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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-17 · Heft 178 (17.7.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 178 (17.7.1919)
Date
1919-07-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 178 ÄZierr, Donnerstag Wiener Morgenzeitnng ■JX£z. >17. Mi 1919 O Seite 5 Die polnisch-jüdische Presse gegen den f Gesandten Gibson. Saint-Germain, 16. Juli. (Korr.-Bur.) Der Sonder» berichterstatter des „New-Aork Herald" berichtet aus Warschau, daß die polnisch-jüdische Presse eine heftige Kampagne gegen den amerikanischen Gesandten Gibson eiiigrleitet hak. Sie bezeichnet ihn als Antisemit und wirft ihm vor, daß er den polnischen Renuvaschtntgsversnch betreffend dir Pogrome in Wilna u n t e r s ch r i e b r n h a b e. S e i n e A b.b e r u f u n g w i r d v e r l a n g t. Die Arrtörrorrrie Ostgaliziens. MÜHr.-Ostrau, 16. Juli. (Tschecho-slow. Preßbur.) Den Krakauer Blättern zufolge soll die Autonomie O stg a l i z i e n s so geregelt werden, daß ein L o k a l p a r l a m e n t nlit Vollmacht in Angelegenheiten der Kultur, des Verkehrs, der Wohltätigkeit, der lokalen- Autonomie usw. errichtet werden soll. :2>ie ukrainische Sprache soll ebenso wie die polnische A m t sspräche sein. ' Die Teschener Frage. Mährisch-Ostrau, 16. Sftrft. (Tschecho-slöw. Preßbur.) Einer Meldung des „Dziemiik Czieszinski" zufolge wird in Krakau heute die erste Sitztmg der tchecho-slowakisch-polnffchen Kommisstvn in der Frage des Teschener Schlesiens stattsindem Fiir die Polen werden dieser Kommission angehoreu: Pitk o w s k i, Pater Londzitt, die Abgeordneten K u ni c k i und - Daszhnski, Professor Stanislaw G r a b Z k i, Dr. Emst Adam, Dr. Szaklhnski und Dr. Wladislaw Michejda. Die Brotkarte in Tschechien abgeschafft. Verkauf von WeitzgebLck. ' Prag, 15. Juli. (Korr.-Bur.) In der heutigen Sitzung des Tkpvrovistonienmgsansschuffes gab MinisterialratDoktor Fr a n k e n b e r g e r Aufklärungen Über die Brotquote. .Für Selbsterzeuger und ihre .Familien, das Gesinde usw, wurden 25 Kilogramm Getreide pro" Person u«b Monat festgesetzt,- für Nichtselbsterzeuger ohne Unterschied 16 Kilogramm Getreide oder 12 Kilogramm Mehl pro Person und Monat. In den G a sitz 8 u-s e r n wird Brot ohne Br o t k a r t e ausgegeben werden. In den Restaurationen , wird auch der Verkauf von Weißgebäck zn.lässig sein. Die Rayoniemna sowie das Backen und der Verkauf von Brot auf Brotkarten wird a u f g e h o den. Nach einer umfangreichen Debatte wurde folgender Antrag im Prinzip angenommen: Die Negierung hat alle Maßnahmen, insbesondere durch Sicherstellung hinreichender Vorräte aus der Fremde, zu treffen, damit das staatliche R e g i m c t nt W i r t s ch a f t s l e b e n b e s e i t i g t w e r d e n k a n n. Das Requisitionsspstent soll tun noch fiir die unbedingt notwendige Zeit beibehalten vgrden. Tschechische Finanzgründungen. Prag» 16. Juli. (Korr.-Bur.) Die tschecho-slowakische Handelsgesellschaft American Tschecoslovaqne Commercial Corporation of America hielt heute ihre konstituierende Versammlung ab. Es wurde mitgeteilt, daß ein Aktienkapital von 10 Millionen gezeichnet sei. Der Zweck der Gesellschatt ist, die Ein- und Aussnhr aller, insbesondere aber amerikanischer und hiesiger Waren und Rohprodukte aller Art zu besorgen, sich an finanziellen und industriellen Unternehmungen sowie am Handel zu beteiligen, die Vertretuna in- und ausländischer Firmen., zu übernehmen usw. Es wird ferner eine Hotelgesellschast mit einem Kapital von 50 Mllionen Kronen . und eineSchiffahrtgeftllschaft - mit einent» Kapüal^von 100 Millionen Kronen im Zusammenhänge mit der -American Tschecoslovaque Commercial Corporation of America sowie ähnliche Gesellschaften in Amerika ins Leben gerujen werden. x Der serbische Terror in Klagenfurt. Verhaftung des BezirkshanptmanueS. Spittal a. d. Drau, 16. Juli. . (Korr.