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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-13 · Heft 144 (13.6.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 144 (13.6.1919)
Date
1919-06-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Dien, Mettay Wiener Morgeuzettuutz 13. Juni Mg Nr. 144 Pässe nach Angara. Die uuoarische Gnaiidischaff teilt mit: Bezüglich der,Bidiemngen dentschösterreichlschrr Paste seitens der nngarstchen Gesandtschaft jiub m den letzen Tagen verschiedene Nachrichten in die deutschöüerreichische Ortfenttichkcit gedrungen. Dir wahre Sachverhalt betreffend die Erteilung der PässevidieriMMi für deutschosterreirlnsche Staatsangehörige ist der, daß neuert ch seitens der ungarischen Behörden die Einhaltung cine^vollständigen N e z iv r o z i t ei r nngenrebt wird. Für ungarische Staatsangehörige, 2ie nach Dentschösterreich reiten wollen, erteilt nämlich die peüffchöfterreichisch.e^lAesaNdlschait m Budapest die Elureisepewflligmig nach Drutschosterreich nur dann, wenn das delttschösterreichuchc Staatsamt für Aeußeres in Wien die Genehmigung m f dem einzelnen Falle hierzu gibt. Die ungarische Gesandtschaft ui Wien vcrsolgt nun feit cungen Tagen genau d i e s e l b e M e t h v d r, was jedoch infolge der jetzt vollständig unzulänglichen postalischen und telegraphischen Verbindung nnt Ungarn Nut erheblichetN Zeitvcrlust verbunden ist und hiernach die Erteilung der Pässe in jedem einzelnen Falle von der Entscheidung der hierzu berufenen Budapester Faktoren abhängig ist. * Die Wohnungsnot in Wien. Trotz der Abwanderung ans Wien verschärft sich die Wohnungsnot tagtäglich, weil die aus den Nachbarstaaten mpchrudru Deutschösterreicher, beim- . kehrende Internierte, neubcgrnndete Haushalte meist vergeblich ein Uutcrkommen suchen. Bürgermeister Reumann hat daher verfügt, daß die Anforderung von Wohnungen in größerem Umfange als bisher durchgeführk werde. Das Wohnungsamt 'der Stadt W i e u w rd ditrch Iuwe.f'.mg vergrößerter Lokalitäten und von Hiliskrästen in diesige versetzt werden, d c m g. est e i g e r t e u B e d a r f z ii e n t s P r e ch e n. Für die Anforderung von Wohnungen sollen in allen Bezirken Wohmmgskonnnissäre bestellt werden, welche Anzeigen nNd Mitteilungen entgegrnurhmen. * Freie jüdische Volksbühne. Diejenigen Vcreirtsmitglieder. welche die Freikarten zur eisten Aufführung („Die Newcjle") rnchi behoben haben, können zu der am 14. d. M. im Carltheater stattfindenden zweiten Vorstellung lPinskis „Die Aiutter") Freikarten täglich zwischen 7 und 10 Uhr abends im Cafe Rembrandt beheben. .Alle Mitglieder genießen bei dieser Borstellung eine staprozentige Ermäßigung. ■? * Eine Nasiürstubf"'r cut Vürt flechte Erkrankte. Die r.iederösr.'rreichische Laude.-re.'ierung hak »ür Eindmumuug der weitereil Ansbrei'.ung der Bartflechte-Erkrankungen eine Ra- 1' i e r-st n b e für B a r t k r a n k e in Wien, 9. Bezirk, Mariannengaffe Nr. 8 (Ecke Höfergaffe) eingerichtet, welche, am 13. d. M. zur Eröffnung gelangt. In dieser Rasicrstube werden ausschließlich an Bartflechte Erkrankte, die in anderen Rasierstubeu nicht bedient werdest dürfen, zsttn Rasieren, Frisieren und Bartschneiden zugelassen. Die Nasierstube steht unter Aufsicht eines ständig anwesenden Arztes. Eine ärztliche Behandlung findet jedoch in der Rasisrstube nicht statt. * Vortragsabend Josef Grob. Den zweiten Borlragsabrnd des Schriftstellers Joses Grob cröffnete Herr S. Haber mit einer Würdigung des Wirkens und der Verdienste dieses Autors auf dem Gebiete der jüdischen Literatur. Eme Skizze, in welcher uns Grob eine treffliche Momentaufnahme aus dem Leben der Juden nn Osten unter deni Einfluß, der nationalen Bewegung gibt, las Herr Haber sehr wirkungsvoll».. Die musikalischen Leistungen des Herrn stuck, pbil. Leo E t ß c nf e l b (Violinfolol und b?