Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 171 (10.7.1919)
- Date
- 1919-07-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979248--01526-2986938- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
* Seite 6 \\ Wien. Donnerstag Semiten bestrebt, da? deutsche Volk au'? neue zu betörenum e? noch tiefer ins (^leud stürzen zu können. - - , Deutsche Mänüer und Frau e n! Wchtvör?t,'- das, ihr nicht ruhen wollt, bi? 1618, dieser Verrat,'der schändliche der Weltgeschichte, fnrchtlmr gerächt ist b/ . - Der Ve rn ich Luu g s f ri e d e — Werk der Juden! - . . Wir haben die Stellungnahme der Inden zu diesem Frieden wiederholt deutlich zum Ausdruck gebracht upd cs hieße wahrlich der Niedertracht zu viel Ehre er»v weisen, wenn wir unS^eingehender mit diesem Machwerk beschäftigen oder seinen Inhalt widerlegen wollten. Das müssen wir aber verlangen, daß der Bürgermeister unserer Sta1>t endlich hervortritt irnv den Hetzern laut entgegenruft: „Wir Wiener. brauchen Ruhe, Frieden und Ordnung, ehrliche Arbeit, Gemeinsinn und soziales Verständnis. Wir werden es nicht dulden, daß durch de nt s ch n at io n al-antisemitische Radaumacher der Ruf unserer Stadt wieder einmal vor ganz. Europa geschändet werde. Hinweg also mit jeder Judenhetze, fort mit der Büberei!" Wir fragen unter Vorlage eines solchen Flugzettels ail, ob der Herr Bürgermeister bereit ist, als Oberhaupt der größten Stadt Dentschösteekeichs, als verantwortlicher Hüter der Sicherheit von mehr als zwei Millionen Menschen, vor der ganzen Oessentlichkeit, Viesen hetzerischen Angriffen gegen die Juden mit derselben Entschiedenheit und Entrüstung entgegenzutreten^. wie cs zunl Beispiel der Linzer Arbeiterrat jüngst in Mem ähnlichen Fall ungesäumt getan hat. Die Antwort des Bürgermeisters. Der Interpellation liegen Klebezettel mit verschiedenen Zuschriften und ein Flugzettel bei, in dem gesagt wird, daß der Bernichtungsfriede ein Werk der Juden ist. Ich glaube, cs ist nicht interessant, daß ich Ihnen diese zur Verlesung dringe. Es ist'tief bebauerlrch, daß in dieser schicksalschweren Zeit eine gewisse Clique sich derartige verhetzende, die Bevölkerung aufregende Dinge erlaubt. Es muß dieses Beginnen attf das schärfste verurteilt und tief verabscheut werden. Gerade in der jetzigen Zeit, wo wir so viel Zündstoff an gehäuft haben, ist es eine Gewissenlosigkeit, noch mehr Zündstoff anzuhäufen. Hoffentlich wird. im Betretungsfalle gegen die Verbreiter solcher verhetzender Flugschriften mit jener Schärfe, die in der Gegenwart geboten ist, vorgegangen rverden. Ich möchte aber noch bemerken, daß in Wien nicht der Boden für eine derartige Hetze geiunden wird und ich bin vollkommen überzeugt davon, daß die Massen der Arbeiterschaft sich nicht zu Judenpogromen werden hin reißen lassen. Ich glaube, es genügt, wenn in öffentlicher Gemeinderats fitzung der Versuch zur Aufhetzung auf das schärfste ^verurteilt wird. Gegen den jüdischen Religionsunterricht am Sonntag vors mittags. > Gemeinderat Dr. Grün weist darauf hin, daß der jüdische Religionsunterricht in den Wiener 'Volksschulen am Sonntag vormittags stattfindet, obwohl schon seit Jahren seitens der