Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 180 (19.7.1919)
- Date
- 1919-07-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Teile 4' Wien, Samstag Wiener Morgettzeitimg -19. Juli 1919 9kr. I8v - ' PreiserhöhnnZ der englischen Kohle. ' , > Boirar Laws Vorschlag verworfen. . Sarnt-Germain, 18., Juli. (Korr.°Bur.) Die Berg« inbeiterkouscrenz bat gestern mitnngthenrcr Majorität den Vorchlag B o n a r?, et w § v erworf c n, wonach die Kohlen« oreiZcthohuug um 6 Schilling pro Tonne vrrsckioben werden sollte, wenn die Bergarbeiter sich verpflichteten, drei Monate läng Irr Möglichstes zu tun. um die Kohlenförderung zu erhöhen und verbrächen, während dieses Zeitabschnittes die Arbeit nicht niederuüegen. Die Bergarbeiterverlangen, daß die Regierung ohne Zögem den Gesetzentwurf über die N ationaIif i c iun.fi Der Bergwerke v o rl eg e, worauf, wie ihr Präsident erklärte, sie alles tun würden, mu die Reorganisation der Bergwerke und die Steigerung der Ausbeute zu erreichen. Wahrscheinlich wird M o n t a g d i e P r e i s r r h ö h u n g in Kraft treten. EiAe anrerikanischc Konferenz zur Beratung über den Friedensvertrag.' . j.\;' , r Basel, 18. Juli. iTel. der „Wr. Morgcnftg.") Nach einer' Havas-Mclduug ans Washington setzte W i l sw,n ■ >ine Konferenz von 15 republikanischen Senatoren ein. nmwit ihnen den Friedensvertrag und de» B 3 l? e tfb rfuß;uberaten. Veratungeu des Oöersten Rares. Sai«L-Grrmar», 13. Juli. (Korr.-Bur.). Ofstziell^wird verlaurbart, daß der Oberste Rat gestern eine besonders wichtige Sitzung abgehalten habe, in der außer über das österrei dj.y*^ scheErnahrnngsproblem auch über andere Fragen gesprochen wurde, über die aber zunächst noch das tiefste Stistschweigen bewahrt werde. Der „Tcmps" glaubt, daß sich diese Andeutung aus gewisse Fragen der Durchführung , des Friedens-, Vertrages beziehe. „L'Jntransigecmt" glaubt eher an eine B.c- > p r e ch u n g d e r n n g a r i s ch e n F r ä g e. Garnes WeizLnkorrtrEsr« Amsterdam, 18. Juli. (Korr.-Bur.) Präsident Wilson b'.!. w:e das Preßbnrcan Radio ans Washington meldet, die' gesamte Wer zenkontrolle I. :H. Barn es übertragen. Barnes wird die Ausfuhr von Weizenmehl durch, ein System von Lizenzen regeln imd auch das Vermahlen des Wetzens in den Bereinigten Staaten überwachen. Er wird ferner imstande sein, die Kontrolle über dre Einfuhren aus Australien und Süd- . amerika. sowie aus anderen Weizen bauenden Ländern, die große Borrät: zu billigeren Preisen als. den amerikanischen Regierungsprellen haben, anszuüben. Er wird darüber entscheiden, ob dir Wnzcnpreise herabgesetzt werden können. Die Einnahmen der SueZkranaLgefellfchaft. n Paris, 18. Juli. lTel. der ^Wr. Morgenztg.") Bei der Snsffaualgesellfchaft stellten sich die Entnahmen im ersten Semester 1919 auf 61*13 Millionen Franks gegen 39‘30 Millionen m gleichen Zeitraum des Borjahres. Dis amerikanische ArrLersrrchrrrrgskoMMifsiorr irr Warschau. - Paris, 18. Juli. (Tel. der ..Wr. Morgenztg.^ Die Kom? inilstou, die unter MorgrMhaus Führung zwecks Studium 8er Judenfrage tut Osten Europas stach Pol e n abgereist ist, ist m Warschau angekommen und hat ihre Arbeiten ausgenommen. Die Konnnission hat bereits alte in Betracht kommenden jüdischen Organisationen in . den einzMen'Städten aufgefordert, alles Material, das sich aus die Pogrome bezieht, zu iantmelu und gleichzeitig mirgeteilt, daß, falls die polnischen Be- Hörden Schwierigkeiten machen sollten, dies direkt der Kommission mi^nteilcn. Die pobuschcn Delegierten .in Paris erklären, daß diele Kommission ein Mißtrauensvotum für den polnischen Staat, bedeute. Die amerikanischen Delegierten wollen» mn die Arbeiten der Uutersuchimg zu ^beschleunigen, . daß weitere;wei bis drei Kommissionen als Suökvmmissionen der in War?chan tätigen Hauvtkommisstonen in Wilna und Lemberg errichtet werden,, damit die Ergebnisse dieser Kommisstönen rascher nach Paris gelangen können. V Bereits der erste hier emgelangte Bericht erklärt, daß.