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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-02 · Heft 193 (2.8.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 193 (2.8.1919)
Date
1919-08-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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I Seite 6 Wim. Samstag. Wiener ÄKorgenzertrmg 2. August 1919 Nr.' m Bühne itnto Kunst. Die Mm&ttit dev Ukrainer. ©re tünstttrifch-P-olitifche Msiion her rrkra mischen Ctautskapell? hat in jenenr Teil ihwr Ausgabe, der dem affgmreinen Urteil zugänglich ist, dem künstlerischen, Volles Gelingen gesunden. An den drei Menden lernte pran die Gaste als Vermittler überraschend hochstehender ' GesangSleistungeri rennen, die dnfm würdigen Gegenstand, der P-flege einer von auserwählten Musikern veredelten natioiralen 'Volkskunst gewidmet waren. Das KrLfttg-Urwüchsiae wie das Zart-Empfindsame des ukrainischen Liedes, die verschleierte Symbolik der Volksdichtung, die auö Andacht, Melancholie und erfrischender -Fröhlichkeit aufblühende Melodik der Musik wir in den Bearbeitungen von Lyssenko, St ätzen ko, Leontvwi-tsch und Stupnytzkyj 'itnvermindert erhalten geblieben. Den größten Erfolg trug wohl der Dirigent/ Herr Ko s ch y tz k y, davon. Er erwies sich nicht ryrr als meisterhafter Interpret, der Werke seiner Vorgänger, sondern lieferte auch mit den von ihm stammenden Arbeiten -den Beweis, daß er zu den bedeutendsten Vertretern dieser Literaturgattung zu zählen ist.' Der repräsenta tive Charakter dieser Veranstaltun gen zeigte sich in der Zusammensetzung des Publikums. Was an Ukrainern , in Wien weilt, von de« Vertretern der! Behörden bis zu den vom Zwang der Flüchtlings- und Fnterniertenlager eben Befreiten, war zusammengeftrömt, um die Illusion der, Heimat und die Lust nationalen Empfindens zu genießen. .Die. fremden Ehrengäste und jene, die das ' Künstlerische an sich zu würdigen gekommen waren, konnten das Fehlen jedes chauvinistischen Zuges registrieren und an. der sympathischen Schaustellung des Zusammengehörigkeitsgefühls eines Volkes herzlichen Anteil nehmen. - Das Beispiel der Ukrainer sollte nicht ohne Nachwirkung auf ähnliche Bestrebungen zur Propagierung!>er Mischen Musik bleiben. Wenn das ukrainische Düturministerium die Argumentation vom Vorhandensti» eines Volksliedes für die Existenz eines ukrainischen' fivlles für zwingend genug hält, um seine Sänger als Vepräseutanten dieses Gedänkns in die Welt zu schien, st ,steht nichts im Wege,, ein Gleiches für das jüdische Polk ins Werk zu setzen, um das Bestehen seiner Eigen- »rt auch auf musikalischem Gebiet, vor aller Oefientfichkeit darzutun.. Die stille Forscherarbeit einzelner Gekörter und Sammler, der Enthusiasmus einiger Kunstfreunde wird hierzu nicht ansre'ichen, wenn.nicht auch die öffentlichen Körperschaften und Fonds in der Pflege der uationabm Musik ein wertvolles politisches .Werbemittel, das die reichste Unterstützung rechtfertigt, erblicken werden. Wien ist nicht nur vermöge seiner geographischen Lage, stndern auch vermöge seines Reichtums an Wissenschaft-! kichen und künstlerischen Hilfsmitteln der günstigste Ausgangspunkt für solche Bestrebungen. Das weltberühmte. t Wiener musikhistorische Institut hat die Forschungen auf' dem Gebiete jüdischer Musik stets gefördsct mck auch derbeabsichtigten Renaissance dieser Bestrebungen s»iye wertvolle Hilfe m Aussicht gesteW. Die praktische Musikpflege wird hier um