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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-26 · Heft 157 (26.6.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 157 (26.6.1919)
Date
1919-06-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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f—■—1 Wien. Donnerstag Kommunales. k Der Haushalt der Stadt Wien. r Fortfetz«ng der Budgetdebatte im Stadtrat. jr-'*' Der Stadtrat T)at gestern die Debatte über den Wmshalt der Stadt Wien fortgesetzt, ohne das; dieselbe Au Ende geführt werden konnte. Es ergibt sich also jfcie Notwendigkeit, das; heilte, wo -bereits der Gemeindexrat in die Bndgetberatung eiutvitt, noch eine Sitzung L.es Stadtrates stattfinden wird. s Der Minoritatenschutz. p*-; In der Dienstagsitzung hatte Stadtrat S i r o te k Lek der Frage der Wiederinstandsetzung der vom Militär genützt gewesenen Schulen das Verlangen gestellt, die solcherart freiwerdenden Schttlgebüude für tschechische Schulkinder zu bestimmen. Der Referent, Stadtrat Nreitner, erwiderte, daß der Minorität-nschntz, tzu denr auch die Schulfrage gehöre, seine Regelung 'gelegentlich des Friedensvertrages finden werde. Von diesen Bestimmungen, vor allem anderen aber von Der Beh andlung, welche die deutsch e n M ino- Litäten im tschechischen Gebiete finden werden, werde die Haltung der Gemeinde Wien Ru dieser Frage ab hängen. Es empfehle sich Laher nicht, jetzt schon nach irgend einer Richtung hin Aröjudrzierenöe Beschlüsse zu fassen. Die BedeSungsfrage. In der gestrigen Sitzung regte Stad trat Doktor Kienböck an, in dieser wichtigen Frage umgehend ZniL den maßgebenden staatliche« Funktionären wegen ijErschließung neuer Einnahmequellen für die Gemeinde isich ins Einvernehmen zu setzen und ihrten nahezülegen, Daß die Stadt Wien vor dem finanziellen Zusammenbruch stehe. Stanbplage und Straßemitistre. »> Die Gruppe „Oefsentliche Arbeiten" gab Anlaß jgjr einer längeren Debatte über die Straßensäuberung. SSDfe Redner beider Parteien waren einig in dem -Wunsche, daß das Stadtbauamt in allernächster Zeit Mit Zerschlagen über die Reformierung der Straßenkfänberung an, den Stadt- und Gemeinderat heran- Meten möge. j Vizebürgermeister H'o ß gab dem Wunsche Aus- Ifcnttf, den Umpflasterungsplan der Christlich sozialen in Angriff zu nehmen, welcher alle Uebelstände beseitigen iwirrde. \ Eine lang andauernde Debatte entwickelte sich bei sher Beratung über die im Voranschlag vorgesehene ssUrhöhnng der Markt-, Lagerhaus- und Schlachthaus^ k , gebühren um 100 Ll8 400 Prozent. Bizebürgermeister H'o ß machte aufmerksam, daß j&ttt solche Erhöhung eine Verteuerung der Lebensrnittel wieder nach sich ziehen werde, da die Geschäftsflente die neuen Lasten wieder auf die Konsumenteu iiüberwälzen werden. Nachdem noch, einige christlichsoziale ,Stad träte sich für eine geringere Erhöhung ausgesprochen hatten, wurde» der Magistratsantrag mit den Mtimmen der Mehrheit angenommen. W.000 Kronen für die Errichtung eines Krematoriums, l Die Gruppe „Sanitätswesen" wurde mit einer ^längeren Debatte über die Tuberkulosenfürsorge ein- Heleitet, in der sich Stadtrat Dr. Grün