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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-12 · Heft 143 (12.6.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 143 (12.6.1919)
Date
1919-06-12
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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^Defte 4 t Wim,' Dormersiag^ Prinz Max von Baden über den Friedensvertrag. (Kegen den polnischen Imperialismus. Berlin, 11. Juni. (Tel.^Korup.) Im ..Berliner Tageblatt" eröffnet beute Prinz Binr von Baden eine Artikelserie unter dem Titel „D'e r K a m v f u m § 91 e rfi t". In feinem heutigen ersten Artikel v erläutert Brinz Mar von Baden die vierzehn Punkte. Witwois und erklärst diese seien durch die Deutschland gestellten.H ri\:v t e de n s b e d.i n qn n g c n - v c r l etz t w a.r-d/c . Am Schluffe des Artikels beißt es dann unter Punkt I st : Deutschland kmnpst beute für nrcbr als für sein Recht. Wenn wir niciterbiu unsere Sache. ehrlich führen und auch nrcht önv'leisesten' Versuch machen/ zu unseren. Gunsten etwas, von der . vereircharten Rechtsbasis abznliaudeln, so sübren' wir die Sache oer- Brenschheit. Die gewaltsame Ausrichtung des polnischen Imperialismus, wie die Entente ihn plant/ist,ein schweres Unrecht auch gegen, die Polen selbst, die einen Nationalstaat verwalten können? aber nicht den Ausgaben eines Nationalitätenstaates gewachst-stnd^ Den - Fricdensvertrag verwirklichen heifit die P o g-r-s nstg,r e n z e und die Balkaugrenzen weit nach Westen vortragen. . ' Keine politischen Streiks in Italien. Ein offizielles Dementi der italienischen Mission. ..'Die italienische 'Regierung veröffentlicht folgendes Tomchunique/ Die voni Berliner W o l f f - B n r e a u verbreitete' NaWcht. von neuen Streiks in R o m, an die sich e'm Lehrchstreik angeschlossen haben soll sowie die Nachrichten über einen angeblich bevorstehenden .G e n e r a l st r e i k sind bestellte Gerüchte, welche die Absicht erkennen lassen, bolschewikische Unruhen "stn Italien vorzutäuschen, die nicht existieren. Die momtntänen. Manifestationen in; Italien haben streng' Wirts ch a s t l i ch e. u C b a r a k-t c r und spiegelm nur die nervöse. Spannung wider, die msolge.der Verzögerung der Verhandlungen der Friedenskonferenz ein,getreten ist. / -Der Pariser Streik vor dem Ende. P<rrrs, 11. Juni. (Funkspr. .des Korr.-BurO Die Streiklage ist. im gcytzeu. noch immer unverändert. Immerhin konnte man/--.-im. Läufe des -heutigen '.Tages "eine m e r k l i ch e B e s-s.e r.u ti:a feststellen. So hat außer dem bereits im Betrüb befindlichen V.emhrslinieu die Pariser-Omnibus Co. den Verkehr auf drei neuen Autobus- sowie auf drei Straßenbahnlinien wieder aufgeuovlmm.: Nach einer vom Generalsekretär der Metropolitambahn an die Presse verschickten MitteilMg hat sich der gestern auf allen Linien, ausnahmslos wieder, aufgmommene Verkehr. heute noch, bedeutend verdichtet, was darauf zurückzuführen ist, daß Aahlreichy, Ausständige-den Dienst wieder ausgenommen haben und «nch ayde^s,'Personal.eingestellt worden ist.. ... Der Kriegszustand in Tschechien. Prag» 10. Juni. (Tsck:cho-slow. Kreßbur.) Die Gesetzessammlung veröffentlicht mehrere Regierungsverordnungen, und zwar betreffend die Außerkraftsetzung einzelner Ar t i k e'.l. d es S t a a t s g r u n b g.e s e tz es, betreffend die Uüterstellirng jener Personen unter, die Militärstrafprozeßordnüng, welche sich einer strafbaren Handlung gegen die Heeresmacht deS tschccho-slowakischen Staates schuldig machen, endlich eine Verordnung, wonach die Kriegsdienstleistungsv f l j.ch t auf Grund des Gesetzes vom Jahre 1912 sofort in Kraft tritt.'