Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 151 (20.6.1919)
- Date
- 1919-06-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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bette 2 Wien, Freitag Provinz haben die Sozialisten ebenfalls große Erfolge errangen. Eine gewaltige Niederlage erlitten die Agrarier,' welche in Prag kein einziges Mandat erringen konnten, aber auch in den einzelnen Landgemeinden nicht so erfolgreich waren, wie sie erwartet haben. Daraus ist zu ersehen, daß in dem Volk bereits die Einsicht.dämmert, wer seine Interessen in dem Krieg am schwersten geschädigt hat, wo die ärgsten Blutsauger und Kriegsgewinner zu suchen sind. Die agrarische Partei und deren Organe „Venkov" und ^.Becer" haben hie ganze Zeit über die wüsteste, unflätigste antisemitische Hetze entfacht, um die Auf-, merksamkeit der proletarischen Schichten von sich abzulenken und die Juden dem Haß des Volkes hinzuwerfen. Auf Kosten dieser Hetzpresse sind die antisemitischen Ausschreitungen zu setzen, durch welche die Ehre und das Ansehen der tschecho-slowakischen Republik vor der Welt erheblich geschädigt wurde. Durch den Sieg der Sozialisten und insbesondere der nationalsozialen Partei, deren Führer Minister Klofae gerade in letzter Zeit in verschiedenen Reden eine versöhnliche und verständnisvolle Haltung gegenüber den nationalen Minoritäten eingenommen hat, ist die Hoffnung begründet, daß der extreme nationale Chauvinismus, der in letzter Zeit zum Schaden des Staates überhand, zu nehmen drohte, an Macht verlieren wird und sachlichere, höhere Gesichtspunkte ausschlaggebend sein werden. Denn auch das. wichtigste Problem der tschechoslowakischen Republik, die Frage der nationalen Mimtitäten, hat durch die Wahlen eine Klärung erführen. Die Deutschen sind überall in den Wahlkampf eingetreten und haben nicht nur im geschlossenen Siedlungsgebiet, sondern auch in den größeren tschechischen Städten eine beträchtliche Anzahl von Mandaten errungen. Es hat sich gezeigt, daß in dem geschlossenen deutschen Siedlungsgebiet nicht so viel Tschechen wohnen, wie immer behauptet worden war, In manchen Städten wurde gar kein Tscheche gewählt,. in manchen wieder verschwindende Minoritäten. In Prag, Pilsen, Bubweis, Brünn, Olmütz usw. haben die Deutschen «ine Anzahl Minderheitskandidaten durchgebracht. Es ist nun zu hoffen, daß sie auch der neuen Situation gewachsen sein werden und nicht sich in Reminiszenzen an die aste, bankerotte Macht- und Trutzpolitik ergehen, sondern für eine vernünftige Lebensmögltchkett unter Ausschaltung aller Aggressivität Sorge tragen werden. Das deutsche Gebiet, das nunmehr unbestritten dem tschechoslowakischen Staat zufällt, wird zweifellos eine weitgehende Autonomie erhalten und es wird ein Prüfstein für die Tschechen sein, daß sie nicht die Fehler des alten Oesterreich nachahmen, sondern durch eine gerechte Nationalitätengesetzgebung alten Völkern die Möglichkeit friedlicher Zusammenarbeit und kultnrel.'er Entfaltung bieten. Von größter Bedeutung ist der Umstand, daß bei den Wahlen auch die jüdische Minderheit eine Vertretung in den größeren Städten erlangt hat. Nach den bisher bekanntgewordenen Wahlresultaten sind, bereits etwa 80 jüdischnationale Mandatare in die kommunalen Vertretungen gewählt. Am erfreulichsten ist der Umstand, daß in manchen Städten beinahe die gesamte Judenschaft geschlossen