Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 169 (8.7.1919)
- Date
- 1919-07-08
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979246--01508-2986918- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
geeite 6 Dienstag Kommunales. Der ErnLhrrmgsskimdal in Wien. - Es ist wirklich nicht überttiebeu, von einem „Ernährungsskandal" in Wien zN sprechen. Sabri sollcit durchaus nicht die Schwierigkeiten überseyorr wekden, tvelche inföig« beü' itt die i/attfle sick Hinzlchendcu FriebensverhandlnUgett für Unsere Lel'ensmittelversorgnng sich ergeben. Eine Hauptschwiarigkeit in der Versorgung bildet bekanntlich die Valuta,. ttindite Geldknappheit nnd die Kouipensationsfraae. Die WrtWlst ganz. DeutschösterreichS leidet nnter diesen Verhältnissen fürchterlich. Die in dieser Einsicht in Angriff genommenen Aktionen der Regierrmg sollen nicht pekkirnnt werden., nnd dir Kritik bat in gerechter Würdigung hei Situation rückhalt« lo? dk? Schwierigkeiten anerkannt. , , Da? bindert aber nicht, schärfste Kritik zu üben an der, Art nnd Weise, wie Wien ntit LeöeuSUiiti-'ln versorgt, .mit einem Worte, wie Wien ernährt, richtiger nicht e.d» nährt wird. - Es ist müßig, immer wieder darauf ju verwaisen, wie unsere Märkte versorgt werben, müßig ans den immer.üppiger^ blühenden Schleichhandel init seinen ins Unermeßliche stsi« genben Lebensnnttelpreisen hiilzniveisen, .Müßig, immer wieder die init souveräner Verarainng aller belördlichen Versiignstgeu von den Wirten nnd CaieiierZ für den Normalckrenschert unerschwinglichen Wucherprci'e anzunageln» aber daß geradezu, unter den Angen unseres hohen Ernnhrungsamtes in nächster Nähe Wiens, direkt vor. den Traten der Hauptstadt des Staates, eine E r n ä h r uu g o f l M f zum Tch aöen W i e n s betrieben uiid. von unserem Staatssekretär Doktor Loewemfeld-Ruß geduldet, säst möchte man sagen Unterstützt, weil nicht'verhindert wird, -Ss ist ein öffentlicher Skandal. In der letzte« Wiener Gemeinderatssitzung bat Bizedürgernieister Hoß unter allgemeiner Entrüstung Elitliüllungei? gemacht, über eine -ErnährungSPolitik, welche das freundliche hiergesegnele Städtchen Liesing aiif eißene sattst betreibt. Der Liesing« Bürgermeister hat,' nach den Entliül-' lungen des. Vizebürgermeisters, unbekümmert um die Weisungen und AirordnUn des ErUährnngsamtes, ohne Rücksicht auf Vakütabedenken, ohne K o mpen sati ü nett ei weit ric si.ge n S chwei n e-Im P'or t auS.deM Ausland nach Liesing in die Wege geleitet, so daß Lieking mit f r r sch e m, ckiillig'em Schweine'sleifch in Ueberflus; versorgt ist. Und das furchtbar Traursge an der ganzen Wache ist, daß Wien von örefev -Bektesernng voklstänbig au's'gefchaltet ist, baß diese Aktion die „Verdorfnng" Wien4 so Acht vor Augen führt. Es ist nicht zu.'