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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-27 · Heft 128 (27.5.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 128 (27.5.1919)
Date
1919-05-27
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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k. Gelte 5 rvren, Älensiag Lviener Morgenzeitung Nr. 128 Der E^nreiseverkehr nach Sberösterreich. , Das Landwirtschaftsamt der provisorischen Land 2srrezrerung in Oberösterreich erläßt nachstehende Ber- Ka«tbarung: [ Das Einreiseverbo t nach Ollerösterreich ist hlit 22. Mai außer Kraft-gesetzt. Hingegen bleibt fttä «ruf weitere? das Derbot eines drei Tage Äverschreitenden Aufenthaltes in einer Gemeinde Oberösterreichs für solche Personen, die dort nicht heimatberechtigt ober im ständigen Aufenthalte sind, aufrecht. Ortsfremde Personen, die längeren Aufenthalt nehmen wollen, müssen daher mit nachstehenden AuKnahmen in der bisherigen Weise unter Erlag von 10 Kronen Mit Aufenth altsbewillignng einschretten, die bis zu acht Lagen die politische Behörde erster Instanz, für länger die Landesregierung erteilt. Bon der Einholung einer AufenIhaltSbClviMgung befreit find Personen, l die einen Dien stau f trag Nachweisen können, Personen, denen durch amtliche Verfügung eine Gemeinde zum Aufenthalt Angewiesen wurde,; Personen, die ihre Eltern oder Kinder besncheik ivallen, für die Dauer von 14 Tagen, gewerbliches, landwirtschaftliches und häusliches Hilfspersonal für die Dauer deS Dienstverhältnisses und endlich Schül-rr uttb Schülerinnen, die außerhalb ihres ständigen Wohnsitzes eine Lehranstalt besuchen. Die Aufhebung der Einoeisebeschränkung bedingt durchaus nicht ein milderes Vorgehen gegen Schleich- Händler unb Preistreiber, gegen die nach wie vor die schärfsten Maßregeln zur Anwendung gelangen werden. Die Adresse des Landeswirtschaftsamtes ist: Linz, Graben Nr. 16. i * Reis,« nach Jugoslawien. Dem „Slovenski Narod" lmcd ans Belgrad berichtet: Der Minister des Innern hat eine Beiordnung zwecks Erleichterung des Verkehres mit bcttl Auslande erlassen. In Zukunft werden die Provlnzialregiernngen die Passierscheine für das Ausland miSffeu«it, und zwar durch di« Vtzirkshauptiriannschafia,. Für die Repatriierung aus Deutschvsterrrich wird der 'Wiener Gesandte Jugoslawiens die Neffe« bewilligimgeii ansstellcn. Jur die R e i s t b e U t f «Hösts re t i ch t s ch e r S t a a t § b ü r g e r in jugoslawisches Gebiet wird die Wiener Gesandtschaft ihr V i s « rn ans dieNeisedokrrmente, welche von der kompetenten deutschösterreichischeu Behörde ansgeficllt sein m 6 s s e tt; geben. Dir Verordnung ist dereiis iit Kraft getreten. * TüvessaÜ. In Hollelchan (Mähren) ist Frau Therese D e i nt r c!