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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-07 · Heft 139 (7.6.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 139 (7.6.1919)
Date
1919-06-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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?;?. in 7-7-, '..«» ANlarck. Die Nationalversammlung und die Friedensbedingungen. Dr. Renners Bericht. Gestern vornuttags um 10 Uhr sind Präsident T e i tz, Vizekanzler Fmk und Staatssekretär Dr. Bauer aus Feldkirch, wo sie eine Zusammenkunft mit demSkamslauzler Dr. Renner hatten. wieder in Wien eiugetrosfen. Mn demselben Zuge ist auch LandeShauptmcmn vvn Tirol, S ch r n f j 1. in Wien eüigetrossm. Sofort nach ihrer Rückkehr fand in der Ltaatskanzlei ein KaliinettSral statt, in welchem st« Bericht über ihre Aussprache mit Dr. Renner erstatteten. Aus Dr. RennerS Bericht soll, wie behauptet wird, hervorgehm, daß in der Frage der Friedensbedingungen n a ch n i ch t dar letzte Wort gesprochen sei. Für de« sofortigen Anschluß. Vormittags ist die Großdentsche Vereinigung unter dem Vorsitze deS BizeprLsidmtm Dr. Dmghosrr zu einer Sitzung zusammengetreten, rnn zu den Fuedensbedingungcu Stellung zu nehmen. Allgemein wurde die Ansicht znm Ausdruck gebracht, daß zur Rettung deS Staates nichts anderes übrig bl-ebe als der sofortige staatsrechtliche Anschluß an das Deutsche Reich. Die Sitzung der Nationalversammlung. Wegen verspäteten Eintreffens der Züge wird die Sitzung der Nationalversammlung, die für 10 Uhr anberamnt war, erst um 11 Uhr stattfiuden. Parlamentarisches. Nach der Sitzung des Hauptausschusses, über die wir an anderer Stelle berichtet haben, traten die Vertreter aller Parteien zu EinzelberaLungen zusammen. Nachher hielten die Vertreter der bedrohten Länder eine gemeinsame Sitzung ab, in der die Erklärungen beraten wurden, welche die Vertreter der bedrohten Länder in der Sitzung der Nationalversammlung abgeben sollen. Man einigte sich dahin, das; die Erklärungen sehr kurz gehalten sein werden, der Form nach verschieden, dem Inhalte nach jedoch gleich. In den heutigen Beratungen trat allseits die Meinung zutage, daß sich die Parteien nunmehr aus einer Linie bewegen müssen. Der Kabinettsrat, der um 6 Uhr zusammentrat, dauerte bis 7 Uhr. Gegenstand desselben waren einerseits die Berichte des Präsidenten Seitz und des Staatssekretärs Bauer, andererseits die weiteren Verhandlungen der Nationalversammlung und die morgen einzuschlagende Taktik. Der Plan einer Rerchsarberterarmee gescheitert. Wie von gut informierter Seite mitgeteilt wird, kann das vielerörterte Projekt der Aufstellung einer R'eichsarbeiterarmee als definitiv gescheitert betrachtet werden. Hingegen wird an die sofortige Inangriffnahme zahlreicher Notstandsbauten gedacht, die der Arbeitslosigkeit steuern sollen. NechtsanSgleichung zwischen Deutschdsterrelch und Deutschland. Nach Besprechungen mit dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofes und des Oberlandesgerichtes Wien hat der Zentralausschuß der Vereinigung der deutschösterreichischen Richter eine Liste von Richtern aufgestellt, die in eine Kommission für die Rechtsausgleichung zwischen Deutschland und Deutschösterreich zu entsenden sind. Diese Rechtsausgleichung, die auch ohne Angliederung Deutschösterreichs an Deutschland zuslandekommen kann, bezieht sich auf das gesamte private und öffentliche Recht. Jugoslawische Truppe« i« Klage furt Klagenfurt, «. Juni. (Korr.