Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 189 (29.7.1919)
- Date
- 1919-07-29
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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I Wiener Morgenzeitung 29. Juli 1919 Nr. ISS DZZ Ziele Msersr ANslKNdspMLik. - Et« Vrtef Dr. Re««ers E a i n t - G e r m a r n» 88. Juli. lKorr.-Bm.) GtaarÄanrler Dr. Nenner hat von Samt-Germam ein Schreiben an den Präfidmiv» Trrtz sichtet, in dcm unter anderem so» sagt wird: Der Kampf in Sami-Genncnn erweist sieh, als weit s Ä w i e r i g er» als selbst die Pessimisten gedacht haben. lSine Maner vvn Bov- und Fchlmittlen ist geyen unier Volk im AnSlande ausaerichtot. Man kennt dort nicht die staatsrechtlichen Verhältnisse, unter denen eS zu leben g^wungrn war, ahnt nicht den Grad seiner EinsirchlssiMt auf die Geschicke deö Reiches, macht es für das Unheil des Arieges vercnttwsrrllch. Man belaste^ es mit der S ch n l d an einem Kriegs der von der H o f- und M i l i t ä r k a m a r i l l ä im Dienste der magyarischen Oligarchie, im Dienste der Wiederherstellung PslenS, im Dienste der klerikalen Richtung der Jugoslawen unternommen wurde und der mit u n s r r e m G rr t und Blut geführt wurde. Aus mm Opfer dos Krieges ist der Gchuldige gemncht worden. Daher bestcht die Gefahr, daß Msrr Bott, daS nicht mit dem frjjhrr herrscherrdeu verwechselt werden darf, durch die erste Instanz, durch den bevorstehend?» FMens-vertrag m Samtschuldig gesprochen wird. Man muß sich arr Herr PrSLsiLmLeri Geitz. ' ■ - \ mit dem Gedanken vertraut nl irchen, daß dieser Friedensvertrag noch kein Instrument deS ReichteS, sonder« eine Schöpfung des? Kriegesftfat wird, der bekMnttich immer mehr Unrecht ichafft als er tilgt. Deshalb allein wirdunser Volk n - ch n i ch t dem z w e i f e i n, solange eü die Berufung an eine höh e r e I « stau» offen steht. Diese höhere Jnstan;kann der.Bölkerbuüd werd e n, wenn, kr sich tatsächlich zu eurer f r i c V l i ch e n Vereinigung aller' abLNdländischen AkulturvöUer auf der Grundlage der Freiheit und Gle-chheit weiterontwrckelt. Demschösterreich kann ist de^ Lage, in der es sich befindch kaum leb«: und also umso wen t g e r wirksam a u sw K r t i g c P o l i t i! machen, Freunden helfen und. Feinde» trotzen, ES kann nicht anders, als sich per-. I r a u en sv o l l d em G S11 e r b u n d n»d seinen Enischeidmrgen überanmorten. LVach meiner Auffasiung wird eS in die Politik der. Großmächte si'ch n i ch t e i n m i f ch e n, noch die Rivalitäten feiner Nachbarn teilen, eS wird nicht Großmachtnoch auch NachbarschaitspolW machen, sondern ansschließlrch Völkerbundpoljtik. Es braucht Nutze und wünscht in keme der Affären EumpaS verwickekt zu nscuden, am allerwenigsten aber embezogen zu werden in den erweiterten Balkan,., zu dem sich der europäische Südofir» zu entwickeln droht. Die EittsLtzUM tlnm S Ist M: 'iM' Wie die Kriegshetzer Pe« Friede« ssHMerle«. Weimmr, W. Juli. (NMionalvv-samnilrmg^ Das HgM f-tzt die politische Aussprache fort. RerchZminister drS Innern David «klärt : Die Frage nach der Schuld am Ausbruche deS Krieges, usch der Verantwortung Hkfeim Berlängerung und fein« Verlust bewegt heute alle Telle deS demiche» Volks auiS tiefste rmd deshalb hat die Aesierrmz den drmgevden Wunsch, daß der Tntwrrrf eines Staatsgerichts hoieS so rasch als möglich