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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-17 · Heft 178 (17.7.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 178 (17.7.1919)
Date
1919-07-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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/ Seite 6 Men, Donnerstag -+■ Wiener Morgenzeitrnrg 17. Juü 1919 M. 178 Die Gewerbesektion hat fttfj zur Ausgabe gemacht, die Juden beruflich umzuschichtm, damit sie in allen Bernsen den ihnen ju* kommenden prozentuellen Anteil erreichen. Zn diesem Zwecke wurden als Unterabteilungen der Grwcrbcsetticiu eine BerujSberatmrgSstelle, ein Ardeitsnachrveis und ein Brrirjs- Kataster angegliedert. Die Zahl der arbeitswilligen, Brschäi'.igung suchenden Juden wächst in unserer Evidenz von Tag zn Tag, die Unterbringung derselben aber^stößt aus fast tmübenoindlich? Schwierigkeiten. Nur dmch die intensivste Unterstützung aller jüdischen, daran selbst interessierten Kreise kann es uns ermöglicht werden» diese Leute den produktiven Beritten zuzüsnbren! Darunr nochmals: jüdische IndnstrieS«, Techniker und Gewerbetreibende sendet Eure genaven Adressen ein, stellet in Euren Betrieben und Uuternehmun-e» küdische Arbeiter an! Es handelt fich um Euch, um sie, um unser ganzes jüdisches Pulk 1 Auskünfte erteilt das Sekretariat der Gewett'-scknyn des Indischen Nationalrates. II.» Praterstratze 43» 2. Stiege, l. Stoch, Tür 11, täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags: iteien je 12 Mandate. Infolge eines Kompromisses wurde der Sozialdemokrat Franz Besel zum Bürgermeister gewählt. Was jeder TimfUng beschwört. Begegnest vn einem Täufling, 'von oem cnl n»kyt gänz bestimmt weißt, das; er ans Ueberzeugnng btn Glarrüen vechselte, dann, liel>er Leset, reiche ihm nicht sofort die Hand. Du vocißt' wahrscheinlich nicht, was dieser MaNn in :inem feierlichen Augenblick, der für ihn der heiligste seines Ldbens sein mußte, beschwordn HUt. Darum denke ast die ^aufsormel, die also lautet: „Angesichts der heilige». Evangelien, die ich mit nreiner Hand berühren werde, Und in dev Uirberzengnüg, daß niemand ohne den 'Glauben selig, werden kann, welchön die heilige, katholische, apostolische, römische Kirche bewahrt, glaubt und ehrt, und gegen Welchen ich — Was tch jetzt . bereue — sehr gefehlt habe . . . bekenne-ich R. R. seht mit Schmerz uns Reite über meine früheren Jrrtümer, daß ich glaube,^ die heilige, katholische, apostolische, römische Kirche' sei die einzige und wahre Kirche, die Christus auf Erbe» gestiftet hat; Uno ih r . n »terwerfe. ich mich in i t H a n z e rn Herzen. Ich glaube alle Artikel, welche sie zu glauben vorstellt, und verwerfe u n d verd amm.e alles das, was sie verwirft Und verdammt. Und ich bin bereit, alles zu halten, was sie mir besiehst-. Ich glaube an einen einzigen Gott in. drei göttlichen Personen/die Voneinander unterschieden und doch eines Wesens sind, nämlich: an den Vaterden Sohn und den heiligen 'Geist. Kerner .glaube ich die katholische Lehre, von der Menschwerdung, "den Werden, "Sterben unö der Auferstehung Uuftres