Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 160 (29.6.1919)
- Date
- 1919-06-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 160 1 Wien, Sonntag- Wieser MorgeuzerLrmg 29. Juni 19M' Kommunales. Wiener Gemeinderat. '; Sitzung am 28. Juni. Gestern wurde nM dreitägiger Beratung der Hauptvoranschlag der Gemeinde Wien genehmigt. Die Sitzung. verlief ruhig und sachlich, i Gemeinderat Dr.Plasch kes brachte mehrere Anträge .ein, ivelche die Ausgestaltung und Verbesserung drw Badeanstalten in der Leopoldstadt bezwecken, weiters einen'Antrag auf Zuweisung eines Spielplatzes für den jüdischnatwnalen Sportklub „Hakoah". Die Anträge fanden allseitige Zustimmung und wurden, dem Stadtrat zur Behandlung zugewiesen. - Ein Antrag Dr. Pollacks, hinsichtlich der vom Schülerhalter zu tragenden Kosten des Religionsunterrichtes alle Konfessionen in gleichem Maße zu berücksichtigen, wurde nach seiner eingehenden Begründung genügend unterstützt und ebenfalls dem. Stadtrat zur Behandlung überwiesen.!! >! ^Wir bringen hier das Wesentliche ans der Sitzung: v Dr. Plaschkes über die Badekalamität in der Leopoldstadt. Bei der Beratung über das Bäderwesen ergreift Dollar Plaschkes daS Wort zu solgendeu AuSsührSlngen: Ich glaube, kein Bezirk ist in dieser Richtung-so schlecht gestellt, wie die Leopoldstadt. Wir wissen ganz genau, daß das Leopoldstadter städtische Volksbad von 2 bis 7 Uhr nachmittags geöffnet fein soll, aber cs ist nur biS 5 Uhr nachmittags geöffnet. Die volkst ü m l i ch eÄbteilung des Dranabades ist überhaupt .e singe ft e l l t. die N o b e l s eite aber wird im Betrieb erhalten.. Gerade bei den Bolksbädern der Dianabad-A.-G. heißt cs immer: „Kohlenmaugel".! Nur das Römerbad steht zur Verfügung, bei welchem-sich täglich von 4 Uhr früh an die L e u t e s o anstellen, daß die letzten .von ihnen neben, dem Cafe Resch bis zum Palais Hauser stehen. Es ist direkt eine Badeanstaltschande - . mit der-wir "es hier zu tun haben. Interesse der Gemeinde liegt es,, daß solche Bäder im Betrieb erhalten werden, welche das Gememdebndget nicht belasten. Ich erlaube mir daher folgende Anträge zu stellen: '■>1. DaS Volksbad, II., Vereinsgaffe 81, ist au Wochentagen von 2 bis 7 Uhr nachmittags, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 6 bis 12 Uhr vormittags offen zu halten.! 2. Mit der Dianabad-Direktion ist ehetunllchst das Einvernehmen/ zu pflegen, damit die volkstümliche Badeäbteilung sofort wieder in Betrieb gesetzt werde. Eine Kohlenbcliefernng hat nur dann stattznfinden, wenn der Betrieb in der Abteilung ».Volksbüdcr" wieder ausgenommen »vird. ' Nun komme ich zu einer Angelegenheit, die das Praterviertel betrifft. Das große Praterviertel steht ohneBadeaustalt da. Ich stelle den Antrag: t „Der Magistrat ist zu beauftragen, wegen Errichtung r i n e s ft ä d t i s ch e n B o l k s b a d e s i nt P r. ate rviertel umgehend Bericht zu erstatten." > Ach bitte, in Betracht zu ziehen, daß wir das einzige billige Volksschwimmbad, das wir in der Leopoldstadt haben, -das kommunale Donaubad. entbehren müssen^ weil -dort eine Dampfwäscherei