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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-01 · Heft 192 (1.8.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 192 (1.8.1919)
Date
1919-08-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 8 Wien, Freitag Wiener Morgenzeitung 1. August ISIS Nr. 192 Kommunales. Die Kommunalisierung dsS Nauchsangkehrergewerbes. In der gestrigen Stadtratöni-nng uelltc Bencktiersiaiter Stadtrat S i t p e1 aiilüfiUdr der j)si!>,cgelmig bcr kehrertarift w?gmde Anträge: Der Stadttät erhebt inner der Varausiedring der K'bösmng der Gcliilfenlöbiie und der Emüesinnn der notwendigen f^c'ulfcn nt die Betriebe nani°n-Z und m Bersrc'ung der Gemeinde Wien, '-.n allgemeinen keine Eunncudimg. baü der Nk ü x i. in n l t u r i s für das Rauchfairglchn rgnvnbe b r s n n? W > d er nii c rli v h 1 mürbe; er ips'cht sieb ober > a g c g e n an-3, das; Darisiätze der r r c i c u-$ e r e t it b a r n l? g nkkA-ffftn blerben. b<r!? MC Dachbodengleicke nach ihrer Höbe untcrgk'.eiU werde, nnd das; es, dem Euneiien der Ilifternchmer-aNheinigestcUt sein soll, (‘ei dringenden Umständen jederzeit e'.nen Anschlag eiffzukuben.. Der Stabtrat ftcftt bei diesem Anlässe fest, das; da? Rau cst i ö iu.'' b v e v g e w erbe xn . jenen Dettiebsartev gehört, die fiir bu o m m u it n I i f i e vii.it § obnweiters r 11 f j.u erül'-.ten sind. Durch kZinsiellmig von zirka ''.R.-.mlt-. rangkchieroel'rlien in i't'ldt'sche Dienste und durck Änsitz'iffung des insgesamt und n'.-ftmt-chen Inventar-? iör.n'>' ohne.weiters dft Krhnmg der F-uen'tellcn und'Herde vvei der 6)ems'noe ,Wi>'u in v o l l i o tn nt c n c i n w a n d f r r r er W e r i e und unter geringster Betastung der M.eicr besorgt werden. In Envügnng all dessen beauftragt der Stadtrat' den M v 6 i st r a r lein c n e u e K o n z e s s i o n c n hinansutgcben, beziehunastvei'e feine Koru.ciuonsülicriragUNgen vvrzu» nehmen, weiters alle zweckdienltchr.t Vorbereitung e n r u r K o m m n n a I i s r e r n n g des R a u ch } ö tt g-, k e h r e r b e t r r e b e s i n W i e n zn treffest und diegesctz' Hefte Grimdlage zn erwirken, w v d-u r ck> d e r G ita e t n b f Wien auf t h rem G? 6 i e t e d t c Hebe r n abme n n d D n r cd! u h r v. n. g d e v F c g u .it gder I utt b I c u e r ft elfen a n Zschl i c ß l i ch tragen wird. . * it nt t u r ü b c r- Dsr Marktbericht. Das nordische Pökelfleisch. Gestern gelangte in der G r o ß m alk t h a 1 l e bas erste gepökelte R i n-d f l r i s ch, das aus S ch w,e d c N bei utts eingetrosfen ist, zur Ausgabe, Fürden Detailhandelstanden zur AuZgaban rayoniert' Verbraucher 284b Kilogramm bereit? Das Fleisch, das pro Kilogramm L 27.70 kostet, begegnete, großem, Akißtrauen, wie ja auch bekanntlich das amerikanische Pökelfleisch ' anfangs nur ungern gekauft wurde. Dieses Mißtrauen wird von 'den HgnZn-aüm. mit der' angeblichen gnasitariv u i ch 1 erstklassigen -Beschaffenheit l egründtt. Nach Mitteilungen vonHaustrauen die bereits Geleoenltei; hatten, das nordische Pökelfleisch praktisch m, veriverten, muß dasselbe vorder Zubereitung durch längere Zeit gut n u s g e w ü s s e r t werden. Als Snvpenf'l e i j ch kann cs n i ch r v e r w e n d e t m e r d e n, doch pignet es stch zum Dünsten nnd zur Bereitung von Gulasch. Die Nächstage war gestern schwach. Dagegen wurde P f e r d e° l l^e i s ch. das in genügen Quantitäten an iiiclurayonierke Käufer auf dkm Nafchmarlr ansgegeben wurde, zum Preise von K. 28.