Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 185 (25.7.1919)
- Date
- 1919-07-25
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979262--01650-2987076- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Budapest 2× ep/1002374
- Haifa 1× ep/1047930
- Tokaj 1× ep/1045849
OCR text
feeite 4 ÄZien/KÄtag .... . erkennen wird. Von besonderer Wichtigkeit ist die. Errungenschaft bezüglich des Sckiulwese n 5, welche die Basis der nationalen Autonomie bildet. Die jüdischen Massen in allen in Betracht kommenden Landern werden selbstverständlich chre Forderungen, die einen Teil chres PrograimneZ bilden, aufrecht halten, we-.l das Errungene der Klarheit und der Festigung, ' bedarf." . Wir haben, als die Nachricht von der Unierfcrtigung dcS Vertrages durch die Polen bekannt wurde, unseren Lesern die wichtigsten Punkte der bezüglichen Bestimmungen mitgrteilt und die Bedeutung des in Paris von den Äationalräten für Volm Erreichten erörtert. Die Erklärung der jüdischen Nationalräte in Paris bebe hervor, welche grundlegende Bedeutung die von Polen emgegangene Vr-rvflichtrnrg .zum Schutze der jüdischen Minorität enthält. Hier erscheint Zum ersten Male in ein den Jude:: gegenüber geübtes politisches »Prinzip Bresche geschlagen, indem diese nicht mehr als bloße religiöse Gemeinschaft, sondern als ein nationales Gebilde vonbesonderer Art und besonderen B e d ü r f n t f f c n > a w erkannt werden. Die Erklärung der jüdischen Nalionalrätehebt andererseits hervor, daß -nicht alles erreicht wurde und tatsächlich bedarf mancher Punkt der Interpretation sowie der Ergänzung. Ter positivste Erfolg in den Bestimmungen ist die grundsätzliche F e si l e g u n g d e r S ch u l a u t o n o m i e und die Anerkennung der j ü d i s ch'e n S v r a ch e. Es ist nun nötig, daß der Völkerbund das entsprechende und mit aller moral'.schen- Machtmitteln ansgestaUcte Organ werde, um die Durchführung der von den Polen üngegangenen Verpflichtung in emröglichen und zu kontrollieren. Es wird zu verhüten sein, daß sich der Fall Rumänien wiederhole, welches sich unter der stillschweigenden Duldung der europäischen Mächte aller auf dem Berliner Vertrage eingrgangenen, auf dir Juden bezüglichen Verpflichtungen durch Jahrzehnte entschlagrn durste. Die Erfolge der Konferenz der jüdischen Nationalrate in Paris zeigen den' Weg, auf dem die jüdische Politik in Hinkunft sortschreiten muß. Rurnäuien hat sich bisher unter Berufung auf seine angeblich bedrohte Souveränität der von Polen eiugcgangeuen BccpflichLnng zu entziehen gesucht. Der Minoritätenschutz muß in allen Ländern mit beträchtlicher jüdischer Bevölkerung statuiert werden, wenn' das jüdische Problem in Europa gelöst und eure Klärung des Verhältnisses zwischen uns und der uns umgebenden nationalen Mehrheit angebahnt werden soll. , MZiener Morgenzeirung Ä5. Juli 1919 Der 8!teif "liiii Me M«dKie.," Nr. 185 Dev S§HWs! des DörsswÄ. Eine Klausel des FriedenZvertrages mit Deutschland fordert, baß Deutschland an England sofort den Schädel des Okwawa ausliesrrt. Der „Cri de Paris" sagt darüber: Was immer mau auch über den Friedensvertrag. sagen möge, dies eine ist sicher, daß seine Verfasser an alles gedacht haben. Okwawa war ein Sultan von Ostafrika, wo die Ncgrrstämme so zahlreich sind wir der Sand im Meer, und die deutschen Gelehrten haben Tausende von Negerschädeln in ihre Museen verschleppt. Wann« erwähnt der Friedensvertrag allo nur den Schädel des Okwawa? Dies kommt daher, wcrl Okwawa kein gewöhnlicher Sultan war, sondern ein Prophet, e:n übermächtiger Zauberer, und unzählige