hauptsächlich für eine bedeutende Vermehrung der für die Tuberkulosenfürsorge. zur Verfügung stehenden Spitalsbetten Mssprach.!' Stadträtin Amalie Seidl beantragte die Einstellung einer Post von 50.000 Kronen für die Er- Rkchtung eines Krematoriums. ' Neuerliche Erhöhung brr Pfründen um 50 Prozent. h Die Gruppe „Armen- und Wohlfahrtswesen" wurde strh'ne weitere Debatte angenommen. Stadtrat Breuer ^stellte bei dieser Gelegenheit den Antrag, die Pfründen, M welchen bereits ein 50prozentiger Tcuerungszuschlag 'vor zwei Jahren gewährt wurde, neuerlich um 50 Pro- .tzent zu erhöhen. Der Antrag, für den sich Bürgermeister Meumann wärmstens einsetzte, wurde der geschäfts- ^-rdmmgsmäßigen Behandlung zugewiesen. *■ Die Auslagen für die Fronl«ichnamsfe1rrl!chkeitrn gestrichen. p"’ Bei der Gruppe „Kultusangrlegenheit" entfesselte pfe Post Auslagen für FronleichnamSseierlichfjeiten, für welche 23.000 Kronen eingesetzt waren, neine äußerst lebhafte Wechselrede. Stadtrat Jser beantragte die Streichung dieser Post, wogegen ldie christlichsozialen Stadträte heftigen Widerspruch erhoben. Bei der schließlichen Abstimmung wurde der Antrag Jser mit den Stimmen der Sozialdemokraten And des Tschechen Sirvte? angenommen. Die Beratung über den Hänptvoranschlag wird heute Donnerstag um 9 Uhr früh in; Stadtrate fortgesetzt. . «nt« ««ranne. »arbbSvdar mag Leop. Kurzer, Wien, U, Westbahustraße 28. Telephon 31587. * wtßmrntmmmmmmmmtm trz _Avieuer Morgenzeitung Die Ernährung. Der Marktbericht. Die G r ü n w a r e n m ä r k t e erhielten gestern der Hauptsache'nach nur Erzeugnisse der Wiener Gärtner, trotzdem waren die Märkte mit.Kohl, Kohlrüben und Kochsalat Überreichlich beschickt. Bloß Häuptelsalat war in den letzten nur selten zu schep. was aber nur darauf zur ückzuii'chren Nt. daN dte erste Ernte an Grnndmlat vorüber »st nnd es wieder einige Tage dauert, bis der ttächste Salat anspeuommen wird, ^llk übngen Gemüscartcn waren m so großen Mengen vertreten, daß wgar em lucht unbeträchtlicher Teil unverkauft blieb und die Händler gegen Marktschluß unter den festgesetzten Höchstpreisen verkauften. Die O b st z n f u h r c n wollen nicht in Gang kommen. Das Angebot des N a f dj nt a r k t e S bestand gestern nur aus etwas über tanseno Kilogramm ungarischer Kirschen. Ananäserhderten waren gestern nirgends zu sehen und es verlautete m Händlerkretsen, daß wrr heuer aus Ungarn keine Erdbeeren mehr erhalten wtrden, da es einer W i e n e r Fi r nt ct.,_ die sich mit MarntelädeerZeummg befaßt, gelungen sei, sich un Einvernehmen mit der Mgärischen Räteregienmg b t e ganzeErn t e,n n A-n a n a s e r h b e t x e n zu sichern, Die ungarischen Händler, die sich seit Jahren mit diesem ErzruMtsbesaßen, sollen von -er ungarischen Räteregierung gezwungen werden, die Ware selbst, über die Grenze nach De utschö st erreich zu bringen und sie an.die Vertreter der Wiener Firma unter Aufsicht von Organen der ungarischen Regierung zu übergeben. Die derzeitigen Verhältnisse in Ungant bringen es überhaupt nnt sich, daß dir Großteil der ungarischen Obsternte nicht auf die Wiener Märkte kommen wird. Die F i i ch in ärkte erhielten gestern nach langer Pause wieder einmal frische Seefische und zwar ganz kleine Mengen frische Schellfische, die zum Preise von K 7.