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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-03 · Heft 135 (3.6.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 135 (3.6.1919)
Date
1919-06-03
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Wim, Dienstag Wiener Morgenzettrmg 3. Jum iyi9 - 9tr. 135 Seite 4 Inland. Die NaLiorralvsrsLmmlung und der Friede« In aint^C^crntain erfoltjU' ciciteni bie Bekanntgabe der u'iTtroriah'ii nnb autioluu'uyu I.irb^nsbedingmn-e.t, während die lloberinittrunq der finanziellen ^edin.qnngen, an bt'iicn zur Sninb.' noch gearbeitet vird, erst «gegen End? der Wuche an nufere Friedens- *eregierte.t ersvlgen bürste. Der ckmüptausschntz wird sich sofort nach beul Ein- 'angeil br-o Berichtes Dr. ch'rnnrrs versauurlelli lind nne Einzeibel-'atung des ersten Teiles bes Friedens- .'erträges .und der eventuell zn erstattenden Gegenvorschläge vornehwen. Pan der Einberufung der )?atic»uatrer!a>nrnsnuq wird vorerst noch Abstand gelomnie.'l werden, da »ran Wert daraus legt, der Bolks- .'ertretliug das ganze Elaborat zu nuierbreiten, um '.ine Benriritung des gesainten BertragSkonivlercs zn '.rinöglichcn. Die Vollsitzung der Nationalversammlung nird demnach erst Mitte der nächsten Woche stattfinden. Der Ailschlnß Dr. Kleins an die „arische Gruppe?er bürgerlichen Demokraten" wird dementiert. Man .-erweist daran?, das; Dr. Klein sich 'eit drei Woche?: m Saint-Gerlnain befindet lnid sich gegen den Mis;- iranch, der mit seinem Namen getrieben wirb, nicht vcfircu fault.' Eine rrngarischs Note an Dr. Bauer. Der hiesige Vertreter i cu ungarischen Regieung hat gestern in T-raaksarnt nie Neuwerts iolgendr Note überreicht mÄn Herrp Ltaatsiekretär Otto Bauer in Wien. .D i e G e g c n r e v o tu* ■ i o it ii v t n auf der M u r - I n s c l crh.elkcn neuerdings ein!3 a t if i 1 { o n b c irt i d) ö ft e r v c t rfj i f ri) c © » I b a t c n .ur Nuterniiirnng ihrer Bewegung. Ich bitte, nur miZuteilen, ob >ic dculschölicirelchliche Regierung Kenntnis von dieser Sache hat nid welche' Stellnng sie dazu nnzunehmen gedenkt.' Wir nachen aber schon im vornlmiein daraus anfmerlsani, daß n>.r das cingedrnngenc Militär nicht als regelrechte; Soldaten 'Machten. .sondern als g e w ö h n l l ch e B a n di t e n nnd vir werden mit ihnen auch in, diesem Sinne verfahren. — Ge- .cichnet: Bcla Kun, Volkskommissar für Acustercs. Hierzu wird noch mitgeteilt, das; auf der M u r - I n s e! eit einigen Tagen gegen revolutionärellnruheü >u beobachten sind und daß i r r e g u l ä r c Truppen einen Kngrrrs aus die Truppen der ungarischen Regierung untrrrommen haben. Emmh Freundlich — Direktorin des Ernahrungsumtes. Während der Zeit, in welcher der Staatssekretär des gnnem Matthias Eldersch seine Funktionen als Mitglied reS. Direktoriums des Staatsamtes für VolkSernährnng nicht seri'ehen kann, wurde Abgeordnete Emnch F r c u n d l i ch in )ic>es Direktorium berufen. Telegramme. Die rheinische RepubLik. n. Frankfurt, 2. Juni. (Tel. der „Wr. Morgeli-;eitmrg".) Sonntag wurde der ncngegründete Äusschutz gegen die rheinische Republik zum Militärkommanbantep von W i e s b ade n, Oberst von Din o n, berufen. Per Ausschuß hatte die französische Regierung davor gewarnt, sich vou einer kleinen Gruppe, die aus Leuten besteht, die gar nicht Nassauer seien, einseitig .unterrichten zu lassen, die ganze Bevölkerung sei gegen jede Sonderbündelei. Auf die Bemerkung des dem obgenannten Ausschuss? angehörenden Ai.