der« sbschttdet werde. Anch dre Nöchftbet^liglen baden tut Interesse daran, daß enr solcher G t a a t S g e r i ch t S h o f e i n g e r i ch 1 et wird. Er gewährt ihnen einen gewchsn Schutz" fttQtö d4n Etzrnch emrS ernsritig zrvmmneugesrHten Gerichtes. Drr dm Wastsnstrll'tand betreffenden Dskmnmte werden schon in den,allernächst«! Tsgeu der OestentÜchkrit uuwrdrttwt und auch die den KrsMnsbrnch betretenden Dssirmeme Eden, schon in aller Kürze in Druck aelegl werde». Die volle Wichrheit, die auf dass Weste an dm Tag kommen wird, mag st!e einzelne schmerzlich und folgenschwer sein, der G^amLhsä des BolkeZ wird sie zum Gegen gerechen. (BestaL) ' Reichs minister deS ArnKer» MMer erklärt:' Radek wird freigeiaffe« werden, sobald, die russische Negierung eine dEärrmg abgeben wird, daß er mit chr« GenchuügrMg mcht' wieder nach DmMlaud Mrückkehr«! wird. Die Dokümmte auS der Zeit des KsttgSanÄrncheS sind i« Druck. Ich habe veranlag, daß die Frage, ob dre Note daS Nuntius, und dre Antwort des Neichs-kanzlers Michaelis im auSwänigen Amte vorhanden sind, festgestellt werde und daß ste in einem Weißbuch der NÄtwnalvtrsammInng Mtrrbrertrt werden. Für heute nur folgendes: Das Schrvkb«! des Nuntius m, wre wn mzw'stchrn fcstaestellt baben, erst am 5. September in Bcrlm eingetroffen. Dre Anfrage der tnylstchW Regierung war als Anlage diesem Schreiben beigegeben. Sie trug kein Datum. Der Minister verliest sodann d«8 Schreibe», welchoS folgenden Wortlaut hat: „Wir Laben «sch keine Gekegenhsit gehabt, unsere Verbündeten über die Note Seiner Heiligkeit zu befragen,, und sind, mckt i« der Lage, rmK Wer eine Beantwortung der Vorschlags, Seiner Herlrakeit betreffend die Bedingungen eines dauernden Frlrdens zu äußern. Umerer-Anstcht nach besteht keine Wahrschelnlichkeit dafür, diesem Selo uilhermkommen, so lauge sich nicht ditz M i t t e l « ä ch t e mÄ ihteH e r b ü n d e t e n m vssizioLch Horm über ihre KrieMiele und darüber geäußert habe», zu welchen Wirderherstellung«!! m b Entschädigungen st« bereit "sind und durch welche Mittel ru tzuiunft die Welt vor der Mederholmra der Greuel, unter denen sie leeliet, bewahrt werden könnte. (Hört! H8tt \) Selbst hinsichtlich -Belgiens, und in diesem Punkte haben der Mit-elmLchte anerkannt, im Unrechte zu fei«, ist uns niemals eine bestimmte Erklärung üben rhre Absichten bekannt geworden, brc völlige Unabhängigkeit Belgiens wiederherzustellen, und die Gchäde« wieder tzummachen,!iee sie dem Lande, zugelügt hatten. (Hört! Hört!) Gemer Eminenz dürften zweifellos die Erklärungen gegenwärtia sem, die vom den. Alliierten in Bealilwortung d^> Bote. deS Präsidenten Will'on al^egrben worden find.' Weder poni. esierreich'noch von Deutschland ist jemals eine solche (eqmv^üt^ Guärung erfolgt. Ein ^vrsuch, bi« Krtegfichrenden in Ueberent- - siimmung zu bringen,, erscheint swlange vergeblich, als Mr nicht Über die Punkte nn llarm sirrt^- in denen ihre Ansichtr« Mtzmandergchen". - -'y \; Dis^FsMsÄttADM Vps» MTchseninMsVS.' Der Min-stcr fährt föWmt fort: A«S dusew Schreibe» geht hervor, daß di? b e l g.i f ch e F r a g e d a s ft e r «- v-roble w:b e rFri e d tzLrSf. ra g e wÄ. Rrir eine klare Antwort in hi-'.ng auf die WledAchersiellnng und voll? Unabhängigkeit Belgiens konnte u-M d?n» Frieden nähern. Ich Zelle drenrlrj fest: Erstens, daß rri: