Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 143 (12.6.1919)
- Date
- 1919-06-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Donnersrag Wiener Morgenzeitung 12. Juni 1919 Nr. 143 Die Ernährung. Bühne und Kunst Der Volkswirt. Ein amerikanischer Speiseklub für junge Leute in Wien. Das H i l f s w e r k f ü r W i e n er Kinder, das in so danienswerter Weife von der amerikanischen Hilsserpevition in inauguriert worden ist, wird in Kurze im Wege der Gründung eines amerikanischen Speiseklubs auf Kinder rmAlter v o n 14 b r s 19 I a h r e n erweitert werden. Der Klub soll Knrsalon d e s S t a d t v a r k e s rmtergebracht werden und ist vor läufig ans eine Mitgliederzahl von 2000 Kindern berechnet. Jedes Mitglied entrechtet als Eintritlsgebübr den Betrag von K l.— und wird dadurch berechtigt, gegen Entrichtung von 14 I.— an den Mahl- Zeiten teilzunehmen. Der Wert einer Mahlzeit dürste K 7.— bis X 8.— betragen. Die Uebelstände in unserer Zuckerversorgung. Eine Anfrage im niederösterreichischen Landtag. Die Abgeordneten Dr. L u tz und Genossen haben in der heutigen Landtagssivirng eine Anfrage in diestr Angelegenheit eingcbracht. In der Anfrage wird ansgcN'ilnt: Die Abhängigkeit unserer Zuckervmorgnng vom tichecho-slowakischen Staate führt nr, S ch w i e r i g k c 1 t e n, deren Ucberwrndrmg nicht m unserer Macht liegt. Ent jüngst wurde die volle Märrqnote ausgegeben nnd der Staatssekretär für Bolksernährnng hat sich über die Ausgabe von Einsiedezrrcker sehr p c s s i m i st i s ch geäußert., Die Bevölkerung glaubt der Versicherung der Negierung, daß eine reichere Zuckercmiuhr ans dem tschecho-slowakischeu .Staate nicht zu erzielen sei, deshalb nicht, weil im Schleichhandel große Zu ck e r m c n g e n. u m g e s e tz t werden, Luxuszuckerwaren in stets steigendem Maße hcrgestellt werden und die Zuckerlgeschäfte wie Pilze aus der Erde schießen. ES ist daher wahrscheinlichdaß der der zuckerverarbclenden Industrie und der Marmeladenerzeugung zugewicsene Zucker nicht voll feiner Bestimmung zugeführt wird, sondern im Schleichhandel mit großem Gewinn wetterverkaust wird. Eine strenge Kontrolle dieser Industrien ist daher dringend notwendig. Die Anfrage veUangt von dem Landeshauptmann, daß er nn Einvernehmen inst dem Volkscriiährimgsanrt die Abstellung dieser Urbelstände cinleite. das: die Nachlieferung der »r ü ck st ä n d i g e n O u o t e n an die Bevölkerung sofort erfolge und für die rechtzeitige Ausgabe von Eirrsiedezucker das Nötige veranlaßt werde. Der Marktbericht. Auf den Lellensmittelniärkteil machte sich heute Wohl lebhaftere Nachfrage bemerkbar, aber das Angebot war noch schwächer als an den Vortagen. Die Zufuhren der Grün Warenmärkte fielen gestern bedeutend schwächer aus, auf dem Naschmarkte waren dje Neuzusuhren an Gärtnergemüse und Salat zwar noch ausreichend. um den Bedarf zu decken, au; den übrigen Bezirksmärkten gab es aber der Hauptsache nach Gemüse, das aus den Ankünften der Vortage erübrigt wurde und zum