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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-24 · Heft 155 (24.6.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 155 (24.6.1919)
Date
1919-06-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Leite 6 ' Wen, Dienstag Wiener Morge«zeitu«g 24. Juni ISIS Nr. 155 ' Ml ■■■" .iHiH—'illi I» - ■■ ",- ' 1 dürfen. ArÜeilerfch'ich, Wohnnngsfürforge, die Wunfchtz des Mittelstandes werden ihre Förderung genießen. Möge das Volk auch einsehen, in welcher ungünstigen wirtschaftlichen Litnation sich die Aerzte schuft befindet und welche Gefahr für die Gesundheit deS Volkes ein wirtschaftlich bedrängter, proletarisierter Aerztestand bedeutet. Jedenfalls verdient der bescheiden«, opfervvlk Beruf deS ArzteS in der bevorstehenden wichtigen Entscheidung über feine Stellung zur Gesellschaft deren wohlwollendste Unterstützung. . ^. Konstituierung der Aerztegruppe des Palästinaamtes in Wien. Samstag den 21. Juni fand die vom' provisorischen Aerztekomitee einberufene ko nstitniereude Sitzung der sich für Palästina interessierenden Arzte statt. Die zahlreich besuchte Versammlung wählte einstimmig HHcrrn Dr. L. Sofer zu ihrem Vorsitzenden. Es referierte in kurzen und knappen Worten Herr Dr. L a n t e r st c i u über die Vorgeschichte der Versammlung und über die Beweggründe,^ dir zur Einberufung geführt haben. Dr .Emil Stein über die Ziele des zu bildenden Verbandes, wobei er auf die bereits geleistete positive Arbeit des h. o. Palästinaamtes zwecks Sicherung der Uebernahme der gesamten sanitären Ueberwachung für die zu erwartende Emigrationsbewegnug durch unsere Aerzte hinwies,Doktor Sofer über die einschlägigen OrganisationSfragen, wobei er die Konstituierung des Verbandes als Aerztegruppc des Paläftinaamtes befürwortete. Alle Referenten betonten als die wichtigsten Aufgaben deS Verbandes die fachwissenschaftliche Vorbereitung der Aerzte für Palästina und die Uebernahme der gesamten sanitären Ueberwachung der künftige« Emigration zu Lande und zu Wasser. Die Versammlung, schritt hierauf zur Wahl eines Ausschusses, der die Organisationsarbeiten und die Leitung deS Verbandes, bis zur nächsten Generalversammlung zu führen hätte. Bon den sich freiwillig meldenden Herren wurden nachstehende gewählt: Doktor Leopold Sofer, Vorsitzender; Dr. Emil Stein, Stellvertreter; Dr. Moritz Lauberstein, Sekretär. In den weiteren Ausschuß: Stabsarzt Dr. Hermann Mäher, Dr. Seinfeld, Dr. Denner, Dr. Rosenfeld, Dr. Rebmann, Dr. Hoffmann, Dr. Deutsch, Dr. Kirschen, Dr. Bloch, Dr. Deitz. Von den vielen wertvollen, während der Diskussion vorgebrachien Anregungen sind besonders hervore zuhebcn: Dr. Felix: Studium der englischen Sanitätsvorschriften für Kolonien; Dr. Liebmann: Die Möglichkeit der praktische« Ausbildung in der Malariabekämpfung hierorts; v Stabsarzt Dr. Mayer: lieber Fühlungnahme mit den Dozenten behufs Durchführung der vom Exekutivkomitee angeregten Spezialkurse. Die nächste Sitzung des Ausschusses findet Dienstag den 24. Juni 1919 im Palästinaamt um U8 Uhr abends statt. Neuanineldungen schriftlich an die Aerzte? gruppe des Palästinaamtes, 2. Bez., Zirkusgasse 33, oder mündlich beim Sekretär des Verbandes, DoÄ)r Lauterstein, täglich von bis *44 Uhr im Palästinäamt mit Ausnahme von Sonn- und Samstagerl: Die Ressortteilung des Zionistischen ZentralbureanS. Das Zentralbureau der