-Bur.) Heute vormittags sind zehn jugoslawische Reiter im inner«! Bezirk von Klagenfurt erschienen, ohne irgendein amtliches Gebäude zu besetzen. Größere Abteilungen jugoslawischer Soldaten stehen m der Kärntner-, Laibachcc- und St. Brirerstraße. In der Stadt herrscht vollkommene Ruhe und Ordnung. Es verlautet, daß heute nachts in Krainburg ein WaffenstMandSvcrtrag mit den Jugoslawen hätte unterzeichnet werden sollen, rm letzten Augenblick aber stellten die jugoslawischen Unterhändler auf Drängen des Generals Majster infolge der neuen rmlitärischen Situation neue Forderungen, unter anderem Neutralisierung von Klagenfurt. Die Unterzeichnung deS WaffenstillstandSvertrages unterblieb daher. Mittags erschienen jugoslawische Offiziere rm Landhause zu einer Besprechung mit den dort befindlichen Regierungsbeamten. Autonomie für das Klagenfurter Gebiet? Salnt-Vermai«, 6. Juni. (Korr.-Bur.) Die Kommission für die Angelegenheiten Jugoslawiens versammelt sich, wie der »TenipS* meldet, heute nachmittags unter dem Vorsitz Tardieu», mn die Frage deS Klagenfurter Beckens zu prüfen. ES handelt sich um das Drautal von Villach bis Unterdrauburg. Der »TempS" schreibt, daß sich daS (sichtet ethnographisch in zwei ziemlich scharf geschiedene Zonen teile. D e eine im Nordwesten mit der Stadt Klageusurt srr von 1 'M'n't bis 50.000 Deutschen und etwa 12.000 Slowenen bewohnt, die aridere von 60.000 bis 80.000 Slowenen und relativ werngen Deutschen, bei deren Zahl die Schätzunaen zwischen 5000 und 86.000 schwanken. Die Amerikaner hatten'sich auf einen Vorschlag geeinigt, der die erste Z o n e d e n O e st e r r e i ch e r n, die zweite den Jugoslawen zuspiicht. Dagegen scheine der Aererrat einer Losung zuzuiicigen, die aus dem ganzen Decken ein a u t v n o m e s Gebiet unter Leitung einer lokalen Regierung machen will. Ueber diesen letzteren Vorschlag soll heute die Kommission beraten. Es scheine, dag man sich besonders an der Schwierigkeit stoße, in ienenr Gebiet eine lokale Regierung von halbwegs zuverlässiger Autors tat zu schaffen, di« imstande iväre, Eiusltissen von onM zu widerstehen. seneois^r ' •* •''tH** V. 4 c:r! 010 'Ho-Slop Seite 3! » Dir .7)0Mmrg aus MaHrrylr. Anläßlich der Kompli.ai, onen in der Slorualei sck-r iOi die Prager „Tribuna", die tschechvfflowattsche Republik durchlebe jetzt schwere Augenblicke der Enttäuschung und neuer Gefahren. Die Dinge enitvlckelii sich nicht so, wie das Volk zu Beginn seiner Selbständigleit ertuariet habe, und wie ihm versprechen worden sei. Die inneren Verhältnisse stehen vor dem Umsturz. Das Wirtschastt-l.'ben sei lahmgelegt, die Finanzvrrwaltung habe in wir.fchaftlichcw Hinsicht um den kleinen Staat eine chinesi'che Mauer errichtet und die Verwaltung trage das iheige dazu bei, daß gewerbliches und kauf, mänaifches Uirtcrnehnrertnm urnnöglich gemacht oder lrenigstens sedein verleidet werde. Das Platt führt die desolaten Zustände daraus zurück. daß die Regierung ihrer Aufgabe nicht gewachsen sei und an Stelle sachlicher Politik und sachmännischer Führung das ganze politische Leben nur vom. (F'/aisittus lmd der Rivalität der