-Bur.) Der Leiter der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt Landcsrcgierungsrat, Hans R a i n e r -- H a r b a ch, wurde gestern in Klagenfurt durch Organe / der S.-H.-S.xRegierung im Amte v er h a stet, einem mehrstündigen Verhör unterzogen und sodann gewaltsam nach Maria-Saal gebracht. - Die italienischen Eisenbahner gegen den Generalstreik. Berlin, 16. Juli. (Korr.-Bur.) Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet aus Lugano: Die römischen Eisenbahner haben sich trotz des G e w e r k s ch a f t s b e s ch l u s s e s gegen d i e T e i l n a h m e a nt. Generalst r e i k ausgesprochen und fordern ihre Kollegen im ganzen Lande auf, sich gleichfalls nicht an die Streikparole zu halten. Auch der „Corriere della Sera" weist die italienischen Beamten auf ihre staatsbürgerlichen Pflichten hin und ermahnt sie, nicht an dem internationalen Streik teilzunehmen, der, für England und -Frankreich von verhältnismäßig geringer Wichtigkeit ist. für Italien aber eine katastrophale Lähtmmg des Wirtschaftslebens während 48 Stunden bedeuten würde.! Zur Lage in Syrien. . Genf, 16. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Dem T e m p s wird aus B e p r u t telegraphiert: Man erwartete hier in den letzten Tagen die Abreise des E m i r F a i s a l nach dem Hed'schas, wo sein Vater, der König Huffein, augenblicklich durch die von Jbn Saud befehligte Armee der Wahabites bedroht sei. Es scheint indes, daß' der Emir für den Augenblick auf die Absicht, sich an die Spitze der Truppen zu stellen,, die Mekka verteidigen, verzichtet habe und daß er vielmehr für seinen Vater die b r i t i s ch e U n t e r st ü tz u n g zu erlangen suche« Wenn nichts Unvorhergesehenes eintritt^ kann man daher erwarten, daß der Emir Ende Juli gleichzeitig mit Georges P i cos nach Frankreich kommt. Sin Luftschiff vom Blitz zerstört. 12 Personen getötet. London, 16. Juli. (Tet.-Komp.) Das englische Luftschiff „N. S. 11* ist wahrscheinlich durch Blitz zerstört und die gesamte Bemannung von 12 Personen getötet worden. Das Luftschiff verließ kurz nach Mitternacht Norfolk zu einem Flug über die Nordsee, wobei'cs von einem Sturm überrascht wurde. Die lKte drahtlose Meldung , lautet: „Befinden uuS inmitten eines Sturms Wahrscheinlich ist unser Gasreservoir explodiert". Heftiger Sturm an der brasilianischen Küste. Zahlreiche Schiffe gesunken. Valparaiso, 16. Juli. (Agmce HavaL.) 'An der Küste wütetezwei Tage laug eiü heftiger Stur nr. Mchrere deutsche Dauwfer, ein Schleppdampfer,, drei Segler undviele leichte '. Schiffe und kleine Boote sind gesunken. Der Schaden wird auf 200 Millionen Pesetas" geschätzt. Bis heute zählt man 87 Ertrunkene, doch glaubt Mgn, daßiuehr.M.hoppclt sovie!;MnL.Leben gxkonmten swd. . /. / /?