Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 169 (8.7.1919)
- Date
- 1919-07-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 ZViener Die Linie PodKdnwn—Zborow — Kozowa — Podhajee — Monasterzyska von den Polen erreicht. s. Nr. IM Warschau» 7. Juli. Gunlspr. des Korr.-Dur.) Kriegs« ibericht -des polnischen Generalstabes: An der. galizischen und iwolhunischen Front haben unsere Truppen, die Linie P ö dst a m e n — Z b o r o w — K o z o w a—P o dH a i c e—M o« |it,a ft c i* g ti §! ct erreich xbne feindlichem Widerstand, gu begegnen. Unsere- Vortruppen sind ander St.rypa. In Wolhvnicn tft' die Lage unverändert. An der Front der Poleste. sind unsere Truppen nach Zurückweisung der feindlichen Angriffe zur Offensive über« igegangen, die üch erfolgreich entwickelt. Fünf Maschinengewehre, j Kriegsmaterial und Gefangene wurde eingebracht. An der Litauischen und weißrussischen Front herrscht im Norden erhöhte 'Gefechtstatigkcit, an Len übrigen Teilen der Front Vorposten« [ . Die Gegenoffensive.gegen die Bolschcwikenwird von General iS z e ptv'cri geleitet, der. Feind wird gleichzeitig an /der i Bcrrstna und vom Norden und SüdenAngegriffen. . ... .-A.- Nmnänien zieht ferne Truppen nicht zurück/ Bukarest» 7. Juli. (Tel.-Komp.) Wie das Blytt „Le j.P r o g r ö s" erfährt, hat Clernerieean gestern an die .r n m ä n i s ch e R e g i c r. n n g eint- Note gerichtet, än der der Präsident der Friedenskonferenz (ß n t j ch n ldigungen i wegen des in Bukarest. mißverstandenen Sinnes ^emer vor acht; Tagen abgrsandten Depesche bezüglich ,,cr Demarkation sl i n i e i n Sieben bürgen gibt. In hiesigen Regiernngs-!kreisen, verlautet, das; Rumänien seine Truppen von der ^Theiß in keinem Falle zurückziehen wird,. 'auch^ dann nicht, wenn alle geforderten Garantien geleistet j werden. •' Blutige KrawaLe in' Mmne.HDGÄ Ztalienifche FrerwiLige LbersaKen euslische und zfranzvfische Offiziere. — 50 Verwundete und firrrf Tote. |Ktf. Agram» 7. Juli. (Korr.-Bnr.) In Fiume ist es in den-! letzten Tagen zn großen Exzessen gekommen. f lieber diese Exzesse mAdet das Südslawische Preßbmeau: /In Fiume wurden bisher aus Veranlassung des Guicrals ,M a r i e t t i drei Freiwilligenbataillone errichtet, die von aktiven italienischen Offizieren instruiert . werden und den Zweck haben sollen, den Beschlüssen der Friedenskonferenz/ die nicht mit den italienischen Wünschen übercitistimmen, b c w a s f n e t e.n W i d e rst a nd entgcgenznsetzcn. Diese Freiwilligen übersiclen-englische imd französische Offiziere, .die ans dem Korso promenierten. Obwohl starke Kräfte der alliierten Polizei mn die-Herstellung der Ordnung bemüht waren, gelang cs.' nicht, die Kämpfenden z'.c trerrnen. 50 französische und englische Militärperlonen wurden verwundet, einige sehr schwer,- und fünf Manngetötet .... , Die Bilder Ctemerreeaus und Fochs öffentlich verbrannt. - /- - v.! '/' Agram» 7. Juli. (Korr.-Bm.) Donnerstag kam es in Flume neuerlich zu g r o ß e n D e m o n st r a t i o n en. Das . Gebäude des kroatischen Lcseveremes wurde demoliert, die Bilder C l e m c n c e a u s u n d F. o ch s. ö s f e n t l ich verbrannt. Unter den Demonstranten, die Schmährufe igegen das ..perfide Frankreich" ausstleßen, befanden.sich diesmal 'auch Zivilpersonen und italienische Matrosen. Ä". ' ' ' '* ■ geschätz Demission des tschecho-frowakischen Ltabinetts. ' z Prag, 7. Jtili. