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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-23 · Heft 183 (23.7.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 183 (23.7.1919)
Date
1919-07-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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WM MmI'MMö'ch' WT WlenerMo rgen^ei t ««<£ Dernrsfiorr der polnischen Regierung. MLHrisch-Ostrnu, 21. Juli. (Tschecho-slow. Preßbur.) „Gazeta Warszawska" meldet, der polnische MinisteMt habe beschlossen, die D em i f f i o n des g cf amte n Kabinetts zu überreichen und habe diesen Entschluß Pilsudski zur Kenntnis gebracht. Die Rekonstruktion des Kabinetts werde sofort nach der Rückkehr Pad ec e.w skis nach Warschau durchgefiihrt werden. Die Liga für Menschenrechts entsendet eine : ZlntersttchnttgskoMmisfion nach Polen. , Die französische Liga für die Vertekdlgung der Menschen- und Bürgerrechte entsendet eine spezielle K o :n m i s s i o n zur Un 1 ersuch un a d e r Judenverfolgungen n a 6) Pole n. Wahrscheinlich wird der sozialistische Abgeordnete M o u t e t, der sich vielfach als Verteidiger der Juden hervorgetan hat, dieser Kommission angehören. Blutige Anncherr in Warschau. Sturm auf den Landtag. ° Berlin, 22. Juli. Das „Tageblatt" meldet aus Thorn: In Warschau kam es, polnischen Blättern zufolge, vor einigen Tagen .zu ernsten Unruhen. Mehrere tausend Arbeiter und Arbeiterinnen versuchten das polnische Landtagsgebäude zu stürmen und von dem gerade tagenden L a n d t a g e i n e L o hn er Höhung z u f o r d e r n. Da sich die Menge von der Polizei und dem Militär nicht aufhalten ließ, gab das Militär und die Polizei Feuer. Eine Anzahl Toter undVerwundeter blieb auf dem Platze. Anläßlich dieser Unruhen erklärte .inr Landtage Minister Wojciechowski, daß diese Unruhen' die Früchte einer eifrig betriebenen bolschewikischeu Agitation unter der arbeitenden Bevölkerung von .W a r s ch a u, Krakau, C z e nft o ch a u und im D o m b r o w a e r Industriegebiet darstellen. Die Brrdgettede Dr. Wemziehers. Warschau, 22. Juli. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Wie wir bereit? gemeldet haben, hat in der Budgetdebatte lm polnischen Landtag auch der Mgeordnete Dr. W'einzieh er im Namen der freien Vereinigung der jüdischen Abgeordneten bas Wort ergriffen. In einer ausführlichen sachlichen Recke kritisierte er zunächst den allgemeinen Teil der Vorlage, um dann auf das Verhältnis der Regierung zu den Juden überzugehen. Er bezeichnets dieses Verhältnis als eine Psychose. Es sei die Folget eines Verfolgungswahns, alle Juden des Bolschewismus zu beschuldigen, wahrend diese doch in allen Partien und Klassen vertreten sind, .sogar in der reaktionären Denikm-Negierung Wie cs mit der Gleichberechtigung der Juden in Polen, über die die Regierung und die Presse mehrfach' ErMrungen veröffentlicht haben, tatsächlich ausschaue, beweise die Träfach'e, daß sich unter Zehntausenden von Staatsbeamten.in.Kbngreßpolen bloß einige wenige Juden befinden. Bei den polnischen Eisenbahnen seien '60.000 Arbeiter beschäftigt, darunter Lin Jude. Es werben sogar die früher beschäftigten Juden entfernt. Der Verband der Eisenbahner habe in seines .Satzungen eine Bestimmung, wonach nur christliche Polen zur Arbeit zugelasscn, Juden hingegen, auch wenn sie sich als Polen bekennen, nicht geduldet werden. Dasselbe sei auch bei der Post und beim Telegraphentvesen zu verzeichnen. Dr. Weinzieher kam auch auf die Erklärung Paberewskis bezüglich der Exzesse gegen die Juden zu sprechen und fragte, wann denn die Regierung die Ausschreitungen gegen die Juden bestraft und warum sie bis heute die Resultate ihrer Untersuchungen in