ausübende Kräfte, die sich in den Dienst der Sache stellen wollen, nicht in Verlegenheit geraten. Sv sehr auch die JntrÄrationalität der Arbeitsweise für die kommende Zeit erforderlich sein wird, st kann Wien als Zentralstelle für dir neue Bewegung von größter Bedeutung werden. Eine Gesellschaft zur Förderung dieser Ziele ist hier in Bildung begriffen. Ihre Werbetätigkeit sei der allgemeinen Beachtung empfohlen. Wenn auch die Arbeit von Generationen erforderlich sein wird, um alles Angestvebte zu erreichen, st könnte doch das eine in absehbarer Zeit geschehen, daß nach dem Beispiel der Ukrainer eine künstlerisch hochstehende Korporation ihre Fahrt «ntritt, nm einem bisher nur gehässig gebrauchten- Schlagwvrt neue Beachtung für seinen neuen Inhalt z» erzwingen, dem »Judentum in der Musik". $ Dr. Konrad Martl. vmm P Ans den Thealeim. Der B e r b a ir d österreichischer T heat e vdirektoreu hielt gestern vormittags eine a « ß v»r ordentliche Generalversammlung ab. Zu dieser vertraulichen Besprechung waren außer dm Wimer Theaterdirektorm nahezu sämtliche Provinztheaterletter erschienen, da die auf die Tagesordnung gesetzten Angelegenheiten ihre Anwesmheit dringmd erforderten. Es wurde vor allem' die ungünstige Lage besprochen, in die die Direktvrert unbedingt kommen werdm, wmu die in Aussicht gestellten neuerlichen Erhöhungm der Lohnforderungen aller Theaterangestellten durchgesetzt würden. Auch , die zu beanstandenden Punkte des Normalverlrages wurdm «örtert. Me Beschlüsse, wurden vorläufig geheim gehalten. Europa", das neuesteWerkGeorg Kaisers, wurde vom Direktor Jarno angenommen., Das Stück gelangt gleichzeitig nn Wimer Stadttheater, bei Reinhardt in Berlin und in Frankfurt a. M. zur Uraufführung. I» der Neuen Wiener Bühne findet heute Samstag die 85. Aufführung von Henri LavedanS „DaS Bett" statt. _ „Ans dieser und jener Wett*. Jüdische Geschichten oc-u Iizchok Leib Perrz. Ein neueS Volksbuch des Mersürs der „Chalsidrschen Geschichten*, das in knappen Ecsiil,langen ein Büd ostjüdischrn LcbenS entrollt. Jnbcllr und Vfcrn; sichern biejer p -.mimlmig größte Popularität. Der llcbcv* t^vCflos :,us dem Jüdischen besorgte Dr. Siegfried Schmitz. broschiert t> 10.--, schön gebunden L 14.—. Zu bezieh« idurch die Buchhaudiling R. L ö w i t, Wien, Fleischmarkt 1. rarrrrMerations- Einladung. . Am 1. August begann ein neues Quartal. Wir bitten unsere Abonnenten, das Abonnement rechtzeitig zu erneuern, damit Leine Unterbrechung in der Zustellung des Blattes emtritt.» Bezugsbedingungen: Für Wien: mit Zustellung Monatlich . . . Kronm 7.— Vierteljährig . . „ 20.— Halbjährig ... k 40.- Gansiährrg... „ 80.— Für die Tschechow Slowakei: mit Postvrrscmd in tschechischer Währung Monatlich . . . Kronen 7.50 Vierteliährkg . . „ 22- Halbjahrkg ... „ 44.— Ganzjährig . . „ 8$.— Für Deutschösterreich: mit Postversand Monatlich.... Kronen 7.50 Vierteljährig . . „ 22.— Halbjährig ... „ 44.— Ganzjährig ... „ 88.— Für Polen und die übrigen Nationalstaaten: mit Postversand Monatlich .... Kronm 8.50 Vierteljährig;;. „ 25.— talbjährig . . . „ 50.— anzjähng ... * 96.