zionistischen Weltorganisation, das bekanntlich seit Februar nach London iibersiedelt ist, hat folgende Mssortteilung durchgeführt: Es wurde ein zentrales Pulästiriaamt für alle Fragen der Kolonisation geschaffen. An der Spitze des Palästinaressorts steht Julius Simon, tzem eiste Reihe von Sekretären und Fachmännern zur Seite stehen, unter ihnen der in Wien wohlbekannte hebräische Dichter Dr. Abraham Sonne. Das F inan z re fe rat ruht in den Händen von Boris Goldberg, der sich nunmehr der zionistischen Arbeit ganz widmen wiÄr. Das Organ! sationßressvrt leitet das Mitglied des engeren Aktionskomitees Dr. Jacobsohn mit Unterstützung des russischen Zionisten Alejnifow (Sekretär Leo Herrmann), während die Leitung des K u l t u r r e s s o r t s dem E. A. E.-Mitglisd Doktor Sch. Lev in übertragen wurde, dem Dr. Hugo Bergm a n n (Prag) und Sch. G ü n z b e r g (ein Sohn Achad Haams) beigegebcn wurden. Für die nächsten Tage werden in London die russischen Zionisten I. L. Goldberg, H. Zlatopolski und I. Nerbitsch erwartet, die sich restlos m den Dienst des Zionismus stellen. . v: Eine neue Stundungs. und Bilanzordnmrg. In dcn geltenden Stundlntgsbesttmytunge» ist die ^Gewährung richterlicher Stund u «6 für bestimmte Geldforderungen nur bis üb. Juni 1919 vorgesehen. Da sich in einer kürzlich im Staatsamte für Ilistiz abgrhaltenen Fachmänner' beratuna die Erschienenen iibrreinstimmend dahin avSkdrachen» daß bn den gegenwärtigen wirtschaftlichen Allkhältnisse« Li« Stundtnigsvorschriiten » o ch tt i drt g u 111 Kra f t. gesetzt werden tönum. erstreckt eint im Staaksgesetzvlätt und. m der morgigen „Wiener Altung* vtrlmndartr Voll $ nsta n- Weisung die Zulässigkeit richterlicher Snuidung auf ritt halbes Jahr b i s e i n i ch l l r ßJ,t ch 31. D r z k ru b e r lAS. Di« ur.Kricgc'geiauoküe und Gencln biöhcr bestandene Erschliche Stundung'lamm! ihnen auch weiterhin zustatten. Englische Hilfsaktion für Kinder von Volstvehrmännern. Der engli'che. Militärbevoltmächtigte in Wie«, Oberstleutnant C u n i n g h a m e, hat an den Staatssekretär für Heerwesen, Dr. Deutsch, ein Schreiben gerichtet, in dem er von der Einleitung einer Hilfsaktion für die Kinder der Wiener Volks weh rin (inner Mitteilung macht. Die Vfikswelft, so heißt cs in dem Schreiben, habe sich durch ihre Haltung in schweren Tagen den Dank der Allgemeinheit erworben. Es sei ihm deshalb eine besondere Freude, den Kindern der Wiener Volkswehr zu Helsen und ihnen jene kleinen Nahrungsmittelzubußen und Erleichterungen zu verschaffen, die leider so viele Wiener Kinder entbehren müssen. Oberstleutnant Cuuinghame ist zu diesem Zweck mit der interalliierten Ernährungskommission bereits in Verbindung getreten. Gegen die Steigerung der Mietzinse. Der Borstand de? Klubs der Sozialdemokraten im Gemeinberate trat vorgestern vormittags zur Be.-a nag über den Voranschlag des "Magistrats betreffend die Erhöhung des 'ZinßhellerS Und die 'dadurch herbrigefuhrts Steigerung der Mietzinse zusammen. Der Vorstand erörterte in eingehender Debatte die überaus schwierige Finanzlage der Stadt Wien und zog hierbei auch in . Erwägung, daß die Gemeinde beim heutigen Stand der Finanzen in kürzester Zeit nicht mehr in der Lage sein werde, dir Bezüge ihrer Angestellten zu decken, da die vorgettominene« und noch zu beschließen: e > Tariferhöhungen bei den städtisckM Unternehmungen kaum hinreichen, das Defizit