— für das Kilogramm reißenden Absatz sandelt. Das Angebot der G r o ß m « v! t fj.ci 11 c (bestand aus 200 Kilogramm Mischwurst und 25 Kilogramm Weichwürstcn. ' Ans einzelnen Märkten waren Eier in ganz ungenügender Menge erhältlich. Erhöhung des Preises für Himbeersaft. Wegen eingetrrtener Erhöhung der Jndustnezucket preise mußten auch die Preise für Himbcersast neu geregelt werden. Jrn Kleinhandel wird sich hiernach 1 Kilograrnm Himbeersaft Um K 2.8 J verteuern nnd somit auf X 11.30 zu stehen kommen. Abbau der Erzeugung, von Kriegskafsee. Das Staatsakt! für Bolksernährung hat angeordnet, daß die Herstellung der Krtegskaffeemischnng (Kricgskaffce) allmählich eingestellt werde. Kartoffelabgabe. Donnerstag, Freitag und Samstag Werder', im X., XI., XVI. und XVII. Bezirk Kartoffeln, und zwar 1 Kilogramm pro Kopf gegen Abtrennung des Abschnittes T der Kartoffelkarte abgegeben. __ Bühne und Kunst. „Musikschutz." In ihrer letzten Generalversammlung hat die Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musitverleger eine großzügige Aktion beschloffeu, welche nicht nur den ideellen und materiellen Zwecken der Antorengcsellschaft, sondern auch den Wohlfahrtzweckrn der ausübendes Musiker diknen soll, ohne daß die Konzerlveranstalter dadurch belastet werde».' Antorengesellschaft und Musikerverband haben sich zu.einer gemeinsamen Aktion im Jntereffe sowohl dieser be-den Körperschasken, als auch derKouzertveranstalter vereinigt. Das System der Emhebung der KonzertaufführungShonorare soll auf eure neue Grundlage gestellt werden. Die Anfführungsgebühren werden künftighin nicht, wie bisher, von den Konzertveranstaltern, sondern von dm Besuchern der Konzerte bezahlt werden, nnd zwar durch Entrichtmig einer kleinen. Gebühr von 10, in Luxusbetrieben von 20 Hellern vro Person. Das Erträgnis wird zum kleineren Teil als Aufführungsgebühr für die zur Aufführung gelangenden Werke, zum aroßtm Ten aber zum Ausbau der Wohlfahrtemrichtungen der Autorengesellfchaft und der bei den Konzerten mitwirkenden Musiker verwendet werden. Der Musikervrrbaud wird ein großes Wohlfahrtinsiitut nicht nur für feilte eigenen Mitglieder, sondern auch für alle dem Verbände angcschlosscuen Musikerverciuigungen tmd den österreichischen Kapellmeisterverein errichten. Das unternehmen wird unter dem Titel „M u s i k s ch u tz" am 15. September 1919 in Wirksamkeit treten. Aus den Theatern. Im Burgtheatcr gelangen heute Donnerstag, 7 Uhr abends, Strindbergs „Das Band", Trauerspiel in einem Mt, und ,Vorm Tode", Trauerspiel in nenn Szenen, zur ersten Wiederholung. Im S ch o n b r u n n e r S ch l o ß t h e a t c r wird beute Donnerstag 1/s7 ühr abends das dreiaktige Lustspiel „Logik dch Herzens" von Franz^A l e i gum ersten m a l aufgcfiihrt. Besetzung: v. Fenis — Arndt; Liselotte — Mayen; Sibylle Seidler; v. Türhcint — Sichert; Ulrich — Thiintg: v. vaugwitz — Schott; Thekla —Gloffh; Oelmhausen — E. Reimers; Weinlein — Moser; Rosine — Kutschern; Andreas — Heller. Die Spielleitung führt Herr Heme. Bühnenbilder von