Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 196 (5.8.1919)
- Date
- 1919-08-05
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Wiek, Dienstag rvy Wiener Morgerrzeiturrg 5. August 1919 Nr. 196 Minsk von den Polen genommen? Mährisch-Ostrau, 4. August. (Ttchecho-slow. Preßbur.) Wie Krakauer Blätter melden, werden in den Parlamentskrctsen n Warschau Gerüchte über die E r o. b e r int avo n M in.sk mrch polnische Truppen verbreitet. (Die polnischen Blätter haben icreits vor zwei Wochen die Erodernng von' Minsk gemeldet, welche Nachricht jedoch von der Moskauer Tclegraphenagentnr Zementiert wurde. Die Red.) neuer L?l«b polnischen Parlament' Demokratie der besseren Schichten sein, welche in der miswärtigen Politik die Regierung unterstützen wird. Ihre Mitglieder sind Angehörige aus allen drei Paiteilagern. ^ie Einlösung der ungestempelten Banknoten der Tschecho-Slowakei. ' n Prag» 8. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) Ans dem Finanzministernlm wird milgctcilt, daß das Bankamt und dessen »Filialen die n u.g e st e m p e l t e n österreichisch-ungarischen Banknoten nur u zu 507j ihresWertes rinlösen werden. Eine Luftppftverbindnng Böhmen—FranK- " reich—England. 8 Prag» 8. August. (Tel. der „Wr. Mörgenztg.") Das Postmimsterium verhandelt zwecks Verbesserung der gegenwärtig ungenügenden Vostverbindutig mit F r a u k r e i ch und E n gl a-n d. Es soll eine werden. L n f t p o st v e r b i n d int g geschaffen -es Die Abmachungen über d-e Besetzung Rheingebietes. Berlin, 4.^ August. Der „Temps" veröffentlicht den/Text einer am 16. Juni zwischen. Wilson, Clemenceau tmd Lloyd George getroffenen Abmachung, die wörtlich wie folgt.lautet: , v Die alliierten und assoziierten Mächte haben noch nicht darauf bestanden, zu erklären, daß die Besetz ungs per io de bis zur vollständigen Erfüllung die WiedergntmachunL^ktauselu dauere, weil sie glaubten, daß Deutschland verpflichtet werden müsse, alle Beweise seines guten Willens und alle notwendigen Garantien vor Beendigung der Periode von 15 Jahren zu. geben. Da die durch die Besetzung notwendigen Ausgaben eine entsprecherrde Verminderung der für die Wiedergutmachung zur Verfügung stehenden. Summen nach sich' ziehen müsse, haben dis alliierten? und' assoziierten Regierungen durch Artikel '431 des Friedensvertrages festgesetzt, daß, wenn vor Beendigung, der 15 Jahre Deutschlrnd den Verpflichtungen nachtgekommenist, die ihm der FriedensverLrag. auferlegt, die Besetz ungStrupven sofort zurückgezogen, werden. - Wenn Deutschland zu einem früheren Termin den Beivris seines guten Willens und die erforderlichen Garantien gegeben hat, um die Ausführungen dieser Verpflichtungen sicherzustellen, werden die daran interessierten alliierten und assoziierten Mächte bereit sein, unter sich ein Abkommen zu treffen, um der Besatzungsvckriode früher ein Ende zu machen. Für jetzt und die Zukunft sind Pie Mächte, um die Lasten für die Wiedergutmachung zu miKem, bereit, zuzugestehen, daß, sobald sie davon überzeugt werden, die Summe, die Deutschland für die Unterhaltung des Besatzungsheeres auszugeben hat, 240 Millionen Gvldmark nickt übersteigen wird. Dieses Abkommen kann mvdifizmrt werden, sobald die alliierten und assoziierten Regierungen der Ansicht sind, daß 'eine -derartige Abänderung not-' wendig ist. zwischen den Klippen und Riffen der Verhandlungen in den glücklichen Port hätte -steuern sollen. Die natürliche Geste, Nordaus Rat unbedingt zur Mitarbeit me h r a ls jüdischen Renaissance nicht.viel