üsgerichtsrat von Stein, daß der Beitritt zur rheinischen Republik Hochverrat gegen das Deutsche Reich sei, . erwiderte D i n o n, er werde die Städte, die sich nicht mit dieser politischen Lage absurden, von der L e b e n sm i t t e I g u f u I) r a u s s ch l i e ß e n. Die Frage Steins,, ob d as französische Zivilisation sei, beantwortete Dinorr mit der an Stein gerichteten Aufforderung, sich nachhause zu begeben und seinen Paß zu erwarten, er werde in 24 Stunden ausgewiesen werden. Der als Chef der Rheinrepublik zeichnende Dc. Dorte richtete an den britischen Kommandeur ein Telegramm, in welchem er die Konstituierung der rheinischen Republik im Namen Deutschlands an zeigt und gleichzeitig bittet, daß die Delegierten der provisorischen Regierung sich unverzüglich nach Paris begeben dürfen, um der Friedenskommission die Wünsche von 12,000.000 Rheinländern darzu! egen. In Berlin ist amtlich von einer „Rheinischen Republik" nichts bekannt. Berlin» 2. Juni. (Korr.-Bur.) Die ,.B. Z. am Mittag" meldet: Weder der ReichSregierung noch der preußischen Staatsregienrng sind beute vonil'ltags anttliche Mitteilungen dariiber zugegangen, daß die Protlamierung , einer seldstündigen r b,e i n i s ch e n R e p u b I i l erfolgt sei. Zu dein plakatierten Ausruf au das chemischen Voll wird au amtlicher Stelle erklärt, cs handle sich offenbar um einen Ueberrumpelungöversuch gegenüber der Volksstimmung, nachdem die geplante .Ausrufung" der nenm Republik mißlungen ist. Am bezeichnendsten sei. daß unter der Proklamation keine einziger Name siehe., Die Reichsregierung halte unbedingt an der Vereinbarung mit den rheinischen Abgeordneten fest. Für sie gebe cs keine vorläufige Regierung. derm Zusammmsetznng der Aufruf klüglich n-richweigt. __ Das Adrlaproblem. Paris, i. Juni. (Tel.-Komp.) Die Presse 'fordert den Präsidenten W i i s o n auf. nunmehr in der Adriafrage tritt ■'iiioc i’iin;ert Aniontät auszutretcn, öa das fortivübreude H>ui;iiv!d)rnint der Vä'iusg dieser Frage d i e F c r! i g st e! l u '.! g t, c s d e n t > äi ö ft e r r f i rf) t f d) t u F vielen s v c rt r it i\ c 5 b.iüc.t. Verschleppung österreichischer und ungKrischer Wertpapiere. L o n d o n, 2. Mai. (Tel.-Komp.) Der Wiener Eorvrspondent des „D a i l h E x P v e % teilt mit, datz g t o ß e Mengen >3 ft e rr e i ch is che r und u n g a r i s'ch er Wertpapiere nach der Schweiz gesendet werden. Reiche Angarn schicken ihre Wertsachen durch Flugzeuge nach Wien, von wo sie durch neutrale Vermittlung nach der Schweiz befördert werden. Ans diese Weise sollen Werte im Betrage von über 200 Millionen Kronen bereits fortgeschafft worden sein. Gin drshender Krieg Asiens gegen Europa. London, 2. Juni. (Tel.