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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-07 · Heft 139 (7.6.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 139 (7.6.1919)
Date
1919-06-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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?r:!e 6 .. * :: v.bfi-l'HiH d r 2 ■’ ■: I ' ’ r - 1 e>e:i Fr: L.-:> v it 3 3 in ^.tiualu. i.' I'. o:;-a iccl-üfii'c.t Hochschule in Wien Ut in |.i .>>r T . .■.] vom L ^u:ü d:ie Kundgebung gegen den?ccc.-.'>i:v^c.:cag v.ni -raittt-Äermniri geschlossen, in der ge.reu di' TccftHnmic'ui'.g und Berskla,. n:ig OeutschösterreichZ Prolest eri'iobcn itn > der!iecs,drncllichste Wunsch zur vollständigen dercinig'.'.ng n:t Deutschland Ausdruck gegeben wird. * Schalom Asch Kommt nicht nach Polen. Entgeg'n 'H»cr urfl’tftnpltdjcn Absicht nnrb der bekannte jüdische Dich:er Tchd.lom A s ch nicht nach Posen konimcn, sondern von Wilua, n'o r »eit turzem umlr, über 33«Im und Hang nach Amenü: iirffcl".C3t. ‘«ich Imft, nach enngen 3)>onatcn nach Polen, und "nu diesmal 'chon alö a m e r i t a n i i di c v S la.riSb ärger '■ •.'muten zu können. 31 sch in bekamnt cl, polnischer Staaiobürger und als solcher scheint er siä; nich: zu trauen, sein Hemia'.laud auszttsuchen, trotzdem er in einer besonderm Rüssion deS nnerikanisch-jüdischen HilföwdlkeS reist . . . * Taufschein Bedingung. Der Magistrat in R; e s z o w dal soeben euren Konkurs auf einen Polizeitomnuffär und cuien choli-cimsvektor ausgeschrieben. Unter anderen Dokumenten, die mm den Bciven ern beigebraclit werden müssen, wird mich der « aufs (b r i n genannt. Liegt etwa auch dieser, toie das 3u’^ bot der hcbviiiidjen 3'erlambarnngeu seitens desselben Magistrats, r:n o*crcTfc bei — öneiulichen S.cherchei!? . . . * .Nass, ii ein beuch. In den GoschästSräninen der Wäscheri r-is.chail, FunftmuS, Brettcu.'cerckrasjü -17, wurde am o- :')l. nachtS ein «inbrnch ocdtbi. Güte eisern o;■! a s) o u mm a » ' ge sp r e n g t und iar ein Betrag von l l.000 . mvieu e t it o in tu c u. * Tchw.rer Unfall. In der Giiisahrt deS HauseS 3)iariamG, chioi .ardgasie 3ir. 80 a, im sogenannten Werls!ätteuhos, urde ges.. rn mittags der Verwalter Ätatthiaö Lteuloirth non einem 'Wagen an die Wand gedrückt. Herr Neuwirth, : c:.. ce ^ei?tc Gehirnerschütterung und vermutlich auch e isen LchädolbasiSbruch erlitten hat, wurde in daS 3lllgeraeiue KraukenhcnrS geschafft. * Selbstmord. . Die 53jährige Private Marie M. m-.e..'niig, Draschegasse 3kr. 15 wohnhaft, nahm gestern vorchi agd- Gin. verrnuttich Strychnin, und verfiel gleich nachher m tl:'° Bmmstlosigldt. Die bcrufeito Freiwillige Rettnng-Zfand die Frau bereits als Leiche vor. Krankheit i ied alo Ursache des Selbstmordes bezeichnet. * Der Selbstmord der Schauspielerin Edthofer. r wm im gestrigen Blatte berichtet haben, hat die Sofäbttge - -ch urwielerin Frau Gertrude E d t h o r c r, Gattin des Mi:- g' ödes des Deutschen Bolkstheaters Herrn Anton Edthofer, ihren! Vch>en ein Ende bereitet, indem sie vom Fenster ihrer Wohnung