anderes über deren bewegten Lebensgang, .als was ihm die Zeitungen bringen. Zur selben Zeit, da man in der ganzen Welt aus Interesse für die Gesamtheit jede Kraft ausnützte, blieben Nordans Größe, Nordaus Können, Nvrdaus Erfahrung, und Nordaus Ansehen ungenützt. Er folgt nur als' Zuschauer den Geschehnissen! - Das Gewaltige aber, zu dessen Aufrichkimg er die Quadern herbeigrtragen hatte,, die Wiedererweckung des jüdischen Volkes, den ungeahnten Aufstieg des nationalen Empfindens, welches explosiv als Folge eines' kleinen Buches und einiger Reden -ie Welt sich erobert hatte, betrachtet er aus seinem, Winkel mit der Ruhe des Historikers und - mit der Liebe des Schöpfers. . Jetzt tritt er' ins leibhaftige Patriarchenalter. Seinem Verstehen widerspricht es sicherlich, ihm dazu Glück zu wünschen. Denn welches Glück solle es sein, alt zu sein, wenn es auch ein Glück ist, alt zu werden. Aber der Freund darf dem Freunde über die Länder, di« s« noch trennen, wünschen, und darin weiß er sich mit Vielen eines Sinues, daß der jugendfrische Nordau noch ferner der Jahre spotte wie bisher und sich tie bewunderte Schärfe seines Geistes, die alte Klarheit des Denkens, die erschütternde Kraft seiner Rede und' die unverblühte Jugendlichkeit seiner Ueberzeugung bewahre And zu all dem noch: Er möge das erreicht Ziehen, wofür er zu eifern begann, als schneeweiß das/ Haar war, wofür er ferm Bestes gegeben, das Ziest H da» tzroße historische Ziel, uugwitt» U-ii;* m Kosten Bprfghr 9y r-vC heranzuziehen, wurde . nichts gemacht. ’• Seit' zwei Jahren weiß der Mitbegründer .der Dutasta französischer Gesandter in Berlin. Paris, 4. August. (Txl.-Komp.) Paul -Dutasta. der Sekretär der Friedenskonferenz, wird voraussichtlich stäuzösischer Geschäftsträger in Berlin werde». Die deutsche Reichseinkommenfteuer. Berlin» 4. August. Wie'die 'Mörsenzeitnug" meldet, wird die Neichseinkommeusteuer erst im Herbste, in der Nationalversammlung e'nigebracht werden.. Um das Einkommen vollständig zu erfaffen und jede Möglichkeit einer Steuerhinterziehmig abzu- LeistniigssKhicsteit belasten. Das Schicksal Fiumes. ... Paris» 4. August. (Funkspr. des Korr.-Bnr.) „L'Avenir" teilt nach einer autorisierten Information mit, , daß T i t t o n i Mittwoch nach London reisen wird,, um Von Lloyd George die Zustimmung zur Regel ü n g d e r a d tt atif che n Frage zu crbatten. die in allen Einzelheiten btzreits mit der französischen Delegation srstgelegt worden war. Darnach würde die Stadt F i u m e a n I t.a'l i c u fall e tt/ b c rHa f e it c i n Freihase n » it i e r d e r B e r w a l t ü.n'g d e s V ö l k e r b u n d e s w e r d e n. Italien. - würde dafür auf einen großen Teil seiner dalmatinischen Ansprücye verzichten. . Amerika vor dem Generalstreik. Berlin, 4. August. (Korr.-Bur.) Die „D. Z. am Mittag" meldet aus Rotterdam: Der Präsident der amerikanischen Eisetlbahnpersonalvcrwattnug. William L e e, erklärte vor der Nntersuchungskommisstoit über die großen Eisenbahlierausstände, daß Amerika sich infolge der Lebensmitteltencrung an der Schwelle eines grotzenGeneralstreiks befinde. Wenn Kapital und Arbeiter nicht Wege finden, um Hand in Hand zu arbeiten, würden in Amerika N n ruhe it ansbrechen, wie man sie noch nie gesehen habe. < Die tschechische Sprache Amt.s spräche im schlesischeu Landesdienste. Aus,Troppauwird berichtet:Das am 2..August zur Aus" gäbe gelangte Gesetz- und Lerordmingsbla'll für das Herzogtutn Ober- und Niederschlestm veröffentlicht eine Kundmachung, nach welcher die Sprachenfrage im