Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 132 (31.5.1919)
- Date
- 1919-05-31
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Wien, Samstag Nr. .132 Lvrener Morgenzertuirg '31. Mai 1919 Seite 5T Tagesbericht. Dr. Schumpeter über unsere industrielle Zukunft. Bor einem zahlreich' besuchten Auditorium hielt gestern im Saale der uiederästerreichischeu HaudelstL.-Ä Gewerbekammer Staatssekretär Dr. S ch u in Peter riuen Vdrtrag über „Nuscre industrielle Zukunft" und rührte unter anderem aus: Ich glaube, daß unsere industrielle uüd firränzielle Zukunft sich' gutgestaltenwird, »oraustzeseht, daß wir L.iren günstigen >)vi eb en bekommen. Die Zuschüsse zur Vierhilli-;ung der Lebensmittel sind auf die Dauer unhaltbar. Kenn wir so fortfahren, brechen wir zusammen. Wir könnensozialisieren oder kapitalistisch, arbeiten, dürfen >ie Ausgaben doch nicht LrhShLU.>-Mr'chäbefl.'.nur-.Md kiese rve, die Arbeit, und müssen - dieselbe^vernünftig oarwandLn. Wir haben staatliche^ Zw angskartekle gc- 'chaffen, dadurch einigen GroßunternehmlMgeN eine Art Di o uo pol gesichert. Dr. S ch umpe te r nimmt an, )aß das Defizit in zirka fünf Jahren schwinden m irb.. Wir müssen zu einer anderen Währung übergehen, welche ähnlich der anderer Nationalstaaten st. Wenn wir nicht zu einer Zoll- und Währungs- Unionso müssen wir doch zu einer Zoll- und KähruttgStonveution mit ihnen kommen, die die Devise Prag konstanter macht, Hann können wir wirtschaftlich leben, ungeachtet dessen, daß Rohstoffe wie Aohle außerhalb unserer Gebiete sind. Nur die Wiener Danken können die Vermittler für die Finanzierung ^es Außenkapitals werden, nnd die Zivnostenska Banka, so tüchtig sie auch' ist, kann nur vereint mit Unseren Banken. arbeite.:. Neugegründete Unternehmungen muß ten für Iah re hinaus die Vorsi chernn g der Nichtsozialisiernng haben. Das . einzig Mögliche für unseren Staat ist die Wirtschaftsfreiheit. Man muß sich klar sein, was man sozialisiert. Redner betonte nochmals, daß dm Zukunft in Deutschland nnd Oesterreich in der wirti ch a f t l i ch e n Freiheit liege, ©tttiuu müsse man .insangen, abzubanen und die Wenzen der staatlichen Verwaltung enger ziehen. Höchste Zeit ist es, das Abonnement schleunigst zu erneuern, für diejenigen Abonnenten, deren Vezugszeit Ende Mai abgelnufen ist, damit die Zustellung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Bezugsbedingungen ab 1. Juni: Für Wien: mit Zustellung Monatlich . . . Kronen 7.— Vierteljährig . . „ 20.— Halbjährig ... „ 40.— Ganzjährig ... „ 80.— Fiir die Tschechoslowakei : mit Postversand in tschechischer Währung Monatlich . . . Kronen 7,50 Vierteljährig . . „ 22,— Halbjährig ... „ 44,— Ganzjährig ... „ 88.— Einzelexemplar 36 Heller. Für Deutschland monatlich 5 Mark, Schweiz 5 Franken, für das übrige Ausland vierteljährig 26 Kronen. Die Geldsendungen für die Tschecho-Slowakei sind per Erlagschein an das Postsparkassenamt P. S. Nr. 150.603 in Prag, für Polen, Westgalizien und Polnisch-Schlesten per Postanweisung an die Wiener Lombard und EsKomptebanK» Filiale Krakau, für „Wiener Morgenzeitung", Krakau, Rynek 12, zu richten. Administration der „Wiener Morgerrzeitimg" Wien» II.,Taborstratze 1—3. Telephon 44.838«. 43.319. Für Deutschösterreich: mit Postversand Monatlich ... Kronen 7.50 Vierteljährig . . „ 22.— Halbjährig , . . „ 44.— Ganzjährig ... „ 88.