ui der Iosefsgaise Nr. 11 in die Tiefe gesprungen ist. Frau Ed'chofer befand sich mit ihrem Mann in einem ScheidungSr r o; e ü und lebte von ihm getrennt. Diese Scheidungs- «mgelegeuheit sowie^ ern schweres Nierenleiden und hochinadtge Nervosität durften die Veranlassung zu der Tat gewesen mu. Frcnt Edihoftr befand sich vorgestern in einem Zustande i elonderer Aufregung. S:e war nachmittags gegen 2 Uhr mit 'iner Bedienerin allein in der Wohnung. Etwas später erschien He Bedienerin bei der HauShe'oraenu und bat sie, ein wenig aus l'Tau Edthofcr achizugebrn. da Frau Edihoier sehr aufgeregt sei. ':U3_bic Hausbesorgerin, der Bitte nachkommeud, in die Wolmung Her Frau Edthoier rintrat, kniete Frau Edthoier bereits ant -v-eniterbrett^ unb im nächsten 3lngenblick stürzte sie sich, ehe t i'' Hansliesorgerm dies hätte verhindern können, vor deren 3lugen .!> die Tiefe. Der 3lrzt,^ der alsbald zur Stelle war. tonure nur niehr den Tod scststellen. Bom Polizeikommiffariat Zvsesitadr ^and sich eine behördliche Komniission inr Hause ein. Zn der Wohnung wurden zwei verschlossene Briefe gefunden, welche Fron Edthofer bereits am gestrigen Bornnttag grfchr'.eben hm. Der eine Brief war an ihren Gatten, der zweite an einen 'verwandten gerichtet. Frau Edthofer, die früher in Deutschland urnste. war eine lntelligente Künstlerin und wurde erst kürzlich vom Dirckior Bernau für die Kammerspielc verpfltchtkt. * Lokal für ei« Derbaudsheim gesucht. Die jüdischnanonalen Organisationen in den westlichen Bezirken WienS haben die^Errichtung eines Verbandsheimes beschlossen, m welchem eine Lesehalle, Bibliothek, Iugendherm, Turnhalle usw. >'n ergcbracht werden sollen. Die Berwrrkltchung dieies PlaneS »nd somit das wertere Aufblühen des Vereines wird jedoch durch die notvri'che Lokalnot m den westlichen Bezirken behindert, wenn nicht völlig unmöglich geniacht. Es ergeht daher an alle GeminnnaSgenosien, insbesondere an die Hausbesitzer in den BeHrken Mariahilf und Neubau die dringende Bitte, angemessene 'reistehende Lokalitäten dem Schriftführer des Bezirksrates für die westlichen Bezirke, Herrn Dr. Simon Holdengräber, Löten. VI., En'!hn;vgasie 3 s, Telephon Nr. 6424, schleunigst bekannt zu ad eit. Vereinsnachrichten. A l r. d e nt i s ch e r B r r b a n d jüdischer Sozial i st e n ,P o a l e Z i o u". Heute Samstag den 7. d. M. findet um 3 Uhr nachmittags im grosten Hörsaale deS Physiologikchen Instituts (Ecke Wahrrngermld Schwarzspanirrstraße, Eingang Schwarzspanierstraste) eine Protestversammluug gegen de Pogrome^ statt. — Jüdischer Gesangverein. Tie erste GesongSiibung sindet heute SamStag den 7. d. M. um b'äzise 6 Uhr abei-ds nn Konzeriraufr Ehrbar, IV., Mühlgasse 30, II. Stock 'Lutwak Poionay) statt. Alle Mitglieder sowie Änieresieutrn, die noch dem Vereine beizutreteu beabsichtigen, werden ersucht, zu dieser Uebung, der der die Stimmprusung und dte Einteilung m dir einzelnen Stimmgatlungen voraenommen werdm wird, pünktlich zu erscheinen. — B e r e i n „ft i o n\ Morgm Sonntag den 8. d. M. veranstaltet die Iugerwkommisston einen g-ineinfamen Ausflug ihrer jugendlichen Mitglieder nach Nrnwaldegg. Treffpunkt: Endstation der 48er Linie präzise '/,3 Uhr imchmntnos. Vorträge und Versammlungen. Verein Zion, Wien, R, Glockengaffe?