Karl Alexander Witte. Im D e u t s ch e.u V o l k s t h e a t e r ist HafcucleverS ,.A n t i g o »e" in dieser Spielzeit nur mehr für Freitag den 27., Sonntag d en 29. und Montag den 30. d. M. an gesetzt. Im W i e n e r K o m ö d i e n h a u S veranstaltet Sonntag den 29. d. M., 8 Uhr nachmittags, der jüdische Kultiirverband „I a b n e" eine Sondervorstellung. Zi»r Aufführung gelangen ..D ü e S ch w e st e r n" von P e r e z ■ und ...D a s G r l v b n t S" von H i r s ch b e i n. P i w L fj 6 rüdischcs Arbeiterdramt ,.E t.s \ t Schefte V geht Sonntag -dm 29. d. M.. 7 Uhr abends, in dieser Svielzeit zultt letzten Male m der Originalbcsrtznng m Szene. Montag den 30. d. M., 7 Uhr abends, aelangt anläßlich des Todestages Theodor Herzls dessen Werk „Das neue Ghetto" zur Aufführung. Der Abend wird von der „Arche" veranstaltet. Int Earl-Theater gelangt kommenden Sonntag nachmittags als Festvorstellung zum hundertsten Geburtstag IacancS O f f e n v a ch s die §)verrtte „Die schöne Helena" nrit Dora K e p l i n g e r in der Titelrolle und Karl B l a s c l al§ König MmelauL zur Ausführung. Zu Gunsten der Hinterbliebenen nach den Pogromopfern veranstaltet die jüdisch-akademische Verbindung „I o r d a n i am SamStag den 28. d. M. im D e u t s ch e n D o l k S t h e a t e r. eine ÄuffÜhiung von .Nathansons Schauspiel „Hinter Mauern". In den Hauptrollen wirken mit: Erika Wagner, Danegger, Homma. Klitsch und O n n o. Karte« sind za haben an der Kaffe des Deutschen VolkstheaterS, im TqfS Industrie.!X., Porzellangaffe, und im BnoandShÄm,!X.. Alserstraße 28. 26. Juni 1919 Nr. 157 Sport. Napid-Iubiläumsmoche. Dritter Tag. Die Veranstaltungen des Dienstag hatten sehr, unter der Ungunst des Wetters zu leiden. Zuerst fanden dre Vorrunden der Schüler- und Jungmannschafts-Pokalspiele statt, bei welchen nur die Junioren de§ Wiener Sportklubs bessere Leistungen zrtgteu. . Recht anregend verlief das Wettspiel Liavid - „A l 1 e r- 1 n m" gegen Rapid - „M i t t e l a,l t e r". Man hatte dabei Gelegenheit nach jahrelanger Pause wieder jene Spieler auf dem grünen Raien zu begrüßen, die vor mehr als eineinhalb Jahrzehnten dem Vereine die Erstklassigkeit erkämpft haben. Auch m der gegnerischen Mannschaft waren durchwegs Spieler tätig, du sich schon lange vom aktiven Sport zurückgezogen baben. „Altertum siegte nach schönem Spiele 2 :1, wöbet sich in den Rethen der Sieger insbesondere der Tormann Kaltenbrunner nnd der Mittelstürmer Kahn auszeichneten. , Ein Onerfeldein-Nadrennen, dessen Start nnd Ztcl sich auf dem Sportplatz befand, vereinigte sieben Fahrer. Sieger blieb Glröhrcr (Wiedner Nadler), der beim Einlauf die auf dem Platze angebrachten Hinderrnffe in elegantem Stile nahm. 5. Tag. F. C. Bayern, München—Rapid. Der heutige Tag steht wieder im Zeichen eines internationalen Treffens. Der F. E. Bayern, der in der Münchener Meisterschaft an der Spitze sieht., tritt Rapid gegenüber. Drc Münchener betreiben entschtcdcn besseren Fußball als die Bereiter, w daß man bestimmt mit einem interessanten Verlauf des Wettspieles ■ rechnen darf, obwohl an einen Sieg Rapids kaum zu .Weiseln ist. _ Stand der Meisterschaft der II. ^Klasse. S Z s Treffer ts Vere i n £5 ’S. Ä d ’S Vj 8 cs jf £ Rang G G Ö. Gfi er* Vienna . . . 