Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 158 (27.6.1919)
- Date
- 1919-06-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6l Men, Freitag Wiener MorgenzeLtung '27. Juni 1919 ' Nr. mrchsehen, so stoßen wir auf viele -jüdische Namen. Bcgehim-Stt ücht den Fehler, m verallgemeinern! Früher wurde dem Mtschtti.?a^ttal vorgeworfeu, daß cs die Wcliberrschast au sich -pelPyp volle, heule sagt mau dasselbe vom Bolschewismus. Ebenlowie »11c T r ä g e r d e s G r v Ü1 a p i t a 1 s b i $ 4;ji-.T venige v ii h nt I i dt c A « s » a h nt cn v o m I u d t m .t u m t , bgefa 11 en sind, ebenso können Sie feststellen. daß alle . Personen, welche a n d e r S p .i tz-e d c § B v 1 sch jev i s m u s stehen, nt i t de m I u d e n t u m keinen H it s a nt m c tt h a n ß h. abcn, Die nationalen Juden nhen aus dem Standpunkt der vollen aui'richützEn an or a t i c, sie werden flcflc.it j e d e n V e r s u dt, eme Duktmu r in dieser Stadt a u f z u r^i ch t e n, a n k ci m Dl e tt,. näßt ne nun von Idealisten und Schwärmern oder vonLeuten. >ic keine idealen Ziele veriolgen, augestrebt werden. Wir liflben ne Diktatur des Grafen Stürgkh verabschem und sind auch auf :ine Diktatur der Frau Friedländer oder Wertheimer sticht ncngieiig. Wer so wie ich den Bo 1 schewi § Ä'it s ilt Nußland kennen gelernt hat. muß sagen, daß ec dort von i i e tti o tt b io gef ü r ch t e t ist, w i c von d e n Jude n. Nur was die legalen Vertreter der Judenschaft luit, 7afiir können die Inden verantwortlich geutacht werden, -nicht aber für das Treiben veranrwortrmgslorcr Elemente. . Religiöse und nationale Anduldsamkeit. Wir sehen aber auch, daß in dieser Stadt Krnsie an der Arbeit sind, die Haß nud -Gift in die Stadt bmeinzutragm versuchen. Wtr sittd auf das Wohlwolleu und die Gerechtigkeit »er tnächtigeren Staaten attflcmieten und müsien daher um so -mehr Wohlwollen und Gerechttgleit verlangen sür jeden Bürger dieser Stadt. Während früher der Taufschein verlangt lwoltk fo&wit man jetzt obendrein die Zugehörigkeit zur deutschen Natunt. Wenn 'also jemand geschmeidig ist und er bekennt »ich zur deutschen Nation, dann mache» Sie einem solchen Menschen die Türe ans. Wenn jedoch jemand jRiief* flictt besitzt und bei der Wahrheit bleibt, so verschließen sich ihm die Türen, die für jeden Lumpen offen stehen.. Die Forderung »ach der Bolkszugehöriieit geigt sich auch schon in der Grmemdrstube und im'.rde vom Bürgermeister nicht mit km entsprMuk» Nachdruck zurückgewiefen. Die Folgen hiervon halten sich auch schon gezeigt. Wer Juden such überall m der Minderheit und können keine Vergeltung üben. Wir wollen aber üb er all gleichberechtigte B ü x g e.r sein. Mein .Bedauern nutö ich über jene Borgänge aussprechen, die darauf abzielett, die armen jüdischen KriecMüchtlinge ans der Stadt zu fügen. An dem diesbezüglichen Stadträtöeschluß haben muh dte Sozialdemokraten mitgewirll. Die jüdischen Kriegsstüchtlmge, die durch ein grausames Geschick hierher geworfen wurden, warten auf den Tag, an dem ste dieser wenig gastlichen Stadt den Rücken kehren können. (Zwischenruf bei den Christlichfozialen: Oho!) Die Gastfreundschaft, die diese Menschen hier genossen haben, war leine große. (Dr. P 1 afchtes: Die Jtchen waren die einzigen verläßlichen in diesem Kriege. Gemeinderat Ru msit l h a rj: Aber renommieren Sie nicht!) Wenn die Völker sich nicht endlich über die Köpfe von unfähigen und gewalttätigen Diplomaten hinweg die Hände zur Versöhnung reichen werden, so werden wir