schlesischen Landesdienste geregelt wirb und , als Amtssprache der - DerwaltungskomMission für Schlesien die t s ch e ch i sch e festgesetzt wirb.Ms zur Erjaffung eines Sprachengesctzes amtiert die Landesverwaltungskommission mit, den schlesischen autononten, Korporationen (Gkmemden, Bezirkssiraßenausschnsinst . in der Sprache, -welche ' die Verhandlungssprache der betreffenden Verwaltimgskorporäliott ist. Eingaben von Parteien werden in allen dreiMndessprachen ltschechisch, polnisch, deutsch) angenommen und die Partei erhält die Erledigung in ihrer Sprache, beziehungsweise in der. Sprache der Eingabe.. - WM in allen Preislagen. Revaraturen unter Gamnlie. Farbbänder für alle Systeme, erstNassiger Material. Leop. Kurzer, Wien, Westbahnstraße 23. Telephon 31537. DieR^se der deutsch österreichischen Delegation nach Wien. Die Sitzung des Hsuptauss^usfes. Die „Korrespondenz Austria" meldet: Nach den bisherigen Dispositionen dürfte Staatskanzler Dr.. Renner mit ck>en meisten Mitglieder» der. Delegation Freitag früh in Wien eintreffen,. die Beiräte Dr. Gürtler und Dr. S 'ch ö nb auer möMcherweise bereits früher.^ Von der Delegation dürften bloß die Sektio'nschefs Dr. Schüller und Doktor Eich ho ff, Hofrat Patz an er «und einige Hilfskräfte in Saint-Gerniaiir verbleiben. Man rechnet hier mit der Anwesenheit Dr. Renners bloß von Freitag vormittags bis 'Samstag abends, da die Möglichkeit nicht ansgeschlossen ist, daß der Bescheid der Entente'<nif unsere morgige. Antwortnote bereits am nächsten Montag übergeben wird, wobei der Staatskanzler wieder in .Daint-Germam bereitstehen will,, damit auch nicht die geringste Verzögerung in der Abwick-' lnng der Verhandlungen eintrete. ) Für Freitag wurde vom Präsidenten Seitz bereits der H au pt aus schuß auf 5 Nhr nachmittags einberufen, hoch könnte oie Stunde auf 2 oder 3 Uhr verlegt' werden, in welchem Falle die fjrr 3 Mhr anberaumte Sitzung des Kabinettsrates erst nach dem Hauptausschuß, an dessen Sitzung die Mitglieder des KabinctLsrates gleichfalls teilnehmen werden, stattfinden, also bis spät abends verschoben! werden. Plenckvsitzungen, auch nicht der Parteiklübs, sind vorläufig nicht in Aussicht genontmeit. doch. werden die Klubvorstände voraussichtlich auch nach vem Haupjausschusse, in dem der ^Staatskanzler über die Friedensverhandlungen berichten wird, beraten. , - »» Kleine Nachrichten. Breslau, 4. August. Die „Schlestsche SSottSaeitiuiß“ bericlitct aus Natibor: Bei Dziergowitz stürzte heute vormittags ein wahrscheinlich Polnisches Großflugzeug brennend ab. Die Infoffen, acht Mann, sind tot. Das Flugzeug' barg auch einzelne Brieftauben. Außerdem wurden ganze Säcke rususchen Geldes von Bahstarbeitern aufgel^en. Berlin. 4, August. Das neue Verkehrsflugzeug der,Allgcmcinen Elekirizitätsgesellschaft erreichte am 30. Juli bei einem offiziellen Abnahmcflug 'mit acht Personen an Bord eine Höhe von 6100 Meteni, woutit es einen, neuen Weltrekord ausgestellt hat. 3 Siück 3 bis 4 LEnen Büssing SrrbvenLLons - Type LsstNrageR Wegen Abreise zu verkaufen .' & ." " 18. Bezirk, Quergasse AI, 2/26. des , TWesberichL. AetzLLiche Pioniere in PalLLstiM, Von Dr. Sanel Beer. . - Die urdlte Hoffnung unseres Bottes auf Wiederherstellung staatlichen Lebens iü Palästina reift der Erfüllung entgegen. Schon rüsten - zehniansende Volksgenossen"' aus allen Teilen, dev Welt, in. erster Linie Juden aus Polen, Rußland . Und Nnmäuieü-! um den,Staub ihres Landes von den Füßen zu schütteln, das ihnen,nicht nur keine Lebensntöglichkeiten bieten -..