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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-26 · Heft 157 (26.6.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 157 (26.6.1919)
Date
1919-06-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 157 Wien, Donnerstag Die legislative Formulierung der Minderheitsrechte in Tschechien. ' Prag, 25. Juni. (Tel. der „Wiener Morgen» zettung".) Unter dem Titel „Nene Probleme" erstattet ver Pariser Berichterstatter der „Narodni Lisch", Mecir, einen Bericht.über die zukünftige .Stellung der Deut- Id) eit in, der tschecho-sloluakischen Republik. Es heißt darin, daß bei der Regelung der nationalen Stellung )cr Deutschen in der Tschecho-Sliowakei die Souverämtät der Republik nicht berührt werden dürfe. Die größte B.eschränkungder So uv e r ä n it ä t wäre »in einfaches Diktat, mit welchem einseitig unserer Republik ein MinderheitDgesetz, sei es von der Liga der Nationen oder sogar von den Verbündeten und den Feinden diktiert, würde. Aus dem Texte der bezüglichen Bestimmungen ergibt, sich jedoch, daß niemand in etwas Derartiges denkt. Andererseits dürfen wir nicht vergessen, baß es in unseren: Interesse liegt, wenn unsere Minderheitskämpfe von einem breiteren, gewissermaßen internationalen Forum sanktioniert werden. Verpflichtungen müssen wir übernehmen. Die Erlassung eines Minderheitsgesetzes unter internationaler Kontrolle wird für uns vorteilhaft sein. Es handelt sich also nur um die Form und diese kann, keine andere als die eines internationalen Vertrages sein. Diestw Vertrag wird mit den verbündeten und assoziierten Mächten, geschlossen werden. Sobald dieses von der tschecho-slowakischen Republik zu erlassende Gesetz ein integrierender Bestandteil des Vertrages wird, darf kein Teil dieses Vertrages, also auch nicht dieses Gesetz, ohne Zustimmung aller Vertragsparteien geändert werden. In dieser Richtung wäre für unsere Minderheiten die idealste Garantie 'gegeben.!-•*’*; Die tschechische Regierungskrise. Stivin Gesandter in Wjen? ' « Prag» 25. Jimi. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die Regierungskrise scheint sich nur noch um das . Frnanztu t n t ft c t: u m zu drehen. Die Nationaldemokraten wollen Dr. Naschin halten, aus den anderen Parteien kommen Dr. Fiedler und M o d r a c e k in Betracht. Fest steht, k>aß T n s a r nicht mehr nach Wien zurückkehrt,. sondern hier Munster wird. An seine Stelle soll der Chefredakteur des „Pravo liöu" St: vin treten. Die Korruption in der Tscheche-Slowakei. Prag, 25. Juni. (Tel. der,Wr. Morgenzta.") „N a r o d n i Listy" klagt über die e r s ch r e ck e n d e K o r r u p t i o n in der tschecho-jlowakischen Republik, von welcher der ganze nationale Körver ergri ffen sei. Das.Bewußtsein, daß in gewissenloser Weise gestohlen und gewuchert wird, bildet die Grundlage jener Strömung in den breiten Volksschichten, die in den Prager Straßen demonstrreren und nach Abhilfe rufen. Das ganze öffentlicheL eben ist vonLüge. erfüll t. Dian müßte einige abschreckende Hinrichtungen vollziehen, damit die.Furcht wenigstens einigermaßen den Ansturm des W u rh e r s hintanhält. Pichön über Frankreichs Orientpolitik. Paris, 25. Juni. (Korr.