Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 146 (15.6.1919)
- Date
- 1919-06-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Wien, LEKesLeeicht. Massenversammlung. Dienstag den 17. Juni findet um /z8 Ähr abends in den Drei Engel-Sälen, IV., Große Neugaffe 36, eine Massenversammlung statt. Referenten: Abgeordneter Ing. Stricker, Fran Erna Patak, Gemeinderat Dr. Jakob Ehrlich und Dr. Max Sprecher. Tagesordn u n g: Der Minoritätenschutz in den Friedensoorschlägen und die jüdischen Naiionalratswahlen. Zionistische Sektion Wieden—Margareten. Die Schande der Judenfeinde. Ein „Augenzeuge" der „Reichspostf hat auf dem Ring einen jüdischenBürger beobachtet, der angeblich einen Invaliden verhöhnte und ihn srozzelte: „Pfui, schämen Sie . sich, ich war. nicht im Feld!" Die „Rcichspost!" schließt .ihre löbliche Betrachtung iiber den glaitb-. würdigen Bericht ihres Gewährsmannes mit dem Auf-. ruf: „Wie lange noch — und sie werden uns in' Christenviertel sperren." . . . Diesen Satz nehmen wir auf, denn er ist Las Bekennt ins ihrer eigenen Schande. Das haben sie getan: die Fladen in die Ghetti gepfercht, oft sie zunächst im' Mittelalter nnt geschäftstüchtigen Plakaten eingeladcn, in bereilgesteltte Stadtviertel cinzuziehen, mm sie dairn mit kniffige,l Gesetzen auf das Geldgeschäft zn drängen, zn Werkzeugen der Ausbeutung zu machen, und sie zu benützen, das Blut der Bauern auf dem' augenehruen Umweg der Judensteuer auSzusau.gen. Das Haber, .sie getan, das; sie zuwarteten, bis cs sich der Mühe lohnt«, über die znsammengedrängten, unter Schloß und Riegel der Judenstadt sestgehaltenen Sklaven hcrzusallen, diejenigen, die nichts hatten, die „Kanaille", auf die Landstraße zu jagen, den anderen auf der Folter ihre Habe abzupressen. Das haben sie getan, daß sie alljährlich in Rom die gebrechliche Jndengreise aus dem Ghetto Volten und Zur Erbauung der Christenheit, von rohen Reitern gejagt, vor dem Papst bis zum Zusammenbrechen Wettrennen ließen. Hörst du, Jude, die, Herr-. liche Musik der „Meistersingers, und es öffnet sich deine Brust dem Volkschoral: „Die rotbrünstige Morgeuröt'. her durch den dunklen Nebel geht" — dann vergiß nicht, Freund, daß in dem Nürnberg tcn., Sachsens die barbarischesten Orgien im Ghetto gefeiert wurden unddaß so mancher Morgen rotbriinstig anbrach, gefärbt von, jüdischen Blntdunst einer Nachtmetzelei. Das haben sie in Wien getan: das fürchterliche Jüdcnbrennen auf der Erdbergerlände, die schauerliche Judenhatz bei der Vertreibung der Juden aus dem Ghetto „Im Mord", das haben sie getan, daß sie sich die Schonung der Judengräber ab kaufen ließen, daß sie durch Barone in Wischau mit den vertriebenen Juden geschäftsmäßig verhandelten und sie gegen Zahlung einer Riesensumme bewogen, in das lieber- und tveinselige Wien zurückzukehren. Und das hat die christlichsoziale Partei getan, daß sie, da doch die alten Zwangsmittel n.icht mehr angünglich waren,, durch ihre Stadtgesetzgebuug das jüdische Kleinbürgertum und Proletariat entrechtete, das Niesenghetto jenseits des Donäukanals schuf — und mit dem jüdischen Großkapital paktierte. Ihr sollt nicht das Wort vom Christenviertel ■ in bcn Mund nehmen, ihr Schuldbeladenen! Die löbliche Ersindung eines Stadtviertels Entrechteter, mit dem gelben Schamsleck Gezeichneter ist eure ureigene Erfindung und fremd dem jüdischen Geiste. Das