Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 185 (25.7.1919)
- Date
- 1919-07-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979262--01651-2987077- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Radom 1× ep/1000823
OCR text
snr- Men, Freitag , ß&iinti MprgerrzeÄrmK' Axelrod vor dem Standgericht. u>." München» 83. Juli. (Korr.-Bur,) Vor dem Standgerichte . lcgann heute dir Verhandlung gegen Tobias Axelrsd wegen- Hochverrats. , " * Die Delegation dsr indischen NatLonalrLte in Paris. Kopenhagen, 24. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung".) An Stelle Marshalls, der die Heimreise nach Amerika angetreten hat, wurde Nahum S o k o l o w zum Vorsitzenden der Delegation gewählt. Die Delegation nahm eine Resolution an, in welcher die Notwendigkeit. der Einberufung einer a l lg e m e in e n j ü d isch enHilsskonserenz betont wurde. An dieser Konferenz, die in Paris oder einer änderet: europäischen Stadt tagen soll, würden ungefähr 25 Länder teilnehmen. Gm rrerrer Balkrmkrieg? Berti», 24. Juli. (Korr.-Bur.) Die.„Allgemeine Deutsche Zeiümg" meldet aus dem Haag: Veniza1os erklärte gestern,, wenn die A m er i k a n e r sich in der bulgarischen Kratze mcht den griech r s ch e n W ü n s ch e n fügten, s e i e tnncitcr Balkankrieg un vermeid! i ch. In amerikanischen Kreisen ist man ungemein davon überrascht, daß Venizelos, der sich iimner als. cn'riger Befürworter deß. Völkerbundes anfgespielt hat, nunmehr seinen Glauben an ihn verloren hat. ' Kerne Anrnhen irr Triest. Wie«, 2^. Juli. Die Korrespondenz Herzog meldet: Die italienische Waffenstillstandkommissron in Wien erklärt.' daß die hier reproduzierte Nachricht des Pariser „Popiilaire" über angebliche schwere Unruhen in Triest vollständig falsch 'und ans der Luft gegriffen ist. Ebenso unrichtig sind auch die Meldungen über schwere Unruhen und Erzess?, welche sichst« den letzten Tagen angeblich in verschiedenen Städten Italiens ereignet baben sollen. . Die SrschUsßnng Isrands. Kopenhagen, 24. Juli. (Tel. der „Wiener Morgenzlg.") Dieser Tage ist von hier eine Anzahl Ingenieure nach Island abaegangen, um den Bau einer großen Kraftstation am Thorsastrrß und eurer 'Eisenbahn von Dar nach Rykjavik in Angriff zu nehmen. Sltff Island hat sich auch . eine L u f U sahrgesellschaft gebildet, die vor allem beabsichigt, P o st f l ü g e zu veranstalten. Erhöhung dsr Speckpreise in Amerika. Dlmfterdanr, 23. Juli. (Korr.-Bur.) Laut „Telegraas" erklärte der englische Lebensmittelkonirottor Roberts in der gestrigen Sitzring des Unterhauses, daß Telegrammen aus Amerika infolge, die Fleischhacker ans eine erneute Erhöhung deZ Speck- Preises drängen mit der-Begründung, daß die Schweine terrrer geworden sind. Ei» blutiger Frrsarmnenstoß zwischen franZZfischen rmd bulgarischen Truppen. Saint-Germain, 24. Juli. (Korr.-Bur.) „Jntrausigeant* meldet: Bei der Ankunft eines französischen Regiments in Lvm- Palanka haben die in der Stadt konzentrierten bulgarischen Soldaten die französischen angegriffen. ES kam zu einem drei üündigcn Gefecht, wobei die Franzosen vier Tote hatten. TsgesberichL. mit welch'ern das Verfahren, eingestellt wurde, ist uns/heute zugekommen. Er lautet: V'efchluß: '' Das VnLapester NevvLrKorrStribttnal hat bas gegen Sie unter dem alten Regime, eingekitrte Verfahrenüberprüft und eingestellt. - Der "Gerichtshof hielt sich' bei dieser Angelegenheit vor Augen, daß die