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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-25 · Heft 156 (25.6.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 156 (25.6.1919)
Date
1919-06-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 156 i Men, Mittwoch. Wiener Morgenzeitung 35. Juni 1919 Seite 5 EingesenLet. 1 * Generalstabsarzt Dr. Kerzl gestorben. Ju der Nacht auf Montag ist Generalstabsarzt Hosrat Dr. Io!cf K e r z l, der Leibarzt des verstorbenen Kaisers Franz Joses, im Alter von 78. Jahren gestorben. * Die Sommersaison im Salzkammergute. Wie mir jrtn verläßlicher Seite ans Ischl erfahren, haben sich die Aussichten für die Ermöglichung einer S o m m e r s a i f o n im Salzkammergute in den letzten Tagen wesentlich gebessert. In O b e r ö ft e r r c i ch ist die Bewilligung von der Zustimmung des Arbeiterrates abhängig. - Vereinsnachrichten. . I n d i s ch - a k a d e m i s ch e r T e ch n i k e r v e r b a n d, Wien, IX., Alserftraße 28. Heute Mittwoch um 7 Uhr abends findet im Bortragssaale des Verbandsheimcs (IX., Alserftraße 28) eine Versammlung jüdischer Techniker statt. Tagesordnung: 1. Die Wahlen in den Studentenausschuß an den Hochschulen; 2. Hochschulreformen. — V e r e i »i i g t es j üd. Stud ent enb i,l f s k o m i t e t zurVerter ln n g der a m e r i k. H.1 l.s s.g e l d e r. Sitz: Jüd. Hochschulansschuß, Wien, tX., ytticrftrouc 28. Die- Auszahlung der amerikanischen Darlchensgelder findet wie folgt statt: F bis H heute Mittwoch den 25.; i bis l, morgen Donnerstag den 26.; M bis R Freitag den 27.; S bis Lok Samstag den 28.; 8.t bis Z Sonntag den 29. und rückständige Montag den,30. d. M. von */al0 bis 1 Uhr. - Vorläufig wird nur für die ersten zehn Tage ausgezahlt und zwar nur an, rene Kollegen, die vor dem 20. eingereicht haben. — 1 0 l c S e k t i o n W ä h r i n g. Heute Mittwoch UP 7 Uhr abends findet im Sitzungssaale der Kultnsgemeinde, n ^chävenhauerstraße 39, ern Vortrag des Herrn Dr. vi Ar. Gelber über „Die Jndensrage auf drei Friedenskongreßen" statt. — Jüdischer Orchestervere i n. Htute um'/<8 Uhr abends Probe sowie Ncnanmeldungen int ^jndüstrlellen-Caf«, I., Konkordiaplatz 4. —Morgen Donnerstag den 26. d. M. um 7 Uhr abends findet im Restaurant Barschak, n., Große Schiffgaffe 3, die XVll. ordentliche Generalvrrsanunlimg des Unterstützungs- und Bethansvereines „Eines escholaum" statt. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Anträge. 4. Erhöhung der Beitrage und des Krankengeldes. 5. Wahl des Ausschusses. 6. Eventuelles. “vTd i s ch e K i n d e r f r e u nd e. Unser Kinder-Sommcrfest findet heute Donnerstag um '/-6 Uhr abends im großen Konzerthanssaale statt. Programm; Hatikwah (gesungen von Herrn Oberkantor Morgenstern. Sommerbilder aus Palästina. Borlcsimg,(Schauspielerin Fräulein Schalst). Reigen. Tänze (von Klem-Spielmann). 1. Chopin. 2. Grieg. Pantomime. Neue Zauberkünste. Die drei redenden Puppen. Turnen. Lustige Chmesenriege. Karten sind erhältlich bei R. Lö'wit, I., Notenturmstraße 22; Verkaufsstelle II., Schmelzgaffe 5; Jugendheim, U>, Obere Donaustraße 91; Ahawath Zwn, II., Ennsgaffe 15. — Dre Mitglieder der jüdischen Wohlfährtvereine „Gasts rennd- >.