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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-29 · Heft 160 (29.6.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 160 (29.6.1919)
Date
1919-06-29
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite. 6 Wien, Sonntags WreuerMorgettzeituttg/ . 29."Iüni?191g^ 'Nr.^80^ Tagesbericht. 7^7- ®ic Klagen sich selbst an. v- * Wir viditcn alle Sinne darauf, nufer Volk zu reinigen und 'zu erlösen. Wir hören lauin hin, wenn, sie das Judentum verleumden und besudeln. „Abwehr" ist nicht unsere Sache. Aber mitunter ist cs gut, ihre'Worte gegen sie zu lehren. — Da wurde lu einem antisemitischen Blatte — um dem biederen christlichen ^Wiener die indische Verkommenheit deutlich zu machen — hohnvoll berichtet, ein Jude habe bei Auferlegung einer Geldstrafe durch das Bezirksamt ansgernfen: „Wer nur mein Geld nimmt, nimmt mir hie Ehre." Man braucht dieses Wort nur cinzurenkcn und deutlich zu .machen und es wird zur flammenden Anklage gegen die Verleumder, zum empörten Aufschrei eines mißbrauchten Volkes und : zur Waffe gegen diejenigen, die uns erniedrigen wollen: „S o l n n a e i ch G e l d h a b x, b i n i ch v o n e u ch g e eh r t!" E u r e Schande. dass ihr den Juden durch euer Gehaben und noch, deutlicher durch eure löblichen Gesetze sagtet: ..Eine feste Burg ist euch das Gold. Keine Beschimvfnngen. kein Schade an Leib und Gut. Schutz für die Familie, Ehrenstellen und Titel für eure B.äter, unsere Adelstochter für eure Söhne, wenn ihr es euch kaufen könnt. Eure Schmach, ihr Wächter -der Moral,, daß , ihr die in eure Mitte Hinein- 'gesprengten, jeder Willkür Preisgegebenen gezwungen habt, im wahnwitzigen Fieber der Todbcdrohten nach Besitz zu trachten, nach dem rettenden Gold zu Haschen, damit sie sich euer erwehren können. Eure Schande, daß ihr die Armen und Getreuen zertreten habt und geschunden, aber allen, die da auf ihren Beutel nochen konnten und euch reichlich hinwarfen, wonach ihr, weiß, Gott, nickt minder gierig greift, denn unsereiner, Kgeben wäret' und daß derselbe Mund, der denen dort drüben in der schmutzigen Elendgaffc fluchte, hier unter Bücklingen und süßen Reden den. Saum des jüdischen Gewandes küßte. f:. . Seid klug und schweiget... - ' - x Jüdische Mittelschule. Das jüdische Realgymnasium für Knaben und Mädchen in W i e n wird aller Vorausstcht nach im September Eröffnet werden können. Es ist geplant, mit der Unterstufe (vier Klaffen) zu beginnen. Der Lehrplan enthält für alle Klaffen einen cnffprechenden obligaten Unterricht imHebräisch e n; als zweite Sprache soll neben dem Lateinischen das Englisch e von der dritten Klaffe an obligat gelehrt werden. Der Unterricht in den Freifächern (Französisch, Gesang, eventuell Musik) soll tunlichst ausgebant werden. Eine besondere Berücksichtigung soll die körperliche Ausbildung (Turnen, Sport, Wandern) finden. Der Unterrichtsausschuß hofft, in allernächster rZeit mit der Entgegennahme der Anmeldungen beginnen zu.können. ' v ' . ’ _• - '/> UÄ Verhaftung einer Einbrecherbande. A 7',' Dieser Tage wurde eine Embr-echerbande verhafte^' der'eine große Reihe Einbrüche mit bedeutender Schaden-, summe zur Last fiel. Der Bande gehörten an: der Dachdecker Anton Kudlitschek, der 'Speditwnsarbeiter, Karl Klusarits, der Hilfsarbeiter