Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 139 (7.6.1919)
- Date
- 1919-06-07
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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£>u. i w k vl / Bühne und Kunst. Bus den Theatern. Im B u r g 1 h e a t e r adanal heut« bas dreiaktige Drama „Gespenster" von Henrik Ibsen zur Aufführung. Anfang 7 Uhr. Im Schönbrunner S,eh l o ß 1 b e a t e t wird heute bie Tragödie „Tristan-Tod" von Maja Löhr zum erstenmal wiederholt. Anfang 7=7 Uhr. Im Burgtheater gelangt weam Unpäßlichkeit des Fräuleins Marberg Sonntag statt der angenlndigten Borstellung „Das Märchen vom Wolf" das Lustspiel „D i e F a h r t ins B l a u e" zur Aufführung. Im Deutschen VolkStheater, gelangt Walter Hasencleve rs dramatische Dichtung „Antigone" Samstag den 14. d. M. zur ersten Ausführung. Dre Titelrolle spielt Frau Erika Wagner, tu den Übrigen Hauptrollen sind beschäftigt die Damen Schilling und Denera sowie die Herren Dan egg er, All an, Klitsch, F o r e st. As konas und O n n o. Spielleiter Direktor Bernau. Der Kartenverkauf für diese Borstellung beginnt Samstag. Sonntag den 22. Juni um ft Uhr nachmittags findet im Wiener Komodienhans eine Sondervorstellung des BerernrS Jüdisch-akademischer Kulturverband „Iabne" statt. Jur Aufführung gelangt „Das Gelöbnis" von Perez Hirschbein, aus dem Jüdischen übersetzt von Eliasberg, und „Die Schwestern" von I. L. Perez, auS dem Jüdischen bearbeitet von Egon Brecher und Hugo Znckermarm. Kartenvorverkauf bei den Theaterkassen, kX.. Nitßdorferstraße 4, Basar, l., Roieulurmstraste, in der Buchhandlung Löw>1, I., Notenturmstraße 22, und bei der Filiale der „Weener Morgeuzeituug", U., Schmclzgassc 7. Juni-Ausstellung der „FreienBewegnng".Donnerstag den V. d. M. eröffn et die Künstlergruppe „Freie Bewegung" in den Räumen l., Korntnrrstraße 4, ihre J u n i- A n s st e l l u n g für geladene Gäste. Ab Freitag den 9. d. M. ist die Ausstellung für den allgemeinen Besuch von 9 bis 6 Uhr geöffnet. _ Cherut von Martin Bnber. In einer durch Tiefe der Gedanken wie Vollendung des sprachlichen Ausdrucks gleich fefielnden Schrift unterfuchlMartin BubrrdaSBerhaltnis der Jugend und speziell der jüdischen Jugend zum Absoluten, zur religiösen Ueberlreserung und zum Gesetz. Dir besonderen Bedingungen des jugendlichen Geistes an die Volksgemcinschail werden ausgehellt und. auf die ehrfürchtige und unbefangene Erkenntnis des Schrifttums und des Volkslebens als Weg zur Freimachung der schlummernden Urbane verwiesen. Sorben erschienen. Preis K. 8.—. Zu beziehen durch N. Löwit, Wien, I., Notruturmstraße 22. Sport. Pstngstrundspiele. Pstngstpokal 1918. , Von den Pfingstruudspielen nimmt jenein Favoriten bereits heute seinen Anfang. An diesem Wettbewerbe beteil'gen sich die vier Vereine R u d o l f S h ü g e l, Hertha, S i m m e r i n g und W a ck e r. Heute treffen auf dem Rudolfshügel-Platze zuerst Simmering und Hertha, anschließend daran Wacker und Rudolfsh ügel zusammen. Bttde Spiele versprechen einen recht irilctrffantcu Verlauf. Im ersten ist Hertha hoher Favorit, das zweite Treffen dürfte Rudolfs- Hügel nach Kampf für sich entscheiden. Die Spiele beginnen um 4 und V|€ Uhr. Mittelschulen-Wettspiele. Auf dem Prater-Sportplatz des W. A. C. tu eile» tjeut* rrgchmittags