-Ksmp.) General Sir Douglas H a i g hielt in Edinburg eine Rede, in der er ansführte» datz ein g ro tz e r M e l tlrr i e g, in dein g a n z A f i e n s i ch gegen Europa steÄen werde» in nächster Zukunft nicht z»r vermeiden sein, wenn nicht ein besseres Verhältnis zwischen den Völkern der Welt herbeigeführt wird. Der General wies darauf hin, datz alle Mittel für die H er b c ifü fjrung eines gesicherten Friedens sich in der Vergangenheit nicht bewahrt haben, so datz neue Mittcl gesunden rr»erden müssen, um die Völker, der Welt so zu erziehen, datz Kriege in Zukunft unmöglich werden. Dies kann nur geschehen, wenn die Beziehungen zwischen den Bölkeen der Welt auf dieselbe Weise geregelt werden, wie sie gegenwärtig zwischen den Teilen des britischen Weltreiches bestehen. Gin derartiger Weltkrrreg würde so grausam werden, wie ihn die Welt noch nie gesehen habe. Louis Marshall bei Wilson. Kopenhagen,-1. Juni. Am 2L. Mal wurde Louis Marshall von Wilson in Audienz empfangen und berichtete ihm über die Progrome und die jüdischen Forderungen. Wilson drückte sein volles Mitgefühl für die Leiden der Juden Osteuropas aus und versprach, alles zn tun, um neue Katastrophen zu verhindern. Er druckte auch seine volle Sympathie »mit den jüdischen Forderungen ans. Eine Expedition nach Tnrkestan Für rmsere KriegsgefangLAeu. Die deutschöfterreichische Regierung hat für die in S i b i r i e « befindlichen deutschösterreichischen Kriegsgefaugenen den monatlichen Betrag von 16.000 Pfund Sterling bewilligt, außerdem für dre in italienischen Spitälern befindlichen Gefangenen 100.600 Lire, für die in G riechenland rmd M a z e d o n i e n mtermerten Kriegsgefangenen zirka 30.000 Franks monatlich in Aussicht gestellt. Einem dänischen Arlegierten werden für die deutschösterreichischen Kriegsgefangenen 100.000 Dinar mitgegeben. Demnächst geht eins Expedition nach Türkest a n ab, um den Rücktransport der Krregsgesangenen in die Wege zn leiten. Hoffnung auf raschere Heimkehr unserer Gefangenen. SerinL-Brrnrain» 2. Juni. (Kori-.^Brrr.'» Stmitskanzler Dr. R e n U c r fjat fjente cm Schreiben Clcmenceaus crhalteu, worin ihm mirgeteilt wird, daß das deutsch österreichische Anslichrn/General Statin möge von der Kricgsgeüngencnkommission der Entente gehört werden, g ü n st i g erledigt sei. Es ist zu'hoffen, daß dieses Zugeständnis znr rascheren Hennkehr der Gefangenen beitragen wird. Brockdorff will Wilson mn eine Unterredung ersuchen. Paris, 2. Inn'. (Korr.-Bur.) Reichsmiirister des Aenßerm Graf B r o et d o r f s - R a n i; o n, und % w c t b e it t f eft t Delegierte sind in Dersaill e s geblieben. Es ist Grund, anzanehmni, daß Graf Brolkdorff-Railtzau .sich mit' der Absicht trägt, W i l s v n brieflich n nr eine m ii n d l i ch e U n t e r r c b u n g s n c r s n ch e n. In einer N'ucn Note bat Gmk Brockdorff-Äantzan^den. bemerkeliswerten Vorschlag gemacht, die Verfligung über den W e lisch i f f S r a n m dem Völkerbund zn übertragen. Brockdorff überlätzt die Unterzeichnung seinem Nachfolger. Paris, 2. Juni. lTel.-Komp.) Die Pariser Presse teilt aus einer Ansprache des Grafen B r o ck d o r f f - N a n a u an mchrerc von Paris ab, eisende Delegierte einen Passus mit, m dem. Gras Brockdorsi sagt, daß vielleicht sein N a ch folg er, aber nicht er dev jetzigen Friedcnsvertrag unterzeichnen werde. Die Leiche Rosa Luxemburgs geborgem DerÜn, 2. Juni. (Korr.