— Für Polen und die übrigen Nationalstaaten : mit Postversand Monatlich . , . Kronen 8.50 Vierteljährig . . „ 25.— Halbjährig ... „ 50.— -S.— knnstsertcitung an die Interessenten ausgetauscht werden. Sobald als möglich sollen aber Verhandlungen über die Erstellung direkter Tarife stattfinde!:. Schließlich wird die Zollabfertigung durch Zusammenlegung des beiderseitigen Zolldienstes in einer Station vereinfacht und beschleunigt werden. Die Frauen gegen die Friedensbedingungen. Die Internationale Franeuliga für Frieden und Freiheit ierief jür gestern abends m den mittleren Konzerthaussaal eine Versammlung ein. um gegen die bekanntgewordenen Friedensiedingungen der Entente Protest zu erheben,und über den kürzlich -n Zürich ab gehaltenen internationalen Franenkongreß Bericht zu irstatteu. Der sehr gut besuchten Versammlung -wohnten auch die amerikanischen Teilnehmerinnen äm Züricher . Kongreß, Nrs. Hw l li r.o o k, Mrs. Freu ch und.Mrs. B evidgt bei. Mach Eröffnung durch die Vorsitzende Frau Olgar M i s a r rrstatt'ete Frau Else B e e r - A n g e r e r das erste Referat. Sie berichtete dann über den Verlaus i>c3 Züricher 'Kongresses und gab der Zuversicht Ansdruck, daß es bei dem entschiedenen Willen der nunnrehr erwachten Frauen nicht mehr möglich sein werde, Kriege zu beginnen. Frau Kulka besprach, wie sich die Frauen >er Ententestaaten zu den Friedensbedinguugen beim internationalen Francnkougrcß gestellt haben. Sodann sprach die Delegierte aus deu Vereinigten Staaten, Mrs. Ho lb r o o h in englischer Sprache. Sie schilderte ihre Ergriffenheit beim Anblick der ansgehungerten Kinder anläßlich ihres Besuches in verschiedenen Wohlsahrtinstltnten und versprach, alles aufzubictcn, daß m eh c Leb cn sii i t t.c l a ii s A m e r i k a für , unsere Kinder Herkommen sollen. Mordversuch aus Rache. Der 40jährige Baumeister F. wurde gestern mittags von ,'>uer Frau durch zwei Schüsse ,s ch w e r v e r l e tz t Eine Kugel drang ihm iu den rechten Unterkiefer, die zweite in die itcndenwirbelfnule. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn in die Unfallstation. Die Täterin wurde verhaftet und dem Polizeilammissar:ate'Mariahilf überstellt. — Die „Korr. Wilhelm" meldet hierzu: Baumeister F., der selbst geschieden war, lebte seit etwa;wölf Jahren im gemeinsamen Haushalt mit Frau Hermine H o r o w i tz, die gleichfalls geschieden war. Das Paar konnte nach den gellenden Gesetzen nickst heiraten, :md nun. Da der Manu der Frau ü b e v b r it F f t g geworden war, gesuchte er, das Verhältnis zu lösen. Diese Absicht konnte Frau Horowitz nicht verborgen bleiben, und sie beschloß daher, an F. Rach e zuuehme n. Fmu Horowitz gab bei ihrer Einvernahme die Absicht-n, F. zu töten, behauptet aber, sic habe auch sich selb st zu löte n beschlossen und sei nur dadurch, saß sie überwältig! wurde, daran verhindert worden. Frau Horowitz wird dem Landcsgenckst emgelicfert werden. Güterverkehr nach Triest. Vergangene Woche haben in Triest Verhandlungen über die weitere Ausgestaltung des P r i v a t g ii t er verte h r e s m 11 Trie st zwischen Vertretern der RegierunKeu und Eisenbichnverwaltungeu Italiens, Dcutschösterreichs und der tschccho-slowakischen Republik stattgesundm. Da3 Ergebnis kann als ein durchaus befriedigendes bezeichnet werden, da durch die getroffenen Vereinbarungen die bahnseitige Abfertigung von