die besten Mrtlel'chiiker--Mamckchaften WienSzusammen' Um 9 Uhr spielt die R r a l f ch u l e X. B e z i r k gegen daS Gymnasium XVII. Bezirk, um 5 Uhr dieSchüttelrealschule gegen die Neue Wiener Handelsakademie. Insbesondere das zweite Spiel, aus dem dre Schüttelrealschule stcareich hervorgeben dürste, verspricht guten Sport. Der W.A.C. hat für die Sieger schöne Preise gestiftet. Die französischen Militärmeisterschasten wurden am vergangenen Sonntag im Stadion zu Colombes bei Paris ausgetragen. Die besten Ergebnisse lauteni lOO Meter Sencnr 11*4 Sek., 200 Meter Seurm 23*2 Sek., 400 Meter Delvart 51*6 Sek., 800 Meier Armand 1: 5ö'8, 1500 Meter Arnaud 4:156, 5000 Meter Heuet 16:10, 110 Meter Hürden Andrs 16'8 Sek., 220 Meter Hiirden Andrö 2? Sek., Hochsprung mit Anlauf Andrs 1'75 Meter, Weifipnmg mrt Anlaut Fitte 6'43 Meter, Weitsprung ohne Anlauf Proux S'15 Meter, Stabhochsprung Franquenelle 3'45 Meter. Die Wiener Hakoah dürfte am 6. und 7. Juli in Birlitz als Gast der Bielitzer Hakoah weilen. An der Reise sollen außer der ersten Fußballmannschaft noch mehrere Leichtathleten terlnehmcn. Der S. u. G.-V. Kadima nimmt an einem Pflügst* turnier aus dem Admiraplatz teil. Außerdem haben die Vereine Liga, Kolumbia und Sturm 1907 genannt. Die Schweizer Fußballer» die am Sonntag und Montag in HÜtteldorf Wettspiele austragcn. sind gestern in Wien eiugetrvffen. Außer der Mannschaft nimmt auch der Präsident und der Sekretär „Nordsterns" an der Recke te,l. Das kleine Ländcheu Luxemburg scheint über ausgezeichnete Fußballer zu verfügen. Im Turnier der befreiten Gebiete, das m Metz und Stmßburg stattfand, blieben dir Luxemburger überlegene Sieger, wobei sie dre Repräsentanten von Elsaß-Lothringen und Champagne schlugen. Sportklub Hakoah. Heute, VJ* Uhr abends, Vollversammlung der FußliMektron. Die erste Mannschaft spielt morgen um 3 Uhr aus der Hohen Marte, die Reserve um 7»& Uhr ans dem gleichen Sportplatz, die erste Jungmariickchast um 10 Uhr auf dem Hakoahplatz. Alle drei Mannschaften nehmen an Rundsprelen teil. Anitas. Honte Samstag, V»7 Uhr abends, Spielerversammlung M Cass Prückl, daselbst Mannschaftsaufstellung für das Pfrngstpokatiourmcr. — A m a t c n r s p o r t p l a b in Ober-St. Bert (Endstation des 58er-Wagen). Pstngstpokaltournier 1919. Sonntag: Z Uhr nachmittags. Liesing— Arlaria, 5 Uhr uachrnittags, ©itumcuinacr Sp. V.—UnitaS (Melsterschast). Vorher 1 Uhr mittags Baumgarten—Wiedner Sportfreunde. — Montag: 3 Uhr nachmittag- Unitas— Artaria (Meisterschaft), 5 Uhr nachunttags, Liesing—Simmeringer Sp. V. Vorher 1 Uhr mittag- Ober-St. Beit-Sen orcn. Sp. u. G. V. Kadima. Heut« Samstag, 5 Uhr nachmittags, Ausschußsitznng. 6 Uhr abends Vollversammlung sämtlicher Sektionen anschließend gemütlicher Abend rm Caf6 City, f., Werdcrtorgasse 3. Zu der, Pfingsten spielt die Kadima am Admiraplatz im Pokaüoumicr mit Flondsdorfer Kolumbia Sturm 1907 und Liga. . .... Gerichtssaal. De» KühlerrhLirdler als Dal»Avschteber. Der angebliche Kohlenhändler Hirsch Langer Übergab Mitte Februar dieses Jahredent Agenten Jsak Tisch! zweck- Aufbewahrung X 320.000. Tckchl behauptet, daß « bloß X 20.000 und diebloß zum Gelbichmuggel und Valulaschiebertten bekam. Tisch! fuhr nach Budapest, wo er m drei Tagen de« größten Teil