schlechte' Gewissen wird laut, wenn ihr die lächerliche Angst bekundet, es könnte euch einmal von den durch Jahrhunderte Zertretenen mit gleicher Münze heimgeznhlt werden .. . A. Verbot einer Vorlesung Moissis an der Universität. Die sozialdemokratische Studenten- und die Akademikervereinignng hatte für gestern nnt 5 Uhr nachmittags im großen Festsaale der Universität eine Vorlesung revolutionärer Dichtungen veranstaltet, bei der unter anderem auch Alexander Moissi und Karl Ettlinger Mitwirken sollten. Von der Freien Vereinigung sozialistischer Studenten, deren Mitglieder sich zum größten Teile aus kommunistisch Gesinnten rekrutieren, wurden.Flugzettel ausgegeüen, in welchen die Arbeiterschaft und die Soldaten aufgefordert tvurden, in Massen bei dieser Vorlesung zu erscheinen, um knndzngeben, daß auch die Hochschule der bisherigen Priv i l e g i e n e rt tl It i b c t n n d durch eine Hochschule für das Proletariat, für das Volk ersetzt werden solle. Das Rektorat der Universität sah sich, wahrscheinlich um Zusarumenstöße innerhalb dev Universität zu vermeiden, veranlaßt, die A b h a l tu n g dieser Vorlesung zu v e r b i e t e n. ' Bor 5 Uhr fanden sich Hunderte von Pesucheru, meist Studenten und Studentinnen ein, fanden jedoch die Tore v e r s ch l o s s c n Dies erregte Entrüstungsstiirme; einzeln e v e r s n ch t e, die T o re z n stiirmen. Ruhe trat erst ein, als ein Student von der Rampe verti'mdde: „Man hat vor Euch die Univeriiiät gesmiossen'?,!- Bor!?'nng, loetche hätte zeigen sollen, daß die Nuioeesuäi auch dein Prolclariat offen . Wiener Msrgenzettnn^ .-15. Juni ist!st iTir lü'i. Sliieench.k >staei.ii.me '..'inlrnst'..', .hat inan die Universität gesperrt! Die Bourgeoisie will ihre Klasseuprivilegieu nicht preisgeben. Wir fordern Euch alle zu einer sofortigen P^otestversammlung vor der Universität a uf!" Zu dieser Versammlung kam' es jedoch nicht, da Moissi durch einen Abgesandten erklären ließ, daß er in einigen Tagen in einem Wiener Theater die Vorlesung ab halten werde, zu welcher »Einladungen ergehen werden. - Wie von den Studenten erzählt wurde, hatten sich die Veranstalter der Vorlesung telephonisch an den Unterstaatssekretär Glöckel mit der Bitte um Intervention gewendet. Dieser antwortete aber, daß ihm in der Sache kein Verfügungsrecht zustehe. Die Kundmachung des Rektors. Die Kundmachung des Rektors, die an den Toren der Universität angeschlagen war, hat folgenden Wortlaut: Für heute nachmittags 5 Uhr war der Freien Vereinigung sozialistischer Studenten zu einer literarischen Veranstaltung (Vorlesung revolutionärer Dichtungen) der Festsaal der Universität eingeräumt worden. Es war ausd^icklich bedungen worden, daß die Veranstaltung den Charakter künstlerischer Vorträge, nicht aber einer politischen Demonstration haben soll. Wie die Einladungen erkennen lassen, die die Freie Vereinigung sozialistischer Studenten an Arbeiter und Soldaten in Form roter Flugzeitel ergehe« ließ, wurde gegen die Verabredung dem Vortrage der Charakter einer politischen Agitation gegeben. Diese Einladung enthält grobe Unwahrheiten und Beschimpfungen der Hochschulen. Infolgedessen habe ich die erteilte Erlaubnis zurückg e n t> nt nt e n und die Sperre der Utt iversität für Samstag nachutittags angeordnet. Der Rektor der Universität: Becke.; Das Verbot der Vorlesung hatte natürlich die