Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 192 (1.8.1919)
- Date
- 1919-08-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 192 Wien, Frettag/ r-?r WLettSv MsrgenzerLung 1.August 1919 -Die folgende Inneres vom 2^. Juni 1019 die Arrstvelsrmg der Ungarn aus Derrtsch osterreich. Die mederösterreichische Landesregierung erlaßt 'Kundmachung: Das deutsch österreichische Staatsamt für Md Unterricht hat mit dem Erlasse .Weisung erteilt, jene ungarischen Staatsangehörigen, welche nicht jseit dem 1. März d. I. ihren ständigen Wohnsitz'in Deutschiösterreich Haben, bei Androhung einer zwangsweisen Alißeilciiidffchaffung aufzusvrdern, Dmtschvsterreich binnm einer bestimmten, stürzestens zu bemessenden Frist zu verlassen. Da die bisher hiernach!getroffenen Maßnahmen den beabsichtigten Erfolg nicht erreicht tzaben, findet sich die niederösterreichische Landesregierung bestimmt^ iim Sinne der angeführten WeisMgen des .Staatsamtes für Inneres und Unterricht alle n n g arischen Staat Sjn « g e h o r i ß?», welche nicht schon vordem 1. März 1919 iihren ständigen Wohnsitz in Niederöfterreich begründet Haben,, hiermit aufzufordern,, bis längstens 5. August 1919- $ Dmtschvsterreich zu verlosten. ' ' ' i Gegen jene Personen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten sollten, wird mit Arreststrafen bis zu 11 Tagen und mit. der z w a n g s w e i s e n,A u ß e r.l a n d s ch a f.f n n g vor- -6egangen werden. Personen, . welche nach dem Verlassen . des ddutschösterreichischeu Staatsgebietes, b^iehungsweife nach' der, Außerlandschaffung wieder nach Niederöfterreich zurückkehren sollten, werden in gleicher Weise bestraft und überdtes.mit den Rechts-, folgen des § 323 des Strafgesetzes abgeschafft.' - ^tc Heimkehr unserer Kriegsgefangenen ans Italien. ■: * , Me«, X. August. .Gestern nachmittags 'fand rm a 5h au so eine zahlreich besuchte Ber-sammlun g von Angehörigen ' der noch! immer in italienischer Kriegsgefangailschuft befindlichen Soldaten der früheren österreichisch-ungarischen Wehrmacht statt. .In der Versammlung, in welcher zunächst ein Redner über die Nüdtirvler Frage, zu sprechen der- ., suchte, was" aber tvegen des Wllwrspruches der Teilnehmer junterblieb, Machenmehrere Redner, unter ihnen auch' AbigeordMer-Fvrstuer, über die Berzpgerun'g. derHeim^" Sendung, unserer Kriegsgefangenen aus Italien.. Es wubde be-» schlossen, der /italienischen Waffen stillstand s ko m-< ptrs fron die Wünsche ber^ Versammlung stach' mö gli ch st haschier Heimbeförderuny der Kriegsgefangenen vorzufragen. Die Versammbmgsteiluehmer^ormierten sich! zu einem Zuge, der über die NmgstraßezuritalieuischenMission in der Eanovagasse zog. Eine / Abordnung der Versammlung Mg die Wünsche, der Angehörigen Lar Kriegsgefangenen vor Und' erhielt die Versicherung, daß es'n/i chlt an der italienifchen < Regierung l i e g e,. weM sich'/ die Heinrbeföttierung der Kriegsgefangenen! schleppend gestalte, daß es vielmehr das eifrigf. Bestreben der maßgebenden/ Stellen fei, die Mion zu. iiuem tasch' en Ende zu vrülgen. Die Hindertüsfe lägen zrn derN großen Waggon- und dem noch größeren Kohlenhrangel. In Süd tirol seien bereits' große Massen von KriegsgeMgenen kö.Aze n t r ie.rt,>.. welche .nüt .turstichster. p.ofchlennigunsobald es die Verhältnisse nur irgendwie« gestatten, heimbefördert würben.. Der Vertreter der Mission gab der Meinung Ausdruck, daß' gegen Ende Augü st der grö ßte Teit der Kriegsgefangenen in ihrer Heimat sein dürfte. Die Versammlung nahm diese Mitteilungen, welche ihr von. der Abordnung üderbracht wurden, Mit lebhaften Kundgebungen, -für die italienische Mission zur Kenntnis, worauf sich'der Zug anflöste. 