* Herrn Obcikatttors M argu.li.es (Gesang), verlieben dem Abend einen festl'chcn Charakter» Insbesondere fand das Lied von Grob „Der Jmym" reichen Beifall. Herr Grob las Litte Skizze „Der 'Monolog über die deutsche Schul", in welcher er den orthodoxen Juden in einem ihm fremden Milien (Wien) schildert und in köstliMerAnsnützung der der jndnchrn Sprache eigenen Humörtsttt, dessen Un- ' behagen an den Einrichtungen des refonmerte» Tempels und gottesdienstlichen Kultus' zum Ausdruck bringt. — In' dem zum Schluffe durch Dilettanten aulgesührten Einakter „Mein Nachbar" geißelt Grob bic sogenannten „bodenständigen" Wiener Juden, die sich gebärden, als ob ihre Urahnen schon zur Zelt der Babenberger in Wien gehaust hütteti uud den Oftjuden ittfleiNkii Gebräuchen und Sitten verachten. Trotz des einfachen Sujets zeichnet Grob in diesem Einakter gut gesehen? Gestalten, wie den Vater Bardach und den jungen Bardach. Die Aufführung als solche stand auf der Höhe deran Dilettanten gestellttinAttsorderungcn. Besonders zu loben sind die Leistungen des Herrn. K a tz als Vater Bardach und der Frau W u n der m a n n als Deborah. An dieler Veranstaltung ist daS Rezittcren von Gedichten durch -Frau W u n d e r m a n n zu bemängeln, da diese minderwertigen Kabaretischlager Nicht in den Rahmen eines jüdisch-literarischen Abends paffen. Pension Max Kokisetf Thermalbäder mit direkter Leitung im Hause. Beste Verpflegung. * Gründung der zionistiseüen Sektion Landstraße. Am 5. Imst fand im 111. Bezirke die Gründung der zionistischen S e k t,i o n L a n d st r a ß e statt. Herr Tr. Auerbach hob in keiner BegtÜßungsansprache die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller Juden des Bezirkes hervor, um gemeinsam zu wirken und im Falle des Wahlrufes gemeinsam zn schlagen. Es dürfe nicht Vorkommen, daß Herren der jetzigen Vorstandsmajorität abermals in die KultttSstUbe einziebcti, noch daß mit Hilfe jüdischer Stimmen ein Abgeordneter m dw Nationalversammlung einziehe, wie der jetzige s r e i h ei t li ch e A bgeordnetederLandstraße, dermitseinereinzigenStimme die Grsehwrrdung des A n s s ch l u s s e s b e r I u d en von der Begunstiguna des BesiedlUngsgcsetzeß e^r m 8 g l i ch k.e. Nach Herrn Dr. Auerbach referierte Herr Dr. Stein über die jetzige zionistische Lage und Herr Dr. G e r f üll i über daS Arbeitsprogramm. In den Vorstand wurden gewäblt: Die Herren Dr. Josef Auerbach als Obmann, Max Markus' als Obmann-Stellvertreter. Dr. Otto' G e r s n n i, Dr. Heinrich S ch i f f m a n ii, Architekt Hans Sobelsoh n, Dr. Brflno 2 ch a l l i n g e r, David Nrben, ahl, Isidor G c w i t s ch, Dr. Rudolf Glücklich, Frau Dr. Minna H a l p e r n, R' a b i n o w i t s ch. _ Vorträge und Versammlungen. Jüdischer Verein ,.N o r d - O st". Samstag den kl. d. M. um 7 Uhr abends findet im Beremslokale, II., Taborsttaße 21a, ein Vortrag des Herrn B a l t u ch über „Die jüdische Schule im Osten" statt. — I ü d. so z. A kbeiter- Partei „V o a l e - Z i o n" für Deutschosterreich. Samstag de» 14. d. M., V-7 abends, im Hotel Atto, I!., Note Sterngaste 7 a, Bortrag d<6 Juris aus Marsch: Die Mische Arbeiter» betvegung in Polen. Gäste willkommen. Vereinsnachrichten. Freitag beu 13. d. Ak., Vs7 abends, , findet im Lokale des Parteisckrekariats, kl., Glockengasse 6, eine Sitzung des p o a l e - z i o n i st l s ch e n A r b e i tc r r a t e s statt. die „Wiener Msrgenzeitimtz" ditz MM 18.H.M.» wer die Abonnementqebühr aß W. Im» entrichtet. BezngDbcdingungen: Für Wien: Mit Zustellung Monatlich . . . Kronen 7.