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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-10 · Heft 171 (10.7.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 171 (10.7.1919)
Date
1919-07-10
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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SJttf 171 . Wien, ÄöüliL^Mg >——-;-:---:-■■■•"-" - ■' -. Sport. Stafettenlauf HNtteldorf—Hohe Warte.! Dieser Wettbewerb, der Sonntag zum zweite Male zur Mlstkagung gelangt, verspricht einen glänzenden Verlemf. Während im Jahre 1914 15 Stafetten genannt waren, von denen neun starteten, sind heuer schon *27 genannt, und zwar: Klasse A. Leichtathleten 7 Stafetten: Hakoah I, Hakoah n, Oe. & Sp. V., Vienna, - W. A. C. K W. A. «. II, W. A. F. (Verteidiger W. A. F.). Klasse 8, Fußballer: 8 Stafetten: Hakoah III* W. A. C. Hi> Gersthofer Sp.-V. Klasse 6. Vereineohne leichtathletische Sektion: 2 Stafetten: I. T. V. Makkabi, Radfahrer- Verein „Rund um Wien*., Klaffe v, Militär-Formationen: 15 Stafetten: BolkSwehr -, Kreise: A, Arsenal L; Bataillone: HI, VI, VII, V/Vni kombiniert, IX, XIII, XV, XVII, XXI, XXVII; Marinebataillon I: Staatsamt für Heerwesen (Sektion I, sozialdemokratische Soldaten). Insgesamt 27 Stafetten'^ 20 — 540 Läufer. Die Strecke, die im wesentlichen entlang der Hütteldorferstraße bis zur Station Breitcnsee und von dort entlang der Vorortelinie auf die Hohe Warte läuft, .ist in zehn Etappen eingeteilt,. deren Länge zwischen 360 und 680 Metern variiert. Wenn sämtliche gemeldeten Mannschaften am Starte erscheinen, wird das Laufen sehr zur Propagierung der Leichtathletik beitragen.' . Leichtathletisches Meeting dev zweitklassige» Futzballvereine. Das Meeting kommt nicht, wie wir gemeldet, als S i e b e n-, sondern als N e u n k a m p f zur Austragung. Es umfaßt folgende Konkurrenzen: 1. Laufen über 1V0 Meter, 2. Laufen über 400 Meter, 3. Lausen über 1500 Meter, 4. Laufen über 6000 Meter, 6. Fußball-Weitstoßen, 6. Stafettenlauf über 400 Meter (4 Mann zu 100 Meter), 7. Stafettenlauf über 3000 Meter (3 Mann zu 1060 Meter), 8. Weitsprung mit Anlauf, 9. Hochsprung mit Anlauf. — Der Sportklub Hakoah ist Verteidiger des Wanderpreises. Wenn er am. 20. Juli wieder siegreich bleibt, geht der Preis endgültig in seinen Besitz über. Die kombinierte, M. T. K.-F. T. ^.-Mannschaft spielt nunmehr am Samstag gegen ein aus den Vereinen - W. A. F., Rudolfshügel und Germania zusammengestelltes Team. Sportklub „Hakoah"' Heute nachmittags, ab 5 Uhr, Training der Fußballsektion,, zu welchem sämtliche Spieler zu erscheinen haben. Um 8 Uhr abends findet eine wichtige Sitzung des Fußballausschufses statt. Grünfeld und Slukky» die mit Erfolg in der ersten Mannschaft des W. A. C. tätig waren, sind der Hakoah beigetreten. Sportklub „Hakoah", Schwimmsektion. Im Programm zu dem am 13. d. M. stattfindenden Strandfcst hat sich ein siunstorender Druckfehler eingeschlichen. Statt „Strand¬ oder Badekostüm" soll es-richtig heißen „Sommerkleider". (Gäste, die am Wettschwimmen teilzunehmen wünschen, werden ersucht, Badekostüm mttzubringen.)» Gerichtssaal. Ein Einbruchsdie-stahl in der Kermesvilla. Vor dem Schwurgerichte, unter Vorsitz des Oberlandesgerichtsrates Dr. R o ch o v a n s k v hatte sich heute