nt keinem Frieden kommen. Der Grundsatz der Sklaven- und Hcrrennationen muß verschwinden. Wir werden dafür.eintretech daß der Volksverhetzung ein Ende gemacht wird im Interesse uttseres eigenen Volkes und der Kultur der Menschheit. Vizebürgermeistcr H o ß polemisiert in scharfer Weist gegen die Sozialdemokratm,,indem er die einzelnen Posten einer eingehenden Kritik unterzieht. Geuteinderat Breuer bespricht die Verhältnisse des Ge werbestandes, der dringend eines Nachwuchses bedürfe. Er wünscht eine wirtschaftliche Gewerbefördernng und wird für das Budget stimmen. #; ' Gemeinderat Professor Tandler bespricht die traurigen Gcmndheitsverhältniffe Wiens und fordert einen größeren Allst wand für sanitäre Maßnahmen. Schlttß der Sitzung um 10 Uhr abends. Die Ernährung. Der Marktbericht. Ein reichliches, dem Bedarf in jeder Hinsicht entsprechendes Angebot hatten auch gestern nur die G r ü„n w a r e nmärkte zu verzeichnen, die in den letzten Tagen wirklich einen erfreulichen Anblick bieten. Frisches Gemüse guter Qualität aller Gattungen ist zu haben. Die Preist sind zwar jetzt schon etwas erschwinglicher und vielfach wird auch unterden voraeschrieben.en Preisen verkauft, trotzdem tst esa derbebäuerlich, daß die gestern auSgegebe tt e Preisliste keinen weiteren Abbau der G e m ü s e p r e i s e g e b r a ch t h a t. Dagegen erfahren die Obstmörkte keine Belebung. Frisches Obst, Kirschen, sind noch immer nur aus dem N a s ch m a r k t e ttnd in ganz unzulänglichen Menge» zu haben. Die G r o ß m a r k t h a l l e bot gestern außer dpi rationierten Fleischtnengen. die nur sehr wentg behoben wurden, bloß 832 Kilogramm geselchte Schweinsköpfe, die als elnnges markenfreies FleischangZiot an die wentgrn erschienenen Käufer rasch und restlos ausverkauft wurden. Die F i s ch m ä r k t e erhielten gestern zwar wieder frische Schellfische zugeführt, doch handelte es sich umso geringe Mengen, daß sie bald nach Beginn des Verkaufes Nicht mehr zu habe» waren. Dann gab es nur mehr gesalzene Schellfische, bte — obwohl der Preis wieder auf K 6.— für daS Kilogramm herabgesetzt wurde — fast nicht gekauft wurden. G e f l ü g e l und E i e r waren nirgends erhältlich. ' Der Getreide- und Mehleinlauf. Vont deutschösterreichischen Staatsamt filr Volkseruährung wird vcrlautdart: An Getreide und Mehl sind mit Ententesendungen in Dcutschösterrcich cingelangt: Am 25. Juni. 258 Tonnen Getreide---- 230 Tonnen Mehl ferner. 1067 „ * zusammen 1297 Tonnen Mehl Einlauf seit 1. Juni (in 25 Tagen) zusammen £7.676 Tonnen Mehl. Derzeitiger Tagesbedarf 1716 Tonnen Mehl. Kartoffelabgabe. Freitag bis Montag werden im lV., V., XIV., XV. und XX. Bezirk Kartoffeln, uttb zwar 1 Kilogramm pro Person gegen Abtrennung des Abschnittes I der Kartoffrlkarte abgegeben. Die Stockung in dev Fleischzufnhr. Die Stockung, die in der Zufuhr des amerikanische« Pökelfleisches einaetrelin ist, hat die Vorräte empfindlich geschmälert. Für die nächste Woche ist noch die Quote gesichert. Auch für die -weitnächste Woche dürfte eine Abgabe erfolgen könne«. Darüber bmanS ist jedoch die weitere Fletschabgabe nicht gesichert« Man erklärt jedoch, däß dieS nur eme vorübergehende Erscheinung sei nnd daß ist o n i n t ’ G ermain auch die Frage der Flrischversorgnvg geregelt werden dürfte. Tatsache, ist jedenfalls, daß in Genua, woher ba-ci Pökelfleisch bezogen wird, kein Kilogramm mehr vorhanden in 4r.ib daß die alten Bestände erschöpft;u fein scheinen. Bühne und Kunst. Schörrbrrrnner Schlotzthealer. (Zinn