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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-06 · Heft 197 (6.8.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 197 (6.8.1919)
Date
1919-08-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. IW Wien, Mittwoch - sind, Milhungen in Ausfickit genommen. Die italienische-Misston hat das Henruerk der in Betracht kommenden Stelle darauf gelenkt, dafür die von der Ausweisung Betroffenen unter den derzeiligenverhältnissen eventuell Lebensgefahr bestehen könnte. Die i t a jt c n i i dj e Miss t.o«u ist unirr einem bemüht, die L e e n s m i t t e l v e r s o r g u n g Wiens zu verbessernd __- Das H^hliKmrr gegen die Ärbeiterräte und .! die Volkswehr. Dmonstvationen auf dem Westbahnhofe. 'Seitfhem. 3. d. M/ wird auf dem W'estbahnho f durch Arbeiterräte ijeß 15. Bezirkes unter Aßsistenz der Volks^ehr das Rucksackverbot gehandhäbt: die Fahrgäste der Ankommenden Züge werden akds. Lebensmittel ■ untersucht.! Die Arbeitet rate gehen bei" den Revisionen sehr: .streng und genau vor. und beschlagnahmen alte von den ailkommenden weisenden mitgeführteü'Lebensmietet.' Gestern spat a'ends hat diese Maßnahme'zu fahr au/regenden Szenen geführt./Um etwa halb 11 Uhr nachts saümeltenPsich vor dem Bahnhofe auf der Ankunftsseite etwa vier h undert Persone n au und demonstrierten gegen die Ar beit errate und die Bv lks weh r. Die Demonstranten beschimpften ie Arbeiterräte gnd die Volks- .wehr. Einer, der H'clptschveier, der ZMhr^ge Karl Führer, wurde untr Assistenz der .Sich erheits wache von der Volkswehr aretiert und auf das Wachzimmer geführt. Alsbald er hienen vor dem WDchzimmer Demonstranten in einm Zuge. An der Spitze wurde ein Kriegs invalider geführt, der sich mühsam mit zwei Krücken vorwärl'bewegte und in der Hand. .ein osse-nes Ta scheniesser hielt. Die Wien ge .forchertestürmisch die. reilsssung des arretierteir Karl! Führer. Der Sichertzitswache gelang es,-die Menge nach kurzer Zeit zu beruhigen, nachdem Führer, als Zein Nationale scstest^llt worden war, entlassen -worden ist. Ein 2lrbeiterrat, - ' Aus A m st e t t e A r-öe i terrqt K r a n k e n z u g, der aus Italien brachte, das trotz des Protestes des Die 'Affäre wird ein per Kranken Fleisch IvegrrlwMt. , ' tvird uns unitgeteilt, daß der dortige ai Samstag einem permanenten ' a l a r i a 1 ran k e Kriegsgefangene in Innsbruck gefaßte F'l e t s ch ugspersonal a b g e n o m.m en hat. N a ch s p.-i e l haben, da sich die E nt e n t e v e r t r e v der Angelegenheit annchmew'werden. " irr ‘ Urtier den Kranken Rationalitäten. bcfa den sich Angehörige der' verschiedenen Der Ministerriörder Lindner Verhaftet. /> Wie berichtet wmH ist seit geraumer Zeit der Schiffskoch und Metzger Alois L i /d n e r .unter dem Verdachte verfolgt worden, in den nmu igm Tagen in München ^dcn Landtagsäbgeordnrten. SD c i c t \ und den Major . I a reist im bayrischen. Landtag in Nünchen erschossen un^'den d'anmligcn Staatsminister A u er «iwer verletzt zu haben. Auer würde auch im Dcntschosterl'cich' gcsnck und ist am Abend des 4. d. M. beim Ucberschreiten der Grenz aus Ungarn von der Gendarmerie in, Sommeriu v erhaltet w o r d e n. Er Wurde heute früh von Gendarmen n' ach Wien eskortier t und dem Polizxigefaugenenhaus einmiesert. Lindner hat bei seiner Festnahme einen S ei b st m o v d r eu such Amternomm. Als ihn der Gendarm