Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 153 (22.6.1919)
- Date
- 1919-06-22
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979230--01365-2986759- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
5tr. 153 Men, Sonntag Wiener Morgenzeltung 22. Juni 1919 Seite 7 * _>v Vorträge und Versammlungen. I ü dischesozialistischeParteiDeutsch- 8 st e r r ei ch s, Wien, U., Obere Donaustraße 65/4. Am Dienstag den 24. Juni, 7 Uhr abends, findet im Ringcafö eine Besprechung statt, in welcher alle, die an dieser neugegründeten, ans sozialistischer und zionistischer Basis stehenden Gruppe Interesse haben, emgcladen sind. — I ü d. - a k a d. K u l t u r v e rb oc rt b „I a b n e*. „R e d e-- und Lesehalle, IX., Türkenstraße 9. Sonntag den 22. d. SDf., 10 Uhr vorniittaas, Dr. N. G o l d st e i n: Seminar für jüdisches Recht tEhesähigkeit und Ehehindernisse). — Donnerstag den 26. d. M., 6 Uhr nachmittags, Dr. A. K a m i n k a: Kurs über die späteren Propheten (Jeiaias). — C o n c o r d i a - C l u b, 45. o r d r n rliche Generalversammlung, Donnerstag den 26. Juni nni 3 Uhr nachmittags im „Concordia-Club", t., Börseoane 1l, l. Stock. Eingesendet. Advokat Dr. Adolf Rothfeld1 eröffnet« seine Advokaturskanzlei in Lemberg, Hetmanskag. 24 Schuhcreme! ERSTKLASSIG « OBERAU. ZU HABEN CHEM«FABRIK?GEZA flHRCZEG Wlg-fcl '.Zi V. BACH E RG ÄSS E 3.. Letzte Nachrichten. Die Kärntner Frage vor dem Viererrat. Saint-Germain, 21. Juni. (Korr.-Bur.) Der Oberste Rat der Alliierten hat sich heute unter Zuziehung militärischer Sachverständiger mit der Kärntner F r a g e beschäftigt. Nitti — Orlandos Nachfolger. x Basel, 21. Juni. (Tel. -er ,Wr. Morgenztg."). Einer Agenturmeldung zufolge bestätigt cs sich, daß Nitti mit der Neubildung des i t a lienischen Kabinetts beauftragt wurde. Vertreter des Ministerpräsidenten und des Ministers des Aeußeren wird Ti t t o u i sein, der gleichzeitig die Führung der Pariser Friedensdrlegation übernimmt. Die italienische Krise. London» 21. Juni. (Tel.-Komp.) Die englischen Blätter befassen sich eingehend mit der durch den Rücktritt Orlandos geschaffenen Lage. „Daily Herald" meldet aus Paris, die Mehrheit, die sich gegen Orlando, aussprach, sei ans verschiedenen Parteien zusammengesetzt, die nicht zusammeuwirken können. Die Partei Giolittis wollte die auswärtige Politik in andere Bahnen lenken, sic verurteilt aber auch dcffeu innere Politik.- . N i t t i,. der als Orlandos Nachfolger genannt wird, hat diesen früher oft im Kabinett unterstützt, aber auch Bcziehüügen zur Giolitte-Partei unterhalten. Man glaubt, seine Wahl zum Premierminister könnte zur Wiederausrichtung des Dreibundes führen und einen A n sgleich mit D e u t s ch ö ft e r r e i ch, der sich gegen die südslawischen Ansprüche in der Adria richten würde, zur Folge haben. Saint-Germain, 21. Juni. „Action Fraucaise" schreibt: Wir werden den wahren Sinn der italienischen Krise kennen, Jo* bnlb wir wissen werden, ob S o n n i u o in der Cousult6 bleiben wird oder nicht. Er repräsentiert ein System, daS ihn sicher nicht überleben wird. Wenn der Mann, der den Dreibund gekündigt und den Vertrag von London unterzeichnet hat, geht, so g e h t s c i n e P o l.i t i k mit i h m. ‘ Die Tschechen gehen zurück. Prag, 21. Juni. (Meldung des tschecho-flowakischm Presibnreaus.) Kämpfe auf der ganzen Front. Die Magyaren griffen mit zahlreichen Verstärkungen an, ohne, dank dein Geiste unserer Truppen, nennenswerte