.leugnen, die Tatkraft des Liesinger Bürgermeisters, der ohne irgendwelche Valutabedenken, ohne den nach Hunderten Personen zählenden Beamtenstab zu besitzen, eine solche erfolgreiche Aktion durchführt, ist zn i bewundern. Upd cs wäre kein Wunder, wenn Stinunen. laut würden, diesen Bürgermeister an Stelle "des Staatssekretärs Dr. L o e w e n f e l d - R n ß zu setzen. * Wer die ganze Angelegenheit hat einen sehr ernsten Hintergrund. Sie zeigt die fortschreitende ,>Berdorfting" Wiens. Sie zeigt und beweist, oaß die BerordmrUgeu der Reglern,loszentrale. für den Bürgermeister von Liesing nicht eristieren und daß er immer bereit sein wird, das zu tun, was ihm ersprießlich für seine Gemeinde erscheint. Sie . deckt aber auch die Gefahr auf, daß sich noch andere Bezirk finden' werden, die in die. Fußstapfen des BnrgermeisterF von Liesing treten werden und es könnte der Fall eintreten, daß entfernter liegende Bezirke ebenfalls von Wien abrücke« und gar die autonomen Länder, wie Steiermark, Salzburg, sich Äs selbständige Gebilde betrachten, welche das durch solche Vorgänge blutleer gewordene Herz des Reiches ganz nebensächlich behandeln. , . . Was sich Inaab spie len könnte, käme einem DerwesunZsprozeß, "ber Verelendung einer Millionenstadt,, wie sie ^rch noch nicht ereignet hat, gleich. Um daS Zu verhindern, darf Wien vor seinen Toren Nicht als Bettler erscheinen, es "oars nicht bitten und fordern, 'soudern muß auch kn dir Lage versetzt werden, zu geoen. Dazu 'bedarf eS rünrr zielkewu'ßten, energischen Regierung, die G « genwarkspol itik macht, die den Ländern die Ueberzeugung beibringt, daß in Wien Beschlüsse gefaßt und .Gesetze erlassen werden, welche der eisernen Notwendigkeit entspringen. Bühne und Kunst. Wiener Bürgertheater. (Gastspiel Heinrich Eiscrrbach,) Ein Zeichen der Zeit und ausnahmsiveise ein gutes. Der Stern dev „Budapester" ist verblaßt. Auch eine Folge de? Kriege?. Seien wir ehrlich: Es ist Iveütgec der erwachte Sinn für jüdische Würde, die Empörung über die unerhörte Selbstbesudelung, die die Reihen des jItamtnpublikumS 'im „Budapester Orpheum" gelichtet, haben, sondern mehr der plötzliche „Aufstieg" bestimmter Kreise, der den Wandel brachte. Wer sich früher bei den Sauberkeiten von Glinger u. Taussig lraf, muß jetzt zu den. Burgtheaterpremieren gehen, zUm .Parsifal oder gar zu den Philharmonikern. Das ist man (seinem neuen Neichtum schuldig. Heinrich Eisenbach, die Seele . 'der Budapester, hat es immer irgendwie zu wirklicher Kunst hingezogen, nnd er findet jetzt willkommenen Anlaß, uniznsätteln. Gegenwärtig versucht er sich am Wiener Bürger- - theatec im Bolksstttck und spielte gestern den Briefträger: Klemm in Adolf L'Arronges »Lolos Vater". Aber man mimt nicht nngestrait jahrzehntelang «inen Moses Bartbindenbestandteil und ähn'iche Prachtgestalten. Da wird di« beste Begabung ' hergenominen und es wird wohl noch ein Weilchen währen, bis Eihenbach'wieder über das Pfund Talent frei verfügt, 'das ihm die Natur mitgegeben hat. Heute legt er noch das» Hauptgewicht auf den Wortwitz, auf Abgänge, die de.