Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 136 (4.6.1919)
- Date
- 1919-06-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wiener Morgerrzerrung 4. Juni 1919 Nr. 126 Wien. Mtttwoch Die Judenpogrome in -er Ukraine. - Das Jüdische Preßbureau in Stockholm erhielt au? zuverlässiger Quelle einen ausführlichen Bericht über die P ogrome in d « r Ukraine. Wir haben bereits wiederholt uns zngegangene Meldungen über die furchtbaren Exzesse, insbesondere das Blutbad tn Proskurow und Felsztyn wiedergegeben, jedoch sind infolge der Unterbrechung jeden Perkehrs genaue Einzelheiten nicht sicherzustellen. Wir wissen nur, daß das, was in der Ukraine vorgeht, grauenhaft ist. Das ganz-e Land ist in Aufruhr, die Kämpfe zwischen den Ukrainischen Truppen Petljuras und den Bolschewiken, ein Bürgerkrieg aller gegen alle wütet und gegen die Juden richten sich die bestialischen Instinkte der entmenschten Soldateuhorden aller Heere. Wir geben nachstehend einen Auszug aus dem vom Stockholmer Bureau veröffentlichten Bericht wieder: Der erste Punkt, wo der Srurm der Pogrome in der ■ Ukraine begann, war Schitomir. Ueber diesen Pogrom berichtete der Delegierte der jüdischen Gemeinde von Schitomir, D. Lipetz, auf einer in Kiew i stattgesundenen Versammlung folgendes: In den Annalen der jüdischen Pogrome wird der Pogrom von Schitomir eine der ersten Stellen einnehmen. Es genügt, wenn man sagt, daß der Pogrom von Schitomir im Jahre 1906 im Vergleich zu dem jetzigen als ein Kin der spiel erscheint. Der Pogrom begann «ach der Flucht der dortigen Bolschewiken, die vorher die Macht in der Stadt in Händen hatten. Desorganisierte Banden begannen die Stadt zu plündern. Gleichzeitig rückten Milltärabteilungeir des sogenannten „TodesbatüUlons" („Kurenj Smerti") unter dem Brsehl des Obersten Polienko ein — und der Pogrom nahm einen organisierten Charakter an. Die Juden wurden in den Läden, öffentlichen Aemtern, auf den Straßen, aus dem Bahnhof, sowie in den Wohnungen abgefangen, geprügelt und erschossen. G1:ich.ei.iz ging ein« planmäßige Plünderung vor. Eiizelnen Elnwoltrern wurden „Kontributionen" von 1000 bis 100.000 Nudel auferlegt. War das Haupt des Hauses abwesend, so wurden Frau und Kinder als Geiseln genommen. Alle jüdischen Läden und Buden wurden vollständig aus ge plündert. Unberührt blieben nur die christlichen Laden, auf denen Kreuze prangten und die Ueberschcist: „Das i st ein christlicher Laden." Der Pogrom dauerte fünf Tage. Die jüdische Bevölkerung der großen Gouvernementstadt blieb brotlos. Keiner von den Räubern und Mördern wurde verhaftet und. eine nach Abzug der Truppen zurückgehaltene Gruppe von Offizieren, direkten Teilnehmern des Pogroms, wurde auf Befehl von Kiew sofort befreit. Die Anzahl der während des Pogroms in Schitomir Erschlagenen beläuft sich, nach ungenauen Angaben, auf 70; doppelt oder dreifach ist die Zahl derjenigen, die von Säbelhieben verwundet, angeschosfen, mit Gewehrkolben geschlagen worden sind. Berditschew. Die Ereignisse von Schitomir pflanzten sich in die Na'chbarstadt Berditschew fort, wo der Pogrom am S. Jänner begann und dasselbe Bild wie in Schitomir bot: zu den bewaffneten Banden gesellten sich die verbrecherischen Elemente des Ortes, die in die jüdischen Häuser eindrangen raubten und mordeten. In Berditschew