Ne-.chKanzle,' M i ch.s.r (i S dm Pa'-teiführern von der $iait oeS N u n t i n S und von dem euglifchen FriedenSael gebot nichts mitgeteilt hat, zweilerK, daß den Parteiführern die Abgabe einerpvWfen Erklärung über Belgien versprochen wnrde und, drittens, daß die Anrwort MrchaeuS' genau daS Gegenteil einer deutschen pränsen Erklänmg war. Seite 2 Wien, Dienstag b-' ■ '. " werden und vorzmorgen, daß das deutsche Schwert nicht wieder ,u§ der Sche:dc fahre. Aber dasselbe Kel wäre viel sicherer und gründlicher erreichtvorden, wenn man Mnächst getrachtet hatte, jene Form der Nengcstalkuvg eattr ans Jntrrnattonatität begründeten Politik zu scharfen, dre L9ll,o» vorschwedte. Man hat de»'amerikanischen Pcäsid.'nten -»erst als henchlrrlschen Schwindler gedrandmarkt uod unrnittrlbar nachher als Apostel gkfeiee-t. In Wirklichkeit ist er keines von beiden. Es ist kein Zweifel, daß Wilsons politisches. Wollen bittet) ideale Imr-ulse gelenkt wird, aber Mm Äpsstrt fehlt ibm schon d:e Stärke. Als man sich cm de« grünen TM setzte, vr iöu’crtc d e höchste Au:orrt3l nnd je länger man beriet, nm kv' mcdr eyr-llittm dir Zügel frinrrr Hrmd. Es ist ihm wohl geiungcu, b.n clifii bimb tmrtTy!u»c!jtn, aber indem nmn ihn an daS Ende Ui stcriedensmerkeS verlegte statt ih» zur VormEfelym-s zu ««che»,!.! m iernc Amsrikät bereits nnterwühl: und nur so wurde Platz ac.'t'.--affen für die zahlreichen Rivalttäten unter den Sieger», in deren Ftllae sich das Friedenswerk täglich «ehr als »ndefriedisendaS Fl-ckwetk erweist. Gin neues, rsshrhsft rnttueakonalrs Dcnkrn, eine Natt-- v'-dunng de? staatlichen souveränen MachtgrdankenS tnttrr S.e;i:Ue der Bölter- und MerrschheitIveremitzung hatte auch dsm «ach alt.-m Borangegangen«! notwendigerweue hart«' Frieden;;;; f!üb::ci Antlitz gegeben und v ele Ungcrechtiskeiim mmötig zcmackt. die hauptsächlich der Furcht vor Mederholungcrr ent* * 'vrr'.ngeu sind, eine Furcht, die überflAsig gewsrdm würe^ wenn 2! in das Urogramm einer" alle Geaatcn verpsiichtenden acmu ''öol-.tck an die Spitze der Arbeit grstelü hätte. - Anch die weiteren Darlegungen Herrn' von LapradelleS settätigen diese Argumente. Biele Tellnehnrer an der FriedcnS- -onseren', batten, sagte er. eine Anflösimg Deutschlands für die «st- Löiung gehalten, welche durch militärischen Drück und durch Sonderverhandlüngeu mit den einzelnen Ländern leicht zu errcichm gewesen wäre« Doch sei man hiervon auS Respekt vor dem Selbstbestimm ungSrecht schließlich rbgestaüden. Ein anderer, sehr mteressauter Plan, der dir Friedenskonferenz beschäftigte, war der, durch ga n^ Enropa eine große NeutralitätSlinie > u ziehen, von Skandinavken über Holland, dm illhem, Belgim. und'die Schweiz bis nach Deutschöstrrreich, wodurch jede Reibung zwischen Deutschland '«»d der Entente verhindert wordm wäre. Aber das wichNgsie Med dieser Kette, 8 e b g i e n, habe diesm Plan mit der Begründung «bgclehnt. daß ihm schon einmal die Nrutralüät kein« Schutz grbotm hätte. Ein Antrag Frankreichs, der Völkerbund möge eine internationale Kontrollkommission für seine säunlrchm Mitglieder betresis der militärischen Maßnahmen befikmme», fei an dem Wlde.siand der ander« Staaten gescheitert, die dies als eine Schwach für sich erkartrn und nur von einer Konttolle DeMsch° ^ands bis zn seiner Aufnahme in den Völkerbund wissen wollten. In