-Bm.) Im Laufe der Dienstag in der Kammer über die provisorischen Kredite abgeführten Debatte hat Minister des Aeußern P i ch o n über die Rechte Frankreichs im Orient folgendes erklärt: Die Kammer weiß, daß Frankreich ein bedeutendes Interesse daran hat, seine Rechte in Syrien zu schützen. Im Jahre 1916 wurde mit Großbritannien ein Uebereinkommen über die Mittel zur Wahrung unserer Rechte in diesem Teile des Orients getroffen. Bei dieser Frage handelt es.sich nicht um den Frieden mit Deutschland, sondern um den Frieden mit der Türkei. Die diesbezüglichen Verhandlungen sind derzeit im Gange und ich kann in diesem Augenblick die .von mir verlangten Aufklärungen nicht geben. Die Regierung hat alles Mögliche getan, um die Rechte und Interessen Frankreichs. auf das tatkräftigste zu verteidigen. Der Kampf mit den Monitoren in Budapest. Budapest, 25. Juni. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Die M o n i t o r e, die gestern Schüsse auf das Sowiethaus abgegeben haben, kreuzten heute vormittags außerhalb der Nordgrenze von Buda pest. Gegen 742 Uhr vormittags dampften zwei Schiffe und ein Patrouillenboot stromabwärts durch die Hauptstadt. Von beiden Donauufern aus wurde Gewehr- und Maschinengewehrs euer gegen die Fahrzeuge eröffnet, welche mit Mitra ill eüsen erwiderten. Das Korpskommando hat Verfügungen ge troffen, damtt die Schiffe so rasch als mögM unschädlich gemacht werden. 'V'*v Der bolschewikische Aufmarsch. Stockholm, 24.Iuni. (Tel. der „Wr.Morgenztg/) Die russische Sowietregierung ist bestrebt, alle ihr zur Verfügung stehenden militärischen Kräfte zusammenzufassen, um sie an die Süd-Westfront gegen die ehemalige österreichisch-ungarische Grenze hinzu dirigieren. Dies hat den Zweck, die Vereinigung der russischen Roten Armee mit der ungarischen so rasch wie möglich durchzufiihren, da man in Moskau vollkommen davon überzeugt ist, daß die ungarische S o w i e t r e p u b l i k dem zu erwartenden konzentrischen Angriff der Ententetruppen allein nicht stand halten wird können. Der Zusammenbruch der ungarischen Räteregierung würde auch den Zu sammmbtuch der slowakischen bewirken, was für die Sache des Kommunismus von größtem Nachteil wäre, da dadurch der letzte feste Punkt im Westen verloren gehen.würde.. Wiener Morgenzeitung 26. Juni 1919 Tagesbericht. -«MW Sette 8 Christlichfoziale Moral. * Die „Wiener Stimmen" erfrechen sich, folgende Mären anfzutischen: Ein jüdischer Brannttveinschänker!>es 10. Bezirkes, der das Verbrechen beging, seine Schänke früher zu öffnen, als es erlaubt ist, soll int magistratischen Bezirksamt, als -ihn der Beamte zu einer Geldstrafe von 1000 Krone:r.verurteilte, dem Magistratsbeamten zu Füßen gefallen sein, ihn umklammert und-ihn angefleht haben- „Herr D'.o ktor, fünf schöne Töchter Hub ich Hu Hause, ich' führ sie zu Ihnen, wenn Sie wollen . . Ein anderer Jude des nämlichen Bezirkes hat angeblich dein Magistratsbeamten gegenüber erklärt: „EL k an n Ihnen doch ganz egal sein, ob ich mit alten Hosen handle oder mit jungen Mädchen." Bemerkt wird, daß dieser Mann die Berechtigung zum Handel mit Alteisen hat und beschuldigt wurde, den Betrieb in: Umfange einer allgemeinen Trödlerkonzession geführt zu haben. Von einem dritten Jrlden wird berichtet, er habe sich im Magistrat also 'geäußert: ßer mir mein .Geld nimmt,, nimmt mir die Ehre." Dieser» Unflat wird /ohne Angabe bestimmter Daten in dem gut christlichen Organezur Vergiftung und Verhetzung der Bevölkerung aufgetischt. Weder der Beamte wird genannt, rwch auch die Namen der betreffenden Parteien werden angeführt, welchen die Ehrabschneider derartige Aenßerungen andichten. Wir zeihen die „Wiener Stirnmen" der gemeinen Lüge, so lange das magistratische Bezirksamt des 