— Ginzelexemplav 36 Heller. Mr Deutschland monatlich 5 Mark, Schweiz 5 Franken, für das . übrige Ansland vierteljährig 26 Kronm. Die Geldsendungm Ar die Tschecho-Slorvake! find per Erlagschein an das Postsvarkafimamt P. S. Nr. 150.693 in Prag, für Polen, Wrstgalizien und Polnisch-Schltsien per Postanweislmg an die Wiener Lombard nnd Eskomptebank, Filiale Krakau, für ’ ^Wiener Morgen'eitung", Krakau» Aynek 12, zu nchten. Administration der „Wiener Morgenzeitung" Wien» II..Taborstraße 1—3. Telephon 44.038 u. 43,310. Die Ernährung. Wirtschaftsgemeinschaft jüdischer Festhesoldeter, H.» Castelletzgasse 31, Für 11. Mitglieder wollen der »Wis* unverzüglich ihren dringendsten Bedarf an Bekleidungsstücken, wie Hemden- und Bettsillgschiffon, Zephyr, Wollstoffen, Ngnellen, Trikots, Strümpfe, Schuhe für Männer, Frauen Und Eder, Gradl und Zwirn sowie sonstigen dringeMnoNvmdigen Belleidungswaren' anzeigen. — Der Organisation haben fich bisher angeschloffen: Verband der Angestellten der israelitischen Kultusgemeinde, Verband jüdischer Handelsangestellter und Privarbeapster, Verband 'jüdischer Staatsangestellter, Verband der Angestellten' jüdischer Wohltätigkeitsvereine, . Verband der Angestellten der jüdischen Organisationen, Orgamsätion der 'Angestellten, der Tempel- und Bethausvcreine und die jüdisch-sozialistische Partei Deutschösterrrichs. In den provisorischen Arbeitsausschuß wurden gewählt: zum Präsidenten Herr Karl Leo Goth, Jndustriebeamler. zum Vizepräsidenten Herr Jakob Krausz, Oberbeamter der israelitischen Kultusgemeinde; zu Kassieren: Herr Rechnungsrat Hugo R o b i t s ch e k und Herr Bankbeamter Hugo K o h n; zu Schriftführern : >Herr Karl Blume, Oberbeamter der Bozen-Meraner Bahn und Herr Moses Bier, Beamter des Jüdischest Nationalfonds; zu Beiräten: die Herren Profeffor Dr. Emmerich K o h n, Armenrat L e m b e r g e p, Kultusbeamter Holzer, Postbeamter Herrisch, Postbeamter Sonnensch e i n, KultpSbearnter Dr.. 8 ö w h pnd Tempelinspektor N e u m a n n, Jndustriebeamter K n - f e r st e i n sowie Vahnoberrevidmt Doktor/ G l ü ck l i ch. An der Einrichtung der ersten größeren GemeinlchaWÜche^vrrd jetzt eifrigst gearbeitet. Der Preis deS gepökelten Nin-sleisches. Von amtlicher Serie wird entgegen dm verschieden verlautbartm Prersenfür das gepökelte Rindsteisch mitgeteily daß ein Kilogramm gepökelt^ Rindsteisch L 27.20, also 1 Vs Kilogramm K 3.40; sowohl in der Markthalle, als auch bei den Fleischhauern und Fleischselchern in den Bezirken kostet. ■ Frühkartoffelabgabe. Samstag und Sonntag wird im V. und XL Bezirk */, Kilogramm Frühkartoffeln pro Kopf ßtflen Abtrennung des Abschnittes v der Kartoffelkarte abgegebm. Rudolf Feldfchuh, II., Praterstratze 34. Zuckerabaabe für Juni, Schweizer Schokolade, Tischweine, Mineralwaffer usw. Geöffnet von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends. Kommunales. Die Lungenheilanstalt Steinklamm. Wie . bekannt, ist die Lungenhellstätte Steinklamm von der Gemeinde Wien käustich erworben worden. Vor kurzem besichtigten unter Führung deS Obmannes des zur Inspizierung der Humanitätsanstalten eingesetzten stadträtlichen Komitees Stadttat Dr. Heinrich Grün, die Stadlräte Hackl, Kottda, Linder, Amalie Seidel, Dr. Alma Seitz, die Gemeinderäte Dr. P l a s chkes und Schleifer sowie OberstadtPbhslkuS Dr. Böhm und Sradtphysikus Dr. Freund die genannte Heilstätte. Sternklamm liegt 806 Meter über dem Meeresspiegel, windgrschützt, in einem Talkessel und ist ziemlich gut besonnt, für die Lungenkranken zu Beginn ihrer Erkrankung nach dm bisherigen Erfahrungen eine geeignete und zur Gesundung der Patienten führende Pflegestätte. Die Liegestätten für Sonnenbestrahlung, die Milch aus der eigenen Meierei, die nahrhaften Speisen, die Behandlung auf modernster Grundlage aufgebaut, bürgen für die