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Heute um 3 Uhr nachmittags versammelte sich der Minister r.a t -des bisherigen Kabinetts, um die Demission zu beischließen. ' ,, ’ ■ Prag, 7. Juni. Das Tsch'echo-slowaüsche Preßbnrean meldet: Aus Gru^d eines Beschlusses des Mnisterrates. untere breitete heute Minister des Innern, Svehla, als Vertreter! , ^des im Ausland weilenden Ministerpräsidenten De. KramarM übern Präsidenten der Republik die Bitte, die jetzige Negierung /ihres Amtes zu entheben. Der Präsident gab diesem Ansuchen Folge und ersuchte die bisherigen Minister, die Verwaltung, des» Staates bis zur Bildung der neuen Negierung weiter-., j,zuführen. Der Präsident betraute den Abgeordneten und' ^Bevollmächtigten der" tschecho-slowatischen Republik, in» Wien, i.Tusar., damit,, ihm 'Borschläge .hinsichtlich der Bildung des' . hiefiett Ministeriums zu machen. -'- E Dsr Kampf uw den Ernährnngsminister. . Esir Streik der Bergarbeiter. Prag, 6. Juli. (Tel.-Komp.) Bei der NeubildüttK ^brs Kabinetts, in dem die tschechischen Sozialdemokraten idrei Sitze haben werden, soll nach tschechischen Blätter^ -'Meldungen der Posten des Ernäh.rungsministe'rs nicht, seinem bisherigen Inhaber, Vrbenskh, zwgddacht sein: Diese Nachricht hat in der Arbeiterschaft des Brüx-DuA Oberleutensdorfer Reviers, die Vrbenskh besonderes Vertrauen entgegenbringt, größte Beunruhigung hervorgerufen. Gestern fanden in Brüx, Dux und BruH! große Massenversammlungen der Bergarbeiter statt,'die'! gegen den Wechsel im Ernährnngsministerium Protest! erhoben. Die .Arbeiterorganisationen beschlossen, das Verbleiben Vrbenskys im Amte nötigenfalls durch, eine j allgemeine Arbeitseinstellung zu erzwingen. H'eute früh' ibrachen nun in Brüx und Oberleutensdorf um-!fangr«iche Streiks aus. Die Bewegung griff auch Jtntf Dux, Bruch und andere Zechen über und seit heute! mittags ist der Ausstand allgemein. Alle Gruben stehen j still uud auch' die deutschen Bergarbeiter uehnreu an! dem Streik teil. Die Bewegung beginnt sich auch auf die i anderer: Gruben auszudeynen. Eine aus tschechischen^ ^und deutschen Arbeiterführern bestehende Deputation i erschien mittags beim Bezirkshauptmann von Brüx, iDr. Waldbrunn, und ersuchte ihn, ihre ^gemeirrsame I/Fordenlng, daß Vrbensky auch in der kommenden Negie-! rang als Ernährungsminister werbleibe, unverzüglich? nach Prag zu übermitteln, da die. Bergarbeiter entj schlossen seien, so lange im Streik zu verharren, als; Lie nicht bestimmte Zusicherungen erhali?n. daß ihrem ^Verlaugeu N.-chnung getragen 'wird KoVaes-Vettelheim-Benedikt. Der geheim«isvolle Zu iet fcnfatiflSetteit ÄcrhafLung des inyprriöse» ,^8le tt-elh'eim" in der Schvttengasse wird' uns in. spater Abendstunde folgendes berichtet: •, '■' ü-, ...... Kovaes. i Bei. dem. Verhafteten., fand' man einen auf -den Namen-,',Ko v a c ß" lautenden Paß und 14.500 Kronen. 