für verhaftet erklärü/durchschnitt er sich mit einem Rasiermesser die. Gelenksadern vü der linken Hand. Das Messer wurde chm.aber sofort entrissest so daß er nur eine leichte Verletz n n g erlitten haEndner wurde gestern vormittags nn Sicherhensbureau rmem mgehenden Verhöre unterzogen. Er ssix.gekonnncn gehalten, sich il Sicherheit zu bringen Zeit RüEbeförÄerung Kriegsgefangener ans Der Korrespondenz „Herzog wird von der italienischen Mission off izie l l mikgetcilt .' In der. Zeit vom- 4.. bis 9. A u g u st werden über: den. Brenner nach I n ns b r u ck täglich ein Zug mit Kriegsgefa n g.e n e n und in der Zeit vom 5. bis 10. August über T a r v i s u n d Villach täglich'gleichfalls ein Zug mit Kriegsgefangenen nach Deutschösterreich geführt werden. Die ersten Nnckheförderten werden Kranke und Invalide sein -und ..die anderen - Kriegsgefangenen kommen dann an, die Reihe. Vom Lager M e a n » werden-allein 'lOv'O Kriegsgefangene nachhause befördert. ,, * FührerkUVse irn „Blau-Weiß."- Die Führerschaft' des"indischen-Wanberbnndes „Blau-Weiß" veranstaltet für alle Jugendlichen (über 47 Jahre/.'die die Absicht haben, vom Beginn des kommendere Schuljahres an einen Zug im „Blau-Weiß" zu FlifitciJr eine Reihe informativer Vorträge über die Aufgaben des ..Blau-Weiß"-Führers. Da die. Teiluehmeranzahl eine beschränkte ist, werden Anmeldungen in den Amtsstnnden un„Blan-Weiß"-Heim, lX., Währiilgerstraße 16, Dienstag und Freitag von 5 bis 6 Uhr entgegengenvntmen.Das Programm der Vorträge läutet: 14. August: Die Bedeutung,-des'„Blau-Weiß".sür die jüdische Jugend; 21. August: Wesen der -Zugsgrmeinschast; 28. August r Jüdische Kultur; 4. September: Wandertechnfk; 11. .September: Gesang lmo, Musik im. „Blau-Weiß"; 18.- September: Hygiene. - ■*- Stndentenarrshilfe. Das Wirtschafts- und Fürsorgeamt , des Jüdischen Hvchschnlausschusses ersucht nur Aufnahme nachstehender Notiz: Es wird hiermit allen Kollegen, die um die Amerikanischen Hilfsgclder angesucht haben, W Kenntnis gebracht, daß dü weitere Auszahlung auf Grund der ein gereichten Gesuche erfolgen wirtn Für den Monat August dürste bis spätestens H-. di M. der auf den Einzelnen entfallende Betrag per Post zugesrndet werden. Für die Kollegen, die in die Schweiz fahren, m gesorgt, daß sie den Augustbetrag noch vor ihrer Abreise ausbezahlt bekommen. - * Enthebung Dr. Charas' von der Leitung der Kettungsgesellschaft. Die-zur Untersuchung der Beschwerden der Aerzte der Nettmigsqesellschast gegen den Chefarzt Doktor Charas eingesetzte Kommission hat ihre Prüfung des vorzelegtcn Materials beendet' und auch zahlreiche Zeugen emver» >lommeti. Das Ergebnis der Untersuchung war so geartet, daß rem Pcnsionieruugsgesnch des Dr. C h a r a s nicht stattgegeben Durde, sondern datz er. v ö A i e e p t h o d e n und. Wiener Ms rgerrzeitunA > »-■-«*- -r>- f*' -- -——;----—-— -;-:— in den Ruhestand versetzt wurde. Mit der Leitung der Rettungs- Pscllschaft wurde der Chefarztstellvertrcter Dr. L a m b e r g betrairr. t O * Das Verschwinde« dtzs Dr. Hslzknecht.' Wie berichtet war der RechtZnnwaltanwärter Dr. Robert.