$ a ) i" und „E s r a s I i s r o t l" werden höstichst zu einer Besprechung ein geladen, die Freitag den 27. d. M um Uhrnachmlttqgs im Caf^ »Zum roten Turm^ U., Lilienbrunnaafie 2, stattfindm wird. Da es, sich um äußerst wichtige Fragen bandest, werden alle Mitglieder gebeten, zuversichtlich und pünktlich zu erscheinen. ,_ Kommunales. Der Haushalt Wiens. Die SNieterfteuer und die Wohnungsfrage. — Die neue Auleihe der Gemeiude. — Die Beratung im Stadtrat. ' Morgen beginnt der Gemeinderast seine Beratungen über den Haushalt der Gemeinde Wien. Sie werden sich auf vier Tage erstrecken und vermutlich Montag abends zu Ende geführt werden. Inzwischen hat der Stadtrat gestern und vorgestern die vom Magistrat aus gearbeitete Vorlage über die Bedeckungsfrage in Beratung gezogen. Er wird voraussichtlich heute seine Beratung-en zu Ende führen, Anträge.stellen, und sie morgen dem 'Gemeinderate zur Beschlußfassung vortegen.i Der Firmnzreferent r der Gemeinde, Stadtrat Breitner, hat. in seinem von uns veröffentlichten Exposee bekanntlich das gegenwärtige Defizit der Kommune Wien mit .403 Millionen Kronen beziffert. Als Hauptursache des dlbganges Vezeichnete er den gewaltig gestiegenen Personalaufwand von 261 Millionen Kronen (bisher 65 Millionen). Der Magistrat schlug zur Bedeckung des D'efizitss die Aufnahme eines Darlehens vor und stellte überdies bas Verlangen nach U e b e r w e i s u n g von Einnahmen ans den Staats steuern an die Gemeinde. > Ein Vorschlag des Magistrates aber hat 'ganz besonders große Beunruhigung und Bestürzung in der Bevölkerung hervorgerufen: die Erhöhung des Zinshe l l e r s. Die Ansichten über diese neue „direkt" Steuer gehen dahin, daß gerade der Mittelstand von ihr am härtesten getroffen wird, trotz oder gerade wegen der geplanten „Abstufungen". Das Projekt der Zinshellererhöhung stellt sich als nichts andeves dar als eine Mietersteuer, welche jeder Mieter als Abgabe an die Gemeinde, zu entrichten hat. Der Zinsheller ist eine direkte Steuer, die vom Mieter selbst geleistet und vom Hausherrn nur eingehvben wird, ohne daß damit der Mietzins selbst erhöht oder die Mieterschutzvrdnung durchbrochen wird. So lautet der offizielle Kommentar aus dem Rathause. Für den Mieter ist es aber doch gleichgültig, welchen Namen die neue Steuer für ihn hat, gleichviel, ob er einen erhöhten Zins zahlt oder eine dem Zinse entsprechende „Abgabe" noch zu leisten hat. Das ist aber der Kern itx, eine, gerechte Abstufung fcstzusetz-en?, Dabei ist es noch sehr fraglich, ob der vorgeschlagene Weg wirklich imstande sein wird, das Defizit zu decken. Das lehrt ein Blick auf die in Wien vorhandenen Wohnungen und G-eschäftslokale. In Wien befinden sich, wie die Magistrats- Vorlage hervorhebt, 554.000 Wohnungen und 408.000 Geschäftslokale. Nimmt man die Einwohnerzahl Wiens mit zwei Millionen an, so entfallen auf jede Wohnung durchschnittlich nicht ganz vier Inwohner und auf je 200 Leute ein GeschästSlokal. Rund 500.000 Wohnungen kosten jährlich bis höchstens 1500 Kronen und nur 54.000 Wohnungen sind teurer im Zins. Die lveitaus überwiegende Zahl der Wohnungen, zehn Elftel, sind demnach, Kleinwohnungen. Die Gesamtsumme, welche in Wien jährlich fürs Wohnen und für die Miete der Geschäfts lokale entrichtet wird, beträgt 440 Millionen Kronen, alfö etwas mehr, als derzeit der Gemeindeverwaltung zur Bestreitung ihrer laufenden Jahresausgaben fehlt, da das Jahresdefizit bereits auf 403 Millionen angewachsen ist. Durch die vor geschlagene Erhöhung der Mictsteuern dürfte das Defizit kaum zu beheben sein. '■ Es ist vomFinanzreferenLen, Stadtrat Bre itn er, selbst aber auch darauf hingewiesen worden, daß die städtische Verwaltung ohne Aufnah me eines Anlehens nicht wird arbeiten können. Heber die Form einer solchen gehen die Ansichten sehr auseinander, schon ans dem Grunde, weil Wien heute gar nicht mehr in der Lage ist, ausgiebige Deckungen zu bieten. Man hat sich, wie von informierter Seite versichert wird, vorläufig dahin geeinigt, die neue Anleihe in Form eines Wechselkredites aufzunehmen, für den die Unternehmungen der Stadt Wien haften sollen. Die Höhe wird erst nach ziffernmäßiger Feststellung des Abganges, den die