dieser Unternehmungen selbst zu beseitigen. Dennoch sah der Vorstand in dem Vorschlag deS Magistrats keinen derzeit gangbaren Weg. Denn einerseits seien grundlegende Steuerreformen nur im Zusammenhang mit der nach dem Friedensschlüsse unerläßlichen Auseinandersetzung zwischen Staat, Land und Gemeinde möglich, andererseits müsse der Vorschlag 1*8 Magistrats im Zusammenhang mit der Frage der Kommunalisierung des Wohnbodens und des Hausbesitzes betrachtet werden, die bereits Gegenstand gründlicher Fachberatmchen sei. Daher kam der Vorstand zu dem Ergebnis, der am nächsten Dienstag nachmittags zusammentretenden Vollversammlung des sozialdemokratischen Klubs die Ablehnung der Mietzinssteuer vorzuschlagen. _ Elisabeth Windischgratz läßt sich scheide«. Die -Enkelin Kaiser Franz Josefs. Frau (ehcmalS Fürstin) Elisabeth W i «di s ch g r ä tz. hat gegen ihren Gatten, Otto Müdischgrätz, durch den Advokaten Dr. E o u m o n t die Scheidungsklage ringebracht. Die Klage lautet auf Untreue tittd Ehebruch. _ Der Getreide- und Mehleinlauf. Vom deutschvsterreichischtn Staatsamt für Bolkse.nahnmg wird verlautbart: _ An Getreide Md Mehl smd mit.Ententescndimgtn in Deutschvstnreich emgelangt: Am 2t. IM . 931 Tonnen Getreide — 888 Tonnen Mehl ferner.* . . . . . 414 zusammen 1252 Tonnen Mehl Am $2, . 170 Tonnen Getreide --- 153 Tonnen Mehl fern« ... . . 556 zusammen. 709 Tonnen Mehl Einlauf seit 1. Juni (in 22 Tagen) zusammen 32.953 Tonnen Mehl. . Derzeitiger Tagesbedarf 1716 Tonnen Mehl. * Uebertraguirg der Fürsorge für die Kriegsgefangenen der ehemaligen Monarchie an den österreichisch-ungarischen Soldatenrat in Moskau. Das dänische Note Kreuz hat seine Kriegsgesangenensürsorgetatigkeit am 1. Mai l. I. eingestellt, da die ostukramische Regierung in Kiew den Delegierten des österreichisch-ungarischen Soldatenrates in Moskau die Fürsorge für die Kriegsgefangenen der ehemaligen östrrreichisch-nngarischen Monarchie übertragen hat. "° Der Evakoienmgszug nach Galizien und Polen. Am 23. d. M. geht pon Wien der polnische Evakuiernngszug ab. In deul Zuge werben für deutßhösterreichischc Ga^isten und Unteroffiziere, die ihre Effekten äüs den: Raume Lemberg und Krakau abholen, drei Klassenwagen beigestellt. Eine, Besprechung der Teilnehmer findet am 24., 5 Uhr nachnnitags im großen Saale des Gagistenderbandes, Wien, statt. * (Sitte Hrimreheer»Z«rstretmngsstelle. Am 16. d. M. wurde in Wien (Penzing) eine Heinlkehrer-Zerstrenungsstette für die Nehepmhme und Entlassung der bereits in alles« nächster Zeit in größerer Anzahl zu erwartenden leichttrivüliden Heimkehrer aus Italien errichtet. * PalLstiua-Ab-u-. DaS P a l L st i » a-Amt Wie« und d« i fchvw Erez Israel" veranstalten a« 36. d. M. im mittleren KonzerthauSsaal einen r t ra g S a b e n d mit Lichtbildern. Referiere« «»erd«: Dr. Emil Stein: Einleitung; Äjig. Tischler: Der Wiederausbau Palästinas; Architekt A. Schur er: Die Gartenstadtbeweynug m Europa; Ina. I. Orttstein: Die Borberettuna für Palästina. Ansang %? Uhr abends. Restliche Karten zum Preist von K 2.