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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-02 · Heft 193 (2.8.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 193 (2.8.1919)
Date
1919-08-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sk. 193 Wien/- Samstag Kolln (Böhme-, gesucht von D.Hmiq, 671 Hastings Debroit, Amerika. 16. Arl und Feige B.Schiffler aus Czernelica. Bezirk Horodenka, 191 in Franzensbad, gesucht von Getzel Schiffler, 122—8 Norsos. 17. Aron Jum aus Stanislau, sowie N. Hessel, '.gesucht von A Jum, New-Vork. TscSecho-slowalrische Beschwerden. Der beschl^nahmts Fleischtransport. — Die rnitzachteten Gesandten. Aus %(i g wird gemeldet: „Ceske Slovo" befaßt sich mit der, BeKagnahme des "für das Persoyal der tschecho--' slowakischen Gesandtschaft bestimmten Fleischtransportes sowie mit dem Vorfall gut dem FranzJosess-Bahnbos in Men betreffend den Gesandm Kali na und den Bevollmächtigten der tschccho-slowaschen Republik in Wien Dr. Flieder und sägt, « unter aderem: Die österreichische Volkswehr "ließ sich gestern z w e ''unerhörte U' ebergriffe zuschulden kommen, welce nicht unerwähnt bleiben dürfen. ‘ f:,: ^Die oft« reicötfcfi c Volkswehr maßt sich an, sich an Sendungen zu t>ei[rcifeti, die für die tschechoslowakische Gesandtschaft in Wien bestimm sind, Md b e s ch l a-g n ach m t sie, wie wenn es sich um Rcksackwücherer oder Kettenhändler handeln würde. Die Volksweh - bat die Proteste der tschechischen Organe und des StacstßsesMrs des Innern Dr. E l d e r s ch ignoriert. Dieser versprüh zwar zu intervenieren, zuckte aber gleichzeitig mit den. Achseln nid machte darauf aufmerksam, daß die Volkswehrmänner kaum'dem Aufträge Folge leisten würden. Es sind dM/merkwürdne Verhältnisse, wenn die österreichische Negierung der Volksweht .nicht befehlen kann, und wenn sie duldet, daß sich untcrgvrdnete Organe bei heflichtem Tage solcher Uebergriffe schuldig Zacken. Noch viel schändlicher sind die Wiener Verhältnisse, wo eS sich um den Vorfall betreffend den Gesandten K a l i n a um den Bevollmächtigten der tschecho-slowaklschen Republik in Men, Dr. Flieder, auf dem Franz Josefs- Bahnhof .handelt. Es rst althergebrachter Brauch, daß man Gesandten^ und überhaupt dm Organen einer Gesandtschaft auf den Bichnen jeglichen Schutz angedeihm läßt. Diesen Schutz, könnten wir seitens der österreichischen Bahnen umso mehr erwarten, als die'österreichischen Bahnen nur mit Hilfe der tschecho-slowakischen Republik existier?«, die sie mit ihrer Kohle erhält.-Das aber kümmert.die Organe dieses geratenen Nachbarn nicht. Die Gesandten Kalina und Dr. Flieder meldeten ihre Ankunft auf dem Bahnhofe an und Pflicht der. höchsten Organe war es, beiden Gesandten emen ungestörten Weg und Schutz zu Mesorgen. Das aber geschah nicht. V.o lkswehrmä Pn er belästigten beide G es andten. undvers'agten ihnen den Zutritt a u f d'en V e r r o n, wobei sie den Protest-beider Gesandte» ignorierten. Es wäre aber, ein Irrtum, zu glauben, daß das bloß ein Uebergriff nicht informierter -und weniger intelligenter Organe sei, die nicht wissen, was sie Um, denn über das Vorgehen der Soldaten war der diensthabmde Stationsvorstandstellvertreter wohl