Erfolge zu erzielen. Durch Gegenangriffe errangen wir stellenweise Erfolge. Heeresgruppe des Generals Mittelhauser. Jm Mschnit-t von Konivrn richtete der Feind, unterstützt von Monitoren, seine, Angriffe gegen unsere Linien von Ogyalla' und Perbetä, die jedoch mißlangen. Zwischen Nenhäusel und Surany wurden feindliche Abteilungen, welchen es gelang, das Westufer des Neutraflusses zu erreichen, auf das entgegengesetzte User zurückgetrieben. Oestlich von Vrable und Cifar wurde ein starker feindlicher Angriff znrückgewiesen. Der Kampf geht weiter. >. restlich von Scheinnitz gelang es dem Feinde, sich Ujbanyas zu bemächtigen, doch konnte er trotz aller Anstrengungen nicht weiter hinaus Vordringen. Heeresgruppe des Generals Hennoque: Lebhafte Allgriffe nachts und früh morgens am 20. Juni. Wir x it um t e n etwas Gebiet nördlich von Plcs i v e e. In der Umgebung von Kascha», Hämmern und Klembarky hält unsere Armee Schritt für Schritt dem Drucke des Feindes stand. Westlich von Eperjcs und nördlich davon ist die .Situation'unverändert. : ‘ 1;!; / Eine halbe Million Strecker in der englischen Banmwo llindustrie. London, 21. Juni. (Tel.-Komp.) Die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern der B a n m w o l l- Industrie m L a n c n s h r r e find resnltatlos verlaufen. Die Frist, mit der die Arbeiter die Arbeit gekündigt haben, .ist kirfc adgelausen. Eine halbe Million Arbeiter sind in den Streik getreten. Kommunales. Der Voranschlag der Gemeinde Wien für das Verwattungsjahr 1919/20. Defizit: 403 Millionen Kronen, davon 220 Millionen ordentliche «nv 174 Millionen außerordentliche Ansgaben. Im Laufe der nächsten Woche gelaugt der Voranschlag für das nächste Kerwaltungsjahr der Gemeinde Wien im Stadtrat und im Gemeinderat zur Verhandlung. Der Magistrat hat soeben seine Arbeiten beendet, deren Resnltet ein Abgang von £ 0 3 Millionen ist, wovon ans die ordentliche Gebarung 229 Millionen und auf die außerordentliche 174 Millionen entfallen. Als Ursache des enormen Abganges weist der Magistrat in seinem Berichte in erster Linie auf die Geldentwertnn g hin, sowie auf den Umstand, daß die Einnahmen dieser Geldentwertung nicht in demselben Tempo und in demselben Ausmaße angepaßt werden konnten, tvie es auf der Ausgabenseite geschehen ist, und zwar deshalb, weil die Einnahmen der Gemeinde nicht so wie die Einkommeusteuer sich dem 'Geldwerte anpassen. Während zum Beispiel der Einkommen st euerertrag in Wien seit dem Frieden ans etwa das Vierfache g e st i e g e n ist, konnten die Stenerzuschläge und die Mietzinsumlage gegenüber den: Ertrage im Jahre 1913 nur um 22 Millionen höher veranschlagt werden. Während die ordent.liche-n Ausgaben sich seit dem letzten Friedensjahre um 19 0 Prozent erhöht haben, stiegen die ordentlichen Einnahmen nur um 4 5 Prozent. Noch ärger ist das Mißverhältnis bei der außerordentlichen Gebarung, deren Einnahmen ungefähr gleich geblieben sind, deren Ausgaben aber um 4 18 Prozent gestiegen sind. Unter den ordentlichen Ausgaben sind die Besolbnngen und Pensionen rund 174 Millionen, wovon 103 Millionen ans die Maßnahmen der jüngsten Zeit entfallen,' die Arbeiten und Herstellungen mit rund 26 Millionen, die Ausgaben für den Schuldienst mit 97 Millionen veranschlagt. Von den restlichen .Ausgaben sind insbesondere die für Fürsorgezwecke hervorzuheben, so I5 Millionen für die Jugendfürsorge, 4,3 Millionen für Tuberkulosefürsorge. ' Inder au ß e r o r d en tliche n Geb