großen Teile schon verwelkt war. Die G r o ß m a r 11 9 a I f e, der Zeiitcalfleischniarkt Wiens, verfügte nur über eine geringe Menge Pökelfleisch, die für den ravouierren be'timnit war nnd einige Kilogramm Zickerl- und Ziegenfleisch. BerhLlknisrnäßi- Ai .jtig re.nr ick uni> iah:l stark besucht waren die »I i s ch m ä r k 1 e, nur welchen nebst den -konser-- vierten Seefischen auch frische Schellfische nnd slowenische Karpfen selige halten wurden. Südslawische Lebensmittelanohirfe. Die Ausgabe der eingctroffenen Znbnßcn erfolgt gegcrr unerläßlichen Borwcis des Heiniatscherncs, Meldezettels und amtlicher Einkaufskarte für d.e Namen nut A bis C Samstag den 14.,! D bis J Montag den 16., K bis M Dienstag den 17., N bis k Mittwoch den 18.,. R bis 8 Freitag den 20., I bis Z Samstag den 21. d. M. Die Warenausgabe erfolgt von 8 bis -2 llhr. Gefäße find unbedingt nntzubringen. Der Getreidenpd Mehleinlauf. Vom deutschösterreichischen Staatsamt für Volksernährnng wird verlautbart; * An Getreide und Mehl sind mit Errtentesendungen in Derrtschösterreich cingelangt: Am 9. Juni . 1389 Tonnen Getreide —1251 Sonnen Mehl ferner.. . . 391 „ „ zusanunen 1642 Tonnen Mehl Am 10. Juni 1107 Tonnen Getreide — 997 Tonnen Mehl ferner.. . . . - 710 „ „ zusammen 1737 Tonnen Mehl Einlauf seit 1. Juni (in 10 Tagen) zusamnien 19.280 Tonnen Mehl. Derzeitiger Tagesbedarf 1716 Tonnen Mehl. Weiters wurden in der Zeit vom 1. bis 10. Jnui in Deutich- «erreich übernommen: 177 Tounen Fett und Fleischwaren. 10 Tonnen Kondensmilch und 641 Tonnen Bohiirn. Die Hilfsaktion für die Mindestbemittelten. Bei den nächsten Budgetbcratungen tim-b, wie verlautet, auch eine Erhöhung der Kredite für die Mnrdestbrnnttrllen zur Beratung gelangen., Inzwischen sind die Bezirksämter angewiesen worden, auch in Fällen geringerer Uebcrschreitrrng der Einkommengrenzen die Mrndestbemrtteltenkarten auszustellen. Die Abgaben an die Mmdestbemittelten sind derzeit infolge des Lrbcnsmittelmangels sehr begrenzt. Gegenwärtig werden Teigwaren abgegeben. Auch eine neue Suppenmasfe wird zur Abgabe vorbereitet. Fallweise sollen auch Zubußen verabreicht werden. Erster Wiener Konsumverein. Die Abgabe der eingeteilten Artikel findet in dieser Woche für die erste Gruppe der Mitglieder heute Donnerstag, für die zweite am Freitag, für die dritte Gruppe am SamStag, statt. Zur Abaabe gelangen: Für die Person Kilogramm Weizenbackmehl, 12 Dekagramm Oel sowie der in der Vorwoche nicht zur Ausgabe gelaugte Reis, weiters Marmelade. Ferner täglich in allen Verschleißstellen: Paradeisnlark, italienische Wasch- und Toiletteseife, italienisches Gemüse- und Hülsenfrüchtenmehl.' Mitteilungen der „Rohö". Heute Donnerstag: Zentralmagazin. VIII., Piarrstengasse 19: Lekwar. Zitronen, Walzgrieß, Sardellen m Oel von 8 bis 12 Uhr imd von 3 bis 5 Uhr. — 1. Bezirk: K.-B.