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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-19 · Heft 150 (19.6.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 150 (19.6.1919)
Date
1919-06-19
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Donnerstag — -:— Tagesbericht. Hungerkrawalle im Landesgericht. Wir haben bereits im gestrigen Morgenblatt mitgeteilt, daß im Lanbesgericht seit einigen Tagen das -Schreien der an Hunger leidenden Häftlinge vernommen jioirb* Bei der Erörterung der Prügelaffären war bereits 'amtlich die mangelhafte Ernährung der Häftlinge einigestanden worden. Nunmehr bezeichnet jedoch das Lanbesgericht die Klagen der ihm Uebergebenerr als -gewissermaßen politische Akte und bringt sie in 'Zusammenhang mit den Schießereien am Sonntag'. 'Gestern ^erschien Staatssekretär Dr. Bratusch im Landesgericht |ntnb begab sich mit der Hauskommission zur Zeit der Musspeisung in das Gefangenenhaus, um die Situation . rM überprüfen. Um diese Zeit war in den Zellen ^Ruhe eingetreten. Die Soldatenräte der Volkswehr 'schlossen sich der Kommission an. Die Kammissipn .verfügte. entsprechende Vorkehrungen. 4^! MDWWW i\: Lebensmittel für die Häftlinge. In der gestrigen Stadtratsitzung teilte Bürgermeister Neu mann mit, daß im Landesgerichte eine förmliche Hungerrevolte ausgebrochen sei. Der Direktor des §lpprovisiouieruügsamtes im Landestzericht, Süßmayer, wendete sich an verschiedene Stellen, um Lebensmittel zu bekommen. Er ersuchte auch den Bürgermeister, aus den Vorräten der Gevneinde dem Landesgerichte leihweise Lebensmittel zu überlassen. Die Lage im Landrsgericht wurde dadurch erschwert, daß in den Räumen, die einenBelegraum für -.1000 Personen haben, gegenwärtig 1715 Personen nnterigebrächt sind. Der Bürgermeister bemerkte, 'daß eS natürlich nicht angehe, gegen den Hunger das salte Mittel der Prügel anzuwenden, sondern d a ß nr a u )fitx Lebensmittel sorgen müsse. Er habe Häherveranlaßt,daß dem Landesgerichte gestern noch 2000 Kilogramm Schwarzmehl, 800 Kilosgramm W e i ß m e h l, 3 0 0 Kilogramm Margarine, [30 0 Kilogramm Sch weinefett, 2000 Kilogramm D'aferreis und 1000 Kilogramm NohmrdSandsUcker aus den städLisAen Vorräten überwiesen werden. : \i\ ' : -i f Den Verfügungen des^ Bürger meisterst wurde. Zustzestimmt.!§i! Ä!AlZtl! l?! -!./ \ Anitta Müller in der Schweiz. Tiefer Eindruck ihrer Wiener Elendsschilderungen in der Schweiz. Bern, 18. Juni. (Korr.-Bnr.) Die Vortrage über das Wiener Elend, die Anitta Müller in Schweizer Städten hält, machen den denkbar größten Eindruck. Das konservative »Berner Tagblatt" widmet diesen Vorträgen einen Artikel, in dem es sagt, daß die vorgesührten Lichtbilder an die Bilder erinnern, die vor Jahren über die Hungersnot i n I n d i e n gezeigt worden sind, und schließt: Wir sind überzeugt, daß unsere Mitbürger auch weiterhin ihr Liebeswerk mit allen Kräften fortsnhren werden, aber das find alles nur Tropfen auf den heißen Stein. Wirlliche Hilfe kann Wien nur durch das Gewisien de^ ganzen zivilisierten Welt werden, das einen gerechten Frieden für Wien fordern muß, einen Friedm, der Wien lebens- und arbeitsfähig erhält und ihm die Mittel zum Wiederaufbau,.des zerstörten Wirtschaftslebens an die Hand gibt. Die Kohlenversorgung Deutschösterreichs. Verhandlungen in Mähr.