'Zu irgendeinem Zwischenfalle ist es nicht gekommen. - Die Kohlenrrot. Ist die Kohlenkatastrophe Unmittelbar bevorstehend? ' ' Der einzige Lichtpunkt in der Situation unserer Kohlen- , Versorgung ist noch die Berechtigung, mit der die obige Frage gestellt werden. kann. Daß nicht heute schon diese Katastrophe unabänderliche Tatsache ist. Im übrigen ist die Kohlenlage trostloser denn je. Las dahin vegetierende Elektrizitätswerk erhält von Tag zu Tag die spärlichen Reserven der Balmeü und frettet sich so eben durch. Die vielseitigen Versprechungen unserer Nachbarstaaten, vor allem der Tschechen und der Polen, wie auch die Zusagen aus OlMschlesien. sind bis heute .in keiner nur irgendwie Kemerken'swerten Weise verwirklicht worden. Die Zufuhren an Kohle find, wie nns im Staatsamt für Arbeiten mitgrteilt wird, andauernd lächerlich gering und die drohende Katastrophe tst nicht gebannt, sondern sie droht Ms jeden Tag vor eine vollendete.. Tatsache zu stellen. Alle Vorstellungen bei den maßgebenden Stellen < sind erfolglos geblieben, alle Kohlenavisos, die mit apodiktischer Bestimmtheit gegeben wurde, ja die mit.Sicherheit,gemeldeten stärkeren Zufuhren sind ausgeblicbcn und die Elektrizitätswerke, leben von der Hand in den Mund. ■■ Was daraus werden soll, weiß niemand. Unsere LebmSnnttelvrrsorgung erscheint arg bedroht, wenn durch die Stillegung der Elektrizttätswerke der Strom' den Lebensmiltelbetrieben entzogen wird. Auch eine Lahmlegung unserer Industrie wird die Situation Wiens aufs äußerste bedrohen. Nicht mehr katastrophal» aber immer noch sehr ernst. . Durch das Eintreffen einer größeren Menge polnischer Kohle hat sich.die' Kohlensituatüon augenblickltch etwas gebessert. Der Kohlenvörrat der Elektrizitätswerke ist auf '4961 Donnen, das-ist daN Doppelte dessen, was am 21. Juli zur Verfügung stand, gestiegen, so. daß man auch von einer Besserung in der .Situation dieses Unternehimns sprechen kann, obwohl ^der Kohlenverbrauch der Elektrizitätswerke täglich steigt.. Die Situation erfährt auch durch die aus Berlin ein- Itzetrvffenen Nachrichten eine gewisse Beruhigung, daß der 'Vertrag mit Berlin bezüglich Lieferung vberschlesischer Kohle nach Deutschösterreich in den nächsten Dagen schon zu/wirken beginnen soll. ■ , " I Es ist aber angezergt, twA all der getvoffenenj lMaßnähUren, mit RÄckstchk auf die hermmahende kalte Jahreszeit sich nicht in allzu optimistischen Hoffnungen zu wiegen, denn die nötige Haus- und Küchendran dkvhle kann in den nötigen Mengen Die/ europäische Kohleukrise. ' "' ''' Der N.ew-Norkcr „Evening Sun" veröffentlicht einen Bericht seines Pariser Berichterstatters über' die europäische Kohlenkrise. Die Kohl'enkrise wird in diesem Winter größer sein als in irgendeinem der .Kriegsjahre. In keinem Laude wird so viel Kohle ge- ,Wonnen toie, ivährertd'des'Krieges, wo. diese Industrie von VdegierungS tvegen organisiert war.