kapitalistische Gesellschaft bei solchen Vergehen oft schuldiger war, als der Ausgebeutete, verhöhnte Proletarier. Das RevolutionSLribünal sichert Ihnen Straflosigkeit zu und hat sämtliche Dokumente verbrannt, die von ihrer Tat zeugen. Jöimteu. Auf verklärter Moral und wahrer Brüderlichkeit steht die neue Ordnung Und ermahnt Sie, daß Sie sich zukünftig kein Verbrechen zuschulden kommen lassen. Stellen Sie sich mit Ihren Kräften in den Dienst der Proletarierbirtatur, die für jeden arbeitenden Menschen alle Rechte und ordentliche Leb.ensmöglichkeit anstrebt, jedoch mit eiserner Faust auf diejenigen niederschlägt, die das höchste Gebot der neuen Weltordmmg' nicht beherzigen können, welches heißt: Arbeite, halte Ordnung! Li*. Im Auftrag des Revolutionstribunals: iv Gancz m. p., . Koch m. P." Pogromhetze in Bsde». erhalten von vertrauenswürdiger Seite folgende Wir Zuschrift: „ Bezugnehmend am die Notiz in Nummer 1.81 Ihres geschätzten Blattes vom 20. d. unter der Aufschrift „Pogromhetze in Baden" gestatte ich mir, nützuteilen, daß der Inhalt dieser Notitz unrichtig ist, weshalb Sie gebeten werden, den Sachverhalt im allgemeinen Interesse und zur Steuer der Wahrheit wie folgt wiederzugeben: Die Vertretung der Badener Judeuschast hat in Gemeinschaft mit dem Gemeinderate Hugo 8 e i t n e r beim Bürgermeister, bei der Bezirkshauptmannschast und beim Arbeiterrat wegen der in der Nacht vom Freitag auf Samstag' affichicrten pogromhetzerischrn Plakate interveniert und die ungesäumte' Entfernung dieser Plakate verlangt. Die genannten Stellen haben diesem Wunsche in loyaler Weise entsprochen, kurz nach erfolgter Intervention wurden die Plakate entferiit. Bei der am Sonntag vormittags im Kurparke stattgesundenen sozialdemokratischen Massenversammlung wurde von deren -Führern, darunter auch von dem in Ihrer Notiz genannten Kommunistmsührer Wippe! gegen die pogromhetznische Agitation energischest Stellung genommen. De»tsch»atwnar. Wie eS bei den Deutschnatiönalen im Deutschen Reiche Ergeht, beleuchtet folgender Bericht der ,Berliner Morgenpost": i „Der zweite Tag deS deutschnationalen Parteitages hesianh im wesentlichen ans .Gesangsvorträgep. Am Schlüsse ^iner langen Rede .des Grafen Westarp sang man Deutschland, Deutschland über alles"/ nach einem Dortrag des. D'ayziger Generalsnperintendanten Rein har d stimmte Man „Eit? feste Burg ist unser Gott" an, und am Schluß des Parteitages selbst fang man: zur Abwechslung nochmals , das' Luid „Deutschland, Deutschland über alles". Beinahe -wäre es auch noch zü dem Lied von „der hohen Wonne 'ganz" gekommen, und zivar.im Anschluß an ein Kaisor- .h vM,-. bas', inmitten -der -Rede Westarps ausgebracht wurde. .-'Mnstd'ie- Kaiserin wurde ein Huldigungstelegrainm abgeschickt. -5'-'.Äus - der Fülle btt, Mn trägt verdient hervorgehoben tzu werden ctn Antrag über die Juden frage. Er wurde schließlich znrückgestellt und.der Hanptausschnß wurde be- .Huftragt', Mitte Oktober darüber zu beraten, ob Juden Mtglieder werden dürfen. Sollte es nach diesem Vorgang wirklich Juden geben., die Lrrst zumSßcitcitt verspüren, so haben sie nichts Besseres verdient, als'dieser Partei an zu gehören. I Während des Parteitages wurde vor ' den Türen der Philharmonie ein Reklamezettel verteilt, in benieine deutschnationale Firma ein Prügelinstrumeut arrpreist, das Am Prinzip, dem Gunnniknüppel der englischen Polizei entspreche, aber in ferner