nntergebracht. ist, die ganze 1773 Kronen embringt. Bedenken Sie, bei einem Srebeirhundert-Millionen-Defizit! r Nun ist es doch selbstverständlich, daß die bereits bestehende Badeanstalt, das städtische Douaubad am Erzherzog Karlplatz sofort in Betrieb gesetzt werden muß. Das kostet nichts und bietet der Bevölkerung sehr viele Vorteile. Ich stelle alio -noch folgenden Antrag: „Das städtische Donaubad am Erzherzog Kaüplatz ist sofort in Betrieb zn setzen". (Beifall im Hause.) I , Die Anträge werden genügend nuterstützt und dem Stadtrat z« Behandlung zngewicsen. , , ( Mehrere Gemeindcräte stellen hierauf, indem sie auf bcu Bädermangel in verschiedenen Bezirken Hinweisen, Anträge aus Ausgestaltung und Verbcfferung derselben. > Der Referent, Stadtrat Breirner, erklärt, daß im Voranschläge für Bauten ein Betrag von 210 Millionen Kronen eingestellt wurde, während das Gesamtrrfordernis für die Gebarung im Jahre 1913 237 Millionen Kronen betragen hat. Er erklärt sich dafür, au den Stadtrat die Aufforderung zu richten, im Laufe des Jahres irgendwie Mittel zu beschaffen, um insbesondere den Wünschen bezüglich der Bäder Rechnung tragen zu können. Bei der Beratung über Armen- und Wohlfa h r t sp f l ege beantragt Gemeiuderat B e r m a n n die Errichtung einer ständigen Inspektion zum Zwecke der Uebcrprüfuug der Wohnungen in mehreren Häusern der Leopoldstüdt - auf ihre sanitäre» Verhältnisse. i ' , v, 'iw Erholungsstätten für Kinder der Leopoldstadt. V f Gemeinderätin Marie Wielsch beantragt die Errichtung eines Kindergartens für die innere Leopoldstadt, namentlich für das Volkertviertel, die Errichtung einer Tages- Heimstätte für die Kinder der inneren Leopoldstadt im Augarten, die Errichtung einer Tageserholungsstätte in der,Krieau für die Sommermonate. V - Protestkundgebung gegen die Pogrome Heute Sonntag, 29. Juni, 10 Ahr vorm., findet in den KonzerthausfNen eine große Protestkundgebung der jüdischen Studentenschaft und der jüdischen VcvMkerung gegen die Pogrome statt. / Es werden Redner aller Richtungen sprechen, unter anderem Oberrabbiner Dr. E h a j e s, Professor Alexander Marmorek, Ingenieur Stricker. / In dieser Versammlung wird die Studentenschaft an die Kulturmenschheit den feierlichen Protest gegen die Gewalttaten der Soldateska und des Mobs in Polen und der Ukraine erheben. Kein Jude fehle! Rach der Versammlung wird ein Memorandum an die Ententekommissionen überreicht werden Ein Spielplatz für den Sportklub „Hakoah". m Gemeiuderat Dr. Plaschkes: Der jüdisch-nationale Sportverein „Hakoah" bemüht sich seit vielen Jahren vergeblich, für seine sehr besuchten sportlichen Veranstaltungen einen Spielplatz zur alleinigen Verfügung zu erhalten. Ich selbst habe mich wiederholt sowohl mit Herrn Bizebürgrrmeister H o ß in seiner Eigenschaft - als Mitglied der Donau-Reguüeruugs- Kommiffion, als, auch mit anderen Herren Gemeinderäten in "Verbindung gesetzt, um für diesen Verein etwas zu erreichen. Die Donau-Regulierungs-Kommisston, welche Plätze zur Verfügung hat, hat bisher aus Gründen angeblich dringender Benötrgiing für andere Zwecke abgelehut. Ach iersuche