ein«n Punkte seien die Miierten einer Meinung gewesen: Deutschland dürfe weder Kolonie», noch kolomale Rechte bshaltk», damit der Sieger die wirtschaftliche Ueberlegmhert über rcn Beftcgten erlange und Deutschland keine Hilfe für einen neue« ll-Bootkrieg bleibe. Die Entwicklung wird zeig«, ob sich diese wirtschaftliche lleberlegenhelt der Entente wird aufrecht erhalte« lassen. Man kann aber schon hmte sagen, daß sich rin Bott vo» io stark« wirlschastlichrn Impulsen wir das deutsche nicht dauernd in dem ' Netzwerk des Versailler Friedens wird gesangenhalttn lasten. Dltser Friedensver-traz wich ftüher oder später d-a8 Schicksal der belgischm NeMralltätsgarantie öder des Biester Fricdeas erleiden. Der hemmungslose Jmpekialismus der Parner Diktatoren ist eine ebenso große Gefahr für den Frieden, wie der der preußischen Junker und Wiener Siegfrrsdler. Worte Max Rordass. Max Nordau, der zionistische Führer und mutige Publizist, dsr Verfasser der .Konventionellen Lüge» der Kultururenschheit und der kraftvolle Mitstreiter Theodor HerzlS" wird heute 70 Jahre alt. Wir lassen den mächtigen Anwalt des jüdischen Rechtes, den gewaRkgen Ankläger und Erwecker selbst sprechen. Die nachstehenden Kernworte slird seinen zionistischen Reden und Aufsätzen entnommen, Lvir ntfrffen mehr wissen. Wir müssen zuverlässig e^iah'-cn, wie das Bolksmaterial beschaffen ist, womit wir zn arbeiten haben werden. Wir brauchen eine genaue anthropologische, biologische, ökonomische und intellektu-;lle Statistik des jüdischen Volkes. Wir nlüssen -i'u-s'n'lnäßigc Antworten auf die Fragen haben: Wie ist duo jüdische Volk körperlich beschaffen? Wie groß ist e<- durchschnittlich? Welches sind seine anatomischen ('--.igrntümiichkeiten? Welches ist seine Erkrankungsziffer? Wch 'cirm Sterblichkeit? Wie viele Krankheitstage hat dcr Jude jährlich im Durchschnitt? Welches ist seine i.-jj;.Xauer? An welchen Krankheiten stirbt er?Welches ist seine Lheschließnngsziffsr? Welches seine Kinderzahl?^ Wieviele Verbrecher, Jrrsimrige, Tauüstulmne, Blinde, Eri'l.rptiker zählt das jüdische Volk? Hat es niümliche Kriminalität und welcher Art ist )i?v LZ-ievt-l Juden sind Stadt-, wieviel Landls "Huer? Welchen Beschäftigungen geht das Mische V:>ü nach? Wie arbeitet, was besitzt es? 'Was tfi! und trintt es? Wi-e wohnt es? Wie kleidet eS sich? Wieviel gibt es von feinem Ei»komme« für Ernährung, A'.'tll'idnilg. Wohnung, geistige Bedürfnisse nuS? All das muß man -wisten, to>nn i?.-rn ei« Bvik wn:fl:tLt!rn»^n will. So lan^e .na» eS nicht m\%. ist tun-, was awm für das Volk tun will, -rin Tappe« i.:'> Dttnseln. ist all>r, was man über dar B-ilk sagt, bcjrcM; nU3 Lyrik, schlimmstenfalls leeveS s^c-lchwätz. Die FttindseligLeit gegen eine sudersgear^re Mnoewheit dezoichnst di-^e »rit der -'Mttvendlgkeit ejnes psychologischen Gesetzes als den ewigen Sündenbock für alLe Fehler und alles Unglück der Mehrheit. Wenn die nach Herkunft und Glaubon gkeichge-ardeten Völker des Altertums vo« trgendetnsm. öffentlichen Unglück heimgesucht wurden,. wofür sie eine zureichende Eu- Körung in ihren eigenen Fehlern nicht fanden oder auch nicht suchten, so vermutetM sie, daß ihre Nationalgötter ihnen zürnten. In allen den Fälksn, in denen jerr« Völker wegen ihvs? Unglücks die Götter anklagten, halsen die nrodernen, aus geklärten Völker die