besten Erfolge. Zur Ausgestaltung der Heilanstalt werden noch verschiedene Einrichtungen und Veränderungen notwendig sein/ die es dann erchöglichen werden, imgefähr l200'Pc>tientm Unterkunft zu geben. Bor allem soll »in Hochwafferschutzdamm die Stätte vor Urberschwemmungen durch die Pielach schützen..Die Kommission konnte fick von dem Wobbbefiuden der Patienten, die sich ans allen Tellc»! der mittleren und ärmeren Bevölkerung-zusammensetzen, überzeugen, d-.e ihrer Zufriedenheit mit der Behandlung durch Aerzte und Pflegerinnen sowie mit den llimatischen Verhältnissen Ausdruck gaben. Jüdischer Sport in Brüm S. K. Malrhabi, Brünn, gegen käntz. Team S. K. Makkabi, Göding-Ang. Hrodifch tz 2 (1 :1). Vergangenen Sonntag fand in Brünn, zum zreiteumal ein Wettspiel zweier jüdischer Mannschaften statt, auch beim . nichtiüdischcn Publikum lebhaftes Interesse hervorri. Das Wettspiel, das aus dem Sportplätze des S. K. Zide;<t stattfand, war in jeder Htnficht ein' voller Erfolg de8 jüdisjen Sportes- Dre Brünner „Eli" trug einen perdienten Erfolg dvon, den fir insbesondere, ihrem schön arbeitenden Angriff zu vnankenhatte- Doch gaben alle Teile -der Mannschaft Bweis guten Könnens mtfr zäher Aufopferung. Aber auch die Mannschaft der Gäste zeigte schöne Emzellelstungei - von denen insbesondere dir Arbeit des porzüglichcn,Tormam s (Hradrsch) . hervorzuheben wäre. Auf der Brünner Seite verdctt vor allem das Spiel der Deckung (Halt) und der beiden Flüge Erwähnung.; — Die erste Halbzeit schloß ttotz starker lieberrgeuheit, des Brünner Mallaby.der viele fichere Chancen vergab, aventfchttdett mit dem Standes:1 ab. .Im weiteren Spielverlaf«.gelingt es dem vottrefflich arbeitenden, Angriffe Brünns . noc - vier Treffer zu erzielen, wogegen die Gäste nur noch ein Tor jr sich buchen konnten. Beide Goale gegnc Brünn wurden aus klfmeterstößen erzielt. Besuch bei günstiger Witterung recht gut. Schltdsrichter Hredicek (Zideniee) ausgezeichnet. /' v. 8.- Die Meisterschaftsspiele der Hadykst \ri döv Herbstsaison.1 Ber der gestern abends im ffußballverbcmd?. stattgefundenen Konstituierung der ll. Klasse wurdm die Meiste^ schaftsspiele ausgelost. Die Temnnliste der Lakoah lautet : 24. August: Nußdorfrr N. C, 14. September: -Stmni, 28. September: Ottakringer Sp.' Cll. 12. Oktober: Sportfreunde,-. 19..Oktober: Ob.-St. Beiter A. C., 26i Oktober: Vvrwärtß,- 1. November: . Blue Star, 9. November: Moviin. 12. November : Ostmark,- 16. November: Beweguna, 30. November: Dvnaustadt, 7, Dezember: Crrcketer, 14. Dezember: Germania, 2t. Dezember: Rot Stern. — Bon den trer blechenden Terminen belegt der Fußballverband nachfolgende Termine mit Beschlag: 31. August: Länderwettspiel gegen Süddeniichlimd, /. Oktober^ Länderwettspiel gegen Ungarn, 23..dWcmder: Cuprundc der U. Kläffe. » : Sportklub Hukoahi Sonntag finden aui dem Hakoak» platzettlebungsspiele sämilicher Maunschaneu statt. Vormittags spielen die beiben Jungmannschaften, nachmittags die!. Reserve pnd l. L-Mannschast. ' lultu. Sonnenbäder Im Qigenen Strombad Kueheiau in Knssderf. (Haltestelle der 36ervLinie, Station KalilenberpeiKlovt der K4anz Josefs-'ßahn). KrngrdN'SkMSMk' .tlutÄßrLiHSll, täglich geBWirek Eintritt nur Mi^tiedra 'freataltet. woselbst auch. Neuaufn^liipen stattlinden. iss Ä\/t Q! Joden DtonsljBR undDonnerelac ab v,7 .Us f l»r MV J O! Scbwimmtraining für MH?,liedqr >m ßiano-Bad. Nähere Auskür ro im Klobhebn, iGafd Iudastriellen, I., Coucjtd aplatz. ■ Der VolksWirt. ■ >. .?.