Eltern, Aerzte, Lehrer und Kinder Widerspruch erhoben wurde. Er fragt, .ob der Bürgermeister geneigt ist, dahin zu wirken^-daß der Religionsunterricht am Sonntag vormittags schon in der nächsten Schulperiode abgestellt wird? Bürgermeister Reumann: Die in der Anfrage berührte Angelegenheit fällt ausschließlich in dir Kompetenz der Schulbehörden Und des Vorstandes der israelitischen KultuSgenieinde. Ich werde die Anfrage als Antrag behandeln und dem Bezirksschulräte übermitteln. Die Schaffung eines Brennholzvorrates. Gemeinderätin Rudolfine Fleischner weist auf die Schwierigkeiten der Kohlenverhandlungen hin und fragt, was der Bürgermeister rin Sinne-der Schaffung eines genügenden Vorrates von Brennholz zu hin gedenke. Bürgermeister Reumann: Die Gemeinde Wien hat mit zahlreichen Gutsbesitzern Niederösterreichs Absteckungsverträge geschlossen. Der Abtransport des Holzes ist bereits i,n Zuge und wenn die Verkehrsverhältnisse halbwegs' günstig sind wird es in der kommenden Heizperiode bereits Verwendung finden.-Auch in der Umgebung Wiens, im Lainzer Tiergarten, in der Lobau, im Ottakringer und Hütteldorfer Wald, in Purkersdvrf und Rekawinlel werden H o l z s ch l ä g e r u n g e u vorgenommen und dürfte auch dieses Holz zu Beginn des Winters in Wien sein. Die Gemeinde würde hiernach über, eine Menge von rund 118.000 Raummeter Holz verfügen. Gegenwärtig liegen auf den Wiener Lagerplätzen 29.000 Raummeter, doch muß hervorvchoben werden, daß derzeit mangels entsprechender Kohlenvorräte der Äüchenbrand durch Brennholz der Gemeinde ersetzt werden muß. Schaffung von Mansardenwohnungen. Genreinderat Dr. Scheu regt zur Linderung der Wohnungsnot die Schaffung von Mansardenwohnungen an und Einleitung von Schritten bei Stadt und Land, damit auch die' Abgabefreiheit zugesichert werde und die Ergänzung der Bestimmungen über die Anforderung von Wohntlngen in dem Sinne, daß zur Herstellung von Dachwolnmugen eine Anforderung von Dachböden in beschränktem Umfange eventuell gegen entsprechende Herabsetzung des Mietzinses stattfinden dürfe. Schaffung eines SiedlungSautteS. Gemeinderätin - Marie Kramer beantragt) der Genieinderat wolle folgend? Beschlüsse fassen: Zur Erleichterung sämtlicher auf das Siedlungsgebiet im Wiener GemeindegebiLt und Umgebung bezügliche Fragen ist ein dem Wotmungöcmtt anzugliederndes Siedlungsamt zu schassen. Dein^ SiedlungSamt sind Delegierte gemeinnütziger Korporationen, wie der deutschösterreichischen Gartenstadtgcsellschaft, des Neichsverhandes der gemeinnützigen. Bauiwaossenschasten, des Vereines der Naturfreund«! und des HeimatSschntzverbandes beizuziehen. Die von der Staatsregierung bestellte Verwaltung des Hofärares ist zu ersuchen sämtliche auf oas Siedlungswesen. bezughabenden 'Fragen nur im Einvernehrnen mit dem städtischen Siedlungsamte zu lösen. Speziell der Frage der Besiedlung de^ südöstlichen Teiles oes Lainzer Tiergartens ist int Einvernehmen mit den genannten. Organisationen näherzutreten, damit eine vollkommen unparteiische und soziale Lösung erreicht wird. Die städtische Straßenbahn im Betriebsjahre 1917 18.! Bizebürgermeister Emmerling erstattet nun den VertvaUungsbericht