/ Standrecht in Tschechien. Gegen Personen, die -er Militärgerichtsbarkeit /'■"■ unterliegen. Prag, ii.' Juni. (Tschecho-slow. Preßbur.) Das Ministerium/für . Nationale Verteidigung verlanthart eine Regierungs? Verordnung, womit'fiir den ganzen Bereich der tschecho-slowakrschen Republik .-das- S tan d'r e ch t gegen alle diejenigen Personen erklärt-wird, w e l ch e' d e r M i l i t ä r st tu fgericht sbarkeit unterliegen. Erschütterte Stellung der tschechischen Regierung. Prag, 11. Juni. In parlamentarischen Kreisen wird versichert, daß noch im Monat Juni das Kabinett demssionieren wird. Es dürfte zu einer Rekonstruktion des Kabinetts kommen nnd,mgn glaubt, daß-die Minister K l o f a c, Doktor S o u k u p und Dr. B r b e n s k y dem neuen Kabinett nicht mehr angehören werden. Die Anwesenheit des Gesandten Tusar wird mit den Bestrebungen, ihn für das Kabinett zu gewinnen, in Verbindung gebracht. Truppenverschieb,rngen gegen Ungarn. Budapest, N. Juni. (Korr.-Brlr.) »Nepszava" meldet- Aus F-i'u m e treffen Nachrichten über T r u PP e n Verschiß b u n g e n ein, die sich gegen Ungarn richten. Die Ägramer Sozialistenpartei leitet die schärfste Agitation ein, um. einen Au griff gegen die Ungarn zu verhindern. . Die Pogrome in Galizien. Warschau, 11. Juni. (Tel. der „Wr. Modenzeitung^) Die polnischen Sozialdemokraten haben im Landkag einen Antrag auf Abberufung der Haller schen Truppen aus Krakau emgebracht. Die Plünderungen in Krakau haben drei Tage lang gedauert. Unter - den geplünderten Geschäften befinden sich unter andern die Modegeschäfte Mahler, Koral, E r t s ch i k, das Schuhgeschäft K u g e r, der Juwelier Zimmermann, die Kleidergeschäfte F ü r 1 l und S t e r n b e r g, das Manufakturwarengeschäst Wiener, die Eisenhandlung B o m b a, das Delikatessengeschäft H i r s ch l, das Bijouteriewarengeschäft N ach h e is e r, die Papiergeschäfte Tafler, Nikolajewicz und B r a n d. Das letztgenannte Geschäft liegt gegenüber der Polizei. Sozialdemokratischer Parteitag in Weimar. Weimar» 10. Juni. (Korr.-Bur.) Aus dem heute cröffneten Pancttag der sozialdenwkrauschen Partei erstattete Otto Wels den Vonlandsbericht. in dem er bezüglich der auswärtigen Politik aiisnihrte, er sei der Meinung, daß ein starkes Einigimgsbedürfnis bei seiner Partei Und den unabhängigen Sozialdemokratenbrstebe. Em Antrag B e r-n st e i n s, die .. auswärtige Politik in einem besonderen Punkte der Tagesordnung zu behandele, wurde entgegen der Ansicht des Parteworstandes Braun, .dost' es für eine Berauma der auswärtigen Politik keinen ungeeigneteren Zeitviiukt gäbe als jcl.u, mit 21?. gegen l6.> Stimmen nußcuonmicn. Bor einem finnisch-rasfischen Krieg. Lonvoa, 1 t-. .Iuni.^ (Tel.-Krmv/ . Nach einer M-ldvag de» „D-.uln Telegrapb-"?.st der UuÄ'^uch-. des Kriere? vqtschen r< , I! 1! 1 CI l/d II n -e R u ß! g n b UilUCUl! .- '{ ä, T IC Bi.-ilch'.- w.lc.l hitl".ii die liumicljc (Grenze bereite» über'ch,-Uten. Wiener Morgenzenung Tagesbericht. Äbgestumpst? *Mne Sorge, die den Schlaf raubt: die jüdische Oeffentttchkeit beginnt die Pogromberichte gleichmütig zu' lesen. Heute Pinsk, morgen Czenstochau oder Lemberg, Wilna oder Krakau.' Ein Arzt berichtet, er habe in vier' Kriegsjühren nicht derart rohe Verstümmlungen gesehen, wie noch den Pogromen im neuen Polenlande. Die infame Dortür des, Bartabschneidens, Bartabreißens wandert ungehemmtdurch "Städte und Dörfer. Es gab ehedem wenigstens