Wirkung viel furchtbarer und irr seiner Handhabung 'viel einfacher' sei. In der Reklame heißt es' noch, daß dieses Prügettnstrnment für viele dentschnatioiiale Männer und Frauen von großem Interesse sein dürfte. In der gegenwärtig unsicheren . Zeit empfehle sich, seine Anschaffung für jede», der infolge seiner politischen Gesinnung pder sonstigen gesellschaftlichen Stelllmg einem Angriff. auStzesetzt . sein kami. „Probeexemplare" ständen jederzeit zur Verfügung; -der Gummiknüppel werde aber nur an national gesinnte Männer und Frauen abgegeben. ' — Die „jottüoerfluchtr Republik" mag zittern, wenn die deutschttationalen Männer. nnd.Frauen mit dem Ginrrmiknüppel anrü'cken m Das dorfchetEMe GsrHMSserfahi'sn BAdKpest.. st Ae RäterMßxuM in Ungarn Hak mit d^r alten AWchen. Die Mtften sßroze^ wurden einßcfteUt «nd NM gegen Fakvöhnliche VersiDNtzr setzte man bett Liersah»«» sovt. Wagen lad« n gen von Allen wxrde,, voin Gebä>che des GerrrhtLhoses wcggesührt und verbralmt. Wip ttzterefsantcr Beschluß de.? Ndvöflrrji.onAribunals, mit Gr'üße vo» Mischen Legrsrmre» Lsr'ParLftmK. Das Kopmbagener Zionistische Bureau ersucht uns um nachstehende Veröffentlichung: 1 . F i s ch e l B i r n b a n m teilt seiner Frcm in Radom, Ko scheu etzkastmße. mit, daß es ihm gut acht. Er dient im 33. Bataillon und befindet^ sich, zrmeit in Namleh. Er erbittet Nachrichten durch das Zionistische Bureau in Kopenhagen. — B l ü m st e i n teilt seinen Eltern in Petrikan mit, daß er sich .m der jüdischen Legion befindet und daß er gestmd ist. — S a l m a u M e n e w teilt feinen Ettern .in Slobotka (Gouv. Tschernigow, Ukrame) mit, daß cs ihm gut geht. Ec hat mehrere Kämpfe mitgemacht, ist aber niemals verwundet worden. Er bittet um Nachrichten. — H. W e i n e r teilt''seinen Eltem in Wrssvka Lltewsk.(Gouv. Gr'odno) mit. daß er.sich'wohl-befindet. Er bittet dringend um Nachrichten, wo sich seine Frau und sein Kind befinden. — 8. S ch e r m a n n teilt feinen Verwandten in Balta (Gouv. Podolien) mit. daß es ihm gut geht rmd daß er. sich in feinem Regiment in Jaffa befindet.,. NLrhrichtzn wolle nran' an öas"Kopcnhagener MnMsch'e Bmemr/' Koher^ Hyskenstraße 10, senden. ... . . - Die KisniftischeK BeZrs?MeMottM Erklärung der Abkürzungen: Obm. -- Obmann, Lt. schäftssührender Leiter, Sekr. — Sekretariat (Zuschriften, künfte nsw.), Zsffte. — Zusammenkünfte der'Mitglieder. Sektion i: Obin.: Dr. Alfred L a u z e.i:.; Lt. und Sekr. : Franz M a tz n e r l., Salztorgnssd 7/1;Zskste.: -'Cafä Prückl (Sonterra'mlokal), Mittwoch, '/,7 Ahr-abends. Sektion III: Obm.: Dr. Joses A.n e -rch-a; chLt,: Doktor Otto G e r s n n h; Sck.: Zion. Seki. Landstraße, III., Untere Viaduktgasse 13; Zskste: Cas6 P r ü chk (Svuterrainlvkal), Donnerstag, 8 Uhr abends. Jeden Montag 6 Uhr abends) Ausschußsitzmtg im Bermtslokal, Ul., Untere Biadubtaaffe 13. - ge- Ans- Mfte.: Caf6 Zogeruitz, XIX., Hauptstraße 76,. Mittwoch- und Samstag abends. - - Sertion XX.: Obm.: Emil Ni m h ä n s e r: Lt.: Max Ho i d a; Sekr.: Zion. Sektion Brigittenau, XX., Karl MnWraße 5/1; Zsftte.:. im- Bereinssaalc, XX., Kar! Mei-ßlstraße 5/1, täglich von 3 bis 7 Uhr abends.. Aviso für die BezivÄsssMonen! Die allgemeine Delegiertensitzung füchet, wegen technischer Schwiengkeiten erst Dienstag den 29..d. M. Mt. Die Sektionen werden aufgefordert, Schehrlblocks und Partcilegititnationen ehestens im zioniftsschm Bureau - zu übernehmen. __ Die