-IN den neuen . Staaten ist g ro ß e D"e morali s a. t io n. Die Köhlenfrage ist eines der Hauptarguinente für Frankreich und Italien, dk alten wirtschädlichen Bezi ehungeu mit den anderen europäischen Ländern ehestens wieder au f z u u t jj m e n. Wer aber Europa mit Kohle versorgen 'wird, ist rwch nicht geklärt. Großbritannien kann nur 23 UUionen Tonnen ausführen statt r7-7t Millionen iru letzten Jahr. Deutschösterreich, sagt, es habe überhaicht keine Kohle und könne keine erhalten, da die Tschechen' ihr Mbkomyren nicht einhalten. Polen behauptet, wegen der! allgemeirreu Desorganisation um mindestens .8/Millionen Tonnen Kohle zu wenig zu haben. /Die Tschechen veranschlagen chr Defizit aust 5 Millionen 'Donnen, was um so ernster' ist, als Bayern immer viel tschechische Kohle erhielt. Die italienische - Situation ist am allerschlechtesten. .> ■. * Fasttag in Kischinew. -Aus Bukarest wirdNclegräphmt:. Die Ageutur „Dacia" meldet aus K i s ch i n^e w Wegen der Judenpogrome in der Ukraine ordnete der Rabbiner T ir elio u in Kis ch i n c m an, daß am Donnerstag den 31» Juli, alle Juden fasten und'Gebete verrichten nnüfsen. Professov Marmorelr über -Max - Norda«. Montag den - 4. Angüst -um Vg8 Ahr abends findet in der' Produktenbörse, H., Tyborstraße 10, der von. der Kultursektion der Vereinigung jüdischer Expovtakademiker ' veranstaltete erste .Vortrag vom Nordauzhklns statt. ' .Professor' Alexander l (t r m o r e k spricht über Max N o r d a u (anläßlich seines 70. Geburtstages). Karten find zu haben in. der Adnnnistration der.„Wiener Morgenzeitung", H., Taborstraße 1/3, m der Bnchhandlüng Löwit,.. 1, Rotenturmstrnße 22, und im Jüdischen Hochschulausfchuß, % IX., ^Uferstraße ■ 28. Raum nur für- ' 600 Personen! , ' i / « Die Schweizer an dieöWierrerH Kinder. Die „Hufsaktion für jüdische Kinder für cmett Ferienaufenthalt in der Schweiz" 'erhielt aus der Schweiz nachstehende Mitteiümg: „Die. , ,Großcltem' in der Schweiz danken ihren Mener Kindern' herzlich für die rührenden- Dankhriefe,. - die spätey ernzeür beantwortet werden - rmd,senden 'all den/lieben Kleinen, die sie-in ihr Herz geschloffen haben, herzMe Grüße, hoffMd^-bakd Gelegenheit zu-häberr, ihre Lieblinge gesrmd wieder.zu sehend * Deutsch österreichische Aerzle füv unsere Kriegs- * gefangenen in Rutztand gesucht. Um den bisher noch in Sowiet-Rußlaud 'tätigen deulschösterreichrscheu -ehemals kriegsgefangeneu Aerzten die Heimkehr zu ennöglichm, ist Ersatz derselben -notwendig. Für die Ablöfimg kommen ungefähr 20 j ü n g e r e -A e r z t e, darunter etwa .zwei mit besonderem Organisationstalent in Betracht. Nähere Auskunste find bei der Reichsorganisati'on der Aerzteschast Deutschösterretchs -in Wien, %, Börstgcffse 1, zu etlaügen. . .. - % , Kauzlei-Erösfurmg. Rechtsanwalt Dr. LeoMa bi « o-s w:i tz.h'äksmre Kcaizlch-^'PraMftlWeW)/ -9Kj--‘- “ ” * Nerre MinimaLpveise der Lohufuhrmerker. Die Genossenschaft der Land- und. Stadt-Lohnsuhrwerker in Wien hat in ihrer letzten Ausschußsitzung, mit Rücksicht "aus die gesteigerten Regien, insbesondere durch die Lohnechöhungeü des neuen Kollektivvertrages mit den Gehilfen sagende PreisausätzL Mä'nimalprsise) . für geleistete Wägenbeiftellung ' beschlossen. 