Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 184 (24.7.1919)
- Date
- 1919-07-24
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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£ «Nr. 184 feien, ..Donnerstag SLerrer" MorgenZMmrg^ Preiserhöhung für Leder. Si ' Wie gehetzt wird. ' „Meud" veröffentlicht einen von' der Szegedimrr Mehrung ausgehenden Aufruf, der in' Ungarn gegen die Mäteregierung verbreitet wird. Daß die Gegenrevolution durchaus reaMonär ist und ganz die gleichen Schlagworte sbenützt, wie die Berliner alldeutschen Hetzer, war bekannt. Maß sie aber den Pogrom, detk sie herbeiführen wollen, als s„e h r l i che ungarisch« O r d n u n g" bezeichnen, ist ein Lienes Moment in dem Feldzug der Monarchisten gegen die von Kun selbst — kompromittierten Errungenschaften »der Revolution. Interessant ist auch, daß dieser Ausruf an der Druckerei der Wiener „Reichspost" hergestellt wurde. -Wobei man an die rm Franziskanerkloster internierten ungasrisAen Gesandten erinnert wird. Der Aufruf lautet: Ungarische Brüder (Blutsbrüder)! Fünf Jahre lang haben wir uns mik der 'ganzen Welt herumgeschlageir. Nach fünfjährigem Leiden sind unS die Budapest er Juden an den Hals gekommen, Kts sich während deS Krieges in ihren Häusern verborgen hielten und saugen uns jetzt .unseren letzten Tropfen Blut noch' aus. .Sie haben unser Vaterland, und' selbst und' unser Alles vernichtet. Sie haben bas Lmrd und das arbeitende ungarische Volk üusgeraubt. Sie wissen nun, baß ihre letzte Stunde' geschlagen hat. Sie wollen jetzt in Sicherheit kommen. . ^'. Die Macht wollen sie jüdischen Genossen übergeben — die sie rennen ließen —, damit diese die Gaunereien,'die sie früher getan, weitervetreiben können. Michael Karolyi hat das Land an die Inden verkauft, er selbst ist geflüchtet und jetzt wollen ihm seine Komplizen folgen. Christen, glaubt nicht an die Komkdio, die kn Budapest den Anfang genommen hat; den Kürzeren werdet nur ihr ziehen! Wir wollen reine Arbeit!m Land' machen; ehrliche ungarische Ordnung muß geschaffen werden. Wartet mit Geduld! In kurzer Zeit werdet ihr sehikn, daß wir euch nicht verlassen haben! : Glaubt den Budapesiern nicht! Was sie auch' immer machen, zum Schluffe seid ihr doch immer wieder die Betrogenen! ‘ Christliche ungarische Bauern und Arbeiter, ihr seid die Mehrheit im Lande! Ihr dürfet nicht, zulassen, ' daß fremd« Vampire euer Mut saugen! Wartet mkt GeduD! r / \. Wir kommen! ' ' ■* Die Stunde der Freiheit naht! . >. Wir wollen hierzu nur noch bemerken, baß die Mehrheit der .ungarischen Juden, statt sich einfach 'als jüdisch . zu Erklären, mit dem Szegedmer Mischmasch-Kabinett sympathisiert. Die arrtisemMscheu ArLelterrAe. f ' Klus Leserkreisen wird un§ mitgeteilt: Leute, die jna'ch Tirol einreisen wollen, um sich in einer der fielen Sommerfrischen dieses Landes zu erholen, machen ' die merkwürdigsten Erfahrungen. Ihre Gesuche unr die jEinreisebeivilligung werden entwdder gar nicht beanttvortet — obzwar der vorgeschriebene Stempel beisgelegk war — oder brüsk abgelehnt. Letzteres dann, Mid zwar durchgängig und ausnahmslos, wenn der /Gesuchstellen