-trotzder scheinbaren Bereitwilligkeit der polnischen Behörden die Bevölkerung und di: jüdischen Organisationen von den Beamten, beziehungsweise deren Vertrauensmänner einzuschüchteru versucht wird. Das Expofs des polnischer Firranzmimsters. Jwsi Milliarden Defizit. . ' Warschau» 18. Juli. iTel. der,Wr. Morgenztg.") In der-" Sitzung des polnischen Landtages vom 17. Juli brachte .dera Fmanzminister K a r p i n s k i den Staatsvorcmichlag für daszwerte Halbjahr 1919 und leitete die Budgetdebatte mit folgenden Ausführungen ein: Das Bullet weist eist D efizit von mehr als z w e i M i l l i a r d e n Mark auf. Aus technischen Gründen konnte das Budget Galizrens dem a l l g e m e i rr em B rr d g e t n o ch nicht e i n v e r l e i b t werden. Die normale Budgetierung m Galizien wird erst mit dem neuen Budgetjahr begimen. Aus der Kriegsgewinnsteuer und aus den Abgaben von unbeweglichem. Eigentum erwartet bte Regierung 200 Millionen Mark. Von den von den Okkupanten eing'eführten Monopolen, will der Ministerdas Spiritus und Zückermanopol behalten. Das Spiritusmonopoi wird 625 Millionen Mark ergeben; vorläufig, sind m diesem Jahre nur 600 Millionen Mark aus diesem Monopol zu erwarten. Das Zuckermonopol bildet 20 Prozent -der Staatseinnahmen. Die Eisenbahnen bilden eine Pässivpoft. im polnischen Budget. Bon den außerordentliche» Einnahmen ist der Verkcnkf der Staatsanleihe im Betrage von 406 Millionen , Mark, 340.000 Kronen und 320 Millionen Rubel zu erwähnen. Außerdem entnahm 'das Aerar aus der Darlehenskasse 1.400,900.000 Mark. Von auswärtigen Anleihen hat die Regierung keinen Gebrauch gemacht: Bon der Anleihe in' der Höhe von 5 Milliarden Franks hat die Regierung nur > 800 Millionen Franks zum Ankauf von Kriegsmaterial, und Lebensmitteln ausgegeben. Das Militärbudget wurde im. ersten Halbjahr um 135 Millionen Mark überschritten. Für das zweites Halbjahr wird das Mikkärbudget auf eine Milliarde 884 Milli- ' vsenwercmfchlagt. I« der Debatte bemängelte Abgeordneter Gl s mb in skr,., daß das Budget Galiziens nÄl vorgclegt wurde. Die national- ' demokratische Partei hat kein Vertrauen ur dieser Regierung und staun die Berantwortrmg für diese Verwaltung nicht übernehmen. Abgeordneter D a s z. h n s k i griff die Art der Budgetierung des Finanznumsters heftig an. Dem im Budget ausgewiesrnen- Desizy muß noch das Monatsdesizit Galtzicns nn Betrage von je 100 Millionen K'vnen sowie das Defizit Posens zugezählt werden. Ende dstses Jahres wird Polen 30 Milliarden Schulden, das nt 1000 Mart pro Kopf, haben. Abgeordrmer W etnziehc r krit-sierle die Tat'ache. daß die r u d i r e k t e u 2reu'-^>. i c b n iti a l g r ö ß e r als dte direkten sind. Ed in di;/ di: größ!: Siin'oc des jetzigen BndüLts D?e jüdischen Delegationen in Paris für Palästina. ANuahMe der DSMftischerr VorschlZge. K o p e n h' q e tt, 18. Juli. (Tel. der „Wiener Morgenztg.") Arrf Vs^schrW M o tz k i n s nahm dsrs Komitee der jfirdischen Delegntrone.n ans feine?: am W. Jnli ftaLLgsfimdenen SetztenPlsKKrfttznng einftrmmi g den Beschluß sn, der Fr Le -ensk o u f e v e u $. namens des Komitees ein S.p e z.i a L m e m o r.a n d n m betreffend die Pal ä .sL % n afordernngen des ßüdLf ch e n Volke s VorZttlsgen. Die Verfamw- Mng. beschloß -mit EnLhnftasMns, daß der Z n h a L t des. Memorandums mit den B o r f ch läge aber zioniftischenOr- ,S.a n L.s a t i o tt zusanrMenfal! en muß. Der gegenmLEge Vorsitzende/'^err Louis Marsh all, der heute nach Amerika abreift/uahm den Vorschlag mit größter Sympathie auf rmd ermächtigte das K o m L L e e, das ÄLemorandüm in feinet» N a men z u z er ch n e n. Der dentschösterreichische Vertrag wird hente überreicht.! - S a r n t - G e r m a i n, 18. Juli. (Korr.