—' im Handumdrehen mtsuerfgurt» An frischem Nmdsteisch waren in der Großmarklhalle über 1300 Kilogramm vorrätig. Nach Wursten, die in bescheidenen Mengen angebotcn. waren, herrschte nur geringe Nachfrage. Die G r ü u w a r c it in a r k t e wiesen gestern eiite relativ gute Beschickung auf. Die Zufubren, aus der TsAicho" Slowakei waren wohl ansgeblieben, doch reichtm die Vorräte?m1‘ Deckung des Vcdarses. Die für gestern erwartete H e r a b ° I e tz n n g der G e m ü s e p r c l s t konnte noch st j ch'l d n r ch g e s n h r t werden, da die BerhaMstttgen mit l den GärLnem noch kein PgebmS hatten. Auf dem O b st m a r k t e waren größere Mengen von Birnen, zu sehen, sonst hat sich das Bild nicht geändert.. Bemerkenswert ist, daß Zitronen schon zum Stückpreis-von 56 bis 65 Heller zu hoben sind. (SitTr waren auch gestern nirgends erhältlich. Bevorstehendes Verbot von Fleischspeisen in GafthLnsern? Die Bezirkshauptmannschast Mödling, hak bereits ein - Verbot der D e r a b r e i ch u n g v o n F l e i s ch s v e i s e N inden.Gast hä usern erlassen. Sie hat die Notwendigkeit dieses Verbotes damit begründet, daß es für die Bevölkerung einfach unerttäglich sei, daß sie, wochen-, ja monatelang kein Fleisch bekomme, während die reichen Leute täglich in den Gasthäusern so viel Fleisch essen können, als sie nur wollen. Gestern fand mm in dieser^ Angelegenheit-beim L.a.nd,e sh a n P t m a n it eine Besvrechusg statt, an der die BezirksbauptleMe der Südbahnstrecke teilnahmen, ebmsv Vertreter der Wiener und Wiener"Nenstädtrr Polizei und. der Referent des Ernährustgsdepartements. Der Landeshauptmann stellte die Frage, ob sich eine allgemeine Einführung dieses Verbots empfehle. ES wurden verschiedene Einwände gemacht, darunter der Zweifel, ob sich die Verordnung durchführen lasten werde. Diese Einwendung wurde damit abaelehnr, daß man die Votizngßansschüise der Bezirksarbetterräte bei. der Durchführung bercmziehen wolle. Es wurden auch Maßregeln beraten, um mte etwaige Absicht der Gastwirte, die Lokale zu iverren, energtsch und wirksam zu bekämpfen. Mau cmigte sich schließlich dahm, daß diese Verordnung nicht allgemein von der Landesregierung erlaijen werde, sondern daß die e t n z e l n e N B e z i r k s h a u p t m a n n s ch a f t c n, tm Einvernehmen milden Bczir!Zw'.rt'c!iaflSkümmisuonen,dic aus den Arbiter-, Bauernnnd Soldaienräien zusammengesetzt sind, mit einem etwaigen Verbot vorgehest. In Wien soll die Entscheidung die Gemeindevertrrtung haben. In diesem Sinne dürfte ein Erlaß des Landeshauptmann cs Sevrr noch Hecke hinartsgehen. Der Stadtrat wirb sich wahrscheinlich in seiner n 8 ch st e n D i tz u n g damit befassen._ Kerzenab^abe irn August. Im Ängust weiden ans Grund der alten Petrolenmkarten für Wohnungen und Astermietmtgrir, welche auSichlteßltch auf PetrolÄrmbeleuchtung angewiesen sind, je eine Kerze im Geünchte Mn */*» Kilogramm durch die städtischen Kerzenabgabestelleu ausgegcben. Da die Kerze» mangels Rohstoff im Inlande nicht mengt werden konnten, sondern aus dem Auslande bezogen werden nrnßten. wurde der Veikaustthreis infolge der erhöhten Gestelmiigs^ittn mit 88 Heller pro Stück festgestellt. Uni scldschtth, ü.,?U'i. S!''.-.','Nzer Schokolade, i a. H Uhr früh bi* ■> Ü ,i e al- P t K KN m er K It. o n s- GiULadNKg. Am 1. August begirult ein neues Quartal.' Wir bitten, nufere Abonnenten, das Abonnement .rechtzeitig zu erneuern, bamit, Leine Unterbrechung in der Zustellung des Blattes eintritt. Hurgmrgen: . Für DeuLschZfterreich; mit Postversand r'. Für Mlerr.: . a mit Znstellmtg Monatlich . . . Kronen 7.