10. Bezirkes nicht die Wahrheit dieser Angaben, erweist. Der Artikel ist mit „Tarnopoler Moral" überschrieben. Die Verbreitung solcher infamer, ein ganzes Volk besudelnder Märchen, ist christlichsoziale Moral. ■ ', Ein ertappter Giftmischer? ■ Am 18. d. M. wurde in einer Apotheke in der Brngit-, tenan ein Mann angehalten, der mit gefälschten Rezepten Saccharin und dann auch Gifte, wie Morphium und Opium sich zu verschaffen suchte. Der Mann wurde dem Sicherheitsbureau übergeben. Man fand bei ihm Lebensmittelkarten, verschiedeneWressen, dann aber auch Betäubungsmittel, eine Anzahl gebrauchter Fahrkarten, einen Kupeeschlüssel und eine .Eisenbahnlegitimation. Es wurde festgestellt, daß sich der Verdächtige schon in einigen Apotheken Wiens mit den gefälschten Rezepten die betäubenden Gifte zu verschaffen gewußt hat. Er wurde als jder 40jährige Lokomotivheizer "Wolf Bernhardt erkannt. Bernhardt Hai schon 20 Jahre seines Lebens in Kerkerhaft verbracht. Erst im vorigen Jahre ist er nach Verbüßung einer sechsjährigen schweren Kerkerstrase in Freiheit gesetzt worden. Vor mehreren Jahren hat er in den Vorzimmern hiesiger Aerzte zahlreiche Rockdiebstühle verübt. Er behauptet, sich' lediglich mit den: S ch l e i ch h a« bei befaßt und fortgebracht zu haben; es besteht aber der begründete Verdacht, daß er die auf die geschilderte Art bezogenen Gifte, zumal bei seinen Eisenbahnfahrten, als Betäubungsmittel benützt hat. Diesbezüglich sind die Erhebungen im Zuge. Vorläufig fallen dem Bernhardt außer der Fälschung der Rezepte auf den Namen eines bekannten Arztes Im 'ersten Bezirk Betrug durch Falschmeldung und durch den Bezug der Lebens mitten arten, zur. Last.. Bexnhaxdt wurde dem Landesgerichte eingeliefert.. ,. -■ -Hi/; Gegen die Eigenmächtigkeiten der Volkswehr. Das StaatSamt für Heerwesm teilt mit: Es ist in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß Militär- oder Zivilpersonen den Wagen einer in Dienst befindlichen B a h n p o ft bcfitepett haben, um ihn eigenmächtig oder angeblich : nt Aufträge v o n A r b e i t e r- und Soldatenräten nach für den Schleichhandel bestimmten Lebensmitteln zu durchsuchen. Ein solcher Vorgang ist unzulässig und ungesetzlich. Abgesehen von Finanzorganen und Kontrollorganen der Bahnverwaltungen haben im Bahnvoftdienft nicht verwendete Personen ohne besondere ausdrückliche Erlaubnis der Postdirektion unter keinen Umständen, auch nicht unter Begleitung eines Postorgans. das um Intervention angegangen wurde, das Recht, einen Bahnpostwagen zu betreten. Das Staatsamt für Heerwesen hat vollkommen klare Bestimmungen erlassen und befiehlt neuerdings die strikteste Einhaltung dieses Besehles an. Es haben daher in Hinkunft alle Vifitierungen der Bahnpostsendungen seitens der Volkswehr zu unterbleiben. Protestkundgebung gegen die Pogrome Sonntag den 29. Juni, 10 Ahr vorm.» findet in den Konzerthaussälen eine große Protestkundgebung der jüdischen Studentenschaft und der jüdischen Bevölkerung gegen die Pogrome statt. / Es werden Redner aller Richtungen sprechen, unter anderem Oberrabbiner Dr. C h a j e s, Professor Alexander M a r m o r e k, Ingenieur Stricker. / In dieser Versammlung wird die Studentenschaft an die Kulturmenschheit den feierlichen Protest gegen die Gewalttaten der Soldateska und des Mobs in Polen und der Ukraine erheben. Kein Jude fehle! Nach der Versammlung wird ein Memorandum an die Ententekommisfiontn überreicht werden Eing^sefldet. Irma Fiedler < Pinkas Beller