-Seife, Toiletteseife, Franckkassee, Krachmandeln von 8 bis 18 Uhr. — U. und 1U. Bezirk: Zwirn, Salz, Franckkassee, Walzgrieß. Kümmel, Dörrgemüse von 8 bis 12 Uhr. — IV., IX., X. und XIH. Bezirk: Salz. Franckkassee, Walzarieß, Kümmel, Dörrgcmüse von 8 bis -12 Uhr. — XU. Bezirk: Waschpulver. Franckkassee, Walzgrieß, Stämn, Masol, Suppenmasfe, Gulaschlabletten vou 8 bis 12 Uhr. — XVII. Bezirk: Labsal, Walzgrieß, Franckkassee, Stärkm, Paprika von 8 bis 12 Uhr. — XlX. Bezirk: Paprika, Wasch- * Pulver, Franckkassee, Kümmel, Stark»: von 8 bis 12 Uhr. — XXI. Bezirk: -',wirn, Salz. Snpprnmave, Franckkassee, Walzmieß svon 2 bis 1 Uhr. — XVIII. Bezirk: Geschlossen. 1 * rsm—* / Ans den Theatern. Im B u r g t h e a t e r gelangt heute Donnerstag Ludwig Fuldas Lustspiel „Jugendfreunde" zm»Ausführung. Anfang 7 Uhr. Im S ckr ö lf b r u u n e r S ch l o ß t fi <? a t c r wirb heute Donnerstag die Tragödie „Tristans Tod" von Maja L ö h r anfgesührt. Anfang h,7 Uhr. . _ Im . 0 v e r m t ft eater kommt heute Donnerstag Gustav M a hier s Achte Svmplwme mit den Damen Gertrnde Foerstel als Gast, Kiurina. AUHacsek. Klint. Baner-Pcketta sowie Herrn Fritz Kmm als Gast, den Herren Maitt nnd -Markhoss zur Aufführung. Anfang V«8 Uhr. - -- Im Deutschen B olkstheater beginnt die für Lamstag derr 14. d. M. anacsetztc Erstarrfführrrng von Walter Hasenclcvers fünfaktiger Tragödie „Antiaoue", in der fast das gesamte Personal beschäftigt ist, um '/,? Uhr. Mizzi G.ü nther ' t vou der Direktion Kar c z a g- I a r n o den Antrag erh.'.lc^». m der kommenden Spielzeit abwechsclnd am W i e n er S t a d t t h e a i e r als Schan- 'vielerin nnd im T h e a t e r and e r Wien inihr zusagenden Operettenpartirn auszntretcn. Die Künstlerin, die-diesem Antrag Folge' le sten dürfte^ wird am Theater an der Wien die Hauptrolle in der^nencn Operette von Franz L e h a r singen und im SiadtlheatrL in einer Sckiali'pielüovikäk austrerrn. Dieststag 'den 17. d. M. ffndet im I o s e s st ä d t e x T h c a t c v die Erstanfführung des Lnstspirles „D e'r König in P.ariS" von Caivallet ^und "de F l e r § statt. , Dr. Ludwig Wüllner veranstaltet h e u t-e Donnerstaa, abends? Uhr, im großen Konzerthaussaale einen Goethe-Abend. Ec lägt am Donnerstag den 19. o. M. einen S ch i l l e r -,A b c n d wlaen, für den der Kartenverkauf m o r g e n bei der Konz'crtkaffe der Hellerschen Buchhandlung aus dem Bauernmarkt Nr. 3 beginnt. . Borlesung I. 0. Imber.' Die Frauengruppe des Vereines ..Zmn" veranstalltt am Samstag den 21. d. M. um 7 Uhr abends im Saale des.Niederösterrelchischen Gewerbevereines, l.. Eich^ubachgaffe 11. einen Imbcr-Abend. bei dem der Dichter aus den,Büchern „Esthcrke", „.Noisenblö! e ", ..Heimlieber", „Blktoria", und UngedrucktcS vorlcsm wird. Karten nn Vorverkauf bei Somit, I., Rotentminstraße, und im Verern „Zion", II., Glockengüsse 30. Ariel Birnbaum liest am 13. d. M. unl 7 Uhr abends in der W i e n e r Z e i t k n n st. I., Mah'cdergaffe 2, mus semkm Drama ..Dav:d" und Gedichte. Karten bei der Wiener Zeitkunst, und Buchhandlung Lanyl. „Der Ausbgn des jüdischen Palästina". Die vor kurzem unter dicsemVTitel erschienene Schrift Richard