Negcrstämme verehren fein t Andenken als wundertätig. Die. Engländer wißen also, was sie tun. Sie verlangen den Schädel des Okwawa, um ihn unter großem Pomp an seine.frühere Grabstätte zurückzub ringen und sich dadurch die Dankbarkeit und Treue der Neger Ostasrikas zu sichern. . . Man muß gestehen, daß die Deutschen hinsichtlich ihrer kolonialen Politik manche Jrrtümer begingen. So bereiste 1907 bis 1908 eine wissenschaftliche Mission unter der Führung des Herzogs von Mecklenburg Oftafrrka und hätte bald eine Revolution hervorgcruken, werl sie die Schädel, der mistigen Häuptlinge, die von den Stämmen auibewahrt wurdem nach Deutschland brachte. Der Herzog von Mecklenburg rühmte sich, für die Bereicherung der ethnographischen Studien 1017 Schädel gesammelt zu haben. In den Äugen der Eingcdornen waren cs aber Reliqnien, von denen jede den Geist des Verstorbenen enthielt." Brmrdeis irr PalsstrAS. KstzsnhLZLN, 24. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung".) Oberlichter Brandeis, von den Herren de Haas, A o s o f f (Petersburg), Dr. T h o n, dem Leiter des zionistischen Paläsünaamtes in Jaffa, unb Agronom Oettinger begleitet, besuchte die Kolonie Mikweh Israel, wo er von 129 Waisenkindern aus Jerusalem und 140 jüdischen Legionären, diedort zur landwirtschaftlichen Ausbildung weilen, empsangen wurde. Von dort begab er'sich nach Nischon Lezion, ELron, Ben Schemen. Petach Tikwah und verschiedene andere Kolonien. Der Empfang gestaltete sich überall zu einer machtvollen Freudenkundgebung. In den Kolonien wurde der Besuchstag als öffentlicher Feiertag erklärt. Das Arrangement der Begriißungsseierlichkeiten lag in den Händen der Schomrim-OrganisaLiou, deren Reiterkavalkaden der Gesellschaft das Geleite gaben. Brandeis hat seine Reise nach Haifa und Galiläa fortgesetzt. . die polnischen' UNd Das englische Anterhrnrs Pogronrei' Kopenhagen» 23. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Das Kopenhagmer Zionistische Bureau meldet: Auf eine Anfrage des Sir John Rändle S rm englischen Unterh a n s, ob die polnische Regierung zu einem Schadenc v s a 15 für die jüdischen M i l l i o n e n v e r l n sie verhallen werde, antwortete der Staats! ekrelar, die Konwcnsationsfrage sei voll: nicht aufgeworfen worden, da nian bisher keine Seit' langem wird' über die Aufteilung der durch die Friedenskonferenz zu vergebenden, Mandate von den einzelnen Mächten ein heißer Kampf in den verschiedensten Formen geführt. Besonders die kollidieren- den italienischen, britischen und französischen Ansprüche auf die ehemals türkischen Gebiete werden mit Heftig-/ feit, zum Teil auch mit einer Gewalttätigkeit verfochten, daß man gar nicht auf den Gedanken kommt, es könne sich dabei um etwas anderes handeln, als um nackten Imperialismus upd wirtschaftliche Ausbeutungsgelüste. Daß sich die Friedenskonferenz den Zweck dieser Manbäte ursprünglich gLnz anders vorstellte und daß dabei, ausschließlich das Wohl der betreffenden Bevölkerungen bestimmend sein sollte, scheint schon vergessen oder überhaupt nicht zum öffentlichen Bewußtsein gelangt zu sein. Im Artikel 22 der Völkerbund alte wird in Zierlicher Weise der Grundsatz ausgesprochen, daß das Wohl und die Entwicklung der Völker, welche durch den Krieg von fremder' Herrschaft befreit, aber noch nicht im- 'stände sind, eine selbständige Existenz, zn führen,, eine heilige Verpflichtung der Zivilisation ist; nur zu diesem Zwecke soll der Schutz über solche Völker vorgeschrittenen Nationen, die mit Rücksicht auf die gegebenen Bedingungen hierzu am geeignetsten und zur