-Ostrau. , Amtlich wird verlautbart: In den letzten Tagen hat in M ä h r. - O st r a n über Einladung und unter Vorsitz der Kohlenkomnussion des obersten Wirtschastsrates der Entente. Oberst Coodhear eine Beratung der Vertreter der Tschecho-Slowakei, Polens und Deutschösterreichs über die Verteilung der Kohle aus den für die Kohlenversorgung dieser Staaten hauptsächlich in Betracht kou.mcnden Kohlengebieten stattgesimden. Bei den Verhandlungen wurde ein U e b e r e i n« kommen entworfen, durch das den wirtschaftlichen Bedürfnissen der drei Republiken möglichst Rechnung getragen und bis zur Wiederkehr normaler Verhältnisse eine gewisse Regelmäßigkeit der Kohlenversorgung erzielt werden soll. Dieses Uebereiukommen. soll zunächst .für fr chsMouate abgeschlossen werden. * Dr. Karl Meiscls gestorben. Am 18. b'. M. starb in k-raz nach langer Krankheit der ehemalige Sekretär der Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds in Wien, Dr. Karl Meisels, im jugendlichen Alter von 26 Jahren. Dr. Weisels hat sich um das Aufblühen der österreichischen Sammelstelle zroße Verdienste erworben. {Seit früher Jugend begeisterter Anhänger der nationalen Idee, arbeitete er unermüdlich mit größter Aufopferung für die zionistische Sache. In stiller rastloser Kleinarbeit,. allem Pathos und aller Deklamation 'abhold, vermochte er große Erfolge zn erzielen. Durch sein bescheidenes, liebenswürdiges Wesen war Dr. Meiscls in der Partei geschätzt und beliebt und sein tragisches Ende wird nicht nur in den streifen der österreichischen Zionisten, sondern insbesondere auch in seinem. Heimatland .Galizien, die lebhafteste Trauer anslösen. Eingesendet. Möbel u. Innendekoration 'n grösster Auswahl. Kur gediegene 5!0 Erzeugnisse. J. SPIRÄ len, üll., Sle&ensterng. 1 a. 2 (Ecke Karl Schwcighofergasse). befördert >Amerikaner Gross«, Cafö WfejgB, Taborstrasse, jeden Tag von 10 bis 4 Uhr nachmittags. isu Sanatorium Laad Im löaMc; ciWicn, PlmilialiHh'diätiJcb? heiiarrrjüli Dr. Blumtnkrm Wiener Mörgenzetinirg 19. Juni 1919 Nr. 150 f daß Maßnahmen' 'großen^ StilZ^ Friedrich Adler über den KoMMUNistenMisch. Bericht des Antersuchungsansschufses im Krersarbetterrnt. M Flugblattagitation. — Höhenfeuer als Revolutionssignal. — Das „Alibi" -er Pntschführer. — Drohender Einfall ungarischer Rotgardisten. — Die Regierung sollte verhaftet werden. — Die Polizei in der Pulverturmgaffe. — Ordner, mit Revolvern. — Der Kampf in der Hörlgaffe. Der Wiener Kreisarbeiterrat hielt am Dienstag eine Sitzungab, in welcher Dr. Friedrich Adler den Bericht des zur Prüfung der Vorfälle am Sonntag eingesetzten Untersuchungsausschusses erstattete. Er führte nach einem Referat der „Arbeiter- Zeitung" folgendes aus: Es war nicht leicht, Klarheit in' die Dinge zu bringen'. Wir waren und sind entschlossen, die Wahrheit festzustellen, ohne Rücksicht auf Personen. Deshalb haben wir alle irgendwie in Betracht kommenden Personen einvernommen, auch den Staatssekretär Eldersch und den Präsidenten Seitz. Wir haben auch das Direktorium der Kommunisten eingeladen, aber die Kommunisten. haben, e. s abgelehnt, Aus s agen zu machen. Adler bespricht nun bis Behauptung, daß angeblich Dum-D'um-Gesch'osse verwendet wurden Und fährt dann fort: Wenn wir uns die Situation vom Sonntag vergegenwärtigen, ^so müssen wir zunächst feststellen, daß eine Versammlung unter Umständen einberufen wardie in jede.rm.aW .das. subjektive Gefühl Hervorrufen mußten baß, ssine. > gewaltsame- Aktion . beabsichtigt sei.. Auch die Kommunisten' haben' es ja Nie abzuleugnen versucht, daß sie bereit sind, mit Gewalt eiue Aenderung des herrschenden Shstenrs herbeizuführen, und in der Sitzung am Freitag erhielten wir auf unsere Frage' an die Kommunisten, was sie am Sonntag beabsichtigen, die Antwort durch den Zwischenruf: :ji. „Das werDet ihr am IS. Juni sche«!