Parteien beherrscht werde. Der -Artikel schließt mit den Werten: „Heute erst fühlen wir, was für Schaden es war, das; der erste "ill>ont unserer Republik nicht gleich von Anfang an um einer umfangreicheren Machtvollkommenheit arisgestallet wurde, uab daß es kleinlichen Intrigen geUulgea ist, seine Persönlichkeit zeitweilig in den Hintergrund zu drängen. Die Hoffnung alter, die nich. buid) die l i n d i' ch e P a r te i w i d e, i s ch a f t verblendet sind, ist in dieser schweren Stunde ans ihn gerichtet und nur ans ihn. Denn e'nzig und allein seiner Einsicht und seiner starken Hand kann es gelingen, die Republir au? de: Sackgasse heraus zu führen, in welche sie durch die Unfähigkeit der kleinen und kleinlichen Leute, die der maßlose Partoikult nach oben gebracht hat, geraten ist." Verdat der Einreise. Wie das Tschecho-slowakische Prcßbnrean. mitteilt, ist die Einreise nach der Tschecho-Slowakei bis aus weiteres nur Personen, die im öffentlichen Die Friedenskonferenz. Der BLererrat prüft. Die deutschen Ge§cnVorschläge. — Der Friedensvertrag mit Deutschösterreich. Paris, 6. Juni. (HavaS.) Der Biererrat setzte die allgemeine Prirnng der deutswen (siegenrorschläge s-irt und die kompetercken .siommissterien sowie dir Experten prüften die Fragen, die ihnen zngeteilt wurden. Alan hörte Pader ew s ki über die Festsetzung der Grenzen Obers, ckesiens an. Die vier Negiernngs Hess waren mit Paoerewsü völlig einig. Die allgenieine Lini: der Grenze» juirb nicht geändert, es werden rcnr einige CsirenAberichtigungcn, die gewisse Städte und Dörfer betreffen, vargenamrncn. Im ganzen genommeir geht aus den Beratungen der beiden letzten Tage hervor, das; zwischen den Alliierten keine Meinungsverschiedenheiten bestehen, iubent alle darin einig sind, von Deutschland die Zustimmung zu den vorgclegten Friedensbcdingungen zu verlangen. So viel man jetzt sehen kann, wird die Antwort kn erster Linie die deutsche These Vvn der Verletzung der vierzehn Punkte Wilsons ab lehnen, indem sie auf Grund der Proklamationen der Alliierten im Lause des letzten Vierteljahres des Krieges feststellt, das; die Alliierten ihren Entschluß bekundet haben, Entschädigungen zu verlangen, di« Wiederherstellung Polens zu so-Reru ustv. Die Antwort wird auch den Bericht der Eutschädigungskommission weiter ausführen, indem die Gründe dargelegt werden, die gegen die Zulassung deutscher Vertreter in dieser Kommission sprechen. Die Antwort erklärt dann der deutschen Delegation, daß die Dwcknfsion eudgültig geschlossen ist nud daß ihr eine Frist von wenigstens drei und höchstens fünf Tagen gewährt wird, ihre Zustimmung zum Friedensvertrage zu geben oder sie zu verweigern. Ueber den Friedenövertrag mit Oesterreich Hörle der Btererrat Kenesch, Benifelos, Bratranu, Paderewstt und die Hauptvertreter der zentraleuropäischen Staaten wegen der Frage der Beschränkung ihrer Nüstun gen an. Die tschecho-slowakische, die rumänische, die serbische und die polnische Delegation anerkannten grundsätzlich die Berechtigung dieser M a ß n a h m e, gaben zedoch der Meinung Ausdruck, daß angesichts der unsicheren politischen Lage in Mitteleuropa eine solche Abrüstung verfrüht sei. Diese letz te re An sich t d r a n g d u rch. Schließlich teilte der Viererrat dem türkischen Großwesir in Beantwortung der an ihn gerichteten Bitte mit, daß er nicht als Bevollmächtigter der Türkei, wohl aber als eine Art Sachkundiger angehört werde. Die Revision des Vertrages mit Deutschland. Berkin, 6. Juni. (Tel.