Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 169 (8.7.1919)
- Date
- 1919-07-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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'???:, »69; Mm, Kienstag ’ Tagesbericht. dem jüdische« Kinder« in der H ■'-.■J- ■::%*'! Schweiz. > ■•■■■ ■■■% Bon Anitta Müller. ''s-^5'- Pfanr^enstiel. .<-^5 . Nach"'der Familimpflege ein Kinderheim. PfannZnstiel, Msere nächste Station, liegt auf einer Anbohe, von grünen Wiesen nnd tiefen Wäldern umgeben. Fräulein Bianka Drehfuß ist der gute Schutzgeist dieses Hauses, in welchem die Kinder streng rituell verpflegt werden. Sie selbst und ihre Helferinnen arbeiten buchstäblich Tag tmb Nacht für das Wohl unserer'Kinder.- Das ist ein seliges Leben des AuSrnhens und der Faulenzerei. Da tollt eine Gruppe km fröhlichen Spiel über die Wiesen, eine andere sitzt um den großen Tisch im Garten/lesend, spielend, nachhause! schreibend. Ein paar Faulenzer liegen auf dem Balkon und lassen sich von der nOrmen Sonne rosten. Und über dem ganzen der Dust des Sommers, von Blumen, Wiese und Wald und darinnen ^die Kindergesichter mit den frohen, glänzenden Augen, den zart-.!-roten Wangen — ein Bild, das einem das Herz hoher"schlagen läßt. Wetziko». Das zweite, im Umkreis von Zürich gelegene Kinderheim, Wetzikon. Es ist die Villa einer Züricher Dame, Frau Güth, welche hier zehnKinbern ein wunderschönes Hcim-bereitethat. Fräulein Wurm, die -Leiterin der kleinen Kolonie, ist mütterlich um das Wohl all ihrer Schützlinge bedachte die sich wie im Himmelreich suhlen. Wir kommen gerade zur Mittagszeit hierher. Die ganze Gesellschaft ist in den entzückenden Speisesaal vereinigt, hnflgrig kund erwartungsfroh. Und das Menü enttäuscht nichts Wir wollen ^es hier nicht auszählen — keine Sehnsucht und keinen Neid cr- Zwecken, aber das kann ich mit ruhigem Gewissen behaupten: es gibt heute in Wien sehr, sehr wenig, vielleicht, . selbst unter den Reichsten k a um ein Kind, das -besser, und reichlicher verpflegt!ist, als unsere kleine Schar in Wetzikom! .. St. Galle«. v; lieber..St. Gallen könnte man Bücher schreiben, konnte dicke zBäudr mit der Beschreibung des Glückes unserer Kinder füllen. »Die Bilder, die man hier ausgenommen, bleiben. Man behält!ibre Erinnerung nicht nur. im Kopf, sondern auch im Herzen. Wie viel werden unsere Kinder über diese liebe und entzückende ^Stadt' zu berschten haben! Auch St. Gallen ist, wie Zürich, em Zenitrum für unsere Kinder, das eine ganze Anzahl bei einzelnen. Fannlien -beherbergt, während in seiner Umgehung Kinderkolonien erhalten ^werden, und zwar Speichern, Trogen, Oberegg, Heiden und Walzenchausen. Es ist wirklich schwer, zu sagen, ob die E'mzelmtterbr'ingung, ob idie Heimpflege das beste ist. Es gebt allen Kindern so gut, : daß es!jhnen bester überhaupt nicht gehen könnte. In der Stadt wetteifert jtme jüdische Familie mit der anderen, ihrem kleinen Gaste das jSp&en so schön und licht wie nur möglich zu machen. Sie setzen ihren jSchsz /darem,^ ihr Wiener Kmd aufblühen -zu sehen, seine .roten DaMen. En .neues Kleidchen,. seine Manierlichkeit den Freunden M Zeigen. ■ Sie haben die Kinder w i r 11t ch lieb, -das ist piel- .,leicht das ganze