Wilhelm Bo'nd ar, der Kutscher Johann Kiotzlik, der Zahlmeister Heinrich Kailz. Nachgewiesen wurden ihr unter anderem die Einbrüche im Modegeschäft Löwh in der Waatzgasse mit 100.000 Kronen Schaden und beim, Selchermeister Franz Mayer in der Pöchlarnstraße mit.7 70.000 Kronen Schaden. Das Sicherheitsbureäu! .setzte indessen in Wien seine Nachforschungen fort und Ermittelte, daß Kndlitschek, Kotzlik und Kühne.! am 1. d'. M. nachts bei der Firma Schlesinger, 3. Bezirk, Fasangasse 6, einen Einbruch verübt und Wären im Werte von 20.000 Kronen gestohlen haben. Kndlickschek steht weiter in: dringenden Verdachte, am 4. Mai ■f. I. Lei der Firma Mols Spitzer, Landstraße Hauptstraße 49, einen Einbruch verübt und Wären im Werte 'von 40.000 Kronen entwendet zu haben. Außerdem, 'werden ihm noch folgende Einbrüche gur Last gelegt: In der Nacht zuin 16. Mai d. I. in der Filiale des Konsumvereins „V o r w ä r t s", Landstraße, Erdberg-- straße 23, bei dem Waren im Werte von 120.000 Kronen gestohte.: wurden, am 19. Februar uachts beider Firma N elly Roth, 1. Bezirk, Bellariastraße 10, bei bent: Waren im Werte von 100.000 Kronen entwendet ^wurden, und an: 13. März d. I. ein Einbruch bei dem Juwelier Eduard Roth, 3. Bezirk, Sechs kr ügetgasse :Nr. 14, bei dem den Tätern Juwelen im Werte von .20.000 Kronen zur Beute fielen. Die bisher sesttgestelltc Schadensumme nähert sich schon einer balben M i l l i vn Kr-onen. Als Helfershelfer Lei dem. Kafseneinbructz' beim Selchermeister Franz. Mayer' in der Pöchlarngasse 22 kommt der Hansbesvrger Heinrich Sobvtka, 20. Bezirk, Vorgartenstraße "80,' AngeftellLenorganisation der Tempel- Bethansvereine in Wien. . Sonntag den19. Juni fand im Saale desNiederösterreichischen Gewerbevcreines die von einem vorbereitenden Komitee einberusrne Generalversammlung Angestellter der Tempel und Bethansvereine statt. Nach Anhörung von Referaten der Herren Rabbiner Dr. I. D r o b i n s k h und Tempelinspeltor D. N e n m a n n gelaugte solqmde Resollttion zur Annahme: . ' » » k - Die Tempel- und Bethmisangestelllen in Wien stehen außer-' halb des K u l t u s g e s e tz e s. das überhaupt nickt von ihnen spricht, und außerhalb des G e m e i n d e st a t u t s, das ans- Lrücklich jede Verpflichtung ihnen gegenüber ablehnt. Bezüglich der lInvalidiläts- und Altersversorgung sind sie auf die obligatorische PrivatangestelltenVersicherung angewiesen, taut welcher ein Angestellter in der höchsten Gehaltsstufe, also cm Rabbiner oder Oberkautor, Lei einer nach lOjähriger Dienstzeit eintreteuden Invalidität K 900.— and bei einer glücklich erreichten Dienstzeit von 40 Jahren eine Pension von K2250.—, seine Witwe aber in beiden Fällen gar nur die Halste erhält. Ibrc ffrcn und regulären Bezüge waren schon vor dem Kriege unziltänglich und beiden heutigen geradezu wahnsinnigen Preisen der täglichen Lebensmittel und Bedarfsartikel find die Vereine anßersianve. die dkotlage ihrer Angestellten durch Teuerungszulagen in fülübarec Weise zu lindern. So wate,'. diese KnltnSbcanilcn schon in 7vriedenszesteic ans ein sogenanntes R'ebeu' emkoynueil ana-nv'^!-,,, einso'erne es vor', der FeenviN's.siir Infolge großer technischer Schrvierigketten wurde die Frist zur Eintragung in die Wählerlisten des Jüdischen Nationalrates , v e r l ü n g e r 1. Anmeldungen im Bureau, Taborstr. 