Uebernahme gewillt sind, anvertraüt werden, damit sie ihre Mandate fiir den Völkerbund ausüben. Der Grad der von den Schutzmächten auZzuübenden Autorität und Kontrolle muß von Fall zu Fall , festgesetzt werden und nach dem Stand der Entwicklung des betreffenden Volkes und besonders' den wirtschaftlichen Bedingungen ein verschiedener sein. Dabei werden vor allem zwei Gruppen unterschieden: bei gewissen entwickelteren Gemeinwesen, welche früher zum Türkischen Reiche gehörten, kann Hre Existenz als unabhängige Nation mit der Einschränkung anerkannt werden, daß die Schrchmächi: ihnen vorläufig und' so lange Rat und Beistarid bei der Verwaltung leisten, bis sie imstande sein werden, auf eigenen Füßen zu stehen. Die Wünsche dieser Gemeinwesen müssen bei der Wahl der Schutzmacht besonders berücksichtigt werden. Bei einer, zweiten Gruppe von 'Völkern,' insbesondere in Zentralafrika, muß die Schutzmacht die Verantwortlichkeit für die Verwaltung übernehmen, wobei sie für Einhaltung gewisser, genau formulierter Grundsätze garantirrrn und insbesondere auch dem anderen Mächten des Völkerbundes gleiche Möglichkeiten in bezug auf Handel und' Verkehr sichern muß. Ständige .Kommissionen, denen, alljährlich Berichte /über' jedes Mandatsterriborium zu erstatten sind, haben die Entrolle über die Verwaltung der Mandate auszuüben. Man wird.gegen diese Bestimmungen,wenig ein? wenden können, die.Frage i%;pxüx, wie sich die schönen, über die jüdischen Verluste erhalten Ereil fragt an, ob irgendwelche offizrellen Jnjornrationen habe. LordNober _ ... an dm Aussck-rmungcn gegen die Juden Schuldige vor Gericht gestellt .... w b: .. . .. .. . einem Svrzialtrchunal in Nze § zow zum Tode verurteilt und das Urteil vollstzeckt worden sei. Sieden ändere seien, wegen THnähme an den Ehesten verurteilt worden. Eine Anfrage Wer hie Emzelheiten des P o g r o m s vor: C h o l m Mantwörtew Harmsworth dahin, daß der b r i t i s ch e G c s a n d t c b en u 11 i n n, t worden sei, über die dort am 3. und 13. Juni vorgetommmcn Pogroine eine Unter suchnug e i n zuteil e n. DR ungarische Offertsive gegen RümLmerr.. Budapest, 24. Juli. (Üng. Trl.-Korr.-Bur.) Das Armeeoberkommando verlautdart: Unsere -seit mehreren Tagenohne Unterbrechung kämpfenden Truppen haben auch am heutigen Tag» trotz des sich immer steigernden gegnerischen Widerstandes, Erfolge erzielt. Gegenüber Cfongrad haben wir jenseits der Theiß starke feindliche Angriffe zurückgrworfrn. Oestlich von Szolnok haben wir unseren Vormarsch fortgesetzt und Tuckevo besetz:.. Mezötnr wurde nach harten Kämpfen genommen. Bei Kisuiszallas versuchten' die von allen Seiten zniammengezogenen rumänischen Reserven hartnäckig, aber ohne Erfolg, nufere ausgezeichneten Truppen, am Vormarsch zn hindern. Oestlich von Tokaj brachen starke rumänische Angriffe in unserem Feuer zusammen. Budapest» 24. Juli. Einem Mitarbeiter des „Böros Ujsag" erklärte Armeeoberkommaudam Landler, der rumänische Heeresbericht fei nichts als eine ungeschickte Verhüllung der Niederlage/ Mmr wisse schon, was es bedeute, wenn eme Armee „der Fühlungnahme mit dein Feinde ausweicht." Aus einem ausgesangcnen Reservatbefehl, sagte Landler/ haben, wir sestgeftcllt, daß die Rumänen .den ZeitprM des Angriffes kannten. Mit dem GeneralsiabZfchef I n l i e r und dem Korvskommandanten B a g o b .e s i ch t i g t e n w i r d : e e r ft e Bcrterdignngsl i n i e d e r Rumänen und konstatierten, daß dieselben, den gegenwärtigen Verhältrüffen angemessen, vorzüglich vorbereitet, in großartig ausZebanten Stellungen unseren Angriff zu vereiteln suchten. Wir konstatierten aber auch, daß unsere Artillerie glänzend funktionierte und n n s e r e T r u v p e n sie l b st Panzerzüge stürmten nud im Nahkarirpfe abgerüstet haben.