Geheimnis für die bezaubernde Art dieser Auf" -nähme.nud für das innige Wohlbehagen der Kinder. }:K I':- Speichernd w fti Blumenkränze an den Türen, Blumensträuße? auf allen Tischen, in allen Zimmern, so hat das Heim in Speichern seine kleinen Wiener Gäste empfangen. Die Schulkinder von Speichern haben eS fo zu ihrem Empfange geschmückt. Sie standen auch, unter Führung ihres'Lehrers auf dem Bahnhöfe bereit und am Abend gab es Vorstellung, Gedichte und Danksagung. Und so — -'wie. ein Fest — läuft da§ Leben unserer Kinder in Speichern .weiter. Frau und Fräulein Ullmann sorgen für ste und — verwöhnen sie. Ein jedes fand schon zum Empfange Gaben in Hülle und Fülle-bereit neue Kleidchen, Wäsche, Schuhe und auch nicht das kleinste war vergessen. Fran Hermann Dreifuß besucht mit ilstem Gatten täglich das Heim und -die Kinder nennen dieses edle Paar, welches jüdische Fürsorge im schönsten Sinne betreibt: die Größeltern. Das spricht wohl am besten für ihre herzenswmme. Art, für ihre von Liebe erfüllte Fürsorge. Kinderherzen empfinden stark und dankbar die Liebe, die ihnen entgegengebra^t wird und strahlen - ste rein und voll zurück. Auch die nichtjüdische Bevölkerung-überallin der Schweiz, das verdient besonders hervargehobeu zu werden, kommt unfein Kindern mit wirklicher Herzlichkeit entgegen. 'V’ .V y * Trogen. 'H'i'' 1°. Das Kinderheim des Dr. Nitzmann in Trogen steht gewöhnlich nur die Kinder der ersten Schweizer Familien als Gäste bei sich. Seine ganze Einrichtung ist auf die verwöhnten. kleinen Besucher gestimmt. Putzige Kinderzimmerchrn mit weißen Beitchm, weißen Möbelchen, niedrigen bequemen LVaschtischchen, wie Schneewittchen bei den Zwergen, sagt mir eins unserer kleinen Wiener Mädelchcn, die sich in den blitzblanken vornehmen Miniatnrsanatoriuttl auch,wie im Märchen fühlen. Das Züricher Frauen-- komitee erhält dieses wunderschöne Heim, das mit seiner ganzen Einrichtung, seinem prächtigen Turnsaal, seinen Spielplätzen zeigt, daß tatsächlich unseren Schweizer Freunden gerade baS Beste gut genug für unsere Kinder erscheint. A- ' (Fortsetzung folgt.) Der bestohlene Diplomat. . Wichtige Dokumente abhanden gekommen. - Am 4-; b. M. kam /deyi italienischen Grasen Hektar delta ßöiteo, tm Hotel Vstoria wohnhaft, ans der Fährt 'vpm Südbahnhos 'bis zum "Hotel Bristol eine kleine Handtasche duS Krokodikleder mit^ silbernen vergoldeten Beschlägenmit' sehr wichtigen Dokumenten abhanden. Es handelt sich entweder um einen Verlust der Tasche während der Fahrt oder - um einen .'Diebstahl beim Aufober Äbladen des Gepäckes. Die Tasche enthielt Dokumente des'italienischen Ministeriums des Aeußern, einen Reisepaß des. Geschrägten und. seiner Uai.iü, ausgestellt in Venedig, sowie diverse 'MhMuckgrgenstä->.verschiedene andere Wertsachen, zusammen etwa Sn. -.ro^nt Wert. f' ' VEHSST. . - - - Wiener' Morgenzeitüng - . Der Konzertmeister als Verführer. / - Ein verschwundenes Mädchen. > . -'=y Wie berichtet, ist seit denk 30'. Mat l. die '1 üi/yjäh'rig« * Hairdelsschülerin Franziska H' aisl e r, die Tochter eines^ Ünterbeamten, aus der elterlichen Wohnung, I. B'ez., Schöngasst 6, vermißt- Das' Kind ist mittags vom' Hause ffveggegangen, um in die Handelsschule zu