^;* ~Der Zweifel, den man' am' Freitag noch' haben' konnte, war aber Samstag früh geschwunden, als Wien mit jenen Flugblättern und Plakaten Überschwermnt wurde, deren Inhalt ja ganz eindeutig war. Wie ernst es war, bewies nicht nur die ganze Aufmachung, -sondern vor allem auch' bas Flugblatt, das die Bo lkswehrmänner auffordert, bewaffnet zuerscheinen. Wir haben überdies festgestellt, baß sich' die Absichten noch' klarer aus Ereignissen in-der Provinz beweis^ lasses Frettag war das. Mitglied des Direktoriums' Koritschoner in Ternitz - und hat dort dem rasch zusamrnengetrommelten' Arbeiterrat vorgeschlagen, es solle dort die Rätediktatur ausgerufen werden. Wenn er auch schließlich seinen Willen nicht durchsetzte, weil die Tcrnitzer das ohne die Wiener-Deustädter nicht machen wollten, so.hat er dort doch ein klares, wenn auch romantisches Programm entwickelt, wie die Ausrufung der Räterepublik erfolgen-sollte. Es. sollte, durch ein Höhenfeier i von einer Anhöhe bei V ö s l a u allen Genossen' 'angezelgt werden, daß der Augenblick für die Ausrufung der Räterepublik gekommen sei. Auch in Stockerau hat ein«; Versammlung stattgefunden, in der ein Redner erklärte, j Sonntag sei der Stichchtag und die Stockerauer sollten best Wienern zu Hilfe kommen. Die Wiener-Neustädter . „Gleichheit" wurde Sonntag vom kommunistischen Blatte in Oeben bürg an gerufen und gefragt, ob dir Räterepublik schon ausgerufen sei, da man den Satz schon fertig habe, und als das verneint wurde, wurde entsetzt gefragt: ,M a r u m d e n n noch nicht?" ., Nun ist es denkbar, daß beim Direktorium im letzten Moment am Samstag eine Meinungsänderung eingetrete.n ist. Wie schaut nun v-;,; Ui.t biestS AliSk ' *: f! aus? Es ist im „Abend" eine Mitteilung erschienen, daß ein Redakteur dieses Blattes eine Unterredung mit einem hervorragenden Mitglied der Kommunistischen Partei hatte, das erklärte, daß nichts geplant sei. Wir bekennen, wir haben nicht gewußt, als wir lasen, daß'der „Abend" ein offizielles Publikationsorgan-der Kommuni st i s ch e n Partei i st. (Zustimmung und Heiterkeit.) Allerdings haben wir in der Untersuchung feststellen können, daß diesmal wirklich ein Mitglied der Kommunistischen. Partei, ’ Genosse Melcher ’ dem ütcbatieur: diese Mitteilung gemacht hat'. Aber noch ehrlicher wäre es - gewesen, wenn sie auch da wieder den Weg gegangen wären,, wie bei der Ankündigung der bewaffneten Kundgebung. Sie hätten sich vielleicht auch die Mühe geben müssen, ein' paar Flugblätter und Plakate mit der Unterschrift der Partei hinauszugeben. Auch die Absage hätte in denselben Formen erfolgen müssen wie die Ansage. Die Lage war also die, daß bis Samstag früh an der Absicht einer gewaltsamen Demonstration nicht gezweifelt werden konnte und die Kommunisten, daran offenbar auch, nicht gezweifelt haben. Dr. Adler bespricht nun das Verhalten der Polizei gegenüber der geplanten Demonstratton. Die Untcrsuchungskommission hat die absolute Ueberzeugung gewonnen, daß die Polizei und . der Staatssekretär des Innern, Genosss El der sch, bei ihren Entschließungen, die wir keineswegs alle billigen, von dem Willen ausgegangen sind, daß keine Gefahr für bas Leben von Menschen entstehe. Am Samstag sprach alles dafür, daß es am Sonntag zu einem gewaldsamerr