« Beifall heraussordern, bevor noch der Vorhang fällt, und eS chaftet an diesem pensionierten, würdevollen k. k. Briefträgev (Johann Nepomuck noch die Etikette jener schmierigen BärietHchossen, bei denen der Böhme wie der Jude oder Sachse durch fAeußerlich leiten des Idioms billig gekennzeichnet sind. Jmwer- ^hiu lügt schon bei seiner Darstellung manches Innerliche prib Eigene hervor, wenn man auch nicht an Tyrolt denken därf,!der diese Rolle berühmt gemacht hat. Insbesondere, in Szene, da er sich von seiner geliebten birnenhaften Tochter fenttnufdjt nnd verlassen steht, wußte Erfenbach mjt echten lHerzenStönen und auf das schichteste zu wirken. Es wäre!zu wünschen, baß er den jetzt betretenen Weg nicht verläßt, ^denn die Bühne wird an ihm mit der Zeit einen sehr beheulenden Charakterdarsteller gewinnen. Allerdings müßte er i« bessere und ernstere Umgebung kommen, denn diese 'Aufführung im Bürgeriheatcr stand aus sehr uieb einem Niveau. »Nur Ättkon Weidinger und Joses Viktors waren (^rdienstlich. ErsenM Amtete sehr st^tzK Oeis-lk. Q,N. Wiener MorgenzeiLnng ,8; # IM Nr. IW „Das neue Auge." - ' (Hans der jungen Künstlerschnft.) ' Cinen Schritt vorwärts zur Lösung der. leidigen RanM« stage 'in' unserem Kunstlebeü bedeute^ die Zuwendung, des Miethkr-HaussS in'der Dorotheergassü an die junge Kliüstierschaft. J,n überglasten Lichthos, der dort für AllSsiellnügSzwecke zür'VeMgU'kg sieht-, .iumnwlt sich diö itcttc Genekaiion. ES ist nicht klar zu sehen,, ob das „ÜSU2 Auge" den Namen einer Körporätron.darstellt oder, ein Kennwort für die AüSst.ellungstende'nz/ Jedenfalls .besagt es, d'aß hier nur junge Kräfte zu Wort kommen - sollen. Die Alten wögen sich, bescheiden oder ihrerseits eiüen Mäzen ausfindig machen, kurz, die soziale Wohltat t'tägt wie gewöhnlich de« Keim züm Unfrieden in sich. .. . . . . _ In dem „ÄPPositionen"'betitelten Vorwort des Kataloges führt Arthur Roeßler in. den Geist der Werke ein. Er bemjujt sich, populär, zu sein irnd sich beim'Leser populär machen, indem -er ihn sienndschastlichst duzt lnib ihm den Titel eines 5kllnstfreundes beitegt. Letzlen Endes aber redet er doch' an. ds« Dingen vorbei-und. verläßt sich auf die .KMstler, die, wir erverspricht, sin diesem. Hause selbit das Verständnis, ihrer Werke durch Erklärungen fördern werden. Nun, es hat sich gezeigt, daß' nicht ininier die Schassenden gute Interpreten ihre Absichtsn sein können. Könnten si» init Worten rhi> Fühlen wiedergeben, so'brauchten sir nicht Maler zu sein, und bedarf das Werk eines ivortvei-.beir Kommentars, so ist es/ an sich nicht vvllkvinmen. Man tut also am besten, die Bilder. selbst^Au befragen. Wa? der Künstler zu sagen hat, wird' sich M'r't sNf- Fragen ältgeNteitter WeltailschanunL und der kttttstlevischün Ziele befchsiinkln. Literarische Paraphrasen über > den durch Malerei zur Darstellung gebrachten Gefühlsinhalt wird man von ihm' nicht vernehmen wollen. Die ^ur Au stellu«Lf oM gt« Graphik bedarf übrigens zum^ geringsten