>, geborene Ehrlich, gestorben. - Künviflung 0Ü6t nicht nach Leutfchiiststttich zuständigen Tavakverschleitzer« Di« gestrige „Wiener Zcitnng" enthält cme Vollzugsauweisung des Staatsamtes fiic Finanzen bducffcnb die Vftcmmg und Kündigung der Tabak« serschleiügcs cd äste. Zur Bewerbung sind nur Perioden n>gcl<isicn, welche die Hrnnatsberechlignng in einer Gemeinde GeuischösterreichS besitzen. Das Vorzugsrecht besitzen die Kriegsbeschädigten, Kr'.egSwrtwen nud Kriegswaisen. Die FinanzbezirkSbehvrden haben alle Trafiken zu kündige«, bte sich in Händen von Personen befinden, die in DevtschÜstttreich nicht heimatsberechtigt sind. * Lehulingsbeiin für da» BaugewevLe. Bezüglich der mr LthrlinMeim, IX., Badgasse 14, zur Besetzung gelangenden Zahlplatze fiir Lehrlinge aus deni Baugewerbe wird «ns mitge« teilt, daß der monatlich zu entrichtende Betrag von X 120.—, vcstür der Lehrling volle, ausrachmde Verköstigung, Wohnuna und erziehliche Beaufsichtigung genießt, vom Lehrherrn durch Abzug sit den Gebühren des Lehrlings gezahlt wird, de» Eltern des Achtlings djo wegen der Unterbringung dortselbsi keinerlei Kosten erwachsen. Anmeldungen sind an die Grschältsstelle der Lchrlittgssürsorgekommiffion, Vl., Mollardgaffe 87, zu richten. * Dis Eieöffitrtng des Kaiseugarlrns. DerKaiferwart t« «eben der neuen Hofburg ist gestern «m 7 Uhr früh stir Un allgemeinen Besuch der Bevölkming geöffnet worden. * Briefpostvevkeyr mit Iugoslerwie«. Aach dem Königreiche S.-H.-S. (Jugoslawien S.-H.-S,, Laibach, Dalmatien, Kröütien-Slawonien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Montenegro) sind nunmehr auch emgrschriebene Postkarten, gewöhnliche Vtinksachtti und gewöhullche Warenproben zugelaffen. ZNdisch« Mafienversammlung. Mittwoch den 28. d. M. findet präzise yfi Uhr kbends in Haindls Reftamvlion ^Zum wilden Mann", kV., Favoeltenflratze 64, im Garteüfaale eine MaffenketfammlMg statt. <Linien 66, 67 und 1Ser^> Referenten: Ang. Robert Stricker, Frau Erna V a t a % die Gemeinderäte Dr. Leopold P l a f ch k e s uftb De. Bruno Pollack-Parnau. Tagesordnung: Die Bedeutung des Wahlergeböiffe für die Juden. Zionistische BezirksseLtion Wieden-Margareten. Veveinsnachrlchten. .ionistischeSektionAlfergruiid. Mittwoch den 28. d. M., V-8 Uhr abends, fitibci im Svuterrainlokal des Caso „Industrie", IX.. PorMangasie 89, die konstituierend« Versammlung der Zionistischen Sektion Alsergrund statt. TagrS- »rdnung: l. Unser Programm; Referent Drzirkörat Dr. Georg lvetner. S. Vorlesung und Genehmigung der Statuten. 6. Wahl ire SekrioiMitnng. Borttage und Versammlungen. Bereinigung j ü d i s ch 11 Er p o r t a k a- \ c »i 11 c r. Heute Dieustag, HS Uhr nachniittagS, findet im Heime, >r.. Obere Donnustraße 111^ Tür iS, citt Vortrag des Herrn „elfter, l, Wolfengaffe 4, die 20, ordentliche Hauptversammlung kI Vereines ver Baumeister in NlkderVsteekeich statt. — ^üdrsch-joziallstckcher Arbeiterverein „P o a l e - Z i o n". OktS- „ichpe Brigittenau. Qente um V«7 Uhr aberidS, Gasthaus Pulpan, MMeinstraß« 72. Dr! S a l r Gibt e» eine jüdisch, ' «ungL»Der Xl Dt-k«ff1onSabend äst inaamteö findet DonriMaä.dm 8S. tz. wJ*; Uhk ftbfiibis im wj (ittij., JX., Porzeilmigasie 1. (I. Stoä), statt. Referieren wird Paul Diamant über: „Kirche und Juden« »visfiou m Palästina." 