1. M o n a t s.w a g e n inklusive Kutscherzulage K 3600 bei , zehnstündiger Benützungsdaner. 2. Bahn f ckh-^r e « (zwei- 1 spünnig) in der Zeit von 7 Uhr früh bis 8 Uhr ahends nach Zeitdauer Md^Wegleistung von X 50 vis X?o. 3. Hochzeits- Fuhren von X 60 bis X 100. 4» Wagm zuLeichepb e g/ä n g 'n i s s e n von X 80 bis X .120 : für den XXI. Bezirk sind separate Preisbereinbarungen zü treffen. Diese Prpisansätze, welche. als Richttzveiseä' gelten, treten heute den r 1. August in Wirksamkeit, * Nachtlokale» Varietös, KabavettS und Bars schließen um 11 rLhr. Infolge Interventiondes Prästdenterl der Artisten- und Bolkssängergenossenfchast Hercrr Bartes beim .Staatsamt für öffentliche Arbeiten, wwd es-de» Jnhabem aller Lokale, die tagsüber geschsvffen sind/ ah heute gestattet' sein, ihre Betriebe' bis 11 U h r n a ch i s offen zu halten. In' Betracht kommen V a r i e t ö s, K'a b ä r e t t S,' Bars und sämtliche Nacht lokal-e. Die Verfügung wurde getroffen, um den A u g e stte l l t e n höhere Verdienstmögllchkeitm zu. geben. * Die Siebeu-MilliouenbraUt. Auf eine nicht mehr ungewöhuliche Art wurde ein steirischer Gutsbesitzer das Opfer -eines Heiratsschwindels. Im Herbste 1916 machte er hier die Bekanntschaft einer angeblichen FcwrikaNtenswitwe namens Marie W-e i'd^in ger, die sich als Besitzerin einer Villa auf der Hohen Warte und zweier Fabriken m Königmhof und Jägerrworf ausgab. Im Verlaufe der langen Bekanntschaft hatte der-Gntsbeswer X 200.000 für seine „Braut , ^welche angeblich auch über sieben Millionen Kronen verfüge^ verausgabt. Die Witwe blieb plötzlich verschollen und eine Frau.Zischka, Gastwirtschaftsbesitzerin in der Josefstädterstraße 65, durch,,! welche der Gutsbesitzer seine Braut-kennen lernte, überbrachte ihm eines Tages leine schwere eiserne Kassette zur Aufbewahrung, in der sich angeblich Schmuck ' ’ und Wertpapiere der Frau W e i d H w o c r in der Höhe von drei Millionen Kronen befinden sollten. Da nun wieder Wochen und Monate vergingen, ohne daß Frau Weidlmger sich meldete, öffnete er die Kaffette nnd fand darin — zwei große, sckuvcre Steine. Jetzt erst bemerkte der Gntsbesttzer, daß er das Opfer eines Betruges war. Er erstattete die Anzeige und der Sicherheitsbehörde gelang es, die „Siebm-Millionenbraut" zu verhaften. Säe heißt wirklich Marie A r t n e r und ist die Frau eines Kellners in Hietzing. Auch Frau Z r s ch k a und ihr 24jähriger Sohn, Georg.Zifchka, welcher in dieMffäre verwickelt sein soll, wuche in Verwahrungshast genonmren. » .Größte Auswahl!^ Billigste Preise kt'' ««» „Biberstraße S. ——.—^— -:-:-:-:-—i 5^ KündigunAsbeschranÄuntzeK. Die sortschreiterw« Berminbenmg der Kaufkrait unseres Geldes im.-Zusammenhang mit der in letzter Zeit durch Kollektrbverträge festgesetzten Erhöhung der Bezüge der Angestellten har dieMndi-ge Delegation der gewerkschaftlichen AngestelltenorganisativMN veranlaßt, beim Stacklsamte. für Jnstiz eine entsprechende Erhöhung der für die Kl'mdigungsbcschränkuugeu maßgebenden - GchaUsgreiize von. X1250 monatlich zu beantragen. Das Staatsamt für Justiz'hat nach Dltrchsührung einer Enquete diesen AutragdurchPie heute im Stapts-' .'gesetzblatte verlautbarte