Herrn' I^su Chrlstt. . . die göttliche Mutterschaft der yetttgen Jungfrau Maria sowie ihre makellose Jungfräulichkeit. Die wahre, wirkliche und wesentliche Gegenwart des ÄtveS und Blutes unseres Herrn Jesu Christi samt seiner Seele' . und Gottheir im aller heiligsten Wakramestte des Altars... Ich glaube an das Fegefeuer ... an den' Primat (Vorrang) des römische!; Papstes . . . tstdlich alastbs ich alles, was durch die heiligen Kanv»ss»'dirrch die allgemeine» Kirchenversammlunge» . ... nanientlich über den Primat und das, unfehlbare Lehramt des römischen Papstes gelehrt, entschieden und erklärt worben ist. Mit aufrichtigem Herzen und unge'henchelteln Vlanbeü verädschMb ich daher und schwöre ab jeglichem Irrtum, jeglicher Ketzerei Und Sekte, welche der besagten heiligen, katholischen und apostolisch-römischen Kirche entgegen sind. Das verspreche, g e l v v e und fchwote Ich N. R. So wahr wir Gott Helfe und dieses heilige Evangelium Gottes." Ein angesehener Politiker, det jetzt vött der Vilbfläche rdrschwttnben ist Und dessen Reime daher verschwiegen bleibe, -neinte, als man ihn, der sich einen „Freigeist? MnNt^ nack dem Grund seines UeberMttes zum Katholizismus in Ssfentlicher Versammlung befragte: Es sei, als er au der Universität war, üblich gewesen, daß sich alle Akademiker aus „besseren jüdischen Häüsern" Läufen ließest. Alle viese Ehrenmänner haben den öden wörtlich zitierten Schwur geleistet! Ueberlege dies gut, Freund, bevor du einer» Kouvertiten die Rechte drückst. Du gibst deine HäNd einem Menschen, der nicht nur sein Volk schmählich verlassen hLt, sondern — als ec die Taufformel sprach -— eine Falschmeldung fa* ging und die katholische Kirche niederträchtig betrog. Gegen die Steuerflucht. Die Vermeidung der Doppelbesteuerung. Wie wir vernehmen, hat das Staatsamt für Finanze« in de« in der letzten Zeit vielfach bespttchmerr Fällen von lieber-- tritien deutschösterreichischrr . Staatsangehöriger zu anderen Nationalstaaten die gesperrten Vermögen der bettesfenden PersüntÜ nicht freigegebrn, so daß eine Steuerflucht nicht zu befurchten ist. DaS Staatsamt für Finanzen uiMÄt, sö weit Nicht internationale Verträge im Wege stehen, de« Standpunkt ein*, daß m solchen Fällen nur die deutschösterreichischm Gesetze maßgebend sind. wer kdwwunistkschs'- w.tfcnKi.^1, .. vwlcher beiit VolkzugsausschstssL der kommunistischen Partei in.Wic!ii angedört,.in Böslüu, was. dort große Brustrnhjgung h^rvorrief. Man verständigte den. Wiener-Neustädter. Arbeiterrat von der drohenden Gefahr..'Iw Lüstfö dss. Nachmittags" kamen hierher Dijebürgerineister P ü ch k e r,. öästdtagSabge^- orhNetör Helmer mib einige anders Arbetterräte, uw gegen die Ausrufung' der Räterepublik Stellung zu nehmen. Tätsächlich riet Ärbeiterrat Martinelli i» einer Sitzung von dem Äöthabest ab, da. er. ts in Vösläu für Undurchführbar hielt. Dir C'ntschridustg fiel aber erst abends um 7 Uhr,' wo in" einer unter freiem Himmöl stürmisch verläufsnen Bersanim^ lung hie Sekretärin Pelz auks energischeste für-die sAusrn'nng der Räterepublik.eintrat, die Wiener-Neustadier Arbeiteträte aber