der 31jährige ehemalige Schneidermeister Emanuel H u r k a wegen Diebstahles zu verantworten. Die Anklage, vertreten durch Staatsanwalt Dr. N i g g l. legt dem Beschuldigten zur Last, einen Einbruch in die ehemalige kaiserliche Hennesvilla verübt zu haben und 252 Stück japanische Porzellannippsachen gestohlen zu haben. Die Schadenssumme beträgt 40.000 bis 45.000 Kronen. Durch die polizeilichen Nachforschungen gelang es, einen Teil der Dirbsbeute zustande zu bringen. Die Geschwornen bejahten einstimmig die an ste gestellte Schuldfrage, worauf der Gerichtshof unter Anwendung des außerordentlichen Milderungsrechtes den Angeklagtenzu 15 Monaten schweren Kerkers verurteilte. Der Volkswirt. Staatsbürgerschaft und Coupons. Von Dr. Heinrich' Schreiber. In der gestrigen „Wiener Morgenzeitung" wurde das Thema „Staatsbürgerschaft und Zinsscheine" mit Hinblick auf die Coupons der Staatsanleihen besprochen lund es sei gleich.beigefetzt, treffend behandelt. Aber ilsm: wenn , bei der Einlösung der Zinsscheine von Staatsanleihen des alten Reiches Umständlichkeiten und Schwierigkeiten, wie sie das' Affidavit mit allem, was , daran Haftet, gemacht werden, so muß man sich damit , abfinden, daß es Lei dem rechtlichen Standpunkt, den die sogenannten „Sukzessüonsstaaten" durch nachdrückliche Mlehnung: ihrer' Sukzessionspflicht einnehmen, immerhin noch plausibel und entschuldbar erscheint, wenn dom Präsentanten von dem. freiwilligen. Zahler (er ist eine Art Ehrenintervenient) Bedingungen vvrge- . schrieben - werden, von Heven Erfüllung - die Einlösung Und Leistung abhängig gemacht wird, Eine Spalte weiter tvurdeder Bericht über den JähreMschlust der Ring ho f fer -Werke A.-G. ver- ' .öfsentlicht,^ worin gemeldet Üiar, daß die von der GeneralvetsammlunI . bestimmte Dividende von W Domen pro Aktie den deutschösterreichischen CouponrbesHM.nur dann honoriert wird, wenn der von der tschechv-slowarischen Behörde bekräftigte Nachweis erbracht wird, daß die zugehörige 'Wie sich am 12.März 1919 niDt ,im tschecho-slowakischen Staatsgebiete befand und* nicht.einem tfchecho-ftowalischen Staatsbürger gehört hat. So verlangt es, ivie es heM. das dortlä'.ldische Finanzgesetz. Wiener Morgsuzeituvg Es erübrigt sich', den Gründen einer solchen Norm nachzuforschen; sie hängt offenkundig mit der Vermögenskonskriptivn und der Steuerpflicht zusammen. Allein sei dem wie immer, unstreitbarist es, daß mit dieser Maßnahme, möge sie auch noch so sehr in aller Forin des Gesetzes herausgebracht sein,, dem Aktienrechte und dem „Rechte des Coupons", wenn man es so nennen darf, Gewalt angetan wird. Die Einlösung des Divchendencoustons an den Aktionär ist die Auszahlung der Ertragsquote an den Anteils-, eigner und wird mit her Bestimmung durch die Generalversammlung eine Schuld der Gesellschaft an ihren Teil-. Haber, beziehungsweise eine Forderung desselben an das Gemeinschaftsvermögen. Es ist schon seltsam und rechtswidrig, daß die Einlösung des Coupons mit der Aktie überhaupt in Verbindung gebracht wird; denn der Coupon wird mit seiner Bemessung verselbständigt und seine Einlieserung genügt, um dir Pusfolgnng des Gegenwertes herbeizuführen. Was soll man aber davon halten, ivenn die Aktie als der beweglichste Wsrt, der sich denken