größte Erregung unter.den Studenten hervorgerüfen. Sie besetzten die Rampe, und da die Kunde von dem Verbote sich sehr schnell verbreitete, war der Platz vor der Universität und die vor derselben sich hittziehende Allee bald von einer dichten, neugierigen Menschenmenge belebt. Es bildeten sich erretzte Gruppen, in denen man juttge Leute bemerken konnte, welche die Zuhörer über die Ziele des Kommunismus aufklärten. Von der Rampe her versuchte ein deutschnativnaler Student, die'Verfügung des Rektors zu verteidigen, was natürlich die heftigste. Opposition.hervorrief. Ein Kotnmunist, der ihn äblöste, forderte die Anwesenden auf,-ruhig nach Hause zu gehen, dafür aber heute am Sonntag' um 10 Uhr vormittags in Massen' vordem Rathaus zu erscheinen, um dem Mermütigen Bürgertum zu demonstrieren, daß die Kommunisten stark genug seien. - Diese kurze Ansprache wurde mit demonstrativem Beifall ausgenommen, worauf sich der größte Teil der Anwesenden in Ruhe entfernte. Was noch zurückblieb, waren zum größten Teil Neugierige aus den Reihen der Passanten Und einige der Versammlttngsteilnehmer, weiche für die komtnunistische Partei Stimmung zu machen suchten. -. Gegen t/z8 Uhr abends bot der Platz vor der Universität wieder das gewöhnliche Straßenbild. Die Hetze des Gesindels. - Die gegen die fremden Agitatoren gerichteten Stetten in dem Warnungsaufruf des sozialdemokratischen Kreisärbeiterrates begeistern das alldeutsche Siegfriedlerblatt „D i e R e p u 5 I i fc* zu folgenden, recht durchsichtigen Aufforderungen: „Das werktätige Volk Wiens wird sich die Hetze der Nichtstuer und Schürer, der Fremden aus dein Osten, nicht gefallen lassen. Schon einmal haben die Massen, die die Kommunisten attfgeboten habett, den Weg in die Lcopoldstadt gesunden ... Und dann war's Me eilte Weile.. Die alldeutschen Feiglinge, die entweder vom Schreibtisch Hetzen oder mit der Kornblume geschmückt auf der Straße schüren, mögen sich's gesagt sein lassen: Lange wird ihr Treiben nicht mehr dauern. Es kommt für alles der Zahltag. Neuerliche Erstreckung der Frist für die Hinterlegung und Anmeldung von Vermögenschafteu. Die Anmeldefrist endet nunmehr im allgemeinen am 31. JnU; als E n d t e r m i für die D e p o,tt i c r u u g d e r ö st e r r e i ch i s ch c n S t a a t s p a p i e r e — und dementsprechend für die Anmeldung solcher Papiere, soweit kein Vcrwahruntzszwang besteht — wurde, da es notwendig erschien, btn Banken endlich den Abschluß dieser Effektendepols zu ermöglichen und thnett zu deren Anttteldung ausreichend Zeit zu gewähren, der 20. I u n.i b e st i nt nt t. D t e Frist zur v e r z u st s z i n s e n s r e i e n S t e tt e r z a h l tt rt g geht a m 30. I u n i z u E u d c. Ein grausiger Fund im Münchener Postamte. München, 11. Juni. (Tel. der ,,Wr. Morgenztg.") Anfangs Juni langte von auswärts ein Palet ohne Adresse und ohne Absrnderbezeichnnug an. Nach Ablattf der vvrgeschnebrnrn Frist wurde das Paket geöffnet. Es war eme Schachtel, . in der sich die K ö p f e v o u z tu e i neugeborene n Kinder it be-'atiden, die mit D e s i n f e k t i v n S l ö s u n g behandelt tuaren, so daß sie gut erhalten sitid. Aian steht Vor einem R ii r t c f und weif; nicht, ob es sich um einen Mark, oder um oi2 cnümtci eines Arztes mt ein hiesiges Institut handelt. T'crriw jüdischer Sür.'r an der Ho.