— B.i»rtrliäbrig> . < Sy.— Hatbjähng . . . ,/ 40.— Ganstältjcig ... 80.— Für die Tschechs- Plvrvaksi: mit Postvexsastdin rschechischer > ' WLbrima; Kronen 7.»D V 22.-H .. 44, Monatlich , Vierteliähng .kalbjäbrig . Ganzjährig i Monatlich . Bierteliährig Haldjältrig . Ganzjährig . Kronen 7.50 „ 22.- „ 44.-. ' „ ®8.-t Für Pslsv KKÄ die übrigen Nationalmit Postversand Monatlich. . Vierteljährig Halbjährig . Ganzjährig . Kronen 8.60 95.—;; 6o.— , .. 96.- GinzelsxetNplar 36 Heller. Für. Deutschland. "monMch 6 Mar'k. Schweiz 6 Franken, für das V ilbrige Biißl»itd vierteljährig 26 Kronen. . Die GMeNdiistgen für -re Tschecha^SlSMaKer sind per Erlagschein, an daS Uostwarkastenamt P. S. Nr. l 60.698 in Prag. für..Polen,r Westgalizien und Polnisch-Schlencn per Post-; anweiümg an die Wiener Lombard und.Esstrrrnfi-kebau!;» Mliule KraLÄ«, kür „Wiener Mvrgenzeitung". Krskuu» Äynek 12, au richten.- ÄtzrKinistmÄoir her '„Wlener Mörserizeitung" Wien» n.vDaLsrftrKtze 1—3. Tpleyhsn 44.03Ä u. 43.316. und Kunst. ■ Al»s den Theatern. Im L n st s p i e l t h e a t e r wird Samstag, 7*3 Uhr nachmittags. zugunsten des Hilfstage'sfÜrJnva lrde, Witwen und Waisen des' Jl. Bezirkes die Operette „D i e tolle K o m t e s s e" mit den .Damen Jungkurth, Flemmich und Seha? und- , dm Herren Olmühl, Berger. Binder. Härtner und Schulhofs gegeben. Karten an der Kaste im Lustspieltheater und im Basar. OLUUl^ ÜVÖ .UU UllaUlllUUIlvlU Ul «U?UlUvU> der bereits anderweitig verpflichtet ist, verabschiedet sich als „OskarWilde".an den drei letzten GastspielabendG heute Freit'ag, 'morgen Sanistag und Somitag den 3. August. Vom SpvvtklNb Hakoah, 2^ren. . Bei der Haloah herrscht reger Sportbetticb. , Sämtliche Sektionen wetteifern in d-m Vestreben. den Sport .in die .iWMen Mosten, zu tragen. Die M'-tgliedmabl des Vereines'wächst von Tag e.« Tag imd dürste in allernächster. Zeit die Zahl - tausend, überschreitest. Sicherlich eine schöne- Z,stser> aber^wch immer vrisschw'nidend klein gegenüberjener, die die dem Sporte Fremden nennt. t In erster Reihe, was Mitgliederzahl anlangt, marschiert die Sch w iiti m s.e kt i o «. Vorläustg bat sie ihre Entwicklung mir der Breite nach genommen, jetzt geht sie daran, ihrer lportlichm Beslimmnig gerecht zu wewen. Die Teilnahme an dem Schm.mmen „Ouer durch Wien"'bildete einen würdigen Auftakt. Jü der.ällmiächsten Zeit werden die Mitglieder der Hakoali auch wieder bei anderen Wett'chwimmen starten, so zum erstenmale am - 10. August itt Pcichtoldsdorf, .wo ein großes Meeting stattsindet. Die F n f) b a l l s e k t i o n rüstet für die kommende Saison. Sie wird die schwerste de§ Vereines seit seinem Bestand werben. Vom ersten bis zum letzten Fußballer herrscht der uttbeugsaine Wille, heüer die Meisterschast zu gewinnen und damit dm Ausstieg ist die erste Klaffe.zu erringest. Seit mehrere« Wochen, obsiegen die iLpieler nntcr der Leitung eines Brrufstramers ciucm ratroneUen Tramivg. Zii dem glästzinben Material des Vereines baden sich neue Spieler gesellt, die es endlich enigeschen haben, daß sie zur Hakoah gehören. Der Verxm wird m der Loge sein, zwei erste, Mann'chasien zu stellen, was auch noNveudig ist, da im Svieljahr 191!»