daher und bitte unr Unterstützung meines Antrages und dessen Weiterleitung an den Stadtrat — daß von den Gründen, die der Gemeinde Wien links und rechts von der Hauptallee, besonders in der Nähe des Athletik-Sportplatzes, beziehungsweise in dessen Nähe oder durch d i e E r w e r b u n g d e r K r i e a u litt reichem Maße zur Verfügung stehen, unserem jüdischnationalen Sportklub „Hakoah", der aus allen Gebieten des, Sports Mustergültiges leistet, -und der für die jüdischnationalen Interessen von hervorragender Bedeutung ist, ein entsprechender Platz zugewiesen werde, j- Spiel und Sport, von wem immer ste ausgeübt werden, tragen zur Gesrmdung und Erstarkung der Bevölkerung sehr viel 'bei, sie sind insbesondere für eine arts engen Verhältnissen ausstrebende Nation wie die jüdische ungeheuer wichtig. Deshalb rechne ich namens meiner Partei auf Unterstützung meines Antrags durch alle einsichtigen Mitglieder des Gemeinderates. f Der Antrag wurde genügend unterstützt. > Bei der Beratung über bas Unterrichtswesen bc- ’ Erwägung. .,.-sLM-L!A!SOM,8Msz:rM.. Mchj vin tmwendigen Vorarbeiten für die Auszahlung jener Bezüge, die den städtischen Lehrpersonen Taut Gemeinderatsbeschluß vom 24. April d. I. gewährt worden sind. Auch den Beamten und anderen Angestellten'seien die. neuen Bezüge bis. 15. Jiuü flüssig zu mache»!.: i: i: DieKoste« des M'eligion'Sniü'cMchteS. Genleilcderat Dr. Pollack bemerkt, daß, tuie aus dem Bildget ersichtlich ist, die Beiträge, welche für die Erteilung des Religionsunterrichtes an die katholischen Neligionsgesellschaften geleistet werden, nicht in richtigern Verhältnis zürn ßlnfwande für den katholischen Religionsunterricht stehen. Die 5konlmune bestellt definitive katholische Religivnslehrer die in ihren Bezügen den sonstigen Lehrpersonen gleichgestellt sind, während zrun Beispiel israelitische Religivnslehrer von der Kommune nicht bestellt, soirderni deren Anstellung der Kultus gemeinde überlassen -bleibt, welche eine verhältnismäßig geringfügige Pauschälvergütung' hierfür erhält. Die Folge davon ist, daß'die nicht katholischen, Religionslehrer irr Anbetracht der begrenzten Mittel ihrer Religionsgesellschaft viel schlechter bezahlt werden, als die Katecheten, wobet »roch zu erinnern ist, daß zum Beispiel die israelitischen Religio.nsleh rer zumeist verheiratet und Fa? »nilienväter sind. ' . Der Redner beantragt: Hinsichtlich 'der vom' 'Schulerhalter zu tragenden Kosten des Religionsunterrichtes wird ausgesprochen, daß alle Konfessionen in gleichem. Ausmaßezu berücksichtigen sind. Der Antrag wird g e n ü g e u d. unterst ütz t und dem' Stadtrat 'zügewiesen«; Komm«Misiem«g. des Holzhanbels.!; Geu»ei»»derat Kopriva stellt' den' Antrag: An der Erwägung, chaß die »naugelhafte Kohlenzufuhr auch' in wei-' terer Zukunft anhälten dürfte, beschließt der Gemeinderat, eine Kornmission, bestehend ans neun Mitgliedern zrr wählen, »velche die Vorarbeiten zrrr K o.m m n n a l i s i e r u n g d e s gesamten. Holzhandels zu treffen hat„ lV''W'H".j j Mt Rrvosiltions-Dettkumr. '! r M, Gcrneinderat Jorde beantragt zur dauerrld'eN Erinnecung an die Novemberrevolution ein D'enkrnal erbauen zu lassen und zu diesen» Zwecke einen, künstlerischen MMwM. auszuschreiben.: . Bilanz und Bedeckung. Der Referent bringt nur noch Bilanz und Bebe ck u n g zur Kenntnis. Darnach beträgt das Gesamterfordernis K 820,072.610. Hiervon entfallen aus die ordentlichen Aus-; gaben K 500,205.