der städtischen Straßenbahnen über düs B> slriebsjahr 7617/18. Darnach waren die Kriegsanslagen von j 10,6 Millionen ans 90,2 Millionen gestiegen. Die Gesamt- :et»itafjmctt betrugen 117,793.564 Kronen, die Gesamtaüstrt ÖlJäLKiEW, Wi«»«r Morgeüzeitimg von. 16,132.646 Kronen ergibt. Der Referent beantragt die Genehmigung des Berichtes und die Berwendurrg des GcbarunaSüborschusses. - * - Gemeinderat Doppler bringt einige Beschwerden der Fahrgäste über die Unordnung heim Straßenbahnverkehr vor. Der Referat gibt der 'Ueberzeugung Ausdruck,, daß die Direktion acleZ aufbieten ufltfa, um den Wünschen der Fahrgäste Rechnung zu tragen. Hieraus ’ wird. sein Antrag angenommen.. 3,600.000 Kronen für «tote Schleppkahn in St. Marx. . Nach einem Bericht des Vizebürgermeisters Hof, werden für den Bau einer Schteppbahn, zwei Schlachthallen und Rinderstallnugdn im Schlachthofe St. Marx 3,600.000 Sttoiicu bewilligt. , Das Augartenpalais für Zwecke der.Jugendfürsorge. Nach einem Referate des Vizebürgermeisters Winter wird fein Antrag, das Augartenpalais für Zwecke der Jugendfürsorge zu benützen, angenommen. Die Schatzanleihe der Gemeinde Wien. ' Der Fmanz'e'erent der Gemeinde Wien, Stadtta* B r e t t n e r. berichtet nun über bic Aufnahme einer Schatz" anleih e im Betrage von 20O Millionen Kronen und verweist daraus, daß die Budgetdebatte mit dem Beschlüsse «geendet habe, daß das Desizrt von 168 Millionen Kronen im Wege einer Krcd.itoperatlvn zu decken sei. Er betont, daß unter den gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen eine andere Art von Geldbeschaffung, solange eine Klärung der Verhältnisse nicht stattgefunden habe, nicht opportun war. Mit der Wahl erurr zweijährigen Schavanleihe sei die Gemeinde der Sorge enthoben, noch während des Verwaltungsjähres für die definitive Unterbringung sorgen zu müssen. Er ersucht um Annahme des Antrages. 'Sladttat Dr. K i e n b ö ck bespricht daß Defizit von 40t Millionen und gibt der Befürchtung Ausdruck, daß mit dieser Ziffer das Defizit nicht erschöpft sein wird. Schließlich erklärt er, für den Anttag zu stimmen. Auch Dr. S ch w a r z - H i l l e r erklärt sich nach einer längeren Ausführung für den Antrag. Rach einem Schlußworte des Referenten, der noch einmal auf den Nutzen der Anleihe und ans das beruhigende Moment hinweisi, daß .der Kredit der Stadt Wien noch als ein erstklassiger anerkannt wird, und nachdem er alle aufgetauchten Bedenken gegen die hohe Verzinsung der Anleihe zmückgrwiesrn hatte, wurde der Antrag angenommen. Preiserhöhung in den städtischen Bädern. Nach einem Referate des Stadtrates Dr. Grün wird der Anttag. die Preise in den städtischen Bädern, mit Arrsnahme deS StrombadeS Gänsehäufel, zu erhöhen, nach .kürzer Debatte angenommen. Dre Preise für die Volksb ä d e r b l e r b e n u n v e r S n d e r t. Hinauf bnichttt Stadtrat W e r g l t über den Kollektiv- Vertrag der.Bediensteten der städtischen Leichenbestattung, der zur Annahme gelangt, worauf die Sitzung geschloffen wird. Neue Gemeindeabgaben. In der gestrigen Stadtratssihung berichtete Stadtrat S v e i s e r über eine Anzahl neuer Abgaben in Steuern, welche oie Gemeinde Wim