Lemberg, in Kiel« usw. nicht veröffentlicht habe. Er wurde schließlich durch den Vorsitzenden unterbrochen und schloß mit dem Anträge, der Negierung bas Mißtrauen auSzusprechrn. ' ' > ■. Die tschechischen Sozialisten an Varbuffe. Prag, 22. Juli. Nach den gestrigen 'Kundgebungen der tschechischen Sozialisten für die Internationale wurde eine Depesche anHenriBarbusse geschickt, in der sich die tschechischen Sozialisten mit den Genossen im O st en solidarisch erklären. Unter den Unterzeichnern war der ehemalige Minister VrbeuSky. Die Wahrordnuttg in Tschechien. Prag. 82. Juli. (Korr.-Bnr.) Die Blätter melden, daß die Wahlordnung im Plenum der Nationalversammlrmg nicht vor dm Ferien, verhandelt werden wird. Der Gesetzentwurf über die Wahlordnung wird morgen dem Berfaffnngsausschuß vorgelegt, der sofort die Debatte über die Wahlordnung wie auch Über die Negienmhsentwürse betreffend die Verfassung, die Regelung der Sprachenfrage und die KreiLeinteilung eröffnen wird. Dir Nationalversammlung wird alle-d'iese Gesetze erst in der Herbstscssion verhandeln. DerrLfche N&ih«älvct*fmnnrlrmg. Wsiürav» 22. Juli. In dev'heutigen Sitzung der Nationalversammlung wmde nach der Annahme einiger geringfügiger Aenderungen dev Konipromißantrag Löbc-Trimbom-Heine zu Artikel 18 in namentlicher Abstimmung angenommen. Der Antrag sieht im Gegensatz zur Kommissionsfaffüng vor, daß eineNeubildung von Ländern im Falle die betroffenen Staaten nicht zustimmen, durch Reichsgesetz erfolgen kann und daß die Abstimmung der Bevölkerung erfolgt, wenn ein Drittelnder Wahlberechtigten es verlangt. Weimar» 22. .Juli. Die Nationalversammlrmg hat die zweite Lesung der Verfassungsvorlage beendet. Der PosiVerkehr zwischen England imd Deutschland. - , London, 22. Juli. (Reuter.) Das Postamt teilt mit, daß letzt wieder Post für Deutschland angenommen wird. Die gLkrZnLen HmrpLer tzürferr rrr Deutschlmrd nicht zu NeichsLugspriistdenLen gerpLhlL werden. Weimar, 22. Juli. (Korr.-Bnr.) In her gestrigen Sitzung der Nationalversammlung wurde' der Antrag der Unabhängigen, nach welchem die Mitgli ed er solcher Familien, die in De u t s ch l a n d re g i e r t" haben? MiDzn R e i ch s p r ä s i den t cVi g e w ä h l t werden Können, wird mit 122 gegen 117 Sttmmen angenommen. '? Ein Attentat gegendien amerikanischen Platz- - komMan^MtenVvn-KoMnZ..-^ . Berlin, 22. Juli. (Korr.-Bnr.) Die „B. ä am Mittag* meldet aus Genf: Die.Pariser Ausgabe des „New Dork Herald* läßt, sich aus Koblenz melden, - daß der Platzkommandant der amerikanischen Truppen Major George. C o ck e r i l l Gegenstand eines Attentats geworden sei. Auf einem Spaziergange wm'drn 3 Revolverschüffe ans ihn abgegeben, die ihn ledoch verfehlten. Eine der Kugeln streifte seinen Mantel. Wahrscheinlich wird die Stadt Koblenz vom amerikanischen Oberkommando mit einer'schweren Strafe bedacht werden. Srtzrms des Verlirrse BZrserwoVftmrdsS. Berlin, 22. Juli. (Korr.-Bnr.) Das „Berliner Tageblatt* meldet: In der heutigen Sitzung des BörseuvorstandeS ist man überemgekommm, die endgültige Beschlußfassung über dir Notterung von fest verzinslichen Papieren auf einen noch festzusetzenden Termin zu vertagen. In der Frage des Zeithandels für Devisen sind noch keine endgültigen' Beschlüsse gefaßt worden. Wie wir erfahren, werden,die zu erwartenden. Entscheidungen des Berliner BorsenvorstcmdeS über die genannim Fragen auch dann nicht sofort in Kraft treten, sondern zunächst den Vorständen der größeren deutschen Effektenbörsen unterbreitet werden, um eine möglichst einheitliche Regelung des Börsenverkehrsan den. wichtigsten deutschen Effektenmärkten herbeizuführcn. Die BS«serrspsL nlatiouen in MarknoLen. AwfterÄsm, 21. Juli. (Tel.