-Bnr.) Sanlstag wurde ström« abwärts, an der Stelle, wo Rosa L u re m b n r gs Körper ins A^sx-,. gen'.rn n word'.-i.iit, ein wrll'ticiier Leichnam «eborgen. Es besi-ti d->- -..-''„'..eschttuhchkeit, daß es sich um die y, eiche o i* t iy r a u llr e> j n \} u y c ui bürg haildelt. s Die Rumänen geschlagen, die Tschechen auf! der Flucht. Angarisrher Kriegsbericht. Budapest, 2. Juni. (Korr.-Bnr.) Das Ungarische Tcle-i graphett.'Koriesvondrnz-Burcau meldet: Am 1. Juni haben unsere, Budapester. 'Truppen nach hervorragender artilleristischer Bor-', bcreitiing die nördlich der Theiß stehenden Kräfte der Rum än enge s ch ta g e n. Dadurch haben wir den Berbindnngsteil zwifchenj der rmnänischen und tschechischen Front d u r ch b r-o ch e n. Trotz! ihres Men Liiderstandes w c vT o l g e n wir die T s ch r ch e m auf der ganzen Linie weiter. E'nzelne tschechische Kräfte sin di ' stellenweise bestrebt, durch verzweifelte Gegenstöße unser siegreicbeÄ? Bordringen zum Stillstand zu bringen. Von den übrigen Kriegsschauplätzen nichts zu melden. Sieben Tube landwirtschaftliche Zwangsarbeit! im Budapester Komitat. Budapest, 2. Juni. (Ung. Tel.-Korr.-Bm.) Der Kommisiari der Rüteregierung für das Pestcr Komitat hat vebufs SichrrMgs der auf dem Gebiete des Komitates notwendigen l a n d w i rts ch a f t l i ch e n Arbeite n angeordnet, daß vom 10. bis! 17. Juni jedermann zu öffentlichen Arbeiten in Anspruch, genommen werden kann. _ Wirtschaftliche Nachrichten ans Böhmen. Prag, 2. Juni. (Tjchccho-slow. Preßbur.k, In der gestern abgehallenen Generalversammlung der W i r t s ch a f t sk r e d i t b a n k für 53. ö T) m c n wurde beschlossen, von dem Reingewilin pro 1,334.922 Kronen eine 7prozentige Dividende zu bezahlen und das Aktienkapital von 11 ans 20 Millionen Kronen zn erhöhen. — In der gestern abgehaltenen Generalversamnilnng der Bereinigten Maschi»mfabriken-A.-G., vormals S k o da, R u st o n, B r u m o v s k p und Ringh offer, wurde die Bertcilung einer öprozcntigen Dividende beschlossen. Infolge Rücktrittes mehrerer Mitglieder' des BerwaltungsvateS wurde ein neuer Bcrwaltungsrat gewählt, indessen konstituierenden. Sitzung Dr. Josef S ch e i n e r zum Präsidenten und Heinrich M a st a l k a und Joses Schimonek zn Vizepräsidenten i bestellt wurden. Neue Gewaltakte der Polen in Wilnas l Warschau, 2. Juni. (Tel. der „Wiener Morgenzcitung".) Wie die polnischen Behörden die Juden schikanieren, beweist folgender Vorfall, der sich am 22.V.M., in Wilna ereignete. Für diesen Tag war eine Plenarsitzung der jüdischen Kultus gemeinde eiuberupen warden. Als die Sitzung eröffnet wurde, erschien rör Gendarmerie-Offizier irrte erklärte im Namen der Behörde, daß die Verhandlung nur in pvlnischer- Sprache geführt werden dürfe. D'r. Wigvds ki erklärte hierauf, baß die Juden keine andere Sprache als die jüdische beherrschen, überdies habe M vor knapp zwei Stunden vom Zivilkommissär die Erlaubnis erhalten, daß die Verhandlung in jüdischen Sprache geftihrt werden könne. Der Offizier gab sich! mit dieser Erklärung nicht zufrieden und gestattete bid Eröffnung der Sitzung