-Bur.) „Chicago Tribüne"-■ meldet, das; der ö st e rreichische Vertrag fertig sei und w ah rs ch e i n l i ch m o r g e n überreich t Lp erd en w ird. Nach Löm „New Bork Herald" ist die LSsnng des adriatifchen Problems d a r i n n i ch L e n L h a l t e n. Die Japaner Verlassen die . FriedenskÄnferenz. P a r i s, 17. Juli. (Tel.-Komp.) Nach hiesigen BZäLLerMsLdrrngen bereitet die japanische Delegation ihre Abreise von der Friedenskonferenz vor, weil die AMerten infolge der Haltung des amerikanischen Senats in der Schantnngfrage den chinesischen Wünschen sich geneigt zeigen. Die WMorduung in der Tfchecho-SLorvakei. Prag, 18. Juli. (Tel.-Komv.) In der gestrigen Sitzung der Obmännerkdnferenz der 'Nationalversammlung ist noch keine. E n t s ch e i d « n g darüber getroffen worden, ob die Wahlordnungifür das neue Parlament und die Geschäftsord- > nung noch vor den parlamentarischen Ferien erledigt werden können, da eine Srellungnahme des stowaktschen Klubs noch nicht erfolgte. Es handelt sich zimächß darum,, ob die Wahlm in den tHechischen Ländern vnd in der Slowakei gleichzeitig vorzunehmen seien, da in der Slowakei vorerst große-Schwierigkeiten beseitigt werden Mffm. Bezüglich her Frage der Ernennung von Staatssekretären tritt der slowakische Klub nur . für die fakultative Einführung dieser Institution für diejenigen Ministerien ein, in denen dies von besonderer Zweckmäßigkeit wäre. So tritt der slowakische Klnb für die Ernennung von Slaakssekretären in den ihnen nahestehenden Ministerien für Ackerbau, Justiznnd des Innern ein Die Prager Iournulisterr bei Tusar. Prag, 18. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Ministerpräsident Tusar lud sämtliche Prager Journalisten, 120 an der Zahl, für Montag nachmittags zu einer Besprechung m sein Bureau ein. Herzl-GedeMfeier. Heute Samstag, V27 abends, große Herzl-Gedenkfeier. . i'm Saale der Produktenbörse, H., Taborsttaße 10. Einlaß nur gegen Eintrittskarten. Karten im Vorverkauf im Monistischen Bureau, ll., Zirkusgasse 33, oder an der Abendkasse. , Zionistisches Landeskomitee für Deutschösterreich. Die Ziomßerr der westlich:« Bezirke beteiligenstch korporativ / an dem Gange zum' Grabe Herzls. Zusammenkunft der Teilmehmer morgen Sonntag, %10 Uhr vorinittags, beim Türkenschanzpark, 40rr-Linie, an bem durch eine Standarte der Ortsgruppe geken»zeichueten Punkte. Der Z i o n i st i s ch e F r a u e n v e r b a n d ersucht seine Mitglieder, sich morgen Sonntag, zwischen 9 und V310 Uhr vormittags bei der Endstation her 46er-8mie dem Zuge zu HrrzlS- - Grab anschließen zu wollen. — Die Gestnnungsgeno.ffen der. zionistischen Sektion Landstraße werden gebeten, bei der ' Herzt--Gedächtnisfeier, welche. Sonntag, präzise 7 Uhr. abends, im ' Tempel, IH., Untere Biaduktgasse 13, stattfindet, zuversichtlich zu erscheinen. Gedächtnisrede-' hält Rabbiner - >Dr. R o s e n f e l d. - * Die Herzl - Ged 8 ch t n i s'f e i e r im Tempel des X. Wiener Gemeindebezirkes zeigte, daß anch in einem Arbeiterbezirke das national-jüdische Enipfinden zustandegckömmen ist. Nachdem