des Geldes verspielte. Mit dem Rest kaufte er Speck und Tabak ein und fuhr nach Wien zurück. An der Grenze jedoch wurden ihm die Sachen abgenommen. Der geschädigte Langer erfuhr durch eine Privatdeleküvin den Aufenthaltsort des Tifchl, worauf er ihn verhallen ließ. In der gestrigen Berhandkmg vor dem Gefchwornengerichte unter Vorsitz deS OberlandesgmchtSrateS Dr. I r? o b blieb der Angeklagte bei seiner Behauptung, daß er nur X 20.000 vom Langer erhalte« habe. Im Lause deS Verhörschilderte der Aug«klagte, der verheiratet ist und ttnttt Kinder hat, die Notlage, die ihn zu dieser Veruntreuung verleitet hat. Der Beschädigte Langer blirb bei seiner Angabe, daß er X 220.000 dem Tischl zur Aufbewahrung gegeben habe, weil sich Tischl in anderen Fälle«, wo eS sich um viel bedeutendere Summen gehandelt hat, als verläßlich erwies, konnte aber seine Angaben nicht beweisen. Die Geschwornm bejahten einstimmig die an sie gestellte Schiildsrage, nahmen aber als Schadensstemme X 20.000 au, worauf der Gerichtshof den Angeklagten Tifchl unlec Anwendung des außerordentlichen Milderungsrrchtes zu einem Jahr schweren Kerker verurteilte. Tischl nahm die Straf« an» Die im Auditorium anwesenden Kinder des Tifchl weinten laut auf, so daß sie aus dem Saale entfernt werden mußten. Der Volkswirt. Zn Erwartung der finanziellen Bedingungen des Friedensvertrages. Ihr Einfitttz auf unsere Großbanken. Don einem hervorragenden Bankfachmann, den wir befragt haben, gehen uns folgende bemerkenswerte Aeußerungen zu: Daß der Fried« auch für das Finanzwesen des Staates seine wirtschaftlichen und insbesondere geldwirtschaftlichpn Institutionen von tiefgreifendem Einfluß sein wird, *war schon nach dem Aufbau der vorausgegangenen Friedensbedingungen zwischen der Entente und Deutschland zu erwarten, und es war auch zu erwarten nach den Maßnahmen, tvelche die deutschösterreichische Negierung vorgekehrt hat, indem sie nicht unterließ, sich gleich sachkundige und versierte Finanzleute zu attachieren, deren Kreis noch durch eine besondere Delegation erweitert werden soll. Wie weit diese Finanzdelegation ihre Mitwirkung zu entfalten haben wird, kann dermalen eigentlich noch nicht abgesehen werden, wohl weil nur erst die territorialen Grundlagen des Friedens schon bekannt geworden sind, nicht aber die finanztechnischen und finanzpolitischen Richtlinien. In letzterer .Hinsicht ist man zunächst noch auf Mutmaßung^ angewiesen, die, wenn sie sich bewahrheiten, allerdings einen niederschmetternden Eindruck machen, von dem auch der Geldmarkt, wie die Enunziation der Börse zeigt, betroffen war. Diese Befürchtungen gelten im Gegensatz zu dem deutschen Frieden-Vertrag weniger den finanziellen Forderungen, die von der Entente erhoben werden, als vielmehr jenen n: aß losen Ansprüchen, die von den Nationalstaaten an den Rumpf des deutschösterreichischen Staates gestellt werde«. Man sprach davon, daß sie eine Ki'iegSentschädizrmg verlangen. daß sie bis ans die Vorkriegsschnlden. bezüglich deren Aufteilung auch alles im Ungewissen ist, den Finanzdienst für die Kriegsanleihe von sich weisen, daß sie sich nicht scheuen, das alte Staatseigentum und das Privatvermögen der deutschösterreichischen Bürger, das sich ihrem Bereich erschließt, mit Beschlag zu belegen