läßt, mit ihrem vernehmlichstes Jnhaberpapie-r, mit ihrer Freizügigkeit/ deren beschwingter Exponent der Dividendenschein ist, erst einem hochnotpeinlichen Amlsgange. unterzogen werden muß, ehe. er für flüssig .und zahlbar erklärt wird, ja daß er, wenn die' behördlichen Voraussetzungen nicht zutreffen, für notleidend erklärt wird und dadurch ins Leere fällt, obschon die Gesellschaft, fähig und gewillt ist, ihre. Schuld zu begleichen? Wahrhaftig, es mußte eine Welt in Trümmer gehen, um selbst.diese fast axiomatischen Dinge und Erkenntnisse auf den Kopf zu stellen. Der deutschosterreichrsch-polnische Kompensatimrsv ertrag ratifiziert. Die Fortsetzung der Warschauer Verhandlungen bezüglich Abschlusses .eines Kampe n s a tionsv e rlrag e s z w i.s ch e n D e u tl ch ö st e r r e. i ch u n d d e m p o l n i s ch e n S t a a t e in Wien hat am 5. d. M. zu'cinrly einvernehmlichcn Ergebnisse geführt und es wurde au diesem Tage der Vertrag auch endgültig r a U f i % i e r t. Die ursprüngliche Fassung dieses Vertrages wurde in einigen Punkten wesentlich /u unseren Gunsten abgeänderü DaS Wertkontingenl tür N a p h 1 h a-- Produkte, em Hauptbezugsartrkel iürDcutschösterreich, wurde um zirka 65 Millionen Kronen erhöht. TMlchösterrcich hät an Stelle eines Teiles der vorgesehenen Lieferung von K a rt o f t e l n alter Ernte den Bezug von 500 Waggons Früh- .kartoffeln für den Monat September erwirkt. Gleichzeitig mit der Ratifizierung dieses Vertrages hat die in Wien befindliche Polnische Wirtschafts- und.HandelsmissiöN verfügt, daß außer den bereitemgelangtcn 30 Waggons Er er noch wertere 70 Waggons Erer ans Polen FfcieKt ausgeiührt werden dürfen. Die Zweigstelle des Deutsch- 'östcrrelchischeu. WarenverkchrsbUreaus in Krakau hat televbonisch mitgeteilt, daß am 7. d. ein kombinierter Zug, enthaltend Eier, Schlachtpsekd e und Erdöle, drt Grenze passiert har. Wirtschaftliche Nachrichten aus tzodz. Polnische Blatter berichten: Die Roh st o f -f r a g eWt für Lodz äußerst günstig. Wie der „Kuryer' WarszawSki" aus alaubwürdiger Quelle erfährt, werden in diesen Tagen mehrere Waggons Baumwolle und Streichgarn in Lodz cintreffty, die zur Wiedmnbekriebsetzung der Textilindustrie beitragen werden. DaS Preßbnreau des Ministeriums für Handel und Industrie gibt bekannt, daß sich in Danzig 5500 Tonnen Banmwoll e befinden, die von der amerikanischen Mission angtzkaust wurde. Diese Baumwolle soll die Regierung den Bamnwollindustriellch zwecks Verarbeitung für die Bedürfnisse des Kriegs- und.dcsVerpstegungsMiNistermms übergeben. Der ganze'Baumwollvorrat soll rn Lodz in einem Zrntrallager untergebracht werden, lncr^sorlie'rt und denjenigen Spinnereien überwiesen werden, die nach Erhast von Kohle und Treibriemen den Betrieb alsbald werden autnehmen können. Die Baunnvolle soll demnächst iirLodz eintreffem Es fand rn Warschau eine Beratung statt,, m der^bie Fabrikanten sich verpflichteten, brnNen bcct Tagen diejenigen Spinnereien zu bezeichnen, die den Betrieb sofort ausnebmen könneir. . In Lodz ist zeitweilig in der Widzewer Spinnerei einstaatliche Teleyhonfabrik unter Leitung des Ingenieurs W V s o c k i unter gebracht worden. In ihr sind 350 Leute beschäftigt, die sämtliche Bestandteile der Bnrcaniernsprecher, wie sie die Deutschen hiergelassen haben, Herstellen. Es wurden bereits einige Apparate fertiggcstellt, die ausgezeichnet sunktionleren sollen. Außer Telephonapparaten werden in der Fabrik auch Kabeln und anderes Telephongerät hergestrllt, das hauptsächlrch für Heereszwecke bestimmt ist/ SondergAerverkehr zwischen Paris und Bukarest. Bukarest» 8. Juli. (Tel.