'Wie erinnerlich, wurden auch' niehrere Briefschaften Sei ihm saisiett, Einen Briefe aber, der-von besonderer- Bedeutung ist,, hatte der Verwüstete bekanntlich/bei seiner Arretierung zerrissen und fortgeworfen. Es istügelungen,,. diese Stücke . wieder zUsamm'rnznsetzien, > zu photographieren. und . so den. Inhalt des Briefes wieder herzustellen. Der Brief trägt die Unterschrift. »/Hermann" — ob dies ein Vorname oder FamiliennaM ist, konnte.'bishler nicht festgestellt werden — Und enthält Auslassungen über die Wiener Kommünisten, ' s e h.r abfällige Bemerkungen über deren 'Führer Friedländer und Tvmann. Es wird in dem Briefe gegen einLn Putsch am 15. Juni Stellung genommen, weil die Wiener noch -nicht reif genug dazu seien und dja Leute für «eine solche Aktion erst erzogen werden müssen. Der Brief eirthält ioeiters sehr tadelnde Auslassungen über „Bettelheim" und über" die'Wiener"' Kommunistenbewegung überhaupt. . - Bei seiner Verhasung gab er an, ,/Ko v acs".zu.. heißen, wie auch der. erwähnte Paß ausgestellt ist. Her Sicherh'eitsbehörde ist es bekannt, daß er bald nach Errichtung der' Räteregierung, .in Budapest nach Wen kam, und in den ersten' ZHrittage^ rn.eüwrim, WM, Büs'ch stattgefundene Versammlung der Heimkehrer. zu Propaganda der.Tat aufgefordert,hat. .Einige' Tage darauf wurde „Ko v a cs" hM im Grab-en--H!0te'l v er hafte t und nach Abschlußder.polizeilichen Erhebungen dem Landesgericht. eingeliefert, /wo er bis zum 3. Juni in Haft, blieb, um dann freigelassen und als Ungar ausg'ewiesen zu werden. ,,Kovacs/5 suchte aber unter dem Vorwände,, daß er^ krank sei, um eine AufenthaltsbewiNigung nach, die ihm unter der Vedingung. gewährt wurde, daß er .in Spitalspflege, gehe., Aber nach einigen Tagen war Kovaes aus.dem^ Spital entwichen. Er hielt sich seither verborgen, ohne daß es bis zu seiner Ver- ' Häftling ’ gelungen wäre, seinen Aufenthaltsort zu Komm««iste«age«t. •i.f' Die ErobMngSabstchte» KunS.MM Wir .haben vorgestern mitgeteilt, daß die vsÄschösterreichische Regierung seit Samstag sich im Besitze eines Aktenstückes befiickist, das. einen fertigen Kriegsplan'her Kommunisten gegen Deutschösterreich. darstellt, Das Dokument beinhaltet den strategischen Aufmarschplan der .ungarischen Roten Armee gegen. Teutschösterreich ünd'//gE genau und detailliert die auf niederösterÄchischem Gebiet zwischen der Grenze und Wien zü.M^e'nden'.üPimkse /an,'.Der.Wandeutet auf eine ßpWß /gMDM. mrlitW^e Aktion der Armee Bela Küns hin Und (äßt ganZl ungeheuerliche Geldmittel vermuten. Die Regierung, die alle diese Pläne schon seit langem kennt, hat selbstverständlich ihre Gegenmaßnahmen tzeeruieren. Bei seinem gestrigen Verhör hielt er die ^Behauptung aufrecht, daß er jener.vielgesuchte, geheiMn'i.svvlle „Bettel-Heim" sei, daß er aber weder ,,'B ettelheim", noch „Kvvacs" heiße, sondern richtig' Ostto Bened rkt. Nach , seiner Angabewäre er -der Sohn. eines bekannten Arztes in" einem Kurorte. Salzburgs. Er sei.28 Jahre alt und habe zuletzt die Bud'apester Export-, akademie besucht/ Er HM. viel mit Bela Kün verkehrt und sei dann'nach Wien gegangen, um hier die 'kommu- .llistische Organisation durchzuführen. Die Polizei hat sich nun nach Salzburg gewendet, um diese-Angaben zu überprüfen und in den: Kurorte Nachforschungen anstelle^ lassen, ob'der hier Verhaftete wirklich sein Sohn ist. ... : Ein 3v Millionsn-Transvort von Szegedin «ach Wien. Für die ungarische Gegenregierung. ' Am vergangenen Sonntag wurde das Staatsaint für Finanzen und die Leitung der Oesterreichisch-ungarischen.Bank