in Ausführung von Beschlüssen, welche in der Budgetdebatte gefaßt wurden, einführen soll. Die Gemeindeabgabe für Kraftwagen wurde gemäß dem Reserentenantrage in sollendem AuSnküße beschlossen: Für - Personinkrastwagen dis zu 10 .Pferdekräften gelangt' eine Abgabe von X 500 zur Enthebung, bis zu 20 Pferdekräftm wird diese Steuer auf X 1000, bis 30 Pferd ekrältigen auf K 2000, bis 40 Pferdekräftm auf K 4000, bis zu 50 Pferdekxästcy aus K 6000 und bei mehr als 50 Pferdekraflen ans X 10.000 festgesetzt. Das Erträgnis dieser Steuer wird voraussichtlich für Wien 3 Millionen Kronen bettagen. Im. Lande Riederösterreich wird die Steuer in demselbm Ausmaße eingeführt werden und dürste ungefähr X 600.000 einbringen. Der Antrag des Stadttates Speiser auf erne Fuhrwerksabgabe, die an Stelle der bisherigen Lizenzgebühren treten soll, wurde in folgendem Ausmaße angenommen: Für Fiaker und Automobile betragt die Abgabe .X 300, für^ Einspänner mit Pserdebetrieb X 150 und für Klemsuhrwerfer mit zugewiesenem StandpMkt L 30. . Bühne und Kunst. ' Aus den Theater«. Im S ch ö n b r u n n e r S ch l o ß t h e a t e r gelangt morgen Freitag Hermann B a h r 8 Lustspiel „Das Konzert" zur Aufführung. Beginn ‘/s7 Uhr. Die Exk - Bühne. die gegenwärtig in der V o l k 8oper gastiert, bringt morgen Freitag Scbönherrs „Der Weibstenfel" zur Aussühruiig. Beginn 7,8 Uhr. In der NeuenWienerBÜhn. e verlangett Maria O r 8 k a infolge des steigenden Interesses ihr Gastspiel bis Sonntag dm 13. d. M. — Die Premiere des Zyttus „Das Bett" von Lavcdan findet erst Montag den 14. d. M. statt. lZn den K a m m erspielen gelangt morgen Freitag um 7,8 Uhr abends zum erstenmal der Schwank „Habm Sie nichts zu verzollen?" von Maurice Henneguin und Pierre V e b e r, deutsch von Max S ch ö n a », zur Auft führung. Samstag den 12. d. M. um 7 Uhr findet das erste volkstümliche Shmvhoniekonzert des Konzertverein-TonkünstlershmphonieorchesterS im Freien statt. iKonzetthausgarten, bei ungünstiger Witterung im großen KonzerthaussaaleO Dirigent: Anton Kon r a t h. Programm: Tsckaikowskh: Pathetische Svmvhonie; Bizet: nl.'^reisnns'« Suite; Beethoven : ,,Egmont"-Ouvettüte.' Karten zu %— und K 4.*— vormittags an der Kouzerthauskaffe und bei Kehlendorfer. - -), vt;- Jüdische Theateraufführung zugunsten einer Leihvrbliothek im X4l. Bezirke. Die Theatervorstellung von Perrz H i r s ch b e i n s „Die Newejle^ (Gastsviel der Jüdischen Bühne) stndet heute Donnerstag 'den 10. d. M. um 7,3 Uhr abends im Wiener Bürgertheater statt. Restliche Karten sind noch zu habm an den TageSkaffm des Wiener Bürgettheaters,.. in der Buchhandlung R. L ö w \ t, I.; Rotentvttmstraße 22, in dm Theaterkartenbureaus H, Taborstraße 5, Schmelzgaffe 7. XX., Wallenstemstraße 24, und im Sekretariat der Zwmftischen Sektion- XX/, Karl Meißlstraße 5, l. Stock. Protokoll des XV. Delegiertentages der zionistischen Bereinigung für Deutschland. Die Referate des DelegiertmtageS gebm ein getteues Blld von all den politischen und geistigen Bestrebungen, die den Zionismus zu dem machen, waS erbeute ist. Auch die Debatten über Palästina, Kongreß und Kulturpolitik wie die prograninratischen Erklärungen des- Misrachi, der Hapvel Hazaic sind bedeutende Dokumente des Zionismus ui kinenr wlchtigeu Augenblick seiner Geschichte und werden in der Parle,liteauur bleibenden Rang emuehulcu. Preis 1> ß.90. Zu beziehen dwch R. Löwlt, Wien, 1., Notenturmsiraße 2-_'. 