-Komp.) Die Agentur Dacia meldet: Die „Francs-Expreß Compagnie" in Paris führt einen S o n d e v (i U t c x x> er kehrzwischen P ar iS n n d Bukarest zwecks W a r c n r r a n s p o r t e aller Art ein. Diese Sonderzüge werden vorläufig drei- bis viermal monatlich instradiert werden. Der Frachtsatz beträgt 100 Franks pro 100 Kilogramm. Die Route führt von Paris über Italien und Jugoslawien nach Bukarest. Börse für landwirtschaftliche Produkte. Wien, 9. Juli. (Origmglbericht.) Den festen amerikanischen Beiickten stehen ruhige Tendenzberichte, aus Berlin gegenüber. Der Verkehr am letzteren Platze nimmt überhaupt allmähttch nox» malercö Gepräge an, zumal reichliche Znschübe aus den Erzeuguygsacbieten 'erfolgen, welche eine willkommene Regulierung der,Prelle bewirken. In wirtschaftlicher Beziehung haben die Verhältnisse, die bei uns im Kriege geoeristht haben» keine Ucndernng erfahren. D>e Zwangswirkschaik verbietet und hemmt den privaten Unternehmnngsgeist und der erlaubte Geschäftsverkehr bleibt auf emem engen KreiS von Nebenvrodrcktcn beschränkt. Durch die heute ve.rlatltbarte Verordnung betreffend die Regelung des Verkehrs m Getreide und Mahlvrodukten wird wohl die Sperre der Hauptgetrcrde ausrechtrrhalten, dagegen der Handel rn Mais. Hirse. 'Buchweizen und Hüliensruchten, teilwerse auch in Hafer srtzipegcben. Eß steht'zu hoffen, daß der Handel m der kommenden Kampagne genügende Beschäftigung finden rviid und dev Konsum nickt mehr m der Zwangslage sein wird, sich vom Schleichhandel versorgen zu müffen. An der »heuugcn Mrttwochborse hak die seitherige Gllchgsisstille keine Unterbrechung erfahren. Jnwlye dcx spärlichen Pryvinzsrequrnz fehlte rö auch an entsprechendhUl Offertenmaterial, wodurch die. Um'ätze sich aus bescheidene Mengen greisb.rrer^Ncbenprodukte beschränkten, die zu kaum behaupteten Prci'ni lUifgepoiumen wurden. 10. Juli 1919 Kurz» SUetschel, Henneberg & Permutit A.-G. festem fand die konstituierende GeneralversarmylMg der KtM ietschek, Henneberg & Permutit A.-G. statt. Zweck derselben ist die Erwerbung der von der Firma Km-z, Rietschel & Henneberg in Wien XIII. für den Betrieb ihrer Unternehmungen verwendeten Grundstücke und FabriksrealilLten samt maschineller Einrichtung? sowie der Fortbetrieb dieser Unternehmungen unter. Einbeziehung der Allgenreinen Pmnutit-Wasscr- und AbivafferreinigunaZf csemchaft m. b. H. tit Wien. Das Aktienkapital betragt^ 4,000.000.—, zerlegt in 20.000 Stück voll eingezahlte, aufden Inhaber lautende Aktienzum Nennwerte von je X 2Qö.-*.