für die jüdische Liste eintrat. Die Wahlen haben einen großen Sieg des jüdischen Dolksgedankens gebracht. Die jüdische Vertretung in den Gemeinden wird um so wichtiger sein, als ihr die Wahrung der jüdischen Interessen gegenüber der antisemitischen kommunalen Wirtschaftspolitik obliegen wird. Es wäre zu wünschen, daß die gewählten Mandatare sich zu einem Verband vereinigen, um gemeinsame Richtlinien für die jüdische Kommunalpolitik festzusetzen. Die Juden treten das erste Mal als Juden in die Gemeindestuben ein. Sie werden dort im Sinne einer Gesundung des Wirtschaftslebens und eines Abbaues des nationalen Hasses ein reiches Wirkungssield haben. Diese ersten Wahlen scheinen übrigens die jüdischnationale Partei an manchen Orten ziemlich unvorbereitet getroffen zu haben. Man wird sich wundern, daß in Städten wie Zizkov, Budweis und einigen 1 anderen die Aufstellung einer jüdischen Liste verabsäumt wurde. Jedenfalls ist aber der Beweis erbracht, daß der jüdischen Minorität auch in der Nationalversammlung eine angemessene Vertretung zukommt. Durch diese erste politische Aeußerung haben die Juden der Tschecho- Slowakei eindeutig kund gegeben, daß sie als Volk auf Respektierung ihrer nationalen Interessen Anspruch erheben. Dieses Bekenntnis zum eigenen Volk ist ebenso wie in Wien, in Polen und anderwärts der Beweis, daß die Assimilation abgewirtschaftet hat und auf der ganzen Welt nur die Jüdischnationalen die Legitimation besitzen, für das jüdische Volk zu sprechen und zu handeln. Differenzen im Text der Ententeborschläge an Deutschland. Berlin, 19. Juni. (Kon.-Bur.) Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet aus Weimar: Zwischen dem Memorandum und dem mit roter Tinte verbesserten Urexemplar sind einige Differenzen festzustellen, die schwer ins Gewicht fallen dürften. Das Memorandum enthält Aenderungen, die in dem verbesserten Urexemplar fehlen. Es scheint deshalb jetzt festzuftehen, daß schon aus diesem Grunde eine Anfrage in Paris notwendig sein wird. Eine zweite Rückfrage gilt der Möglichkeit, ob das Memorandum als offizieller Bestandteil des Friedenstraktats anzusehen sein wird oder nicht. Wiener Morgenzettung 20. Juni 1919 Nr. 151 Zwischen Krieg und Frieden. Wird Deutschland unterzeichnen? Berlin, 19. Juni. (Tel. her „Wiener Morgenzeitung".) Gegenwärtig läßt sich noch nicht feststellen, wie sich die Nationalversammlung in Weimar zu der Frage der Unterzeichnung stellen wird. Der „Vorwärts" schreibt, es werde sich darum handeln, zwischen Kabinett und Majorität der Nationalversammlung die Uebereinstimmun g zu sichern. Wäre diese nicht vorhanden, so wäre nötig, das Kabinett umzubilden. Das „Berliner Tageblatt will wissen, das; Brockdorff und die Friedensdelegation in ihrem Willen, nicht zu unterzeichnen, völlig einig seien. Wie man erfährt, sollen auch mehrere Minister gegen die Unterzeichnung sein. Es tauchen bereits Namen auf, die für den Ministerpräsidentenposten in Frag« kommen. Man nennt unter anderen Noske, Grzb.erger und Hermann Müller- Für und gegen die Unterzeichnung. Berlin, 19. Juni. (Korr.