Teil ausführlicher -Erläuterung. Wenn man >von einzelnen Blättern des Grazers Ottv M. ReicherS ab.sieht, die mit einem Gewirr von Jinpressiotten Jean Pairlschc. U^berschwänglichkeiton illustrieren, so. gibt eS njcht viel Besremdendes. K. Lesboschek höchstens vertrüge noch stärlcre .Detttlichkeit als sie tit de» Titeln ferner init dein Öiiifeat hergestellten Federzeichnungen zum AuKd'rttck kömmt. Aber es kst die Frage, ob diese'Zeichnerspiele dann die Probe ans jene geistige Tief-, bestehen wüthsrr, die sie Vortäuschen. 'Felix Albrecht Hartr ist mit einer..Reihe von Kornpositionssiudien Vertreter. Reduktion'aus die einfachsten Mittel graphischer Darstellungswrise wird hier angestrebt und. jn vielen Blättern mit schöner Wirkung erreicht. Fritz Hegenbart ist für das neue Auge fast zu klassisch, Auch ViktorHnmmer tottö siehst die Konservativsten durch 'seine 'Holbei'n-sche .Manier erfreuen. Zu dieser Gruppe'ist auch Viktor t zu r^neu,» der ehetnalige Präsident des Hagenbundes, der sich gänz der Graphik ergeben hat, Er ist heute einer der ersten Buchkünstlec in Europa, seine Holzschnitt zu denk Avalunbruck r.Äueqssin und Nicolette" sind Meisterstücke künstlerischer 'Kleinarbeit und geben Zeugnis von blühendster orttamenlalrr'Erfindungskraft. Illustrative Arbeiten stellen auch Robert Kohl und . Stephan Hlava auS. Paris Gütersloh, der neuestens zum. künstlerischen' Beirat des Burgtheaters berufen wurde, zeigt bizarr« Aquarell«, Genreszcneu mit orieiltalischetn Ein- schlag. Aparten Reiz, sttömerr die' in opalisierendeir Farben glänzenden.Bilder Jan Oeltjens aus. Lilly Klein hat sich das Perverse als Arbeitsfeld erkoren. Als Mischung von .Bayros, Beardlxy und Fischstr Köystcand mgg sie hiiigenoinmen' werden. Weitaus stärker wirkt Lilch Stei n er, die'rnit' sparsamen Konturen.volle Körperlichkeit ^zu versinnbildlichen versteht. Robert Pajer .mißbraucht ein in der Karikatur angewendetes Prinzip,' die Form des menschlichen KorP^rS einer günstigen Linienführ»mg zulrebe zn vergewakttgen. ^>ie' Federzeichnungen Julius Zimpels sind phantasiersiche Jttustrationsstudien vom Geiste C. T. A.'Hoffmanns. Aus den Arbeiten Johannes Fischers spricht Griesgrämigkeit und Berbittemng, der Pessimismus äußert sich in aufdringlichem Mienenspiel. Sascha Kronb.uwg weiht einige groß ernpfundene Blätter dem Andenken Wal Whitmans, Mit An gerer, Arp, dem. von der Freien Bereinigung 'her bekannten Brusen bauch, dann dem Berliner Rudolf Gr'oßinann, Masereel mit Holzschnitten zu Siephan Zweigs' „Der Zwang", Pellegrrni, Pesch ka, Pretzf-elder und Reichel schließt der Kreis der Künstler, die diese sel-enswerte trnd durchaus «üht durch moder,i.e Monstrvsitäteil abstoßende A'nssteliung beschickt haben. —l. Aus den Theatern. Die N e«e W i e n e r B ü h n c bcginnt am Samstag den 12. d. M. ihre Sommerspielzeit mit dem Einakterzyklus a s B et t* von Lavedan. — Maria Orska spielt Mitttvoch zum letztenmal in Strindbergs mSt amerad e n", jDonnrr-tag die Lulu in Wedekinds r d g c i st". Die Kammerspiele des Demschen BolkStbeaterö bleiben wegen verschiedener NenovierungSarbeuen ins Donnerstag den 10. d. M. geschlossen. Freitag d^n Nt d. M. um V,8 Ahr abends gelangt zum erstcmnal der Schwank ^Habeu Sie. nichts zu. verzolle«?