einen jüdisch' klingenden Namen trägt. Diese Praxis wird aber erst seit dem Zeitpunkt Let^iöben, wo die sozialdemokratischen Arbeiterräte die 'Kontrolle' der Einreisen an sich genominen haben. Es'bestLht überihaupt ein sonderbarer Zusammenhang zwischen der snvdernen Form des Sozialismus, respektive KvinmtmrZjnrus- und dem Antisemitismus. In Bäben zum Beistiel sind es außer-den Deutschradikalen noch die Kmninnr nisten, die eine so arge Pogromhetze betreiben,' daß 'cs schön zu Panikszenen gekommen ist. Davon scheinen die Wiener jüdischen Kmnmunisten, die sich jetzt ihren ^christlichen Genossen '.aus Leibeskräften anbiedern, nichts zu wissen. l! Vom Anterrichtsamt des IMschenNatisnal-? rates. Propaganda -- Versammlung für de« I ü d i s ch e n S ch u l v e r e i n, Das IsitterrichtSamt des Jüdischen Natioualrates, welches sich das Ziel gesteckt har, jüdische Schnieu im Lande ztt gründen, geht daran» im kommenden Herbste ein jüdisches Realgymnasium in Wien nr eröffnen, worin nebst asten anderen Gegenständen auch dem Hebräischen und der indischenGeschichte ein beträchtlicher Teil der Uuterrichtsstmiden eingeränmt werden wird. Auch andere Institutionen,wie' dös'j n d i s cl, e P ä d a g o g i « m nsw., werden vom jüdischen UnsirrcchtSannr überwacht.. Weitere Gründungen sind geplant. t? Um dieses Arbeitsprograimn durchführen zu können/ wurde m i üdi s ch e r'S chulverein gegründet, für welchen die breiten jüdischen Massen gewonnen werden müssen. Samstag den 26. d. M. um 8 Uhr abends findet sie Behnerts Saal, XX., Trcnstraße 7£, die erste große Provagandc^Berfammlung mit der Tagesordnung:, „Der jüdische Schulderem" statt, m welcher dre Herren Univ.-Pros. Dr- Bernhard Geiger und Prof. Dr. Wilhelm S 11 i n sprechen werden. . ' Die Kohlsmrot. ' Gestewt vorinittägs fand im StaatSamt für öfseütliche Arbeiten eine trenerliche Beratung über den Stand un5 die weiteren 'Aussichten der Kohlenbelieferung statt. Die Sitzung hatte lediglich informativen Charakter, da dt« Entscheidung der Angelegenheit bei der ^'Regierung, beziehungsweise beim Stadtrat liegt, nachdem die Regierung mit den Vertretern der Nätronalstaaten und mit der interalliier-tzir Kvhlenkommission verhMdolt Labvn wird'.! ' Me WAeiiLU WA erwarbt-tuan den Mschstch der WKe tlnd essMt'e daher die EnDheidung Wer die Vornahme neuer', bebiehungskveise Wer die Aufhebung brr jüngsten Eparraasinahmen m im morgigen Gchung Kindtrates fallen.. Durch eine im heutigen Staatsgesetzblatt veröffentlichte -Kundmachung des Staatsamtes für Handel und Gewerbe, Industrie und Dantm werden die Preise für die verschiedenen Ledersorteu neu festgesetzt. Die Preise haben durchaus eine bedeutende Erhöhung erfahren,. welche bei vcgetabilischnegerbtem Leder aus Rinds- und Noßlninten sowie aus Kalbfellen rund 45 Prozent, bei solchem Leder aus Kleinfcllen 60 Prozent und bü mineralisch gegerbtem Leder rund 100 Prozent der bisherigen Preise beträgt. Dre Preiserhöhungen ergaben sich 'amu Teil ans der Lohn- und Regieko.stensteigenmg Lei der Manipulation der" Rohware, weshalb zum RohhautpreiS statt des bisherigen Zuschlages von 7 Prozent ein