14 2 74 16 28 I. Admira .'. . . . . .'.16 12 1 3 49 27 25 11. Donaustadt. . .15 10 1 4 43 28 21 Ul. Hakoah ... Nußdorf . . . ..... 16 9 6 3 2 4 8 32 30 24 41 21 14 IV. V. Slovan . . . .16 n O 9 43 42 12 V l. Vü. Rot Stern . . 3 1 11 22 35 7 Ober-St. Veit .16 3 1 12 22 63 7 V All. Sturm 1907 . 3 1 12 12 56 7 IX. Leichtathletisches Meeting in Graz. Der Grazer A. C. veranstaltete am Sonntag leichtathletische Wettbewerbe, an welchen auch die Mitglieder der Grazer Hakoah mit Erfolg tctlnahmeu. Die Ergebnisse des glänzend besuchten Meetings waren: 100-Meter-Lauf 'für Junioren: Lorenz (G. A. K. 12‘3) 1. — Diskuswerfen: Eugen (G. A.K. 81'72 Meter) 1. - 15-Meter- Lauf: Friede (G. A. K. 4:19'3) I. - Hochspruna: Doppcr lG. Ä. K. 1*73 Meter) 1, Rosenthal (Hakoah 153 Meters 2. — Kugelstoßen: Barta. (Herkules 11'12 Meter) 1. - Stasttte 4X100 Meter: G. A. K. (51'8 Sek.) 1. Hakoah (51'3 SM 2. Grazer Sp.-Cl. 8. — Speerwerfen: Anselm (G. A. K. 85'1 Meter) 1. — Weitsprung : Lorenz (G.A.K.5'41 Meter) l. — 400-Afieter-Lauf: Revay (Hakoah 59'3 Sek.) 1. Gerstenbrand (G. A. K. 62 Sek.) 2, Schulen (Gabelsberg) 3.. Anita». Heute Donnerstag ab 5 Uhr Training ans dem Der Volkswirt. Zur Vermögensabgabe. Von Heinrich Färber. Das eine Ziel der Vermögensabgabe sott die Besserung der Valuta durch Verminderurlg der Quantität sein. In Nr. 146 dieses Blattes (15. d. M.) wurde die Hinfälligkeit dieser Theorie erörtert. Das andere Ziel der Vermögensabgabe ist, wie man sagt, Entschuldung des Staates..Da drängt sich mir die Vorstellung eines Kaufntannes, Fabrikanten oder Landwirtes auf, der seinen zwei Söhnen, einem Gelehrten nnd einem Praktiker, eine verschuldete Wirtschaft hinterließ." Der gekehrte. Erbe^ denkt primär an die Tilgung, der SchuLen, er . schlägt daher vor: Veräußerung des Inventars, der Maschinen, beziehungsweise des lunäus instruetus oder gar des Grundes. Der Praktiker hingegen wirft zunächst die Frage auf, ob die Schulden gerade jetzt, in diesem Augenblick, getilgt werden müssen: wenn aber nicht, meint er, so hätten wir zunächst darauf Bedacht zu nehmen, die Ausgaben' zu v-rmindern, die Wirtschaft produktiv zu Gestalten und Ersparnisse zu machen, die dann zur Tilgung der Schulden zu verwenden wären. Auch unsere Finanzpolitik scheiilt nichts besseres zu wissen, als an dem Inventar.Raubbau zu treiben. Das ist die eine Frage. Eilte zweite) die aitftaucht, ist die, lvas und wein wir schuldig siitd. Mait spricht von der Entschuldung in einer Weise, als ob sie vollkommen bestimmt wäre, in Wirklichkeit ist sie es aber nicht. Das Bestimmte, das mait sich dabei Hwwnii.iitmv nm r ttt iniiimnnfirtnumnr v »i n»m >ii unwinrrruMKU» Suben und IÄbiRNSKl RekLamierL euer Wahlrecht Zum Jüdischen RationaLraL für Deutschösterreich! Wahlberechtigt ist Zeder Jude ohne Unterschied des Geschlechtes, der sich zur jüdischen Nation bekennt und das 20. Lebensjahr überschritten hat. / Anmeldung zur Eintragung in die Wählerliste im Bureau des Nationalrates: Wien, II., Taborstr. 20 a

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