— aufwärts bei nachstehenden Stellen erhältlich: Bnchhattdlnvg R. Löwit, T, Rotenturmstraße 22; Buchhandlung Schlesinger, SeitenftettttMsse ö,. Verkaufsstelle des Jüdischen Natwnalsonds, ll., Schmälzgam 7; Palästina-Amt, ll.. Zirkusgasse 33; Verein Jrschuw Erez Israel, ll., Praterstraße 9. Dereinsnachrichteu. Z r o n i st i s ch e . M ä d ch e n v e r e i n i g u n g jM v r i.a h^, Obere Donaustrahe 91, Jugendheim. Ddrmerstag de» 36. d. M., präzise 6 Uhr abends, wird Frau F'ichtheim, eine Dame, die vereitS langeZeit in Palästina lebten Üb« „Vorbereitung der Mädchensür P a i ä ft i it a* sprechen. Käste herzlich willkommen. — Humanitärer Wohlfahrt verein ..Hilfe Israels" mWien, II.. Novaragaffe 14. Ans Anlaß der Erkraukung einer mitwirkenocn Künstlerin wird das für Mittwoch den 35. d. M. anberaumte Gründungsfest ans den 8. Juli verschoben.. Die, bereits gelösten Karten haben. Gliltigkeit. -■ I Ü d l f ch e r G c i a u g S v e r r i u. D e, nächste Gesänge iwuria fiubct heute Dienstag?cn 24. d. Pi. im Kouzcrthanse ..Ehrbar". lV.. Mühlgasse 3o. Halbstock, und zwar für Damen um '/r6 Uhr, für Herren mn Hfir abends stait. Kommunales. Der Voranschlag im Stadtrat. In der gestrigen Sitzung des Stadtraics erstattete Sürdk«l rat Breit ne r einen eingehenden Bericht über den Haupts Voranschlag der Genreinde Wien für das VerwaltnngSjahV KHO/>)n ' \ Er führte unter anderem folgendes aus: DäS G'es a ty ’U erforderniS, das im Vorjahre 365 Millionen betrug«! ist auf 8 20 Millionen einvorgeschneltt, denen mrv M e h r e i n n a h in e n von 47 Millionen gegenübxÄ stehen, so dag ein ' LM unbedeckter Abgang.von 433 MMionen » sich ergibt. Eine Hanptursache des Desizits liege in denk gewaltig gestiegenen Pcrsonalanfwand, der für die 22.000 Gemeindeangestcllten, eingerechnet die 18.000 Angestellten der Unternehmungen, 26l Millionen Kronen gegenüber ,9.8 Millionen Kronen int Vorjahre ausmacht. Für Armen linder und Jugendfürsorge sinh volle 10 Millionen eingestellt, für Tuberkulosenfür^ sorge 9 Millionen Kronen. Für die Arbcitslosenunter st ü (jung sind 30 Millionen Kronen präliminiert, Stadtrat Breitner besprach sodann die ungünstigq Dalnka und die Lasten, welche mit Rücksicht ans daS zmn Teil im Ausland vergebene Anleheu vom Jahre 1002 füp Wien sich ergeben werden, wie die Erhöhung des Coupon-! ricnstes vor: 16 Millionen Kronen. # I Bezüglich der Unternehmungen der Gemeinde bemerkt^ der Referent, das; sie außer im Jnvestitionsprogramm irp Budget nicht erscheinen, die sich ergebenden Defizite müsse« von den betreffenden Betrieben selbst in den kommende« Jahren getilgt werden. Bemerkenswert ist, was der Referent über die Wi»i kung der Verdoppelung der Straßenbahntarife auf den Verkehr sagte. Es war mit einemj Rückgang von 10 Prozent der Frequenz infolge der Preiserhöhung und 10 Prozent infolge der Eröffnung des .Stadt- , bah »Verkehres gerechnet worden. Da die Stadtbahn nicht eröffnet wurde uitd bereit Eröffnung in absehbarer Zeit auch nicht erfolgen wird, so ist der Abfall der Einnahmen bloß mit 12 Prozent zu bezeichnen und^ meint de« bedauerliche Uebclstand andauert, dürften die Straßen^ bahnen davon profitieren und einen! geringeren als den mit 38 Millionen Kronen gesichertest Abgang . I ausweisen. Die Gaswerke erwarten ein Defizit von 3 Millp onen, vorausgesetzt, daß keine weitere Einschränkung des Konsums notwendig erscheint. Wenn die gesamte Erhöhung der Strompreise beschlossen wird, dürfte der Fehlbetrag bei den 'E l e k t r i z i t ä t s w e r k e n sich noch immer auf drei Millionen Kronen beziffern. Zur Frage der Bedeckung meinte der Refererrk, daß das Budget sehr bedeutende Posten aufweise, welche den Charakter des Bor übergeh en d e n tragen.