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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-26 · Heft 157 (26.6.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 157 (26.6.1919)
Date
1919-06-26
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 157 Wien, Donnerstag denken kann, ist bloß dies, daß der Staat etwas schuldig sei. Was er schuldig ist, ist völlig ungewiß, und wem er schuldet, ist eine Frage, die erst erörtert werden muß. Bor allem wäre zu bestimmen, vb man die ausländischen oder die inländischen Gläubiger im Auge hat. Ich glaube der Zustimmung des Staatsamtes der Finanzen für die Annahme sicher zu sein, baß man nicht die Bezahlung ausländischer Gläubiger mit der Vermögensabgabe plant. Es erübrigt sich daher, zu beweisen, daß die Jermögensadgabe für diesen Zweck ein Fehler wäre. ES sind demnach inländische Gläubiger, die bezahlt werden sollen. Daß die Kriegs anleihebesitzer darunter zu verstehen sind, muß wohl nicht erst gesagt werden, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von „verstehen" und „Verstand" reden kann. Der Staat hat nämlich zweierlei inländische Gläubiger: solche, denen er kurze Schuldscheine (Papiergeld), und solche, denen er lange (Kriegsanleihe) gab. Die ersteren betrachtet er aber wohl deshalb nicht als Gläubiger, weil er sie auf keine andere Weise befriedigen kann, als dadurch, daß er ihnen etwas wegnimmt (Verbesserung Her Qualität, durch Verminderung der Quantität); die Letzteren aber — womit kann er diese befriedigen? Dadurch, daß er ihnen gibt, was er den ersteren wegtzenommen hat. Also ist es auch mit der Verminderung der Quantität des Notenumlaufes nicht ernst gemeint. / Schon sind wir in einem Zirkel (Verminderung ttnd wieder Nichtverminderung der Quantität des Notenumlaufes) und verwickeln uns immer mehr, je mehr Wir die allgemeinen Redensarten auf ihren konkreten Inhalt prüfen. Verbesserung der Valuta und Entschuldung sind überhaupt Gegensätze; denn ersteres vergrößert -die Schuld statt sie zu verringern. Verminderung der Quantität der Wechsel schiebt die Schuld!lm einige Grade zurück; Verbesserung der Qualität chiebt sie um einige Grade vor. Vereinigt man nun beides in ein System, so ist das eine Gedankenlosigkeit oder Unaufrichtigkeit. Mau kann Entschuldung durch Verminderung sowohl der Quantität als auch der Qualität der Wechsel bewirken oder durch beides zugleich; äricht aber durch Verbesserung ihrer Qualität. Bedeutet Verminderung der Qualität Entschuldung, so bedeutet Verbesserung der Qualität das Gegenteil von Entschuldung. Wenn man demnach sagt, die Vermögensabgabe bezivecke Verbesserung der Valuta und Entschuldung, so sind das zwei Zwecke, die einander nicht ergänzen, sondern ausschließen, j Was sieht man jetzt? Man hstt zwei Phrasen, die das Volk, ohne zu wissen warum, gerne hört, dazu benützt, aus der Vermögensabgabe den Adler des Ju- -piter zu machen. („Spanische Rhapsodie" aus dem ^,Criticon de Baltazar.Gracian" .verdient, da sie unsere öffentliche Meinung treffend charakterisiert, nachgelesen zu werden in Schopenhauers Vorrede zur ersten Auflage seiner akademischen Preisschriften über die beiden Grundproblems der Ethik.) Zweifellos Haben wir es mit einer seltsamen Mystifikation zu tun, die man bewundern muß, erstens wegen ihrer Plumpheit und zweitens wegen der großen Zahl der Hineingefallenen. Sehr wenige wissen, warum sie die Vermögensabgabe und was sie mit ihr wollen; ihnen steht die große Masse der Getäuschten gegenüber. Die Täuschung wird in der Weise hervorgerufen, daß mau dem Papiergeldbesitzer — und wer ist heute nicht