informiert. Um so bedenklicher ist dieser Vorfall und-unsere Republik nmß Gen UZ tuung fordern. Dieser Vorfall beweist, daß es am besten wäre, österreichischen Bahnen tschechische Kohlesolangezuverweigern, solange die Volkswehr und österreichische Bahnorgane auf solche Weise gegen uns auftreten. Wir glauben, daß es sich hier um eine. Aufbauschung eines belanglosen Vorfalles handelt, die nur den Zweck verfolgt, in Prag zu Scharsmachereien, zu reizen. Jedenfalls aber sollte die Volkswehr über die Bestimmungen des internationalen Taktes eindringlich belehrt werden. Sollten Dr. Flieder und Kalma tatsächlich beleidigt worden sein, so kann man darüber nur das tiefste Bedauern aussprechen. Unsere Situation ist derart beschaffen, daß sich auch die Wiener Volkswehr darüber Rechenschaft geben müßte. (Die Red.) , . Lustmord an Mem Schulmädchen. Der Mörder verhaftet. . In Meidling ist gestern in den Vormittagstunden ein grauenhaftes Verbrechen begangen worden. Ein Lustmord an einem Schulkind. Das unglückliche Leiser ist die am 12. November 1969 geborene Tochter Chaklotte des Lederwarenerzeng ers Otto K a r l, Gesellschafter der protokollierten Firma Grünwäld & Komp., XII., Grieshofgafft 12. Der Täter ist der am 7.August 1899 Esterberg-Fichtenhain im Bezirke Schärding geborene BuchbinderMilfe Karl Samuel Haidinger, ein Stiefsohn des Pöstunterbeamtcn Karl Samsauer, XII,, Grieshosgaffe 26 wohnhaft. \ \ *; * : Wir erfahren»über den Fall folgende Einzelheiten: Karl H a i d i n g e r war seit seiner frühesten Jugend ein Sorgenkind seiner Ellern. Sie teilen mit, daß er schon als Kind epileptische Anfälle hatte. Schon früh zeigten sich Spuren, daß er nicht vollsinnig war. So hat er vor sechs Jahren als Vierzehnjähriger im Keller seiner Eltern Brand gestiftet. Er kam auch damals vor Gericht, wurde aber als nicht zurechnungsfähig, und, da die Tat ' nicht ernst anfzufaffest war, freigesprochen. - Als gestern abends die Frau Samsauer hemckchrte, fiel ihr Blick auf einen Koffer aus schwarzem Holz, der an der Wand steht und in dem die Frau gewöhnlich die Stoffe zum Flicken aüfzubewahren pflegt. Bei der Oeffnung hingen Fetzen heraus.- Die Fetzen lagen quer durcheinander. Frau Sümsauer hob ein wenig bie' obersten Stoffe ab und stieß an etwas, das sie als K n r e eines Menschen zu ihrem Schrecken erkannte. Im selben Augenblicke stieß sie einen" Schrei ails und fiel vor Aufregung besinnungslos zu Boden. Nun eilte der Mann zum Koffer und griff nochmals hinein. Er brachte einen Kindcrkopf zum Vorschein.. Samsauer teilte der Hausbesorgerin mit,, daß in seiner Wohnung ein Verbrechen geschehen. Sicherheitswache wurde verständigt. Die. Polizei fand im Koffer mit hochgezogenen Knien die Leiche eines j,nng e n M 8 d ch e n s v o n etwa zehn Jach reu ganz angekleidet und mit Fetzen bedeckt. Werdas Kind war, wußte man alsbald im Hause. Denn im Bezirksteil hätte eS sich schon verbreitet, daß die Tochter Hes Lederwaren-. rrzeugers Karl von der Nachbarschaft seit dem-Vormittag verschwunden war. ' > Man verständigte die Ellern und die Mutter erkannte das Kind an dem selbsigenähten Kleidchen. Da der simge Haidinger, geflossen war, bestand kein Zweifel, daß. er das Kind