27. Mai 1919 Kommunales. Erweiterung ves Schulärztedirnstes. Mit Beginn deS Schuljahres 1919/20 wird an allen Bolksschuleu der Stadt Wien der schulärztliche Dienst dahin erweitert, daß alle in die Schule eintretendeu Kinder von den Amtsärzten auf - ihren GesundheltSzustand und die körperliche Eignung zum Schulbesuch u n t e r s u ch t werden. Di« Eröffnung de« Gänfehäufels findet definitiv am Sl. d. M. statt. Gemeinderat Dr. Bruno Pollack-Parnan wurde bei den m der konstituierenden Sitzung dis OemeinderateS vor« gkttbmmmen Wahlen in die gemeinderätlichen Ausschüsse in den WohnungSftirsorgeanSschuß gewählt. Der Getreide- und Mehleinlauf. Vaiu dcutschösterrcichischen. Staatsanit für Volksernähruug' wird verlautbart: An Getreide und Mehl sind niif Eiiteiilesendrmgcu in Deutsch osterreich eingelaugt: , ' Am 2ö. Mal.. 1318 Tonnen Getreide----1097 Tonnen Mehl ferner ... . . . . 1780, „ . zusammen 2877 Tonneü Mehl i Einlauf feit 1, Mai (in 25 Tagen) zusammen 53.497 Tonnen Mehl. Derzeitiger TageSbedars 171S Tonnen Mehl. Erhöhung des Tagesbedarfes infolge Erhöhung' der Drot-s guole sowie durch volle Einbeziehung von Tirol und Obcr--' österreirh in die Versorgung. Vorarlberg wird bis r^iteres' von der Schweiz versorgt. Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Beschickung der Märkte siel gestern sehr schwach aus, doch reichle sie zur Deckung de- Bedarfes, da auch die Nachfrage sehr gering war. In der G r o ß m a r k t h a l l e kam nur ein« geringe Menge des rayonierten Schweinefleisches zum Verkaufe, ferner Awas Kitz- und Ziegenfleisch, das Samstag nnverkanft blieb und auch gestern infolge der hohen Preise wenig beachtet wurde. An Würsten gab es nur 180 Kilogranuu. Verhälittisnläßlg gut beschickt war«! die Fischmärlte, die über frische Schellfische und Kabeljau verfügten. Der Kabeljau wurde zum Preise vov K 10.— für das Kilogramm restlos ausverkauft. Die G t Ü « to a t c tt nt 81!;t t erhielten an Gärtnerware nur eine geringe Menge. Außer Rüben in ausreichendem Maße gab es noch Grnndbirnen und Neustedler Salat, der sehr guter Beschaffenheit war und bcShalb gerne gekauft wurde. Neue Zufuhren an Agrumen oder Südfrüchten sind nicht eingctroffen. tzeigen zu K 20.— daS Kilogramm gab eS noch au einigen Ständen. Der Schleichhandel mit Milch. Di« christlichsoziale Parkeikorresoudenz ..Austria'/, meldet: Am Sonntag tagte hier die Bollversaninckung der Niederö st e r r e i ch i s ch e n Molkerei unter bem Vorsitze des Obmannes, Staatssekretär Josef S1 ö ck l e r. Es wurde festgestrÜH daß die Milrheinliesmmgen im Jahre 1918 gegen das Vorjahr wieder um 1% Millionen Liter und gegen das Jahr 1918 nm rund 22Vs Müiloiikn Liter zn v tt ck g e g a n g en sind. Die Jahresrechnung hätte anS diesem Grunde und weil die Kosten aller Betriebsmittel, insbesondere die Gehalte und Löhne, iimner noch in stark anistcigendec Richtung sich bewegen, wieder mit einem bedrutenderi Defizit abgeschlossen, wenn eS der Leitung nicht aclungen wäre, durch Ausdehnung der geschäftuchen Betätigung ans auvere Gtblete dte Einnahluen mit den Ausgaben so ziemlich in Einklang m bringen. Allgemein wurde der Empfindmlg AuSdmck gegeben, daß der Schleichhandel mit Milch als ein großes Nebel für Stadt und Land endlich beseitigt und auf das Abschlachten der Melkkühe verzichtet