Gemeindeabgaben nicht decken können, bestimmt werden. Die Begebung einer langfristigen Anleihe ist derzeit ausgeschlossen, da die Banken bekanntlich infolge der bedeutende,: Abhebungen nicht über die nötigen Mittel verfügen. Die gestrige Debatte im Stadtrat. Ueber den Bericht des Murrenten Stadtrat Breitner entwickelte sich eine längere Generaldebatte. Stadtrat Dr. Kienböck betonte, daß es den Christlichsozialen durchaus nicht daran gelegen sei, die Lage der Gemeinde durch blinde Opposition zu erschweren. Die Christlichsozialen werden sich vielmehr der Bedeckungsfrage, soweit die Bevölkerung durch dieselben übermäßig hart getroffen wird, gewiß nicht widersetzen. Es hätte das Einvernehmen mit dem sStaatsamt der Finanzen über die Teilung der S l e n e r a n e l l e n schon längst gepflogen werden sollen. Bei der Auswahl der Stcnerauellen möge sich auch die Mehrheit nicht von der parteimäßigen Vorliebe für die eine oder die andere Art der Besteuerung leiten lassen, sondern ausschließlich von der Erwägung, was am besten durchführbar ist. Die christlichsoziale Partei wird sich in ihrer Haltung lediglich von diesem Gesichtspunkt leiten lassen. Vizebürgcrrnel^er H o ß wendet sich dagegen, daß ans dein Voranschlag verschiedene wichtige Posten, welche den .Ban von Bädern, SanitätZanstalten betreffen, ausgeschieden wurden, und verlangt gleichfalls, daß die Gemeinde Wien die Verhandlungen mit dem Staate über Finanzangelegenheiten mit größerem Nachdrucke und Eifer pflege. Stadtrat Joses Müller wünscht, daß auf die sozialdemokratischcn Mitglieder der Bezirksvertretungen dahingehend eingewirkt werde, die weitaus greifenden Anträge, welche vielfach in die Bevölkerung Verwirrung tragen,, zu unterlassen und sich mehr auf den Standpunkt der Tatsachen zu stellen. Stadtrat B a u g o i n verleiht dem .Wunsche Ausdruck, daß die Entlohnung aller städtischen Angestellten auf eine gleiche Grundlage gestellt werden solle, damit das gegenseitige Hinauflizitieren der Gehalter zwischen den einzelnen Kategorien der Angestellten der Aemter und Betriebe vermieden werde. Stadtrat Korber regt an, durch' die Sozialisierung der großen Bankinstitute neue Einnahmsguellen für die Gemeinde Wien zu schaffen. i Der Referent Stadtrat Breitner erwiderte in bezug auf die Anregung einer beschleunigten Verhandlung mit dern Staate, daß die Gemeinde Wien diese Verhandlungen mit der Negierung ununterbrochen weiterführe, daß. es aber bis jetzt noch nicht gelungen sei, ein Ergebnis zu erzielen.. Ebenso wurden mit dem Lande Beratungen gepflogen, die 'ja auch bezüglich des Projektes einer gemeinsamen Auto mobilsteuer ein Ergebnis gezeitigt haben, und immerhin einen Erfolg bringen dürften. Man habe sich dahin geeinigt, daß Land oder Gemeinde nicht einseitig Vorgehen können. Mit dem Staate werden in der allernächsten Zeit in nachdrücklichster Form Auseinandersetzungen gepsiogen. Der Redner verweist darauf, daß ein großer Teil der gegenwärtigen schlechten Lage darauf zurückzuführen ist, daß die frühere Mehrheit den ganzen Krieg hindurch eine Reihe von Bauten, die dringend notwendig wären, und ebenso fast alle Herftellungsarbeiten zutückgestellt habe, was ja durch den Material- und Arbeitermangel von rein technischem Gesichtspunkte aus begründet war; finanziell aber wäre es notwendig gewesen, für die einzelnen erforderlichen Posten im Budget Vorsorge zu. treffen oder wenigstens eine Reserve anzulegen, aus der seinerzeit die rückgestellten Arbeiten, hätten bestritten werden können. Wie leichtsinnig und immer nur auf einen Siegfrieden rechnend, die christlichsoziale Partei vorgegangen ist, beweist die Angelegenheit der r ü ck st ä n d ig e n Coupons. Alle Kriegsjahre