<$rt den Verwaltungsrat wurden gewählt die Herren Josef K.n r Rudolf Kurz. Direktor Wilhelm K u x, Walter G e r fi x und Direktor Dr. Emerich F r a n k, in den NevmonSaussmt^. die Herren Ferdinand Plaschkowitz, Alfred S ck i n d l er> Ignaz H u m e r und H^o B i t t n e r. In der im Anschlmsr an die konstituierende Generalversammlung abgehaltenen waltungsrals-Sitzung wurden Herr Direktor Wilhelm K nx zum Präsidenten und Herr Josef Kurz zum Vizepräsidenten gewählt.! Die Wiederherstellung des französische« Eise«-! bahnverkebrs. Aus Lyon wird berichtet": Minister für öffent*; liche Arbeiter^ Clavcille, hat dem Präsidenten der Republik cineni Bericht über dw bisherigen Wiederhersiellungsarbeiten an den-' französischen Ellenbahncn übermittelt, dem zu entnehmen ist : Zur Zett des Waffenstillstandes warm 1500 Kilometer, Eisen-! bah ne n provisorisch w i e d e r h e r g e st e l l l. Bls 1. Julri 1919 wurden in Nordfrankreich 569 Kilometer dovpelgleisige und' 521 Kilometer eingleisige Eisenbahnen wiedcrhergestellt. Nur noch 22 Kilometer, .weniger als 1% des seinerzeit wiederüerzustellenden Netzes, sind noch nicht, repariert. Von den zerstört gewesenen . französischen Ostbahnen sind 371 Kllvmeter doppelgleinge unv< 513 Kilometer eingleisige vollkommen wlederhcrgestellt. Es bleiben noch 239 Kilometer, also 10°/o des gesamten zerstört gewesenen! Netzes, lviederherzustellerr. Bis längstens Ende Septembers wird das ganze französische Eisenbahnnetz vollkommen hergestellt sein. ■ - r. v:i Entdeckung von Petroleum ln Norfolk. Aus London wird telegraphiert: In Norfolk wurde ein umfangreiches Petroleunlgebiet entdeckt. Der P e t r o l e u m r e i ch 1 umwird auf 60 Millionen Tonnen geschäht. " t ^. Zur Kohlenversorgung Deutschosterreichs. Der! Riederösterreichuche Gewerbevercin richtete kürzlich an das zu-> ständige Staatsamt eine Eingabe, in welcher er unter Hinweis; auf die. außerordentlich genüge Eigenproduktion von Kohle und! mitec Darlegung der Schlvlerigkelten, die sich hem Bezüge aus-! ländischer Kohle derzeit entaegenstellen, die Negierung dringendst aussorderte, dir rechtzeitige Versorgung mit Kohle sicherzustellen, i Zn diesem Zwecke müßtenvon der Entente' ebenso wie für; Lebensmittel langfristige Kredite gewähr werden. Ferner wärevon der Entente zu verlangen, daß die cmgeführte Kohle, nickt teurer zu bezahlen sei, als bom Verbraucher des Produktives-, landcs. In dieser Hinsicht wurde auch, die Meistbegünstigung tarisakiscker Hinsicht verlangt. Schließlich wurde, dem Zweffcldarüber Ausdruck gegeben, ob es in der ietzrgen Zeit zweckmäßtgsei mit der Sozialisierung der Kohleuprodukrion. die ohnehin fast., nicht m Betracht komme, und des Kohlrnvertricbes vorzugehen/ bevor man wiffe, wie die Kohlenfrage m Deutschen Reiche mrd- : in Tschecho-Slowakrm geregelt werde. Im-Interesse von Ge-^ Werbe- und Industrie, aber auch des privaten Kohlenkonsums-, miiffe die Regierung alles aufbicten, damit rechtzeitig wenigstens - bescheidene Mengen von Kohle zur Verfügung, gestellt werden.' Maßnahmen -es britischen Handelsamtes zur! Förderung des Handels. Im Katalog der diesjährigen, britischen Meffe werden die Maßnahmen zusammen gefaßt,, dre seit. Kriegöbeginn vom brimchm Handelsamle, jetzt „Oversea^ Trade Departement"-veranlaßt worden, sind/ um den-deutschen upd Ksterreichrsch-ungarischm Handel zugunsten britischer Firmen! zu v e r drangen. Insbesondere werdm aufgezählt: I, . Sammlung und AussteÜinlg. von Mustern markt-! gängiger deutscher und österreichischer Waren. Sie umfaßt aus ( etwa 70 verschiedenen Gewerbezweigen rund 20.000 Muster, die, g auf 66 überseeischen Märkten gesammelt wurden und in der-, schiepenen großen Industriezentren Großbritanniens und Kanadas! ausgestellt worden sind. Die Sammlung kang jetzt von britischen. Fabrikantni im Gebäude des Oversea Trade Departement stchtjgr werden. 