>-)■ Heute Samstag den 7. d. M. um 4 Uhr nachmittags wird inr Beremsl>Lal Herr Dr. Wilhelm Stein im Nahmen des BortragSniklus Über die Geschichte Palästinas einetr Borkrag halten. — ,«n Lokal des Lftremes Ir sch uw Ere z Israel, H., B aterstraße 9, sindet morgen Sonntag den 8. d. M. um 5 Uhr i! 'chnnttags ein Vortrag des Herrn A. L. L a g st e i n statt. Thema: ^Hagaluth we Hagrnlah". — Akademischer Verein ü d i s ch e K u l t u r". Mittwoch den 11. d. M. um 8 Uhr abends sindet im Verrinslvkal, Börseplatz 7, ein 'Vortrag deS Herrn Med. B a l t n ch über daS Thema: .Die Entwicklung der füdi'chm Sprache" mit anschließender Diskussion statt. — Ta Prost 7r. Macmoret nunmehr wieder hergesteüt ist. stndet der von der akadcniischen 3ftrbindnng ,K a d i m a" veranstaltet; Bortrag des Pros. Dr. Marmorek Uber ..Zionismus" am Dounerstaa den 12. d. M. um '/,? Uhr abends >m Nrederösterreichischen Gcwerbeverein, l.. Eschenback- «aiic u, statt. Die auSaegebenen Karten behalten ihre Gültigkest. — I ü L. - a ka d. K ul t u r v e r b a n d «I a b n e", IX., Türkenstraße 9. Der angekündijtt« Kurs von Herrn Dr. 3l. St a m t n t a: „Die spateren Propheten" ^Jesajas) beginnt wegen Verhinderung des Kuvsiciters nicht am Sonntag, sondern D o » n e r s t a g den 12. d. Ai. «in 6 lUjv abends. -r r--. ,r '9 "r. NI9 V^ r? Die Ernährung. Kritische Tage in Tschechien. Die p^LriAlischen Sozialdemokraten. — Keine 6Ü«iemeine Mobilisierung. Der Ge^eralsirelk für Dentschböhmen beschlossen. s Vrap. 6. Juni. (Tel. der „Wr. Morstenztg/) Di" 97.:'Ts^tüL und Erregung infolge der E"ig:'.Ls-s irr der Skowak?i dauert an. Auch die tschechischen Sozialdemokraten veröffentlichen einen Ausruf, in dem sie zur Verteidigung des tschechischen Besitzes auffordern. Es sind zahlreiche Einberufungen erfolgt, doch ist von einer allgemeinen Mobilisierung u ich t die Nede. In Deutschböhmen gört es. Die Regierung hat die Llbhaltung einer Ne'rhe von Versammlungen, die am 8. Juni in Deutschböhmen abgehalten werden sollten, verboten. Infolgedessen haben die dortigen Scr^ii'.ldemokraten die Parole ausgegeben, am 14. I u n t in ganz Deutschböhuren den Generäl streik zu proklamieren. Professoren und Studentenschaft zu jedem Opfer bereit. Prag» 6. Juni. liTschecho-slow. Preßbur.) Der Senat der tschechischen Universimt in Prag hat dem Präsidenten der Republik *it einer feierlichen Kundgebung die feste Entschloffenheit der Pro^ sefforen und der Studentenschaft übermittelt, zum Schutze des übersalleneu Baieilmides j c d r s O p f t r zu bringen. Der Senat erließ ferner eine Krmdmachung, worin die Stndenteu ausgesordrrt werden, zur Abwehr und Vertreibung des FeiudeS zusammenzuftehen und sei e s m i t d e r W a s f e, s r i eSimHilfsdirnst ihre patriotische Pflicht zu erfüllen. Die ungarischen Erfolge aufgedauscht? § Prag, tz. Juni. (Tel. der ,Wr. Morgenztg/) Nach Berichten tschechischer Blätter ist die militärische Lage in der Slowakei wesentlich gebessert. „Ceske Slvwo" schreibt: Die Offensive der Magyaren w u r d e a u f g e h a l t e n. Es muß betont werden, daß sämtliche Nachrichten über die Erfolge der Magyaren übertrieben und ausgebauscht sind. Nicht einmal ein Zehntel der Slowakei ist verloren gegangen. Briefkasten der Redaktion. „Hechaluz O". Wollen Sie sich behufs Rücksprache an e.nem Wochentag, nachmiitags zwischen 4 und 6 Uhr, in unsere Redaktion bemühen. Kommunales. Das Programm des Vizebürgcrmeisters Winter. Vizebürgermeisier Winter empfing gestem rat Rathause die Kommuualbcrichterstatter der Wiener Tageszeitungen und entwickelte hierbei in großen ^ügen einen Teil jener großen Aufgaben, die zu erfüllen er als Ziel sich gesetzt hat. Durch den Krieg, betonte er, sei eine solche Verelendung i ber unser zerstückeltes Land hereingebrochen, das; es nicht nur einer langen Leit, sondern der Anwannung aller Kräfte bedürfen werde, um uns wieder durchzuringen. Als Fomnalist, der er noch sei, habe er stets ein Wort als Wegbegleiter gehabt: S e i j a ch l i ch, kümmere dich um nichts nt der Welt, als um die Sache. Denn wenn du in der Sache stark bist, wirst du auch in der Weise stark sein. Für diesen Satz mochte er viele Jünger und Anhänger werdm. Gerade jetzt — führte er weiter auS — erleben wir eine Zeit, in der eS doppelt notwendig ist, daß wer alle, freigewählte Bürger und solche, die mit der Feder täglich zum Volke zu sprechen haben, unS eines vor Augen halten, daß eS ungeheuer viel Erziehungsarbeit an u u sollen zu leisten gibt, und zwar im besten und edelsten Sinne. Wir müssen das, was frühere Zeiten versäumten, wo wir noch kein allgemeines Wahlrecht hatten, möglichst rasch nach'.uholrn trachten, alle Kräfte nutzbar machen Hk dir Allgemeinheit. Versäumen wir das, dann müfsrn wir zmrunde gehen. Wer wenden uuS deshalb an die gesamte B e w ö l k e r u ri g, daß sie uns mithelse an dem so notwendigen Wiederaufbau. Der Teil des Aufbaues, der mir zngewiesen wurde, E rziehungssürsorge und Fürsorge für die Aufzucht der Menschheit, die im Kriege so sehr gelitten hat, daS ist eine Ausgabe, die gerade für Wien u nendlich wichtig ist, denn Wien hat. wie keine andere Stadt in diesem Kriege, infolge der alrösterreichischen Schlamperei und der Abschnürung durch unsere Feiude, entsetzlich gelitten. Die Arbeit deS Wiederaufbaues ist auch während der UebrrgangSzrit nicht mmder wie während deS, kommenden Friedens notwendig, der gewiß nicht so auSsehen wird, wie sich ihn die Entente heute noch vorstrllt. Wenn Sie in dieser für mich so außerordentl ch feierlichen Stunde, wo meine VerrtsSkollegen zu mir gckonlmen sind, saaeu, daß Sie bereit sind, mitzuarbeiten an dieser sachlichen Aufklärung der Bevölkerung, dann danke ich Ihnen doppelt und vom ganzen Herzen dafür. Städtischr Lustbarkeitssteuer. Zn der gestrigen StadtratSsttzung berichtete Stadt rat B r r i r n e r über die Forteinhebung der städtischen Lnstbarkeitssteuer. Es soll eine