Unternehmen konnnen werde, wozu noch Nachrichten aus Ungarn kamen, wie von dort aus mit Geld, gearbeitet! wird. Auch kam die offizielle Mitteilung, daß ,, U., , tausend Rotgardisten mr der Grenze ' > stehen, um am 15. Juni einzu m a rschieren und' eveniuell die Gendarmen zu entwaffnen. Ferner auch Nachrichten über gewisse Reisen kommunistischer Führer, die klar machten, daß etwas im Werke sei, und es war der ‘ ''W Polizei bekannt geworden, getrossen waren, um i die Mitglieder der Regierung zu verhaften, und' noch' Samstag mittenrachts wurde es für durchau5i möglich' gehalten, daß in der Nacht oder am frühen Morgen! eine Verhaftung der führenden Persönlich-? ketten der Sozialdemokratie durch die Kommunisten erfolgen werde. Es steht einwandfrei fest, daß' voM Ungarn Summer: von hunderttausend Kronen für die. ‘ Ablieferung sozialdemokratischer Staatssekretäre * geboten wurden. Die Frage war nun, wie man einem gewalk-.? samen Aufstand begegnen und doch Opfer vermeiden. föiittCij Da standen sich nun zwei Anschauungen gegenüber. Dees. Polizeipräsident meinte,. das beste wäre, die Ber-' fammlung zu verbieten, die Bezirkszüge in den.Be-» zirken zu zerstreuen und das Direktorium als Anstifter fürj die Zeit der Untersuchung in Gewahrsam zu dringen undj ihm die Möglichkeit zu entziehen, das Leben, anderer. Men.< jschen in Gefahr zu bringen. Es' gibt keine Staatsfornt, die es sich 'gefallen' lasses kann, Laß, wenn jemand zur Gewalt gegen sie greift, sieuicht ebenfalls dazu griffe — auch eine kommunistische. Regierung in Moskau oder Budapest ober München nicht. . i Die Polizei wollte bloß das Dircttorium verhaften, und zwar in der Wohnung, erfuhr, daß zehn Leute einqs Sitzung halten, es stellte sich aber heraus, daß es 115waren. Die Polizei stand auf dem Standpunkt, daß sie! den Bettelheim kennen lenren tvolle. Auch die Soldaten^ rate wünschten die Dürchsührung der Perlustrierung. | Die Kommunisten . behaupten nun, daß, die Verhafteten!' eben die Ordner waren, die die friedliche Art de^ Ver-j samrnlnirg beweisen. Nur spricht dagegen, daß mau bei diesen Ordnern Revolver gefunden ■*! hat', was eine Ausrüstung ist, die sich' für Ordner gerade nicht empfiehlt und mich nicht üblich ist. Das Traurige an der Verhaftung ist, daß die Demonstration: jetzt plötzlich kin. Objett bekam. Was nun tu de» blutige« Sonntag "?! / >. betrifft, so wissen wir ja alle, wie leicht jetzt Schüsse? los gehen. Man hat auf die gefährdeten Punkte, xichö Polizei gestellt, sondern.;vA'-*L ' •/ Volkswehr, ’^r9!-J gegen die eine gwrz andere Sttmmung besteht. Da hat nun! aber ein Riegel versagt, er wurde durchbrochen und die' Leute stießen plötzlich, nicht auf Volkswehr, sondern auf! Stadtsch.utzwache.' Nun gehen die. Meinungen Ms.^ »« zuerst g-sch-ym fjä, :4 l snämlich ob von den Demonstranten oder aus' einem Ghmnasium, sicher aber ist, daß die Stabtschützwache mit denk Schießen nicht angefangen, hat. Es ist auch sicher, daß drei Stadtschutzwache zunächst blind geschossen hat^. daß auch eine. Polizeiabteilung, auf die geschossen wurde,s nicht znrückschoß, sondcm Kehrt machte. Durch die ZeugeNs ist ertoiesen, daß zunächst von Z i v i l i st e n g e s ch ns s e Ns, wurde, dann die Stadtschutzwache eine blinde..Salve.ah-: gab, und als bann die Menge wieder vo.rstürmte, es' zu dem traurigen Schießen kam.; Von allen Fragen, die hiev auftauchten, ist. die. wichtigste die, v.b die proletarischen Parteien die Arbeiterräte als die konrpetente