■ Haifas Zukunft. Englische Zeitungen verössentlrchen die Mitteilung, dätt viei englische. Regierung e-ne Summe .von zwei Millionen Pfund Sterling zum Ausbau des Hmtacr Hafens und sift'° andere Palästrnazw'cke berertgestellt hat. Im Anschluß hieran schreibt d'.e Zeitschrift „Palestine^' unter arrderem: Haifa wird >».der wirtschaftlichen Zukunft Palästinas und des Orients üaett;ttmt eme große Rolle spielen, Es sei daran ermner^ daß m dem Httbermvertrag von 1916 England in Syrien die Hafen .Husta vud Alto, dgL heißt also die ganze Bucht von Mo, ftir sich bs-.m'p'-nckuc. Wahrschkiftlich hatte damals die englische Nrairrung kaum ettvaS anderes als die Eignung der'Bucht von Akko ftir eine Marino- Basis im Auge. Heute erscheinen die kommerziellen E'wäannacn stärker als je. Haifa und die Bucht, von Akko sind pekanntlich weitaus die besten Häfen au, der palästinenfischm Külte. Das tpiu noch nicht viel sagen, denn der einzige andere Hasen, »st das durchaus ungenügende Jaffa. Immerhin könnte man vhne große Schwierigkeiten Hgifa und die Bucht vort Akko zu einem Hasen machen, der besser wäre als irgendein anderer an der syrischen und palästinensischen Küste. Beirut ist, keineswegs M"..u^tec natürlicher Hasen und hat den Nachteil, -daß das Mn-ar- bis' dicht an Beirut heranreicht, ss daß der Verkehr in das Innere deS Landes nur über- Bergstraßen oder eine enge Zahnradbahn bewerkstelligt werden kann. Dagegen liegt Haifa an ver Mündung der großen - Ebene Jesreel; der ganzi Verkehr von Galiläa, Samana Md dem Jordantal crgteßt sich nach Haifa. Auch die Erreichung der ttansjordanffchen Hochebene von Haifa aus über das Jarmuktal ist verhältnismäßig leicht, so daß Haifa der Hafen für dieses ganze große Produkt»ottS- Gebiet ist. ' Häfen an der Küste von Syrien und Palästing wurde» jedoch nicht allein den Lokalverkehr dieser beiden Provinzen heben, sondern auch den Handel 'mit dem großen Hilsterlande von Mesopotamien, das eine unadschätzbare Zukunft vor Nch hat. Damaskus wird gewöhnlich der Hafen der Wüste, re* ■ »tonnt. Er' ist zugleich das Handelszentrum s ü i S ü d s y r i e n. Dje Franzosett beanspruchen Damaskus, die Englänber erheben keinen Anspruch' daratif, jedoch wird andereriertZ Dagitzskus von dem arabischen Staat reklamiert. Wenn Danmötsts au Frankreich Mt, so wird dieses alle Mittel gebrauche», um der Handelsve'kehr von Damaskus »n den. Haien vor» Beirut zt .sichen. In diesem Falle, würde vtelletcht hie Verwalmug vot Palästina mit der Verwaltung des küustigen. arabischen Staate! Zusammengehen, um eiü Gegengewicht, gegen .Damassuszv bieten, das den Handel der Wüstcngebtete an sich .zielst mrl auf Ha»fa konzentriert. Sehr wphl könnte B a f r a dieser Punk se»n; es liegt an einem Netzwerk, alter Römerstraßen »»nd hal eine bedeutende Handelsgeschichte hinter sich. Im Wettbewerb ur, den syrischen Handel hat Beirut außer Ha»fa ndfli bedenlkud' Konkurrenten, nämlich Tripolis für Zentralassen und Alexandretv für Norvsyrirn. Falls Damaskus an den arabischen Staat fallt so ivird fern Ha»»del sicherlich nach- Harfa geleni» werden und seiv Wohlstand größer werden als je ztrvvr. . Nachdem jetzt England dle Bagdadb rhu und Mekopotaurie» beherrscht, wird sicherlich die englische flttgietliirg den westlichei Mündlmgspünkt bestmmren, und sichcrlceh wird England eme, ÄinndMasvunkt in Palästina wäble»». Haifa ist von der eualifch«

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