/W Nicht weniger als 38 Meisterschaftsspiele auszmragen sind» D'.e Saison wird am 9. Altgust eröffnet, atn 10. August folgt ein weiteres Nebungsfpiel, wahrend am 15. und 17. August die erstklassigen Vereine Simmeringer Sportklub und Wiener Sportklub Gegner derHakoah sind. Am 24. August findet bereits das erste Meisterschaftsspiel ftott. Die L e i ch t a 1 h l e t i k s e k t i o n hat nach ihrem Sieg im Nelinkamps der zweitklassigen Fußballpereine eine kleine SomUlerdansi emtretoit lassen, obliegt aber bereits wieder. einem eifrigen Traming, um bei ihrem Antreten in Berlin und München, das noch im Laust disees Monates erfolgt, ehrenvoll abschneiden zu können. Auch bet den nächsten Wiener Meetings werden die Hakoabner zum Starte erscheinen. . 'Me H o ck e p s e k t r o n hat gle'rchsM eine schwere, Saison vor sich, kommt doch hcuer zum erstennial wieder eine reguläre Meisterschast zur Austragung, an welcher sich vre Hakoah mit zwei Mannschaften hetetlichn wird. Die T e n n i 8 s e k t i o n, die jüngste des Vereines, hat vor kurzem ihre Klubmeisterschasten beendet, die gezeigt haben, daß die Hakoahner und Hakoahnmnnen schone Fortschritt» machen, so daß sie in absehbarer Zeit auch in dm offenen Wettbewerb werden eiutreten können.. Die T o « r i st, i k s e k t i on hat über den Sommer b«t Betrieb eingestellt, wird ihn jedoch anfangs September wieder aufnehmen. , Erfreulicherweise nimmt in den nächsten Tagen die Schwerathlckikseklion, die fünf Jahre ge'erert hat, den Betrieb wieder auf. Sämtliche Mitglieder dieser Sektion standen im Feldt, nun haben sie sich wledel: zmn regelmäßigen Spürtbelrieb vereinigt. So ist der Sportklub ..Hakoah" einer der, größten Sportvereine der nüheren Monarchie, er gereicht nicht nur dem jüdischen Sporte, sondern dem Sporte im allgemeinen zur Ehre. Dr« M. T. K. in Nürnberg. Auch in Nürnbetg blieb, der M. T. $t, siegreich. Er schlug die Spielvereinigiing Fürth nach überlegenem Spiele 3N (1:0). Der ungarische Meisteb trügt die letzten Spiele in Stuttgart und Karlsruhe aus. Beginn der FuhbaÄsaiso«. Der Fußballverband haf beschloffm, den Sa'.sdnbeginn um eine Woche früher, als ursprünglich festgesetzt worden war, zu gestatten. Daher werden am 10. August dieersten Fußballlvettspiele der Hcrbstsmson stattfinden. Die Areolosung der SNoistexschnstSs-rele der zweite» Klaffe findet heute abends im Fußballverbande statt. Der erste Termin dürfte aller Boranssleht nach der 24. August sein. Der ÄportfiliLb Kädim» bat an den Fußäallverbaud das Anstichen gerichtet, nicht in hie vierte, ,fmibent in die dntte Klaffe' emaeteilt n, werd»'.r. - Bon ncun lveitemt Vereinen liegen ähnliche Sämtliche Anluchcir rjerb w ruV nach, per Gen-wal-- ■' 11 •. Fnßtzallv.'rbandes, d:e am!'. Aiignst s'."!H: - grl rügen. Führunxen drrrch die» Museen. Samstag den 2. d.M. ztoischep 3 und 4 Uhr nachmittags findet in der Gemäldegalerie des k u n st h i st o r i s ch e n M u s e u m s eure fachmännische Führung statt, z» der jedermann unentgeltlichen Znlritt hat, Im Rahmen der vom StaaMmte für Unterricht geplanten volkstümlichen Führungen finden am 8. August für die! Ä^itglieder de8 Unterrichisausschusses v bet* Arbeiterorganisationen fachmämi'.sche Führungen durch die Gemäldegalerie des kunst-, historischen Museums .statt und zwar: 1.' Führung von 2 bis 3 Uhr und 2. Führung von 4 bis 5 Uhr nachmittags. - . Arrsstelluntz Wilhelm Wachtel.. Im Rahmen der „A zch t“, Arbeitsgemeinschaft für jüdische Kunst und Kultur, wird morgen die bereits angekündigte Schaustellung der Gemälde W i l h m W a ch-t e l s eröffnet. Eine wertvolle Bereicherung 12 Uhr und von 3 bis 6 Uhr rm Äüsstellungsraume der Verlagsanstalt R. L ö w i t, I., Fleischmarkt-1 (Residenzpalast), der freien Besichtigung zugänglich sem. , „Die