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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-07 · Heft 139 (7.6.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 139 (7.6.1919)
Date
1919-06-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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.Seite 4 Wien, Samstag Wiener Morgenzeituug Olt. 139 TelegrKMMS. Die Ingoslawen und die adriatischr Frage. London, <>. -ouni. 'Tel. ^oint'.) Die „Mmmuss Post" erfiihvt Paris, das; d.r Haltung der Jugoslawen noch immer ein' - 8 u «j ß l c i di i u d e r a d r i a > i s cl) e n F r a g c u n m > i i eh m a eh c. Der Korrespondent will von auoschlaga-.T&ct* iugoslawi'eher _ OikÜ^ die Bedingungen erfahren haben. " sie iei-t sounnliert werden. /Darnach lehnen es die Ingo? ..nn ab, a n ch n n - e ine c i n ch g e I n s e l h e r a u §* x u ei e h e n. ehe die Pevölkeruna darüber beiraqt worden tst. Voenn r ' ü.iedenslons.reu; dielen D-andpunl: nicm teilen und die « Italiener ans den Besitz der Im An an-a straican'chen Gründen bestehen fällten, werden die Jnaoilawen die Unterstellung dieser Inseln nute r d e n B ö l k e r b n n d vor;:eben. Bcisialich Frumc verlangen ü: an erfror Stelle, daß dar- Geb'.et ztvncheu dem Fltrß?> iumana und dein Halen von Brno j n g o s l a io i l c!h!' l c i b e, dasder Pn-serflaat F-iume die Stadt selbst und das Gebiet von üsenen b.S a.nn F-luß Rntzr in Istrien entschließe. ohne das Hub,er östlich von Fitimc. Weiter stellen sic die Forderung, daß eic'sir Vw'ftrstaat nicht durch Delegierte Italiens oder Jugoslawiens verwaltet werde, sondern von Pcisisisiichlcsien, die von der Berötkemug der Stadt selbst gewählt und. und daß das PHä'ldium einer voni Pöllerbwid au bestimmenden Persönlichkeit libertragen iverdc. Brockdorff-Rantzau rn Köln. Berlin, 6. Juni. (Korr.-Bur.) Dcis „Berliner Tageblatt" meldet aus Versailles: Graf Brockd o r f f - R a n tz a u begibt sich für einen Tag nach K ö l n. um mit dem Kardinal Hartmann über die Entwicklung i m Rheinland zu sprechen. Er wird zu Pfingsten wieder in Versailles eintreffen. Die polnischen Truppen zmn Einmarsch nach Deutschland bereit. 7. Rotterdam, 6. Juni. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der „Rotkerdamrr Courant" hat einen Korrespondenten nach K o w n o entsendet, der seinen! Blatte von dort über die großen Gefahren berichtet, die durch die Haltung von Polen für Osteuropa hervorgennen werden. Es heißt in dein Berichte: Dic Bolen Haben ihre Truppen so konzentriert, daß alles aus einen bl u f m a r s ch g c g c n D e n t s ch l a n d himvcisi. Da sich die Polen durch die Abmachungen der Entente allein Anscheine iwch lucht allzmehr frören lassen, erwartet man allgemein daS Eiurücken der Polen noch in diesem Monat. Die jugoslawische NatiozralvsrsammLnng schickt keine Abordnung nach Paris. Belgrad, 6. Juni. (Südslaw. Preftbur.) Der Plan, eme Abordnung der Nationalversammlung nach Paris zu entsenden, ist fallen g e l a s s e n worden. Die Tätigkeit des diktatorischen Wirtschaftsausschusses in Deutschland. Berlin, 6. Juni. «Wolsisi Aach eine.' auulichen Mitteilung hat der Kommissär des durch Kabincllsbcschluß von: Mai eingesetzten d : t t a t o r i s ch e n W t r t i ch a s t sn icF l chusses seine Tätigkeit ausgenommen. Der diktatorisch.' Wirtschaftsausschuß tst zur llnrersnchurig, Jmanmienfaßling und eneraischrn Durchführung aller Maßnahmen zur A.ns- ' u I) v deutsche r W a r e n n n d z n r E i n s n h r v o n R o hjt c» s f e eingesetzt. Seme Anordnungen und Entscheidungen sind 'ür alle Stellen, vorbehaltlich besonderer Kabitiettsbeschkisiie, in gleicher Weise verbindlich wie die Anordnimgen des Kabinetts. 