1V. Jul, ISIS' " . '!Jt£*rfF. ------—-- —-- -> Die ErnÄhrnng. ' Der Lebensmittelbezug ans Holland. '.Einem Berichte des deutschösterreichischen Konsulates in Amsterdam zufolge hat die Enhente vor kurzem gestattet, daß Waren, welche nach Holland unter Ber< ftflichtung des 'Verbleibens in Holland zrrr See ein-, geführt wurden (sogenannte N'. O. T. - Waren),' nach Den t s ch ö sie r r e i ch a ü s g e f ü h r t. werden dürfen,, ohne daß hierzu jedesmal^ die Bewilligung des interalliierten Komitees im Haag eingeholt werden muß. In Hinkunft ist daher zur Ausfuhr-lediglich dis Ausfuhrbewilligung der holländischen Regierüng notwendig. . Die Ententeregierungen haben jedoch diese Wieder-! äusfuhr an dieBedingung geknüpft, daß dieWare nicht überunbesetztes deutsches Gebiet, sondern lediglich über neu-! trales und besetztes deutsches Gebiet transporttert werde. Auch diese Beschränkung dürfte jedoch mit dem Moments da der FrieDnsvertrag durch Deutschland raftstziertl wird, Wegfällen. . ' Der freien Ausstlhr holländischer Landespwdukte: (Milch/Butter, Käse usw.) nach Deutschösterreich steht noch das im Vorjahr zwischM Holland und der Entents geschlossene Uebereinkommen („Lgriouktural Lgreement")! im Wege. Holland hat kürzlich vergeblich versucht, vom diesen Beschränkungen befreit zu werden. Die Entente! hat bloß zugestanden, daß 80 Prozent der aus Holland' znm Export gelangenden Marmelade nach Zentraleuropa ausgeführt werden dürfen. Außerdem steht iw Erwägung, die gegenwärtig unterbundene Ausfuhr von' Milchprodukten nach hen' mitteleuwpäischen Staaten wieder in einem gewissen Umfange zuzulassen^ und zu' diesem 'Zwecke neue Äusfuhrkonting^nte festzusetzey. ,.! . j■ ' Der Marktbericht. Die Großmarkthalle war gestern fast ganz verödet. Die geringen Vorräte beschränkten , sich auf Reste von rayoniertem Pökel- Und Rindfleisch sowie kaum. nennenswerte Wurstmengen. Der Fisch mar kt war nur mit gesalzenen Schellfischen versorgt. Dis Grün-. Warenmärkte waren infolge des schlecht-rn Wetters! schlecht e r beschickt, doch reichten für den schwachen; Verkehr die eingetroffenen Vorräte immerhin aus. Von! auswärts ist eine größere Sendung böhmischer und ägyptischer Zwiebel eingelangt. Südftüchte waren durchs Karoben, Feigen und Zitwnen vertreten, dagegen waren! Kirschen auch gestern weder auf dem Naschmarkt, noch sonst auf einem/-der Märkte zu sehen. An frischem! Obst gab es nur geringe Mengen Ananaserdbeeren und s Walderdbeeren, die zu K. 1.70 per 10 Dekagramm! verkauft wurden. Auf einzelnen Märkten wurden gestern! Eier in bescheidenen Quantitäten ausgegeben. . Zubutzen für die Kinder in Wien. In der Zeit vom! . 15. Jmi bis 12. August werden m Fortsetzung der vom Staats-; amte für Volksernähmng im April eingeleireten Aktion folgende^ . Zubußen abgegeben werden: a) an die Kinder bis zum voll-: endeten 6. Lebensjahre: 1 Kilogramm Haferflocken und 7« Kilo-j gramm Teigwaren, b) an die Kinder vom vollendeten 6'. bis zum! vollendeten 1*. Lebensjahre: 1 Kilogramm Haferflocken,j 1U Kilogramm Suppenmasse und iU K,logramm Marmelade.