und sich da schadlos zu halten, vder eigentlich besser gesagt, sich daran zu bereichern. Ganz abgesehen von der Meistbegünstigung für die Nationalstaaten ohne Gegenseitigkeit müßte der deutsch österreichische Staat unter diesen Lasten zusammenbrechen, es würde ihm wirtschaftlich und finanziell der Garaus gemacht werden. Gerade aber aus diesem Ruine, dem der deutschösterreichische Staat ausgeliefert werden soll, kann immerhin die Hoffnung sprießen, daß man es m$1 so weit kommen lassen kann. Wird das finanzielle und wirtschaftliche Programm deS Friedens in die Wirklichkeit umgesetzt, dann ist natürlich an eine selbständige wirtschaftliche Existenz Deutschösterreichs nicht zu denken, und eS müßte unfehlbar zum Anschluß an Deutschland kommen. Die finanziell« Existenz DeutschösterreichS hängt mithin an der Verhütung de- StevatSbrnkerotteS, der unausbleiblich wäre, wenn die Kriegsanleihen notleidend würden, wenn die Beschlagnahme des heimischen Vermögens in den fremden Nationalstaaten burchgeführt und umgekehrt die Retorsion rücksichtlich des hierlauds befindlichen fremden Vermögens untersagt würde. Bon der Last solcher Friedensbsdingungen wird naturgemäß jedes einzelne Privatvermögen getroffen. In seiner ganzen Wucht füllt sie aber auf die geldlichen Assoziationen, wie sie sich in den zu ungeahnter Entwicklung emporgediehenen Großbanken entfaltet haben. Die Absonderung der Nationalstaaten macht ja ohnehin den Gwßbanken der Aufrechterhaltung ihrer gesamtstaatlichen Tätigkeitsgebiete voraussichtlich ein Ende, das sie vielleicht nur dadurch werden müdem!üitu<eu, wann sie sich in Provinzgeschästen nationalisieren und verselbständigen. Allein die Tresors uni Portefeuilles der Großbanken sind doch ncil lveniger Ausnahmen von staatlichen SchuldtitreS, von Industrie, werten der Nationalstaaten gefüllt und diese nngültix erklären, um deren Gegenwart in den Rachen der Nationalstaaten zu schleudern, hieße mit dem Wirtschaft, lichen Sturz des Staates auch den Z u s a m m e n b r u cl seiner Geldzerrtralen herbeiftthren. Die Folger einer solchen Force majeure, die unaufhaltsam ans sie niedersausen würbe, lassen sich kaum absehen. Mil dem Staatskrebit wäre auch das so hochgehaltene kauf, männische Vertrauen erschüttert und man stiinde vor einem Trümmerhaufen, dessen herumt'ollerndes Gestein die Möglichkeit jeder Retablterung ansschließen nn'ifiw So wie das politische Chaos bis heute unlöslich ge. worden ist, twtz b«s Friedensvertrages, so würiw ein finanzielles ChaoS Hereinbrechen, aus d'.rm es fitr die einzelne wie auch für die Gesamtivi^tschaft keine Rettung gäbe. Daß es so weit kommen könnte, daran kann selbst der Pessimist nicht glsnbeir. und eS wäre wohl sehr willkommen, zu hören, wi? der sonst so optimistisch gefärbte Sekretär der Finanzen Dr. Schumpeter nunmehr bie Lage beurteilt. Bilanzen ttcherreulsionen uchltölfungs-Anlagen lllMllMll! M»WIM IS. i H. Wien, I», Schottenring 21, Tvlephon üOMi IWM, I2.2r8. BroscJiüre* Ober TREUHAND - BUOHHALTUNfi gegen K 5.