'Sein: Entscheidung sowieJsie auf Grund eines Antrages des diktatorischen WlrtschaßsattD'chusses herbeigesührle _ Kabiucttscntscheidung wird durch den Kommissar des diktatorischen Wirtiihnftsansschnsies ausgeführt. Der bisherige Neichskommifsär für Ausunb Em- 'uhrbcwillrguiig bleibt bestehen und erledigt auch weiterhin dic ^tus- und Enistihrgesnche, für welche er bisher zuständig war. Deutschland ohne Teerfarbstoffe. Berlin, 6. Juni. OKorr.-Durst Auf Anordnung der Bes rtzuiigsbehörden iw die A n S f n h u von T e e r f a r bw offen ims den: besetzten Gebiete nach dem unbesetzten Deutschland verboten worden. Dre deutschen Teerfarbwerke liegen znrn größten Teile nn besetzten Gebiete. Biele Unternehmungen^ im unbesetzten Deutschland, dic ans den Bezug der Deerfarbstvne aus dem bc/licn Gebiete angewiesen sind, werden sich daher binnen kurzem gezwungen sehen, i b r e B e t r t c b c zuschlie ß e n. In Anbetracht der Gefahren, die sich für das Wohl der betresienden Arbeiter und für die öffentliche Ordnung daraus ergeben, sind die Alitierten ani G d.?A. in Span gebeten worden. Gesuchen um A u s s tt brgenehmig n n g für Teerfarbstoffe auch nn besetzten Gebiete in weitcstgehenden! Maße;n entsprechen. Der Mörder Liebknechts ln Holland. Hirag, 6. Juni. (Korr.-Bur.) Dos Niederländische Korrespondenzbureau meldet, daß sich Oberleutnant D o g e l, der sich unter falschem Namen nach dem Haag begeben hatte, Mittwoch vormittags freiwillig dem Direktor des Ausländerbureaus im Haag g eft e l l t hat. Milde Verurteilung der Münchner kommunistischen Richter. München, 6. Juni. (Korr.-Bur.) Die Leiter des Revolnlionstriburials, Gronauer und M n b l b a n e r, sind vom Standgericht München zur gesetzlichen Mmdesiftrcsie von .j e e i u e ni I a h r u n d d r e i o n a t e n T e st u n g a-. hast verurteilt worden. Ans der Urteilsbegrüudimg ist hervorzuheben, daß die Strafe deshalb so milde ausgefallen sei. weil die beiden Angeklagten sich bemüht hätten, als Nevolntiousrichter .selbst möglichst m : l d c U r t c r l e z u s ä l l e n. Frankreich gibt Polen keine Anleihe, die Polen hoffen auf die Japaner. Mähr.-Oftrau, 6. Juni. (Tschecho-flow. Preßbur.) Laut einer Meldung des ^Przeglad Wieczorny" wird es wahrscheinlich Polen nicht möglich sein, eine Atlleihe in Frankreich zu verlangen. Es wird aber wahrscheinlich gelingen, mit I a p a n diesbezüglich in Verhandlung zit treten, Behaudlmrg der Sozialisten in Jugoslawien, Agram, si. Juni. sKorr.-igzw'.) Die T'clgvadev Svstalisteriiiihiec/Dr. /. v P a l cm* i c und T i l i v o im c tinb z,v n n g sjw e i s e in das H e e r e i ri g c x c i h t ni’b zur Diensl- Leisiung nach Albanien abkmmnandi.il worden. Iltui 19 l 9 Der Umfang der MinoriMeurechte in Polen. Der Vertrag den Polen bereits übermittelt. Krakau» 6. Juni. (Polnische Prehagcntur.) Der Pariser Korrespondent des „Cza?" meldet, daß der Ausschuß für nmc Staaten einen Bertrag .