« Die Ausgabe dieser Zubußen wird sin: die bei Konsumenten-' vrganisationrn mit Mehl raponierten Bezugsberechtigten ber den) Verschleißstellen'dieser Organisationen, für die übrigen Bezugs-! berechtigten bei den städtischen Nährmcktelabgabestellen erfolgen.! Die näheren Bestimmungen über hie Ausgabe der Zubußen!, werden vom Magistrat Wien rechtzeitig kundgemacht werden.! Abgabe von Kondensmilch. Vom Staatsamt.für Volksernährung wird verlautbart: Zur Verbesserung der Milch- Versorgung der Kinder - in Wien wird aus den zur Verfügung stehenden Milchkonservenvorräten in der' Zell vom 6. bis 19. Juli d. I. an die Kinder vom vollendeten ersten /bis zum vollendeten sechsten Lebensjahre Kondensmilch abgegeben. Jedess Kind vom ersten bis zum zweiten Lebensjahre hat Anspruch auf! - drei, jedes Kind vom dritten bis zum sechsten Lebensjahre aus > eine Dose. Die Abgabe der entfallenden Quote erfolgt zum amt-> lich festgestellten Preise von 5 X für eine Dose. 1 Richtpreise für Himbeersaft. Die Richtvreise für! Himbeersaft werden wie folgt festgesetzt: Erzeugerpreis X 1230.—,' X 1280.— und X 1330.—, Großhandelspreis X 1330.—,! X 1355.— und X 1380.— pro 100 Kilogramm. Der Zuschlag l zum Kleinverschleißpreis beträgt X 2.80, so daß sich ein Kilo-! gramm Himbeersaft im Detailhandel auf X 14.30 stellt. ,.v, Levensmittelverkauf der Rohö. . Heute Donnerstag: Zentralmagazin, VIII., Piaristengasse 19: Abgabe von prima Sardinen in reinstem Olivenöl (Inhalt der Dose 12 bis 14 Stück), Schweizer Milchschokolade, italienische Gurken, Kartoffelwalzgrieß, pro Kilogramm X 14.—. italienische Mandorlato, Kümmel, Backpulver, Franck-Kassee, Essig, Houigkakes und Slibowiy von 8 blS 12 Uhr und von 8 bis 5. Uhr. — 1., Nibelungengaffe 7: Puddingpulver, Franck-Kassee, Waschpulver, Essig, Krachmandeln von 9 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr..— II., HI., IV., V., XIII. und XVII. Bezirk: Abgabe von ' prima Sardinen in reinstem Olivenöl, Sardellen in Oel, Schweizer Milchschokolade und diverse Kleinigkeiten von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — Ul., X. und XIX. Bezirk: Prima Sardinen in remstem Olivenöl, Kartoffelwalzgricß, pro Kilogramm X 14.—, Schweizer Milchschokolade und diverse Kleinigkeitei: sXIX. Bezirk auch Zitronen) von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — IX. Bezirk: Prima Sardinen in reinstem Olivenöl, Kartoffelwalzgricß, pro Mogramm X14.—, Schweizer Milchschokolade, Zitronen und Zwirn von 8 bis 12 Uhr und von, 8 bis 5 Uhr. — XII. Bezirk: Prima Sardinen. in reinstem Olivenöl, Lekwar. Kartoffelwalzgrieß, pro Kilogramm X 14.—, Schweizer Milchschokolade und diverse Kleinigkeiten von 8 bis 12. Uhr und von 3 bis 5 Uhr, XXI. Bezirk: Bari, Zwirn, Labsal, Suppenmasse, Franck-Kaffee, Kartoffelwalzgrieß, pro Kilo- X 14.—, von 2 bis 4 U^r. — XVm. Bezirk: •' Ge- ‘ - W. I. W. . ■ ■? Heule Donnerstag von 9 bis 11 Uhr gelb, von 3 bis 5 Uhrrot: Freüag den 11. d. M. von 9 bis 11 Uhr blau, ,vou 3 bis 5 Uhr grün. - ' , >ramm chloGn