getötet hat. Der.Mord ist durch Ersticken oder Erwürgen vollbracht worden. Aeußerlich sieht man au der Leiche keine Wunden. Aus einer braunen Decke, die auf einem Divan liegt, ist ein Blutfleck sichtbar. Offenbar hat der Bursche das Mädchen dort ' getötet: und dann in den Koffer gezwängt. Er ist dann um etwa Vall Uhr geflohen. Am spätem Abend hat Polizeiagenteninspektor Kraus' vom Kommiffariat Meidling den Täter auf der M a r r a h i l f e r-, st r a ß e erkannt und dem Kommissariate Meidling jiberstellt. Er wurde einvcruommen und hat ein Geständnis abgelegt. Falsche Patzvisa dev ungarischen Gesandtschaft. Einen nnSg-öbnettebrn Schwindel mit f-Äschen Visa auf gygarischen Pässen hat dieser Tags das Sicherheitsburecm artfg-edeckt. Am 24. v. M. vrhrslt die Berständrgirng, daß mehrere Personensich' gewerbsmäßig damit befassen,. auf at ntzä r ff ch e, ukrainische nnd freutsch.österreichische Msft falsche Paßvisa ür\^. MyMk. .MrA... PU-, sMw..MsAmxfc: jm$Z. Wiener Movgenzertüüg Schwindlergesellschaft in Haft genommen. Ihr gehörten. an: der 38jährige.Graveur und Formensbecher Moritz Weiß, Lsopoldstadt, Pillerstörsgasse Nr. 5 wohnhaft,, der 23jährige- Mekorativnsmaler, Zoltan Schmidt',. der im Gebäude der, ungarischen Gesandtschaft in der Bankgasse. wohnt,' der . 27jährige Matrose Otto Mlhnek, Landstraße, Eslarngasse Nr/ 13 wohnhaft, der- 34jährige Schauspieler Moritz Wagner, Leopoldstabt, 'Taborstraße, Nr'. 5*2 a wohnhaft,^ der 36.jährige Mechaniker Karl Heinz, Prater, Wehlistraße wohnhaft, und die 28jährige Handarbeiterin. RosalÄi K o u b a, die Geliebte des Zoltan Schmidt/die im 1. Bezirk, Kumpsgasse Nr. 3, wohnt. Bei ihren Verhören gestanden alle ein, an den Fälschungen der Paßtftsa beteiligt ge- . wesen zu sein. Nun war in der letzten 'Zeit infolge des Wechsels ans dem ungarischen Gesandtenposten die Ausgabe dev Paßvisa eingestellt Wörden. Diese Pause benützte eben Wagner, um bei dem Formenstechev Moritz Weiß, den er von früher her kannte, die ungarische Lang- und Rundstampiglie nach einem echten. Paßvisum zu bestellen. "Weiß kam dem Aufträge nach. Den Verkehr mit den Bewerbern um das Visum besorgte Wagner; er übernahm die Pässe unö ging mit ihnen zu Weiß, bei dem -die Pässe den Stampiglienaufdruck erhielten. Dann wurden die Bewerben in das ungarische Gesandtschaftsgebäude beschieden, wo Schmidt in seinem Zimmer sie mit Visum und Unterschrift versah. Billig war die Geschichte'entschieden nicht; aber die Leute zahlten die verlangten 500 bis 1000" Kronen gerne! Bei einer in der Wohnung und-int Geschäfte des Weiß vorgenommenen Haussuchung wurden einige gefälschte Pässe, die beiden falschen Stampiglien und einige andere Amts- , stampiglien gefunden. * Soeben erschienen! UHumwiMwa—wqi 3 * : | Die jflucbt j jatb Jerusalem.] 5 Novellen § i , vp» I i 3ah ob Fing ermann. j S - , _ _ | | Preis 4.80. , ' Xi 3 . - i 1 Zu beziehe^vurch , S | - R. Löwrt iverlag i § Wien, 1^ Rotentucmftraße 22.