nicht. Dr. Wigodski kenn-t zeichnete dieses Borgehen als einen brutalen matte ft gegen die jüdische Gemeinde und der Vor-j stand lrschloß eine Protestresvlution, in welcher! das Verbot der Behörde als ein krasser Wider-i s p r u ch zu der seitens der Polen bei Eroberung der! - Stadt erlassenen Proklamation und als Verletz»^ der elementaren Rechte.des jüdischen Volkes in Litauen,, sich seiner Sprache zu bedienen, bezeichnet wird. — Ditz Judenverfolgungen in Wilna haben nicht auf-. gehört, die Gewalttaten gegen die Juden dauern^ an. Wie der „Wilnaer Tag" berichtet, haben diese Verfolgungen den Charakter eines systematischen- Massenpogroms angenommen. Ans Straßen rntfr Plätzen werden die Juden am hellichten Tage von. den Soldaten geschlagen mrd es wird keinem. Juden erlaubt, eine Brücke z u p a s s i e r e u. Ditz Ueöertretung dieses- Verbote? wird seitens der SoldatW durch Beraubung des „Verbrechers" geahndet. : Der polnische Kriegsminrster entschuldigt t Warschau» 2. Juni. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Ab-! geordneter H a l P e r n, der, wie berichtet, in Warschau voui polnischen Soldaten überfallen ivurde, erhielt vom Kriegsminister, eine Emladnng zn einer Besprechung. Bei dieser . e u t-j schuldigte sich der Minister beim Abgeordneten! Halpern wegen dieses Vorfalles und gab, schließlich die V e r-< sicher» n g ab, daß sich AchnlicheS nicht mehr ereignem werde. Der Minister teilte dem Abgeordneten Holpern bei dieser! Gelegenheit mit, daß bereits entsprechende V o r k e h r u n g e ni getroffen wurden, um den a n t i j ü d i s ch e n E x z e f i c nj der Soldaten E i n h a l t zu tun, insbesondere sei an sämtliche! Truppentörper eine Verlautbarung ergangen, in der strenge, Strafen für derartige Exzesse vorgesehen sind. — Am, 22. Mai wurde Abgeordneter Halpern. der sich! in Begleitung seines Sohnes befand, abermals vow Hallers chen Soldaten überfallen. Entlassung wegen jüdischer Nationalität. Krakau, 2. Juni. (Tel. der „Wr. Morgcnztg.") Bor? einigen Tagen erschien in der vierten Abteilnng des Hauptkreis- KommandoS in Krakau der Oberstleutnant Marciszewicz und srug die dort beschäftigten weiblichen Kauzleikräfte, ob fiej ..Polinnen oder Jüdinnen" seien, worauf die Jüdinnen sich als< Jüdinnen bekannten. Am nächsten Tage erhielten alle diese Jüdinnen eine wie folgt lautende Kündigung: „Infolge deS Be-j tenntnisses zur jüdischeil Rationalität und nicht zur polnischen,, werden Sie mit dem 4. Juni 1919 entlasten". Dieses Vorgehen! ist ein charakteristisches Beispiel dafür, wie man in Polen die! „bürgerliche Gleichberechtigung" der Juden auffosit. Maßregelung jüdischer Mittelschüler in Drohobyez. Lemberg, 2. Juni. (Tel. der „Wr. Morgcnzlg.'tz Die polnisch«« Schulbehörden »i D r o h o b y c z haben, verläßlichen -Rachrichten zufolge, zirka 4 00 jüdische Schüler aus den Mittel?, schulen ausgeschlossen, weil sie diese Schulen auch! während' der ukrainischen Okkupation besucht haben. J in allen Vr»I?>an«n. 9tf\u»rrttitgmunter CSatatrlir. fyarl'ltäntcr ffic ' alle SYNemv, «rttflaii'lnt’S S.'Eittnial.i l’fWJ Uephon 31531 rafft 23j

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