emheilliche Steuer von 10 P r o z c n t f i! r alle Theater, auch für die ehemaligen Hoftheater vorgeschnrben werden. Man hofft durch dietr Maßnahme eine M e h retnnahme von zivei Millionen 5t r o n e Ir zu erzielen. Um jenen Kreisen, die durch diese Erhöhung stark betroffen werden, entgegenzukommrn, wolle man 10 Progent des Ertrages der Lnstbarkenssteuer zur Veranstaltung von Vorstellungen für Arbeiter und Schüler widmen. Diese 10Prozent würden ungefähr rmen Betrag von hl 600.000 auSmachen. Die Anliäge des Referenten wurden genehmigt. Französische Ernährungshilse. - Von unterrichteter Seite wird erklärt, Laß da« Ittteresse Frankreichs für ein selbständiges lebms fähiges Deutschvsterreich nach wie vor bestehe. Das ff daraus zu erklären, daß nach Ansicht der französischey Politiker die beiden Länder gemeinsame Intereffeu haben. $um Zeichen, daß Frankreich bestrebt ist, M Ernährwigssituation Deutschösterreichs zu bessern^ wird auf folgende Tatsache hingewiesen: Frankreich hat seit 19. Mat 1919 die Lebensmittelversorguna Deutschösterreichs in die Hand genommm und send« t tt g l i ch s e ch s Z 1i g e, die über Triest nach Gr« laufen. Bisher sind 4000 Tottnen Getreide unÜ 16.000 Tonnen Mehl eingelaufen. ü Das Grnheitsmenü in den Wiener GasthLufer« Wir haben kürzlich von dem Plane der Wiener Gastwirte genossenschaft, ein Einheilsmenü in den Wiener Restamants ei» znführen, berichtet. Nach diesem Plane sollen die Gastwirtebetriek ie nach dev Zahl ihrer Angestellten (bis 6, beziehungsweise 18, 80 und dnniber) in v i e r G ,r >l p p e n eingeteilt werden. Dü niedrigste Gruppe würde 11, die nächste 12, die dritte 18 und bin teuerste K 15 sür das Menü verlangen. An fleischloser Tagen wurden sich die Preise nur u« K2 billiget stellen. Darb ei must hervorgeh obnt werden,, daß es nach Mitteilmtz der Gastwirtegenoffenschaft ausdrücklich heißt, daß daS Menü (<u Fleischtagen) ^etwas" Fleisch enthält. _! Dieses „EinLritsmenü" ist für de« Mttelstand ntte# schwinglrch. Man halte flch nur vor Angen: Guvpe. G» müse und Mehlspeise im kleinsten Gasthansr sül neun Kronen! . Das ist ein Preis, welcher für einen großen Teil der «l GasthanskostÄngewiesenen fast unerschwinglich ist. Für diesen Betrat kann man drei Tage in der Gemeinschaftsküche effen. Leider gül cs deren zu wenig. Dieses „Einheitsmenli* ist daS Resultat längerer Deratmtaul im Schoße der Gastwirtegenoffenschaft. Die Borstrhung der G« noffrnschast wird nun chr Projekt der Behörde zur Billigung va« legen, und eS ist zu erwarten, daß das letzte Wort m dies» Angelegenheit noch nicht gesprochen ist. Einheitsmenü — jjoft ständig einverstanden! Aber der Preis muß sich nach de« «öM hältnissen bei* Konsumenten richten, welche zum größten TÄ tmb» in der 8tjftc sind, den unverhältnismäßig hohen Preis fftr <M| solches »Einheitsmenü" zu zahlen. Der Marktbericht. Mit Ausnahme der Grünwareumärttr herrschte gestem jaJt den Märkten wenig Verkehr. Die Beschickung der w a r e it m a r f t c mit Gärtnererzeugniffen war wohl etwM schwächer, ober in ungarischem Mid