ebrnsö entschieden Stellung dagegen nab wen. Unter dem Eindruck der Ausführungen des.Vizebürgernwisters Püchler faßte die Berfamiulung tu ihrer Majorität den Beschluß, sich an die Beschlüsse der Reichskönferenx der Archeiterräte zu halten und die von den Kommunisten angeregte Proklamierung der Nätörepublick in. Bös last shz«lehnen. - .. .. Die Furcht vor dem KüMmuttistenputsch' soll, wie Uns berichtet wurde, darin Ihre llrfache haben, daß aus Baden in geheimnisLvoller Weise eine große Anzahl von Gewehren und Munition ,nach VöSlün gebracht worden, sein sollen, welche den .Ko.MniilNisten angeblich zu ihren Zwecken znr Verfügung gestellt worbest sein'füllen, Die Gewehr- und MuUlttoüslteferung findet aber in folgendem ihre Anfklärüng. Der Soldatenrat in Vöslast hat vom Staatsamt für Heerwesen 12 60 Gewehre und ein Kaschinengowehp. sowie Munition verlangt behufs Bewachung von NühruNtzsmttteltranspdrien, welche die Gemeinde Böslau erhielt. Als nun vorige Woche der Bürgermeister in Begleitung! des Böstauer- " entstand bei BetuhtgUng wichen. Das ist die Geschichte von dem versuchten Kvmmuuistenpntsch in Böslau. Dir Bermriduug der Dovprlbestmermtg ist einrs der ernstesten Probleme, das bei der Vermögensabgabe zn lösen sein wird. Es ist hier der Höhe der Abgabe entsprechend von noch größerer Bedeutung als bei allen anderen direkten Stmerü. Urbkr die einschlägigen Fragen werden im StaatSawte der Finanzen eingehende Studien gepflogen. Wie wir vernehmen, besieht die Absicht, noch. vor dem endgültigen Abschluß der Redaktion des.Gcse-entwurfeS über die Vermögensabgabe wegen der jtüt Bttniechlitigs M Doppelbesteuerung notwmdigen Grundsätze das MttVttttthMttt Mit jenen Ncüionalsiaateu, in denen eine Vermögensabgabe geplant ist, imd mit dem Deutschen Reiche zu pflegen. AM Lktuellsten ersch^Nt eine Fühlungnahme mit, den: Deutsche« Reiche, dessen Geutzenüvurf. Zeitungsnachrichten zufolge, bereits tn dtn itachsttN Tagen der Volksvertictung Zugehen soll. Es ist daher' tiub.M mittelbare Fühlungnahme zwischen den beiderseitigen Miuiftrnal^ i k'crenten in diefer Frage in?luSsicht geuommru. m welchem Zwecke sich Vertreter des Staatsamtes der Finanzen btiintjirfift nmi) dem Deutschen Reiche begeben weiden. Ein angeblich ksmmnstistischer Pn'tschversUch in VÄSlau. .-UI 'l'iivfsiiirf -G-ittfind-iat l'n.ten n.'! 'I -".".oi;:uo ni:- bürgerlichen 1.v\vi ,'ifu i■’ -2 ‘ (. Bel den te.tz:en Gcmcindcwahl.'ii cchiett jedr der zwei Par-- Die vernntreuten Gelder der „MuEepublik". 127.000 Kvonett von einevr Oberleutnant unterschlagen. — Die wohlgefnllie Kassette bei der Schwiegermutter^ Der Rechtsanwalt Dr> Otto Spiegel machte tn Vertretung des Bevollmächtigten der Mur-Re.p ub lik, Josef Schubert jn.Wagna in Steiermark, dem Sicherheitsbureau eine Eingabe, in der es hieß, daß der Oöevleutüant Leopold Köpfte tu, der sich gegenwärtig in Wien aufhatte, einen Betrag von 127.000 Kronen, den er von den Leitern der Mur-Revubllk zur Auszahlung der Gehakte an die'Offiziere und Mannschaften seiner Abteilung erhalten Hab«, der u it t r e u t h a t. Kopstein wurde akN ll.'