-.um Schutze der M in oritäten in Polen und in stinmänien ausgearbeitet hat, welcher den polnischen Vertretern bereits übermittelt wurde inw gleichzeitig mit dem öentseheu Friedeusvertrage unterschrieben werden soll. Die G r u n d s ä tz e des aus v i e r z e h n Artikeln bestckene/i Vertrages zwischen Polen einerseits und Frankreich, 6r Amerika und Japan andererseits^ sind folgende: * Freies OHtionsrecht und FrerzKgigksil. Innerhalb zireicr Jahre nach dem Inkrafttreten des Vertrages werden alle in Polen am 1. August 1914 wohnenden Personen daS sticcht liaben. die Staatsbürgerschaft eines anderen Staates anznnehmen. Nach Ablauf von drei Jahren werden diejenigen, welche eine andere Staatsbürgerschaft gewählt haben, in den betreffenden Staat übersiedeln dürfen; ne dürfen ihr unbewegliches Eigentum behalten und das bewegliche Eigentum ohneZollabgaben mitnehmen. Gleichberechtigung. Alle polnischen Staatsbürger sind deuc Gesetze gcgenübergleich. Das GlanbensbekenntnißdarfkeinHindernisbeiderNusübung der politischen Rechte und bei der Zulassung zur Staatsverwaltung und zu irgendwelchen Berufen, bilden. Keine Beschränkung im Gebrauch nichtpolnischer' Sprachen. Bezüglich deS Gebrauches der nichtpolnischen S r a ch c n ui privaten Beziehungen, im Handel, in religiösen Zeremonien, in der Presse unb in dm öffentlichen Versammlungen werden keine Einschränkungen erlaffen werden. Polnische Staatsangehörige nichtpolnischer Zunge werden die Möglichkeit haben, ihre Sprache in Wort and Schrift vor den Gerichtshöfen zu gebrauchen. Selbstverwaltung in sozialen, kulturellen und Erziehungsangelegenheiten. Ebenso werden sie das Recht haben, soziale u ndi. Wohltätigkeits-Institutionen, S ch tt t e ft itnb andere pädagogische Anstalten <mf! eigene Kosten zu gründen und in diesen Anstalten die eigen ei Sprache und R e l i g i o n zu gebrauchen. Die polnischei Regierung wird beit öffentlichen Institutionen in den Städtm und Bezirken, wo bcdeutmde Minoritäten wohnen, eme v e v»! nünftigeM oglichkeit bieten, um den tl n t errichtz der Kinder in ihrer eigenen Sprache -n sichern. Diese Minoritäten werden einen cntfprechmdm A »» t e i l an den für diese Zwecke bestimmten StaatS- «tttb G emeindegeldernhaben. Die durch die jüdischen K n l t u s g e m e r t b *«■ eingesetzten SchulkomiteeS itt Polen werden die Ber» teilung der für die jüdischen Schulen -«erkannte n öffentlichen Gelder unter staatücher Kontrolle sichern. Obige Vorschriften hindern die Einsiihrung des obkgato« rischen polnischen Unterrichts nicht. Schutz der Sabbatruhe. Die Inden distfm nicht zu Handlungen gezwungm werde», welche dieSabbatfeier verletzen tmd dürft» k«i«e Rechte verlieren, wenn sie am Sabbattage vor dem Gerichtshöfe, nicht erscheinen werden. Die A n s s chreibung derWahlen am Sabbattage wird nicht vorgenommen werden. Sanktion durch die Derfaffung und Garantie durch den Völkerbund. Obige Bestimmungen werden der p o l n i s ch e n B e *». f a s s n ri g einverleibt werden, verbleiben unter de« Schutze des Völkerbundes und dürfen ohne Genehmigung der Leitung des B n n d e s nicht ausgehoben werde«. Die polnische Presse zum MinoritStenschutz. Der antisem'mscheKcakauer.,JllustrowclNh Knrhec Codziennh" vom 6. d. M. zitiert in einem Artikel „Die Entente beabsichtigt Polen in ein Judaeo-Pvlen zu verwandeln* die bekannten internationalen Garantien znr Sicherung der nationalen und konfessionellen Minoritäten und macht hierbei folgende Bemerkungen : „Diesen Bestimmungen gemäß wäre Polen in ein Jndaev- Polcn im buchstäblichsten