mehr oder weniger Papiergeldbesitzer — vor Augen führt, daß er bei besserer Kaufkraft des Geldes mehr Brot, mehr Bedarfsartikel kaufen könnte; man zeigt ihm aber nicht die andere Seite der Verbesserung der Kaufkraft des Geldes, nämlich die, daß er dann um so viel weniger Papiergeld für seine Arbeit und seine Arbeitsprodukte bekäme. Dann wird die Täuschung noch kompliziert dadurch, daß man die Verbesserung der Valuta mit einer Vermögensabgabe in Zusammenhang bringt. Da denkt der Besitzlose, das müsse doch eine gute Sache für ihn sein; denn nimmt der Staat dem Besitzenden das Vermögen weg, so müsse das der Allgemeinheit, folglich auch ihm, dem Besitzlosen, zugute kommen. Da beginnen schon — wie man sieht — die Gedanken undeutlich zu werden: Der Staat, die Allgemeinheit, er, der Besitzlose; der Weg, auf dem der Besitz vom Besitzenden zum Besitzlosen durch Vermittlung des Staates kommen soll. Insbesondere sieht man nicht, daß der Staat dem Papierkapitalisten keinen Gegenstand von innerem Wert, sondern wertloses Papier wegnimmt, und wie das dem Besitzlosen zugute kommen kann. Noch weit unklarer ist die Sache für den produktiven Besitzer. So nenne ich den Gewerbetreibenden, der Arbeitsfähigkeit und Arbeitsprodukte als Ersparnisse seiner Arbeit zum Teil auch in Papierform besitzt. Einerseits nimmt man ihm den Besitz weg, andererseits verbessert inan den Wert seines papiernen Besitzes und endlich kommt noch dazu die Progression der Vermögensabgabe, das heißt, der Gvoßkapitalist müsse unverhältnismäßig eine größere Abgabe leisten, und das komme wieder der Allgemeinheit, somit auch ihm, dem produktiven Gewerbetreibenden, zugute. Man sieht, von einer klaren Vorstellung kann keine Rede sein. Diese Unklarheit ist aber bloß künstlich hervorgerufen durch Komplizierung und den Gebrauch mehrdeutiger Worte. Führt man die Sache auf ihre einfache Form Zurück und denkt man nur mit eindeutigen Begriffen, so gewinnt man auch eine eindeutige, klare Vorstellung von Verhältnissen und Beziehungen. Wiener Morgenzeitung 26. Juni 1919 Seite 7 .. * Erfassung des Edslmetakles im Privatbefitz. Für die Zeit nach Friedensschluß steht die Erlassung einer stark einschneidenden Verordnung bevor, welche die Einziehung des Gold- und Silberbesitzes der Privaten bezweckt. Die Verordnung soll, wie im Parlament verlautet, sehr weitgehende Bestimmungen enthalten und die v allst ä n d i ge E r fa s s u n g des Edelmetallbesitzes zum Ziele haben. Das Interesse der Entente an unserer Valuta. Im Frtedensvertrag der Entente mit Deutschland wird unter anderem bestimmt, daß Deutschland sich verpflichtet, den alliierten und assanierten Mächten seine gesamten Fordei nngen an Oesterreich, Uügarn, Bulgarien und die Türkei zu übertragen, insbesondere diejenigen, die aus der Erfüllung der gegenüber diesen Mächten während des Krieges von ihm eingegangenen Verpflichtungen gegenwärtig bestehen oder sich künftig ergeben. Während des Krieges nahm Oesterreich bis Deutschland eine schwebende Schuld von ungetähr 3V« Milliarden Mark ans. Dieser Betrag muß sich durch neuerliche Kredite bebrütend vergrößert haben.