•;%& ■ * V/.V '"'Vl . k Tagesbericht.; > Ein jüdisches Arbetterheim. ' " Ar Meidtmig, hoch' Mer. Me«, in einer stillen, abseits gelegenen Gasse, wurde am letzten Sonntag nachmittags durch Oberrabbiner Dr. Z. P. C Hajes und den Leiter des Wiener Palästmaamtes, Dr. Emil Stein, dgS Wiener Heim jüdischer, /gewerblicher Ar-- beiter eröffnet, Diese prunklvse und in 'ihrer Schlicht- , heit doch ungemein eindrucksvolle Feier bildet einen wichtigen Markstein - in der Wiener ChaluzimbewegUng und in der Berufsumschichtung der hier weilenden jungen Juden. Denn wenn es bisher verhältnismäßig leicht gelang, unsere so arbeitsfvohen Chaluzim in landwirtschaftlichen Betrieben des flachen Landes unterzubringen, weil solche Betriebe von vornherein für die Verköstigung und Unterbringung vott ortsfremden Arbeitern eingerichtet sind, so boten diese beiden Fragen in Wien, wo die .Verpflegst- und die Wohnungsfrage an / und / für sich allen Faktoren die" größten Sorgenbereitet, unserer /Berufsberatung fast unüberwindlich scheinende Schwierigkeiten. > An der W-ohnungs- und Verpflegsfrage scheiterten so viele Versuche des Palästinaamtes, die für die gewerbliche Aushildung Vorgetnerkten ’ in geeigneten Berufen unterzubringen itftb viel Zeit mußte imgenützt verstreichen. Nunnrehr ist es den vereinten Bemühungen der „Blau-Weiß", bep Herren der Gewerbesektivn des Jüdischen Nativnalrates, Ingenieur. Ar je und Bernfeld und cher Chaluzimorganisation des Palästinaamtes (Fräulein Landau) gelungen, eine geräumige Baracke, die das Staatsamt für Heerwesen, dein Blau-Weiß-Wanderbunde zur Verfügung gestellt hat, nach den Plänen des Heimleiters, Ingenieur Steinlin g, durch die Zöglinge selbst adaptieren'zu lassen und zu einem Arbeitsrheim auszugestalten. Ein großer Saal dient als gemeinsamer Schlafraum, in dem vorderhand 20 Arbeiter wohnen, der aber Platz für die sechsfache Bettenzahl hat, ein Winkel ist mit Brettern abgeteilt und zu einem anheimelnden Wohnzimmer für den. Heimleiter ' ausgestaltet, ein anderer dient, mit' Tischen utrd Bänkenversehen, als Tagraum nnd Lesezimmer, in dem schon jetzt mehrere Tageszeitungen und -Wochenschriften aufliegen und in kurzer Zeit die vom . Palästinaamte eingerichtete Chaluzimbibliothek zur Verfügung stehen wird. Von diesem Saale durch Nebmräumlichkeiten mit ausreichender Waschgelegchtheit getrennt, liegt ein etwas größerer,, der in den nächsten Tagen schon voll den Arbeitern« abgeteilt werden soll zu einer Gemeinschaftsküche und einer Werkstzätte, inMr.zunächst Tischlerei gelernt werden soll. ' i?. -! i~; j j- Irr diesem Raum, der wie alle anderen mit Palästina- und Herzl-Bildern und Reisig geschmückt, war, fand auch die Eröffnungsfeier vor einem durchwegs jugendlichen Arbeiterpublikum statt. Etwa 160 männliche und weibliche Chaluzim und" ihre Freunde hatten sich eingefunden und lauschten aufmerksam der hebräischen Eröffnungsrede des Vorsitzetrden des Verwattungsausschusses Dr. David Werfel-und den darauf folgenden Ausführungen des Oberrabbiners. Dr. Ch a jes, der darauf verwies, daß neben der gründ- , lichen beruflichen - Ausbildung auch die des Geistes nicht vernachlässigt werden dürfe, denn der jüdische Geist der Pioniers und Arbeitet sei es gewesen, der Palästina wieder jüdisch gemacht habe. Dieser Geist habe ihm auch bei seiner Palästinafahrt entgegengeleuchtet und ihm frohe Hoffnung für.