ersten- Müler „Logik d eS Herzen s", Lustspiel'in drei Akten von Franz B 1 e i.) Attacke» gegen die Wiener Operettenseuche reiten, Geist Und Geschmack besitzen — — -und dieses Lnstsiek schreiben: Wie rennt Ich daszusammen? Franz Mei ist ein PoHgeher. Am Eltde g«r Wollte er mit diesem - faden süßlichen Zeug, das unecht ist wie der prätcurtiöse Titel, die iruuHgängigen Fabrikserzengnisse der Lustspiel- und Libret'tifirmen travestieren. Er ist so tüchtig mck -wandlungsfähig. Wir geben iihm diesen Typ. Vielleicht hilft er ihm ans der unangenehnreu Llffäve.. . .. Em dmiuirLr, braver NitterskuaLe wird mit einem klugen, hübschen Mädchen verheiratet. Flachsblond, unverderbt, des Schreibens und Lesens unkundig, tritt er -in den "Ehestand nnd Bdter sowie Erzieher suchen ihn zu betreuen. Die beiden glauben schon in der Drautnacht einer Liebesaffäre dev jungen Frau uns die Spur .gekommen zu sein und fetzen dem .eiuMtigen Iungherrn zu, sich keine Hörner aufsetzen zu lassen. Natürlich ist das Corpus delicti eine Epistel, die der arme Ulrich nicht lesen kann und' welche die ältesten SchwankverwirrunKen ohne Grazie, aber auch ohne Humor verursacht. Im dritten Akt wird der sympathische Tölpel, welcher der Stinune des Herzens solgb und seiner geliebten Lieselotte unbedingt traut, plötzlich überaus Pfiffig, entlvirrt alle Verwicklungen, gibt in etlichen Soloszenen einfach und bieder tiefe Weltweisheit von sich, erteilt den besorgten Hütern feiner Ehre anSgezeichnete Lehren und kopuliert zum Schluß zwei Paare, die längst darnach geschmachtet haben, einander zu kriegen. Armes Bchlotztheatcr! Wieder eine Mederlage, jpeinkich und schwer zu verwinden. Fadenscheiniger Kitsch für 'Höhere Tochter^ wie er in Wen nnd St. Pölten schon lange nicht über die Bretter gegangen ist. Dazu wurde die Nichtigkeit sorgsam und stilgetreu in das Gewand deS beginnenden 18. Jahrhimderts gesteckt und mit vortrefflichen Künstlern besetzt. Der junge Thimig gab den Junker Ulrich ganz vortrefflich. -Echtes Theaterblut. Tr wird seinen Weg machen. DaS kluge feine Fräulein Mayen wurde filr die Lieselotte bemüht. Herr A r n d t und Herr Moser wußten zwei längst abgebrauchte Lustspielfiguren mit eigenem Humor erheiternd «auszustaffieren. Die Damen Glosse, Kutschera Und Vi-eidled sowie die Herren Siebe rtScho tt und E.ReimerS ergänzten das gute Ensemble. - to Nach dem zweiten Me konnte der Autor, von einem Teile des Publikums gerufen, wiederholt erscheinen. Nach dcm dritten Alle mischte sich in den Bejfall Widerspruch und man verlangte nachdrücklich nach Thimig, den verdieuteu Darsteller der Hauptrolle. __ 0. A. Volksbühne. — (Das Lustspiel „Die tanzende Ny mphe^ der Herren Schan zer und W e lisch ist zwar kein Lustspiel, sondern bloß ein Schwank, hat aber den seltenen Vorzug, wirklich kurzweilig und angenehm zu sein. Die Vorgänge sind mitunter sehr erheiternd, die Szenenführung tst Lei - aller Anspruchslosigkeit frisch und der Dialog weder fad noch zotenhaft. Das Stück wird auf der Volksbühne ganz vortrefflichi gespielt. Lola Kgeidinger Hibt eine emanzipierte Bürgerstochter, die plötzlich Barietßtänzerin werden will, von. einem geriebenen Manager in ein paar Tagen ausgebildet, M einem Star und zum pikanten Stadtgespräch gemacht wird, aber nach dem ersten großen Erfolg ebenso resolut ins Vaterhaus zurückkehrt, wie sie von daheim in die Tanzschule durchgegangen war. Die junge Künstlerin ist überaus anmutig, erfreut durch ihr degagiertes Spiel und ist in der. Tanzszene