FLrrcht «rus ZssrrscrleM." Unterdiesem Titel ist im. Verlage R. L rt «j i t ein geschmackvoll ausgestätteter.Novellenband von Jakob F i n g e r m a n n erschienen. Preis dcs Buches, von dem auch eine Borzugsausgabe auf englischem Urkundenstoff erschienen ist. ,K 4.80,. — Zu beziehen^ durch R. 8 8 w i t, Buchhauüluttg, Wren, si, Rotentmmstraße 22. GEchtssaal. HochverratsproZetz in Athens Aus B uk a r est wird telegraphiert: Die Agentur „Dacia" meldet aus Athen: Vorgestern wurde der vor einem Monat begonnene große Hochverraispryzeß beendigt. Die Berhandlimgen dauerten 30 Tage. Gestern wurde das Urteil gefällt: Der Advokat Eslm Markusir, gewesener Präsident der^ Kammer, und Bürgermeister S a i a c wurde z u m T o d e, die übrigen Angeklagten zu l e b e^n s l ä n g l icke msch w e r e in Ke r k e r verurteilt. General P a p u l wurde sreigesprochen.. . KshleNuot rrrrd SsZialisierrrKg. ■ Dex Kohlenverbrauch Europas hat vor dom Kriege jährlich ungefähr 700 Millionen Donnen betragen. Jtu Jahre 1914 hat der. Verlust an geförderter Kohle schon 80 Millioneii Donnen betragen, Im Jahve 1915 war ein weiterer Ausfall von 1l0 Milliionen zu verzeichnen; das Jahr 1916 brachte eine Abnahme um lOOMilliöueu nnd die Jahre 1917 und 1918 haben Verlnfte. von je, ^110 Millionen Donnen Kohle aufgewiesen,/wenn die europäische Kohlengewinnung des Jahres 1913 im Betrage von 729 Millionen, als Vergleichsgrundlage heran Mögen wird: Das Jahr 1919 wird nach den bisherigen Leistungen einen T i e,f st a n d ' in der Kohlen-. förderung aufweisen, dep die vorhergehenden Kriegs-' fahre noch wesentlich übertreffen und fstr die. Energiewirtschaft dieses Kontinentes eine besonders kritische Situation Hervorrufen dürfte. ' ' Die Kohlenkatastrophe Europas ist eine der schwersten Folgen dieses Krieges, weil jbte Gescchr nah^- gerückt erscheint, das; wir den durch die wahnsinnige Vernichtung geschaffenen Notständen nicht so leicht;mtb rasch entrinnen werden können. Denn die grundlegende Voraussetzung für die Neubelebung unseres schwer ei5schütterten Wirtschaftslebens, die ausreichende Versorgung mit Kohle, wird auf unabsehbare Zeit nicht in dem Maße gegeben sein, wie sie entsprechend der vor dem Kriege berzeichneten Kultnrentwicklung vorhanden sein müßte. Der Energi'bedarf Europas ist entsprechend der nunnotwendig gewordenen erhöhten Gi'ltererzeugung bedetrLend größer geworden^ Menschliche und tierische Arbeitskraft' sind wesentlich kostspieliger geworden, als sie es früher Waren,, und der Bedarf an maschineller Kraft wird immer-größer, werben. Wir stehen also vor der unabänderlichen Tatsache, daß Europa zum Leben und Arbeiten wachsende Energiemengen braucht und daß es diese aus bedeutend ge» ringeren Mengen geförderter Bodenschätze'decken muß, als es vordem Kriege der Fall war. - Da.s schwierige Problem der gevrbneteti'Verteilung und rationellen Verwertung "der begrenzten Kohlenmengen ist. daher im gemeinwirtschaftlichen Interesse zu regeln, und zwar sowohl von jenen Staatsgebieten, die irn Besitze von Kohlenlager« sich befinden, als auch insbesondere von jenen Ländern, die. keine eigenen oder nicht ausreichenden Kohlenlager besitzen und. aus diesem Grunde die nvtwenbigetz Kühlerimengen ei «führen müssen. , Die Frage der aus beu Wirkungen diese? Krieges notwendig Mivordeuen Neuregelung der 5lvhlenwirtschaft wird in fast allen ouropäischeii Stauten eingehend erörtert. Die Kohlerrnot .Europas, hat aber. auch. gleW

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