Augenblicke, da alle, alle, selbst die Entfremdetsten, plötzlich ahnten: So kann, so darf ein Volk nicht leben. In dieser verruchten Atmosphäre des Hasses darf man die Auf- .wachsenden nicht atmen lassen. Die. jüdischen' Kinder sind zu teuer, als daß man ihre Seelen aüfschrecken, Irrewerden, verderben, verdorren läßt unter diesen Pestblicken vertierter Peiniger, die, von abgefeimten Draht-. zie^hern dirigiert, trunken und lüstern in den Juden-' gassen wüten, ihi-e Großeltern,' Väter/ Mütter in qualvollem Jammer erschauern machen und zu jeder Erniedrigung fähig * -. . " Es gab doch' Momente, wo die ganze jüdische Gesellschaft bis 'in jene äußersten Kreise, wo noch ein Funken Gemeinschaftsempfinden glimmt, wo alles, was noch den Namen Israel trägt und nicht verbirgt, dunkel fühlt, - daß die zionistische ' Tat gesetzt werden muß. Und jetzt, scheint der' chronische Pogrom, die ununterbrochene Judenbesudelung und Judenvernichtung die Gesicherten kalt-zu lassen- Stumpf gewogen! Nicht einmal die Almosen-fließen reichlich, die Almosen, die mau nehmen Muß. mit dem Stachel in der Brust, daß die- Herzen längst verkrustet, verschlossen sein müssen,, da sich der Geld schrank so schwerfällig öffnet.—Aber unsägliche Schuld würden wir-auf-uns laden, wollten wir «erlahmen und nicht werben, in allen Augen suchen, jedes Gewissen mahnen, jedes Endchen Stolz aufpürschen, jeden- Rest von Empörung aufpeitschen und die Scharen der Tätigen mehren. Wer in dieser unsäglich entwürdigenden Zeit der Judenhatz nicht ein Streiter ist für das erlösende Zionswerk, ist nicht wert, diese grauenhaften Jahre des Schützengraben-Europa überlebt zu haben, und diese grauenhafteren Monate des polnischen Nachkriegrs zu überdauern. Jeden Erreichbaren stellig machen und ihn festhalten mit verantwortungsvoller Rede, bis er begreift, was Theodor Herzl meinte, als er vor zwanzig Jahren schrieb: „Israel! Andere Völker werden auch von Mißgeschicken heimgesucht, aber es kommt ihnen immer wieder eine ungetrübte Zeit. Jedem Kriege folgt ein , Frieden. Nur das verstreute Israel wird immer besiegt und kommt nach den Niederlagen nicht zur Ruhe. Die materielle Sicherheit ist aber die Grundlage der moralischen Gesundheit und darum wünschen wir: mit - aller Inbrunst, erstreben wir mit all unserer Kraft für unser Volkdie -materielle Sicherheit, die es nur aus seinem Boden finden kann. Und die moralische Gesundheit eines tatsächlich in der ganzen Welt verstreuten Volkselements ist von Wichtigkeit für die ganze Welt." . A. Jüdische Heimkehrer und Invalide! Euer Schicksal ist doppelt, ja dreifach schwerer als das der Heimkehrer und ^Mvaliden der anderen Völker. Kein Staat sorgt für Euch, keine Gemeinschaft* will Eure Wundm, die Ihr zum Schutz Eures angeblichen Vaterlandes ' erworben habt, lindern. ES bleibt Euch nur der Bettelstab, wenn Ihr nicht selber für Euch sorgt. Schließt Euch zusammen! Organisiert Euch l Als Organisation seid Ihr eine Macht und könnt Euch er-' kämpfen, was Euch gebührt. Kommt alle zu der am Donnerstag den 12. d. M.» 6 Uhr abends, im Hotel Guth, H., Stefaniestraße, stattfindenden Brr-' sammlung mit der Tagesordnung: „Notwendigkeit und Zweck einer Organisation-. Wahl eines Ausschußes. , Provisorisches Organisationskomitee. * Der erhöhte Trarnwaytarif. Gesteru M der auf das Doppelte erhöhte Tarif auf der Straßenbahn in Wirksamkeit getreten. Eine Verminderung der Frequenz, die von vielen Seiten befürchtet worden war, hat sich im Laufe des ersten Tages nicht gezeigt. Das. Publikum, das fahren