— ViertMhkig . . „ so.— HLlbWiist ... „ 46.- Ganzjährig... „ 80.— Für die Tschechs- Slowakei: mit Postvtrland in tschechischer Währnnft Monatlich . » . Kronen T.bO VierttUH'-iF . „ 22.— Halbjährig / . . „ 4L— Ganzjährig ... „ 88.— CinzelexeMplür 86 Heller. Für Deutschland monatlich l> Mark, Schweiz 5 Franken, für das übrige AltSlaitd vierteljährig 26 Kronenr Die Geldsendungen für die TscheckiS^Slowaßei sind per Erlagschein, an das, Postsparkasseitamt P. S, Nr, 150.693 in Prag, für Polen, Westgalizien und Polnisch-Schlesien per Postanweisnng an die Wiener Lombard und Gskümptebonk» Filiale Krckkaü. für „Wiener Morgenzeitnng", Krakau- Nynek 12, zu richten. Administratron de? „Wiener MorgsnzeiLnng" Wien» ll.,Taborstratze 1—9. Telephon 44.638 U. 48.319. Für DeutschösterLeitz! . mit PostvertaNd Monatlich . » . Kronen 7.60 Vierteljährig . . „ 22— Halbjabrig ... „ 4 t.— Ganzjährig ... „ 8s.— Für Pole« und die Adrigen Mütioutrls ftanteit: mit Postvtrsand Monntt'ch . . . Kronen 8.50 V-Etiäb'.th , . ,, 25.-^ Salbjähr g . . . 50.— alNjätmg ... „ 96.^- Kommunales. Die Erhöhung der Verpfiegsgebühren in den Dezirksarmenhäufern. Vizebürgermeister Winter berichte'e in der gestrigen Stadtratsitznng über die Erhöhung der Verpflegsgebühren in den Bezirksaimenhäusern. in denen auch Wiener Pfleglinge untergebracht sind. Der Referent wies auf die vielen Beschwerden hin, die über die.Kost in den Versorgungsanstalten erhoben werden und trat. dafür ein, daß alles vor- Vrsehen werde, damit den armen alten Lcnt'n so reichliche und gute Verpstegnng geboten werden möge, als es irgend mögltch ist. Die vom Rcserenten gestellten Anträge wurden angenommen. Dir Ernährung. Die Regelung der Dasthauspreisr. Die Pretsprttfnngsstelle hat sich seit längerer Zeit mit der Regelung der Gasthauspreise beschäftigt und iu einer threr letzten Sitzungen beschlossen, die Verabieichung eines Menüs in den Gasthäusern zu Emheitspreisen anzuordn«», die Vorgbreirhung von Speisen ä!» carte auch wettcrhni zu gestatten, wdoch für diese Speisen Richtpreise ftstzusctzcn. DeU erwähnten Beratungen waren Vertreter der Zmtralpreisprüsungskommilstou, des Staatsattttrs für Volksernährtmg, der iiiederöstcrretchjscheN Landesregierung^ des Kriegswucheramtes, der Gastwirtegenolseuschast und der Gehilscuschast der Gastwirte Ru. Vertreter derKonsumenteuorgamsattonen, beziehungsweiss ärgucher haben an den Beratungen nicht teilgsnvmmen. Iwecks Festsetzung der Prelle wurden die Wiener Gasthäuser — nach der Anzahl der Gehilfen — in vier Kategorien eingeteilt, und zwar sollen Betriebe nnt i. bis 5 Angrstellteu der vierte», sülche mit 6 bis 15 Angestellten der dritten, solche mit 16.1ns 36 Angestellten der . zweiten und solche mit über 36 Altgestellten der ersten Kategorie angehöre». Das Menü, das täglich während eineS genau einzuhalkenden Zeitraumes zu verabreichen ist, soll an Mlschtagen eine Suppe. Fleisch (migefähr 6 Deka» »ramm) mit Gemüse und Mehlspeise, an fleischlosen Tagen Suppe, Fisch oder Gemiisefchnttzkl oder dergleiche» und Mrhlspetso umfassen. Der Preis, soll au Fleischtagen 11^—, iS.—, 18.--, vezikhungsweise K 15.—, an ftellchloselt Tagen ll 6.—, 10.—. 11.—. beziehungsweise 19.