-Hol zk n c ch! atts Wien verschwunden und man nahm an, daß ihm .ein Unfall zugestoßen sei. ' Gestern Hat min der Rechtsanwalt Dr. Fritz N e u tu a n n, in dessen Kanzlet Dr. Holrkttccht-Horl tätig war, ein, vom 1. d. M. daktiertes Schreiben Dr. Holzknechts aus M ü n ch e n erhalten,,in dem ihm der, junge Mann tnitteilt, daß er seinen Aufenthalt in Deutschösterreich aukgegeben' habe und sich mm im Auslände niederlafsett wolle. * Künstlerische Ausbildung von Gewerbetreibenden. Zur Gründung solcher' KuM fand Mittwoch den 30. Juli über Emladung des Wiener Palästinaamtes unter dem Vorsitz von Dr. Emil S t e i n eine Besprechung statt, 'an der die Herren akad. ..Maler David K 'o h n, Lazar K r e st i n, Archiiekt^ Dr. K-a r p l u s und von der Gewerbesörderungssektiott Ing. A r j e und Dr. B a u e r' und der Initiator der Idee, Kunstgewerbler I e r u s ch a t nt t, teilnahmen. Nach Feststellung der Notwendigkeit solcher Kurse wurde deren Ausführung der Technischen Stitdiengruppe - des Wiener - Palästinaanttcs übertragen. . * Die Knffsesteder verlangen die Disferenziernng» In der gestrigen Kasseesiederverfammlung wurde beschlossen, eine Deputation ins ArbettsmiMeriüm zu entsenden, um den Kohlen refercnten zu ersuchen, in der Angelegenheit der Sperrstunde der Kasseehäuser, rcsvektive der Differenzierung, eine Enquete zu veranstalten. - Auch über die Karbid-Ersatzbelenchümg wurde lebhaft diskutiert. * Ein gestohlenes Autsmohil. Gestern nachmittags wurde aus dem Hohen Markt das Automobil des Präsidenten der „Interalliierten Food Commis s i o n" (British. Delegatzon) Cyrill P n t l e r, das der- Chauffeur Antön Angeli einige Minuten ohne Aufsicht hatte flehen lassen, gestohlen. Das Automobil, Marke „Renauld", ist eii^eleganter Kraftwagen, niedrig gebaut mit Lederdach, dunkelgrüner Lederpolsterung, dunkelgrimem Lackanstrich und hat einen Wert von K 100.000. " . Frau Hofrichter läßt/sich scheiden. Die Gattin des unter dem Verdacht des Giftmordes zu längerer Kerkerstrafe verurteilten Oberleutnants H o s r i ch t e r, Frau Ada H o sr i ch t e r geborene Gerersdorser bat die Scheidungsklage gegen ihren Mann emgeceicht. Sie beabsichtigt sich mit dem Hauptmann Bros ch'e zu, vermählen. Hosrichter, dessen Affäre erst vor kurzem wieder die Oessentlichkeit beschäftigt, hat, befindet sich noch immer in der Strafanstalt Wollersdorf, aus der er bei der Revolution entlassen worden war. * Führungen irn Kunsthiftorischcn Museum. Heute zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags findet in der antiken. Kunstindustriellen und Waffensammlung des Kunsthistorischen Museums eine fachmännische Führung statt, zu der jedermann unentgeltlich Zutritt hat.^' . - - * Wns gestohlen wird. In Hochlantsch bei Pernegg stand vor dem Gasthaus „zum steirischen Jogl" ein großes Fernrohr, durch das man die Gebirgswelt der Umgebung bewundern konnte. Vor einiger Zeit höben Gauner aus dem Fernrohr die Linse im Werte von K 1000 herausgrstemmt und gestohlen. ,6. August 1 Seite } m ft f rf) i tmi Größte Auswahl'- 1 Billigste Preise! . | i 6« Leopold Steinhart, Wien, I.,Biberstraße 9. e) 200 Touren-Automobile uttb 4.00 Lasten-Antomvbile t< betrie,bsfählgenl Zustande samt Ausrüstntlg; k) 30 Prozent des gesamten Bestand es an Rindern U n d . s o n st i g e n Tji e r e n, die stck den Jnveutaren zufolge noch in Ungarn befinden.; . g) 30 Prozent aller noch i n U tt g a r n kv Kindlichen landwirtschaftlichen Maschiuen aller Art;. ü) 20.000/W a g g o n s Getreide, 10.00Ä W a g tzd n s Mais, 15.000 W a g g o n s G e r st e unk Hafer. Zum Punkte I: Die Bestimmung dieses Materials ist, daß es' jeüen rumänischen Soldaten übergeben