Li -'i-lh e i m s gibt ein umfassendes nnd auss'chlußreicheS Bild des Programmes für die Umformung des jüdischen Volkes im eigenen Lande. Preis X 1.44. „D a s n e n e j ü d i sch e Palst st i n a" von K n r t N a w r atz k v nmc:sucht nut dem wn'senschastlichcn Elnst nalio^lal-ökonoinischer Schulung dw wirlschaitlichen nnd ückturellcn Grundlagen des Laubes und seiner gegenwärtigen Bevölkerung unter Zugrundelegung des netlesten Materials. Preis X 19.20. „D e r A u f b a u d e s L. a n d c s I s r a e.l" von Ar t u r R u p p i n bespricht die bishmge Kolonisation und die Ziele einer künftigen Siedlungsarbcit nuier-He-vorhebnng der organisatorischen Grundlagen. Preis X 19.20. - Die angezeigten Bücher sind bei R. Löwjt, Wien, t, Rotentmmstraße 22, erhältlich. 7 " Pstngstrimdsprel der Reservemannschaften ans der Hohen Warte^ Sieger:-Oportklub Halloah. An d'eicm Nnndipiel nahmen die Neservemannschass>'n der Vereine V i e n n a, Germania, A d m i r a und H a k o a h rerl. Dre Paarung der Gegner war die gleiche wie nn Nundipiel der ersten Mannschaslcn. Am ersten Tage spieUe die Hakoah gegen Germania 2:2 (Halbzeit 1:1),' durch Los siel der S,eg der Hakoah zu. Aus dem zweiten Vetffviel ging die Vienna mit 3:2 (Halbzeit 1:2) über die A d ni i r n als Sieger hervor. Im Entscheidungsspiel, das am Montag stattfand, schlug die H a k o a h die B l e n n a 3:2 (Halbzeit 1:1). Den Trostpreis gewann Germania gegen Admira 3:2 (Halbzeit 1:1). Der Sieg der Hakoah im Rundsviel war verdient. Sie stellte an beiden Tagen, obwohl sie am Montag mehrere Spieler am die „Erste" abgeben.mußte,- die beste Reservemaunschaft. Ausgezeichnet war R o s e tt 1 a l. als Mittelstürmer, der trotz seines im Kriege erlittenen schweren Kuiedurchschusses die Beweglichkeit vollkommen zurückerlangt hat, so daß er in kürzester Zeit sicherlich ivieder in der ersten Mannschaft tätig sein wird, zu dcren Zierden er vor dem Kriege zählte. Bon den übrigen Spielern verdienen noch hcrvorgehobcn zn werden Klernmann, Weihrauch, Häusler, undWertheimer. Pfingstrundsprel der Iungmannschaften.. Sieger Hakoah. An diesem Wettbewerb, für dessen Sieger die Hakoah etuen schönen Ehrenpreis' gewendet hatte, beteiligten sich die Jungmannschaften von Admira, Germania, D o n a nstadt und Hakoah. Der Hakoah-Rachwuchs war seinen Gegnern technisch und taktisch überlegen. Der Sieg ist deshalb doppelt hoch, anzurechnen, weil in den Jumimannschaften der anderen Vereine ein Großteil der Spieler, dem Alter nach, m eule erste Mannschaft gehören würde. Die Resultate waren: Hakoah— Germania 2 :1, Admira-Donaustadt 3 :1. Der Admira-Mannschaft wurde der Sieg abgespröchen, da sie Spieler aus der ersten und zweiten Mannschaft eingestellt hatte. Hakoah-Donanstadt 4:3 (2 : 2). Bolkswehrwettspiel. Heute spielt die Mannschast des V. W. Baons. 