von.Graz aus verständigt, daß ein Transport von»3,0 Mi l li'o n e n Kronen.in Banknoten in Wien-Südbahnhvf eintressen werde,;, vaß dieser Tstansport unter dem Schutze der Entente nach Wien gebracht werde unter der Führung des französischen Hauptmau.nes Fab ri und einer .Abteilung französischer Soldaten. Diese 30 Millionen werden -durchden- Markgrafen Pallav icini als Depot der Desterveichischungarischen Bank' übergeben werden. - ' Gesterzr, ist tatsächlich dieser "M.illionentrandpvrt hier ein g e l a n g t und vom Südbahnhof ins Depot der Bank durch Autos''überführt worden. - Wie in unterrichteten»Kreisen verlautet, sind diese 30 Millionen ein Teil -jener 135 Millionen, die stiner- .zeit beim Kutsche/aus - der ungarischen - Gesandtschaft weggesührt worden'//smd. 'Diese -Millionen sind das Geld, welches'jene ungarischen Gegenrevolutionäre, die in Wien-dem Putsch v?rsucht^ der Gegenregitzrnng zur Verfügung gestellt.haben und das nunmehr augenscheinlich, für diese Gegenregierung die volle. .Aussicht hat, von der--Entente anerkannt zu tverden, nach Wien in Sicherheit.gebracht worden ist - Zugleich' veröffentlicht der „Neue Tag" Dokument« über einen Plan der. ungarischen Kommunisten ^zur Eroberung - Wiens. Diesen - Dvkllmenten . zufolge^ di« aus der -nngarisH en Gesandtschaft in der B an.k.ga s se stammen, rechnete man in Budapest mit hem Aufgebot vpn zwölf Bataillonen kommunistischer JnfanberiL^'/(M200 Mann),. fünf .Bataillonen sozial-- k, demokrätischer Infanterie (5000 Mann) mit 500 Mann. ' kamÄniMcher Kavallerie, zwei PataillionLn, terroristischer Wrine' (14,000 Mann) mit 2400 Artilleristen, ' züsamweir/'mit 14.500 Gewehren, 200 Mäschinen- /gewehsten 'und 150 Mschützen? Die Ordre de batarllL^ 'MM-aüf viüe Umzingelung Wiens, auf die Besetzung' Hofburg, , des Parlaments und scharfe Bewachung-. M W Weiter,wird gemeldet,, haß'./ im uügarischen Gesandtschafkshaüs .150 Hand-, igränaben' und" 30 Kilogramm Dynamit lagern. DaS. ' ist ein Quantum, mit dem eine Erobernngstrrlppe kaum . PM anfangen könnte. - . - : 'J In ' einer Unterredung mit dem Herausgeber der „Korr. Herzog" äußerte sich Staatssekretär E ldersch, daß dem Man E^inerlei Bedeutung Leigelegt werden könne; diesem Eroberungsprojekte liege ein sein'erzeit vom Kriegsm.inisterium ausgear- ^beiteter Plan zur Derteidigung Wieus zugrunde. Der Man ist schon deshalb widersinnig, weil diese ungarischen Truppen doch kaum unbemerkt hierher gelangen könnten und zweifellos die Arbeiterschaft wie der. überwiegende -Teil der übrigen Bevölkerung sich' dem Einmärsche dieser Truppen in ganz entschiedener Weise' widersetzen' würden. Das Projekt, das der Regierung schon .seit längerem »bekannt war» wurde offenbar vondeu interessierten Kreisen gut bezahlt, die Summe, die hierfür verausgabt wurde, sei wahrhaft, vergeudet. 'Der. Kta-tsse^dtßv srkläxte. schließlich, daß dia Regiermig aMn-ihr zur MuMis gMüge'nds'n Wr-"' sachen die größte Aufmerksamkeit zuwende und selbst- " verständlich'auch' Mit -der nötigen Energie einschreite!: würde, wenn es sich üm eine ernsthaft« Aktion handelt. Eine solche" ernste Aktion . Mr stelle der mitgeteilte ,Mngriffsplan" nicht dar'. Die iBevölkerung möge dessen' gewiß sein/'daß! -pon der Regierung nichts außeracht "gelassen werde, um.die Ruhe^in Stadt und Land zu sichern. ^5^.''