-Bur.) Die „Bossische Zeitung" schreibt: Die Bewegung für die Unterzeichnung geht fast ausschließlich von Abgeordneten aus den besetzten oder von der Besetzung bedrohten Gebieten aus. Die Abgeordneten füvchten im Falle der Nichtunterzeichnung das Schlimmste für ihre Gebiete. Diese Darstellung gilt aber nur für die Abgeordneten des Westens, im Osten sind die Abgeordneten bis jetzt ausnahmslos gegen die Unterzeichnung. Die „Morgenpost" sagt: ES ist sicher, daß sich die Stimmen für die Unterzeichnung mehren. Die größten Schwierigkeiten für ein „Ja" liegen im Osten. Hier handelt es sich nicht um eine wirtschaftliche Frage, sondern um unsere nationale Ehre und um die Geschicke von Zehntausenden von Deutschen. WllsynS Optimismus. Stov-Pork, 1,9. Juni. (Funkspruch des Kvrr.-Bur.) „Sun" bringt die Nachricht, daß Präsident Wilson bezüglich der Unterzeichnung des FrftdensvertrageS durch die Deutschen optimistisch ist. Präsident Wilson sei der Ansicht, daß die Antwort der Alliierten überzeugend sei; er hätte ferner aus den Verhandlungen, welche die Amerikaner mit den Deutschen in der Finanzkommission führten, die Ueberzeugung gewonnen, daß Deutschland unterzeichnen werde. Die Ententepläne für den Fall dev Verweigerung der deutschen Unterschrift. New-York, 19. Juni. (Tel.-Comp.) Nach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Paris hat der Rat der Vier am Montag mit Marschall Foch die Pläne für die Kriegsoperationen beraten, die im Falle der Verweigerung der deutschen Unterschrift in die Wege geleitet werden sollen. Die Kruppwerke in Essen sollen nach diesem Plane durch britische und amerikanische Truppen besetzt werden. Engländer und Amerikaner werden gleichfalls alle vorgeschobenen Stellungen dieses Gebietes besetzen, während die Franzosen über den Brückenkopf von Kehl hinaus 80 Kilometer und bei M a i n z 15 Kilometer vorrücken. Starke Artillerie und 190 neue Tanks sind konzentriet worden. Die britische und französische Kavallerie hat strikte Befehle erhalten, amerikanische Kavallerie ist in der ersten Linie angekommen. Die alliierten Flieger haben während der letzten drei Monate täglich Aufnahmen des deutschen Geländes gemacht und sämtliche Batterien photographiert. Die alliierten Batterien stehen s ch u ß b ereil und sind in der Lage, bei einem deutschen Widerstand die Stellungen der Deutschen sofort zu vernichten. Material für Schiffsbrücken ist bereit, um den UeHergang über den Rhein zu bewerkstelligen.; Die jüdische Mittelschule in Wien, Von Dr. Wilhelm Stein. Es wird endlich ernst mit der Gründung einer jüdische» Mittelschule in Wien. Nur technische und jimstlsche Schwierigkeiten trennen uns noch von der Verwirklichung eines Projektes, das nur als erstes Glied einer ganzen Reihe von Gründungen aufgefaßt werden kann, die in ihrer Gesamtheit das planvolle System eines jüdischen Schulwerkes bieten werden. Voraus ging die Schäftung des jüdischen Pädagogirnns, daS jenes Lehrer- und Erziehermateiial liefern soll, daS zur Sicherung eines so bedeutsamen Werkes unumgänglich notwendig .ist. Ueber die Bedeutung einer jüdischen Mittelschule braucht heute nicht mehr diskutiert zu werden. Erst in einer solchen Schule kann die jüdische Jugend ungehindert von allen gefährliche» judentumsfeindlichen EinftÜften herangebildet werden, sie kann endlich auswachsen in steter Berührung mit dem kostbaren Erbe unserer jüdischen. Vergangenheit, in jener Atmosphäre, die daS Hebräische und die jüdische Geschichte schaffen. Diese Jugend wird ungebrochen und geradlinig heranwachsen, weil in den Räumen der Schule jüdische Menschen in jüdischer Umwelt leben werden. Und diese Einheitlichkeit und die daraus sich ergebende