-will, sondern sie noch in bestialischer Weise zit-Täusendeu mit Weib und Kind hinmordet. Für-diese wird das hellige Land unserer Väter eine Zufluchtsstätte und Retckngsinsel sein, die sie von den räuberischen'- Horden der sogenannten Kulturmenscheu befreien wird. Viele.—' und nicht die kleinere Zahl — insbesondere die Intellektuellen wird die uralte Sehnsucht, an dem Ausban eines, jüdischen Staatswesens mitzuhclsen,^ dem historischeni Boden züführen. " ' Auch ausDcutschösterrcich harren Tausende uationalbewüßtev Dicken des Angeublicks, in dem sie sich nach, Palästina ciuschiffen . kölnltcn. Voraussehend, hat das zionistische.-Aktiönskomitee eme Zentralsielle geschaffen, um die jüdische Auswanderung in geregelte Balintu zu lenken. Es soll verhindert Wördendaß Einzelne akA Opfer aüsbeuteuden Handels-, und S chiffahrtg esclls ch asten in die Hände sbllen und zu dev bishertgen Eiittäüschnngen ihres Lebens' eilte neu-: eilcibctt. . » , '.Bei einer so großen Tat, Wie esdie Abwanderung größerer' Massen ist, gibt es viele Fragendie Beratung und Ueberlegungcryeifchen.' Ich will hier «tu. die ärztliche Seite kurz beleuchten.« Etwa hundert jüdische Aerzte, die sich zu'einer Palästinagruppe zusammengesnnden . haben, tragen - sich liiit' dem Gedanken,- ihre Dienste der Kolonisation Palästinas zur Verfngimg zu« stellen. Wie wichtig der Arzt bei derlei Bestrebungen ist,i! kann man am besten aus der leitenden politischen Stellung ersehen, die, um cm Beispiele auznsühren, deutsche Aerzte wie, Nachtigal, Nohlfs, Kandt und Emm'Pascha, die Heroen dex früheren deutschen Kolomalpolitik, innehalten. „Die ' Menschenkenntnis des Arztes allein schon, dem nichts Menschliches fremd ist, befähigt ihn ganz besonders, dem Allgemeinwohle feine*. Kräfte zu leihen" (Lton). Deshalb sollen die Aerzte, deren praktischer! Bsick geschärft ist, mehr Verwendung wei den Verwaltungsstellen fikidm, damit sie darüber wachen> daß die gesiyidheitljchen Maßnahmen- Lei keinem Zweige des öffentlichen Dienstes vernachlässigt* würden. , . , - , Damit die nach Palästina aiiZwanderndeu Aerzte als fach-, technische Ratgeber für das Wohl der Allgemeinheit und zugleich! im Interesse der Besiedlnngsfähtgkeit.und damit der ganzen Zukunft der Kolonisation erfolgreich wirken, das Erforderliche.an*/' ordnen und durchfnh en können, werden sie sich mit allen Fragen' und Vorkehrungen bezüglich der Einwanderung großer Massen tn'-' ein Land, mit dessen geographischer und' hpgienischer Beschaffenheit, den klimatischen Vcrhältniffen, dem Tropenklima, den Tropen*/ krankt)eiten u.^ergl. ' vertraut machen muffen. Im Interesse der Erhaltung der menschlichen ArbeitZkraft, die dem großen Werke der Kolonisation so teuer ist, wird es Aufgabe der Aerzte sein«' Heerschau und'Musterung unter den Auswanderern zu halten, nm die Ungeeigneten, Schwächlichen, und Kranken von der Ausreise abznhalten. Sie waren ein unnützer Ballast und. würden der großen Sache,, der sic gerne dienm mochten, nur' schaden. Sehr notwendig wird auch die Sichtung des Aerztematerials selbst sein, das nach Palästina gehen will. Für die Aerzte werden sich, abgesehen von der speziellen Vorbildnntz, im großen und ganzen dieselben Richtlinien ergeben wie .sstr.