arun gentfallen auf Teuerungszulagen des Personals 77 Millionen, ans Bauten und sonstige Investitionen 140 Millionen, auf die durch den Kreg verursachten Zwecke 65 Millionen. Hinsichtlich der Bedeckung bringt der Magistrat, wie schon gemeldet, bezüglich der außerordentlichen Gebarung in Vorschlag, den Abgang durch eine Kreditoperation zu decken, weil eine Belastung der Bevölkerung derzeit unmöglich sei. Bezüglich, des Abganges bei der ordentlichen Gebarung verweist der Magistratsbericht auf die vom Staate im Verhandlungswege zu erreichenden Nebe rweisnngen des Ertrages von Staatsstenern, und zwar der H aus zins st euer und der Verzehrungssteuer, dann auf die Einhebung von Zns ch lägen zur Einkommensteuer oder'ans die Durchsetzung eines entsprechend höheren Anteiles der Gemeinde an den Ueberweisun^en aus Staatsmitteln. Hierdurch ergäbe sich eine Bedeckung für rund '100 Millionen. Der Rest von rund 129 Millionen soll nach dem Anträge des Magistrates durch eine Erhöhung der Zirrs- und S ch u l h e l l e r hereingebracht werden.. Die Erhöhung der Zinsheller soll auf durchschnittlich 351/2 Heller von der Zinskrone vorgenommen werben, wobei natürlich eine Abstufung nach kleinen und großen Mietzinsen in Rücksicht genommen wird. Bei einem Zins von 19.000 Kronen soll eine jährliche Mehrleistung von' 4207. Kronen von der Mietpartei gezahlt werden. Der Magistrat geht Über einen höheren Zins nicht hinaus, weil nach seüier Ansicht eine weitere Differenzierung die Erreichung des zu deckenden Betrages vereiteln würde, da in Wien rund 75 Prozent aller Wohnungen Kleinwohnungen sind und nur 5 Prozent große Wohnungen, während' die westlichen 20 Prozent auf kleinere und größare Mittelwohpungen entfallen. Die Erhöhung der Zinse trifft außey Pen 654.000 Wohnungen auch die 18.0000 Geschäftslokalitüten. Rund 500.000 aller Wohnungsiuhaber und eine große Anzahl von Geschäftsinhabern fallen nach dem Bericht des Magistrats unter jene Stufe - der erhöhten Mietzinssteuer, so daß diese zusammen 112,4 Millionen Kronen, die 54.000 Wohnungsinhaber und der übrige Teil der Geschäftsinhaber 52,3 Millionen Kronen zu tragen hätten. . Die Veranlagung wäre sehr einfach, weil sich die prozentuelle Erhöhung des Uruttozinses nach dessen Höhe richtet, somit für den Hauseigentümer.in jedem einzelnen Fälle leicht feststellbar ist. Der Magistrat schlägt als Wirksamkeitsbegmn bereits den Angusttermin vor. , Trotz der großen Tariferhöhung ist auch für die drei großen Unternehmungen der Gemeinde für das nächste Berwaltung'sjahr ein Gebarungsabga ng vorgesehen, und' zwar für die Straßenbahn 30 Millionen, die Gas- und Elcktrizitätwerke je 3 Millionen Kronen, > .j.; ' Die Beratungen über den Haushalt der Gemeinde Wien. Der Gemeindevertretung steht eine arbeitsreiche Woche bevor. Montag, Dienstag und Mittwoch wird der S t a d t v ft t sich mit den Beratungen des Voranschlages fite das nächste Verwaltuugsiahr, das ist für die Zeit vom 1. Juli 1919 bis 30. Juni 1920 befaffen. Die Sitzungen des G e m e i 11 b crates der nächsten Woche, die am Donnerstag, Freitag, Samstag und M 0 n t n g den 30. d. M. stattsinden, werden ebenfalls das'Budget der Gemeinde zum Gegenstand der Verhandlungen staben. Die Ernährung. Der Marktbericht. Dic F l e i s ch k n a p p h e i t nimmt in Wien immer meh< zu. Das amerikanische Pökelfleisch, das für die Deckung dos^ rationierten Bedarfes zur Verfügung steht, besteht ausnahmslos ans Speck und die wenigen