hindurch wurden die int Ausland befindlichen und laut einer behördlichen^ Verfügung nicht einlösbaren Coupons des 1902er Anlehens, das zum großen Teil auf Franks lautete, mit '95 Heller für ein Franken bewertet, das noch zu. einer Zeit, in der der Frauken bereits das 3-, 4- und 5-fache wert war. Es handelt sich hierbei um 26 Millionen, die nun mit vielleicht 150 Millionen Kronen ein ge löst werden müssen, ohne daß nur die geringste Reserve dafür vor ha n de n i st. Nach.Abschluß der Generaldebatte wurde in die Spezial dÄatte eingegangen, bei welcher die ersten drei Gruppen des Voranschlages IDerwaltnng, Stcuerwesen und Gemeinde vermögen) eingehend erörtert wurden. Abgesehen von einer Anzahl von Anregungen, die dom Magistrat zur weiteren Behandlung entgegengenvmmen wurden, gelängten die Anträge des Referenten, beziehungsweise ine Magistratsautrüge itnveründert zur Annahme. Die Ernährung. ©er 9Hnrftt0end)t. j . Obwohl die G r ü n wäre n m ä r k t e jetzt fast ausschlicßlrch auf die Eczeugiusie Wiens und Niederosterrcichs äuge-, tvicsen sind, nehmen die Zufuhren täglich zu und übersteigen aus den meisten Märkten den Bedarf. Auf dem N a.s ch m a r k t e i Kohl — sind der Jahreszeit entsprechend" noch nicht ausgiebig. Das.Sauerkraut, das fitzt aus den Beständen der Gemeinde Wim ausgegeben wird, findet begreislichenvelse auch zum reduzierten Pr.eise von 70 Heller für das Kilogramm nur wenig Abnehmer und cs werden anch weiterhin große Mengen dem Verderben anhrinl fallen. ' Frisches Obst ist noch inimcr nur auf bcm Naschmarktr und da nur bei Beginn des Verkaufes zu haben. Die Zufuhren an Kirschen und Erdbeeren fiele» heute wohl etwas günstiger ans, sind aber noch nmncr so gering, daß der Verkauf in wenigen Minuten beendet ist. Zur Deckung der außerordentlich stärken Nachfrage standen heute 2000 Kilogranun ungarische Kirschen zu X 8.60 und 100 Kilogramnt niederösterreichische Kirschen zu K 5.60, ferner 1750 Kilogramm Ananaserdbeeren zn K 17.— das Kilogramm. Obwohl das Angebot an frischem Obst gänzlich unzureichend ift, finden die noch täglich cintreffenden Südfrüchte (Feigen und Karobcn) wenig Auklang. In der Großmarkthalle war auch gestern nichts als die rayoruerten Fleischmeugen und etwas Weichwurst zu haben. Die F i s ch m ä r k t e boten nur die nnbeliebtm gesa.lzeucü Schellfische, deren Preis — wahrscheinlich mit Rücksicht darauf daß sic das einzige Angebot bildeten — auf X 6.— für das.KM gramm erhöht wurde. ' -'V ' Die Fleischnot in Wien.HMU, •' Die Anlieferungen von Rindfleisch aus den d e u.i s chf österreichischen Ländern nach Wien geh t.it seit Monaten sukzessiv zurück und haben gegenwärtig schon einen so tiefen Stand erreicht, daß aus ihnen allein nicht einmal der Bedarf der Spitäler und des Militärs sowie die turuusweise Belieferung der Haushalte mit 10 Dekagramm pro Woche bestritten werden konnte. Seit Monaten werden vom Staatsamte für Volksernähruug alle Bemühungen gufgewendet, um von a u s w ä r t s Fleisch nach Wren zu bringen. Alle diese Versltche, Fleisch anderer Provenienz zu bekoinnren, stoßen ans die 'größten Schwierigkeiten, weil Kredite m größeren! Umfange nicht erreichbar sind und fremde Zahlungsmittel in jene« Menge, die nötig wären, nicht zur Verfügung stehen. Kleinere Mengen von gepökeltem Nindfilelsch konnten mit einer gewissen' Regelmäßigkeit aus Dänemark und in der letzten Zeit konnte ettvas Pökelfleisch anch ans Holland und Norwegen bezogen werden. Wiederholt wurden Versuche gemacht, den Import von argentinischem Gefrierfleisch zu ermöglichen. Da .aber nebst ' der B esch aff u n g der Zahlungsmittel, auch die Sch ff f s r a n m frage .große S.ch w i e r i a k e i t e n bereitet, zumal, wir