gdh'cn, 'kam aber weder dorthin', noch nach H/kust,- sondern wurde später-von Be-' kannten ans dem Praterstern mit einem jungen Manne'gesehen. , Wie'Uns die bedauernswerte Mütter Nl'ttteilt, ist der Mann, der bas arme- Ktnd begleitet hat,, äusgesorschll Er ist -der 33jährige Konzert meist e r eines hiesigen'. Theaters, der selbst verheiratet ist uird das' unerfahrene Geschöpf b e- .tLx k haben soll. Er gab ün/chaß er sich'am selben Tage hei der Panlanerlirche von dem Mädchen getrennt hat. Fran- ^zis'ka Hatsler benützte die . Straßenbahn,- und seither will' er sie nicht gesehen 'haben. Trotz eifrigster Nachforschungen konnte bisher keine Spur der Vermißten gesunden werden. Sie ist für-ihr Alter groß und gut entwickelt, hat blondes Haar, gewellt und'za-tzinem S'chopf aufgesteckt, blaue Au geil und trug graues Kostüm und weiße Siickcreiblnse. sowie hohe Schuhe. - . Eine Wiener Dame im Wolfgangsee v-V*;? *4$ -E, ertrunken. (7/-. / - Aus St. Gilgen wird, geschrieben: Am 3. d.M. nachnnttags wollten mit einer Segeljacht drei Damm, ein Herr und ein Schiffsjunge aus St.-Wolfgang über. den A b e r s e e (Wollgangsce) nach St. G il g e n segeln. Der um 4 Uhr nachmittags käst plötzlich e'msetzende Gewltterstnrnr--brachte die Jacht in der Nähe des Hochzeitskrenzes bei der Falkenffeinwand mm Kentern. Alle fünf Personen stürzten in den hochwogenden See. Die in St. W'olsgang zur Sommerfrische weilende 16jährige Advokateustochter P 0 p p^e r/ aus Wien ertrank, während die übrigeil vier Personen gerettet werden konnten. Bisher konnte die Lciche»dcs Mädchens noch nicht geborgen werden. (* Das jüdische Museum, Wien, II. Malzgasse 16ist Samstag und Sonntag von 11 bis 1 Uhr unentgeltlich geöffnet- Juli und Augnlt geschlossen. Angebote wegen geschenkweiser oder käuflicher Ueberlaffung geeigneter Musealgegenstände (Ritualien. Bilder, Büchernsw.) werden erbeten an das Kuratorium (Präsident: Hosrat Professor Dr. Politzer), oderan den Kustos des jüdischen Museums. ---v w P.alästinaamt. Die technische Studkngriibve ' des Palästinaamtes ist nunmehr - auch räumlich mit dem Paläffinäamte vereinigt; sämtliche Anfragen, welche in das Ressort' dieser Gruppe fallen, wollen an die Adreffe Palästinaamt, technische. Studiengruppe, II., Zirknsgaffe 33, gerichtet werden. Auskünfte werden täglich mit. Ausnahmevon, Samstag zwischen,9. bis 42 Ahr vormittags' vom Architekten Ing. Josef Laschkowitz erteilt. < * Offene AerztesteAe. In der Abteilung der Aerzte der Kinderheilanstalten gelangt durch das städtische Gesundheitsamt die Stelle , eines SekundararzteS im Kaiser Franz Josef-Kinderhospiz in Sulzbach bei Ischl zur Ausschreibung. Mit dieser Stelle sind die Bezüge der-7. städtischem Bezugsklaffe verbunden. 'Die vorschriftsmäßig belegten'Gesuche sind bis spätestens 30. Juli beim städtischen Gesundheitsamte-1., Neues Rathaus, einzubringen. ' " * Schweizer Hilfsaktion sür Wieltcr StuVentem ^Gesuche können - .noch' 'bis zum 12. d'. M. im - Brrrean des'jüdischen Hö'chschnlansschnsses. 9. Bez., Mserstraße 28/12, während der Amtsstnnden (11 bis'.-,1)- überreicht werdeil...--D'ortselbst finden auch die ärztlichen Untersüchungen statt, zn denen stets' Wagezettel mitzubringen sind.'-. u-.ji.