— Nachnahme. Die Sozialisierung der Kohlen- und Elektrizitätswirtschaft. Dem Sozialisierungsausschuß ist nunmehr ein Gesetz übe: bie Verückellfchaftung der K v h l e n w i r t s ch a f t und über die Tergesillschastung der Elrktrizitätswirtschasi vorgelcgt worden. Der Handel mit Kohle wird einer gcmeinwirt' schaftlichm Anstalt, der Deutschösterreichlschen Kohlenhandelsgesellschaft Vorbehalten. Ihr obliegt der Import und Export, die Aufteilung an die Verbraucher, die Preisbildung und die wirtschaftliche Verwertung der Kohle, ferner setzt p bie Verkaufspreise fest; auch die Klcmvcrkausspreise regelt sie. Di« Bergbanuntrrnehmuvgen müffcn ihr die gesamte Kohleniordernna überlassen. Geleitet wird die Kohlenhar.delsgemcinschaft durch ber Berwalkungsausschuß, der auZ siebri: Vertretern des Staates, vier Vertretern der Länder» .ntictei öcr Gemeinde Wien, Vertretern der Industrie usv. besteht. Als Entschädigung ist. wenn keine anderweitige Vereinbarung a Nr offen wurde, der tnteigneien Unternehmung eine durch 20 Jatzre zahlbare Fördcrabgabe für die in den Gmürnfeldem ber eriteigiietea Unternehmung gewonnenen verwertbaren Kohle zu leisten; ferner eine Vergütung für di« zur Ausübung der Bergbauberechtiguna dienenden oder dem Bergbau gewidmeten Taganlageu, Gebäude, Grundstücke, Maschinen sowie für das Bergwerkszugrhör. — Aus den Einnahmen der Kohlenbergbaugemeiuschasi müfien die Erhaltnngs» und Betriebskosten, emschleeßlich des ErsordenlificS für die Verzinsung und Tilgung der Verbindlichkeiten, Strxern und übrigen ösientlichen Abgaben bestritten werden Der nach den erforderlichen Abschreibungen verblerbende Gewinn Wird wie folgt verteilt: dem allgemeinen Reservefonds sind zick Deckung von Verlusten 10 Prozent, einem Erweiterungs- und Schürfungsgewinn ebenfalls 10 Prozent znzuwendcn, von dem Rest fällt rin Viertel den Angestellten und Arbeitern und de: darnach verbleibende Rest dem Staat und den beteiligten Ländern zn. Der Gesetzentwurf über die Sozialisierung der Elektrizitätswirtschast sieht die Errichtung einer gemeiuwrrtschaftliche« ElektrizitLtsanstalt in jedem Land, Deutschosierretchs vor; dies« Anstalten treten zu einem d e u 1 s chöstrrreichis chen Elektrizitäiswirtschaftsverband znsammen. Zur Sicherstellung einer einheitlichen DopgangSwecke wird ein „Wasserkraft- und E l e f t r u zitätswirtschaftSarirt" errichtet. Wir haben da§ Problem bereits in unserer vorgestrigen Nummer ausführlich besprochen. _ Zur Wiedereröffnung der Börse. Dienstag den 10. d. M. findet eine Plenarsitzung der Wiener Bvrsekammer zwecks Vefchlußfasiuna über die Wiedereröffnung der Börse statt. Am gleichen Tage beabsichtigen die Börsemitglieder, sicl) an der Warenbörse zu versammeln, um zu dieser Frage Stellung zu nehmen, da die Abhaltung eines Kassentages dringend not w endig «scheint. Eröffnung der Agramer Effektenbörse. Agram» 6. Juni. Die neu errichtete Effektenbörse in Agram ist am 3. d. M. feierlich eröffnet worden. Unser Notenumlarrf — f6st 49 Milliarden! Wie aus dem letzten Auöwe s der Oesterreichischnmgarnchen Bank zu ersehen rst. hat sich der Norenumlaui um 2l:l>2 Milli onru Kronen vermehrt und beläuft sich nunmehr aus 39.95 Milliarden. Die englische Kohlenausfnhr eingeschränkt. London» 5. Juni, illnterhaus. Meldung des Reutcrscheu Bureaus.) Sw Auckland Geddes gab bekannt, dafi wegen der ernsten Lage m der Kohlmindustne der Erport von Kohlen ans 12 Monate vom Julr 1919 an aus 29 Millionen Tonnen herabgesetzt wird, gegen ÜlMillioucn im Jabre 1034 und ll Rulliamn u« Jahre 1913.