solcher von 15 Prozent.und bei Äleinfellen eine Erhöhung des Handlerzuschlages von 10 Prozent auf 20 Prozent gestattet wurde. Dcr .hMptsd'chlichste'Grund der Lederpreiserhöhung lugt aber in der seit der letzten Lederpreissestsetznng (Jänner ISIS) eingctcetencu ganz außerordentlichen Steigerung der ErzrugungSkosten, die seit dieser Zeit, in den Löhnen um 110 Prozent, in den Regie- und Materialkosten um nrindestrns 90 Prozent gestiegen sind. Die neuen Lederpreise sind mit Wirksamkeit vom 7. Juli l. I. in Kraft getreten. , Um eine ungünstige Rückwirkung der Ledervreiserhöhnng auf die Schuhpreisr lnntanzuhatleu, ist eine Nevrston und Ergänzung der für Schuhe bestehenden Preisbeschrankungsvorschrrsten in Ausarbeitung/ -. l —————— Frachkgrrt um 31 Millionen Kronen gestohlen. Im Laufe der Kriegsjahre rst bis Sicherheit' des rollenden Gutes auf den Dahnen in höchst bedenklichem Maße herab gemindert worden. Kaum esir Tag vergeht, an dem nicht mehrere Anzeigen Wer Plünderungen von Güterwaggons in den verschiedenen Bahnhöfen Wiens einlaufen. Die Diebstähle werden nicht irur auf der Fahrt verübt, sondern auch' in den Frachtbahuhöfen werden jahraus und jahrein die Waggons auSgeplündert. Donden Riefenschadenziffern, die bei den Dahndiebstählen in Betracht kommen, hat man .im Publikum kaum eine Ahnung. Zur Kennzeichnung fei gesagt, baß allein auf dem Frachtenbahnhof Brigittenau im' Laufe des letzten Jahres der. durch fortgesetzte. Diebstähle verursachte Schade 31 MiMonen'Ktronen betragen soll. .; Am 19. v. M., nachts, wurde nun wieder einmal durch die Stadtfchutzwache entdeckt, daß auf dem Hernal'fer Frachtenbahnhof ans einem plombierten, mit Zucker beladenen Waggon ein« Mzahl Säcke gestohlen. worden ist. Durch lange Nachforschungen wurden als Täter die Leute des Zugspersonales eines leeren .Mterzuges ausgeforfcht.. Einer der Beschuldigten, der S7jährige Kondukteur Franz Muth fant, tu Klosterneuburg wohnhaft, versuchte, als.seine Mittäterschaft aufkam, die Stadtschutzleute Karl.Dorndorfer und Josef Dittrich zu bestechen und machte ihnenden..Dor- : schlag, er wolle mit ihnen, .wenn sie ihn srerließen, hie Beute teilen. Me wackeren Leute, ließen sich' nicht' verleiten und so konnte die Verhaftung der ganzen Bande' erfolgen). - Sie bestatd aus Muthsam, dern 44jährigen Lokomotivführer Karl Bellmann, Brigittenau, Engerthstraße. wohnhaft, dem 24jährigen Bremser Rudolf Reudorfer, Brigittenau, Zriuygasse 59 wohnhaft, und dem 21jährigen Hilfsarbeiter Josef Kn oll, Klosterneuburgerstraße 98 wohnhaft. Diese vier Per-» sotcen wurden, dem Länoesgerichte eingeliefert. Der 45jährige Heizer Johann SU, der auch' ein..Geständnis abgelegt hat, daß er an den Diebstählen: beteiligt war, wurde auf freiem . Fuße belassen, aber der Staatsanwaltschaft ängezsigt. Erhebungen darüber, wie viel von der Niesen sch adensum me der Partie zur Last Mt, sind im Zuge. '; * BevLvetimgsrechL deEchöfterserchrfcheV RechLs- KttwKlLe der Polnischen GsrichLen. Nach einer Mitteilung der polnischen Negierung werden in-den von. Polen besetzten Gebieinl der ehemaligen ösierreichisch-ungarischen Monarchie deulschösterreickfische