Instanz - anerkennen, die die Entscheidung in allen wichtigen poll^ tischen Fragen der Arbeiter zn treffen hat. Wenn bas nicht' der Fall sein sollte, würden wir zu Zuständen kommen^ wie in Deutschland. Denn wenn der Arbciterrat besteht. die Parteien sich aber an seine Beschlüsse nicht 'zur kehren brauchen, dann ist daS die Zerllüftung der Arbeiter??.' klaffe, ' Im weiteren- Verlauf brr Rebe forderte Dr. Ad le tz die Klärung der Frage der Meinungsäußerung und die. /*' Anerkennung des Arbeiterrates als Instanz seitens der politischen Parteien. ' Die Kommunisten brachten einen Antrag ein, wonach! alle an den blutigen Vorgang« am Sonntag schnldtragendew! Staatsorgane, insbesondere drr Staatssekretär für Inneres,-^ El der sch und der. Polizeipräsident Schober ihr- Amt yiederzulegen haben.' Der Arbeitcrrat solle ferner die sofortig^ Ersetzung der Polizei und der Stabtschützwache durch die.Vo.lkSqi wehr, beschließen. -! Die Abstimmung wurde Wf Samstag vertagt.- Ul. Ein« kommunistische Festung in Wien? r”l Wie das „8 Ilhr-Blatt" berichtet, haben die Komnin-' nisten ihren Hauptsitz im Hause Mserstraße 69, das sie' bekanntlich durch Kauf ettvotzben haben, in Verteidi-, gungszustand gesetzt. Im Gebäude sind nach' dem Musterder Berliner Spartattsten zwei Maschinengewehr'^, nntergebracht, eines im Hof, bas andere an, einem. Punkt. vo.U wo. sie. die Straße beherrschen können^ udi‘,j Das 17. «odesopfer. ,! Von den Schwerverletzten ist gestern ein junger Mann namens. Josef Fitzal im Spital gestorben. Damit erhöht sich dje Zahl der Todesopfer a«f 17. j Das Leichenbegä«g«is der Opfer. 'Das Leichenbegängnis eines Teiles der Opfer soll am Freitag stattfinden, doch stzid bisher noch keine Einzelanordnungeir getroffen worden. Nach verschiedenen Andeutungen, die von kommunistischer Seite gemacht werden, soll dieser Anlaß nicht ohne besondrer Kundgebmrgen vorübergehcn. Jrn Arbciterrat erklärten die Kommunisten, Ruhe halten zu wollen, doch dürfe sich bei der Feier kcme Polizei zeigen. *. Ein kommunistisches Tagblatt in Wien. Wie wir erfahren, soll mit heutigem Tage ein kommunistisches Tagblatt in Wien zu erscheinen beginnen. ■» Eine Demonstrationsversammlung der Zöglinge der früheren Landwehrerziehungsanstalt. 660 Zöglinge der früheren Militärerziehungsanftalt der Landwehr, jetzigen deMschösterreichischen Staatsstiftunasrealschule in der Boeryave» gasse, protestierten gestern m einer Versammlung gegen die Verlegung der Anstalt auZ ihrem jetzigen Heim in die -Breitensrer Jnfanterirkaserne.. VsvLräge und Versammlungen. Der Sücf, des für hnüe Donnerstag, liß Uhr nbends, mi - Aortrag von Dr. Adnstnnn S ch w a d r » n nu Verem Züe-tschcr Mchiziur^ Alscrstraße 28, lautet richttü ,.Dcr jüdische Intellektuelle und die sozialistische Ideologie des - Hapoäl Hazäl'r". — I ü d i s ch - a k a d e m r s ch e r - Juristen verein. Freitag den 20. d. M. findet um 7 Uhr abends im Verbandsherm, IX., Alserstraße 28, ein Vereinsabendstatt. Thema: „Die jüdisch-polnischen Beziehungen." Bereins«achrkchten. sl e r z t e n a ch P a l K ft i n cr. Die für S'mnStag - den SL d. M. einberufenr Versammlung findet nnt'-' 6 Uhr abends im Zionistischen BrrrecM, II., Zirknsgane.38, statt.i — G a l i z i s ch e M i b i t ä i t telschnler, die vor! - tei- Mutura stehen und auf dieselbe Anspruch erheben, wolle* 5:c6j zwecks dringender Besprechung im eigenen Interesse XX., strasie 17/32, einsindoi.

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