sind dreißig Tote registriert. < Ausflüchte des Direktoriums. In Angelegenheit der Vogrome von Schitomir und Berditschew begab sich eine Delegation, bestehend aus den Vertretern der jüdischen Gemeinden in Berditschew und Schitomir und den Vertretern der jüdischen politischen Parteien, zum Vorsitzenden des Direktoriums, Winnitschenko. Ms sich die Delegation Winnitschenko vorstellte, war auch der Minister für jüdische Angelegenheiten RewutSky anwesend. Die Delegation erstattete ausführlichen Bericht über die Pogrome, an denen hauptsächlich die Truppen teilgenommen hatten. Besonders hatte sich darin das sogenannte „Todesbatalllon" („Ku.enj S:erti") «nsgezei hnet. Die Delegation stellte sollende Forderungen: 1. Sofort eine Nntersuchungskomniission mit weitgehender Vollmacht zu bilden zur Untersuchung der Pogrome und um die Schuldigen dem Gericht zu übergeben, wobei Vertreter der öffentlichen Organisationen an der Kommission teilnehmen müssen; 2. Ersatz der durch den Pogrom verursachten Verluste der Juden aus Staatsmitteln; 3. der Presse volle Freiheit zu gestatten, die Bevölkerung über die Pogrome zu informieren und die entsetzlichen Ereignisse nicht wie das bisher praktiziert worden war als Staatsgeheimnis zu behandeln. Eine klare Antwort erhielt die Delegation nur auf die erste Frage: «ine Urrtersuchungslornmisston werde eingesetzt werben und bald an die Arbeit gehen. Das Direktorium wies 11 Vs Millionen zur Unterstützung der Pogromopfer an. Bezüglich der Presse sagte Winnitschenko, daß, ehe ein wahres Bild der Pogrome vorliege, es sich nicht empfehle, die Presse über die Pogromercignisse schreiben zu lassen. Zum Schluß wies Winnitschenko die Delegation darauf hin, daß die jüdische Gesellschaft energische Maßregeln gegen die anarchistisch-bol,schewikischeu Elemente unter den Juden ergreifen müsse. Die Zensur fuhr unerbittlich fort, jede Pressemeldung.über die Pogrome oder selbst jede Anspielung aus sie zu unterdrücken. Hierbei ist folgender Vorfall sehr bezeichnend: In Kiew wurde ein Pogrom befürchtet und eine Delegation der Stadtduma suchte Winnitschenko auf, um von ihm Maßnahmen zur Vorbeugung des Pogroms zu verlangen. Winnitschenko sagte hierbei, daß es dem Direktorium bekannt sei, daß Ln Schitomir vnb Berditschew die Truppen an den Pogromen teilgenommen hätten, aber di« Schuldigen seien streng bestraft worden. (Was keinessalls zutrtfft.) Die Veröffentlichung dieser offiziellen Erklärung wurde der Press« von der Zensur nicht gestattet. , Die Pogrome fit den anderen Orte». > Die Pogrombewegung nahm immer weiter« Dimensionen an Pas ganze Gebiet der „ukrainischen Volksrepublik überschwemmend. Die straflos ausgegangenen Hetmane — Palienko, Ass her und viele andere — setzten ihren Kreuzzug durch die Städte und Flecken der „heimischen" Ukraine fort, indem sie die jüdische Bevölkerung der Plünderung und dem Raube Preisgaben. ' Während der letzten Monate hat bas m Kiew gebildete Zentralkomitee zur Unterstützung der vom Pogrom Geschädigten, Pogromereignisse in 40 Städten und Nacken registriert, von denen viele bereits von dem Komitee unterstützt werden. Wegen des fortgesetzte» bewaffneten Kampfes zwischen den Truppen des Towiet Und denjenigen der Ukraine, auch wegen der Störung des Eisenbahnverkehres, hat bas l Komitee keine zulänglichen Informationen, weder über den jEhacakter, noch über Len Umfang des Unglücks, dadiese. ^Ortschaften betrogen hat. Nach vielen, dieser Ortschaften sind Pogrom in Kolomea durch die polnische Soldateska. Der Ukrainische Pressedienst meldet; Sechs Stunden nach der!1?!