der Turnverein Mäkkabr X seine jugendlichen Maktabim geschlossen ins Gotteshaus gebracht hatte, war bald durch die alteren Gesinrlungsgmoffen und durch .die Verwandten unserer natioualbewußtcn Jugend der Tempel, so gefüllt, wie es nur mehr an hohen Festtagen vorkomwt. Herr Oberkantqr S ch l e's-i n g er htsdrgte im Bewußtsein, dem Belmrfms der nationalen Judenschast zu entsprechen, gern die'Rezüationen' der zeremoniellen Gebete/ während Sr. Elsrwürden Herr Raöbrnre Dr.'A. L- Mandel in der'GedeEede uns die Ueberzeugnng lieferte, er wisse, was die füdlsche Jugend null nrrd Herzl hat es vernwcht nn!, der Ausgabe „Zion" buTc Juüenb zu betraueu. Tagesberichl. Die Kohlrnnot. Beratükrgett im Stadtrnt rmb im Staatsamt fAE öffentttche Arbeiten. — Wesentliche Einschränkungen der elektrischen Stromabgabe in der nächsten Woche! , bevorstehend. .E i n e B e r a t u n g i m S t a d t r a t. Die Kohlennot in Wien ist Permanent katastrophal. Darüber ist leidtzr nicht hinwegzukonnnen. Auch über die Ursachen -7 wir haben sie wicderbolt hier erörtert — jetzt wieder,zn debattiere^ ist nutzlos, weil damit nicht geholfen ist. Bizebürgermeister E in nt e r fing hat gestern in einer vormittags ergens M diesem Zwecke cinberufenen Stadtratsfitzung auf d it katü st r o .p h aleSitu a t i 0 n-h i n g e w i e s e n, nr welcher sich ' das st ä d t i s ch e E l e k t r i z i t 8 t s w e r t - befindet, welches unmittelbar vor der Bet r i e b sei tt* st e l l u n g stünde und weiters ans die Gefahr vor eine« E i n s-ch v 8 n k n n g des. S t r a ß e n b a h n v e r k e h : S) Direktor K n r e l von den städtischen Elektrizitätswerken, der mit dem Direktor des Gaswerkes M'e n z e l in der Sitzung anwesend war, schilderte die Lage der Werke in den düstersten Farben/ während dagegen der Direktor der Gaswerke die <&H kläwng abgab, daß zwar die Zufichr für die Gaswerke a n d a u e r n d u n günstig sei, daß aber eine « n-> m iti e l b a re Gefahr e i n e r B e t r i e b s e i n-< / st el Tit n g d e r G a s w e rke n i ch t zu g e w 8rt g e n s e i. ' \,.. In der Sitzung war mau sich einig darüber, daß unter dent von Direktor Menzel geschilderten Verhältnissen mit sogenannten ..Sparmaßnahmen" der drohenden Katastrophe nichts brizukomtneu sei und matt einigten sichdabin, daß, falls beej Vorrat des Elektrizitätswerkes nicht, nrehr. als für zwei bis drev Tage ciuSreichen sollte,.auf folgende Beschliiffe: - i 1. Die Einstellung der Stromabgabe an' Industrie «ndi Gewerbe. Mnsgenommeu werden wahrscheinlich die Approvisio-< nierüngsbetriebe sein.) s 2. Die Einstellung der Stromabgabe an Private. j. 3. Sehr bedeutende Einschränfimg oder vollständige Gn-t stellmlg.des Straßenbabubetriebcs. -! - Die'Abgabe von Gas wird vorläufig aufrecht bleiben, die Ostrauer Zuschübe noch knapp ausreichen, um den rednzi Tagesbedarf, zu decken. Die Beratung im Staatsamte für öffentliche Arbeiten. Noch kein Beschluß gefaßt. Die Entscheidung fallt viel-! leicht lwute. 1 . Gestern nachmittags fand anschließend an d'e Stadtrat-! sitzung im Staatsamt für öffentliche Arbeiten unter dem Vorsitze des Ministerialrates Dr. K l'o ß eme Beratung über die infolge der katastrophalen Kohlenlage akut gewordenen Maßnahmen! statt. An dieser Beratung nahmen teil: Die Bizebürgermeistce E m ni e r l i n g und H 0 ß, die Direktoren Kare! undi Menzel vom Elektrizitäts-, bezielmngsweise Gaswerk, der, Betriebsleiter der Straßenbahn Ing. Lerchen f e ld er, alss Vertreter der Kaffeesieder die Herren E a k h e r, Schn st t.v\ . und G r 8 tz e r, ferner die Gastwirte Glück, P ö h t tmb: D u