-h sch ule für Bodenkurtur. Der Ausschuß hat beschlossen, allen Mitgliedern strengstens nahezulegen, das vom Komitee der übrigen jüdischen Fachschul-Fachvereine am Mittwoch den 18. d. M. veranstaltete Strandfest an der. alten Donau, dem Ernste der Pogromzeit entsprechend, nicht zu : besuche n. Arbeitsnachweis des Jüdischen Nationalrates. Die jüdische Arbeitslosigkeit ist zu einem Grade an- . gestiegen, . der die höchsten Gefahren für den Fortbestand des jüdischen Wirtschaftslebens, für die Volksgesundheit und fürdie Entwicklung der jüdischen Jugend in sich birgt. Es ist notwendig, daß alle Bestrebungen, die sich die Linderung dieser Arbeitslosigkeit züm Ziele' setzen, und zwar nicht in , Form von Almosen, sondern durch positive Hilfe, das heißt; durch Schaffung von. Arbeitsgelegenheiten, von der jüdischen ' Oeffentlichkeit tatkräftig unterstützt werden. Die jüdischen Heimkehrer, die aus ihrem bisherigen Erwerb verdrängt und brotlos geworden sind, die Angestellten und Arbeiter derM Kriegsindustrie, die jüdischen Jugendlichen, die, müde der nnfrnchtbaren intellektnellen Berufe, sich einer produktive« Beschöftigttng zütvenöen wollen, suchen Arbeit. An den Inden liegt es, sie ihnen zu geben! Jüdische llnternehmer, stellt jüdisch« Arbeiter än! Jüdische Gewerbetretbeiide, nehmt jüdische Lehrlinge und Hilfsarbeiter anf> Jüdische Frauen, sorget dafür, daß euer Haushalt und die i Pflege und Wartung eurer Kinder von jüdischen Kräften ' besorgt werde! Jüdische Organisationen und Vereiste, verbreitet die Forderung der jüdischen Arbeit!. Wendet euch alle. ’ die Ihr irgendwelche Arbeit zu vergeben habt- -aber auch? alle, die Ihr irgendwelche Arbeit, suchet, an den Arbeits- \ Nachweis des Jüdischen Nationalrates! Unterstützet die Altioucn) die vom Jüdischen Nätionalrate unternommen werden, wie bte‘ Schaffung von Arbeiterhelmen, die Errichtung ' von Prodüktivtverkstätten üsw. durch , tätige Mithilfe! .Alle-Zuschriften und Spenden sind zu richten mx di« Adresse. 2. Bez.,. Praterstraße- 17, Dti^ze, 1.- Stock. Die. .Sprechstunden für Arbeitsuchende. sind, täglich mit Ausnahme von Freitag mrd Samstag hbti 2 bis 5 .tt.hr. nadjt . mittags in der jüdischen Bernfsberatuitgsstclle, "2. Bezirk/ Obere -Douaustraße 91. (Dem Arbeitsnachweis des Jüdischen, - Aätionalrates wurden die Agenden der Abteilungen für ' Arbeitsnachweis, der Jüdischen. Beritfsberätuitgsstelle, bd Palästina-Amtes und der. Gewerbesektion übertragen.) * Untersuchungsausschuß des Kreisärbeiterrates. Wir werden um Veröffentlichung nachstehender Mitteilung. ge> beten: Der K r e i s a r 'b e i t e r r a t W i e n hat in seiner konstituterenenVollversammlung vom13.Juni 1919 einen Untersuch u n g s a n s s ch u ß, bestehend aus Dr. Max Adle r, Prof. Dr. Stegmund F r ä n k e l, Dr. Herfch N a g l e r und Jakob Rieß eingesetzt, welcher anläßltch der Vorkommnisse währettd der Uniersuchuttgshast des Michael K o h n - E b e r, . sowohl .diese wie auch alle sonstigen im Uniersuchnugsverfahren. insbesondcrs gegen politische Häftlinge eingerissenen Miß« brau ch e zu erheben und zu prüfen chat. Wir fordern daher alle drejentgen, denen solche Mißbräuche bekannt sind, aust gcnavc, mit Namett und tvahrhcitsgetreucn ttmständen belegten Auskitnste an dte Adresse: Prof. Dr. Siegmtmd F-r ä n k e l, Wien, VIII,, ’ Lauge-Gasse 7/1, einzusenden. * Kassenrintzruch. In den Kanzleiräumett^ der.Rechts« anwälte Dr. W i n 1 e r n i tz und Dr.