Nechtsanwasie zur Vertretung vor Gericht gleich den dortländischen RkchLSanwäften Melassen. * Die trchnische Srndiengrnppe des' Palnstinaamtes eröffnet im Monat Ssvkenlder theoretische, und praktische/Kurse mr Heranbildung von Eleftrotechnckern sür .PaWinarütrressentrn. Nnmrlduugen zur Teilnahme an den Kursen werden täglich vormittags (Samstag geschloffen) zwischen 9 und 12 Uhr im Palästinaantt ftrchn. Referat),!l., ZirküSgaffe 83,' entgegengenvmmen. / ■ * KrsttuvseLLivn der Vereinigung Jüdischer GxporLnkademiÄer. Anläßlich des 70. , GeburtSkatzes. Max Nord ans veranstaltet die Knsiursektiou der Vereinigung Indischer. Exportakahemikcr eine Reihe von Vorträgen über das Leben und Wirken Nordau'Z, von denen als erster der Vortrag des Prof. Dr. Marmorek m der nächsten Zeit stattfindm wird. VersrrrsKSchrichterr. Aerzte grupp e d eS P al ästina a m teS. In der nächsten Zeit beginnt ein von der Gruppe veranstalteter KurS über Augenkrankheiteu. , Der Leiter ist klinischer Assistent. Anmeldungen persönlich beim Sekretär der Gruppe Dr. Lanterstcin täglich von V-3 bis a/*4 Uhr mit Ausnahme von Sonntagen und Montagen. Die nächste Msschußsitznng ffndrt .Dienstag den 29. d. M. inn 7 Uhr abends im Palästinaamte statt. —- Zionisten in Baden b e i W i e n. Heute Donnerstag, 8 Uhr abends, gesellige Zusammenknnst der Badener Zionisten im Eafö Fischer, Baden, Josessplatz. — Zionisten, die sich in B ö S l a u - G a i n fa r n aufhalten, wollen ihre Adresse Gamfarn, Hauptstraße 9, Tiir 1, angrbcm — Z com i st c s ch e S e k t i o n L a n d st r a ß e. Heute Donnerstag entfällt die dieswöchrntliche Zusammenkunft im Cafe Prückl. — Der I ü d i s ch - a k a d e m c s ch e I u r i ft c n t» e r c t n ul=> tursektion), IX,, Allcrstraße 28, eröffnet anfangs-August u n e u t g e l t l i che Hebräischkurse smntlicher Grade, zn welchen lever Lernivmigr Zutritt hat. Anmeldungen im BereinSlorale bis zucn S. Äcrgust m den ÄmkSttunden täglich von 11 b'.S 12 Uhr vormittags oder schriftlich. BorLikSge «nd Versammlungen. Kulturverband a b n e". Rede- und 8 e s eh a l l e, IX., Tiftkenstraßr p. Heute um 6 Uhr abends Dr. A. K a min ka: Kurs üorr' die späteren Propheten lZesaias). — B o r t r s g s z y k l u s S. I. I m b e r, I. V o r t r a g. Samstag den 26. d. M. im Saale des Ncederösterreichmhen GewerLevereines, I., Eschcubachgaffe 11, findet der vom jüdischen Verein »Nord-Ost" und vom akademischen Verein ^Jüdische Kulsin" veranstaMte I. Borftag S. I. Im d er.über ^Das nationale Moment in der modernen jüdischen Porst" statt. .Beginn 7 Uhr abends. Mstliche Karten Lei R. Löwit. Buchhandlung, l., Rotenturmstraße 22, nnd in den Vereinslokalen,!!., Taborstraße 21», und Ü, Bvrseplatz 7. ■ ' BrieftzqstZA dsr Vedatztion. ReuMt^g. 'i. We Novelle zum ''Heimatsgesetz ist binnen ilijK eMrtcg. 2. Die Gememdr ninst Ihr Anmchetr" um Mnichme tu den Hennat^verbcmd 'der, Beschlnßfafftmg 'untcrzich'en. 9: Die Zuständigkeit nach' Czeruowiö haben Sie nicht verloren nnd werden nach Heratlsgnbe der Novelle znm Heimatsgesetz sich entscheiden können, ob Sie die Entlassung a«S dern Bukow'-!