tschecho-slvwakischem Soilt» gab es reichliche Zufuhren, so daß der Bedarf im allgememm mehr als gedeckt war. Eine H e r a b f e tz u u fl der amdz l i ch e n H ö ch st p r e i f e d ü r f t e h e tt t e e t f o t fl t In der G r o ß Ni a r k t h a lle waren nur zene FleM mengen vorrätig, die für den raponiertrn Bedarf bestimmt find» Markenfreies Fleisch oder Fleffchwürstr gab es überhaupt «ichht nur etwas weiche Würste waren erhältlich. , ] Die Fischmärk 1 e erhielten gestern keme neu« ,Z« fuhren an frischen Seefischen. Dorrättg waren nnr kotlservtett« Seefische, darunter geräucherter Seelachs, das Kilogramm » K 19.—. Am begehrtesten waren aber mit Rücksicht aas bas niedrigeren Pr eis getrocknete Klippfische aus den Vorrat« d» Gemeinde Wien. Eier waren nirgends erhältlich. Der Getreide- und Mehleinlaus. Bom deutsch österreichischen StaatSamt für BolköemsthmW wird verlautbart: _ , 4 .1 An Getreide und Mehl find mit Tntentesendrmgm i> Deutschösten-eich eingelangt: Am r>. Juni . Slft Tonnen Getreide --- 284 Tonmn Mehl ferner.. 2984 w 1. zusammen 3268 Tonnm Jnni^ (in k» Tag«) zusamm« SS' Einlauf seit Tonnen Mehl. Derzeitiger Tagesbedarf 1716 Tonnen Mehl. Herabsetzung der Gemüsepreise. Tie Marktamtsdirektion hat gestern die Gemüses preise u m 2 5 v. H. herabgesetzt, und zwar Nev siedler Grnndsalat von 44 aus 34 Heller für daS Stück, slowaftschrw Grundsalat von 66 auf 58 Heller für daS Stück, SpiiM voq K 2.80 auf K 1.80 für das Kilogramm, Suppensparael von kl 2.80 aus 2.50 für das Kilogramm. Die neuen Preis« trat« im Großhandel gestern, im Kleinhandel heute in Kraft. Mitteilungen der „Aohö". Heute SaniSlag. Zentralmagazin, VIII. Bezirk, Maristeu« gaffe 10 : Zitronen, Kartoffelwalzgrreß, K.-B.-Serse (Marke 2)^ 'Sardellen «n Oel und Toiletteseise von 8 bis 12 Uhr.-—s Magazin, l. Bezut, Nibclungengaffe 7: K.-B.'Seffe (Marke 2)^ Franckkaffee, Krachmandeln, Suppenmaffe von 9 vis 12 uhr..->tt II. und UI. Bezirk: Zwirn, Salz, Franckkaffee, KartoffelwalzgtteLj Kümmel, Makol, Dörrgemüse, Seife von 8 brö 12 Uhr. -- IX^ X.. XIII. Bezirk: Salz, Franckkaffee, Kartoffelwatzar $ Kümmel, Dörr^emüse von 8 bis 12 Uhr. - XII^Bezirk: Waschpulver, Frarickkaffee, Kartosselwalzgrieß, Stärkrn, Masol, Suppen» maffe, Gnlascbtabletten von 8 bis 12 Ulir. -7 XVIl. Bezirk: Labsal, Kartoffelmalzgriesi, Franckkaffee. Stärkm, Paprika von 8 bis 12 Uhr. — XVM. Bezirk: Serfe, Waschpulver, Dörrgemüse, Stärkin. Franckkaffee, Kümmel von 8 bis 12 Uhr. -- XIX, Bezirk: Paprika, Waschpulver. Kartoffelwalzaneß. Frarrckkaffee. Kimmiel von 8 lsiS 12 Uhr. —XXI. Bezirk: Bart, Zwrrn, Salz. Suppenmaffe, Franckkaffee, Kartoffclwalzgrirß von 2 vis- 4 Uhr. I Juden und Jüdinnen^ Reklamiert euer Wahlrecht zum > Jüdischen MationalratsÄr Deutschösterreich! Wahlberechtigt ist jeder Jude ohne Unterschied des Geschlechtes, der sich zur jüdischen Nation bekennt und das 26. Lebensjahr überschritten hat. / Anmeldung zur Eintragung in die Wählerliste im Bureau des NatioualraLes: Wien, ff,, Taborstr. 20 a

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