>erre!chun<z der Note an die ukrainische Regierung — ohne eine Antwort abzirtvarten — Überfielen die Rumänen in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai das ukrainische Territorium. Als Vorhut ließen die Rumänen polnische Abteilungen, die seinerzeit bei Od."6a im Kampfe gegen die Bolschewiken versa 'ett und aus das rumänische Territorium über. c -angon waren, einmarschieren, die ein Blutbad unter der ukrainischen und jüdischen Bevölkerung Der nichtsahnenden Stadt Kolomea veranstalteten. Rumänien gibt den Juden Gleichberechtigung. London, 3. Juni. (Tel.-Komp.) Die „Times" meldet, daß Rumänien nunmehr endgültig die jüdische Frage zu lose« beabsichtige. Darnach würden in Zukunft die rumänischen Bürgerrechte auf einen formalen Antrag hin den in Rumänien ansässigen Inden verliehen werden. Demzufolge können Juden sofort die rumänische Nationalität erwerben. (Diese Nachricht ist mit Vorsicht aufzunehmen. Was die Rumänen mit dem „formalen Antrag" bezwecken, ist zumindest zweifelhaft. Ein kultureller Staat laßt alle Mätzchen beiseite, wenn er Staatsbürgern, die für ihn geblutet haben ,die minimalsten Rechte verleihen soll. Das Dojarenreich scheint der Welt wieder einmal eine Spiegelfechterei vorführen zu wollen, aber es wird den edlen Rumänen diesmal nicht gelingen. Um die „rumänische Nationalität", die gar nichts Anziehendes hat, geht es den Juden Rumäniens nicht. Sie wollen sich mit der Staatsbürgerschaft begnügen, die man ihnen jetzt endlich wird zubilligen müssen. Anm. der Red.) aammmmmmaammmmHBsasmumummmmmmmnaBmmmm von dem Zentralkomitee Bevollmächtigte entsandt worben, welche an Ort und Stelle Untersuchungen anstelle« und den Geschädigten die erste Hilfe ertveisen. Die vorliegenden Berichte sprechen von einer Reihe von Pogromen in Owrutsch, Dombrowitza, Wastlkow, Bjelaja-Tscherlow, Fastowo, Go omel, Stepanzy, Korn in, Romodan, JellSawetgrad und andere. In Owrutsch wurden, dem Jüdischen Nationalen Sekretariat erhaltenen Nachrichten zufolge, über 60 Juden von den Truppen Petljuras erschossen. Demselben Schicksal verfielen die Juden iit Romodan, wo sie aus dein Zuge bervocgeholt und erbarmungslos ntedergeschosfen wurden. Mit dem Ei i'Ug der Petl uraschen Truppen in WassNow begann in der Stadt eine wahre Bacchanaii«. Die in der Stadt verstreuten Kosaken begannen die Juden ohne Unterschied aus den Häusern hervorzuzerren und sofort zu erschießen. Priratbriefe berichten über ein ent setzli'cheS Blutbad in Bjelaja-Tscherkow und Stepanzy. Aber alle diese Schrecken verblassen vor den Greueltaten, welche am 16. Februar Proskurow im Gouvernement Podolien zum Schauplatz hatten. Die HÜfSaktio«. Das zu Beginn der Pogrome aus de» Vertretern der politischen jüdischen Parteien und Organisationen gebildete Zenttal-Hilfskomitee für die Pogromopfer ist nach Kräften bemüht, Hilfe zu leisten. Bis jetzt hat das Komitee überwiesen: nach Owrutsch 90.000 Rubel, D.'mbrowitzky 25 000 Rubel, Schitomir 500.000 Rubel, Browarow 10.000 Rubel, Berditschew 100.000 Rubel. An die anderen von Pogromen