-die jüdische Zukunft eingeflößt. Der warme Beifall, der diesen Ausführungen folgte, zeigte neuerlich die innige Zuneigung. der sichi. Chajes bei der ganzen Jugend erfreut. Nach einer kurzen Beglückwünschung "der Arbeiterschaft zu ihrem neuen Heim durch Dr. Enril Stein namens des Palästinaamtes' schloß die Feier, die einen Auftakt für die weiteren Maßnahmen darstellt, die jüdische Jugend, unbeschadet ihrer geistigen Interessen, zu physischen Arbeitern mnzufchichten und' sie so der körperlichen Regeneration lmö gesunden Pro- duktivität zu. erschließen. Denn erst auf der wirtschaftlichen Basis dieses Arbeiterheims, und der schon, zugesicherten ' Aufnahme in das bereits, bestehende Lehrlingsheim wird es gelingen, eure große Anzahl von jungen Leuten für gewerbliche Berufe zu schulen. Schon sütd auch hier erfteuliche Ansätze zu verzeichnen. In der vorherigen kurzen Arbeitsperiode errangen sich die jüdischen Arbeiter des Betonbaues volle Anerkennmtg der betreffenden Faktoren und' eine ganze Reihe von Lehrlingsstellen in den Maurer-, Zimmerer-, Waguer- und anderen, bisher von Juden nicht.frequentierten Gewerben stehen ihnen offen. In aller Stille wirdeine lebenswichtige Tat für des. jüdischen Volkes Gegesetzt,.. anspruchslos,. 'Misch.lr^Kj E. S.;, Die gefährdete arische Moral. v- '- Am possierlichsten sind die Judenhasser, wenn sie den Antisemitismus eine Forderung der reinen arischen Sittlichkeit neunen. Sie holett jetzt dieses ethische Prinzip hervor, weil der Bürgermeister in der Beantwortung der Jnterpellativic, welche ,die jüdischnationalen Gememderäte in Angelegenheit der wüsten antisemittschen - Hetze einbrachten, den Antisemitismus verurteilte. Natürlich! Das ganze Nahrupgselend in Wien haben'die Juden verursacht, wie sie aucf) selbstverständlich den Zusammenbruch der Hindetlburgsrout, .die NiMrsaM: der preußischen Siegfriedler verschuldet haben, und wie sie.so meint ein teütscher'Leitartikler —- den Sozias lismus nur zn dem Zwecke ersannen, um die arische Menschheit zu unterjochen. Neinigrmg Wiens von den Juden, dann wird die Stadt am Donaustrande wieder von/Milch nnd Honig fließen. . ' j /Indessen sei'-einiges aus der Tügeschronik fest-' gehalten, um die Knappen Schönerers daran zu er*\ inner«, daß t ir „reine arische Sittlichkeit"''mit ^ärgster Wucher sehr wohl vereinbar ist. > Der Wiener Rauthauskeller (diese alkoholische An-- > gelegen heit' wird den alldeutschen Bekämpfer« jüdischer Unmoral gewiß uahegehen) sieht sich' genötigt, außerhalb Niederösterreichs Wein einzukaüfen. Wie die Rathüuskellerkommission mitteilt, halten nämlich die n'ied eröst.erreichischen Weinbauern den» Wein entweder zu Spekulationszwecken , zurück, oder sie fordern derart wucherische Prei se, daß man endlich zu dem Mittel des Boykotts greisen muß.- Lauter Inden, 'diese niederösterreichischen Weinbauern!!' i Anläßlich' einer Gerichtsverhandlung — es handelte sich um Diebstahl bei einem Spiel- und Zechgelage in der Wohnung eines 'Kohlenhändlers. — rief der Richter aus: „Da hört man immer, daß es den Kohlenhändlern jetzt so schlecht gehe. In Wahrheit aber besauft Ihr Euch mit dem erwücheröen Geld. Ihr seid die größten Volksausbeuter! Das sage ich Jhneq Hier/ öffentlich, klagen Sie.mich wegen-, .Ehrenbeleidi-. gungl" ■ ■ . ' '1 . . Bekanntlich lauter JWen, diese Wiener, Kohlen-- greisler, - die ein Erfahrenerals . die , größten^ Bolksausbeuter bezeichnet'...; Ein schweres Lastenciütomvbil mit""Anhängewagen wird angehalten... Inhalt: '4000'Kilogramm Gemüse, Schleichhändlerware, die nach Baden verschleppt wirdJ Die Missetäter heißen: Chauffeur Lischtzk, Kutscher Stipa und,'Gemüfegreisler Sperk. —-Ein niederösterreichischer Milchbauer in Tal schneidet die Milch') .bevor er sie verkauft, mit einem Drittel Wässer. In eine der abgelieferten Kannen ist mit dem Wasserzusa^ ein Frosch hineingerittscht. ' : " Mer diese Schleichhändler sind' Lebwsnrittätfälscher sfnd natürlich durchaus Juden.! H''! '! '/ \ Die Mldeutschen fordern eine Vvlksabstimm'Mltz''Mer -- ' die jüdischen Mitbürger. Werden die arische» Wucherer! Schieber und Schleichhändler zurAbsttmmunK'. zugelasfenr. -.