‘ Die Entente wird nunmehr unser Gläubiger und niuß sich für unsere Valuta interessieren. Die Alliierten sollen dieses überaus schwierige Problem lösen, können sich aber augenscheinlich mcht darüber schlüssig werden und darin dürfte der Grund dafür lugen, daß die Bekanntgabe der finanziellen Bedingungen des Friedensvertrages binansgeschobcn wird. Schon jetzt ist offenbar, das du Entente die Regulierung der Pr i v a t i n i t i a t i v e überlaffen will. Die neuen Vorschriften für Schutzmarken in DeuLschSfterreich. Mit der Vollzugsanweisung des Staatsamtes für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten vom 18. Mai 1919 wurden die Vorschriften für die Anmeldung von Schutzmarken in Deutschösterreich hinsichtlich des Ausmaßes der Drackstöcke (Klischees) und der Ausfertigung von Warenverzeichuiffen folgendermaßen abgcändert: Du Druckstöcke sollen nicht weniger als 15 Millimeter Md nicht mehr als 65 Millimeter in Länge und Breite besitzen; nur wenn es die Deutlichkeit erfordert oder die Marke aus mehreren Teilen besteht, ist ein Gesamtausmaß von höchstens 100 Millimeter in Länge Md Breite zulässig. Der Druckstock muß Prismasorm haben und genau 24 Millimeter hoch sein. Außer den vorgrschriebenen 5 Markenbildern ist stets ein Abdruck vom Klischee vorzulegen. Die Anordnung der Warenverzeichniffe «ach tat Warengruppen des Zentralmarkenregisters entfällt, ebenso bei Auslandsmarten das sogenannte allgemeine Verzeichnis. Bei mehr als zwei Warm sind die Warenangabeu nunmehr alphabetisch geordnet in s e ch s AusfertigMgm, von dem Anmelder oder seinem Bevollmächtigten unterschrieben, beizuvring«. Diese Borschristm sind bereits in Kraft getreten. Umfaßt das Warenverzeichnis mehr als 25 Worte (Mgerechnet die Bindewörter wie »Md*, »auch*, »oder*, dgl.*), so ist für jcdeS folgmde Wort als Beitrag zu den Kost« der Veröffentlichung der Marke imZentralmarkmanzeiger der Betrag von fünf Hellern vom Anmelder bei der Hinterlegung zu entrichten. Börse für landwirtschaftliche Produkte. Wie«, 25. Juni. (Orig.-Ber.) Die hetttige Mittwochbörse nahm einen ungemem lustlosen Verlauf. Trotz durchwegs arringsügigen Angebotes, mußten sich Eigner in Ersatzfuttersioff« zu Nachlässen bequemen, um Abschlüffe zu ermöglichen. In Rauh- Hitter sind vorläufig bloß suhrenweffe Zuschübe zu verzeichnen. Das Geschäft wird erst dann eine Belebung «fahr«, bis daS Produkt in verfandtdereitem (gepreßtem) Zustande zur Verfügung sichen wird. AuS landwi'.Lsch.nfti4"n Kreisen, namentlich solchm aus der Wiener Bodengegmd. wirr. ocr gegenwärtige EntwicklungSstand der Saatm als tut vortrefflicher ßof&'.iirt. Das Gesetz über dl« Sitzverlegrmg ausländischer Gesellschaften. Aus Prag wird Ms gemeldet: Ntmmehr liegt der Nationalversammlung ein neuer Entwurf vor, der folgende Bestimmungen trifft: Unternehmungen, die sich mit der Erzeugung befassen, aber ihren Sitz (HaMtniederlaffung) außerhalb dieses Gebietes haben, sind verpflichtet, auf die Aufforderung deS MinlflerS hin, ihrm Sitz (Hauptniederlassung) in das Gebiet des tschechisch« Staates zu verlegen. Der Minister kann, wenn er es für notwendig erachtet, bestimmen, daß die Verlegung des Sitzes (Haupttmiernehmimg) bis zu einer bestimmten Frist oder in eine bestimmte Stadt zu erfolgen hat. Die Aufforderung deS Ministers ersetzt die Genehmigung deS fr cm dm Staates, nach dessen Gesetz« im Falle einer Ueberstedlmg eine Statutenänderung erforderlich ist. Die aufgefordertc« Unternehmungen müffm nicht um bte Zulassung zum Betriebe der Geschäfte im Auslande ansuchen, wenn eS auch nach deffen gesetzlichen Bestimmungen notwendig wäre und sind überhaupt der Verpflichtung« enthoben, die sonst dem Gesetze zufolge ausländische Unternehmungen erfüllen müffen, um Handelsgeschäfte im Inland zn betreiben. Die Vorschritten Über die Anmeldung bleiben in Kraft. Wird nicht im Sinne der im 8 1 angeführten Auffordernng in einer gegebenen Frist ein Auszug aus dem Handelsregister oder Bergregtster über die Durchführung der VerlegMg des Sitzes oder der Hauptniederlassung vorgelegt, so wird in das Register des Handels- oder Berggerichtes, in deffen Wirlungsgebiet der Sitz oder die Hauptniederlassung hätte verlegt werden sollen, die Zwangsverwaltung nach Analogie der Verordnung des Gesamkministeriums vom 29. Juli 1916, R.