- H e r b a t s ch e k,'. II., Praterstraße 13, wurde am 13. d. M., nachts, Einbruch : verübt. Die Täter s p r e n g t t n eine eiserne Kasse auf und i entnahmen ihr 16.300 Kronen. * Kinderfest. Das vom Verein „Jüdische Kinderfrnmde* - veranstaltete Kinderfest findet nicht Drenstgg den 17., sonderst . Donnerstag d e n 26. d. M., 5 tthr nachtnittags, im großen ^Äonzerthaüssaale statt. Karten sind erhällltch bei R. Löwit. i.. Roteinurmfiraße 22,. und in der Verkaufsstelle der »Wiener Morgenzeitung", H., Schmelzgaste. - .- * Erste deutschösterreichische Klassenlotterie. Die Ziehungen der ersten dentschösterrcichuchett Klassenlotterie nehmen ist. dieser Woche ihren Anfang. Dieselben werden im Ziehuttgssaale, Wien, lll., Lolhrmgerstraße 20 (Konzerthaus), öffenllick vor», genontntm werden. Die Ziehung I. Klasse findet Dtenstag und Mittwoch (17. und IS. d. M.) »statt. Sie beginnt um 8 Uhr. Die Ziehungen der folgenden Klassen finden statt am 15. und 17. Juli für die tt. Klafft, am '12. und 14-. Augim für die Hl. Klafft und am 9. und 11. September für die IV. Klasse. * Lateinisch-Amerika. Die Bewegung, mit diesen Staaten ttnsere7Hattdrlsbeztehungrn attszngestalltrn, wird itttmer größer und allgemeiner. In dieser Beziehnna steht die „Cola" A. G., I., Herrengasie 21. an der Spitze und sendet bereits im Augitst Herren hinaus zur Durchführtmg der Organisation. Alle Anskilttste tverden geilte erteilt. . * Dr. Steiner wird in seiner Spezialtherapie für Rheumch ' Gicht mtd Ischias jeden Montag von 4 ois 5 tthr in-Wien, IN, Czapkagässe 7, Sprechstunden halten. Personalnachricht. Dr. Adols R c i t m a n it hat seine ärztliche Otdinatlon in Wien, IV., Waaggasse. Nr. .17 (Telephon 59.785) eröffnet., / Vorträge uttb Versammlungen. * V e r einigung jüdischer E x p o r t a k ad e ttt i k e t. Montag den 16. b. M. um 1/.6 tthr abends findet im Hörsaale XXI der E x P o r t a k a d e m i e ein Vortrag des Prof. A l e x a n d e r M a r nt,o v e k über „Die Kolonisation . und die Tropenkrankhcl'tctt mit besottdercr Berück,uhttgttitg P>si lästiuas" .statt. “ 3 t o it i.ft i f cfi c Sektion B r.ia i 11 c it a it. Dienstag den 17. d. M. nnt V,S tthr abends in BehnertZ Saal, XX..Trntstraße 74, L i ch t b i l d c r v o rt r a g von /Herrn Paul Bauer mit ansthltkürndem Vortrag von Herrn Dr. Emil Stein über „D i e Z n k u n f t P a l ä--' st i n a 3". Vereinsnachrichten. Mittwoch den 18. Juni nnt Vs8 tthr abends nud.t im ,.Schweuderhos", XIV., Mariahilsersträße 189. die G rü n d it n gsv e r >'a ttt m l u tt g der Z t o n ist i i ch e tt S c f t i p u tür den XIV. und XV. Bezirk statt. Redner: Getttentderak Doktor. E li r l t ch, Dr. Dcsider F r i e'd nt n n tt, Gcmetndcrat Doktor P 1 a s ch k e s. Juden des . XI-V. und XV, Bezirkes erscheint ui Massen! — H e b r ä t sch c K n r s e tür Iugendltche und ältere. Damen und Herren, werden von der Wttner Z tont st st s ch e n S e k tt ott XX bald eröffnet. Anmeldmtgett werden täglich zwischen 3 bis 7 Uhr im Sekretarial. XX., Karl Menelsttaßr 5 (Parierre).entgegcngc»o,mi,c». — Die H dir ii t s che S e k H » ti drS Akademischen Vereines jüdischer Mediziner nitriit lienle Somilag vormittags .einen - A n J.i .l ti g .nach Pöi-' leinsdon.. Tresspmiit: Endstation des 4lcr Wagens r»,t ttt Uhr. Hebräisch sprechende Gäste wtUotumcn!