betroffenen Octscbaften wurden gleich,alls Unterstützungssummen überwiesen Das Komitee mußte aber in seiner letzten Plenarsitzung mit Bedauern konstatieren, daß ihm die zu Gebote stehenden Mittel unzulänglich seien, im Vergleich zu dem kolossalen Umfang des Elend) und der Armut, die in den geplünderten Ortschaften herrschen. Die vom Direktorium .bewilligte Summe von U/* Millionen Rubel ist schon fas>-ganz ausgebraucht. Der Zufluß von Mitteln aus anderen Stellen ist ganz gering. In Kiew wird eine „Pogromwochc" organistert, die der Hilfsaktion für die Pogromvpser gewidmet ist. Hilfe von außen ist dringend notwendig. _ * Italienisch-ungarische Verhandlungen. Die Faseler Natioualzeitung" meldet, Graf Michael K a r o l y i, der sich augenblicklich in Budapest aufhält, beginnt neuerdings eine rege politische Tätigkeit zu entfalten. Unter seiner Vermittlung finden Berhandlnngen zwischen dem Fürsten Borghese, dem Chef der italienischen und derzeit einzigen Ententemission in Budapest, und Bela Kun statt. Das Ziel dieser Zusammenkünfte ist die Herstellung eines intimen Einvernehniens zwischen Nom und den derzeitigen Budapester Machthabern zum Zwecke der Verhinderung eine- Zusammengehens Ungarns mit Oesterreich. Jugoslawien oder anderen Nachbarstaaten. Gleichzeitig entfaltet die italienische Diplomatie eine rege Tätigkeit, um für den Fall des Sturzes der Sowietregierung ein zweite- Eisen im Feuer zu haben und auch so den Anschluß Ungams an eine wirtschaftliche Föderation sowie dessen freundschaftliche Auseinandersetzung mit den Nachbarstaaten zu verhindern. General SegrS Hit in Wien mehrfach mit Graf Theodor Batthyanyi konferiert. Die'er ist von Italien als Ministerpräsident für den Fall der Unhaltbarkeit KunS ausersehen und hat bindende Verpflichtungen für diese Eventualität in der Richtung e'.nes speziellen ungarisch-italienischen Einvernehmenübernommen. Wir halten — sagt das Blatt— diese. Meldung von vornherein gegen jedes vorauszusehende Dementi aufrecht. Inzwischen hat bekanntlich die italienische Mission in. Wien jede politische Verabredung mit der Regierung Kuns bestritten. Inland. Parlamentarisches. Die gestrige Sitzung des Hauplausschuffes stand ganz unter dem Eindrücke der bisher bekanntgewordenen Friedensbedingungen. die auch den einzigen Gegenstand der Beratung bildeten. Die Rede des Staatssekretärs Dr. Bauer» der die Friedensbedingungen beleuchtete und sie als unannehmbar bezeichnte» weil sie eben von uns nicht erfüllt werden können und weil sie ein lebensunfähiges Deutfchöstecreich schaffen würden, fand allseitige Zustimmung. Im Haupiausschuß wurde auch noch die Taktik erwähnt, die nunmehr die Parteien in der Friedensstage einzuschlagen haben, doch wmde diesbezüglich keine Vereinbarung getroffen. Es wurde vielmehr betont, daß man die Rückkehr der dre Mitglieder der Regierung, des Präsidenten S e i tz, des Vizekanzlers Fink und oes Staatssekretärs Dr. B a u e r aus Feldkirch, wohin dieselben heute mit dem Schnellzuge abreisen, abwarten muffe, bevor man die weiteren Schritte beschließen könne. Die drei genannten Mitglieder der Regierung werden am F re i t a g wieder in Wien eintteffen worauf dann neuerlich der Haupiausschuß Zusammentritt, in welchem sie über ihre Aussprache, die sie in Feldkirch mit dem Staats- Kanzler Dr. Renner