Gütersendungen und zwar sowohl in ganzen Wagenladungen als auch als Stückgut nach deu scmerzeu im Frieden gültigen Bestimmungen sichergestellt erscheint. Vom 16. Juni angesangen können die Frachtgebührcn nach Wahl des Absenders zur Gänze vorausbezahlt oder überwiesen werden, Barvorschüsic nnd dtachnahmen nach Eingang sind in der Währung des Bcrsandtlandes zugelassen. Wehen Berechnung der Frachtgebühren wurde vereinbart, .daß vorläufig die stokaltanse zur Anwendung kommen, die gegenseitig bchnfs Aussuchm Tie am erfolgreichsten im Wege des „Kleinen Anzeigers" der ^Wiener Morgenzeiülng". * Die verweigerte Einreise. Wie gemeldet, wurdm der Sektionschef Dr. K a u p und Ingenieur K n o l l vom Staatsamte für soziale Verwaltung, welche sich auf einer Dienstreise nach H o ch z i r l befanden, mn über den Bau einer Lungenheilstätte zu.verhandeln, an der Einreise n a ch T i r o l behindert. Wie nunmehr mitgeleilt wird, ist das Verbot der Einreise auf ein M i ß v e r st ä ir d n i s zurückzusühren, das inzwischen von der Tiroler RegierMg bereits gutgemacht wurde, so daß der Reise der beiden Staatsfunktionäre kein Hindernis mehr im Wege steht. « Schrecklicher Tvd eines StratzeÄbahnrevisors. Auf gräßliche Weise kam gestern abends der 43jährige Straßenbahnrevisor Anton F a t h o f e r ums Leben. Er wollte in der Winkclmannstraße auf einen fahrenden Straßenbahnwaggon steigen, als ein Lastfuhrwerk des Weges kam. Es fuhr so nahe an dem Straßenbahnzug vorüber, daß Fathoser an die Seitenwand des Waggons augepreßt wurde. Er stürzte mit mehrfachen ^Ripprnbrüchcn leblos zusammen. Die Rettungsgesellschaft wurde berufen, doch konnte der Arzt ■ mir mehr den E i ntritt d e s T o d e s feftftellen. * Klassifizierung der Schulkinder vor dem Abgang in Ferienkolonie». In Elternkreisen wird vielfach befürchtet, daß die Schulkinder, welche Ferienkolonien besuchen dürfen Md zu diesem Zweck den Schulbesuch unterbrechen müssen, durch, vorzeitiges Verlassen der Schule das Halbiahr verlieren könnten. Der Unterstaatssekretär für Unterricht hat daher die Leitungen der Mittelschulen, der Lehrernnd Lchrerinnenbildungsaastalten sowie der Volks¬ und Bürgerschulen daraus aufmerksam gemacht, daß ein Urteil über die Eignung der Kinder zum Anfsteigen in die höhere Klasse mit Rücksicht aus den vorgerückten Zeitpunkt des Schuljahres wohl schon jetzt möglich sein dürfte >und die Abklassifizlerung ohne weiteres platzgrerfen könnte. Die in Ferienkolonien abgegebenen Kinder, welche den Anforderungen der Schule bisher nicht voll entsprochen haben, werden vor Beginn des nächsten Schuljahres sich einer Nachtragsprüfung zu unterziehen haben. * Schutzbund der Bukorvinaer iu Deutsch osterreich, Sitz: W i e n, V., S i e b e n b r u n n e n g a s s e 37, II. Stock, Tür 114,117,123, Landwchrkaserne. Heimkehrer nach der Bukowina wollen sichschriftlich anmelden nebst Angabe der A n z a h l der r e i s e n d e n P e r s o n en und der mitzuführenden Gepäcke oder Mobilien. Arbeitsuchende aus der Bukowina wollen sich sofort s ch r i s tl i ch anmelden. Arbeitgeber von überall werden dringendst um ihre A d r e s s e n e r s u ch t. Vereinsnachrichten. Die Döblinger Zionisten werden ersuchl, ihre Adresse dem vorbereitenden Ausschuß der Zion. Bezirkssektivn Döbling, XlX Dollinergaffe 3, zwecks Konstituienmg der Zion. Bezirkssektivn Döbling, bekanntzugeben. — Der