n g l und . Verlr^er . des Kohlendepartements deL., Staatsamtes. i Nach einer längeren Rede de8 Vorsitzenden erstattete« die Direktoren K a r e l und M e n z e l ausführlichen Bericht über; den Stand ihrer Werke, während die Vertreter der Gewerbe fürs die möglichste Erhaltrmg ihrer Betriebe emtraten. Auch die Vize«! bürgermeister E m m e r l i n g und H 0 ß ergriffen das Wortj nnd erklärten» daß die Stadt sich unausgesetzt bemühe, Kohls herbeizuschaffen, daß sie aber jedenfalls die B e r a n t w 0 r tA u g- - - für die augenblickliche trostlose Lage ab le h n em muss e n. *; Auf Grund der Debatte wurde festgestellt, daß 'zuy St un d e e i n B e s ch l u ß nicht g e f a st t w er d e m könne, daß aber aus der Versammlung De legiert«, s ich s 0 s o r t z u m P r 8 s i d e n t e n S e i tz b e g e b e »i möchten, ihm die katastrophale Lage schildern und nahclrgeu, daßs er bei den Ententemisstonen um Hilfe vorsprechen rnoge.! In einigm Tagen werden die erschienene» Vertreter ders- Behörden und gewerblichen Genossenschaften zu einer nenerlichens ' Sitzung cingeladen werden. . Es erscheint nrcht auZgeschloffm, daß wesentlich^ Einschränkungen in der Abgabe vom elektrischem Strom int Laufe der nächsten Woche verfügt werden. Nach der Sitzung äußerte stch ein hervorragender Teil-! nrhmer über die Lage: „Dte Kohlenstination ist überaus! k r i t i s ch, so wie noch nie zuvor. Es wurde kein B eschluß, gefaßt. Vielleicht wird morgen die EntscheidtMtz fallen. Kohle aus der Tschecho-Slorvakei? Prag, 18. Jnli. (Central-Korr.) Fm ArbeÜsrninisterium, fand heute eine Konferenz über die Kohlenlieferung für Wien! statt, an der auch Vertreter der Ententemissionen teilnahmm^ Man erwartet, daß noch heute die amerikanische Mission Schritte! unternehmen wird, um einen raschen Transport der Kohle nach- Dentschöstcrreich herbeizufülwen. Der 21. Juli. Der, Reichsvollzugsaüsschuß der Arbeiterräte Deutsch-; österreichs hat unter Berufung auf das Be.rsp'iel Deutschlands) ausschließlich zur Bekundung internationaler Solidarität be-> schlossen, die Demonstration am Montag diirch A r b e i t sruhe in genau den gleichen Formen wie die Maifeier! durchzuführen. \ Der Verkehrs dien st der Eisenbahnen bleibt/ im Interesse, der Approvisioniernng vollständig aufrecht, tnri übrigän''Verkehrswesen sowie in den Betrieben, die rtnmittelbaM der LebensmitLelversorgüng dienen, wird der Dienst wie ans DoppelfLiertagen aufrechterhalten. ' " In Wien wurde, wie berichtet, vom' Kreisarbeiiertat die v ie r undzw anzLg stündige ArbeitSruhe.;i den gleichen Forrnen wie die letzte' Maifeier beschlossen.^ Jrn besonderen wurde bestimmt: ' ' Am Montgg den 21. d. ist das strengste Alkoh'ost?!' verbot durchzuführen und erfolgt keinerlei Verteilung 'bvm' Flugblättern. Die elektrische Straßenbahn hat die gleiche, Mtriebsemschränkung wie am l.'Mäi, der'Verkehr beginnt mittags. Der exekutive.Dienst, bei den Eisenb ah'«'en!i bleibt vollständig a uf r e ch t. j Der 'übrige Verkehr und die unmittelbar' der visionierung dienenden Betriebe werden im wesentlichen wies' an Doppelseiertageu (zum Beispiel Pfingstmontag) mlfrechti erhalten.' In zweifelhaften Füllen entscheidet die.Obniännerkonferenz der Arbeiterräte, die im Eisenbahneryltlm in Mar-? gareten zusammenttikt. , . . ' Für S o n nta-2 sind alle Kundgeörmmn. a b gesn g t>< Montag vormittags werde«/, in allen Wtentz'r. Vs^ir'keNi. Versammürngen ab gehalten, d-eneü Straßenu'mzüge' innerhalb/ der Bezirke folgen sollen. * . •' - In der Sftntug des KveiSarüeildrrEs begriutdet«?? Dr. Friedrich 'Ad-ker' die,-Ammll.ieruus-uMsWliMw