^HaL;^__1 l;:liäi:rl! : , '• " ■ ■ Herzl-Gedenkfeier. Das zioniftlsche Landeskomitee für Deutschöfterrnch.'- ersuD uns um Veröffentlichung deS folgenden Aufrufes: , // -'.D'M, - . An die organisierten Zionisten! Heute Donnerstag, V,7 Uhr abends, findet di^vom zionistischen Latldeskomitee veranstaltete HerzbGedenkseier.. rm Stadt« tempel statt. j ^öir wiffen, wie sehres jedem Zionisten am - Herzen Legt,' an dieser Feier teilznnehmen, aber der Tempel kann nicht alle faffen, die dort sein wollen. Um die Feier auch äußerlich würdig zu gestalten, habm wir für die zur Verfügung stehenden Plätze Karten ausgegeben nnd fordem im Interesse eines ruhigen und' würdevollen Verlaufes der Manifestation alle Gesinnungsgenossen, die keine Karten mchr bekommen können, auf, vom Besuch dieses Kundgebung unbedingt abzusehen. Dagegen fordern wir alle Zionisten auf,. am Gang^zm Herzl-Grab (Sonntag vormittags) teilzunehmen. ' Zionistisches Lcmdeskomitee für Dentschöfierreich'- 'r's Weiner. \ , Ing. Stricker.'j. ' * ' ' .' . t Die zionistischen Bezirkssekti o n e n Währing nnd Döbling veranstalten gemeinsam heute um 7 Uhr abends tut Tempelverein, XIX., Dollingergaffe 3, eine . Trauerandacht atts Anlaß des Todestages Theodor Herzls. Di^ Gedenkrede hält Rabbiner Dr. F e u ch. 1 w a n g. — Zionistische B e z i r k s s e k t.i o n Als.ergrumd^ Heute um 7 Uhr abends findet im Tempel in der Müllnergaffe eine Herzl-Andacht statt. — Turnverein Makkabi H.' Gang zum Grabe Herzls. Turner und Tumerirmen des jüdischen! Turnvereines Leopoldstadt, Makkabi II, treffen sich Sonntag detr 20. d. M. um V2IO Uhr vormittags bei der vorletzten Haltestelle/ der 40er-Lmie (beim Hause Hasenauerstraße 43). — Verband! jüdis-cherHandelsangestellterundPrivat-» 6 t amtet D e u t s ch 0 st e r r e i ch s. Gang zum Grabe Herzls. Mitglieder des I. H. B. treffen sich Sonntag den! 20. d. M. um V2IO Uhr vormittags bei der vdrletzten Haltestelle der 4ver-Linie (beim Hause. Hasenauerstraße 43). - 'r " / Jüdische Industrielle, Techniker und Gewerbe^ I . treibende! -I Bon Tag zu wächst auch bei uns. die Hochflut des Sinti-! semitismus. Das Hauptargument unserer -Gegner besteht in dem Borwurf des angeblich nur durch die. Juden betriebenen tut* produktiven, verteuernden Zwischenhandels. Die Gewerbesektion des Jüdischen Nationalrates für Deutschösterreich will die Juden dem Handel entreißen! Sie sollen! ebensowie die anderen Völker Werte schaffen! Sie können rs>/ wenn. ihnen die-Möglichkeit' dazu geboten wird. Und -diese' Möglichkeit, zu gewähren sind nur die jüdischen Judustridllen,' Techniker und Gewerbetreibenden imstande. Deshalb i stellet in Euren Antsrnehmnngen und Betrieben jüdische! Arbeiter an! Gebet ihnen Gelegenheit, zu beweisen, daß sie als mamtelle Arbeiter jedem anderen Arbeiter gleichwertig sind! Ueberwmdct als erste die Scheu und das'unbegründete Vor-; urteil gegenüber den jüdMen ^.Aftstitem t \'t

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