nicht über eigenen Schiffsraum verfügen, und Gefrierschrffsraum überhaupt schwer zu beschaffen ist,, konnte der direkte' Bezug aus Argentinien nicht in die Wege, geleitet tverddn. Es war daher nur möglich, indirekt argentinisches Gefrier-' fleisch, das schon in Europa lagerte, zu erlangen. Inzwischen ist - ■ der K li r s noch weiter g e st i e g e n, so daß sich die-Bezüge noch höher stellen würden; .aber auch zu höheren Preisen ist argentinisches Fleisch derzeit kaum z u b e .k o M nt e «. Es ist nicht möglich, die Staatsfinanzeu regelmäßig mit so bc-- > deutenden Mehrkosten für die- Verbilligung . des importierten '• Fleisches zu belasten. Wenn die Einfuhr von Gefrierfleisch wieder möglich werden sollte, könnte dessen Ausgabe nur zu. den angesichis des ungünstigen Kursstandes sehr hohen Gestehungskosten. stattfinden. Für die b r e i t e n. M a s s e n der Bevölkerung würde daher die Einfuhr von Gefrierfleisch im gegenwärtigen Zeitpunkte k e i n e N a h r u n g s h i l f e bedxuten können.. . - Fleischausgabe in Wien in dev Woche vom ' 26. Juni bis 2. Juli 1919. Vom deutschösterreichischen Staatsamt für Volkseniahrnng wird mitgcteilt: Die turnnsweise Ausgabe von Rindfleisch in Wien wird in der Woche vom 26. Juni bis 2. Juli l.J. fortgesetzt. Zum Kaufe gelangen jene Haushaltungen und Konsumentcnorgauisationcu sowie Kriegs- und Gemeinschaftsküchen, die bei Fleischhauern rahoniert sind, deren Familienname (Firma) mit dem Buchstaben 0, V, W oder Z beginnt. Die Quote für die privaten Haushaltnngen ist mit 10 Dekagramm pro Kopf festgesetzt. Beini Bezüge des Fleisches werden die mit dcummer 13 bczeichneten Abschnitte des grauen Einkaufscheines für Rindfleisch avgetrennt.'. Die Zuweisungen an die Spitäler und Versorgungsanstalten erfolgen allgemein ohne Unterschied, . mit welchem Anfangsbuchstaben der Name (die Firma) ihres Fleischlieferanten beginnt. Eine Zuweisung von Rindfleisch, an Gastgewerbebetriebe kann wegen Unzulänglichkeit der zuf Verfügung stehenden Menge nicht stattsindcn. Da die Anliescrüng eines Teiles der' zn erwartenden Schlachtrinder sich verspäten dürfte, wird die Ausgabe des Rindfleisches teilweise erst Montag- oder Dienstag stattfinden. In der angegebenen Woche wird'auch: ämerikanisches gesalzenes fettes Schweinefleisch zur Ausgabe gelangen. .; Kavtoffelabgabe. Mittwoch. Donnerstag und Freitag werden im H. und Ul. Bezirk Kartoffeln, und zwar 1 Kilogramm pro Kopf gegen Abtrennung dex Abschnitte L und 7 der Kar- ' toffelkarte abgegeben. . W. I. W. . /• } Donnerstag den 26. d. M. von 9 bis V»i2 Ühr g e lü r Bücher, außerdem Verkauf der seinerzeit bestellten Kinderichühc. Freitag den 27. d. M. von 0 bis V»12^Uhr r o^t'e Bücher. Znm Verkaufe gelangt: D v n n e r 8 t a g vörnüttags für d'u gelben Bücher probeweise eine Partie Damenkleiderstoffe, und zwar: Dirn dl st off K 14.— pro Meter, Waschkreton K 16.50, gestickter Satin K 25.50, Moiree (als Futterstoff oder für Uukerröcke) K üh—; Baümwollbrokat K 17 — pro Meter. Ferner zirka 1000 Paa, Herrensocken. pro Paar X 7.—. Falls die Ware bei den Mit-' gliedern Anklang findet, ist der Bezug einer iveilcren größerer Partie gesichert. — Freitag und Samstag/. Kartoffeln für die bei uns rayonierien Mitgliedes 1 Kilvgrämm pro Kopf, X 2.10 pro Kilogramm. Mehl, Reis n.n d B o h n e n ' für Haushalte bis 4 Personen je Vs Kilogramm. für größere Haushalte;e 1 Kilogranun zu den bekaimitv Pkeisen. S ch o k o l a d e b o n b o tt 8. K -38.~ in’b V» 'Kilogramm, X 76.— pro Kilogramm in Kartons, F e i g e N X 16.- M a r w c l a b c X ]2.— pro Pfimdglas. L i k ö r X 37. ~ pro. Flasche, Kasfcrrsa I? X 1,50 pro Packung MF!

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