werden muß, soll die Versorgung der Säugling« und Schwerkranken m Wien mit Milch nicht gänzlich auihöreu. Schließlich wurde ciustimmig beschlossen, an die Landesregienmg daS dringende Ersuchen zu stellen, sie möge alle verfügbaren Mittel anwenden, um den Schleichhandel und das Hamfierunwesen mit Milch emzudämmen, da der Bestand der mit vieler Mühe und nroßen Opfern im Laufe der letzten 20 Jahre errichteten GmoffeMaiten und der Zentrale in Wien durch die Unmöglcckkeit der Ansrechterhalümg der MilchlitferMen im höchsten Maße gefährdet erscheint; die versammelten Mitglieder der Niederösterrelchischen Molkerei erklärten daher, daß sie keme Verantwortung für dstv Folgen eines vollständigen Zusammenbruches der geuofftnschaftlichen Milchverwertung übernehmen können. „ Wir meinen, baß der Schleichhandel mit Much unr dann aushorm wird, wenn die Bauern ihre Wucherforderungen emstellen werden. Strenge Ueberwachung des Verkehres mit Lebensmitteln. Die MarktamtSdtrektion hat Über Weisung be8 Bürgermeisters den nachfolgenden Auftrag au alle Marktamtsabteilungen gerichtet: <Äit Kriegsausbruch wurden seitens der MarktamtSdtrektion bet den Wochenkonferenzen regelmäßig Aufträge erteilt, PreiStretbeseien, HschstpreiSüberschrettungen, Warenverschleppungen, deutliche- Anschreibeu der gesetzlichen Preise und dergleichen auf d«n Märkten und in den Geschäften strengstens zu überwachen und jeden wabrgenommenen Fall unveriveilt der GtrafamtShandlung zuzuführen. In jüngster Zeit mehren sich in berechtigter Weise die Klagen der Bevölkerung tu diesem Belange. Cs erscheint daher dringend geboten, daß die Herren Abteilungsleiter für eine ständige Ueberwachung der Märkte «nd Markthallen, aber auch der Lebensmittelgeschäfte in den Bezirken sorgen und daß sie das hierzu zur Terfü ung stehende Beamtenversonal entsprechend eintetlen und überwachen. Ein besonderes und scharfes Augenmerk wird darauf zu richten seiu, baß die für die einzelnen Märkte, Markthallen und Geschäft« zugewiesenen Lebensmittelmengen nicht verschleppt unb zu Schleichhandelspreisen nur an Bevorzugte abgegeben werden, sondern daß diese Waren unter Aufsicht der AmtSorgane zu den gesetzlichen Preisen auSgelegt und an die Bevölkerung unierfchiebLlvS abgegeben werben. Auch haben die MorktamtSorgane strenge darüber zu wachen, daß auf den Kleinmärkten nur an unmittelbare Verbrauche« abgegeben wird und baß sohin eine Abgabe ln größere« Mengen an Personen, die nicht unmittelbare Verbraucher sind, htntangehalten wird. Die MarktamtSbircttlott wird bte vinlangenben Anzeigen alltäglich in «ln Äer zeichuiS bringen ttttb Namen nuh Adresse sowie Art der UeVertretungen für die Zwecke der Verlautbarung in der TageSprvfse hersivlleu. Durch ein gemeuisames und energisches Vorgeben der MarktamtSorgane wird eS bann möglich sein, diese die breiten Schichten der Bevölkerung tief smädtgenden Bewucherungen Hintanzuh-alten. Die MarktaintSdirektion wird sich durch häufige Konirollen von der Durchführnug dieser Maßnahmen Überzeugän. Durch einen gleichzeitigen Erlaß beö Bürgermeisterwurden die magistratischen Bezirksämter angewiesen, - die