^ed^n -anhye».. , Wenn auch, wie der Anthropvlog Maurice Fischberg sagt/ dte Juden Kosmopoliten rücksichtlich der Akklimatisation, sind, tmd, sich auf beiden Erdhälften in heißen und gemäßigten. Landstrichen^!' mit gleicher Leichtigkeit einzuleben vermögen, so ist doch die Beeinflussmtg des menschlichen Or'ganismns durch dte gegenüber der gemäßigten Zone veränderten klnnatischen Faktoren von einschneidender Bedeutung. Die richtigsten Abweichungen, wie. die große Intensität der Sonnenbestrahlung, die größere durchschnittliche Höhe der Lnftlemperatur, das Fehlen*^ Trmperaturgege)tsätze voy Tag-und Nacht, Sommer nnd-Wintcr, die abgegreuzten Regen- und Trockenzeiten, die verschiedenartige Lnftbewegmig, üben einen schwächenden.Einfluß auf den Europäer aus. Dazu kommt die Verschlechterung der Blutbefchaffenheit dttrch den-Wasserverlust bei gesteigerter Schweißabsondermtg. Es entwickelt sich ein allgemein es, Unbehagen, eine charakterlstische Blässe, die wohl nteist auf die ’ überstandene Mälaria zurückzusühren ist. Es treten Störungen der Berdaüuugsorgane und eine gesteigerte Erregbarkeit deS- Nervenstzstems auf. Alle diese,Veränderungen sind-physiologische Lebensvorgänge,- gewissermaßen Reaktion auf veränderten äußeren Reiz. Ein. gesunder Körper, gesunde sikerven- und Atnmngsörgane, eine gepflegte Haut schlagen den eindringen Feind illtmer wieder erfolgreich ab. Die Gefahr, besteht nur-darin, daß dmch.schwächende Soren die Empfängltchkeit für tropische' Krankheiten , erhöbt- , als welche imPalästina hauptsächlich Malaria, Dhsentrtc/, Typhus, Cholera und Trachom zu betrachten sind. Wer, aber nicht von gesunden Nerven ist,, an Malürm oder.Trachom leidet, nicht Enthaltsamkeit, itt hftecho etvener& zu üben versieht — man denke an^ die Neigung zii Tropenkoller *- wer überhaupt schwächlicher Konstitution ist. .der.' gebe den Gedanken an eine Uebersiedlung nach Palästina anf.^ Keineswegs ist der Mensch den .ihm von allen Seiten drohenden Gefahren schutzlos ausgescht. Fremde Länder -7fremde -Krankheitenaber auch geänderte'Lebensweise, die vor allen Gefahren schützt. , Die Aerzte haben sich bezüglich ihrer Konstitution und der ' Willenskraft selbst zu mustern und sich die Schwierigkeit' der Aufgaben, denen sie dienen sollen, eindringlichst vor Augen-zu führen.: Denn/ 6Vary colonisation must be, a doctors and engineers, coloniaation ^cbc Kolonisation muß dasMerk eines Arztes und eines Ingenieurs sei«), heißt cs verändert mit General Lyrd Wolselehs Worten. Der Arzt, der vielleicht irgendwo auf einer Kolonie auf ssW selbst gestellt ist und oft genug den Rat eines Kollegen ' vermissen wird, muß nkcht nur in der kleine« chirur-. geburtshilflichen Technik zu Hause sem, er muß die -Klinik und Therapie. der Trovenkran'kheitcn und/' was noch wichtiger ist, das ganze Gebiet der Hygiene beherrschen. Er Muß den Kreislauf der Ärattlheitserregcr, der Mücken,.- Zecken und des anderen Getieres kennen, das nach neneren Anschauungm der Bermiltler des tropischen KrankheitS giftes. iff,. und darnach die Bekämpfung der Mückenplage aufnchmcil.- Neben, der sozialen Prophyl.--.7e wird mar: den indivsi dnrllrn Schütz berücksichtigen, der jedem durch die :w. Kriege mi> großem Erfolg geübte Impfung gegen Typlmö, Ehoin-a nur Blattern bei beabsichtigier Auswanderung sicher durchg-fführi wird/' - So ivird bei der größten Tat der Weltgeschichte, der Uebcrfiedlung eines Volkes auf seinen angestammtelt Boden, der Arzt nicht den kleinsten Teil des Ruhmes und der. Ehre. für sich .in Anspruch nehmen könne«. Er wird em gesundes Volt verpflanz«» und «iit noch trä'tigereZ herachicheu können. Möge der Tag nahe sein, da das jiid'.sche Volk, das das Problem drL UrbervÄsemL zr.'lösi^n! I'nöei.-'schien, nach unsäglichst Leidor» Lwi-N , 3ahr. r-.miulZe -.i \va Grbp.ttsland znrücklehr«l -----