— betragen. Eine nähere Festsetzung über die Oualität dcS Gebotenen und die Größe der Portionen, Fleisch ausaeuonim-'n, fehlt. Für die Speisen'L ln earts wurden vei der gleichen Einteilung der Gasthäuser in vier Kategorien nachstehende Richtpreisr bestimmt: Suppen......... Rindfleisch, gekocht und alle Arten ' von Gulasch - ... . .. . . Braten aus Nindfleisch, mit Ausnahme der Psiried Kalbfleisch. Gulasch . , Gulasch aus nstand. Schweine-- Mch........ . . ... > Bxatm atls tnliind. Schwemefl-isch. . ... Amerlk, Schweinefleisch, Gulasch Ämrrik. Schweinefleisch, Vraten und Selchfletsch > - - .... 10.—, Scktöpsernes und Lämnterncs, Gulasch und Pörkelt ... Sternes und Lämmernes, Schövserneß und Lämmernes, Rücken. . .. Gewöhnliches Gemüse . . FrineZ Gemüse. Mehlspeisen. Kartoffeln . . . . ... . Nudeln, NockcÄ öder Knödel als mit der Gehilfenschaft kalkuliert hat. Eine diesbezügliche Verordnung soll schon in allernächster Ztzst^rsolgen. Augenblicklich liegt diese Verfttglmg zur Begutachtung Kronen . -r.80, «—,90, 1.-. 1.20 . 10^, 11.-, 12.-, 18- : üiK u.-, 12.-, 16.- 14.—. 15- 16.-, 16.-, 17- . 16.7—, 7-, 18—, 19,- 6.-, 16.- . 10.-, n.-, 12.-, 18.7- 12.-, 13.-, 14—, 15- 14.—, 15.-, 16.-, 17.- 16.-, . 1.-, . -2.8Q,! 17-, 3,20, 1.80. 16.-, 19-- 1.40, 1.60 2.—, S.S0 4.-, 4.50 n int, nllr.tmcinc» einem Voebic die Preise im C'iimeinchmeu bei der Landesrrgsxrttng, es ist Über nicht ausgeschlossen, daß die Landesregterung sich gehe» die FestscWg dieser Preise aus» sprcchen wird. - Schon eine flüchtige Dllrchstcht der Preise zeigt, daß die neuen Richtpreise, namentlich für die G a st h ä u f c z d r 111 e r ü n d v i e r t e r K a t e g o r i e, w e s e ir t l i ch höher s i v d a l s j e n e P r e i f q> die bi § yerin- G c l t n n g w n r e n. ..Eine derartige Verordnung sollte aber doch in crffci: <'mic jene Schichten der Bevölkerung schützen, die nnf dtese Gnsthäüser aügöiviesÄi sind. Diö Msetzung voll Höchstprrt'dri hat aber bekmitttlich iinMlzük Folge, daß die Höchstpreise üls Mindestpreise betrachtet werdenes würde sich also der Gasthaus besuch durch diese Verordnung für die Besucher der kleinen Betriehe wesentlich verteuern.. . . Die Hötelküchcn iitib Pensiönsbetrrebe sind vorläufig in die Prtt?bcsttmmuug nicht miteinbczog'ctt, doch soll in nächster Zeit emch daran geschritten werden. . Die eingangs ertvähnten Preise sollen übrigens nur vor-- lätkfige Geltung.^ haben und durch die PreiZprüfungsstelle einer »eMrltcheit Rsviliöst unterzogen werden. Dier Ätarktbericht. Jrn gleichen Maße, als ivir uns vom Mdnatsbe'gimv entfernkü niütnit die Kaufkraft der Ätatktbesüchcr ab, was sich darin zeigt, daß jene Marktgebiets, welchö iiber die billigsten, wenn älich nicht beliebtesten Lebens,nittöl berfügeü, am meiste^ besucht werden. , - Der Fleischbezug ist jetzt wohl Ms die gMze Woche über schwach, da die zur Ausgabe gelangende MeKK nur fürdie Bereitung einer einzigen Mahlzeit aüsreicht mck> die Verbraucher: diesen Pezt'lg meist Sainstäg borüehütetl, aber zw Mviiütsdeginn gehen stets kleine Mengen von Fleisch' oder Würsten, die inarkenfrei erhältlich sind, rasch und restlos Nb., Gestern waren in der Großmarkthlllle etwas über 1008) Kilogramm geselchte Schweinsköpfe angetzoten, die sich sonst stets großer Beliebtheit erfreuen, köNtrten über nicht voü^ ständig verkauft werben. Bon den zur rayvnierten Ausgabe vorbereiteten Mengen des amerikanischest sZchweinesieischeZ blieb der weitaus größte Teil unverkauft. Dagegen waren die Fischmärkte, auf welchen gesterst frische Schellfische zu K. .7.30 das Kilogramm fcilgehaltew. wurden, sehr Par? besucht. 