Verantwortung den unter ihnen kbenden Juden auf. Cs ist genau derselbe Aberglaube, mir in einer Verkleidung, die ihn moderne« Geister« «ruehmbaver ovscheLußn Mt. * Es gibt keinen empftnülicheren Seismographen als düs jüdische Volk. Wo immer die Erde wankt, wo irnms-r etwas zusammenbricht und einstürzt, die Inden in den vom Schauplatz der Umwälzung am weitesdsn entlegenen Gegenden fühlen es sofort- Das ist unser Los. Wir müssen vor der Rraktwn zitterrl und bürftn uns über den Triumph deS Fortschrittes nicht freuen. Und wsrm den Ruckschrittsgetvaltcn noch so hart zugesetzt wird, so stark bleibem sie imnvrr noch, daß sie sich an uns rächen können. * Der Iiche des Westens hat die Emanzipation als wirkliche B-tifreiung gebeutet und sich beeilt, aus ihr die letzten Folgerungen zu ziehen. - Dir Völker bedeut«« ihnr, daß er Unrecht habe, so unbLssugen, logisch zu sein. Das Gesetz richtet großmütig die Lhsorie der Gleichberechtigung auf. Negierung und Ä-eftlkschaft ÄSo« eine Praxis der Gleichberechtigung, bk aiÄ dies«« «inen Hohn machen, wie dir Ermmnung Ganoys PansaS zum alän^«!!°en liostLn «inrS MseiisnigS der Insel Barataria. Der Jv.de frrKt naiv: ,^jch bin ein Musch und nicht- Men'chlich^s erachte ich als mir bentb." Ihm tönt dvs Anttt-ort eettgeg-e«: „Gemach, de^in Meuschium ist mit Dorsiebt zu ^brauchen. Dir fehle» der richtige Chvb>?^riss, iwö Pslichtgesühl, die SitztWörit, dip KatLUlandSliebe, der Idealismus, und wir müssen dich deshalb von allen Verrichtung^« ßeruhalten, die diese Eigen» schäften vovauss-etzon.^ Dis neuen Marvawen scheiden «^rS dem Judentum mit Grimm und Erbitterung, aber im innersten Herzen, wenngleich vor ihnen selbst uneingesdinden, tragen sie ihre dgene Erniedrigung, ihre eigene Uuehrlichkeit, den Haß, der sie zu ihrer Lüge gezwungen, auch dem Christentune »ach. Mir graut vor der zukünftigen Entwicklung dieses Geschlechtes der neue« Marrauen, dasittlich nicht gehalten wird von irgendeiner Uebe^- lieferung, dessen Gemüt vergiftet ist durch Feindlichkeit^ gegen bas «tgewe wie daS ftemd« Mut, bessert Gelbstachmng zerstört ist durch daS immer gegenwärtige W-. wußtsein etm« fundalnentglen Lüge. . ' * ■ . - .-•* Non welchem anderen Volk der Erde hat man sich jemals erdveiftet, zu fragem: wozu dient öS? Ws hat man je gehört, daß ein Voll zu etwas diene» mutz? Ein Volk ist Gelbstzwock. ES lebt sich, nicht anderen zu gefallen. Es darf natürlich keinem anderen schaden, weil «s sonst Abwehr hervorruft, die eS vernichtete kann. Mer eS braucht niemandem zu nützen. ES braucht sein Dasein und seine Daseinsderechttguug nicht dadurch zu erkanftn, daß es audersn Dienste leistet. Nur von sindet man eS felöstverständlich, daß wir unser Recht aufS Dasein durch anderen geleistet« Dienste erweisen Müssen.-. - Nur wir habe» nicht das Recht, für und selbst zu leben. Nur wir sind die natürlichen Hansknechte aller Göller, die der Dianstherr wegjagen kann, wo«» er sie nicht mehr nötig zu hab-rn glaubt, di« aber selbst ihrem Dionstherrn nicht kirndigen können, weil eS für sie keine Wahl der 'Dienststelle 'gibt. Erst wir Zionisten suchen wenigstens dNr Kündigung in dieses schmachvoll« DirnstverhÄltniS »inzufiihven. Denn dar isniSmuS ist tatsächlich die Kürwigung deS jüdischen auSkr.echtS an diojonigeR Dieustherc-rn. die ilm allzu nick-1izwfitbig nrißbrauche^. H