Sinne des Wortes verwandelt, die Polen würden zu PariaS nn eigenen Batcrlande, die gezwmigen wären, Gebräifch oder Jargon zu lernen, um sich mit einem Zionisten vor Gericht verständigen zu können. Es versteht sich wohl von selbst, daß der Warschauer Landtag euren solchen Vertrag nicht genehmigen kann, welcher — wie man in parlamentarischen Kreisen behauptet — ein einscttrges Diktat zu Gunsten der jüdischen Bevölkerung wäre, die doch mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln den polnischen Staat bekämpfte. Würde man, was ganz ausgeschlossen ist, diesen Vertrag Polen anfoktcohieren und sollterr die Polen dessen Bestmunungeu gedankenlos genehnligen, so wären die Juden bei uns derart privilegiert, wie in keinem Staate der Jugoslawien fordert die Auslieferung politischer Verbrecher. Belgrad, 6. Juni. (Südslaw. Preßbur.) Die Regierunc,' hat cm die Regierungen Bulgariens, Rumäniens und Griechenlands eine Note gesandt, rnorin die Auslieferung aller in den betreffenden Staaten sich aushaltenden Personen, die sich gegen die Staatsgesetze vergangeir haben, an die jugoslawischen Konsulate verlangt wird. In den meisten Füllen handelt es siä) dabei um Personen, die während des Krieges dem Feinde irgendwelche Dienste geleistet haben. Rumänien rmd Griechenland haben dem Verlangen bereits zugestimmt. Von Bulgarien ist die Antwort noch ausständig. Schweres Eisenbahnuuglück bei Philadelphia. New-Pork» 6. Juni. (Tel.-Komp.) In einem Tunnel in dev Rahe von Philadelphia entgleiste ein Eisenbahnzug, der Minenarbelter und Dynamit beförderte. Es erfolgte eine Explosion, bei der, wie verlautet, 70 bis 100 Personen dcnTod gefunden haben sollen. Explosion im Puluerlager Mühlheim. Zahlreiche Arbeiter verletzt. Koblenz, 0. Juni. lKarr.-Vnr.) Im Pulverlager Muhlbe m sind gestern aus noch nicht ailsgetlärtcr Ursache tnehrerc Ksiirbe mit Schießbcdars in die Luft geflogen. C i e b e n Arbeiter wurden schwer, viele andere leicht v e r 1 e, si t. t)iuv Gm mutigen Eingreifen eines Lokomotivführers, eines Heizers, eine.» Regierimgscatrs und zweier amerikanischer Ossizie^ ist es zn danken, daß unabsehbares Unglück verhütet wurde. Sic drangen durch den Gcschoßhagel vor und holten einen inuerhalb des Lagers stehenden, mit 18.000 schweren l'üc.'narcu beladenen Ersenbabnzug heraus. Die „Bohemia" erscheint wieder. Prag, 0. Juni. (Tel. der „Wr. Morgenztg.G Die seinerzeit im Zusammeuhang mit der Affäre des deutschen Bizckonsnls Dr. Schwarz eingestellte Tageszeitung „B o h e m i (t", die seit zwei Tagen rmter dem Titel ,Demokrat" erschienen war, wird von betite an tvieder u n 1 e r d c in alte rt R a nt r n herattsgegeben. Das Blatt teilt tmter nnsienu mit. daß?wsi feine dstedalteuc: in den n o . I;::;■ vi v ::!mi>i ■.■ : worden sind. Welt. Polen wird dann diesem Vertrage z u st i m m r n, wenn ihn d i t» jentflett Staaten, welche i h n nnL anfoktroyieren wollen — zuerst hei sich einführ e n. Das Projekt diese? Vertrage-, ein Werk der ausländischen jüdischnationalisttschm Organisationen — führt das jüdische Ghetto ein und gräbt einen schrecklichen Abgrund zwischen der polnischlatholischrn und der jüdischen Bevölkerung. Die jüdischen Politiker tätffchen sich auch nicht über die verhängnisvollen Folgen dieses Projektes, und der Herr Abgeordnete Liebermattn tn Paris tut alles, mit dieses Projekt gründlich znm Scheitern zu bringen. Jedenfalls svielen die jüdischen Rationalisten mit dem Feuer.