-470, auf die außerordentlichen Ausgaben K ,327,867.140. Die eigenen Einnahmen stellen sich auf K 216,432.720. Das durch die e'rgenerr Einnahmen nicht bedeckte N ettoerfordernis beträgt K. 611,639,890, EZ ergibt sich ein Abgang von K 401,098.020. #0$ Dieser Abgang soll bedeckt werden: DM1. Bei der ordentlichen Gebarung: . y a) durch die von» Staatsamte der Finanzen z»»gesagte Ueberweisimg jenes Teiles des Ertrages der Wiener HauZzinssteuer, der sich als Unterschied Mischen einer 2VVo»gen und 26"/z°/oigen Steller ergibt, rund K 24,000.000*, b) durch die gleichfalls zugesagte Ueberweisimg des Ertrages der Wiener Verzehrungssteuer rmrd kl 12,000.000; v) durch die Erhöhung der Markt- und Schlachtgebührm mit einem Betrage von rund K 3,000.000; - fv' d) durch die Erhöhung der Vädcrgebühren L 1,000.000; e) durch die Einführung einer Steuer vom Werte von Liegenschaften, einer Abgabe für Kraftfahrzeuge sowie andere Lrlxusabgabe»», dann durch die Erhöhung der Beiträge der -Fcuerversicherungsgesellschaften rund K 23.000.000. L .2. Bei der außerordentlichen Gebarmlg: H a) durch die vo»n Staatsamte der Finanzen zugesagte eülmalige Panschalüberlvcisnng für die der Gemeinde Wien aus Anlaß des Krieges envachsencn besonderen Ausgaben K 140,000.000. 3. Zur Beschaffung des Nestes von rund Li 198,000.009 ist eine Kreditoperation vorzunehmen. Bilmlz und Bcdeckrmg werden ohne Debatte zur K e n n t n i 2 g e n o m m e n, »vomit die Blldgetberatnng e rledigtist.y::‘y__ L ' -;v ' w- Aus dem Rathaus. Montag und Mittwoch der kommenden Woche hält der Stadtrat Sitzungen ab. Der Gerneinderat tritt Mittlvoch unr 4 Uhr nachmittags zu einer Sitzung zusamnien. * Der P-rNv^lka §eht. Wie wir vor: »lnterrichteter Seite erfahret, tritt Obermagistratsrat Pawelka schon in den nächsten Tagen in den Ruhestand. Es war vorauszusehen, daß mit dem Einzuge der Sozialdernokraten i in das Rathaus für ihn keiir Platz mehr dort war. Obermagistratsrat Patvelka war bekanntlich der Schöpfer jener Wühlerlisteitveranlagung, tvelche den Christlichsozialen so lange die Herrschaft gesichert hat. Er gehörte 511' den intimsten Parteigän.^rn.,tzr. W.eiS- Die ErnShrungD Der Marktbericht. Die Nachfrage war gestern auf allen Märkten derart leb< hält, daß das etwas reichlichere Angebot, die Grüllwarenmackttz ausgenommen, auch nicht im entferntesten zur Deckung des Be^- darfcs reichte. Ä . In der G r 0 ß m a r k t h a l l e standen, mrßer jene»:, Ftelschmcngcn, die für die Abgabe an die rationierten Kunden! bestimmt waren, ungefähr 10.000 Kilogramm Pökelfleisch znv- Verfügung. Da aber bereits vor Eröffnung der Halle mehr alÄ - 2000 Käufer ainvesend waren und sich die Zahl der Käufer in ,deni ersten'Verkaussstundeu »lngeinein rasch vermehre, reichte dieferj Vorrat nur bis 8 Uhr vornnttags. Um