-?c:- H:'m-.ll?vrrband anstreben sollen od'v r -cht. , 24. Iulr 19M y.- i. .i.’i .... ir.w.mMiic, ■ar~v~'».'i';v-irii.-..Ti > „ . KSMMMMs. .Berdot dos gesamten Rucksaskserkehres. Im Stadtrat wurde gestern auf Verlangen der Landesvrr«' sammjung darüber beraten, ob der Rncksackverlehr weiter gestattet werden solle. Stadtrat T L u b l. e r verlangte daS strikteste Derbot desselben und überdies die strengste K o n t r v,l l e d e r G a st-^ und K'a f f e e h ä u s e r. Die Christ Vt ch-- s ö zral en sprachen sich in Anlehnmca an emewMagistrats-" bericht n u r f ü r die Beau f s.i ch t i g u n g d e S Rück sackverkehr es au S. Bei der naucentlichen Ab-, stiinmung wurde mit d e n S t i m m e n d e r ' S o zia l« d c ni o k r a l e n bcsthloffen. der Landesversammlung vorzu- ' schlagen, b e n gesa m l e n Rn cks ack v er k e h r z-u verbieten. __ Dev Stadtvat- Mgerr dorr Schlelchharrdsl mit Milch. Stadtrat Kokrdü erstattete gestern im Stadtrate'einen Bericht über:bie Versorgung Wiens mit Milch, die in der letzten: Zeit eine ständige Abnahme änfzuwrisen hat. Die Milch-- nnlieferungm - nach Wien betragen derzeit durchschnittlich 65.000 Lrter täglich, wovon 16.000 b c' s 17.000 Liter i n v'e r d o r b t n t m Zu stände nach Wien gelangen. Dagegen ist dje Bcliefcrrnig mit M i l ch r m Schlei chhandel in einer steten Zunahme begriffen. Tagtäglich werden 80.000 bis 40.000 Liter Mich im Schleichhandel nach.Wien verschleppt nnd - nn besonders geldkrästiae Verbraucher abgegeben,' während Schwer-; kranke, - Kinder und stillende Mütter auch nicht in den Genus; des kleinen, ihnen zukommenden Milchquantums - gelangen' können. Aus diesen Gründen sei em möglichst, 'scharfes Vorgehen gegen. , den Schleichhandel mit Milch am Platz mch der Referent stellte den Antrag, daß der Landesregierung empfohlen werde, d a s n n b e d i n 'g t e V e r, b o t d e s R u ck s a ck v e r k e h r e s mit Milch auch mit den geringsten Mengen ausznsprrchen. Die Erlassung eines arcsnahmslosen Verbotes der Verabreichung von Milchgetranken in'DolkSkaffeehäusern, das von mehreren Seiten angevegt wurde, könne jedoch vom Berichterstatter nicht cmvfohlen werden. In einer .kurzen Wechselrede, an der sich die Stadträte Dr. G r ü n und Josef Müller bcteilikten, wurde der A n 1 r ä g des N'ef e r e n t e n a n g e n o m m e n. Ein Antrag des StadtrateL Josef Miiller, den Selbstproduzenten, die eine cigerce Wirtschaft anc Lande haben nnd Personen, die fixe ihre Familienmitglieder oder Kinder geringe Mengen von' Milch nach Wien mitbnNgen, dies zu gestatten, wurde abgelehnt. —-V--...-.V - ' ' 5£ol1egc*i aad IS©SlegSsiaieiiu ' des hum. Ges.-Vereines ^IVohsiütiKkaitL'iinn" . grätnli'eren^li^rzllclist dem Fr&utein Karoline Blenstock und Herrn Obm.