- s s**nnatiaan«EE:K.9aasnniaEBnHn!aB.3aamjNMs BraiorctatitncBiia BaÄerfchnellzngs nach Marienbad und Karlsba^. - Von Montag de>i '4. August angefangen, werden zwisch'm ' Wien F. J.'B. und Karlsbad über Warienbad dreimal wöchentlich neue Schnellzüge " mit durchlaufenden. Wägen 1. und' 2. Klasse in Verkehr gesetzt. Abfahrt vor^ Wien Montag, Mittwoch und Frettag um!7 Uhr' 06 Minukeu früh','Ankunft' in -Marienbad" 4 Uhr 65 Minuten nachmittags; in Karlsbad^ um 6 Uhr 43 Minuten abends; rir^.der 'GegenrichMng Ab-- -, fahrt von Karlsbad jeden Dienstag/ Donnerstag und' Samstags um 10 Uhr vormtttags, von Märienbad um' 11 Uhr 63 .Miü^.- vormittags,'Ankunft im Wien um 9 Uhr 40 Minuten abends. . Die deutschösterreichische Paßrevision und' Revision des Hand- ' gepäckes^ erfolgt in beiden Fahrtrichtungen in.Gmünd, dm tschecho-slowakische in ' Budweis. . Das für Märienbad oder Karlsbad besttmmte oder buf der. Rückreise'von dort nach . Wien aufgegebene- Reisegepäck wirb rm Gepäckswagew irnteä Zollverschluß 'gehalten und an der Grenze nicht revidiert. Die. - deutschösterreichische Staätseisenbahnverwälturlg hat - sich, obwohl .die Kohlenvorräte nahezu erschöpft sind,, einerseits auf dringendes 'Ersuchen der tschecho--slowakischen Regierung, andererseits, in' der Absicht zur Indienststellung dieser Züge ' entschlossen, die deutschböhmischen Kurorte möglichst zu unterstützen, da sie besonders wegen der schlechten Zugsverbindung mtt.Wien und wegen des geringen.Besuches von Kirrgüsten aus Deutschland Heuer mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Der Verkehr dieser Bäderzüge kann aber nilr dann auftechterhalten werden, werm die von der tschechoslowakischen Regierung für diesen 'Zweck zugesagte Kohle»-- aushilfe schon in den allernächsten Tagen eintrifft und dauernd zusließt. Andernfalls müßten die Bäderzüge schon nach ein- - oder zweimaligem Verkehr wieder eingestellt werden. Pogrome gegen Sommergäste im Salzkammergut. Linz, 1. August. .(Korr.-Bnr.) Den hiesigen Blättern wird-, aus dem Salzkannnergut über eine wachsende Erregung der ' dortigen. Arbeiterschaft gegen die Sommerfrischler berichtet. In Seewalchen kam cs wegen der Lebensmittelnot unter der Arbeiter- , schüft zu Ausschreitungen. Dort plünderten, wie das „Linzer > Volksblatt" meldet, ungefähr 26 0 A r'.b e i-t e r zwei . F r e m d e u-g a st h ö f e und bie Villa - eines Linzer Großkaufmannes. Ein Teil der Demonstranten zog hierauf nach, Kammer, wo ein M e i e r h o f überfallen, und ausgcplündett wurde. Als unmittelbare Veranlassung dieser Ausschreitungen wird angegeben, daß die Arbeiter nicht jene Mehlmenge erhielten, auf welche sie Anspruch haben. Anch ln Mondsee gab es klemere Demonstrationen. „ .. >!— mm ■ * Promotion. Gefimmnasgienvffe Fritz S p i.tz e..r wird heute vormittags im großen FestsMe der Wiener. UmverinÄ' zum Doktvr der Rechte promoviert. * Aspern verbietet den Aucksackverkehr. Die Absperrungswut hat eme neue Blüte Meitigt. Nunmchr machen sich . aM Mener>tÄrWeind.ebeLirke selbständig und verbieten die Lebens-,, fl. Mguft19M lafliner Größte Auswahl! Billigste Preise! 