^ Die Bevölkemng müsse sich darüber klar sein, daß es unmöglich ist zu verlangen, daß die Stabt Wien ihre Angestellten! besser bezahlt, daß sie große kostspielige Bauten aufführt, die kein Erträgnis abwerfen, daß sie in den Spitälern und Bersorgungshäu-ern gewaltige Mehraufwendungen für Kost und.Beheizung auf sich nimmt und auf der anderen Seits jedwede Mehreinnahme zu verweigern. Der Referent hebt ferner hervor, daß alle Versuchs durch -neue Steuernwie die LustbarkeitsundTotalisateur«. steuor, die Erhöhung der Markt-, Schlachthaus- und Lagers hauSgebühren uftv. im ganzen nur eine Mehreinnahme von 20 Millionen Kronen gebracht haben. So sei es nur natürlich, daß der Magistrat in der Zeit der höchsten Not die Erhöhung der Zinse vorschlägt, welche mit Recht so unpopulär sei. Stabtrat Breitner erörtert nun eingehend die Wiener Wohnungsverhältntsse und den Vorschlag des Magistrats bezüglich der Abstufungen bei der Erhöhung der Mietzinse, die sich nach der Größe der Wohnungen richtet. Er hält dafür, daß cs notwendig sein wird, über die Teilung der Steuerguellen zwischen Staat und Land grundsätzliche Vereinbarungen zu treffen. Nach Ansicht und Ueberzengnng des Referenten rönne von einer Aufhebung des Mietcrschuhgesetzes keine Rede *1 fein. Kommt es zu einer Mietstener, so muß dieselbe dev Gemeinde znfließen und der Hausherr darf kein e n wie immer gearteten Aufschlag machen. Die Sätze müssen bei den kleineren Wohnungen bescheiden sein und in starker Progression selbst bis 100 Prozent die Neichen treffen. ■ Der Referent schloß seine Darlegungen mit dcr^ Er^ klärung, daß neue Einnahmsquellen geschaffen werden müssen) wenn die Genreinbe nicht bankerott w er den will und. daß wir uns. aber doch zunächst, wenn auch nur vorübergehend, mit einer Aufnahme von Gelbem beholfen müssen. Die ErMhrung. Der Marktbericht. Die Produktion an Gärtnergemüse und feldlnäßig gebantent Gemüse gestaltet sich Heuer außerordentlich günstigj so daß wenigstens die Grünwaronmärkte anhaltend ausreichendj ja sogar über Bedarf beschickt sind. Auch die in der Vorwoche vo.rgenommene Herabsetzung für die meisten.Gattungen vor Gärtncrgcmüse hat keine Abgahme der Zufuhren gebracht. Die Beschickung war heute sogar weit günstiger als dies sonst an einem Montag der Fall ist. Es wäre nur zu wünschen^ daß der Abbatt der Gentüsepreise auch in dieser Woche kräftig fortgefttzt .tpird, was sicher ohne Gefahr für die weitere Versorgung'' der Märkte geschehen könnte. , Die Belieferung Wiens mit Obst hät bisher gänzlich versagt. Das gesamte Obstangebot betrug heute auf de« Wiener Märkten.einige hundert Kilogramm Ananaserdbccrcni die auf' den Naschmarkt znm borgeschriebenen Preise von K l.7j) für 10 Dekagramm verkauft wurden. Größere Mengen von Slnanaserdbeeren sah man bei Straßenverkäitfern der inneren Stadt, bei welchen aber der Preis für 10 Dekagramm 3 Kronen betmg. Auch Kirschen, das Kilogramm zu 16 und 20 Kronen, waren in einigen Bezirkshandlttngen zu sehen. . Auf den Fi s ch m ü r! te it ivaren heute wieder lebend« Karpfen zu habeti. Obwohl die Fische klein waren -7 6 Stück gingeir uiigefähr ans eiu Kilogramm — war die Nachfrage sehr lebhafi, da lebende F-!»ßsische in'Wien noch immer am meisten begehrt sind. Die Großmarlti-alic verfügte heute nur über eine Meng« von 100 Kilogramm W'ichmürsleu. < Auf einzelne» Märl.en »ab e-:> Eier. i

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