- * KrÄrkenambttlatorium für jüdische Studenterr. Der jüdische Hochschulausschuß' hat'in seinem Merbandshejme, 9. Bez., Mserstraße 28/12' ein Ambulatorium für mittellose jüdischs Studenten errichtet. Die Ordination findet wie folgt statt: Montag 12 bis 1, Dienstag 4 bis 5, Mittwoch 11 bis 1.-, Donnerstag 3 bis 4, Freitag '4 bis '5, Samstag 2 bis 3 und' werden nur diejenigen borgenommen, .die sichi mindestens eine Stimdg vorher '.in das aufliegende O'rdina-' ti'onsbuch haben eintragen Taffen. t- .p . -f, « # Jüdische stützen der Hausfrau» Kinderpflegermnen und Verkäuferinnen dringend gesucht. Vorzustellen täglich von 9 bis 12. Uhr vormittags bei K. A n-g *e r. II., Obere Donaustraße 91, II. Stiege, I. Stock, Tür 20 (tut jüdischen Jugendheim). _ Angehörige yalizisch-jüNschör Mittelschüler, welche 'sich in der italientschen Gesangenschast befinden, wollen gesl. deren Adresse mittels einer -Postkarte für den Wirtschafts- Verband heimgekehrter,jüdisch-galizischer Maturanten, Wien, an Adolf F i n k, II., Rembrandtstraße 16, Tür 15, angebcn. * Dev Güterverkehr mit dem von den Italienern besetzten. Gebiete. ' Im Güterverkehr mit Stationen der Venezia Giulia. das ist des gegenwärtig von Italienern besetzten Gebietes von Triest, Görz und Gradiska, Kram und Istrien, ist die Abfertigung von Sendungen mit Ueberweisung der Gebühren, mit Belastung von Nachnahmen, und Barvorschüffen - sowie die Abfertigung mit Frankaturrcchmmg zugelaffen wordeü. * Waggoubrand in Matzleinödors. Am 6. d. Mnach Uhr" nachmittags geriet auf dem Matzleinsdorfer Frachtenbc^nhofe ein mit Rohnaphtha beladener Waggon, Eigentum der Funia Hiller in Bmnn am Gebirge verntuüich durch Frmkenflug auS einer Lokomotive-in Brand.'Die Gefahr einer Ausdehnung ' des weithin 'sichtbaren . Brandes 1 war / ungemein groß. DasM' brennende ■ Naphtha ^entwickelte - viel/ Rauch und schwere Rauchschwaden - lagertenüber dem Bahuhofe und zogen sich weit bis, nach Meidling und - Hietzing hin. Nicht weniger als acht Meldungen über das Feuer liefen bei der städtischen Berufsfeuerwehr innerhalb^ weniger Minuten ein. Die Hauptwache Favoriten und die Filialen Wieden und Margareten warm mit starken Kräften ausgerückt und konnten den Brand auf den einen Waggon beschränken. Der^ Schade ist bedeutend. * Wildwest bei d.er Brigittabvücke. Am 6. d. M. nach Mitternacht trat der Privaten Anna Pe r g b 0 f e r ans Berlin zugereist, auf dem Treppelwege 'nächst der Brigittabrücke ein etwa 80j5hriger Mann entgegen. Er d r 0 h t e i h r mi t - em Erschießen und raubte ihr eine schwarze Leder- > andtasÄe mit A 120.—, 75 Mark, ein Perlenarmband und ^nen goldenen Ring. Dann flüchtete der Strolch stromaufwärts. ----- > * Eine Ueberfiedlung mit fremdem Gut. Am 5. d. M-, früh um halb 4 Uhr, hielt der Oberwachmann Leopold Raub.am NeubaugÜrtel drei Männer an, die in Fleischzögern und Rucksäcken Wäsche- und Kleidungsstücke trugen.. Die Männer, der 20jährige Hilfsarbeiter Josef Dein, der 22jährige Schlossergehilfe Johann Lesa und der^ 26jahrige Schlossergcbüj: £ \l Zmidl gaben zuerst an, sie feien eben im Begriffe von Ctammc-:-'' dorf nach Wien, zu übcrsiedeln. Dann aber legten sie das y Geständnis:i ab , l daß R der f Inhalt