13 aegen den W i e n e r S p o r t k l u b. Das Wettspiel, das recht guten Sport verspricht, findet auf dem Dornbacher Sportplatz statt und beginnt uni 7,6 Uhr. Olympische Spiele 1920, Holland beabsichtigt gegen dm im April m Lausanne gefaßten Beschluß, die olympischen Spiele 1920 in Antwerpen zu veranstalten. Emspruch zu erheben. Wahrscheinlich werden sich die anderen neutralen Staaten dem Protest änschließen. Bekanntlich waren auf der Lausanner Konserenz, wo dieser Beschluß.zustande gekommen ist, ausschließlich Vertreter der Entente anwesend. Von den anderen Sportlttndem wird der Beschluß als bewußte Brüstierung Deutschlands cmpssniden und als unsportlich vernrtcllt. Ferner bezweifelt man die Möglichkeit für Belgien, btc Spiele durchzuftthren, da bisher m Antwerven eine geeignete Anlage nicht vorhanden ist und schwerlich in Jahresfrist erbaut werden kann. Die Bilanz der Liinderbank. Der Berwnltungsrat der Ocsterrcichischeu Länderbank ge» uchmigte in der gestrigen Sitzung die ihm vorgclegte Bilanz' pro 1018. Das R e i n e r t r ä g u r s betäust sich auf X 12,006.411.17, einschließlich des voriährigen Gcwinnvortrages von X 2,509.478.12. Es wird eine Dividende von 5°/o, das ist K 20.— pro Aktie (gegen 8%, das ist K 32,— im Vorjahre) vorgeschlagen. | Wie in den vorangcgangcnen Kriegsjahren sind auch pro 1918 keine D illrilbtlanzen der Filialen in L o n d o n und Paris vorhanden, daher mußten wie bisher nur die Saldi' wie sie sich aus den Büchern der Bank per Ende 1918 ergeben.- iit die Abrechnung eingestellt werden und cs konnten auf die Dotationen und Forderungen keine. Zinsen berechnet werden. Die Einzelheiten des Gewi u nn n b Vcrlu ii* kontos sind ans der folgenden Aufstellung zu ersehen: Einnahmen:/ 1918 : x Gewinnvortrag vom Vorjahre. 2,509.178.12 Z i n s Ni ... . . ... . 31,559.852.07 Provisionen.. 7,840.814.— . ( Devisen ».Valuten 429.807.75 Gewinn an! Effekten und Kon-, l sortialgeschästen — Verfallene Dividenden . . . . 9.420.— Summe. . 42,346.901.94 Ausgaben: Gehalte'. 12,537.281.- Spesrn . . ... . . . . . 5,931.052.37 Pensionsfondsbeitrag . . . . 456.314.84 Steuern und Gebühren. ... 5,415.781.80 /Inventar. . . 62.522.63 Abschreibungen! Junno b. licn . 69.032.20 i sDubiosesorder. 166.405.36 Verlust an Wetten und Konsortialgeschästcn . . . . . . 5,654.150.57 Summe. . 30,342.490.7? Summe der Einnahmen . . 42,348.901.94 Reingewinn einschließlich Vortrag . . ... . . 12,006.411.17 gegen 1917 - ' X -j- 945.000,- + 7,260:000*—. + 1,074.000.- + 380.000— - 9,319.000.— + 5.000.— + Ö45 000.— -j- 5,554.000.^ Z- 2,174.000.- - 1,192.000.- — 2,597.000,— + 10.000.- — . 15.000.— -f 143.000 — 4- 5,654.000.— + 6,431.000.- + 845,00$.- — 6,086.000.-* Ans dem R e i n fl c w i n n von X 1 %006,411.17 .(gegen K 18,092.411.17 im Vorjahre) werden bestritten: K 110.767.58 für den ordentlichen Reservefonds, X 2,000.000.— für de:: Pensionsfonds, die statuarischen und verträgsgemäßcn Tantiemen, die 50/0ific Dividendeunh derWewinnvortrag ans neue Rechnung von % 1,451.002.60 (gegen X L,509.478.12 nn Vorjahre). ' t$on den Gewinnen weisen hauptsächlich Erhöhungen auf: Das Zmsenko'nto (X -7-.260.000.