Vollmgsanweisung Rechnung getragen« wodurch die GehaltZgrenze auf X 2060 moitaltidj erhöht wird. Diese Erhöhung hat insoferne rückwirkende-^Ki'aft, äls ' die seit Kundmachung der letzten Vollzugsanwcisnng über die Kündigungsbeschränkmigen erklärten Kündigungen außer Kraft gesetzt werden/ es sei denn, daß mir Tage'deZ Wirksamkeitsbeginnes der neuxn Vollzugsanwemmg -der , Dienstnehmer bereits^ abgefertigt nnd . demnach das. Dienstverhältnis durch Einverständnis beider Teile gelöst war./ ' ■ v j * ÄAfhebttug kriegsWirtschcritlicher Vorschriften- Mit einer in 'der heutigen „Wiener ZciAng" erscheinenden Voll» zugsAnweisung des dentschösterreichischen 'Staatsamtes für Handel und-.Gewerbe, Industrie und Bauten, betreffend. die Aufhebung einiger kriegswirtschaftlicher Vorschriften - werden 58 Verordnungen kriegswirtschaflücher Natur aufgehoben. Erwähnt fei beispielsweise die Aushebung der Verordnungen betreffend die Verpflichtung zur Anzeige' von Betriebseinrichtungen uns bestimmten.Metallen und der Gegenstände ,aus Blei, ferner der Verordnungen betreffend die Anzeige von Werkzeugmaschinen, betreffend die-Vorschriften übe« d,en Verkehr ..in Werkzeugmaschinen, die Anzeige-von Maschine» und Kesieln, betreffend die Vorschristm über den Verkehr rpä Rohgummr, Guttapercha, Balata- Gummimischmtgen, Gummilösungen undbetreffend den Verkauf .von optischen Instrumenten Md dergleichen mehr. j Hvstestvers ammlrrng gegen den BanksrottfLieden. des „Währmlgsschutz" , . Heute- Freitag den 1. Augusts 6 Uhr nachittags, findet eine vom „Hührungsschutz", -Verein zur . Erhaltung des Volksvermögens, einbenrfeue und ledermcmn frei^ zugängliche Maffeuversammlnng im Großen Saale des Mlitär- -ckasinos, Wien, 1., Swarzenbergplatz 1, statt. Diese verspricht, sich 4» einer machtvollen Protestkundgebung gegensdie absolute Un-j Möglichkeit des Bankerottfriedens für St^rat und-Volk zu-gestalten^ Zu dieser Protestverfammluug wurden auch Delegierte der'hiev weilenden Entmteurissiomu geladen. # ■ * Dev Rucksackverkehr. Wie mitgeteilt wird, dürste dasi für heute angedrohte Verbot des Rucksackverkchres ' vorläufig^ n i ch .t i n . K r a f t t r e ton. Wir empfehlen aber'jedenfalls -Hen Parteien, die derzeit auf denr Lande-wohnen. sich bei dem zuständigen Brot- und Mehlkonunifstonen einen G e n e r a H a usffuh rf ch ein zu verschaffen, den sie 7mf Grund des- Nachweises, daß sie ans dem Lande wohnen, erhalten müssen.! ' 4? | > ■ * Poftverkehr mit Kriegsgefangenen i« Sibirien» An die österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen in Sibirinr! können von jetzt an, auch Postpakete mtter den für Kriegsgefangenenpakete tm allgemeinm geltendeu Bedingungen auf denej Wege, Schweiz—Frankreich—Bereinigte Staaten . Amerika—', l ^Wladiwostok versendet werden. 