--'^^"-^ ' v:.. , - .< .... ».Nit*- Der Nachfolger Tns-rs. - z Prag, 7. Juli. (Tel?der „Wr. Morgenvg.") Der. erste Sekretär der tschccho-slowakischen Gcsgndtschaft in Wlen, F l i e.d e r, ist vorgestern wer emgetroffen. Es handelt sich darum, .ob er definitiv zum Gesandten oder. zum i n 1 e r i m i st i s ch e n Leiter ernannt Mrden soll. Er ist nach Entgegcnnahine von In« sormationen wieder nach Wien zurückgrkehrt. Jugoslawen bei Clemeneean. Genf, 7. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") C l e m e n c e a u hat Samstag eine Delegation des serdo-kroatischer^Königreiches empfangen, rvelche ihm die f i n a n z ie l l enu.u d vko n o'm i s ch e n ch w i e r i g k e i t e n des neuen Staates schilderte und ihm bat, bei der Lösung der österreichischen Frage' daraus Rücksicht zu nehmen.. ... Der Konfident 9t. '' Die Polizeikorrespondenz meldet: Der „Abend" Nr. 153 vom 7. Juli 1919 bringt uyter der- Spitzmarke Die Polizeidirektum einem Betnrge aufgeseffen" eine Darstellung, die auf die Publikation eines Berichtes der Polizeidirektion an die Vorgesetzten Stellen über die Einflußnahme, der ungarischen Gesandtschaft auf'die innerpolitischen Berh'ältnisniffe in Deutschösterreich zurückkonrnrend, den Vorwurf erhebt, daß deu in diesem Berichte angeführten .Daten nichts anderes zugrunde liege, „als eiß. Spiel, das die Spitzel d.cS Wiener. Polizeipräsidipnlö und der üngärischen Gesandtschaft ausgehcckt haben." Hierzu sei folgendes bemerkt: Im Mai 1919 erschien spontan der im . Berichte des „Abend" „als Konfident,1'." bezeichnet« Privatmann und gab an, daß er gute Beziehungen zum ungarischen Gesandten und. zu dem in dieser Gesandtschaft zugetriltcn Detektiv« chef Alexander B a t t i k habe, von Plänen wisse, die in der unganschM Gesandtschaft gegen die Integrität der dentschösterreichischen Republik geschiniedet würden und bereit fei, seine Kenntnisse der Polizcidirektion zur Verfügung. zu stellen.' Sein Ersuchenuris polizeiliche Unterstützung und um die Erteilung bestimmter Aufträge wurde glatt abgelchnt; dagegen wurde ihm bedeutet,, daß cs ihm selbstverständlich, wie jedem Staatsbürger, freistehe, Anzeigen zu erstatten und daß diese Anzeigen rntgegengenommrn und überprüft werden würden. Tatsächlich erschien der Bezeichnete mehrmals bei der Polizeidirektion, ohne daß jedoch seinen Angaben irgendwelche nennenswerte Bedeutung - beigemeffen wurde. Schadenersatz für die Schäden der Prager Exzesse. i ■- ' ° Prag, 7. Juli. „N. a r o d n i L i ft h" meldet: Der Mini st e r r a t beschloß g r u n d sä tz l i ch, E r s a tz zu l e'i ft e it für die S"ch ä d e n, die diwch den Straßenraub' am?2. u n h - 23. M a i. d. Ä. vn.den Prager-G e, s ch ä ftt e n verursacht wurden... .... .■ . , ' » z - . k ' ';} Der Präsident von Lima als Verschwörer. - Stew-Dork» 7. Juli. (Korr.-Bur.) Affociated Preß meldet ans - Lima, daß der gestürzte Präsident Dr.Josä.P a r d o wegen Verletzung der Verfassung und wegen Verschwörnng in dem A n k l.a g-e-z-u st.a n d versetzt worden . :ft. Der von .den Revolutionären eingesetzte neue Pcäsidmt L e g n i a - erklärt, daß bei der letzten Wahlen von. 200E Stimmen itzll.035 zu seinen Gunsten lauteten. . ,, ' . . jw'i l _