-Komp.) Die großen Kursdifferenzen an der Amsterdamer Börse haben zu dem Gerüchte Anlaß gegeben, «s sei beabsichtigt, neue deutsche Rsichsbanknoten auszuzzebm und die alten Tausendmarkscheine zu .einem bestimmten Termme für ungältig zu erklären. An-der heutigen Amsterdamer Börse erregte nun die Tatsache großes Aussehen, daß der Kurs für rot abgestempelte Tausendmarkscheine und' der Wechselkurs auf Berlin, der bis jetzt einen Unterschied, von 4, holländischen Gulden für 100 Mark betrug, auf einen Gulden .herabgesunken ist, während die grüngestempellen Tausendmarkscheine ungefähr dem Wechselkurse gleichgestellt waren. Damit ist der in - ungezählte Millionen gehenden Spekulation mit. xotgesternpelten Täysendmarkscheinm ein Ende gemacht. Die deutschen Exporteure in Versailles. Paris, 22. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die Vertreter der deutschen chemischen, Ellen-, Metall- und Schiffahrt-' indnstrie. sind in Versailles eingrtroffen, um die Exportmöglichkeiten der deutschen Waren zu besprechen. Mrairrische Offensiv e. SebaftopoL, 22. Juli. (Funcspr. des'Korr.-Bnr.) Kriegsbericht der ukrainischen Sowietrepublik: Die allgemeine Lage hat sich für uns günstiger gestaltet. In Richtung K o w e'l h at unsere Offensive begonnen. Weletschisk an der galizischen Grenze ist miedet genommen worden. In Richtung Kamenec-Podolsk dauert unser Vormarsch an. Die bulgarischen Grenzen. Sayvikle, 22. Juli. (Funksvr. des Korr-.Bur.) Aus Paris wird berichtet: Bei der Besprechung über die bulgarischen Grenzen Laben England, Frankreich und Japan fiir die Zuweisung Thraziens bis zur E n y s—M idia-Linie an Griechenland gestimmt, so daß Bulgarien vom Aegaischen Meer abgeschnitten wäre. Die Vereinigten Staaten, und Italien wollen dm größten Teil Wrsithraziens Bulgarien zuweisen. Dadurch ist zwischen Griechenland und Italien die schon bestehende Spannung verschärft worden und deshalb hat Bcnizelos -White gefragt, ob Amerika, das mit Bulgarien und der Türkei ckicht im Kriege war, den bulgarischen Vertrag unterzeichnen werde oder nickt. Tittour batte vorgeschlagen, die thrazische Frage durch unmittelbare Besprechungen zwischen Griechen und Bulgaren regeln zu lassen, doch wurde dies von der Konferenz nicht zugrstanden. i Mir tschechisches für VerwaU-rrrrgs- Organisation. Prag, 82. Juli. Die Nationülversannnlung nahm den -Rrgi^rung-rcutwurf am Errichtung eines M i n i st e r i u m 8 für die v e r e i n h r i t l i ch t e G e s e tz g e b u n g «ndVer- .w a l t u n g 3 o r g a n i s a t i o n in e r st e r und Äfutiter 'Lesunaa 7- Die ersten deutschsn. Relsendsn in England. Bevlin, 22. Juli. (Tel.-Komp.) Das „8 Uhr-Abendblatt* meldet ans Basel: Nach der „Daly Mail" haben vergangenen Donnerstag die ersten deutschenReis enden seit K r i e g s!> e g i n n w i e d e r e n g l i s ch e n»B o n b e i r e i e u. Es waren mehrere deuffche Bankiers, die in London eintrascn, um über den Abschluß einer größeren Anleihe für deutsche Ankäufe mit englischen Finnen Verhandlungen zu pflegen. Lrchrrowskry für Natibor. Berlin» 22. Juli.'Der frühere deutsche Boffchaster in London, Fürst. Lichnowsky bittet in einem Telegramm an Balsa ur. dem Krcrse Ratibor. in Oberschlesten nachträglich das Recht aus Volksabstimmung zngewährcn. Deutsche mn den Tschechen zn M'MLrischen Urbeiten Bessaiües, 22. Juli. (Wolfs.) Die französisch e Negierung ist in einer N o t e darauf hingcwiesen worden, daß nach Budavester Mitteilungen, etwa vierb r S f ü n f° t a u f e n d, aus Rußland über Kassa (Rumänien) zuriickkehrrnde deutsche K r e a s g e.f a n g e n e von den 1 s ch e ch os l o w a k i s ch e n .Mi H tat v'e HL r d e rc seit einigen Wochen i