. d. M. -in bet; Wohnung der Eltern seiner Braut, Leopoldine Köstler,. Döbling, Pantzergasse 18, wo.er sich unangemeldet aufhielt. aus ge forscht und v.erh astet. Ev stellte bei seiner Einvernahme die Verübung einer VeruntreMsig.' ist'Abrede- und gab an, daß er eine Summe von 160.000 Krynem, die er zur AusbezähluNg. der Mannschaften erhalten habe, auch tatsächlich dazu verwendet hat. Da Ilüch der Verhaftung des Kvpsteitt die Mutter seiner Braut, die 45jährige Weichenstellersgattin Theresia Köstler, eine eiserne Kassette mit h 8.00 0 Kronen und Sch Nt uckgegenstünden wegzuschaffen versucht hat-, ist anzunehmen, daß die Summe ein Teil der veruntreuten Geldes ist. Kopstein wurde befragt, was es mit dem Inhalt der'Kassette für Bewandtnis habe. Dck ettviderde er, daß 30.000 Kronen von dem Gelde ihm gehören; er habe sich das Geld durch Schleichhandel erworben. -Theresia Kastler widersprach seiner Verantwortung, und behauptete, das ganze Gelb gehöre ihr. Auch sie erklärt 'den Besitz der Summe damit, daß sie sich es im Schleichhandel verdient habe. Leoppld Kopstein und Theresia Köstler wurden heute dem Landesgericht ein geliefert. Der Prozetz Hortenan gegen Habsbnrg. Die Unehelichen Kinder des Erzherzogs Otto gegen Kaiser Karl and die Katserln-MUttvr. Deute hstttze beim Laudssgerickft in Uvilvechts-- sachen die erste Tagsatzung in einem Rechtsstreite ftaltfinden svllen, best die Geschwisttt Horten au gegen den früheren Kaiser Karl, dessen Mutter Maria I v s g p h ä und Bruder Max auf svlidarifche Zahlung de^ Betrages von 200.600 Kronen angestrengt hatten. Diese Lügsatzung entsäikt, weil sia) oie Parteien«- vertreter auf Ruhen des Verfahrens geeinigt haben, um die Angelegenheit außergerichtlich auszueragen. Die Geschwister Hörkeüau' sind uneheliche K.inder des verstorbenen Erzherzogs Otiv, des Balers ddr Ebäisers Karl, die er mit der früheren Ballektänzerin S ch l e i n z e r hatte, welche später den Arzt Hartenau heiratete. Der-verstorbene Erzherzog Ottö hatte diesen KMEn feinetM ein kleines Vermögen angelegt und sie auch reichlich beschenkt. In seinem Testamente hatte et bfctt Kindern die oben erwähnte SurNM als Ltgüt aNsgesetzt, doch hatten die Geschwister die Summe bisher nicht ethalttn. * Abrelfs des Grafen Wedel. Gestern mittags hat der bisherige deutsche Botschafter Graf Botho WM mit seiner FciMuie Wien veclaffen, jtftt nicht mehr auf seinen Posten zurückzukrbreN. Aus Wunsch des Botschafter^ .war zur Verabschiedung auf vetit,Westbähnhose nur e:n eiiger Kre'r^. erichienen.' Professor Emil Fischer geftar den. In Berlin ist Gcheimrat' Professor Mil Fis chr der berühmte Chemiker, ini-Älterdöst 67 JM-est-g'esiorüen. Cr gehörte zu den hervortagendsien- Forschern auf dem Gebiete der organischen Chemre. Es gelang thm insbesondere,, die Konstitution, der Zuckerarten fesizusielleu und die Spnthese des TkaubLnzuckers' mid zahlreicher anderer Glieder der Zucker- und Gliikosidgruppe auszuführen. Gemü.nsanl mit Menng entdeckte er eine neue Klasse .von Schlafinsiteln (Bervnal, Provonal^. * Personalnachricht. Herr MosesRat H, Dozent am jüdischen Püdagogunn, hat sich mit