20 a der Privatparteien, abhängt, unwürdig ist und auf Geber wie Empfänger depravierend wirkt. , Demgegenüber ist cS Tatsache, daß die Erhalwng des Kultus zum weit überwiegenden Teil auf den Schultern der Wiener Tempel- und Bethansvereine ruht, deren Funktionäre nickt anders als der in den Gemcindetempeln von den „eigenen" Angestellten der Kultusgemeinde wirken, so daß jene gleich diesen de Facto im Dienste der Kultusgemc'mde stehen und demgemäß auch auf die gleichen Rechte Anspruch erheben dürfen. , Mit Rücksicht auf diese Tatsachen beschließt nun die konstituierende Generalversammlung die vollständige Gleichstellung der Funktionäre mit den.Funktionären der Kultusgemeinde zu verlangen, den Angestellten der kleinen und kleinsten Bethansvereine aber eine Subvention zu, erwirken, die ihnen das heute notwendige-Epistenzmimmmn in Ehren sichert. - Die anschließend daran vorgeuonnnenen Wahlen, ergaben folgendes Resultat:.Obmann: Rabbiner Dr.J.D r o b i n sky, Obmann-Stellvertreter: Rabbiner Dr. A. M a n d l, Schriftführer: Oberkantor M averovitz, Kassier: Teytpelinspektor D. N e u m a n n. ,• H ... : ' ’ ... ‘ ' ' i * ' u ' Zur Heimkehr der Kriegsgefangenen. In der letzten Zeit sind Klagen laut geworden, daß seitens oer maßgebenden Stellen nicht alles geschebe, um unsere Kriegsgefangenen in die Heimat zu bringen. Als Gründe hierfür werden unsere schlechten Emährungsverhältniffe und die verminderte Arbeitsgelegenheit angefi'lhrt. Diese Klagen sind, wie vom Kriegsgefangenen- und Zivilmterniertenamt festgestcllt wird, unberechtigt. Zwischen der italienischen Militärmission in Wien und dem deutschösterreichischen Kriegsgefangenen- und Zivilintemiertenamte besteht seit Wochen ein reger Gedankenaustausch», der alle Vorbereitungen beinhaltet, die sofort nach Friedensschluß dm Rücktransport der Gefangenen ennöglichen. Es kommt, dabel zutage, daß'cs auch von Seite der italienischen Regiermlg nicht an gutem Willen fehlt, die Kriegsgefangenen zmückzugeben, sobald die Vorbedingungen erfüllt sind. In der letzten Zeit war es auch durch dieses Entgegenkommen möglich, die Invaliden nt beschleunigtem Tempo und in größerer Zahl mit Umgehung der Schweiz über den Brenner in direktem Wege heimzubefördern. Diese Aktion wird noch vor Friedensschluß.. in' gesteigertem Maße fortgesetzt. -...'< -'s . Eine jüdische. Geweröesektion. MS . Der I ü d i s ch e N a tr o n a l r a t für Deutsch* oft erreich hat' eine G.e werbe sek L eo n ins Leben gerufen, die vor allem die B e r.u f s u m s ch i ch tun g der. Juden bezweckt. Die Ergreifung der freien Berufe, wie auch die einseitige Beschäftigung mit Handel und Zwischenhandel, hat den Juden als unproduktives Element sowohl - den Angriffen seiner Mitmenschen ausgesetzt, als auch den Mangel schaffender Arbeiter für zukünftige kolonisatorische Pläne gezeitigt. Eine Berufsumschichtnng mußte erfolgen, doch hat sich bisher.keine Gelegenheit und Möglichkeit ergeben, diese Pläne in die Tat um-, zusetzen. Die jetzige große Arbeitslosigkeit soll möglichst dazu verwendet werden, die Juden planmäßig pro d u k t i.v e n Gewerben z »,z u f ü h reu, damit ste in allen Berufen den entsprechenden prozentuellen Anteil erreichen. Dieses Ziel, d i e Z u s n h r u n g d e r I u d e n zur Produktion, zur Güter und W ert