bie 8 eh red es. Islam mit .jeder bolschewstischen Handlung m W i d e rsp r u ch steht. Er beeilte sich) dem Volke seine Entdeckung bekannt zn geben. . j Prag, 5. August. (Tel.-Komp.) Der gewesene ungarische Mtmfterpräsident Graf Michael Karolyi wohnt, wie di« „Narodm Listy" meldet, in der Villa Lanner in Koschhirsch und hat sich bei der dortigen Behörde wegen Ausfolgung der Lebens-- mtttelkartrn angrmeldet. i Lvndmr, 5. August. (Tell-Kvmp.) Die chinesische Kammer hat nach einer Meldung aus Peking ein«!- Gesetzesvorlage angenommen, dllrch'die' der Friedens^ zu st and zwischen Deutschland und China wieder her^ gestellt wird. ' ,, . TagestzerichL. Die-gestrige KommrmistenverfaMmlirirg. Sie, war tute sehr schwach besucht. Es dürsten, hoch gerechnet, etwa 800 Personen gewesen sein, welche den: Nute in.die Volkshalle des neuen Rathanses Folge geleistet Habens Aber ne verlief dafür sehr, ruhig.A Außer den Mmilchen Beifallskundgebungen, welche die Ausführung der Redner begleiteteu, kam es zu keinen wie immer gearteten Eruptionen. Auf der Tagesordnung stand als einziges Thema die Besprechung des Friedens von Smnt-Germain, unter ivclcher Flagge allerdings hauptsächlich der Stug; der Näteregiernng in Budapest und tcine.Folgen erörtert wurde., ' ■} Der Friede von Sainb-Gcrmain wurde sowohl von Frarr Dr. Fried! 8 über als auch von To m an n schlechtweg als der Friede der Sckzialdemokratm bezeichnet, als ein Sieg des JmperiauZmus und . der , kapitalistischen Bourgeoisie hingestellt. Der Sturz der Sowitir.eglernng in Ungarn bedeute nur einen scheinbaren Erfolg der Reaktion, dcs weißen Terrors. Jetzt werden die Kommunisten viel intensiver an der Verwirklichung ihrer Idee'arbeiten und alle Anzeichen in Frankreich und England sprechen dafür, daß die dritte Internationale siegreich vordringe und daß die Weltrevolution nicht aufzuhalten sei. Die Versammlung verlief, wie schon erwähnt, rnhig nnd ebenso verließen auch dir-Teilnehmer die Halle und den writm Rathausplatz. Während der Versamnilung wurden Fluazettel verteilt, ans welchen Herr K o r r t s ch o n e r den Kommunistenführer T o m a n als einen Verräter erklärt, da er bezüglich des Generalstreiks am 21. Juli nichtradikalgenug war und angeblich auch an der V e r f o l g u n g ausländischer Kommunisten teilnimmt. . , - Koritschonrr ans der kommunistischen Partei auss getreten. In Flngzetteln, btc gestern in der ganzen Stadt verteilt 'wurden^ gibt K o r i t f ch o n e r bekannt, daß er aus dem kommunistischen Vorstand austrete, weil Toman am 21. Juli mit der Bourgoisie paktiert habe. Die ZnLerniermrg der ungarischen Volkskommissare. Gestern vormittags sind die Organe der Wiener! Palizeidirektion, welche die aus Ungarn hierher geflüchteten Führer.der gestürzten ungarischen Räte-- regierung nach ihren Verschiedenerl Jnternierungsorten' begleitet haben, wieder nach Wien znrückgekehrt. '.2%. Wohnungen, in denen.jetzt die 'ehemaligen -ungarischen Bolksbeaustragten nntergebracht worden/ sind, befinden sich in kleinen Bauernhänsern, welche während des Krieges feindlichen -Äuslöndcrn als Unterkunftsstatten gedient^haben. Die ehemaligen ungarischen Vvlksbeauftragten und ihre Familienangehörigen wurden dtlrch die sie begleitenden Polizeiorgane beit Ortsvorstehern und Gendarmeriepostenkonunandanien übergeben, und vrdtiungsmäßig erfolgte die Eintragung in die Meldezettel wie bei-jedenl anderetidort artgekommenen Fremden. Die Eintragung erfolgte nicht ans die - Namen $ un, Lan dl rr, Pogany ns>v., sondern auf die falschen Namen, die sie mit Beivrlligitng! der Negierung neu angenommeil haben uttd aus welche auch ihre Pässe lauten. Ans diese Namen erfolgt atich die Abgabe verschiedener Lebensmittel und Rancher- ' karten. Das Asyl dürfte nub ein vorläufiges fein, lieber ' das weiter^ Schicksal sind derzeit noch keine Beschlüsse \ gefaßt. Nach der einen Ansicht soll den gervesenen , Vvlksbeauftragten nach einiger iZeit unter dem Schutze * der Entente die Reise in das überseeische Ausland unter jenen Namen gestattet'werden, die' sie jetzt angenommen haben. ' Ungarische politische Zwistigkeiten in Wien. In den letzten Tagen ist es wiederhole vorgekoiunien. daß ungarische Staaksangehörigc in Wien aut öffentlicher Straße-und' in öffentlichen Lokalen ihre politischen Differenzen in einer Weist, austragcn, die zu- Tätlichkeiten führte. Die Polizeidirektion sich!- sich gezwungen, die ungarischen Staatsangehörigen daraus auf« merksani zu machen, daß ein derartiges Verhalten eine Verletzung des Gastrechtes bedeutet und daß solche Ansschreiktnigen nicht geduldet werden können. Gegen die Beteiligten wird ohne Rücksicht ans ihre Parteistcllung in der strengsten Weise, mindestens aber mit der. ^ierhafrung, Abschaffung aus ganz. Deutschosterreirh und Abschiebung im Stande der Hast vorgegangen werden. Mrldevnngen de« Bestimmungen über die Ausweisungen aus Meds^österreich. Wie wir erfahren, find bezüglich der Durchslihtnug de^ Verordnung der niederöstetreichischen Landesregierung betreffwi die Ausweisung jener Ungarn nns Wien nnd Rieden Österreich, welche nach dem 22. Märd.J., hierher zzestucht^

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