1 Auch auf den Grünwarenmärktest wird die Nachfrage täglich lebhafter. Naistentlich UkUNdsalat, der jetzt das billigste. jSetitüfc gibt, ist fef/fi gesucht. Alle Gemüseüüd Rübenartenf waren gestern in vollkommen ausreichestder Menge vngeboten'^ Auf den meisten Märkten gab es wieder Feigen lurds Zitronen. Der Absatz dieser Artikel — eine Zitrone kostek noch immer 60 bis 70 Heller — vollzieht sich setzv. langsam'^ Eier waren nirgends erhältlich. Der Getreide- und Dtehleintauf. Vom. dentschösterreichischen Staatsamt für Volksernährtmg wird verlautbart: . An Getreide und Mehl sind mit Etttcntesendrmgen ist Deutschösterreich tingelangt:! Am ii. Juni. 791 Tonnen Getreide-715 Toimeü Mehl ferner.. . . . 315 „ „ i i zusammen 1030 Tormm Mehl Einlauf seit 1. Juni (in 11 Tagen) zusammen 20.31# Tonnen Mehl. Derzeitiger Tagesbedarf 1716 Tonnen .Mehl. Argentinisches Rindfleisch. Wie mitgcteilt wird, soll voraussichtlich noch diele ( Woche die erste Probesendung argentinischen Rindfleisches in Wien einlangen. Die Bestimmungen Über die Verteilung hängen von denr Unijange der Sendung ab. Das Ende der Mshlkarten. Bei der bevorstehenden Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten wird eine Vereinfachimg dnrctigefi'chrt. Die gesonderten Mchlkarten fallen ganx weg. Es wird nunmehr ein Mehlbezugsschein ähnlich dem Brotbezugsschein ausgosolgt. Die dem Mehlbezugsschein beigegebenen Abschnitte haben sich als überflüssig erwiesen. Bon der Ausgabe einer einheitlichen Lebensmittelkarte kann keine Rede sein, da es dann nicht möglich wäre, an Karten gebundene verschiedene Waren durch mehrere Personen zu gleicher Zeit einkanfen zn lassen. Ltebesgabenverteilung in Hernals. Die Verteilung der Schweizer Liebesgaben .durch das Frauenarbeitskomitee fite die Buchstaben N bis R, Sch findet Samstag von 2 bis */,6 Uhr an Kinder von 2 bis 6 Jahren statt. Milzubringen sind: Einkansschem für Miudeftbeiuittelte, blaue Milchkarte und Heimatschein oder Arbeitsbuch oder Trammgöschein. Südslawische Lebensmittelaushilfe. Die Ausgabe der istbknonnttelzubußen für die Bezugsberechtigten der Wiener südlawischen Kolonie erfolgt zn den bereits angegebenen Terminen n Wien, L, Fichtegaffe 11. Mitteilungen der „Rohö". Zentralmagnzin, VlU. Bezirk, Piaristengasie 19: Abgabe von Lekwar, Sardinen und reinem .Olivenöl, Kartoffelwalzgrieß, Zitronen, Sardellen von ty»8 bis 12 uhr und von */,3 bis 5 Uhr. — Magazin,!. Bezirk, Nibelnngmgaffe 7: K.°V.- und Toilriteseife, Zitronen, Franckkaffee, Krachmandeln von 9 bis 12 Uhr. - II., IV., V., VI., X., XIII., XIV., XVJII., XIX, Bezirk: Öbe von rationierter Ware von 8 bis 12 Uhr. — Hl. Bezirk: ckoffen. --- Abßabe der rationierten Ware findet für den UI. Bezirk Montag den 16. d. M. statt. UI. Bezirk Montag den 16. d. Gerichtssaal. Der Einbruch in der Kärntnerftratze. 'Mit einem, Nachschlüssel, den sich^ der 23jährige Josef Brunner bei dem 42jährigen Agenten Jakob Philipp ansertigen ließ, öffnete der erstere die Roubalken deS in der Kärntnerstraße gelegenen Pelz- und DammkleidergeschäfteS Hermann Deutsch, woraus, beide in Begleituna von noch unbekaptltM Personen Waren im Werte von über 1£ 150.000 sowie K ytzO Bargeld „wegräumten". Josef B r n p n e w der als Lausbnrsche bei Hermann Deutsch vtzhsenfttt war, lemle den Zweitgugeklagten Philipp im Casä lliosthal im N. Bezirke kennen. Berde hatten sich heute vor dem Geschwornengerichte zu verantworten und wurden einstimmig schuldig gesprochen. Aus Gnmd des Wahrsprnchcö der Geschwornen wurde Joses B r n u n e r z n sieben. I a h r cn s ch tv e r e n K eifert, der Jakob Philipv hingeaeil tvmdc zu drei I a b r e u s ch w e r e n Kerkers verurteilt. Philipp meldete die Ltceafuna __

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