in kyrem Wirttina-krst» fallende« b i e S b r z ü g l > ch e u Gtrnfam tü ha nv langen tnu der ersoriarlicheu Strenge und Raschhrii durchznfüh'ren. D>t« Leben-mittrlavgabrn. In den behördlicheri Älnordi'nngcn betreffend die Abgabe von LebenSmuteln auf Karten, l ist in letzter Zeit die Gepflogenheit geübt worden, die Abgabe an Karten zu binden, die mit den abzugebende» Artikeln' in keinem Zusammenhänge stehen. Go wurde bte Abgabe von Mar nie k a de für Schwerarbeiter an Fett karten yebnndon, Bohnen für Mindestbemittelt« wurden auf Grund der F lc isrh kar t e abgegeben oder es wurde der Bezug manchei: Artikel an die Vorweisung von Karten geknüpft, die nicht mehr im Besitze der Konsitmentc« sind. Unistänblich wird auch die Abtrennung der einzelnen Abschnitte des Einkaufschelnes vorgeschrieben, indem die einzelitcn Abschnitte^ nicht den. Ziffern nach, sondern ganz wahllos durcheinander zuvl. Beispiel die.Abschnitte 81, 6, 39, 17 oder ähnlich abgegeben werben müssen. Abgesehen davon, bas; diese Mani-- vulatioit infolge der Einteilung des EtttkaUfschetneK sehr unrständlich und sowohl für die Kauflerüe als auch fitr die Käufer zeitraubend ist, wird durch die attgeffilkk Reihenfolge der Abtrennung der einzelnen Abschnitte ver Eittkausscheiu arg mitgenommen und er gleicht nach öfterem Ge-' brauche nur mehr einem zerschlissenen Papier. Diese Nach^ teile des LebenSiutttelkartenshstemS!am*tt in der Bezirksvertretung Wieben zur Sprache und eö wurde beschlossen, bei den in Betracht kommenden Stellen mit aller Cnischievenheit zü verlangen, daß diese Miß st äy de ab gasch afft werden Und die Bevölkerung nicht durch nicht begründete Vorschriften geplagt werde. Die Mehlumrayouierung. Diejenigetl HattShalte oder Einzelpersonen, die nach Ablairf der gegenwärtig gültigen MehlbözUgSkarte von "der zuständigen städtischen Mehlabgabestelle (gelbe Karte) zu einer Konsumentenorganisation (blaue Karte) Übertreten und die Mitglieder vorr Konsumeittenorganisatiolten, welche der zuständigen städtischen Mehlabgavcsielle zugewlesen werden wollen, müssen dett beabsichitgten uebeetritr bis längstens 14. Juni der zuständigett Brotkommisston anzetgen. Rach dem 14. Juni erstattete Uebertrittsauzeigeu können, ivenn sie nicht mit Uebersiedlnngen znsamtnenhängen, erst mit ',28. November Berücksichtigung finden. Die uwe Mehlbezugs karte wird zugleich .mit den anderen Lebensmittelkarten am 9. Juli ausgegeben. Liiebesgitbetiverteilupg im VI. Bezirk. Im Franenarbeitötoniilee Mariahilf t'omnien Dienstag den 27. unb Freitag den 80, d. wt. zwischen 3 und b Uhr NnchnüttagS die S ch w e i z e r L i e b e s g a b c u /Kakao und NeiS) aegen. Vorweisung der blauen Mnchkarte und des neuen EmkansscheinrS für Kinder von 2 bis 0 Jahren zur Verteilung. Die Erhökttng der Brotguote. Die Erhöhung der' Brotquote um V« Laib hat gestern begonnen. In der seinerzeitigrn Verlautbarung war die Erhöhung als emstweuige bezeichnet, die fallweise auch wieder unterbrochen werden könnte. Nun ist her Einlauf befriedigend und man kann mit eine« d a u e r u d e n Erhöhung im bishrrigeu Ansmaße rechnen. Mitteilungen der „Nohö". Heute Dienstag sZeniralmagazin, VIII., Piaristcngasie 19): K.»V.