-Sieiir. Seligmann Isidor soxvie Fräulein Bontse Evi und Herrn! Kassier Schapira Heinrich astar VerlobwHg. im’ 1 )f t - in allen DrekSlaaen. R ejuiratnvel» Mg IHpH unter Garamir. Farbbänder für »»S vvvv'W alle, .Eyitcme, erflNaifigeS Material. Leop. Kürzer, Wien, Nsi Weflahnstraße 23. Telephon 31837*; r<» '.Der Marktbericht.? -1-^ . Älörlweiser Etrorft pev Gemnsegärt»«». — Schwach- '' ' BeschM««g der Mör-rLe. Während man in der ganzen - Welt bemüht ist. die enorme,,, während, des Krieges und der Nachkriegszeit entstandene Teuerung' abznbaucu, haben bei uns agrarische Produzenten den Mut, mit neuen Forderungen nach Preiserhöhungen hervorzutreten. Die Gärtner aus der Umgebung Wiens, auf deren Produkte die Stadt .jetzt rnarigels aller Vorräte und angesichts der in der Verpflegung von Tag zu Tag singenden Schwierigkeiten mehr als sonst anaejv'.efen ist, erktärni, daß die ohnedies so hohen Preise für ihre .Mvdnftr zu niedrig seien. S i e v erl an'gt en'Pr eis»' ft e i g e r n n g e n nnd drohten im> Falle der NichtbewMgrmg mit dem Streik. Sie glauben, sich einen.solchen um so eher leisten zu können, als viele von ihnen während des Krieges die - ' Konjunktur ansgenützt und große Vermögen erworben haben. Sie s e tz.t e n zmn Teil, yls ihre durch eine Abordnung bei Marktamtsd'irektor Winkler vorgebrachten F o r d e r n n gen a b g e I e h n t winden, b e r e i t s g e si e r n tatsächlich in't t d e nt ircikein, indem sie die Wiener Märkte nicht^beschrcktcn. Sie taten dies auch, im Vertrauen, ans die bekannte Tatsache, daß d i e K o n s u m e nie n d i e P r o d u k t i o n s» orreder Gärtnerselbstaufs n ch. e n ü n'd dort j e d e n v'e r l a n g t c it P r e t s b e z a h l e n. E-'wäre . un Interesse der breitesten Schichten oer städtischen VevvlkerüE gelegen, wenn die maßgebenden Stellen hier energisch emsch'reitcn würden, um der dadurch drohenden werteren Absperrmig des' Wiener Marktes rechtzeitig vorznbcugen. Infolge des tejlweisen Streüs der Gärtner war in der B'e s ch i ck u n g. des Naschmmktes und der Bsitnalienhalle im!U. Bezirk, den beiden Hauptmärkten, ein w e s e n t l i ch e r R ü ck g a u g z» verz'enhnen. "Die O b ft nt ii r k te zeigen nach wie vor dasselbe ttostlöse Bild. Mit Ausnahme von Tiroler Bcrnen fehlt e f r is cht87' O b st g ä rr z l i ch. Die Groß m a r k t b a l l e war gleichfalls fast völlig verödet. Es gab nur 300 KilogratmN Werchwursie, 100 Kilogramm Rrndffcisch für die rayoniorten Kunden nnd 100 Kilo-- gramm. amerikanischen Speck. Auf den F i sch markte n waren blaß gesalzene Schellfische vorrätigdie infolge bcS sonst schwachen Angebotes zu. Xe — und K S,-~ pro Kilogramm gekauft wurden. E i e r fehlten. ' ^_ . . ' . , ' t Nrrdolf Held schuh, II., Pr aLeesteatze 54. Abgäbr van „Baurr's" Marmelade. Schweizer Schokolade,' TWvemcn.' Mm/raiw^'?'ern nsw. Geöffnet von 8 Uhr früh dis 8 Uhr abends. Erster Wrener Korrsumverem.. Die Abgabe der eingctcilten Artikel erfolgt in dieser Wochl für die erste Gncppe der Mitglieder heute, für die zweite Gruppk der Mitglieder am Freitag tmd für die dritte Gruppc det Mitglieder am Samstag. Zur Abgabe gelangen: Pro Person "Kilvgrannn Mehl, '/« Kilogramm Mmsgneß, als Zubuß« ''/r'Kilogram ktt MaiSgrieß) -Kilbgramm Reis, 24 Dekagramm Speck ftic zwei Wochen. Hrrmge, solange der Vorrat reicht, sins Grund der Numme 73. der -Bezngskarte, weiters Salz. In allen Verschlnßsiellen c Schokolade, Mandeln, Nvsinen, Feigen, italienische NiiyrmM. Slcbowitz tmd Einsiedegiiiscr in d'.verset! r.siT.rti’xm. (