des zweiten Aktes wirklich entzückend. Von den anderen Mitwirkenden, die durchaus zu lobtn sind, seien die Damen Dan egge r, Gorpe und Berlins sowie die Herren Ziegler, Knabe, Marliz und Franz (bem auch die geschmackvolle Inszenierung zu danken ist) besonders hervorgehoben. A. Protestkundgebung gegen die Pogrome Sonntag den LS. Juni, 10 Ahr vorm., findet in den Konzerthaussälen eine große Protestkundgebung der jüdischen Studentenschaft und der jüdischen Bevölkerung gegen die Pogrome statt. / Cs werden Redner aller Richtungen sprechen, unter anderem Oberrabbiner Dr. E h a j e s, Professor Alexander Marmorek, Fnsienienr Stricker. / In dieser Versammlung wird die Studentenschaft an die Äulturmenschhsit den feierlichen Protest gegen die Gewalttaten der Soldateska und des Mobs in Polen nutz der Ukraine erheben. Kein Jude fehle! Rach der Versammlung wird ein Memorandum an die Ententekommissionen überreicht werden ” ---- ■ ... Aus den Theatern. | Im Burflthe a t e r gelanflen heute ftmta) Strrndbergs „D a s Band", Trauerspiel in einest All, und „-V o x m Tod c", Trauerspiel in neun Szenen, gut Amfi'chrunfl. Anfang 7 Uhr. — Montag dm 30. d.M. wird dal Lustspiel „D i e F a b r t i n s B l a u e" von Caillavet, Flerj und Rey aufgeführt. Anfang 7 Uhr. Im Deutschen B o l k s t h e a t e r gelangt nück längerer Pause das Schauspiel „H i n t e r M a u e r n" a» Samstag den 28. b. M. mit Erika Wagner, Danegger, Hommqj Klitsch nnd Onno zur Aufführung. Das Remerträgnis dies«! Vorstellung, die von der.jüdisch-akademischen Bervindunt! „Jvrdanm" veranstaltet wird, fällt den Hinterbliebenen nach best: Pogromopfern in Polen zu. Karten an der Theaterkasse. Im Deutschen B o l k s 1 h e a t e r wird Gerhart Hauptmanns Märchendrama „Und Pippa tanzt" in deck Augustivielplan aufgenontmen. Auch Hermann B a h rS Lustspin „Das Konzert" gelangt im ersten Teil der Spielzeit rim emstudierk zur Aufführung. Im Wiener Komödienhaus eröffnet am 1.Jull um Vq8 Uhr abends Harry W a l d e n sein Gastspiel st L Ü b « c r s und Wardens Komödie „Der K ö u i P d e s L e b e n s" kO s k a r Wild e). Das Werk, welches: in Wien seine UraufführMg erlebt, wird vott Oberregiffeur Egon: B r e ch t r in Szene gesetzt. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Die' Aufführung des Klofc'fchcn Chorwerkes „D e r S o n n v. G e i ft" findet am 27. d. M. um 7 Uhr abends im großen- Miusikvcreinsfaale statt. Aus technischm Gründen muß von der Veranstaltung einer öffentlichen General» probe Ab st and genommen werden. Restliche Karlen: sind an der MusikvereinZ- und Konzerthauskasse sowie bei Kehlen-- dorfer erhältlich. Montag dm 80. d. M. um 7 Uhr abends findet zv Gunsten einer Lesehalle undBibliothett für dm XX. Bezirk eine Theatervorstellmg im „B syrischen L.o r statt. Zur Aufführung gelangt „D i e N e w e j l e" vor« Perez H i r s ch b e i n. Karten sind im Sekretariate der zionistischen Sektion „Brigittenau", XX., Karl Meißelstraße 5, m den TheaterkartenvureauZ, U., Taborstraße 5, I., Roten» lurmstraße 22 (Buchhandlung Löwit), H., Schmelzgaffe 7, rmd XX., Wallensteinstraße 24, zu haben. Für die vom Zionistischen Landeskomitee durch die „Arche" veranstalleten Aufführung von Theodor H e r z l s Schauspiel „Das neue Ghetto", die ary Montag den 30. Juni um 7 Uhr abends jm Wie n c Y KomödienhauS im Rahmen einer Herzl-Gedmkfeier stattfindet, gibt sich lebhaftes Interesse kund. KarlF e 1 d a wird zyr Emleitung den Prolog zu einer H'erzl-Feier von Hugo- Zuckermann