werde, die ihr Feld aus den folgenden zwei Gründen nicht bestellen konnten: j ' a) weil sie mobilisiert wurden zur Sicherung der Ruhe des Landes gegen jene, die den Frieden ständig gefährdeten; b) weil die notwendigenMittcl nicht vorhanden waren, da ihnen diese der^ Feind tgeggenommen hat. [ ll. Ungarn ist verpflichtet, aufi . eigene Rechnung sämtlich« rutnänischen Truppen, die das Gebiet westlichde« T h e i ßb e s e tz t h a l t e n und die sich zur Zeit der Unterzeichnung d i e s e § A b k o m m e. ns w e st l i ch d e * Theiß cmshalten, auf die Dauer der Zeit der Besetztmg, bcztehnngsweife d e s A u f e n t h a l.t e s. z u e r h a l t e n. - UI. Der ungarische Staat hat für die.Beschaffung bei Kohle zu sorgen, die für den Berkels der rumänischen Militär, behörden notwendig.sind, die sich, ans dem besetzten Gebiet westlich . der Theiß befinden. * ' B) Die königlich rumänische Armee wird sich erst dann übel die Theiß nach Osten zurückzlehen, wenn das ungarische Oberkommando sämtliche unter dem. Punkte A) angeführten Bedingungen durchgeführt hat. Zur Kontrolle der Durchführung dieses Militärabkommens wird in Budapest eine rnmänische Militärmissioi! tätig sein. Dieses Abkommen ist entweder in seiner Gänze a n z tut e h m e n oder in seiner Gänze z u r ii ck zuw eisen; infolgedessen sind Gegenvorschläge nicht zulässig, Die Frist für die Erteilung der Antwort l ä n f t am 5. Angüst 1919 unl 2 Uhr ab. Falls diese B e d,i n g u n g e n c nichts angenommen werden, wird das rumänische Oberkommando Letzte ZWsrichten. Der Raubzug der Rumänen gegen Angarn. Die' rumänischen Waffenstillstandsbedingungen. — Wirtschaftliche Ausplünderung Angärns. Budapest, 6. August. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Am 3. August begaben sich im Auftrag der ungarischen Regierung, beziehungsweise des ungarischen Armeeoberkommandos, der Gesandtschaftssekretär Dr. Z-ltan N a g y i v a n i und GeneralstabshauptmaW Anton Schiller ins rumänische Hauptquartier, wo sie dem Oberkommandanten des rumänischen Heeres General M a r d a r e s c u den Wünsch der ungarischen Regierung zum Ausdruck brachten, daß zwecks Beendigung des Blutvergießens ein Waffenstillstand abgeschlossen werde. General Mardarescu nahm dies zur Kenntnis und ließ am 5. August den ungarischen Veriretem folgenden Entwurf eines Waffenst i l l st a n d s ü b e r e i n k o m nr e n 8 übermitteln: Militärabkommen zwecks Einstellung der Feindseligkeiten zwischen Rumänien und Ungarn. A. Das höchste rumänische Kommando verzichtet darauf, g a n z U n g a r n z u b. e s e tz e n, wenn das ungarische Oberkommando sich verpflichtet: ' 1. zu ü b e r.g eben: a) alles noch im Besitze des ungarischen Staates und der u n g a r i s ch e n T r u P p e n b e f i n d l i ch e K riegsmaterial, zu welchen Zweigen der Kriegführung es immer gehören mag. Eine Ausnahme hiervon bildet jenes Material, das für die Zwecke der inneren bewaffneten Macht für notwendig befunden werden wird, die Ungarn zur Auftechterhaltung der Ordnung im Jnlande bis zur Ratifizierung des mit Rumänien zu schließenden Friedensvertrages zu erhalten das Recht haben wird. Diese Armee wird keinesfalls mehr als 15.000 Mann star! sein, einschließlich der Offiziere. Die Organisierung, Ergänzung, Bewaffnung imd Gruppierung dieser Truppen und Einheiten wird nachträglich seitens des rmnänischen Oberkommandos bestimmt