e erzen g e n d e n A r b c i t. kann aber nur dmm erreicht werden, wenn die jüdischen Ilnternehmer und Fabrikanten produktiver Betriebe dem jüdischen Nachwuchs die Möglichkeit dazu bieten. Hierbei soll auch dem Vorurteil, „der Jude tauge nicht zu manueller Arbeit", cntgegengetreien werden. Gibt man chm die Möglichkeit, zu arbeiten, so wird er, wenn er einmal emyearbeitet ist, dasselbe leisten, wie jeder andere Arbeiter. , Und der Vorwurf, daß es nur Juden sind, die den Zwischenhandel betreiben, wird dann auch seine Bedeutung verlieren, wenn man sie zu produktiver Arbeit zuläßt und ihnen die. Möglichkeit zur Flucht vor dem Handel, gibt. Und diese Möglichkeit können ' vorläufig nur die j ü d is ch e n Fabri kannten und Unternehmer geben. Wenn dann mit ihrer Hme erwiesen sein wird, daß der jüdische Arbeiter in seiner produktiven Tätigkeit genau denselben Rang beanspruchen kann, wie jedex andere manuelle Arbeiter, so wird er in die allgemeine Konkurrenz auch bei uicktjüdischen Firmen eintreten können. Daher uochrnals: I ü d r s ch e F a b r i k a n t e n u n d Unternehmer ' p r o d n f 11 ü e t Betrsiebe! Führt den I u d e n d u r ch A n st e l l u n g in euren Bet rl c h nt der p r o d u k t i v e n A r b e i t z u! E u r e n a t i o n a l e P f l i ch t ist es, an der Berussumschichtung der Juden werktätig mitznarbeiten! . , Anmeldungen sind an die Gewerbesektion des Jüdischen Nationalrates, Wien, H„ Taborstraße 20a, zu richten.. s/W' *. v if —:- ■■ ' ll. i x- Herzl Gedenkfeier des Zionistischen Landeskomitees. Die Aufführung des vieraktigen Schauspieles von Theodor H e r z l „Das n e u e G h e t t o", das zu Herzls Lebzeiten an vielen Bühnen mit großen Erfolg gespielt wurde, siiidet als Soildervorstellung der „Arche" im Rahmen. einer Herzl- Gedcukseicr des Zionistischeil Landeskomitee am. Montag den 30. d. M. um 7 Uhr abercks im Komödienhause statt.. Karl Felda spricht zur Einleitung den Prolog zu einer Herzl-Fcier von Hugo Z u ck e r m a n ». Die Hauptrollen sind wie folgt,besetzt: Hellmann —Fritz L u n z c r, Frau Helllnann — Emilie G i s ran, Samuel — Karl Z w i l l i n g e r, Jakob Samuel — K. F. Lassen, Schcinberg — Willy Volke r, Wasserstein — Egon Breche v, von 'Siijrnmm — Franz K a m m a u f, Dr. Wurzlechner — Philipp Z e s k a. Die Regie führt Egon B r e ch e r. — Restliche Karten zur Aufführung, über deren Erträgnis das Laiideskoniitee bestirumt, sind heute bei der Kasse des Konlödienhauses mtd in: Roterlturmbasar erhältlich. % * Greben Sträflinge nusgebrochen. Gestern früh find ailä drin l a ii d e s g e rj ch t licke n G e f a u ge n e ritz a n s e in W i e ii siebeil Sträflinge ansgebrochen. Sie hatten in einem HolMler das ans die Landeogerlchtsstraße mündende Feustec gcöffn^ nttb waren von dort ans die Straße gestiegnt, sie die Fliicht ergriffen. * Eine Mahnung an die Milchverschleitzer. Mi! Rücksicht auf die vielseitigen Klagen aus den Kreisen der Verbraucher hat sich die städtische Milchversörgungsstelle.veranlaß! gesehen, nachstehenden Erlaß an alle Molkereien und Milchbändlet zu richten; Laut Kundmachung des Magistrates vom Jänner 1917 sind die Inhaber oder Leiter der Milchverkaufsstellev.. zur Führung einer Kundenlifle verpflichtet und ist ich». Aenderung durch Abfall oder Zuwachs in dieser Liste sofort ersichtlich , zu machen. Weiters wurde angeordnet, daß in jeder" Milchabgabestelle täglich durch deutlich lesbaren Anschlag die zur Ausgabe gelangende gesamte Frischmilchmmg« sowie die Kopsqnote für Kmder bis zum ersten Jahre und Kranke ersichtlich zu machen ist. In der letzten Zeit ivurde wiederholt sestgestellt,, daß diesen Anfträgeir nicht immer entsprochen und dadurch,die Kontrolle des Milchverkehres ungemein erschwer! wird. Die,Milchversörgungsstelle bringt daher diese Bestimmnngm : neuerlich in Eriunerniig imb vermerkt, daß die Durchfühnma dieser Aufträge von den zuständlyen Organen auf das genaueste überwacht und jede Unterlassung rm Sinne der erlassenen Strafbestlmmilngen strengstens geahndet wird. . j * Die Heilsarmee in Prag. Wie uns aus Prag telephoniert wird, weilt seit einigen Tagen dort der Führer der Londoner Heilsarmee. General B o o t h, um in der Tschccho-Slowakei für seine Lehre Anhänger zu gewinnen. * Anfall beim Turnen. Beim Bockspringen im Turn-, saal der Heimstätte für j n d i s ch e Kinder, XV., Herklotzgaffe 21, erlitt heute durch Sturz der 13jährige Schüler Jakob G r o si b a r d einen Bruch des rechten UnteranneS. Die NettnngsgcseÜschaft brachte ihn inS Elisabethspital. 1: * Wieder ein Fall von Hundsmut. Am 15. d. M wurde an die tierärztliche Hochschule ein gelbbrauner Rattler-, bastard, Weibchen mit langen Ohren und langer Rute, zur Vertilgung nbcrbracht. Der Ueberbringer entfernte sich vor der ordmingsmäßigen Uebernahme des Hundes» Lei dem später Wut fcstgestM wurde. Da es nickt ausgeschlossen ist, daß Menschen oder Tiere von demselben tzcbiffen worden sind, wird, um die erforderlichen Maßnahmen durchführm zu können, der Eigentümer des HundeS aufgefordert, seine Adresse dem Magistrat Wien, Städtisches Veterinäramt, I. Bezirk, Neues AnltshanS, Ebendorferstraße 1, bekanntzngeben. Dorthin wären auch sonstige, zweckdienliche Mitteilrmgen zu richten. <] Schule Gutsch. Wien, IL, Leopoldsgaffe 26« (H andel s- und Ä u r e a u f ä ch er, Stenographie und Mafchins ch r e i b e n.) Am 1. Juli beginnen die. Einschreibungen für die Sommer-Schnellkurse. sowie „'für'dir großen Kurse des nächsten Schuljahres. :;/'■ > p iv . Verernsnachrichten. . A r b e i t s g r n p p e des I ü d i s ch e n Nationäl-' f o n d §, W i e n. M i t t w o ch den 2. Juli, */,8 Uhr abends, findet im Hotel „Bayrischer, Ho f", II., Taborstr'üße 39,- ein P a l ä st i n a - L i ch t b i l d e r - V o r t r a g von Dr. Eiml. Stein, Leiter des, Palästinaamtes, statt. Der Reinertrag fließt dem Jüdischen Nationalfouds zu. Karten von K 2.-^ bis K‘8— erhältlich bei der Sauimelftelle des Jüdischen Nationalfouds, H., Zirkusgaffe 33. Verkaufsstelle, H., Schmelzflüsse 7; Löwit, I.> Rotenturmstraße, und Verein Zion, H., Glockengasse Nr. 30. — Verband „A e r z t e g r u p p e des P a l ä st i n a a m t e s". Die Mitglieder, welche .eine ..Ausbildung in der Malariabekämpsung und einen diesbezüglichen besoldeten Posten anstreben, , wollen ehebaldigst, Montag bis Freitag, bis Uhr, beim Sekretär Dr. Lauterster u, H., Zirkusgaffe 33, vorsprechen. Die-nächste AuZschußsitzung wird wegen der Gedenkfeier für Dr. Herzl verschoben und findet Donnerstag, 7 Uhr. abends, Zirkusgaffe 33, statt. — Eine,' Gesellschaft zur Pflege u n d E r f o r s ch u n g j ü d i s ch e r M u s i k soll demnächst in Wien ins Leben. g£*. rufen werden. Die Vorarbeiten leistet Herr Dr. Lindenbaum,. ven hem.auch her Plan aiisgegangen ist. Interessenten - wollen sich, melden an die Ztdreffe: Dr. Lmdenbaum, I., Franz Joscfskai 39. ' . < Briefkasten der Redaktion. „O. W." Die Adresse der „Hacesira" lautet: Warschau, Skrz. Pocztowa Nr. 18. Abonnementsgebühr: jährlich?Nk.42.