n K a f s a' f c st g e h a l t e n werden. Ste werden zivaugStveise zu S ch a n z- und anderen militärischen Arbeiten an der t s ch e ch.o-«s l o w a k i s ch e n Front verwendet. Die Vchaudluug dieser in Arbeüskomvansen cmgeieilteu Deutschen soll emr sebr schleckte sein. Die Verpsiegmg soll gäu.flicl) nuzurcichend sein. ..Die deutsche Regierung hat umbaldigste Auf'kl a r n n g dieses Falles gebeten. Dr. Nerrrüth vor Lew SLKALgerfcht. W/irnchStt» 22. Juli. Bor, deur. Standgerichte drc.anu heilte die Berhanotunfl tve'qen NeUchst zum Hochverrat gegen den Privatdozrrllcn Dr. Otto N c ri r a t h, we'cher seinerzeit von der dieg'.n'nug H5ff>tt..uu zu'.u Präsideurrn dev SorialrsiernnasauckS LS. Juli ISIS' Nr. M . t.«. — ----—. - v ii - ’j ernannt worden war. Die Anklage richtet sich gegen Dr. Neurath Men seiner Tätigkeit während der M der Räterepublik in München. Der ganze Vormittag war vomVerhör Dr. Nerrraths anSgesüllt, welcher erklärte, daß er gleich anderen Beamten, trotz der Proklanlierung der Raterechibli?. es für seine Pflicht' erachtet habe, aus seinem Posten zu verharren und seine Tätigkeit fortzusetzey. Er stabe übrigens immer, gegen die S t r e r k s und - S e gen i e d e Gewal t a n w e n d u n g gesprochen : er sei . auch Gegner d e r Enteign u n g gewesen' und er habe' auch darauf eingewirkt, staß die dattrals unter den Arbeitern vorhandene Tendenz, Streiks zu arrangieren, ' die Fabrüsmaschiuen-' zu zerstören und die Direktorm abzusetzsn, nicht zur Ausführung konune. Im übrigen habe er sich nie mit Politik beschäftigt und . sich stets nur aus wirtschaftlichem Gebiete bekätlgt. Er habe auch mit Lewin einen heftigen Zusammenstoß gehabt, weil er gegendie ‘ - beabsichtigte Durchsuchung von Zivilpersonen nach Waffen ■ ünft '' getreten sei. Er habe auch immer die Ansicht vertreten, daß -die -. - Dnrchsührmig der Sozialisier u n g n u r - mü. glich w 8 r ''..w e n » d a s B Ü r'g e r t u'm m i t t u e.' ' Die un Lause des heutigen Tages ventvmnwMn Zeuge« bestätigen die Aussagen Dr. Ncmatbs. So sei die von ihm verfügte Sperre der Bankkonten'mw erfolgt, um die Auszahlung - Löhne.zu sichern.' . Professor H a,l b a n, der mit Dr. Neuratb 2VS Jahre im KriegZministerium in Wien zusaumieugrarbeitet, hat, erklärt x '- ebenfalls, daß Dr. Nemath eigentlich keine politische "Pürteistcllung halte. ' ' * Das Zeugenverhör wird morgen fortgesetzt werden. Dem - Angeklagten wird insbesonderS das Faktum der Banksperre^zur.-. Last gelegt, eine Reihe von Bankdircktvren und Fachleuten-ist ., vorgelaben. , > Morgen beginnt auch die Dethcmdlrmg des Prozesirs-. -- A x el r o d vor dem Standgerichte. ' Me KMorfrage. Haag» 22. Juli. (Korr.-Bnr.) Der Londoner Korrespondent- ' des ^Ni'euwei Rotterdamsche Courant" mcldct von maßgebender, Seite, daß de Lage in der K a i s e r f r a g t, jetzt folgende ist: Die A l l i i e r t e n find der Ansicht, daß sie den P r o z e ß n inch t f a l.l e n l a s f e n k ö' n n e u, weit er einen Bestandteil, des Friedensvertrages bildet,: den sie unterzeichnet baden und zu denen . Durchführung sie verpflichtet sind. Es ist deshalb nutzlos, darüber, zu debattieren, ob es richtig oder falsch war, diese Be-mchmg in ' den. Friedensverttag aufzunehmen. Es wird von Tag zu Tag - wahrscheinlicher, daß der Prozeß nicht in London stattfinden wird, und maw hofft, daß die Opposition größtenteils verhindert wird, sobaldf dieser Beschluß mitgcteilt wird. Holland, wird nicht ersucht,. den Kaiserai^zrckiescnr. sondern dieAlliierten werden die holländische" Regierung um seine Ucbergabe (Overgave) bitten. Wir sind der ' Ansicht, daß'Holland dann die Bedenken gegen die Auslieferung. fallen laffen wird. Beratungen des Pariser Rates. Paris, 22. Juli. (Fnnlspr. des Korr.