“ von A)iaunce H e n n e q u i n und Pierre B e b e r, deutsch von Max Schönau, zur Aufführung. Für W i e n e r K 0 m ö d i e u h a u s wird bet unvec-- mjnderter Zugkraft daS Gastspiel Harry W a l d e n m ^Der König des Lebens" täglich fortgesetzt. Das Haus war biSnun ausverkanft. Um der Nachfrage nach Sitzen entsprechen, zu können, wurde heute der Barverkauf tiir die ganze Zeit des Walden-Gastsvieles eröffnet. — Sonntag den 13. d. M. um 8 Uhr nachmittags gelangt Franz S 0 m m ers Alt-Wiener Volksstück »G r e g 0 r B i l d st e i n^. von Regisseur Karl K n e i d i n g e r tu Szene gesetzt, zur Urausführung. Karl Kneidingrrspielt die Titelrolle. ' , Im R a i. m ü n d t h e a 1 e r findet Freitag den H. d. M, die erste Ausführung des Singspiels „Das Dorf ohne Glocke" von Arpat P a s a t e r, Musik von Eduard K lt n n e k e, statt. Die letzte der vier von Oskar Fried geleiteten Aufführungen von Gustav M a h l e r s Z w e i t e r Symphonie und Oskar F r i e d s r n t e l i e d" findetheule um 7 Uhr. abmdS ün großen Konzerthanssaal statt. Die ErnShrung. Der Marktbericht. 'JJiiv dem Umstattdc, daß. gestern der Besuch der Dtärktl .anßi»o)de'tt!lnh schwach war,'ist es ztlzm'chreiben, daß gestern nm den gern''.gen Vorräten, .dm zur BA.1ügnng standen, so ziemlich das Ättsla«ärtl aeiundeu werd'ett konnte. ' s ' ' D'd Beschickung der G r ü n w a r e n m ä r k t t war, da- Sonntag-.' - keine- Gärlnerahendmärkte - statlfinden und aus dei^ D.checho-S1ow.'''kei nur Häuptelsalat Und Zwiebeln eiugetroffLn sindj sehr gering. Ans Niederösicrrelch kamen größere - Sendunge» grüner Erbsen in Schoten, die sehr gerne gekauft werden. Trat der knappen Zufubren waren noch 'in der Mrltagsstunde vey häsinismäßig große ii)?e>!pen jener GemüsearMl. zn haben, du durch ihren hoben Preis Luxttsgcmiise sind, vor allem:' .Karfiols Sglakgnrkest nnd auch Kohlrüben. . . i' \ Der Obst m a r'k t erhielt nur - ein« kleine SinduttB .Kirschen, die nicht ganr f?n00 Kilogramm umfaßte. Dieses Ar» gebot reichte rro'.' des schwachen Marktbesuches. Ar,, den Bedarf - einer halbey Stunde. Die Ananaserdbeeren werden, ans den. Märkten obwohl der Preis ans K 15.— herabgesetzt ward es wenig beachtet < ' . . , . .. . Alts den F i s ch m ii r kten . waren ünr' grräncherte Sce.s" fische oder gesalzene Sche'isi'che'zir.haben. - Die Fl eis ch a b ,t e 1 tu U g . Ii c r Q>j r 0 f: nt a r k t<-, ' h a l l e blieb gartz hhne Zmuhr. :''' - - - J G e f l u.g e l oder E i e r waren mtf den Markten nicht) zu-sehen. " '' . .. -- ,... Povti^.iesische Sardinerl für Wien. Die Flschcrei-, Eillficht'gescstschafr gibt -bekannt, daß eine große für