müh, hat auch das neue böse Geschenk fatalistisch auf sich genommen. * Die Fremdenverkehrsfrage im Salzkammer gut. Aus Linz wird berichtet: Der Ausschuß des Fremdenverkehrsverbandes in Bad Ischl befaßte sich tu seiner gestrigen Sitzung mit den Aktionen seines Vizepräsidenten Apotheker- Be lis khder bekanntlich in Wien eine Versammlung' der Sommergäste des Salzkämmergutes abgehalten hat. Die Behauptung Veliskys, daß die Sommergäste durch 'die Lebensmittelzuschübe nicht nur reichlich, sondern auch billig verpflegt werden, wurde, wie eine Reihe. anderer Mitteilungen, als Irreführung der interessierten Kreise bezeichnet. Herr Velisky hatte sich' auch deshalb vor dem Ausschuß zu verantworten, und in Erkennung der Situation wählte er den einzig möglichen Ausweg: -er gab als Vizepräsident des Fremdeuverkehrsverbandes seine Demission und meldete seinen Austritt aus dom Verb and« e an." Es w'urhe '' weiters : festgestellt, - daß kein. Mensch im oberen'''Satzkaminergut'''haran 'denkt, - die■ /Hlnihiiii! des Fremdenverkehrs ohne die 'ilnbeding't r.sorderlicheu Vorails^t.'.uugeu ertrotzen zuwollen, ^_Argwtruw.. , . ‘sie. i«s " ebenso besteht irgendwie nicht die leiseK Absicht, Gmunden oder Ebeusee mit den Sommergästen in - Gegensatz zu bringen. Im' übrigen wird die Landesregierung, die sich mit der Angelegenheit Üereits eingehend befaßt, schon in den allernächsten Tagen ihre' endgültig gefaßten Beschlüsse verlantbaren. * Rückkehr von Kindern aus der Schweiz. Heilte um s/gZ Uhr nachmittags treffen auf dem.Westbahnhof die Kinder ein, die. seit April in-Bern, Thun, Langen- ' thal und Hindelbank weilten.. Die Kinder eines '.jeden ' dieser Orte werden zueiner Gruppe vereinigtan- - kommen, und es empfiehlt, sich,- daß auch die Eltern " bei der Ankunft sich in derartigen Gruppen ausstellen, ANMcldimg der Mehlunrrayonierung. .Anläßlich der Aus-- stellung der neuen Me h l bez u gs k arte - müssen die-.- je ig« -. Haushalte oder Ei/zelpersonen, welche, nach Ablauf, der gegenwärtig giltigen Mehckezugskarte von der . zuständigen y städtrschen Mehlabgabestelle (gelbe Karte) zu. einer Konsümentenorganisativn (blaue Karte) übertreten und diejenigen Mit- - glieder von Konsnmentenorganisationen, welche der zuständigen städtischen Mehlabgabestelle. zugewieseir .iverdou wollen, den beabsichtigten U e b e k 1 r i t t b i s l ä n g st c n s 14. d. M. der zuständig e n B r'o t k o nr'm i s s i o nzur Vormerknng an zeigen. Die dem' Uc.'ertrict en>^..e'ue... e Mchlbrzugs- '-karte.-wird sodann zugleich> mit den' anderen Lebensmittel-./ karten am 5. Juli 1919 zur.Ausgabe gelangen. Es wirb. s ausdrücklich aufmerksam gLinächt, daß. nach, den/ 14. Juni ' erstattete Uebertrittsanzeigen, wenn sie nicht mit lieber- . siedlungen im Zusammenhänge sind, erst mit 23. November, dieses Jahres Berücksichtigung finden können. * Umrayonierüngen bei den Stammkunden d^e. Trafiken. Die jüngst.'.erfolgte ^Festlegung ' der: -Ladenkundenmenge in den Trafiken utit einem fixen -Prozent- ’ satz der Belieferung jedes Verschleißgeschäftes erfordert sowohl im Interesse der konsumierenden-Bevölkerung,' wie der Trafikantenschäft.eine rationelle Ausgleichung.' der jedem Berschleißgeschäste zugswiesenen Stamm- ' künden. Die Verschleißbehörde. wird Umravonie»- rnngen in größerem Stile vornehmen. Hierbei wird aus den Wohnort der Raucher wie auf eventwelle - . persönliche. Wünsche tunlichst Rücksicht genommen werden. * Festsetzung von Höchstpreisen für Zündhölzer. Eine im Staatsgesetzblatte verlautbarte PollzugSanweisung