Fleischarten, die noch marken- .frei erhältlich sind — wie Ziegen-, Kitz- und Schaffleisch. —'. kommen trotz der hohen Verkaufspreise, die für diese Gattungen bewilligt wurden, nur in verschwindend kleinen Men- * gen nach Wien. Dieser Umstand brachte gestern der Großmarkthalle wieder einen außerordentlich starken Zuzug -von Käufern. Zur Verfügung standen nur zirka 9000 Kilogramm Pökelfleisch, die überdies auch zum großen Teile aus Speck bestanden'. Die Nachfrage war derart lebhaft, daß die Ab- , gäbe gegen Einkaufschein mangels weiterer Vorräte um1/2 9 Uhr früh beendet lvar. Die Hatte wurde um diese Stunde 'vorübergehend geräumt. 'Angeboten waren nebst dem Pökel-- fleisch und den rayomerten Fleischmengen 160 Kilogramm Mrschwurst, das Fleisch von 43 Schafen, etwas 'Kitz-, uir.d. Ziegenfleisch. ' '• Die Beschickung der Fischmärkte versagt in letzter Zeit gänzlich. Gestern waren'überhaupt keine Zufuhren zu verzeichnen. Die Zufuhren an frischen Fluß- oder Seefischen dürfte sich auch in der nächsten Zeit sehr ungünstig gestalten.., Das Angebot an konservierten Seefischen hat dadurch eine Verringerung erfahren, daß das Entwässerungsverfahrerr und der Bezug der Stockfische über die Sommermonate eingestellt wurde. r Die G r ün w arenm är kte waren gestern wieder sehr reichlich beschickt. Auch die Nachfrage hat, da die Preise für. die Gärtnererzeugnisse durchschnittlich um 40 bis 60 Prozent ermäßigt wurden, stark zugenommen. lieber f ri sch es Obst Verfügte gestern nur der .Naschmarkt, ans welchen durch. Organe des Kriegswucheramtes. 1850 Kilogramm Ananaserdbeeren gebracht wurden, die für den Schleichhandel .bestimmt, ans dem Aspangbahnhof be-' schlagnahmt wurden. Die Erdbeeren wurden unter der Kon-. Grolle der Marktämtsfunktionäre durch die Kleinhändler zum vorgeschriebenen Höchstpreise — .10 Dekagramm K. 1.71 — verkauft. ' ' An Südfrüchten gab es Feigen, Karoben, Zitronen und eine Sendung von 180 Kisten Orangen, der Preis der letze leren betrug. 70 Heller bis K. 1.70 das Stück. , ' ' . Auf den meisten Märkten waren gestern Eier erhältlich. Atöstbeftäilde an Eiern kommen heute in der Biktüalienyakle' . im dritten Bezirke zum Verkaufe. Fettabgabe. In der Woche vom 22. bis 28. d. M. wird wieder die volle W 0 ch e n f e t t q n 0 t e von 12 Deka-, gramin Fettprodukten pro Person, und zwar amerikanischer Speck - zur Ausgabe gelangen, so daß auch die Fettkartenabschnitte für nichtrayoniertes Fett zur Einlösung kommen. Bei den städtischen' Schweinespeckabgabestellen werden Pro Person 12 Dekagramnr Salzspeck gegen Abtrennung des H-Abschnittes Nr. 145 und der. , beiden Abschnitte Nr. 145 für nichtrayoniertes Fett der Fettkarte sowie Durchlochung der Ziffer 19 der gelben Mchlbezngskarte ausgegcbcn. 12 Dekagramm Salzspeck kosten. K 3.60.. . Or?, ganisicrte Verbraucher mit blauen Mehlbezngsschcincn erhalten die-'- Fettqnote bei der Bcrschlcißstelle ihrer Konsumentenorganisatiön.i Abgabe von Kondensmilch. Zur Verbesserung' der . Milchversorgiing der Kinder in Wien -wird aus'- den zur Bcr- ' siignng stehenden Milchkonservenvorräten in der'Zeit vom 22. Juni / bis 5. Juli d. I. an Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahre Kondensmilch abgegeben. Jedes Kind vom ersten bis zum zweiten Lebensjahre hat. Anspruch ansi . drei,/ jedes Kind vom zlveiten bis zum sechsten Lebensjahre ans. - eine Dose. Die. Abgabe der entfallenden Onote, die. auch in Teil^i mengen bezogen werden kann, erfolgt" gegen Vorweisnng der: Milchkarte zum amtlich festgesetzten Preis von K 5.