KyhZermot. GsfferAM dev La.Se. Auf.Grund v.gnOndrmaftvu^ -amtÜchM Äuellr starE^Mnd pßr ln der Lage Mutnlm, .d-K W-w-MwMm. jjß e ö.e rL 'öa^Die tW^oMwWMÄegkmM sowohl als " auch' die ackerikauische Mission haben b't st i m-nr l e"Z -n s a g e n gemacht — so lautet die Information — uns anSreicheud ni i t K o h l e z n v e r s' o r g e-;N, - so daß Aussicht vorhanden ’ ist, der Zukunft est w'a s b e-r u.h r.g ft r mtgegenznschen. und . der und Die Bevölkerung ist aber mit „bestimmten^ Zusagen schon'' so häufig gefüitert worden, ohne daß' dieselbm in Erfüllung ge-i gangen sind. Es ist daher am "Platze, allzu optimistischen Hoffnungen sich -nicht hmzugeben. In letzter .Stunde sind bekanntlich immer Störungen in der Beliestrmig eingetretrn, deren Beweggründe selten, meist aber gar nicht zur Klärung beigetragen haben. Wir wollen aber diesmal unseren Pessimismus beiseite/ laffen, denn die Nichterfüllrmg der nunmehr gemachten Zusagen wären wirklich von katastrophalen, nicht gutzumachrnden Folgen. Die KohlerrbeliefsrAng Mens. Pvag» 25. Juli. (Tel. der „Wr, Mvrgeuztg?) Heute traft hier eine aus einem Oberst und zwei Majoren der englischen^ Armee bcsteheudr Konnnüsion ein,, um die Ursache der Mmstande in den Kohlenablieferungen zu erheben und dieKohlenl i e f e r u n g e u f ü r W i e n z u u r g i e r e u. VsrschKrftmg der Sparwatzrrahmen.' . Das deutschöfterreichische Staatsamt für Hmdel Gewerbe, Industrie und Bauten hat verfügt, daß Verbrauch von elektrischem Strom in Gast- Kasfeehänsern, Koteis und Pensionen sowie i» Konzertsälen; Theatern und Bergnügungslokalen auf das unumgäugltch notwendige Mindestmaß zu beschränken ist. Die Direktion der städtischen Elertrt^icäLswerke wurde beauftragt, im Eirrvernehmen mit der Polizeidirektion für jedes einzelne dieser' Unternehmen das Ausmaß der Beleuchtung, beziehungsweise des Stromverbrauches zu bestimmen. Die Einhaltung dieser Vorschreibungen ist von den städtischen Elektrizitätswerken^ zu überwachen, welche, unbeschadet der Erstattung der Strafanzeige, an die Polizeidirektion, nötigenfalls mit dem vollständigen Stromentzuge vorzugehen haben. Für dir Dauer , der Kohlemrot sind Ausriahmen von den gegenwärtig bestehenden Sparmaßnahmen und den festgesetzten Sperrstunden nicht zulässig,., und es sind daher, diesbezügliche v Ansuchen von Festkomitees oder anderen Unternehmern ztvecklos. Ferner wurden Verfügungeu zur Ersparung von, elektrischem Strom beinr Betriebe der städtischen Straßenbahnen getroffen, indem angeordnet' wnrbe, dass die bisherige 'Dichte des Verkehres nur während der' Hauptbetriebsftunden ausrecht zu erhalten ist. Keine Vsrkehrsmrfrrahme auf der Wiener StadLöahn. . Wie wir erfahren, ist der Plan, die Stadtbahn in Betrieb zü setzen, wieder fallengclasseu worden, so daß vor dem nächsten' Frühwhr der Madtbahnverkchr nicht wieder aufgen o ni m e n werden dürste. straße 32. Sektion Vl,VH,VIII: Obm.: Dr. Mar Bernhard; Lt.: Emil Gr ätz er; Sekr.: Dr. Simon H o l d e n g r « b e r, VI, Esters,azhgasse 34; Zskfte..: Cafe W e st m ü n st e r, VI., Mariahrlsersiraße'67, Dienstag, 8 Uhr abends. Sektion IX: Obm. : Dr. Isidor S ch r l i t; Lt.-: Doktor Alfred L 8 w y; Sekr.: Zion. Sektion Msergrrmd, IX., Liechtenstemstraße 11; Zstste.: Caf6 City, IX./Porzellmtgasse% jeden Abend. Sektion XVI, XVII: Obm., Lt. und Sekr.: Leopold Sitz m ann, XVI., Brunnengaffe 41; Zskfte: Saft Nizza, XV;l.,-Hernalser Gürtel, Dienstag-von 7 his 9 "Uhr abends. Sektion XVM: Obm.. "Lt. und Scsi:.: Dr. Arnold Friedman n, XVM., Edmund Weiß-Gasse 7; Zsüste.r Sitzungssaal des Kultusbezirk'amtes, XVIII.,. Schoppmhaucrftrafjc 39, Mittwoch und Samstag abends. Sektion XIX.