- Urbrigens wriß jrdernmnn, daß unsere Kriegsberichte die Wahrheit enthalten, während die rumänischen Berichte selbst seitens der Verbündeten der Lüge bezichtigt wurden, zumal sie bereits vor wmignr Monaten bie Meldung brachten, daß die Rumänen in der Nähe von Budapest stünden. ' ' - Die Vorgänjge in Kroatien. Agram, 24. Juli. (Korr. Expreß.) In den letzten Tagen haben die Straßenlnndgebungen revolutionäre,» Charakter angenommen. Dir 2üeigerung der Belgrader Zentralregiernug, den Führer der kroatischen Bauernpartei, Stephan N a b i c, ft-Lizutsiftu, hat trunncehr alle kroatischen Parteien, tnit alleiniger Ausnahme der serbo-kroatiftheu Koalitionspartei, zu A it toiio m t ft c n gemacht. Dcr Chef der kroatischen LandtSregiernng, BannnS Dr. P a l e c e k, der auf die unmittelbar bevorstehende Katastrophe aufmerksam gemacht wurde, ist der Situarion krinrs-wrgs gewachsen. Die Revolution gegen die Belgrader Diktatur ist im vollen Ausbruch b.^D». Die mit der Ra.di^Dcj der'äün.Wen die svsorügr EinderuMss dek ver!'o.si^nggebr^en-^erlanmtzrn^ die vvllkmNmene dolit'sche und kulturelle Autonomie Kkoatin^, die republikanisch - SmatSfonn, dir sosarüge EtL'ernxng des serbischen Militärs auS Kroatiens and die Freilasiung dcr gefangenen froatischen Führer,- vor allein deZ Bauernfi'chrers -Stephan R a d l c. selbstlosen.- Prinzipien in der Praxis durchsetzen iverdett-'^^' Zum ersten Male ist diese Frage jetzt öffentlicksi im' - ' englischen Unterchause aufgeworfen wordem 'Me beZüg---^ ' liche Debatte und die Schlußfassnng verdient -daher^'' das-größte Interesse. ' j-h Bei der Vorlage des Finanzgesetzes beantragte der Schatzkanzler Chamberlain, es möge eipe^ft. Klausel ausgenommen werden,' welche die /Regidrtitta ermächtigt, die vvrzugsweise kam me 4 z Lei tföf, Behandlung gegenbüer den britischen Dominions' und Besitzungey' auch auf alle jene TerrityrM än-Zzn-'^ dehnen, für welche GroßbriLanmen ein MandsirL'v/o'H.Ai Bölke'rb und erhalten, wird. Dieser Antrag erregte^',.- starke Opposition: von verschiedenen Rednern wurde"/'h/ geltend gemilcht, es könne als der Völkerbündakte tvider-,' sprechend erscheinen^ eine Tarifmauer zum. Schutze' solcher Territorienzu ziehen, man. dürfe nicht den Eindruck erwecken, als ob .man aus der. Treuhand-/''^ Verwaltungirgend welche imperialistische Vorteile zieher/^ wolle. Auch von der liberalen Presse wurde die Hansel. .. einer scharfen. Kritik unterzogen. Im ' „Manchester „si- Guardian" erschien unter dem Titel „Ein äußerst ernster, " Antrag" ein Artikel- - in welchem gesagt wird: „Durch'sisi. einen solchen Beschluß wird den SchutzterriLorien ein ll ' Anreiz geboten, lieber nach England als nach änderest Staaten ihre Produkte' zu. liefern und', damit .der.-,im. Artikel 22 btt VölkerLilsthakte,.Msgesprochöstr- 'Grunds ' satz der. gleichen konmrerziellen Behändlrmg''verlebt'. ' .Ohnehin tvird allgemein die Tendenz bestehen^ die als Mandat erhaltenen Territorien. als ^ayszubeutende Besitztümer anstatt als anvertraute 'zum Wohl der Bewohner und zum allgemeinen Wohl zu--verwaltende. Pfänder zu behandeln. Es ist.bedauerlich, Mß England, welches vermöge seiner Kolonialen Traditionen berufen" ist, den anderen Mächten ein gutes Beispiel zu Hetzen,- '-- statt des^nmit "einem' schlechten' Vvrstngehen V’V.-i'V.