640 Leopold Stemhaü,Wien, j., Biberstraße 9. Mittelausfuhr nach den anderen zwanzig Bezirken. Aspern, das! ein Teil des XXI. Bezirkes ist,, hat mit seinen großen, mit Gemüse angebauten Flächen und sein er . Hühner- und Rindviehzücht serts ' jeher zu den Borratskammern'Wiens gehört. Jetzt unter sagen Kontrollorgane den R u ck s a ck Ve r k üj v v o n A s p e r nt nach W i e n. Ist Aspern und Hirschstettcn besteigen die Kontrolle organe-die nach Kagran abgehende Dampftramway mrd konfiszi eren d ie L eb en smitt el, die die Leute in Rnck^ sacken tragen. Es kam d'abei schon zu recht erbaulichen SzeneM und Mehrfach ist es geschehen, daß sich Frauen weigerten, die, Milch, die sie in Können trugen, herzugeben, sondern es vorzogen^ die Kannen von den Schaffnern und anderen Leuten anstr-inken zu lasten. Gleichzeitig soll'-mit dem Inkrafttreten des Rucksackverbotes die Lebensmittelko nsiskation für die aus Aspern „Einreisenden".zur strengsten Regel werden. . j * Die Aufhebung des Rucksackverkehres. Amtlich! lvird bekanntgegeben: In der Oeffentlichkeit ist vielfach die irrige Ansicht verbreitet, daß zur Aufhebung des Rucksackvcrkehres eine; Verordnung der Landesregierung nötig gewesen wäre, während, bisher nur ein interner Rnnderlaß an die unterstehenden Behörden .ergangen sei. Dem gegenüber muß darauf verwiesen werden, da» staatlich bewirtschaftete Lebensmittel — und nur um diese Handels «es sich — auch bisher schon nach dem Buchstaben des Gesetzes selbst in den kleinsten Mengen nicht verschleppt' werden durften^ weil deren Zuweisung an, die einzelnen Verbraucher nach dev Kopsquote strenge geregelt ist. Wenn daher die Landesregierung im April l. I. auf Grund eines Beschlnffes der Landeswirt^ schaftskommiision im Wege eines der Allgemeinheit nicht .. öffentlich offiziell bekanntgegebenen Erlasses an, die unterstehenden Behörden die Mtnahme bestimmter kleiner Menge« . solcher Lebensmittel unbehelligt gelassen hat, so lag hieri» nureine Weisung an die . Amtsorgane von dem Rechte .der Beschlagnahme in solchen Fällen ausnahmsweise abzusehen. . Nunmehr sah die Regierung aus den der Presse bekanntgegebenen Gründen sich veranlaßt, von diesem Standpunkte abzngehen und den Ruäsackverkchr mit den staatlich bewittschastete« Lebensmitteln mit 1. August gänzlich einzustcllen. Nur der Mü»d< Vorrat des. Reisenden selbst für höchstens drei Tage, jedoch mit Ausschluß von Mrlch. die nur für einen Säugling mitgenommen werden kann, darf nicht weggenommen werden. * Heldenhafte Offiziere. Ein Leser schreibt uns : Als ich' in,Jnüsbrnck in die Innsbruck—Bregenzer Zugsgarnitnr umftieg^ saüd ich auf den im Korridor der l.undll. Klasse-Wagen angebrachte« Auszügen des. Eisenbahn-Betriebsreglements bei Punkt 1V, „Hunde und andere Tiere dürien in den Personenwagen nickt mitgenommen werden", blaue Zettel aufgeklebt, auf denen mit schwarzem Aufdruck zu lesen stand : „I n d e n hinaus". Diese Heldentat; soll während der Fahrt von dentschnationaleuOfsi- .zieren vollbracht worden sei. Leider ist es mir nicht gelungen,' die Urheber zu eruieren. ■ * Jrrv alidenkinder. Kinder der Invaliden und' 5kriegs^. witwm werden von der Ortsgruppe II des Zentralverbandes dev deutsch österreichischen Kriegsbeschädigtm aufs Land geschickt. Es werden daher alle Invaliden nnd Witwen anfgefordert. die Bög'nr. in unserer Auskunftei, U., Kleine Sperlgaffe 10 (altes Amtshans),' mögllchst bald ausznfüllen. $ * Kkrssörreirrbrrrch im magistratischen Bezirksamtes Alfergvrrnd. Am 31. Juli, nachts, drangen unbekannte Gaunev in das Gebäude