Fräuleiw Malvme Sin g e r verlobt. * Das Ende des Zirkus Schurrmurr. Div Bezirks* .Vertretung Fünfhaus.hat aus eine Eingabe, betreffend dm Pachtvevrag deS Zirkus Schuiilann, die Mitteilung erhalten, dasi visier bis 81. Mai 1021 verlängert wurde. Die Bezirksverttetmg bat datanihiu erklär:, dnsi ünbediugtmit 1. Mar 1921 dre der-, tragsmäßrpe Abräumüngssrist ohne weitere Kündigung zu laufe» degimr'-u sgll. - * Bauer» bei der Jause. Aus S ch ä r h in gwird '.dertchtet: Dieser Tage kamen in eist er hiesigen- Weinsinbe zehn Bauern zusammen und zechien zur „Saufe",77 Süet Wem^. wofür sie X 1232.— zu bezahlen hatten. - * Die Aebersiedluns des Strafbezirksgerichte»; Iofefstadt-foll, einer neuerlichen Mitteilung des Landesgerichts-i präsidlstms zlifolge, schon ist der nächsten Woche begmnen. Die, Berhandsimgen an diesem Gerichte werden interimistisch geführt., Der durch die Uebcrsiedlnng leer werdende erste Stock im Landes-i gcrichtsgebäude wird für. Erkenntnissenate verwendet werden. * 30.000 Kronen unterschlagen. Am 28. Juni hat der SOjährige Skontist Ferdinand E n d e. zuletzt X!V.. Schwendergaste la wohnhaft, von seinem Dienstgeber, dem BankgeschästSinhabrr Moritz L eb owitfch, I., Wippllngerstroße 32 wohnhaft^, einen Betrag von K .8O.OM.-7 erhalten, um das Geld um-I wechseln zu lassen. Ende' ist jedoch m i t d e m G .e l d v du.rchgegangen. Auf Grund der .erstatteten Anzeige, wurde er vom Sicherheitsburcau '»verfolgt. Er ist auch vor^ emigm Tage» in Waizenkirchen in Oberösterreich verhaftet! »nd dem dortigen Gerichte zur Einliescrung an das Wime^ Straflandcsgericht übkrgeben worden. > - * Sine alte Hochftapleriu. Eine Fran von 65 bis, 70 Jahren, die sich Charlotte Best von Besteuegg'uannte, entlockte vor einiger Zeit in St. Pölten der Marietta Schießt-^ Pfeiffer und der Paula Skrbenskh sowie dem Hansfräulein der! beiden Kleider und K 138.— Bargeld. * Verhafteter Telephoudieb. Die unleidlichen-Tele-' vhonverhälkmste werden nun seit Monaten dadurch verschärft, daß Diebe die öffentlichen Telephonsprcchstellen systematisch plündern. Sie stehlen die Sprechapparate, die Hörmuscheln, die Schnüre! Und was sonst noch zu verwerten ist. Am 15. d. M., abends,, wlnde nun in einer öffentlichen Telephonzelle im VM. Bezirk der! 36jähcige Elektromechaniker Jalob Mrndttstg, Josrfstädterstraße.78' wohnhaft, dabei überrascht, als-er die Telephonmüschcl abschnitti Und in seine Rocktasche steckte. Man fastd bei. ihm noch drei andere Telephonmuscheln. Mmdling hat in der letzten Zeit, dicke, derartige Diebstähle verübt und d:e gestohlenen Bestandteile ms seinem Geschäfte in der Josefstädterstraßc. verlauft. Er wurde, heute dem Landesgerichte cmgclrefcrt. \ * Ausnahmsweise Führung des Pevfonsnzuges Re. 213 Wien-2Vestbahnhof—Innsbruck. Wegen großen Rstsendruandrastges wird vtzil SaMstäg den 19. d. M. zum- Sonntag den 20.' d. M. in der Strecke Ären-Westbahnhof— Innsbruck.' der Personenzug Nr. 213 (ab Wien-Westbahnhof! Samsrag 1 Uhr 30 Min. nachmittags)- ausnahmsweise geführt.