-Komp.) Den ungefähren Inhalt der Antwort an Deutschland umschreiben die heutigen Pariser Blätter folgendermaßen: Die Antwort wird aus kner kurzen Note bestehe», die eine Erwiderung ans die Mantelnote des Grasen Brockdorff-Nantzau sein wird und aus einem langerr Expose, das auf all« Punkte der deutschen Denkschrift ausführlich emgehen wird. Mit großem .Nachdruck wird dre deutsche Behauptung znrückgewiesen werden, daß Wilson 14 Punkte verletzt worden seien. In der Frage der deutschpolnischen Grenze wird wahrscheinlich folgendes znaestanden werden: Volksabstimmung in O bersch lest e n und Rückgabe eines Teiles von O b c r s ch l esien, wozu PaderewSki gestern seine Zustimmung geze.eu hat. Ferner Sicherung des deutschen Kohlenbeznges aus Oberschlefien. Außerdem wird eine viergliedrige Kommission eingesetzt tverden, um die Sprachenfrage an der deutschpolnischen Grenze nochmals zu studieren. Die von Deutschland zu zahlende Eu t s ch ä d i g n n g s s u m m e soll sogleich in irgend einer Weise begrenzt und festgesetzt werden. Die Frage, ob D e u t s ch l a u d s o g l e i ch in den Völkerbund «rsgenommm werden soll, wurde gestern F » . i v i I l’ IV!..'.!, t;;, B ÜÜOjr.'lt ist die (iiurcifc strengsdrus unrersagl uab werben vvrlüufigj feine Pässe mehr ausgestellt. Einführung der Präventivzensur und Aufhebung der Versammrungsfreiheit. Prag, 6. fFuni. (Tschecha-slowalisthes Preß--! bnrean.k si-ach einem Berichte des „Eesle Slvvv" über die gestrige Obmännerkonferen', erklärte Minister Svehla unter anderem, daß mit Rücksicht ans die Ereignisse in der Slowalci und die Bewegungen des tichechssihen Militärs die Pr ä v« nti v ze n s ur, jedoch unter Heranziehung von tüchtigen Beamten und Journalisterr, eingesührt werden müsse. Aucki werde sichs die Noiivondigfeit ergeben, die B e r s a m m l n n gsfreibeit bis zu einem gewissen Grade zn beschrunten^ welche Befchränlnng sich jedoch nicht ans dic notwendiges Wahtvcrsnmnltilngcn erstrecken würde. Sta ndrechtliche Erfchietznng zweier Kaschauer! Einwohner. s Prag, 6. Juni. (Tel. der „WienerMorg.'nzeiiung".^ Wie das Tschecholl'l'owakische Preßburean meldet, wurden in Kasch au zwei Einwohner wegen. Agitation gegen die tschccho-slouwttsche Republik standrechtlich er-; schosse n. And da sie unter dem Verdachte stehen . . .üö Prag, 6. Hum. (Tschechv - slowakisches Preßburean.) „Äenkov" meldet: 21 magyarische Juden ausderSlowakei wurden gestern abends nach Pvcvgß gebracht. Sie sind sehr vermögend und intelligent, mtd^ da sie unter dem Verdachte stehen, daß sie nüt der magyarischen bolschewikischen Regierung gegen unsere Negierung Ränke gesponnen haben, wurden sie vom Masaryk-Bahnhof nach Theresienstadt gebracht, ft© sie interniert tverden. (Das alte A.-O.-K. hat ganz das gleiche getan: es hat Tschechen eingesperrt^f da sie intelligent waren, und unter dem Verdachts standen . . . Die Red.) ' j --> vom Biorerrat besprochen, aber noch n i'cht entschied den. Die französischen Blätter versichern schließlich mit Nachdruck. daß in der S a a r s r a g e und der Frage der DesetzunL des Linken Rheinnfers keine Aenderuirg eiW treten soll. Die Protestbewegung des Proletariats^ Lyon, 6. Juni. (Funkspricch des Korr.