Lebenssicherheit wird hundertmal den gewiß fraglichen Nachteil aufwiegen, der möglicherweise aus dem Fernhalten der jüdischen Jugendlichen von ihren nichtjüdischrn Altersgenossen rnkstrhen könnte, ganz abgesehen davon, daß die gleiche Wesensart von Schüler und Lehrer ganz ungeahnt Möglichkeiten für die Methode und das Tempo der Arbeit erhoffen läßt. Es ist ganz selbstverständlich, daß unsere Schule zumindest all das bieten wird, was die staatlichen Anstalten für die nichtjüdischen Fächer verlange«, das heißt, daß wir unS ganz dem heute giltigenLehrplan unterwerfen und das osfizieleLehrziel anstreben.Aber es bedarf wohl keiner besonderen Erörterung, daß sich innerhalb dieses Rahmens genügende Bewegungsfreiheit finden laßt, um dem jüdischen Schüler und seiner Art, Welt und Menschen gu sehen, zu entsprechen; man stelle sich nur vor, wie ganz anders in unserer Schule allgemeine Geschichte gelehrt werden muß. Daneben werdm die jüdischen Fächer einen breiten Raum einnehmen; Hebräisch als lebmde Sprache, aber auch zugleich als Mittel, das geistige Erbe unsererVäter zuerwerben; jüdische Geschichte nicht in einer Anhäufung oter Daten und Namen, sondern als Wiffen um den innern Werdegang unseres Volkes und damit unserer eigenen Gegenwart; und all die Kenntnisse, die imS in Beziehung setzen zu den Schöpfungen der jüdischen Gemeinschaft. Daß aber nicht nur Wissen vermittelt werde, dafür haben die jüdischen Lehrer zu sorgen, die auf dem wohlgegründeten Bod» des volksbewußten Judentums stehend, selbst Persönlichkeiten, nicht armselige und pedantische Schulmeister, die jungen Menschen nicht nur zu belehren, sondern in erster Linie zu erziehen haben. Für eine solche Jugend, wird die demütige Ehrfurcht vor den Traditionen des Judentums ein selbstverständliches Gefühl sein, so daß die Wahrung des Sabbats und der jüdischen Feste und Bräuche keine äußerliche, befohlene Pflicht, sondern eine innere Notwendigkeit werden muß. Dem Schulthpus nach wird diele Mittelschule wahrscheinlich ein R e a l g h m n a s i u m darstcllen, das auf die Vorteile der wichtigsten klassischen Bildung nicht verzichtet und doch den Weg zur realistischen Bildung rechtzeitig öffnet. Diese Kombination dürfte wohl auch der künftigen Einheitsmittelschule am nächsten kommen. Alle Errungenschaften modernerPädagogig müssen an unserer Schule verwirklicht verden; ich nenne nur die Prmzipien der A r b e i t S s ch u l e. die den bloß intelleckuellen, passiven Unterricht von heute verwüst und an seine Stelle die mlttätige und Mltschaftende Arbeit des Schülers setzt, so daß die größtenteils durch eigene Tätigkeit erworbene Erkenntnis zum dauerhaften Erlebnis m der Seele des Schülers wird. Soll aber unsere Anstalt eine Musterschule sein — das nur sie schon deshalb, um in möglichst große Distanz von der berüchtigten ,Judensch»ie" zu kommen dann bedarf sie der regsten Mithilfe der weitesten jüdischen Oeffentlichkeit. Es handelt sich ja hier nutzt um eine nationale Trutzschule oder um eine Pflanzstätte engherziger Parteigestnnung, nein, wir wollen eine Schutt schaffen, die von lebendtgsten jüdischem Geiste erfüllt ist und8 einmal vollwertige jüdische Menschen hinauszustellen vernrag, die ihre« Platz wo immer, aber unter alle» Umstanden im bewußter Judentum finden sollen. Eine solche Schule muß als ein Werl des gesamten Judentums gefühlt werden, soweit es die Zukunfj seines