V.9 Uhr vormittags wurde die Halle geräuint und vorübergehend gesperrt. Das übrige! markenfreie Fleischangebot, bestand in der Großmarktballe aus geringen Mengen Schaf-, Kitz- und Lammfleisch. An Kalbfleisch! gab, es nur das Fleisch von drei kleine»» Kälbern. Alle d»esü Fleischgattnngen, sogar das tmre Schaffleisch, gmgen reißend ab.s Auf bcm Geflügelmarkte der Großmarktballe ka»n eine kleine. Se»»d»mg Geflügel, bestehend aus Gänsen, E»»ten und Indians, zum Verkaufe. Ob»»iohl das Geflügel nicht besonderer Beschaffe»»- heit »var, »vurde cs.u»»ter großen Anstellmrgen raschest ausverkauft.! Auf den Fis ch m ä r k t'e n wurden außer den unbeliebter»! gesalzenen Schellfischen auch geräucherte Seefische zu K18.— das Kilogramm verkauft. - -------H Der Gemüiereichtmu auf den G r ü n »v a r e n n»ärkt en« hält unvermmdcrt an. Trotz lebhaftester Nachfrage »varen „diel Källfer gezwungen, das Gemüse mttec den amtlichen Höchstpreisenl abzugeben. Anfangs nächster Woche sollen die Preise für Gärtner-! gernüse »vciter herabgesetzt werden. M Die ohnehin schrvachen Znsuhren an frischein.O b st haben! »veitcr abgenommei». An Kirschen und Erdbeeren zusannnen gab est nur--etwas mehr als 3000 Kilogramni. ■ Unter den eingelangten Südfrüchten befariden sich fwieder> einige Kisten Orangen, die noch i»m»ier gerne gekauft »Verden.':^ Auf einzellien Märkte»» »varen, allerdings in gärrzlich-u»»z»»°1 reichende»»» Arlsmaße, Eier erhältlich. Zur Ausgabe gela»»gte dics^ mal geleuchtete Ware z»m» Stückpreis von K 1.70.; jt,-'v ■ 1 ' . * 1 * *»v■*,’* •* * (■ - ts '; --- .■ ’ J Die neuerr Brotbezugskarteir. Die i»ni 6. J»»li »a Mast tretenden neuen Brotbezngskarten siud wie die bisherigen Brotbezugskarten auf »vöchentlich je einen Laib für die Person, .auf i3H Laibe für die Schwerarbeiter ausgestellt. Die Brotvwkänfer sind wie bisher verpflichtet, .ffür jede»» angegebenen Laibj "/t Laib als Zub»lße abzngebm. ' . > :t r & vv 7,'" •^j’j ,■ . Kleinhandelspreise für Geflügel. Ab 30. J»mi gelten 'Wge»»de Kleinha»»dclspre.ise für Geflügel: 1. Steierisches Mastfgeflügel: Ponlard, tot L 46.—, lebend K 38.— pro Kilogramm, Suppenhühner, tot K 38.—, lebend K 24.— pro Kilogra»n»»r. 2. JygoslatvischeS Geflügel: Fcttgänse und Fettenten L 49.—, Hühner und Jmdiaus .38.— pro Kilogramm, . Backhnhner, Weno/.-D-20.—"bis 22.—, Brathühner, lebend K 24.— bis 26.—- fündf Extrahühner, lebend L 30.— bis 88.— pro Stück. ’ ’^vh- Abggbe von Bohnen. In der komnienden Woche gelange»»" die vorn Volksernährn»»gsa»nte für die Verbrauchsperiode vönl T. bis 14. J»rli z»»r Verfügung gestellten Bohnen bei den städtischen Mehlabgabestellen und Konsninentenorganisationen zur Ausgabe. Der Verka»»f beginnt aru l. .J»»li. An alle »»rehlbezugscherechtigten Verbra»»cher ,»pird >U Kilogrmnn» Bohne»» pro Kopf .Äbgegeben.. Der Bezug 'erfolgt gegen BonveMug. der Mehl-' bezugskarte n»»'d Abtrermuug der Ziffer '40 des a»»»tlichert Einkanfscheines ohne Unterschied der Farbe.Detailveckgufspreis K 6.