2. Alljährlich? Veranstaltung der britischen-In-, düstriemesie. 3. Zusammenstellung cmer nach Warengruppen ge-- ordneten Liste britischer Fabrikanten. 4. Sammlung von über- II. 000 dkutschm und österreichischen Gcschäftskatalogen,"die gleich-; falls im Gebtzude des Amtes emzusehen sind, ausnahmswklse auch an britische Fabrikanten verliehen werden. -- l Preiserhöhung für Anilinfarben. Die in ber; Interessengemeinschaft vereinigten Gesellschaften der deutschen chemischen Großindustrie haben in den letzten Tagen eine gemein-. süme Preiserböhlrug iür Anillnkarben vorgenommen, wobei es. - sich m der Hauptsache um eine Prewreguliernng handelt, die, einigermaßen den verteuerten Produkrionsverhältnissen Rechnung ' tragen soll. Aus den Kreisen der chernischen Industrie wird ver- : sichert, daß daraus ein Grwmnzmvachs iür die Werke'vorerst! n r ch t zu erwarten steht, weil die Farbenherstellung zum Teil' stilliegf Und die Produktionskosten andauernd noch mt Wachsen ' sind, so daß mit der Möglichkeit einer weiteren PrciSherauf- , setznng zu rechnen ist. ' > s Warenbedarf in den Balkanstaaten. Wir entnehmen der -„Wirtschaftlichen Demobilmachung": In Jugo-- slgwrxn werden am dringendsten benötigN Herren- und Damen-' kvnstfiioN. Lemenwinche, Handschuhe, Schnhwaren, Automobile, Destiüationsapparate, Maschinen und Werkzeuge für Schuhmacher, Weine und Parfümerien imd vor allem Äpothckerwaren. Der Bedai f Serbiens erstreckt sich gegenwärtig hauptsächlich auf. Bau-! beschläge, Gas- und Wasserrohre (-1/* bvS 11/3 Zoll, mit Ver--. bindungsstückeM, Eniailgeschirr, Werkzeuge für Schreiner und Schlaffer, kleine Werkzeugmaschinen., Nähmüschinen. Nagel, Seile,' Stoffe, Schuhe, Hüte. Für die Rückfracht kommen in Betracht: Mais, Weizen. Roggen. Gerste, Vieh, Gesiügel, Eirr und Obst/ Aeber Fall des Sterlingkarfes in Amerika - schreibt die .Annes", ein weiterer Fall scheine nicht vermeidbar;! der zeitweise Rückgang gehe hauptsächlich auf ver,nehrte Ziehungen ‘ Südamerikas auf London >m Zilsannnenhang mit Gold exp orten; von- Rew-Aock nach Südamerika zurück. Zirka 350.000 Dollar! Gold gingm in der letzten^jeit von Rew-Aork nach Londons ttyd Paris. - . D«?N Polksreichtam ' berechnet m o,er Londone, „Financial Times" .Dr. Stamv für. England mit 318 Pfunk Sterling pro Kopf, in Amerika 421, Argentinien -940 Australien 318, Frankreich 303. Kanada 300, Deutschland 244 Belgien 157, Oesterreich- U n g a r n 121, Rußland 85 Italien 188, Japan 44. Das VolkZemkochmen betrage jährlisl - pro' Kops iv England 50. Amerika-72, Australien 54. Kanada 40 Frankreich 38, Deutschland 30, Italien 28, Oesterreich-Ungarn 21 JUan 6 Pfund Sterling. p Ksnkws, Bimar, Ges. m. b. H., Pom Wiener Handelsgericht wurde, zur Prsliimg der znul Konkurs der Firma Bimax, Ges. in. b. H.. X., Laxenburgerstraße 39. nachträglich angeiiieldeten imd bis zur Tagsatzmig etwa noch angeirictdctcu Forderung eine Tagsatznug aus den 23. d. M., vorminags 11 Uhr, Zimmer 93, anberaumr.

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