und dem Sekttonschef Schülern pflegen, berichten werden. Die Parteioorständt werden sodann ihre Klubs einderufett um über das Ergebnis der -Aussprache in Feldkirch zu beraten und ihre Haltung in der am Samstag in der Nationalversammlung stattfindenden Debatte über die Friedensbedingungen beschließen.. Konstituierende Nationalversammlung. Die nächste Sitzung der Nationalversammlung ist für Samstag den 7. Juni, 10 Uhr vormittags, einberufen. Tagesordnung: Bericht über die Friedensbedingungen. SozialisteMtng-ansschntz. Zu Beginn der gestrigen Sitzung des Svziali-. sierungsausschuffes teilte Abgeordneten Dr. Wntte ckit, daß seine Partei im Haupiausschuß den Antrag stellen werde, mit Rücksicht auf den eingelangten Friedensvertrag mit den Ausschußsitzungen einstweilen auszusetzen. Er schlägt daher vor, die Verhandlungen des Ausschusses zu vertagen. Vorsitzender H u e b e t regt an, die BeschlÜffe des Hauptausschuffes abzuwarten und unterdessen die Verhandlungen des Ausschusses fortzusetzen. 2yit' dieser Anregung erklärt sich Abgeordneter Dr. Wutte einverstanden. Sodann wir in die Beratung des Gesetzes über, die gemeinwirtschaftlichen Anstalten eingegangen. Beförderung der Nichten. Das Staatsamt für Justiz hat kürzlich in Fortsetzung ähnlicher, in den letzten Jahren wiederholt getroffenen Maßnahmen eine größere Anzahl von Richtern, Staatsanwaltstelloertretem und Kanzleibeamten, die im Wege der Teiloorrückung bereits die Bezüge der nächsthöheren Rangsklafsr erlangt hatten, über den systemisierten Stand in die ihren Gehaltsbezügen entsprechende Rängsklaffe befördert. Bei diesen Ernennungen mußten die Iustizbeamten deutscher Volkszugehörigkeit aus stemdem Staatsgebiete, die in Deutschösteneich bisher nur in Verwendung genommen werden konnten, vorläufig unberücksichtigt bleiben, weil ihre endgültige Uebernahme in den deutschösterreichischen Staatsdienst zwischenstaaUichen Vereinbarungen Vorbehalten und daher noch in Schwebe ist. Es ist jedoch beabsichtigt, diese Staatsbedienslrtm seinerzeit nach allsälliger endgültiger Uebemahme in den deutschösterreichischen Dienst in entsprechender Weise dafür schadlos zu halten. _ Die Kampfe in Kärnten. General Eegrö als Vermittler. Wie die „Korrespondenz Herzogs meldet, hat sich der Leiter der italienischen Waffenstillstandskommission in Wien, General Segrü mittels Sonderzuges gestern als Delegierter Italiens in der aus Generälen bestehenden Kommission der Entente nach Kärnten begeben, mn bei den Verhandlungen zwischen Kärnten und Jugoslawien m fungieren. In Begleitung des Generals befinden sich die Majore De G io r g i und S a l v t. In politischen Kreisen wird mit Sicherheit erwartet, das General S e g r 6 zu Gunsten Deutschösteneichs intervenieren wird. Völkermarkt geräumt. Klagenfurt, 3. Juni. sKorr.-Bur.) Amtlich wird verlautbart: Lage vom 3. Juni, 1 Uhr nachmittags: Im allgemeinen hat der Feind die tot Jänner dieses res erreichte Situation noch nicht Überschritten. Um l k e r m a r k t nicht der Zerstörung preiszugeben, mußte die Stadt heute vormittags dem Feinde wieder überlassen werden. Im Osten von Klagensurt halten wir die Linie Trixeir—St. Margarethen—Rak, sodann das Nordufer , der Drau in der bisherigen Ausdehnung. Im Abschnitt Grasenstein— Hollenvurg—Rosenbach keine Veränderung. < .- ■ -i