ein »Zion", Wren (Jugendkommission). Heute Samstag den 31. d. M. um 5 Uhr nachmittags wird in unserem Vereinslokale, H., Glockengasse 30, eine Plenarversammlung der jugendlichen Mitglieder stattsinden. Sonntag den 1. Juni veranstaltet der Verein einen gemeinsamen Ausflug der jugendlichen Mitglieder nach Salmannsdorf. Treffpunkt: Endstation der 41er-Linie Pötzleinsdorf um */s3 Uhr nachmittags. — Zionistische Sektion In n e r e Stadt. Montag den 2. Jnni findet im Wiener Ringcajs, I., Stnbenring 18, nur Vs7 Uhr abends ein Bortrag des Herrn Dr. Paul W e i s e n g r ü n über „Der Kulturvegriff des Zionismus und Sozialismus" statt. Briefkasten der Redaktion. i Eduard XIX. Das Wahlrecht zum Jüdischen N'.tionalra ist von der Staatsbürgerschaft unabhängig. Wenden Sie sich an das Bureau, U., Taborstraße 20». * Das TMermvdernste der Neuzeit auf dem Gebiete der Photokunst. woselbst photographische Ausnahmen Verarößeningm, Aqnaiclle und Dclporträts limstlerisch ausgrsührt werden. Photo-Lkttnstsnlvn I. Verzinami, il., Prmerstrahe 9, Mezzanin. Kommunales. 4 Wiener Gemeinderat. Sitzung am 30. Mai. Die gestrige Sitzung zog sich wieder in die Lauge — standen doch nicht weniger als 43 Geschästsstücke zur Verhandlung — aber sie unterschied sich wesentlich von der letzten dadurch günstig, daß sie ruhig verlief. Bevor an die Erledigung der Tagesordnung gegangen wurde, beantwortete der Bürgermeister Reumann .zahlreiche in der letzten Sitzung gestellte Anfragen. Unter diesen erregte die Beantwortung der Anfrage der Jüdlschuationalen wegen Nichtzulassung der Juden zur Preisbewerbung bei Abfassung künstlerischer Entwürfe allgemeines Interesse. Der Bürgermeister sagte nämlich, daß es sich nur nm Ausländer handle, die ausgeschlossen seien, davon, daß Juden a n § g e s ch l 0 s s e n w e r d e n, f ö u n c keineRede f c i it. Auf Angehörige jüdischer Religion fänden die Bestimmungen für die Preisbcwcrbung keine Anwendung. Die Angelegenheit komme ohnehin im Gemeinderat zur Verhandlung und da würden die Jntcrpelantem Gelegenheit haben, zu der Frage Stellung zu nehmen. Die Beantwortung wurde von deutschnationaler als auch von christlichsozialer Seite mit Zwischenrufen begleitet. Der deutschnatrouale Erntn^er rief: Die Juden sind doch eine eigene Nation, nicht nur eine Konfession! Bon dyr Christlichsozialen fiel der Ruf: ' Jetzt Maß ma urt, was eigentlich san, ob eine Nation oder nur eine Neligionsgenossenschaft! Diese Jnterpellatiovsbeauiwortnng hatte aber eine ganz interessante Vorgeschichte. Die Bewilligung eines Betrages von K 150.000 znr Veranstaltung bankünstlerischer Wettbewerbe hatten nämlich gestern in Verhandlung gezogen iverden sollen. Infolge der Interpellation, der Jüdrschnationalm hatte aber der sozialdemokratische Gemcinderatsklub beschlossen, die Angelegenheit von der gestrigen Tagesordnung a b z nsetzenund neuerlich« n den Stadtrat zuvevw e i s e n. Es wird deshalb angenommen, daß das merkwürdige Postulat der „deutschen Zugehörigkeit" fallen gelassen werden wird. Die Gasabgabe aufs ärgste gefährdet. Hierauf verlas der Bürgenncistcr einen Bericht der Direktion der städtischen Gaswerke, den: zu entnehmen ist, daß der nutzbare Kohlenvorrat der Gaswerke, völlig ansgezehrt ist. Der Sperrvorrat ist bereits angegriffen,' der K o h l e n v 0 r r a t s i n k t st e t i g. Der Bericht zählt die