setzt für die in Verkehr gesetzten Zündhölzchensorlen, und zwar für/ - nngeschwefelte, an jeder. Reibfläche entzündliche Zündhölzchen (Mikado Ueberallzünder) sowie für geschwefelte Zündhölzchen; / im Detailverkauf einen neuen Höchstpreis von je 2 0 Heller per Einzelkapsel fest.' Die Höchstpreise für. Schwedenzündhölzchen bleiben unverändert. Der Höchstpreis einer Einzelkapsel Schwedenhölzchen im Detailverkauf beträgt auch . - weiterhin 10 Heller. - * Bortrag Professor Dr. Marmore!. Der von der akademischen Verbindung ,^kadima" veranstaltete Vortrag des Herrn Professor Dr. Marmiorek, welcher seinerzeit infolge Erkrankung des Vortragenden verschoben werden mußte, findet nunmehr heute um halb 7 Uhr abends im Saale de- Niederösterreichischen Gewerbevereins, 1. Bez., Esch'enbach'gasse 11, statt. Die gelösten Karten behalten ihre.. Gültigkeit...' * Gründung eines jüdischm Orchesters. Bei der im Morgenblatt vom 8. d. M. veröffentlichten Mitteilung betreffend die Gründung eines. jüdischen. .. Orchesters wurden nachstehende Zeilen irrtümlich nicht mitveröffentlicht: Es . ergeht daher an alle jüdischen- Musiker die dringliche Aufforderung, sich dieser Sache . zur Verfügung zu stellen. Die Konstituierung und erste P-)be findet Donnerstag den. 12. d. M. um halb 8 Uhr -. abends im Cafe Industriellen, 1. Bez., Konkordiaplatz Nr. 4, statt. Instrumente mitbringen! /' / -ü' « * Jüdischer Gesangsverein „Hakinor". Ein Eh'renkomit« . bestehend aus Herrn Don Fuchs, Adolf Stand, Prof. . Dr. Wilhelm Roth' unh. D'r. Geza Winter versendet vinen Aufruf zum Eintritt-'in den jüdischen GesangSvereiii' ,Hakinor". Stimmprüfung durch Oberkantor Don Fuchs. - und Prof. Artur Wolf, 1. Bez., Postgasse 16, Tstr 12, an Freitagen von 3 bis 6. und Sonntagen von 9 bis 11 Uhr vormittags, y -. * Eine norwegische Spende von Lebertran für die Wiener Kinder. Die amerikanische Relies-Admmi« s stration in Wien hat die amtliche Nachricht erhalten, ' daß die norwegische Regierung für das JugendhilfSwer? in Deutschösterreich in überaus dankenswerter Weise 10 Tonnen Lebertran gespendet hat, die im Rahmen der amerikanischen Kinderhilssaktion, die im steten Einvernehmen mit dem deutschösterreichiWn Jugenbhilsswerk arbeitet, verteilt werden. . * Zusammenstoß mtt einem Automobil. Gestern ist in der Prinzenallee im Prater ein von der 40jährigen 'Gärtnersgattin Martha Scherz er gelenkter Gärtner- ' wagen mit einem Automobil zusammen.gestoßen. Dabei erlitt Frau Scherzer mehrfache Wunden am ' Kopf und im Gesicht Und ihr elfjähriger Sohn Fritz eine Gehirnerschütterung, Die Rettungsgesellschäft brachte den Knaben in das. Kronprinz Rudolf- Kinde'rspital. .. ' * Verhaftung. Der 22jührige gegenwärtig beschäftigungslose Koch Rudolf F ru scher wurde am 9. d. M. in 'Mariahilf verhaftet. l§r wird tvegtzn Veruntreuung von 6.00 Kronen und wegen Diebstahls von Lebensmitteln im Werte von mehreren hundert Kronen, zum .Nachteil der Beamtensgattm Olga Czeppe in Böslau per- - folgt. Fruscher wurde dem Landesgericht eingeliesert. ' * Erhöhte Tabakpreise in Ungarn. Aus Budapest wird berichtet: Di.eRäteregieruug erhöhte die . . Preise für Tabarfabrikate. Darnach lostet eine Sportzigaretje 40 Heller, eim.Ungarische 20 .Heller, .Damen, Mirjum^ und König'-(>»' 60 'HetM-^Mrmphis- und Prin-. zessäs 'je-' K. 1.—'. Ntt K. "l.'OO.-" Don den Zigarren: Eine Träbuto K. 2.80).; Regaliias- K. 3.20, Vrijaunika K. 2.50, Kuba K. 1.40, Pirgiuin K. I i-oriko 1.-- und ZigtN'llro--> 80 Heller,

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