‘ Die Regierung machte dagegen geltend, tzs, handle' sich vorläufig Nur .um eine für alle Fälle einzuräumende ErnrächLigrckg, alles weitere werde davon abhängig' < sein,-unter welchen Bedingungen die einzelnen Mandate. . des Völkerbundes erteilt werden,, esh sei auch gar nicht '-- ausgeschlossen, 'daß die gleiche Vorschriftsbühandlnng auch den anderen Mächten'gewährt werde und das . - Parlament werde jedenfalls noch 'Gelegenheit häben'j' zu dieser Frage Stellung zu . nehmen. Diese. Argumente lassen l allerdings nicht erkennen, wozu e§ denn eigentlich nötig war, sich mit der Festsetzung ' einer derartigen Klausel.zn beeilen, welche,doch immerhin Mißtrauen erregen.-untz(r-ben-i-Gegnern des Völker- -' bnndabwmmcns, msbesondere den Bereinigten -Staaten, - -- neue Waffen in die Hand geben^kanni Der Regiexungs-. antrag wurde schließlich angenommen. Die „ÄeuLschev VdoLten" Ln der tschechischen ) - Armee. - « - ■ Prag, 22. Mi. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".)sisi Vor etwa zwei Monaten trafen aus Italien Transportes... b e n t s ch b ö h:n i s ch e r. M a n n s ch a f t e n ein, die in der' > Kriegsgefangenschaft sich zir den tschechischen Lcgwnen .ge- , meldet hatten. Sie wi'.rdeu ebenso wie die tschechischen Söl- H baten eingelleidet und vereidigt. In -Prag enipfmg sie der» '- Landesverteidiglmgsmittifter Klo fa e mit einer Rede in dent-.-- scher Sprache, in der er sie als Söhne -desselben Vaterlandes begrüßte. Diese Truppen wurden jetzt als. „deutsche Rotteteils in L c t t rn e r i tz .kaserniert, teils -aber zur Bewachung eines Teiles der niederösterreichischeu Grenze verivendet. Es. ist interessant, baß die deutsche - ' Presse, besonders Wiens, die den „tschechischen - Hochverrat"- schein für allemal ihrem Wörterschatz einverleibt hat, -von der -' Existenz dieser dentlchen Rotten bisher keine Kenntnis genommen hat, obzwar sich ein Teil dieser DeUtfchböhnu'uch' Die LschechischLtr Anleihen. 8V Millionen Lire für RoMyssc. si' Prag» 25. Jnlr. (Tel. -der „Wr. Morgenztg?) In. der . . ' Nationalversammllmg hat der F i n ci n z m i n r st e r rin? Vorlage über einen Kredit in nalienischer Währung im Betrag--chvon 60 Millimten Are zürn Ankauf, von R o h ft o f s e u. unterbreitet. Sein A «trag wurde angenommen. . - Die RegeLrrrrK des deutschen KrieZsrrnleihe-' m'arktes. Berlin, 24. JuÄ,. (Korr,-Bur.) Zum Zwecke der R e g e-, luna des .K r i e g sa n l e r h e m ä r k l e s hat sich' unter Führung der R e i ch s b a n k und unter .Reichsgyrantie ein Konsortium gebildet. Das Konkortnnn soll dafür. Sorge tragen, daß die Verkanssmöglichkciten für die Kriegs-' anleihen auch dann erhalten blechen, wenn infolge Wiederauffüllung der Warenlager oder aus anderen Gründen größere Anlechebelräge in. kurzer Zeit auf den Markt komnien. In rotchcn Fällen soll es ungerechtfertigte und in den äußeren und inneren Berhältnifsen:ncht begründete Kurssenkungen der Kriegsanleihen bintaubalten. Vor allem aber ist'es bestimmt, die aulgeiiommeilen. Beträge wieder?.n dauernder Anlage'nnterznbringen nud dre. Um< Wandlung l'onsolidftrtcr in schwebende Schuld zu verhüten. Da nicht nur an eine vorübergehende Mion gedacht rsthat man eS für notig erachtet, dem Konsortium ein .in sich fester geschloffmes Organ, nämlich eine Aktiengesellschaft, zur Seite. Zu stellm, welche den Name:: .Reichsarrleihl-ÄktirngesLÜschaft" führen soll und für' welche ein AkwnkaQital von .400 Millionen.. ui Aussicht gorst. kM". Ij tc Vch ehrenamtlich' AttftnMÜschast ' ch'r sicurernd"ink n "jD^: av- 'chaft rderden trg iem. VslksMzlUnz in DerrrschlEdi Berlin, 24. Juli. (Äorr.-Vur.) Die Regierung ordiiew für dev 8. Oktober die NeickSvolkszäblunL av<.