werden; d) alle jene Fabriken, diein Ungarn zur Herstellung von W a f f e n, A u s r ü ft u n g 8gegenftänden und Munition dienen. Die AbrüstungdieserFabriken wird zugunsten Rumäniens durch rumänische Spezialisten und ungarische Arbeiter durchgeführt werden; c) A u s r ü st u n g sg e g en ft ä nd e aller Art, die für die Zwecke einer 300.000 Mann starken Armee notwendig find; ä) 60 Prozent des ganzen beweglichen E i s e n b a h n material s, das dem Inventar zufolge noch im. Eigentum des ungarischen Staate-s sich befindet, desgleichen 60 Prozent der Maschinen und des M a.t L.x i a l s, welches sich noch in. Ungarn befindet und züm Ersatz sowie znx Ergänzung und Erhaltung der Eisenbahnen »nd ^descheweglichen.EjsettbahrnMterials.dienen. Ungarn ohne Rücksicht auf das Verhältnis zum vorhandenen Bestände alle jene M'a terialien und Tiepe w e g n e h m e n, . d i e R tt ttt ü tt t c it brauch t, um wenigstens zum Teil jenen Abgang zu ersetzenden Rumänien seitens eines Feindcs-erlitten hat, der während der ganzen Zeit der Besetzung und anläßlich des Abschlusses des ■ Friedens von Bukarest das nienschliche Gefühl außer acht g elassen hat. Die Arrkwort der ungarischen Regt^rung. Die ungarische Regierung hat nach' Unterbreitung dieses Entwurfes den englischen General Gvrdon, Leiter der Budapester Ententemissivn,- folgende Antwort überreicht: - - An Herrn General G o r d o n, Leiter der. Budapester Mission der Ententemächte, Budapest. Die ungarische Volksrepublik hat am 5. August l. I. im Namen des rumänischen Hauptquartiers die Wafsenstillstandsbedingunge.n erhalten. Da die" ungarische Volksrepublik bereits am 13. November 1918 mit den. alliierten und assoziierten Machten der Entente einen Waffenstillstand abgeschlossen hat, die ^Erfüllung der -darin enthaltenen ' Verpflichtungen ihr jedoch durch diese das Land in seinen Lebensbedingungen ' vernichtenden FvrHrungen einer der Ententemächtö' unmöglich gemacht wird, erfüllt' die ungarische Volksrepublik eine Pflicht, wenn sie in, dieser Frage die Entscheidung in die Hände' der Ententemächte legt. Infolgedessen bittet die ungarische Volksrepublik die Budapester Vertreter dev * Ententemächte, sie mögen biß im Namen des rumänischen Hauptquartiers an die ungarische Regierung gelangte -Anfsordernng meritorisch erledigen. Budapest, 5. August 1919. Im Namen der Regierung der ungarischeH 'Volksrepublik, Minister des Äenßern ' Peter Agostvn. Wis die Rumänen in Angarn hausen. Verbreitung von Bogromstimmnng durch die Rumänen. Budapest, 5. August. (Äel. der „Wiener ^Norgen^,. zeitung".) In Budapest herrscht eine verzweifelte^ Stimmung, die durch das Vorgehen der rumänis chen Truppen immer neue Nahrung erhält. Die auß Anordnung, der Regierung wieder eröfsneten Geschäfte scheinen nur für die Rumänetr geöffnet worden zu sein. Auto tn obile und R io t d t i o n s m a s ch i n e h werden bereits von Bickapest abtranspvrtiert. Telegraph und Telephon sind vollständig in der Hand der Rümänett und es wird keine Nachricht durch'gelassendanrit an ihrem Mrken keine Kritik ' geübt werden; kann.- Das Tragen nat iolialer Kokarden wurde den Ungarn Verb ölen. Nach bewährtem heimischen; Muster versuchen die Rumänen unter der Provinzbevölkcrung eine P o g r o m st i m m u.n g gvoßznziehen) die immer ge s ä h rli ch ere Fo.rme n qnn^nnr«-.

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