b$i'Zöger und 8. Juli'1919 Seite'?»' Rucksäcke von einem Einbruch stamme, den , sie »Bet^ einem Anstreicher auf der Landstraße, Klimschgasse 2 kurz vorher ausj geführt hätten. Während der Eskortiernng flüchteten Dein^un^ Zmidl; fte konnten aber von Wachmännern''in'der Seidengassc wieder sestgenommcn werden. Wan...fand, bei ihnen Eiubrnchs^ Werkzeuge. Sie wurden dem Polizeikommiffariate Landstraße samt der DiebSbente zur wetteren Anttshandlung überstellt. Die, Verfolgung des einen flüchtigen Einbrechers hatte Sicherbeits'' wachmann Martin Kreuzer aufgenommen. Er war'zufällig beim Fenster seines Schlafzimmers in der Scidcngasse gesessen, als er die Flüchtlinge bemerkte und. sah' wie sic verfolgt wurden^' Kreuzer sprang ans dem Fenster des Erdgeschoßes auf die Straße; obwohl durch den Sprung leicht verletzt, verfolgte er den , einen Einbrecher und nahm ihn auch fest. ' * Aus drm>Gerrieiuderste. Auf der TaäesordnmAdrr Mittwoch und Freitag stattstndendcn Gemcinderatssitzuägen stehen bis jetzt 16 Geschäftsstücke, darunter Berichte über das E r- . g e b n i s des Betriebes der Sr a ß e n.bg hü e n nn Berwaltnngsjahre' 1917/18, über die .Entschädigung 'der Sicherheitswache durch, die Gemeinde für' Hilseletstüngen;m. Jahre 1918, über die - Bezugsausbeffernttg der Stellwagett!- bcdicnsteten und über-den Kollektivvcrtrag der städtischen Leichen- - bestattung. i ' . -; ■ ,v Vereinsnachrichterr. (; Aerztea r n p p e d e S P a l ä st i n a a m t e s. Die nächste Ausschußsitznng findet, Donnerstag den 10. Juli tmt 7 Uhr abends im Palästinaamte statt. —, ,W i r t s cb ä f t s - v e'r band b e i m g ek e h r.t er i ü d. g a l. M a - tnrnn t en, Wi en: ,D!eicnigcn Mitglieder, wclrbe' auf die Teilnahme an bettet eröffnenden brbräischcn Sprachkursen' reflektieren, mögen sich Mittwoch den.9. Juli mn 9 Uhr vormittags. in der Rede- und Lesehalle der jüdischen Hochschüler,' IX., Türkenstmße 9, cinfindeu. ^Zionistische Bezir'kss e k 11 0 it- A t f c v g r n lt b. Das Lokal dieser Sektion, iir . welchcnt' täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis - 7 Ubr abends amtiert wird, ist IX., Liechtrnsteinstraße 11/13.. wohin, von nun an Zuschriften zu übermitteln find. Gleichzeitig ergeht seitens des genannten Vorstandes das Ersuchen, Beitrittserklärungen ehestens an die angegebene Adresse per Post oderpersönlich gelangen zu lasten. D e r e r st e Disk us s i 0 n,sabend findet heute Dienstag Mn '/°8- Uhr abends im Ca sä Cith, IX., Vorz'ellangasse 1, statt.. Thema Die K 0 l 0 n is a-tzi o,n in Palästina. Referent Herr Adolf, Bölmi. -Gäste willkommen. -7- Herr Schiller wird in der jungsüdischeN Sektion des Turnvereines Makkabi XVII stellte über P o a l e- Ai-o-.n i s m u 's sprechen? n i über Hapoöt Hazair,' wie .irrtümlirlutngezeigt wurde. — I n d j s - ch e r G e s a n g s v e r e i n. Die nächste Gesangübuug findet, heute Dienstag den 8. d. Nt., im-Konzerthause Ehrbar, IV., Mühlgaffe-30. Halbstock, und zwar für Damctk um'O'Uhr abends, für Herren um,7 Uhr.