7 /* LtL (Pjuavtaum mit offizieller Unterstützung der tscheoho-slowafc. Vertretung) Anelcflnftö wegoii Geldtiberveirung, Bostollung vbn Logis, Solmellzugsverblndung. AuskOnfto Im Bursau der Kürpnoht^osellcohaft CfRTRAL - WECHSELSTUBEN-- A. -Q. Wien, X.» Bauferamarkt Kr. IV. . Der Zugsverkehr in dir böhMifchsn Bader. AnK 'Prägtöird berichtet :' - Vom 4. August angefangen verkehren dick Väderzübe Gwünd—Karlsbad—Marimbad Montag, Mittwoch und Freitag. Von Marieubad—Karlsbad' nach. Gmünd Dienstags ^'Dormerstag und ' Samstag. Es werden Maßnahmen getroffen^ daß das Reisegepäck in beiden Richtungen m-den Zugstationen,! .die Reisendm selbst und ihr Handgepäck in'Budweis abgrsertigt! werden. ' / .». ** BaAouuugMck. >Jm Prater -ist * heute iw chmittügs ^nnterder Führung des Piloten Haüptmanns Alfons 'Till ein -Freiballon ausgestiegen. Der Ballon fuhr über den Donaukanal und. in der Richtung über Kaiser-Ebersdorf. Um 3, Uhr setzte heftiger- Regen mit Wmd ein nnd faßte den Ballon und-trieb ihn vor, sich. In der Nähender Kaiser-Ebersdorfer Artilleriekaserne wollte Hauptmann Till eine Notlandung vornchmen. Der Wind drückte den Ballon bei einem Gärtnerhaus gegen den Erdboden und, stieß ihn mit solcher Wucht nieder, daß. die Insassen Verletzungen! erlitten. Bloß der Pilot kam unverwundet davon. Der 92iähnge' Tanzschulmhabcr Franz K u b i.c e k, XkV., Mariahilferstraße'lOS! wohnhaft, hatte einen Bruch der Knochen des linken Asfttelfnßes erlitten, der 50jährige Kaufmann Ludwig Umlauf, Inhaber: - d'er Metallwarenfabrik Rudolf Souvsl, , erlitt eine Wunde am Auge und. Quetschungen am Rücken. Seine Gattin, dre 30jährige! Marie Umlauf, kam.mit einer Prellung des linken Fußgelenkes davon. Die Rettungsgeselffchasl leistete den Verunglückten Hiffei, und brachte Kubicek, ins Sofienspital, - das Ehepaar Umlauf ir» seine Wohnung, VI, Webgasse 5. . > j Kaffeneinbruch irr der Handelsakademie.. In der! Nacht zum 80, Juli wurde die. im Sekretariat der Handels-! akadcmie, Akademiestraße 12, befindliche eiseme Kasse nach Bloß-! legung der Schlösser an der Vorderseite erbrochen. G e stöhlew wurde ein B a r o e t r ä g von X 100.000, das. Gehalt für das , Lehrpersonal und die Bedienstetem Die Einbrecher dürsten nachts das Haristor mit Nachschlüssel geöffnet oder sich anr Vorabend, : ins Haus geschlichen haben. Aus die Ergreifung der Täter ist eine B el o h n u n g von X 5000 und außerdem von'5^' des zustandegebrachten Betrages ausgesetzt. ' . - 1 Vortrage and Versammlungen. Jüdischer Turnverein Makkabr^ Wien XVII. (Jnngjüdische Sektion.) Dienstag den 5. August um 7 Uhr abends wird Herr Dr. Egon Zw erg über „Die Entwicklung des Zionismus" sprechen. Vereinsnachrichten. Ziont'stische Bezirkssektion Brigittenau. (Jugendgruppe.) .Heute Freitag - um 7 Uhr abends» findet im Vereinslokale, XX., Karl Meißlstraße 5/1, die Zusammenkunft der Wanderer und Wandrerinnen der Wandergruppe statt. Anmeldungen für die Wandergruppe werden täglich von 6 bi^ 7 Uhr abends eutgegengenommen. — V e r e i n „Z i o n", W 11«. (Jugendgrnppe.) Sonntag .den 3. August veranstaltet der Verein einen gcuieinsamen AnMig fester jugendlichen Mitglieder nach Salmannsdorf. - Treffpunkt: Pötzlemsdorf, ^Endstation der 4ler-Linie, präzise 3 Uhr nackimittags. Bei Regenwetter versammeln sich die'jugendlichen Mitglieder um 3 Uhr nachmittags M Vrrenislokale, ll., Glockengüsse 3g. — Zion i st i s ch e B'e z i r k s s e k t i o n B r i g t tt e tt a,m Heute um 'V Uhr . -abends findxt ,eine Besprechung der 'Wanderer nnd Wmidrerinneu der Bezirkssektion Btigiitenan im Vereinslokale. XX., Katt Meißlstraße 5/1, statt. Anmeldungen sind taillich. von 6- bis 7 Uhr abend.S im Vereinslokale. ' v ■ fpwgEäsnfeaii-"