-G.-Bl. 345, angeordnet werden. Bereinigte Telephon- und Telegraphenfabriko- Aktien-Gesrllschaft Czeija, Nitzl & Eo. Die dreizehnte ordentliche Generalversammlung der Bereinigten Telephon- Md Tclegraphenfabrlks-Aktien-Gesell'chaft Czeiia, Nißl^ Co. wmve heute unter Vorsitz des Vizepräsidenten Herrn Ing. Franz Nrßl abgehalten. Nach Entgegennahme deS Rechenschaftsberichtes beschloß bte Generalversammlung die Auszahlung, einer Dividende von 8 Prozent, d. i. K 32.— (gegenüber 10 Prozent im Vorjahre) für die PrioritätS- und Stammaktien zu je K 400.— Nominale. ' Handel mit Jugoslawien. DaS Deutschösterreichische Warenverkehrsbmean eröffnet anfangs Juli je eine Filiale in Laibach Md in Agram. Die ■ Leiter dieser Filialen, Dr. Marcovich, beziehungsweise S e r e t h, werden am 25., 26. und 27. d. M. von 3 bis 5 Uhr im Deutschösterreichnchen Warenverkehrsburean, I., Stubenrckg ö, Sprechstlmd« für Jntereffenten abhalten. Die Aktien dev Berndorfee Metallwarenfabrik Artur Krupp A.-G.» die an der Börse bisher nur im Privatverkehr zngelaffen wurden, werden von heute angefangem im Kursblatte m der Abteilung M notiert.! Mitteilungen des Kreditoren-Bsreines von 1870 :j DaS gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eröffnet: Blatt David, gew. Ratenhcindler, Wien,? 11., Obere Donaustraße 12; Mahler Julius, gew. Ratenhändler,! Wien, XX., Wasnergaffe 41; Perko Otto, Papierhandlung, Leitmeritz. derzeit Prag; Decker & Mtkschik, kosmetische Präparate- und Parsümeriewarenerzeugima, Wien, V., Nüdigcrgaffe 4; Linsbauer Norbert, Büchsenmacher. Wien,VI., Gumpendorferstraße 88 b; Gerhardtshuber Ferdinand, Stadlbaumeister, Wien, XIII., Speistngerstraße 12; Steiner Julius, gew. Ratenbändler, Wien, XX., Klosterneuburgerstraße 89; Kwavil Johann, Kaufmann, Prag. —. Konkurs: Riha Franz, Papier- und Schulbücherhandlung,! Wien, XW., Steinlechnergasse 2. — D i e Eröffnung! deS Konkurses wurde nach 8 73, Absatz>8,' K.-O„ a b g e w i e s e n: Pinkas Ludwig, Kaufmann, Wien, XX.. Wallensteinstraße 4; Wajgant Emilie, Handelsfrau, Prag, 1., Karlsgaffe. — DiegerichtlicheGeschäftsanf--! sichtwurde aufgehoben: Pilz Marie, Handelsfrau,! Linz, Landstraße 85. — Außerdem meldet der Verband der G l ä ir b i g e r s ch u tz v e r e i n e' O e sie rreichs: Konkurse: Fabrik für Elektrotechnik rmd Elementebau m. b. H., Berliu, Dresdnerstraße 109; Sigler Leon, Handschuhgeschäst, Chemnitz, Langestraße 22; Brand Jules! Genf (Verl.); Acröres Nouvelles S. A., Lausanne; Baumgartner! Johann Joseph, Kaufmann, Zürich 6, Wernbergstraße 98. —; Richtigstellung: Die gerichtlich gemeldete Finna! Müller & Goecken, Schuhfabrik in Neumarktl, befindet sich, nicht; unter gerichtlicher Geschäftsaufficht, sondern unter politischem Sequester. Konkurs. Vom Landesgerichte Wien wurde der K o n k u r s eröffnet über das Vermögm des Kaufmannes Isidor Maresse, IX.. Elisabethvromenade 49. Konkurskommisiär: LGR. Dr. Ludwig - Laub; Masseverwalter: Dr. Gottlieb Schur, I., Rathausstraße 8. Termine: 7. Juli, 11 Uhr, 9. August und 26. August, 10 Uhr. Ausgleich Decker & Mrckfchick. Vom Wiener Handelsgerichte wurde im Ausgleichsverfahren der obigen Firma an Stelle deS abwesenden Friedrich Gleich Herr Karl Kathrain, IV., Hechtmgaffe 3, zum Ausgleichsverwalter bestellt. Geschäftsaufficht. Vom Wiener Handelsgericht wurde über eigenes Ansuchen die Geschättsaufsicht eröffnet über die Firma M « ßlauer. mechMische Weberei A. Beamt & Söhne. 