~ für eine : Dose. Die Milchabgabestellen sind verpflichtet, bei jeder Abgabe . von Kondensmilch eine der Zahl der verkauften Dosen ent- . sprechende Anzahl der Tagesabschnitte der 123., beziehungsweise 124. Woche — beginnend mit dem Montagsabschnitt der 123. Woche — von der Milchkarte abzutrenuen. Marmeladeabgabe. Donnerstag den 26. d. M. .beginnt ' die nächste^Ausgabe von Marmelade. Sie erfolgt andie Büch- - staben der Hanshaltimgen -^ bis 6-, Sch Donnerstag den 26c, H bis..; L, St Freitag den 27., M bis R, Samstag den 28. und S bis Z Sonn- : tag den 29. d. M. und Montag den 30. Vom 1. Juli an wird an alle Haushalte ohne Unterschied Marmelade abgegeben. Für jede ' Person des Haushaltes ist 1 K i l 0 g r a m m M a r m e l a d e auszufolgen. Znbnßen an Kinder und Schwerarbeiter werdennicht gegeben. Die Abgabe erfolgt nur gegen Vorweisung des Einkausscheines, aber ohne Abtrennung eines Abschnittes von diesem. Au einen Bezugsberechtigten darf auf einmal nicht mehr Marmelade ausgegeben werden, als der Zahl der Haushaltungsangehörigen unter Berücksichtigung der Kopfquote von'1 Kilo--, gramni entspricht. Es ist jedoch erlaubt, an einem anderen Tagen neuerlich Marmelade bis zum obigen Höchstausmaße zu verkaufen. Der Verkauf von Marmelade ist nur den behördlich bewilligten Abgabestellm gestattet, die die vorgeschriebenen Höchstpreise genauest cinzuhalten haben. Billigeres Sauerkraut. Bei der Abgabe von Sauerkraut in der kommenden Woche, die. ohne Einschränkung der Menge und ohne Vorweisung einer Ausweiskarte erfolgt, wird ' der Kleinhandelspreis auf 70 Heller für das Kilogramm herab- " gesetzt. Kartofielabgabe. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag -. werden im I., VIII., IX., XVIII., XIX. und XXI. Bezirk Kartoffeln^ und zwar 1 Kilogramm für den Kopf abgegeben. Abgetrenüt' werden die Abschnitte 8 und T der Kartoffelkarte. Lebensmittelverkauf der Rohö. Morgen Montag: Zentralmagazin, VIII. Bezirk, Piaristengaffe 19: Abgabe von Sardinen in reinstem Olivenöl (Viertlet^ Zitronen, Sardellen in Oel, Kartoffelwalzgrieß, Backpulver» , Kümmel. Franckkaffee von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — I. Bezirk, Nibelungengasse 7: Zitronen, Franckkaffee, Krachmandeln von 9 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — H., Hl., IX., X., XII., XIII., XVII. und XIX. Bezirk: Abgabe von Lekwar, Sardinen in reinsten: Olivenöl (Viertlet'),- Kartoffrlwalzgrieß, ' Zwirn von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis, 5 Uhr. — IV. und ' XVIII. Bezirk: Abgabe von Sardinen in reinstem Olivenöle ' (Viertler) und diverse Kleinigkeiten von 8 bis 12 Uhr und von ' 3 bis 5 Uhr. — XXI. Bezirk: Bari, Zwirn, Labsal, Suppemnäffe, Franckkaffee, Kartosfelwalzgrieß von 9 bis 12 Uhr und von 2'vis ' 4 Uhr. — In allen Abgabestellen Ausgabe von zugewiesenen Eiern an die mit Mehl rayonierten Mitglieder. — Rohd'-Aktion „Hilf dir selbst", VII., Westbahnstraße 31, von 9 bis 12 Uhr und von 3 bis 4 Uhr Verkauf von Leinen, Damrnhemden. Barchent, ' Köper, Batist. Müllino, Samt, Jnlet, Flanell, Kopspolstern, Handtüchern m Strohsncken. — D a m p f w ä s ch e a k t i 0 n. Mitglieder, die ihre Wasche durch unsere Waschanstalt schonen- ' und zu ermäßigten Preisen gewaschen haben wollen, können sich in unserer Kanzler,!., Nibelnngcngaffe 7, nur jeden Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr vor- ' merken.