-abends statt.' — Die wöchentlichen- Znsmmnenkünfte der z i 0 n i st i-s ch e n B. e z i r k s s e k t i 0 n I findest nicht Dienstag sondern Mittwoch,: (Cas6 Brückl, Stnbenrmg) statt. — Alle Zionisten, die sich derzeit oder ständig in Baden aufhalten, werden in ihrem eigenen ' Interesse dringendst ersucht, ihre Namen und Adreffen (bet Kurgästen auch den ständigen Wohnsitz) zwecks Anberqnmung. einer, wi'ch t i g e n B e s v r e ch un stau Herrn eanä..snr. Joffef -D i11 tzf ch. Baden bei Wien, Heiltgenkrcnzergaffe-4 (per Adreffen- Frau'Bnrtscher), sofort schriftlich bekanntzng'rbe'n. — Allen Zionisten. welche für länaere oder kürzere Zeit Karlsbad besuchLn/ sei nniacteilt, daß .der Jüdische Boflsverein „Zion" in Karlsbast jeden Donnerstag um 8 Uhr abends im Hotel Lincoln; Eger-ll strafte. Vortraäs- und Reserentcnabende abhält an denen stets zahlreiche Kurgäste tcilnchmen. Außerdem hat sich, wie in früheren Jahren, eine zionistische' Frühstücksgesellschaft gebildet. Auskünfte jeder Art erteilt bereitwilligst der Obmann des jüdischen Bolksvereincs - Dr. Med. Walter K 0 h n e r, Hans „Riva",' Gartenzeile. , .. ' ... '" ’ BorLrLgs und Versammlungen. ' I ü d i s ch - a k a-d e m i s ch e r I n r i st e n v e r e i n. Heute. Dienstag um 7 Uhr abends im Verbandsbeim der „Judäa" Vortrag. "Thema: ^Bürgerlicher und Poale-Zionismus". Referent Herr, Paul Schiller.; V; Briefkasten der Redaktion. J -• Handelsakademie. Sie niüffen sich mit dem Direktor, der Anstalt ins Einvernehmen setzen, die zu besuchen Sie be-i obsichtigcn. ' .-v' ,v--^v> - Letzte Nachrichten. Die Revolten in Italien. . ' Bern, 6. Juli. (Korr.-Bur.) Gestern war nach. Mailänder Blättermblhp.ngM Florenz der Schauplatz'-, bllntiger Zusammenstöße. Die Truppen wurden von! der Menge angegriffen^ dabei -wurden - zwar Offiziere erstochen. Die von dem Florenzer Präfekten angeordnst-e Herabsetzung der Preist, .hatte das vollständig-; Ver-, schwinden der Lebensmittel von den Märkten zur Folge-.. Auch auf dem Lande kam es in den Provinzen Mittel-! italiens zu heftigen Konflikten zwischen den Gutsbesitzern und den Abgesandten der -Urbeiterkamm>;rn,. die "in! Automobilen Lebensmittel.zu beschlagnahmen versuchten.! Der „Secolv" meldet Teuerrtngszulag-en . aus vielen anderen Städten und konstatiert mit Besorgnis die, Ausbreitung der Lebensmittelkcawal'le. V» ., - , Die Münchener Spartakisten vor dem V 8 Standgericht. M. 7 München, 7. Juli. (Korr.-Bnr.) Vor dem Standgerichts. begann heute die Verhandlung gegen den Schriftsteller Erichs M.ü h s a m, den Rechtsanwalt Dr. Wagner' und ' den! Arbeitersekretär S 0 l d m a n n sowie fünf andere.Angeklagte! wegen Hochverrates, begangen durch Beteiligung an der Räte^! republik. Wagner war Volksbeaustragter für Wvhmukgsw.esen, Sold-! mann Volksbeauftragter für Verkehrswesen. Die Verhaudltmg soll zw<ü Tage in Anspruch nehmen. Zwischen Mühsam" und den! Vorsitzenden ist es heute wiederholt zn Zusamytenstvßrn ge-> kommen. - -. ' - v-- -' - -• 7 ■ -a! ♦ ■ -'V*^ Am 400.000 Mark kommrmistische Plakate.- Berlin,-7. Juli. (Korr.-Bur.) Die anfreizendctt P l a k a t e d e r K 0 tu nt 1111 i st e n während des Eisenbahnerstreiks, die! nach den ansgesundenrn Fakturen über 400.000 Mark gekostet^ haben, sind beschlagnahmt worden. Wir die Blätter melden,! wurden, 'um Skimmnng, 1 iic den Streik zn machen, ungefähr 600.000 Matt' ans ungarischen Onellen ansgegehen. . '