-Änr.)' Der Oberste interalliierte Rat hat in der gestrigen Sitzung den Bericht der Territorialkommission über die Festsetzung der bulgarischen G.cnze' ' beraten. Der Rat beschäftigte sich hierauf mit der Ausführung des Friedensvertrages durch Deutschland. Entsprechend dem Fi'icdensvcrlrag wurde eine Kommission ernannt, die während der Ucbrrgangszett, dre nach dem Abzug der ■ deutschen Verwaltung und der deutschen Truppen folgen wird, ,, O b e r s ch l e f t c n verwalten m:d die endgültige Zuteilung ' dieser Provinz vornehmen wird. Sie wird auch 'darüber wachen, ' daß die Volksabstimmung frei dnrckgesührt wird: Die Kommission wird, sich aus Vertretern der vier- Großmächte zusammensetzen.und durch keine inieraMerte Gqrnisvn .ümerstützt :werden. Gleichzeitig wurden zwei Kommissionen eingesetzt, die die . Ausführung der kolonialen' und ökonomischen Friedcusbediugungm überwachen sollen. - SLaaLSKsnzler Dr. Rermer nach Feldkirch abgeveift. . Paris, 22. Juli. (Fuukspruch.). Staatskanzler Dollpr Nenner und SektionLchef. Dr..S ch ü l l er. begaben sich Montag nachmittags von der Villa Reinach zum Nordbahnhof, . von wo sie-die Reise nach Feldkirch antraten. Oberst Henry und Hauptmann Morgan: .von ^ster 'Militärmissiou^ gaben ihnen das Geleite zum Bahnhof. Dir deutschvMrerchischen B e v o l lm Ä ch t i g t e n werben aß: S o n n t a g wieder in S'a i :^- G er m a.i n ei ntr essen. siVUson mr Ruhr erkrankt. Washington» 21. Juli. (Korr.-Bur.) Präsident W : ls o n ist an Ruhr erkrankt. J , ' 'Michael Krrrochi in Genua. . Lyon, 22. Juli. (Funksvr. des Korr.-Bur.) Au§ G e n. na' wird geMdrt :' Grat Michael K.a r o l y i ist hier eingetrvffen. Er wird sich mit dem nächsten Dampfer nach Anicrika cinschiffen. Die belgischen Liberalen gegen das Frauenwahlrecht. r Haag, 22. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenzt6."> Der Brüffelcr „Standard" berichtet, daß die Regierung nach Jusor- . malionen aus bester Quelle beabsichtige, die K a m m e r a u s-. z ul ö s e n. Nack der Berfaffuug müssen dannu: 11 Tagen - Neuwahlen stattstnden« Der Plan soll von den L i b e r a l e n - avsgehen, um zu v e r h Ü t t n, daß die k a r h o l i s ch e Mehrheit, die,noch besteht, den Entwurf für das F r a u e n w a h 1r echt in den Gemeinden durchführt. ' ' - Das englische Unterhaus gegen den Friedens- Vertrag. Lyrrdon, 22. Juli. (Korr.-Bur.) C l v n e S erklärte namens -er Arbriterpartct. das Haus dürfe die Abstimmirrsg. Her. . den Friedensvertrag nicht überhasten, da er b eff:: m m t r Man g e l e n t h a l t e. Diese müßten gegen die' große» Gewinne, die erreicht worden seien, abgewogen werden. - Man miifse Me. ungeheure Erleichterung darüber empfinden, 'daß für die Welt durch den Sieg der alliierten Heere und .ckurch 'die Niederlage des miülärischen Geistes, der den,Krieg , verursacht habe, soviel erreicht worden sei. Redner trat nrit warntei: Worte« für ein internationales Zusammenarbeiten eim Dre - folMden Redner stimmten einmütig zu, daß der f r ü h e r e , d e ir t f cfi i K a i s'e-r v o r G e r i ch t gestellt werden sollwenn auch Rteiunugsverschiedenheiten über den Ort des Gerichtshofes bestünden. - ■ - ' ■ '.: ,/ _ Kaurpf Zkvischerr SchmttgLlem-.i.-rtyd .Militär-! ^.' L Juli. . (Tel... dir Mrf' Morgenztg?^..? In den G'renzorten des besctzten und nchxsetzW^ Gebietes. kyrW. es"jetzt fast täglich zu K ä-m p f e n .mik-Dchmugglern. Grsterv ertappte ein französischer Posten in einem pfälsischeu Rhnnort« c.ue Schmugglergesellschaft. Es kam zu einer Schftlerei, in dem.' Verlauf vier Schmuggler getötet wurden.

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