läpgere Zell ausreichende SendlMg portugiesischcr Sardinen in Oüvcnöi in' Eien, ein getroffen ■ ist itnb durch die Gcskllschasran alle-estpi' schlägigcn Geschäfte und KonstrinrntenoWaulsaliontu in .samt--, lichell Wiener Bezirket! zur Äusgabe gelangen, luivb.. Der Preis einer Schachtel stellt sich für 290 Gramm ber Könsumente«- altf -K 0.20. - Die AuSsipeisirng d:r Müder des 5. Bezirkes. Jen« Kindes des 6. Bezirkes, welche, durch die Schule die Speisen, ^karten zur Tcilnahine an der amerikauischeu AussPeiseaNo«' bereits erhalten haben, können .von Dirnstag den 8. dieseÄ.. Monats an-um 12 Nhr mittags, und zwar in der Schön-'- bruUnerstraße 101. und in der Stollwerckgasse 5 essen. ' f Säccharinabgabe- Bei der in dieser Woche staltfindendenl.- Abgabe VW. Saccharin wird nicht, die Ziffer 64, sönderm' dir Ziffer des . EiMufschemes abgetrennt. \ Kartoffelabgabe. Äon heute Dienstag bis Donnerstag, werden im 14. un'd 16. Bezirk Kartoffeln, und zwar 1 Ktlo^ gcamm für den Kovf'gegen Wt'rennUng h,cs^Abschnittes A! .-der neuen Kartoffelkarte abgegeben. LebensmittelVerkauf der NohS. Heute Die n s tag: ^Zentrasimagaz n. VU'..', Piarisien'«' pasie 19:. Abgabe von siwiebelri, solange der Borml reicht,'' Sardinen iu remstcnt-Olwmöl (Inhalt 12. ins.14 Stück,. Preis .der'Dose ll 11.30V. Sa'.'dellen in Orl, Manncladr, ..italienisch«. Gürkcii, Schokolad''. L^al'M'iesr. sii 14.— pro Kilogramm, ttaliem-. schs.MaUdorlato, Backpulver. Kiimmel. Franckkaffee, Essig, Honigs siakes, Sliwowitz (Flaschen-sind mitzudringen). von 8 bis 12 Uhr' :uub; oon VgS bis ü Ubr. --7- I. Bezirk,. Ntbelungcngasse 7 :?Abaabv -siwit.Puddingpulver, Frgtzckkaffe'e, Masol, .Waschpulver, Essig,. ^Krachmandeln/ von 8 bis 12 Uhr und von 3 biS 5 Uhr. — IQ IV., v., XiLT. und XVll. Bezirk: Abgabe' von Sardinen uircnntem Olivenöl (Jnhajt 12 bis 14.Stuf, Preis der Dose . £ 11.30), Sardellen m, Oel, Schokolade, Walzgrieß, pro Kilogramm K 14.—, nnd d:'"Ae Kletuigkeiten von 8 bis 12 Uhr. — Ul. und XIl. Bezirk;. Prima Sardinen IN reinstem Olivenöl (Inhalt 13 bis 14 S.türs, Preis, der Dose K 11.30),, Lekwav/ Schokolade, Walzgrieß, ^14.— pro Kilogramm, und diverse.' Kleinigkeiten von 8 bis 12 Uhr.. — IX. Bezirk: Abgabe von Sardinen in reinstem Olivenöl (Inhalt.12 bis 14 Stück, Preis1 der Ache K' U.30), Schokolade,. Walzgrieß, pro Kilogramm . X 14,—,. Zwirn, Zltronm von 8 bis 12 Uhr. — X., XVHI. und X4X. Bezirk: Prpna Sardinen in rcinstcm Olivenöl (Inhalt 13 bis 14 Stück, Preis der Dose X 11.30), Schokollidr, Walzgrieß, ü. 14t— pro KilograNlM, und diverse Kleinigkeiten von 8.bis 13 Uhr. — XXI. Bezirk: Bari, Zwirn, Labial, Siippen-> masir/^^ Krachmandeln, Walzgrieß, pro Kilogramm ^.-14.