-: Obm.: Obn-Staatsbalmrai Dr.-Ludwig . Werner; Lt. und Zuschriften: Alfred We i shu t, Die bisherigen Gebühren (L 5.—, X 6.05 und X 7.25) erhöhen WAekr.:' Montag.MdLomeMaa vo»' sich infolgedessen für ein Paket bis '1 Kilogramm ans K 5.75, 6 bis 9 Uhr abenbS mt Temvewercm, .XIv, Doblmgergaffe 3; -. « (Knt& Düftuntth Yß" "na .«mV WarerrfchmuggeL nach Lublin. Gelegentlich' einer auf dem Frachtenbahnhof des Nvrdbahnhofes von Organen des Kriegswuchcramtes durchgeführten Erhebung wurde beobachtet, daß an einem znm Abrollen nach Polen bestimniten Transport ein mit Kisten und Neise-; tüschenbeladener Waggon, a n g e h ä n g t w e r d e n s;v l'l t e.- -Die-Organe des KrregswucherarilteS schritten ssosort V' ein: Durch die Erhebungen wurde festgestellt, daß die in ' , dem Waggon befindlichen Waren von einem gewissen Gustav . Piätkow skr aus Lublin, Geschäftsführer der dortigen' Galanteriewarensirma S. B. Mandelbaum, nach Polen geschmuggelt werden sollten. Der Inhalt der Kisten und Koffer Wand ans Kotz«l, Wäschestickereien, Wirkivaren, Leder-, und Rauchwaren. Der ^Wert der Ladung wird auf 200.000 Kronen geschätzt. Der Waggon würde beschlagnahmt' und die Anzeige an die Finanzbezirksdirektion erstattet. Da Pjatkowskr den Organen des Kriegswucheramtes einen Betrag von 5000 Kronen bot, um sw zur Einstellung der Anitshandlung zu 'bewegen, wurde auch die gerichtliche Anzeige gegen ihn erstattet. .. Der Psstverkehr mit dem Brrsland. Driefpostverkehr mit dev tschecho-flowadifchen ' publik. Bon morgen an. werden die bestehenden Einschräullmgen ' im Briefposiverkehrnüt der' tschecho-slvwakischen Republik aufgehoben. Es werden somit zugvlossen: Briefe (auch ' verschlossen),- Postkarten, Drucksachensendungen und Warenproben; alle diese- .' Sendungen auch eingeschrieben. Ferner Zeitungen. Das. Höchst- >. gewicht der Briese und Warenproben ist 250 Gramm. PsstpaKetVerKahr zwischen Wetrtschösterreich und GroHjbrrLKNnren und Irland. Postpakete nach Großbritannien und Irland befördert di^ Schweiz nicht mehr durch Vermittlung der Meffageries Anglo- Snisses, sondern unmittelbar in Körben nach London weiter. ’ fui; eilt Paket über 1 bis 3 Kilogramm auf X 6.50 nnd für rin... Paket Über 3 bis »'Kilogramm auf K 8.—. Die Wortgebühr bleibt imverändert. Spcrrgntsendmtgen sind unzulässig. Der Vermerk „Ueber Basel 17 M. A.-S." auf den-Paketen mrd Begleitadreffen hat zu entfallen. . Brrefpostveekehv mrt den niederlündischen Kolonien. Der Briefpvstvcrkehr nnt Mederländisch-Jndien Md den . übrigen niederländischen Kolonien ist wieder eröffnet. Zugelassen - sind'gewöhnliche und eingeschriebene Briefsendnngen jeder Art. - . * Me dis „Arbeiter-Zeitung" denr Antifemit'rsmrrs dient. „Alldeutsches Tagblatt" vom 23. Juli: „Mir .sind der ..Arbeiter-Zeitung' zrm Danke verpflichtet, daß. sie hier von jüdischen SchleichWuhlern spricht. Den bösen Antisemiten hät. maiM ja nie Mlarcht, wenn sie behaupteten, daß der Schleichhandel »sich' in jüdischen Händen befindet. Nun hört mcm es auch aus dem Munde des Herrn Austerlitz! Israel weine!" * NLrgermeister Reumann ist von feinem Urlaub zurttckgekehrt nntz-hnt -die-Leitmtg '"der AmtZgesehafte wieder' ikbernommen.