sprechen. Die Regie führt der Oberregiffeur. Egon Brecher. Die restlichen Karten stnd in der Buchhandlung Löwit, Wien, I., Rotenturmstraße 22, und au den. Kaffen des K o m ö d i e n h a u s e s, 1X„ Nußdorferstraße 4,. und im Noteniurmbasar erhältlich. Der Geist der russischen Revolution. Von AlfonS Pa q u e t. Ein Buch, das von sich reden machen wird!,, Dev Verfaffer zeigt die großen Ideen und Ziele der russischen Menschheitsbewegung, die er selbst in Moskau, initerlebte, chre Erfolge und Mißerfolge, und erklärt aus tiefer und ehrlicher Ueverzeugung, welche Lehren aus der russischen Revolution für die Neugestaltung der Länder der Erde zu ziehm sind. Diese vorurteilslose Darstellung deS Wesens der bolschewikischen Lehre wird Meitiges Interesse erregen. Preis X 10.—. Zu beziehen durch R. L ö w i r, Wien, I., Rotenturmstraße 22. .. Sport. 2lapi--Z«bttä«mswoche. Vierter Tag. M. T. K. — F. T. C. 1: 0 (0 : 0). Zum erstenmal in der Geschichte des Wiener FußballsportZ trafen zwei ungarische Mannschaften auf Wiener Boden aufeinander. Die beiden Vereine waren mit einem Ernste bet der Sache, daß man hätte meinen können, es geht um Meisterschaftsvunkte. Während beim M. T. K. das Schwergewicht nv Angriff lag. war die Hauptwaffe des F. T. C. die Berteidlgung. Obwohl der M. T. K. das Malheur hatte, noch vor der Pause seinen vorzüglichen Verteidiger Orth, der sich eine Prellung des Ellbogengeletikes zuzog, zu verlieren, rvurden srnn Angriffe immer heftiger- und er konnte auch nnt Mitte der 2. Halbzeit durch den Linksaußen Szabo den siegbringenden Treffer erzielen. Dem von Schiedsrichter Maisl gut geleiteten Wettspiele wohnten trotz des Wochentages mehr als 8000 Zuschauer bei. - Sechster Tag. Heute steht ein humortstisches Fußballmatch auf dem Programm, das recht anregend verlaufen dürfte. Inlernationares Runbspiel auf dem Prater- Sportplatz. Da die Mannschaften des M. T. K. und des F. T. E absolut keine Absicht zeigen nach Uttgarn zurückzukehren — cm Beweis dafür, daß die Lebensverhältmsse in Budapest alles eher als rosig sein müssen — hat ste der W. A. C. zu einem großen Turnier verpflichtet, an welchem außer den Veranstaltern auch die Sv. V. Rudolfshügel teilnimmt. Diese Konkurrenz wird nach den Meisterschastsregeln ausgetragm, so daß jeder Verein gegen jeden zu spielen hat. Die Spieleinteilung ist folgende: / 30. Juni: M. T. K.—Rudolfshügel. 2. Juli: W. A. C.—Rudolfshügel.. 4. Juli: F. T. C—Rudolfsbügel. 5. Juli: M. T. K.-W. A. C. 7. Juli: F. T. C.-W. A. C. 9. Juli: M. T. K.-F. T. C. Sämtliche Spiele finden auf dem W. A."C.-^po>.platz iul Prater statt und beginnen um 6 Uhr abends. Hockeywettspiel. Heute komntt das ausständige Pokal« wettspliel Hakoah gegen Lehrer-Sportvereinigung auf dem Platze der letzteren m der Wasser» leitungsstraße zur Austragung. Die Hakoah stellt folgende Mannschaft : Blitz, Steiner — Neuwelt, Naschitz — Uti — Wertheimer, Kars—Ernst—Kaufmann — Fritz - Landesmann; Ersatz; Heller und Byk. Die Fußballspiele am Sonntag. Am Sonntag finden folgende Wettspiele statt: F.T. C.—Rapid; Sportverein Innsbruck —Rapid I A (Hütteldorf); F. A. C.—Amateure (Floridsdorf); Hertha — Simmering lFavoriten); Rudolfshügel — Wacker (Favoriten); W. A. C—Donaustadt (Prater). Unitas» Heute Freitag um 7 Uhr Spielervcrsainmluug und Manlifchastsausstellung für dad Meisterschaftswettspicl gegen Wieden am Samstag um lj.ß Uhr auf dem Sporcklul'vlatz. Sämtliche Funktionäre haben zu der heutigen Aiiöschiiüsitzriiig zu erscheinen. - -"4. ' ■ -