-Bar.) Der; amerikanischen Presse wird gemeldet, daß in Mailand vor einigen Tagen eine Konferenz der Vertreter! der o.-gani'ierirn Arbeiterparteien von England, I t a i i c n n iid Frankreich stattfand, in welcher der allgemeine AuSstand beschlossen wurde, falls diq Arbeitermassen der drei Länder ihn unterstützen werden^ Um den Entschluß der Arbeiter kennen zn. lernen, wird iw! etwa einer Woche eine neuerliche Zusammenkunft der Arbeiterführer, und zwar i» Paris, stattfinden. De« allgemeine Ansstand soll lediglich als öffentlich«^ Kundgebung gegen den Gewaltfrieden aufgÄ faßt werden und nur ein oder zwei Tage dauern^ Die Oefsentlichkeit ist durch Nachrichten über eine Bealw sich tigte Inter ventiou der Ulliierle« iwl Rußland beunruhigt. Arrlaß zu dieser Intervention find, die Mißerfolge Kolts chals, dessen rechter Flügel uA sechzig il'icUen zurückgelvorfen wurde. Das langsame Vo« dringen der En.tcntetruppen gegen Petersburg wirkt gleicht falls entmutigend. Die französische Streikbewegung kann eine p-.uiiische und wirtschastliche Zwecke verfolgende angesehen werden, welche mit der amerikanischen Arbeitern bewegung inr Z n s r nr m e n h a n g e steht. Di« halbe; Million streikender Metallarbeiter hat mumw wundeu fiiUirt, ihr Ansstand bezwecke nur die Durchsetzung der Üeberprüfun g des Friedensvertrages nach den vierzehn Punkten. Die im Norden Frankreichs streikenden 50.000t Bergarbeiter sprechen sich gleichsalls gegen die jetzige Form!, des Friedensvertrages aus. Die Angestellten der Ponses Untergrundbahn dagegen beteuern, daß sie nur wegen Lohn-! anfbcssernug in den Ausstand getreten sind. Desgleichen die; Angestellten der Warenhäuser. Durch den Streik auf dev Untergrundbahrr ist der ganze großstädtische Verkehr unterbunden. Llc») Georgs hat die Abänderung des Friedensvertrages durchgeseht. Berlin, 6. Juni. (Korr.-Bur.) Die „B. Z. anr Mittag" meldet aus Versailles: Sämtliche Pariser Morgenblätter melden übereinstimmend, daß der Viererrat gestern in zwei langen Sitzungen zu einer Verständigung gekommen fei. Lloyd George habe Clemenceau und Wilson zu gewissen Aenderurrgen des Vertrages bewogen. 2luf andere Aeirderungenhabe er im Interesse der Vcrställdigung selbst verzichtet. »New Vork Herald" schreibt, daß die schwere Krise, die Mittwock) gemeldet wurde, seit gestern ü L e r w u n d e n sei. Warum spricht Paris kein Machtwort? Basel, 5. Juni. (Tel. der,,Wr. Moracnztg.") Der Dcle^ giertcnuig des Schweizerischen Zionisienver-- 1) oll b c s hat unter dem Eindrücke der an üim gelangten Telegramme über neuerliche Pogrome in Polen folgende Resolution gefaßt:, ^Der. Delegierientag gibt seinem Befremden darüber Ausdruck, daß bte Pariser FriedenLkonsereriz bis heute daS Machtwort nicht gesprochen, um diesen b e si : a l > s ch e n Massakern endlich einmal ein Ende m bereuen. Er appelliert an den hohen Bundesrat, vornehmlich Herrn Btmdespräsidrnt, A d o r. den Präsidenten des Rote» Kreuzes, unsere Resolution zur KrnntmS zu nehmen, sie weiter zu leiten und, soweit die diplomatischen Mittel unseres hohen BundeSratcZ retchclt, unserer B.llc Nachdruck zu verleihet Dringende Hilfe tut not."

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