- Mlt Rücksicht darauf, daß die fahrvlanmäßigdn Züge anläßuch des Sommerstischenverkehres übermäßig beansprucht sind, werden die Reisenden eingeladen. von diefer günstigm ZugsvrrbrnduMi .ausgiebig Gebrauch zu machen. 60 Zahve Wiettsr Gichekheitswüchr. Am 15. Juli waren es 60 Jahre, büß die Wiener Sicherhriiswache zuur ersten,nale ln.'Bwn ihren Dienst versah. .Mit Rücksicht. aut die cuisten Zeitverhältnisse wurde von der Beranstatt nutz. estttö graftest Festes» hrffest Erträgnis dem Neu gegründeten Fonds hätte zstgnte kommen sollNr, der zur UnrcrsMustg sür nn Dwnsit vettehte Wüchöttzünt tztschüffekt wurde, Abstand genommen. Ilebtt^Atifträg deS^P^olizck^räsidentep Schober hat nun restützst fiatsttstkyen mrarerrms ore 'Lniw^ruu^ .richttb'eitskdtpS sowohl als auch d,r wichlttzstikl Ereigsttfft bri dönm sie DrMk tzckeisttt hat, in astschmckkcher und feffckstder Weise geschildert werden. , Die Festschriitj b.lDct eine schöne Eciuueruuuösabe, fic stellt abev auch zugleit!, drr Abstattliyg des Düstkes dar. welche die 5 lädt Wien der Vst todtsurntitzest BicherheitSwache für ihre treue Echle»sÜmmg äystastsi.. . VerernsnachrrchLer;. Les eu n d R ed e h al l e jüdischer Ho ch«! s ck Ü l e r i n - W i e n. Die für Samstag den 19. d, M. an» gekündigte Generalverfammliing findet Montag d e» 21. d. M., V»7 Uhr abends, üo.it. Anmeldungen zum Beitntt zu den von der zionistischen BezirkSscktwn AlsergrUstd zn errichtenden hebräischen Kurse» werden täglich iin eigenen Lokale (IX., Liechtensteiustraße 11, Tür 13. zwischen 4 und 6^ Uhr, nachmittags) etttgegengenommen. — Infolge der Herzl-Fuer wird die, für s heute anberaumte, Ausschnßsttznng verschoben und sind«, Montag den 21, d. M. um 7 Uhr abendsim Palästmaamte'statt. ' Letzte Stachrichten. Tschechische Finanzmatznahmen. Pra; , 16. Juli. Im Finanzausschuß legteFiMtt'zminister D'r. Horaoek die in Vorbereitung befindliche«! neuen Maßnahmeir des Finanzministeriums dar und. gab bekannt, daß er in einer bü nächsten Sitzungen der' Nationalversanmelung eine Erklärrurg übet seine Ansichten betreffend die Finanzpvlitik des Staates ab-i geben werbe. 1 LoslysungSbestrebuttgen in Oldenburg;. Berlin,' 16. Juli. Dem Wolffscheu Äure-u wÄ ans/Weimar von maßgebender ^eite gemeldet: Ky Birkcufeld soll morgen der Landesansschuß, der unteti dem Druck der Okkupationsmacht neugewählt Mlchöth mußte, zusammentreten. Auf der Tagesordnung stehtj die-Loslösung von Oldenburg. Die Streiks der Landarbeiter in Heatschlimd^ Berlin, 16. Juli. Korr.-Bur. Aje daS ,Mr^ liuer Tageblatt" meldet, ist von einer kviiununistischenr, Propaganda kaum etiväs zu merken. Im ttbrigefl Preußen und im Mich ist alles ruhig. Bott einer titt* mittelbaren Gefahr für die Grnte känrn nicht gesprochen werden, da sie erst iN 14 Mge« bis 3 Wochen 'beginnt und bis dahin mit Sicherheit eine Einigung zu erwarben Ist. Wie fahr die Pressej. Meldungen übertrieben sind, geht baraas hervor» daß seit Möiimber insgesamt etwa öööo m gooö LandaiMiter gdstreikt haben» Md zwar in 12 Kreisen mit 56 chis 60 Ortschaften- AllgruMicklich ist bk Zahl dev noch Streikenden mit 1200 bis 1500 reichlich hvch angefetz.t«. __

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