Volkes wahrhaft will. Aus diesem Grunde ist die Schaffung eines jüdischen SchulvereineS in die Wege geleitet, der alle Elemente umfassen soll, die in der Einrichtung eines jüdischen'Schulwerkes auf bewußtjüdrscher Basis die einzige Gewähr für die Erhaltung und Erneuerung des Judentums im Galuth erblicken. Für den Nationaljudm ist Mitarbeiterschaft an diesem jüdischen Schutt verein «ehr als eine der zahlreich» Pflichten der 'Organisation gegenüber, denn sie muß der Einsicht m die weittragende Bedeutung dieser kulturelle» Tätigkeit entspringe», die einzelnen Bezirksgruppen und Vereine müffm unmittelbar eine rege Propaganda in all» jüdischen Kreisen entwickeln, indem sie auf die Wichtigkeit des Schulwerkes Hinweisen und zur Mithilfe aussordern. Nur dann kann es gelingen, die Schule zu einer Institution der gesamten Judenheit zu machen, an der alle Schichten teilhaben. DreAnterrichtSkommission des Jüdisch e n N a t i o n a l r a te s, von der die Anregung zur Gründung diesejüdisch» Schulvereins ausgeht, rechnet mit de, tätig» Mitarbeit der breiteste» jüdisch» Oeffentlichkeit, denn das Verständnis für die Bedeutung des jüdisch» Schulwerkes in Wi» ist ei» verläßlicher Gradmesser der Reife, die man für die Forderung» und Aufgabm der jüdisch» Geg»wart zeigt. Es ist zu hoff», daß sich die jüdische Bevölkerung Wiens, die bei politisch» Aktion» soviel reife Einsicht gezeigt hat, einer so bedeutungsvoll» kulturell» Forderung voll gewachsen zeige. Der polnische Imperialismus in Polen «nd der Akraine. Der „Manchester Guardian" veröffentlicht die folgende bezeichnende Zuschrift; Der polnische Angriff auf Litauen und die Ukraine wird von tot Alliierten nicht sanktioniert, aber die Polen haben in dieser Sache ihre eigene Ansicht und scheren sich nicht um daS Einverständnis der Alliierten. Sie fahren; fort, neue Gebiete Litauens zu besetzen und ziehen diejenigen Teile des Landes vor, welche von den Bolschewiken bereits evakuiert wurden. Von den Alliierten mit Munition und Waffen zu dem Zweck versehen, sich gegen die Bolschewiken zu verteidigen, haben die Polen die ukrainischen Bauern als Bolschewiken angegeben und sie in Galizien angegriffen. Wahrscheinlich werden sie in kurzem auch die Litauer und weißrussischen Baue» als Bolschewiken erklären, als Vorwand für ihre „Polizeitätigkeit" in jenen Ländern. Die gegenwärtige polnische Negierung, hauptsächlich die Großgrundbesitzer in Litauen, Weißrußland und der Ukraine, wünschen die politische Verwaltung in diesen Länder» nach deutschem Muster herzustellen, wie auch ihre, politische Erziehung seit jeher durch die deutschen Junker stark beeinflußt war. Diese polnischen Junker planen die Verteilung der großen Güter in Litauen und der Ukraine unter die polnischen Bauern, um deren Landhunger zu befriedigen, das polnische Element in jenen Ländern zu stärken und so Litauen und die Ukraine ihrer unstreitigen Rechte zu berauben. Das ist jedoch ein sehr gefährliches Spiel, bet welchem am Ende zum großen Nachteil der Polen Deutsche und Russen gewinnen könnten. Wäre es nicht recht und billig, wenn die englische Nation dieser imperialistisch» Taktik der polnischen Junker mehr Aufmerksamkeit zollen würde, um Polen vor einem unausbleiblichen Zusammenbruch zu schützen unh seine Existenz als freier und demokratischer Staat zu fördern, welcher imstande wäre, mit [etueu Nachbarn in Frieden zu leben?