-), was. aus die Vermehrung der eigenen Mittel und auf. die bedeutende Steigerung der Kreditoren zurückznsühren ist; -das Provisionskouto (X 1,074.000,—). Sehr starte Verschiedenheiten gegenüber dem Vorjahre zeigen die Ausgaben : Die Gehalte sind mn X 6,554.000.— auf X 12.537.231,— gewachsen, die Spesen - um X 2,174.000.— aus X 5,981,052.—♦ Schon heute läßt sich Voraussagen, daß sich die Gehalte und Spesen für das laufende Jahr noch beträchtlich erhöhen werden. Dre.Steuern rmd Gebühren beliefen sich auf. X 5,415.781.—, das rst bedeutend mehr als zwei Fünftel des. Reingew.nnes. . Was die Effekten und Konsdrtialgeschäste betrisst, so ergibt sich ein Verlust von X 5,654.000.— (gegen rinn Gewinn von X 9,319.000.— int Vorjahre). Der Vcrlnst ist ans die Bewertung - des Kriegsanleihebesihes der Bank zu. 75"/g zurückzjrsührcn. Gewinne wurden erzielt aus dem Verkaufe von Aktien der Adriawcrke für chem. Jnd., MooSbrnniter Glas- 'fabriks-A.-G'., Vereinigte Lederfabriken. Welch, Vereinigte Fabriken A.-G., ' Kisbcr Füzitö; weiters 'sind verrechnet die Erträge ans ben Garantie-Syndikaten für die KapitalSvcnnchrung des Wiener Bankverein, der Oesterr. Kredit- Anstalt, der Anglo-Oesterr. Bank, der Ung. allg. Kohlcnbergbau- A-G., der Ersten Brünner Maschinen-Fabriks-Grs., der Ung« Eskourvtr- und Wechsler-Bank Em. 1917 und auS der Abrvicklung der 7. und 8. Kriegsanleihe. Infolge des Zerfalles der ehemaligen Monarchie blieben ' folgende Geschäfte urrvcr* rechnet : Erste Brünner Maschinen-Fabriks-Ges., Holzindustrie- A.-G. „Bukovina", Oesterr. Jmmobiliar-Bank A.-G., Galiz. Bolksbank f.L. u. H., Stummersche Zuckerfabriken A.-G., Zentralmährische Zuckersabviken und Oekonomien, diverse Parzellierungsgrschäfte, Tiroler Aktienbrauerei Kundl, Verein Mähr, Zuckerfabriken, Niederösterr. Kriegskreditbank, Oesterr. Kontrollbankf J. u. H., 5°/o Ottoman. Anl. 1914, Ver. Bandfabriken A.'G-, Deutschösterr. Staatsanl., 4=% steuerfr. Anl. d. Stadt Wien 1918, Deutsche Effekten-u. Wechsel-Bank, Austro-Americana, Forstirldirstrie A.-G. Gödemesterhaza, Konsortium-Wiener Lokalbahnen. Die im Vorjahre aus verschiedenen Abverkäufen,. wie Fistag-Aktieit, Austro- Anlerieana, Münchengrätzer Schuhfabrik, Oesterr. Siemens- Schuckert, Ver. Drogengroßhegidlungen Fritz, Petzvldt & Süß A.-G-, Trifailer Kohlen Em. 1917,^Ungarische ESkompte-Baiik, 4V//» Wiener Stadt-Anl. 1917 und 4'/?/» 16jährige amorlisablc Wiener Stadt-Anl. 1917 erzielten einer spätercn Verrechurrng vorbehaltenen Gewinne, sind auch Heuer nirhs herangezogeu worden. . Die inländischen Filialen und Exposituren (worin die neuerrichteten in St. Pölten inbegriffen sind) avbeitcteu befriedigend, desgleichen die in Böhmen. Die Filialen in Belgrad und Dabrowa mußten aufgelassen werden. Die Deutsche Effektennnd Wcchselbank in Frariksrrrt n. M. schüttete cmc Dividende von 6°/o ans, dix Kroatische Esconrptebank ui Agram 10°/0, die Ecutral'Bodencreditbarrk tit Wien n°/0, die Jmmobiliarbank ht Wien 6°/e und die Kontrollbank f. I. u. H. irr Wien 6°/«. Die