-Seife, Walzgrieß. Sardellen, Thunfische und Toilettefeife von 8 bis 12 Uhr. — I. Bezirk (Nibelungenaasse 7): Zwirn« Franck-Kaffee, Krachmandeln und Snppemnaffe von 9 bis 12 Uhr. - II.. M.,!V.. V. «nd XI. Bezirk: Zwirm Wav aneß, Seife, Kttmtnel und Dörrgemüse von 8 bis 12 Uhr. — IX. Bezirk: Waschpulver, Salz, Franck-Kaffee, Walzarieß und Kümmel von 8 bis 12 Uyr. — X. Bezirk; Walzarieß, Frarick- Kaffee, Stärkin, Kümmel, Paprika und K.-V.-Seife von 8 bis 12 Uhr. — XII. und Xlll. Bezirk; Waschpulver, Salz, tzranck- Kaffee. Walzgrieß, Kümmel und Seife von 8 bis 12 Uhr. - XVll. Bezirk: Labsal. Walzgr»eß, Franck-Kaffee. Stärkin und Paprika von 8 bis 12 Uhr. —> XVIII, Bezirk: Geschloffen. — XIX, Bezirk: Paprika, Waschpulver, Dörrgemüse, Stärkin, Salz, Franck-Kaffe und Walzgrieß von 8 bis 12 Uhr. — XXI. Bezirk t' Salz, SuppeiirnLsse, Bari, Seife, Gulaschtabletten und Dörrgeinüse von 2 bis 4 Uhr. Bühne «nd Kunst. Jaques Fromental HalLvy. (27. Mai 17V».) Bor 120 Jahren wurde in Paris der nachmalige Schöpfe>-V der „JÜdrn' geboren. Sein Vater, ein angesehener jüdischer Litera^' und Gelehrter, förderte daö sich frühzeitig offenbarende musikalische' -lalent deS SohiieS, dem eS in der Folge gelang, die höchfle Nkuflkalifche AuSzeichnuttg deS Konservatoriums, de» gcanck prk de Rome, davvnznkragen. Sein Aufenthali in Roni verlief jedochso uilfruchtbar als für manche feiner komponierenden Leidrntiaenvffsen, denen diese ansgrzwunaene Ehre zuteil wurde. Jiir Jahre 1822 berührte er mich Wien und toll mit Beeihoven im- Verkehr gestanden sein. Erst 185n gelang ihm der große Wnrf mit der Komposition deS jüdischen SujctS, zu deni Scribe das Buch geuefert hatte.^ Mit einem Schlage war der Ntnhln und die Unsterblichkeit gewonnen. Dre Ailckttbr zu den nationalen Empfindungen, zur religiösen Tradition der ' Väter, halfen ein Werk volleitven. das seine tiefe Wiikiiilg iitr immerwährende Zeiten bewahren wird. Allerdings ist diese Wn knng mehr im Stofflichen, tm ewig aktuellen Moment der Rctlglvnsgegewsötze gelegen, als uu Musikalischen, dessen AnSdrutMorm i unS heute antiquiert erscheink. Aber immer werden die Sänacr! und Sängerinnen gerne zu jenen Rollen greifen, die ihrer i sangSknnst dankbare Emsaltnua bieten, wre die Partien der ffiecha! und fceS Cleazar. Daß an Tenor diese Väterrolle zngewiese«! erhielt, war dazumal ein Novum. ES war cm Säuger, von dm: diese Anregung ausging. Er hich Nourrlt, seine beratmoeStimme, wurde von Komponisten genre gehört, und da er eö ritiide wurde — etwa ein Schmedes jener Zeit -- stets bat Liebhaber zu miuat, ließ sich Hal^vy durch ili>i bestimmen, den Elenzar für die Tenorlage mtdmuschwben. Der Er!olg rech^rligte den Nat des LheatttpraklikerS. Seitdem «eliört der Eleazar zu den Lieblings» parlirn ätter gwüen Tenoristen. In jüngster.Mat ift Leo Slezak nlS ihr bekanntester Interpret z>i ucmictt. Den Erfolg der „Jüdin bat Halnph mit fciticit spätereni Konchosittvnen nie mehr erreicht. Enie tomische Oper »Derj

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