1., Eßlinggaffe 7. Aufsichtspersonen Theodor Ungar, Prokurist der Firma Noe Stroh A.-G. in Wien, Salzgries 15 und Siegfried Knbic, Direktor der österr. Web- Md Wirkwaren A.-G.! in Wien, VI., Müllergaffe 40. Die Passiv« betragen zirka - X 14,000.000. Beteiligt sind hauptsächlich Firmen der Papier- Textilindustrie. Auch Bankinstitute sind in Mitleidenschaft gezogm. 33.50 32.75 82.25 32.50 Amerikanische Warermotierrmgen. New-Dork, 23. Juni. Baumwolle New-Vork loko .. » New-Orleans loko .... » New-Uork per Jtmi . . . » New-Aork p« Juli . . . Petroleum: " m Raffinade (in eases) New-Aork . . . Standard White New-York » in Philadelphta . Petroleum Cred. Balanc. at Oil City New-Aork, Mehl (Marke Spr. Clears) . , „ Weizen, Winterweizen ... , . Sommerweizen . . . „ Mais, Western loko. „ Zucker, Granulated. . » Centrifttgal. „ Kasfeh Rio Nr. 7 loko. „ Getretdefr. n. Ldn. per Bush. (60 lb§.) turnt. » Schmalz (Marke Wilcox) per rohe brothers 38.25 „ Schmalz, West. Steam.35.55 „ Banmwolle.30.000 . . . 20.25 » » . » l7.2o . . . . 17.25 . . . 4.— 9.50 bis 10.— 237% i . . . . 237°/,! . . . . 202.— 7.50 7.28 nom. » * Wiener Börse. Obgleich vom Berliner Markte freundliche Berichte Vorgelegen sind, verhielt sich die Spekulation nach den turbulenten Bewegungen der letzten Tage an der gestrigen Börse sehr reserviert in Erwartung der Erledigung der wirtschaftlichen Fragen des Friedensvertrages mit Deutschösterreich. Bei Beginn des Geschäftes war fast vollständige Untätigkeit wahrnehmbar, doch kam im Verlause des Verkehrs eine freundlichere Stimmung zum Durchbruch, ausgehend von Alpineaktien, die infolge von fortgesetzten spekulattven Käufen um K 55.— bis 880 — avancierten und nach Schluß des Verkehres bis K 910.— bezahlt wurden. Auch für Staatsbahn- und Tabakaktten bestand erhöhtesJnteresse, wogegenBankenwerte und die in Verkehr gezogenen Schrankenwerte durchwegs billiger erhältlich waren. Renten haben sich gut gehalten, ungarische Goldrente, profitierte 1 Prozent. Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schluß- Kmse: Industrie-Anteenehmungen. Allgem. Baugesellschaft' —(— —Unionbau —(— Wiener öaugesellschast 860.— (4- 10.—), Wienerberger Ziegel —— Liesinger 600.— (-Sarajewo Akt.°Brauerer —(-.—), Aussig Chcnr. —(-.—), Brosche Spiritus (-.—), Karbomndum —(-), Holz- ^andelsgesellschast 640.— (— 2.—), A. E. G. Union Elcktr. —(-Siemms Schuckert —.— (— —Alpine 880.— (4- 55.—), Austria Email —(-.—), Berg u. hütt« 1685.- (- 25.—), Poldihütte 680.— (— 14.—), Prager Eis« 2500.— (— 40.—), Rimamurany 822.— (-.—), Skodawerke 630.— (4^ 8.—), Waffenfabrik 840.— (— 23.—), Salgo Tarjaner 825.— (-.—), Trifatler Kohlen 620.— (- Ung. Allgem. Kohlen (-.-), Urikanp 798.- (+ 18.-), Westböhm. —(-— —.—), Brünner Maschinen — f-Heidt —(-.—), Lokomottv ©iat — (-Simmering« 459.— (— 1.—), Elbemühl — t--.—), Leykam —(-.—), Karpathen 1980.- (—10.—), Galizia 1850.— (—10.—), Fezsabriken 745.— (-Schoeller Zuck« 1060.— (- 20.—), Böhm. Zuck« (— —.—), Oesterr. Eisenbahnverkehr —.— (— Türk. Tabakregte 1264.— (4- 32.—), Türkmlose 897.— (— 8.—), Krupp A.-G. 480.— (4- 8.—), Rusto« 608.— (— 3.50). Fiatwerke 799.— (—28.—), Veitsch« Magnesit 1970.— (— 40.—), Schönpriesener —■ (-.—), Austro-Amerikana 1830.— (— 7o.—). Transport-Unternehmungen. Adria 1640.— (— 8.—), Ausstg-Teplitzer —(— —.—), Buschtiehrad« lit. Ä. — .— (— —.—), Buschtiehrad« lit. B. —.— (-Orientbahn« —(-.—), Donml-Dampf. 1490.— (— 10.—), Ferdinands-Nordbahn —(-),Äohd3520.—(— 30.—^

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