Kolbuszowa, derzeit •lobte. '; . Siwan 5679. W .1331 e r 2t. 1334 Ä- Die Schulferien. / Nach den vom Staatsamt für Unterricht angeordneteN Dispositionen findet der Schulschluß an den Volks- und Bürgerchulen Wiens in diesem Schuljahre am Dienstag" den 15. Juli' iätt. Die Schulferien wähxen demnach wieder wie in dm früheren! Friedensjahren bis 15. September. j Gleichzeitig wurde der Schluß des Schuljahres an . den« Mittelschulen, einschließlich der Mädchenlhzeen, ferner an.deirj- Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalten, an den kommerziellem Schulen auf den 15. Juli festgesetzt, doch, entfällt an diesen! Schnlen der Unterricht schon in den letzten zehn Tagen. , :**" ‘ FUvHiQwu/ «vCiiijv firn lv^i Ovu öv** )igt, daß eine.Beüäygerung de. ' * Dl: Ausgabe der neuen HauSlistcN mrd Lebensmittels karten. Die nächste Hauslistenabgabe findet am Samstag bcir 28. d. M. statt. Auf Grund dieser Hauslisten werden Samstag derr 6. Juli die Meh lpez u gs ka rten, .Störbrotmehlbezugskarteir und Brotbezugskarterr für die .222. bis 2jLi\ Woche, die Fettkarten. für die 147. biZ 166. Wpche^ die. Kartoffelkarten für die 92. bis 141.'Woche/ die M i l ch k a r t e n für Kinder bis zu zwei Jahren für dis 125. bis 134. Woche, die Milchkarten für Kinder /vouj. '<2 bis 6 Jahren und für Kinder von 6 bis 14 Jahren für.die 125. bis 144. Woche und die- Seifen kartest "lür^/diL Monate August bis einschließlich Novemberdieses'JahresjauSgegeben. Da die ordnungsmäßige Kartenausgabe von der rechtzeitigen Ueberreichung der Hauslisten abhängt, ist det Hierfür angesetzte Termin genau einzuhalten. * j * Beilegung der Resistenz bei de« liguidierenden nülii tärischen Stellen. Die internationale Liquidierungskommission hat in ihrer gestrigen Sitzung eine Erledigung der Forderungen der Organe der liquidierenden militärischen Stelle^' beschlossen, wodurch an der Hand der vom Leiter des - liquid - bierenbeit: Kriegsministerinms, Minister a. d. H o,m.a n nj: mit dem Aktionskomitee angebahnten Ausgleichsvorschlägest der größte Teil der gestellten Forderun.gen .zur Erfüllung gelänge Unter dem Eindrücke dieses weitgehenden Entgegenkommens. hat di enoch' am selben Tage stattgefnndene Versammlung^ der liquidierenden Organe den Beschluß der gänzliche« Einstellung der Nesistenzbewegung gefaßt.', * Ein Konflikt zwischen Bediensteten und Beamte« dev Sndbahn. Zwischen den Bediensteten und der Beamtem schüft der Wiener-Neustädter Südbahnstation ist ein Konflikt ausgebrochen, der ernste F o r m c it anzuneh m e n droht. Die Bediensteten des HauptbahnhofeS erklärten nämlich/ - mit mehreren der Station zngeteilten Beamten nicht arbeiten zu wollen, weil jene Beamten im D e u t s ch ö ft e r r e i ch i s ch c * Eisenbahn beamtenverein, einer nationale« Organisation, organifiert sind. Der Leitung, der Eisenbahnergewerkschast ist es bis jetzt nicht gelungen^ die Bediensteten zu<: Umkehr zu bewegen. Wie nun verlautet, steht eine Inter/ v e n t i o n d e s P r ä s i d e n t e n , S e i tz in diesex Am gelegenheit bevor, weil man die durch diesen Konflikt möglicherweise eintretenden nachteiligen Folgen für den Betrieb unbedirtgl vermeiden will. . \ * Bad Pistqan für Ausländer gesperrt. Dat Tschech.o-slowakische Preßbureau meldet: Aus militärischen Gründen kann der Kurgebranch im Bade P i st y a n Ausländern nicht bewilligt werden. Die Fremden, welche sich jetzt dort befinden, werden davon verständigt, Stzis^n nA^znlässig ist. Bereinsnachrichten. d'% \ -K P Akad. Verein jüdischer Medizin e « Im Nahmen der Vereinsabende findet Donnerstag den 26. d.M/ ein Vortrag des Herrn Dr. Max Jerusalem über daZ Thema:„Arzt und Patient" statt. Ort: Berhandsheuj der „Judäa", IX., Alserstraße 28/12. Zeit: 7*8 Uhr abends, Gäste willkommen! — Zionistische Mädchen-: Vereinigung ort«h", II., Obere Donaustraße 9ll Jugendheim. Heute, präzise 6, Uhr abends, findet der Bortras von Frau L i ch t e n st e i u (Haifa) über „V o.rbereitung der Mädchen für Pal ästina" stattz Gäste herzlich willkommen. — Vortragszyklus S. I I m b e r. Die Vereine Jüd. Verein „Nord-Ost" und Akatz Verein „Jüdische Kultur" veranstalten einen Vortrags z y k l u s des bekannten jüdischen Dichters, S. I. I m b e über jüdische Literatur. Samstag den 12 Juli findet im Saal! des dtiederösterreichischen Gewerbevereines. I., Eschenbachgasse Ist der 1. Vortrag über „Das nationale Moment in der moderne» jüdischen Poesie" statt. Beginn 7 Uhr abends. Karten fiüd zk haben bei Löwit, Buchhandlung, I., Notenturmstraße 22 und il den Vereinslokalen, U., Taborstraße 21 a und I., Börseplatz 7. Wirtschaftsverband h e i m g e k e h r t e r i ii bi galiz. Maturanten. Freitag den 27. d. M. um 7-1 Uht. nachmittags ’ findet int Sitzungssaale des jüdischen Hochschust ausschüsses, IX.. Alserstraße 28, eine Vollversammlung des Beri bandes statt. Sämtliche Mitglieder der früheren Organnatio», ukrainischer Militärnnttelschüler ohne Rücksicht auf ihre Unten stütznngsbedürftigkett werden ankgefordert vollzählig zu erscheinen, -j H e i r a t s st i f t u n g. Alter jüdischer Sitte mtsprechendi sammelt der Vorstand des Leovoldstädter Tempelvereinei „A e s ch e l - A w r o h o m", II., Pazmanitengasse 6, anläßliä der im Tempel stattfindenden Trauungen fteiwilllge Gaben sm einen H eiratsausstattu ngsfonds. Munmehr ge/ langt im heurigen Jahre zum ersten Male ein Betrag voi 500 Kronen an ein armes, braves, jüdisches Mädchen, dai sich im Brautstande befindet, zur Verleihung. Gleichzeitig wird laut Kundmachung, die Trammg in bicfcut Tempel tu solenn« Weise unentgeltlich vollzogen. — K n l t u r v e r'b'a n „I a b n e". „R e d e- und 8 e s e h a l l e". IX., Türke» straße 9. Donnerstag den 26. d. M., 6 Ubr abends, Doktm A. K a m i n k a: Kurs über die späteren Propheten (Jesaiasl Sonntag den 29. d. M., 10 Uhr vormittags, Dr. N. G o l q st e i n: Seminar fite jüdisches Recht (Eherecht: Inpsäimevtuü impotentias und i. ligaminis.) — Jüdis ch es ozialistisch! Arbeiterpartei „Poale - Z i ö n". B s zirks gruppe Innere Stadt. -Heul. Donnerstag. 7 Uhr abends, findet im Caf6 Adler ein Porträt des Genossen Michael K o h n - E b e r „liebet: die letztet politischen Ereignisse" statt. Gäste willkommeu. — A u s b i l d u n g in der M a l a r i a b e k ä m p f u n g. Aerzk und Aerztinnen, die eine Ausbildung in der Malariabekämvfuuj anstreben, werden aufgesordert, ehebaldigst im Verbände „Aerzto gruppe des Palästinaamtes", Wien, II., Zirkusgafse 38, 'bew Sekretär des Verbandes H. Dr. L a u t e r st c i n täfltid zwischen bis 7°4 Uhr nachmittags, mit Ausnahme voj Sonn- und Samstagen, vorzusprechen. — P a l ä st i n a oben d. Der für den 26. d. Dk. im mittleren Konzerthanssaaj angesagte Palästinaabend mit Lichtbildern mußte ans technischet Gründen verschoben,werden. Das Datum der Beranstaltmrg wirs ln der „Wr. Morgenzeitnng" bckanntgegeben werden. Die Kartet behalten ihre Gültigkeit.

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