desmagistratischen Bezirksamtes Alsergrund,' Währingerstraße 39. Sie sprengten im Kassenrauine im erstens Stockwerke eine eiserne Kaffe auf mch stahlen u n g e f ähr 12.000. Die Täter haben sich offenbar am Abend des 31. Jnlr ^or Torsperre in das Haus.geschlichen und sind im Laufe der; Nacht in den Kaffenraum gelangt. Dort haben sie die eiserne Kasse angebohrt nnd nach Bloßlegung der Schlösser erbrochen.'' Die Hauptkaffei die sich im selben Raume befindet imd in welches : K 100.000 verwahrt tvaren, blidb unberührt. > * Gefchiiftseinbriiche. Vom Kanal ans drangen Ein-! brecher am 31. Juli nachts in das Lokal', der „Vi ud o->j^ bona", 1., Denis chm eister-latz 2, und. stahlen Seidenstoffes Damenhosen nnd Blusen in sehr hohem Werte. — Am 31. Julr! . nachts haben Einbrecher das Geschäftslokal der Firnra R o s e n-^ Seidengaffe 39, heimgesucht. Sie stahlen Seiden-i ^stöff?/ 14 seidene Damenhandtäschen und andere Warm i-uv - -W ^r t,e-.'v ,o n ll 50.000. Auch die eiserne Kasse zu 'erbrechen^ ',baben die Täter versuch^ doch widerstand sie ihrell Bemühungen^ . Die' Schränker hatten mrt Handschuhen gearbeitet und einen! Zettel mit der Aufschrift „Druck" Zurückgelassen.' Auf die Wieder«!, rlangung der gestohlenen. Waren ist von der Firma'eine 2W> ^ohnnng von 10°/<> ausgesetzt. . . I n d. A k a d. K n l t u r v e r b a n d „J a b n e*^ Rede- und Lesehalle; IX., Türkenstraße 9.; Zufolge Verhindertseini des Herrn* Menachem Frostig findet heute 'der AgadahkurI n i ch t st a t ü Nächster Kurs Mittwoch den 6. d. M., V,? Uhr! abends. — Montag.den 4. d. M., um %7 Uhr abends,, findet im I u g e n d h e i m, U., Obere Donanstraße 9t, eine Aussprache statt, unter Leittmg des' Dr. Eliahu R a v p e p o r t. TheumUnsere Stellung zur jüdischen Politik. — Hebräische A r b e r t s z e n t r a l e. Heute Samstag, 6 Uhr abends. Vortrag des Herm Dr. Chaim T a r t a k o w er im Zionistischen Bureau, H., Zirkusgaffe 33 über „Hapoöl Hazair". -Kulturme r ssan d „I a b n e". R e d en n d L e s ehal l e, IX^ Tmkenstraße 9. , Heute Samstag %6 Uhr nachmittags Dyktvr N. Goldstern: S.emmar für jüdisches Recht. « ' Bereirrsrr^chrichtLrr. » D,r e l n d r s ch e V o lk s b i b l i o t t „S io n" veranstaltet Sonntag den 10. August,' mn 3 Uhr nachmittags, mr^Garten des, Cass „Praterfeü", Hauptallee 5, (nächst dew & em Cyamischaosser-Fest. dessen Reinerträgnis für die. Brblrothek, bestimmt ist. Heute Samstag um 4 Uhr nachmittags wird m unserem Bcreinslokale, U.. Glockengüsse 30, Hekr Dr. M ei et«® eiet über „Das jüdische Heim" vortragen. 7",^ u l t n r s e kt r o n der Vereinigung j n d ich e r E x. v,o r t a k a d e m i k e r. Der Kurs für die kanfmannlschen Fächer.(Buchhaltung, Korrespondenz, kanstnamnsche Arithmetik) beginnt Montag den 4. d.'M., präzffe V«5 'Uhr nachmittags im'eigenen Heime, II., Obere-Donaustraße 1l'l/l3. " V er ern „Zi o n", U., Glockmgasse 30/12. Die erste Mvlyah heute Samstag den 2. d. M.. im 4 Uhr, Ansschiitzsrtzung» um *(sl Uhr DttWedervrrsmnmlrmg. . BitLsfkrrften der Redaktion. Treuer Lefer S4. MeiÄirchner, Dvorak, Stri.cker mrd ei- Vertreter der großdeutschen Vereinigung. ^WBWj«bjui.uihui » 7

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