vom Staatsrate unternommenen vielen Schritte bei den Staatsämtern zur Besserung der Kohlenversorgung auf und verweist schließlich ans die Denkschrift an die Entrntemissioucn. Der Bürgermeister, teilt ferner, mit, daß Vizebürgcrmeister E m m e r l i n g mit einer Kommission nach Prag gereift sei, nm wegen ausgiebiger Kohlenznschübe zu verhandeln. Wiederaufnahme des Stadtbahnverkehres durch die Kohlenzufuhr abhängig. Auf eine Anfrage, wann der Stadtbahnverkehr wieder in Angriff genommen wird, erwidert Bürgernrcister R tit man n, daß die Wiederaufnahme des Verkehres aufs engste mit der Frage der Kohlenzustibr zusammenhängt. Noch einmal die Gelöbnissrage. Gemeiuderat F e l d m a n n stellt mrter .Hinweis aus die Ungültigkeit des Gelöbnisses der tschechischen Gcmemderätr den Antrag, diese mangels Ablegung des gesetzlich vorgeschriebenen Gelöbnisses it i ch t z u r Au s ü b u n g d e s. G e m e i u berat s m a n d a t s z u z u l a s s e n. Ferner beantragt er, das Statut für die Bezirksvertretungen dahin' zu ergänzen, daß auch Bezirksräte folgendes Gelöbnis abzmegen haben: Ich gelobe,, her Republik Deutschosterreich und der Stadt Wim jederzeit die Treue zu halten, alles zu unterlassen, was den deutschen Charakter Wiens gefährden oder beeinträchtigen könnte und den Bestimmungen des GemeindepatutS nachzukommcu. Bürgermeister Reumann: Es liegt in dieser Angelegenheit noch eine Interpellation. deZ Gemeinderates Doktor K i e n b ö cf vor. Da noch das Gutachten einiger über die in den Interpellationen enthaltenen Rcchtsanschauungeu einzuholru sind, wird nach deren Eintreffen die Anttvort erteilt werden. Die Beteiligung dev Gemeinde Wien au der Zuckers sabrik Bruck a. d. Leitha. < Hierauf erstattet Bürgermeister Reumann das Referat über die Beteiligung der GemeindeWie« an der Zuckerfabrik Brucka. d.Lei.tha nnd stellt folgende Anträge: 1. Die Gemeinde Wien beteiligt sich unter dm vom Magistrate festgesetzten Bedingungen mit 40 Prozent des von- 4 Akillionen Kronen auf 6 Millionen Kronen zu erhöhenden Aktienkapitals an dem Zuckerindustrieunternehmen in Bruck an der Leitha der Oest.erreichischen Zuckerindustrie A.-G. 2. Zur Deckung des Erfordenlisses in der Höhe von K 3,840.000 für die Bestände des Anlchens vom Jahre 1914 vorschußweise heranzuzicben. Der Rückersatz an dieses Anlehen hat aus dein scinerzeitigen Erlöse des noch zu begebenden restlichen Betrages des Anlehens vom Jahre 1906 oder aus einen: allenfalls neu zu begebenden Anlchm zu erfolgen. Der Bürgermeister bespricht nun die Produktivität der allen modernen Anforderungen entsprechenden Fabrik nnd ersucht nnr Annahme der Anträge. Girr Geneealdirektorat für sämtliche Wirtschaftsbetriebe Wiens. 3 In der sich über dieses Referat cntspiuneudcn Debatte ergriff als erster Redner (pto) Dr. Brunno P 0 l l a cf das Wort. Er führte folgendes aus: Das vorliegende Geschäft ist nach meiner Ansicht für die Gemeinde Wien. s eh r g ü nstig. Soweit aus den'Bilanzen der Gesell-' schast entnommen werden tonnte, wurde auch im Vorjahre Eingesendet. Sanatorium Laad im MM bciUlkn. PftysikalisclMiämclK sse'rlanmlt Dt. blniuettkT»nr Mert Mrt Puls Acker verw. Kohu Vermählte. Statt jeder besonderen Anzeige. . 95* XtUr Yermähliuig des Herrn Nationalrat lag. Robert Stricker mit Frau Paula Kohn gratulieren herzlichst m die Beamten der „Wiener Morgenzeitungu. Kfcas1 m