— für 1 Kilo gram»»» Bohnen. V; ■ ■ 7 «ck/ ' - ’>’)■ ' "V j Kartoffelabgnbe. ' Montag, Dienstag unb Mittwoch! »verde»» im XII. unb XXIj Bezirk Kartoffeln, »utb zwar 1 Kilo-! gramm pro Person gege»» Äbtre»»»»ung des Abschnittes U bcrj Kartoffclkarte sinnt allen vorhergehenden Abschnitten abgegeben. Fettabgabe. In der kommenden Woche »vird »vieder die, volle Wochcnfettquote ausgegebe»», so daß a»rch die Fettkarten-! Abschnitte für nichtrayoniertcs Fett 'zur Emlösnug gelaugen. .Bei! den städtischen Schrveinespcckabgabeftellen »verden pro Person' 12 Dekagram»» Salzspeck gegen Abtrennung des U-Abschnittes! Nr. 146 mtb der beiden Abschnitte Nr. 146 für »»ichtrayo»»iertes! Fett der'Fettkarte, sowie Durchlochung der Ziffer 50 der gelber»! Mehlbezugskarte ansgegebm. Organisierte Verbraucher mit blauend . -Mehlbezngskarten erhalten das Fett bei der Verschleißstelle ihrer! Organisation. 12 Dekagramm Speck kosten K 3.60. f;■ -- 1 Sauerkraut »vird in der konu»»enden Woche ohne E»n-, -schräukung der Menge und ohne Aus»veiskarte abgegebc»». Auflassung der Mehlkarten. Vom 6. Juli angefangeit »verden die bisherigen M e h l- und Störbroturehlkarten in Wien und in den in Mk Wiener Brot- und Mehlkartenstistem eiubezogener» Gemeind»«» ch t mehr aus g e- .g e b e»». Der Mehlbezug ersolgWmr auf Grund der gelben, beziehungsweise lila (bisher blauen) Mehlbezugskarte. Auf Grund dieser Mehlbezugskarte »vird die entsprechc»»de Wochcnmenge Koch-! mehl, derzeit für jede Person 500 Gram»n. ausgegcben. Für bcitj Bezug der der Brotration entsprechenden Mehttnenge erhalten die! hierzu berechtigten Personen eine besondere Mehlbezugskartei mit bcm roten Ausdrucke „Störbrotmehl". Die Wochen-; »»»enge, dieses als Brotersatz dienende»» MehleS beträgt --derzeit! für. jede Person iVs Kilogra»»»»»». Bei Ausgabe des Mehlcs! »vird der jeweilige Wochenabsch»»itt vom Verkäufer abgetrc»mrj oder durchlocht. In den neuen Mehlbezugskarte»» wird die ge-! bührcnde Wochenmenge »vie^auf den Brolbezugskarter» durch Ab-; tre»»nung der über die berechtigte' Bez»»gsmenge hmansgehender'n Zahlenabschnitte ersichtlich gemacht. Haushalte mit über 20 mehl-! dez»»gsberecht»üte»» Personen erhalten die Mehlbezugskarte mit. bisher die Brotbezngskarte nicht mehr bei der zuständigen Brvt-' kommission. sondern in der Konskriptior»samtsabteilung des z»»- ständ'igen Bczirksa»»ttes. Die Einziehung der Mehlkartenabschnitte für' Mehlspeisen in den.Gast- und Schalrkgewcrbebetricbcn hat zu entfallen. ’•; \ Bohnen sirv Mindestbemittette. In der 107. Fürsorgewoche »vird au alle Besitzer der rosafarbigen Eiukaufscheine für Wohlsahrtfleisch * 1 *ls Kilogram»»» Bohne»»' pro Person zum'Preise von ,70 Heller gegen Abtrennung des Abschnittes 22 in den .Geschäften der Großschlächlercr abgegeben. Sotveit der Vorrat reicht,' »vird a»»ch »roch Vestenthaler Suppcmnaffe (Vs Kilogramm _ . Wohlfahrt mstitute »vird in der 115. Woche Mmsgrieß oder Maismehl, Vs Kilograuun pro Person, abgegeben. ., rlbgabe von Anterzündholz. Die Abgabe von je! 5 Kilogramm Nnterziiudholz an emen Haushalt für eine Wochdi erfolgt in der Zeit von» 39. Jrmi bis 5. Juli gegen Abtrenrumg! des Ziffernabschnittes 36 der blauen oder, gelbe» Mehlbezugskarte.! -Der Preis m mivcrändert.