* (Dev Abgeordnete Liebermaun ist jüdischer Sozialdemokrat und soll als Gesarrdtschaslsrat den als Botschafter für London in Aussicht genommenen Fürsten S a p i e h a begleiten. In keinem Lattde ist der Typus des „Hansjuden*, der sich zu allein gebrauchen läßt, so zahlreich vertreten wie in Pol«n. Es ist leicht möglich, daß Liebermann sich zum Werkzeug der Pogrom- Schlachta hrrgebrn wird. D. Redsi Ausschluß der Juden aus -er Lemberger Aniversität. Warschau, 0. Juni. (Tel. ber „Wiener Morgenzeituug.") In willtürlichor ^lnslegung eitles Erlasses becpolnischen Bildungsminisicriuins vom 18. Mai, wonach Hörer, die ihren Pflichten gegenüber dem polnischen Staate tticht nachgekonnnen sind, itt bic Hochschulen nicht ausgenommen werden sollen, veriveigert die Leinberger Hochschntleitnng die N ti f n a!i m e f ii m 11 i rij c r s iidisch « u H o ch s ch ü 1 c r n, die zufolge der bekaimtcit jüdischen Rentralität im potnischmtiainischen Konflikte zum Militärdienst nicht tierargezogen wurden. Jvfolgedesscu entsandten die Lemberger südischcn Hochschüler eine mehrgliedrige, aus Vertreter aller jüdischen Parteien zusatn tuen gesetzte Abordmtug nach Warschau, die unter Jühnulg des Landtagsabgeordnete» Dr. Schipper durch beit Bildungsminister 8 npinski in einstündiger Attdienz empfangen wurde. Abg. Schipper überreichte dem Minister ein ausführliches Memorandnin, in dem die Lage der Inden in Ostgalizien unb die durch diese woh!' begründete Neutralität geschildert wird. Nach der Wieder« erobernng Lembergs durch die Polen und Erlassung des Mobilisieritngsbefehles meldete sich die jüdische Jugend bei den zttständigen Stellen, sie wurde jedoch, sihcinbar ans höheren Befehl, ab ge wiesen. Gleichzeitig wurden dwt Juden gleichlautetcde Scheine ausgehändigt, daß sie als Nichkjwlen der Militärpflicht nicht tmlerlicgett. Neberdics werden die Inden zit Zwangsarbeiten herangezogen und ttahe der Fenerlinie verivendct, >oas viele Opfer gekostet hat.?lbg. Schipper fügte hinzu, daß eine Einsütirnng von Beschränkungen für Juden auch auf dem Gebiete der Wissenschaft und Bildung zu d-em naheliegenden Schlüsse sühren iünnte, daß die ntaßgebenden Kreise auch in diesem Punkte den gilben feiub feiert, was bei bent gegenwärtig allgc« mein gespannten Verhältnis ungemein schädliche Folgen haben niüßte. Der Minister hörte den Aiissührungeit ansmerksain zu nnb versicherte, das; er mit dem erwähntwi Erlaß leine a » t i. s e m i t i s ch e tt Tendenze. ir »erfolge und baß die. Wiedereröffnung der Lemberger lliriversität hauptsächlich aus dent Grunde erfolgte, »linden Hochfchütcrn, die durch den Krieg so viel Zeit verloren, die Absolviernng ihrer Sttcdien zu ercunöglicltün. Er versprach, diese Angelegenheit nach Einlangen der Ertklärtuigen des Rektors imd des akademischen Senatck der Lemberger Universität in einer Sitzung des Ministcrrates zur Sprache zu bringen, wobei er die F o r d c r it tt ge tt b c r j ü d ische n Hörer u n t e r st tt.h e tt werde. Keine Lelephonischs Verbindung mit Klagensnrt Goaz, 5. Juni., (Korr.-Bur.) Seit l/J> Uhr nuckimittags in E! nicht mehr möglich^ von hier ans eine telegraphische oder :! ltzviiischc ^>ribrnbima mit Klagntsitvl zu dekomtnen. Aller k'vnGiulichkc.l nach Halle» die Jngoilan>cii das Pastann

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