—, monatlich Mk. 3.50. — „Willy". Wenden Sie sich an dk» Sportklub Hakoah, Jndnftriellen-Eaf6, I., Konkordiaplatz 4. ' Letzte Nachrichten. Polen und die Sowietrepublik. . > . (Bon unserem Warschauer Korrespondenten.) y Warschau, 27. Jutii: (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Dl^ von,ukrainischer Seite verbreitete Nachricht, daß die Warschauer Regierung mit der Sowictrevublik, ein beiderseitig befriedigendes Nbkvinmen gelrüffen tzabe^ trifft in dieser Form nicht zu. Es sind zwar direkte Verhandluugen eingeleitct worden, aber von einer'Verständigung ist vorläufig noch keine,Rede. ."-i Di c p o Int sch e Regierung hat an die S o wael r,e g i e rü n g eine Note gerichtet, in welcher'sie gegen die Festnahme von polnischen Geiseln in dm von'L'cmBolschewiken eroberten Gebiete» protestiert und ihre umgehentz.es Freilassung verlangt. Die Sowictregierung bat aus dieses Ansuchen mit einer Note geantwortet, welche ungefähr wie folgt lautet:,' . ,. . „Da die polnische Negierung es für notwendig gefunden hat, Ler ° russischen Sowietrepublik den Vorwurf zu machen, daß .sie angesehene polnische Bürger als Geiseln zurückbehält,, erinnert der Volkskomunffär des Auswärtigen an die u n z ä hl i g'en .uN d e i f hi e llo s en Gr.ansamkeit e n, welche die, polllischen Legionäre in den besetzten Gebieten begangen haben' uiid ^welche die Festhaltrmg von Geiseln notwendig machten. 'D i e s e G e w a l t t n t i g keiten er.klo mm en ein en solchen Gipfel des S ch.reckens, daß selbst -eine,-ultra-natlonalistische Wilnaer Zeitung erklärte, . es würde allmählich Zeit, dafür zu sorgen, daß .ein Jude wieder das Haus'vermffcn könne, ohne befürchten zu müssen^ daß ihm'hie Gedärme ailsgeriffen werden. Niemals i ft ein e A rm e e, d i e t u.s sis ches L a n d ü b er s ch w e m mt h at, in d e..r Begehung von G ren eldie zum System erhoben wurde, soweit' g e g a n g l u, wie" die Armeen P i l. s u d s k i s und Puder c w s k i s. , , , '." i Die Sowretregierung ist nichtsdestoweniger bereit.. die in ihrer Hand befindlichen G e i s e l n gegen die von. den Polen, verhaftetes Kommunisten der Sowietrepubuk a u s z u t a ns ch e n,. vorausgesetzt, - daß die polnische Negierung unverzüglich die H i u m o r d u n gderu n s ch u l d i.g e n B e v ö l k e r u ng und insbesondere der Komumnistett einstellt, und den in ihre Gewalt geratenen Soldaten und Befehlshaber der.Svwjettrtipprn ' v i l i s i e r t en diejenigen Rechte zngesteht, welche von allen z i V ölk ern den Kriegsgefangenen zuerkatmt werdeii.". p^r Das Schicksal des Achilleion. " n Athen, 28. Juni. (Tel. der „Wr. Morgenztg."i! scinerzeit von Kaiser W i l h e l m aus beut Nachlasse Kaiserin Elisabeth erworbene A ch i l l e i o ii ist r4 Das der ... .von r a tt z Ö s i sch c n Truppen besetzt worden, die cs setzt der g v i e ch! s ch e ii Regierung überatitwi'rtct lmben. v ■>

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