—, von 2. bis-4 Uhr. - Sport. Iri^scher Sport in Graz. Halloah schlügt Sportklub Gabelsberg 2:1(1:1). Letzten Sonntag trafen zmn ersten. Male der sprelstarke Sportklub Gabelsberg und'die Hr.koab zusammen. Die GabelL». bergerchaben vor kurzem den Grazer -A. E. 3 :1 geschlagen" und damit ihre hohe Spielstärle bewiesen. Die Hakoah. bot eine gezeichnete Leistung; sie spielte.mit größter Ambition' und Aus-», opserung, so daß ihr. Erfolg ein tvohl verdienter war. , j DaS Spiel selbst war scharf nnd abwechslungsreich. Um die 80. Minute errang Gabelsberg die Führung, doch konnten dies Hakoahner bald darauf durch Bettelheim.glcichziehen. Nach der! Pause batteu beide Mannschaften gleich mef vom Spiel. DerLeg-i bringende Treffer fiel in der 10. Minute durch Spiegel. Trotz! vLrMeiielter Anstrcugnngcn konnte Gabelsberg nicht anögleichen,! da sich, die Hakoah, obwohl jetzt nur mit 10 Mann spielend, erfolgt reich verteidigte.- - ' . ' " - \ Der Sieg der -strammen - Hakoah ist deshalb besonders hoch, kiuzuschäben,, weil Gabelsberg m Graz der führende zweitklastige! Verein ist. Die Erfolge der Hakoah. haben den jüdischen Sports, in'Graz sehr rasch populär gemacht, was in dem zahlreichen Be-f such der Wettspiele zum Ausdruck kommt. c ( D:e siegreiche Mannschaft spielte in folgender Ansstellnttg;i Tor: Frcrberger U; Bevleidlgung: Bürger II. Freibcrger Deckung: Glesinger, Dakl, Bürger!; Angriff: Luhtenstein,- Spiegel,. Adler, Bettelhcim- Wxlchsclbaum. Felix Weingartner — Direktor des Jubiläums- Stadttheaters. Der Ausschuß deS Äübiläums->StadttheatervereineS hat ln feiner Sitzung vom 7. d. M. beschMen, Herrn Fell- Weingartner mit der Direktion der ÄolkSoper zu betm»nu _ '' Ein «etter Abschnitt in der Geschichte deS gesamten europäischen Judentums bat begonnen. Der Abschluß des Krieges, die demokratische Umgestaltung so vieler Länder, der Kampf um das Mmoritätrnrecht hat die Frage nach der Zukurift deS jüdischen Bottes in den Vordergrund der politischen DiSkuffionen gerückt. Wer au der Erörterung dieser Probleme Anteil nimmt, wir die aktiven geistigen Kräfte'des Judentums kennen lernen will, wird in der Monatsschrift „D c r I u d e" sem Jnterefie befriedigt finden. — Abonnement für das Vierteljahr K 10.30, Einzelbeste K 4j~, durch R.Ä'wit,' Verlag, Abteilung „Der Jude", Wien, K Fleischmarkt i. ^,vziWMWWWa», Die kommende« Futzbollmettspiele. Die letzte Wochepox Saisonschluß bringt noch mehrere Wettspiele. Morgen findet, aus dem W. A. E -Piatz das internationale Turnier mit den. Sptclen M. T. K.—F. T. C. Md W. A. C.—Rndolfshügrli seinen Abschluß. Am Frettag tritt in HÜtteldors eine kombinierte M. T. K.-F. T. C.-Mannschaft gegen einekombinierte Mann->> schuft des W. A. F. und Germania au. Am Sonntag kommt auf dem Napidplaß das letzte Meisterschaftsspiel (W.. A. F.-Rapidj zur Austragung und in Favoriten verabschiedet sich der.M.D K.- mit einem Spiel gegm Hertha. Dev leichtathletische Siebenkampf für zweitklassige Fnftballvereine findet am 2ä Juli statt. Verteidiger des Wanderpreises ist der Sportklub Halvah. Bei tloehmaligem' Siege geht der Preis in den ctldgilltigen Besitz der Hakoah über.- Sportklub Hakoah. Heute, 8 Uhr abends, 5klttbleilungs--i fitzmrg.